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Dokumentenidentifikation DE202006010625U1 02.11.2006
Titel Höhenverstellbare Modulbühne
Anmelder Frank Krüger Metall- und Anlagenbau GmbH, 22885 Barsbüttel, DE
Vertreter Patentanwälte Lippert, Stachow & Partner, 51427 Bergisch Gladbach
DE-Aktenzeichen 202006010625
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 02.11.2006
Registration date 28.09.2006
Application date from patent application 11.07.2006
IPC-Hauptklasse B25H 5/00(2006.01)A, F, I, 20060711, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine höhenverstellbare Modulbühne mit einer sich im wesentlichen horizontal erstreckenden Arbeitsebene und unterseitig an der Arbeitsebene vorgesehenen Stützen, wobei die Arbeitsebene über eine Höhenverstellvorrichtung höhenverstellbar und mittels einer Arretiervorrichtung in Sollpositionen arretierbar ist.

Derartige Modulbühnen werden beispielsweise zur Wartung und Montage von Flugzeugen eingesetzt. Die höhenverstellbare Arbeitsebene stellt dabei eine Arbeitsplattform für Arbeiter bereit. Üblicherweise ist die gesamte Modulbühne zudem rollbar ausgebildet.

Die Höhenverstellung erfolgt bei bekannten Modulbühnen über Spindelantriebe, die in Teleskopstützen integriert sind. Da die vier Teleskopstützen der Modulbühne gleichmäßig in der Höhe verstellt werden müssen, ist dieses mit einer komplexen Mechanik verbunden. Trotz Verwendung einer selbsthemmenden Spindeln muss gleichwohl eine als Bolzensicherung ausgebildete Arretiervorrichtung vorgesehen sein, um die Modulbühne in gewählten Sollpositionen zur Einhaltung der entsprechenden Sicherheitsnormen zu fixieren.

Die vorliegende Erfindung befasst sich folglich mit dem technischen Problem, eine gattungsgemäße Modulbühne einfacher und kostengünstiger auszubilden, gleichzeitig aber weiterhin eine hohe Arbeitssicherheit zu gewährleisen.

Erfindungsgemäß wird dieses bei einer Modulbühne der genannten Art dadurch erreicht, dass die Höhenverstellvorrichtung mindestens einen hydraulischen Hubzylinder und die Arretiervorrichtung eine Klinkensicherung umfasst.

Die erfindungsgemäße Verwendung der Hydraulik ist regelungstechnisch deutlich einfacher als der synchrone Antrieb mehrerer Spindeln. Die Klinkensicherung gewährleistet eine zuverlässige Arretierung der Teleskopstützen in den jeweiligen Sollpositionen. Vorzugsweise bestehen die Teleskopstützen aus einem – äußeren und unbeweglichen – Führungsrohr und einem relativ zu diesem beweglichen Teleskoprohr.

Die Klinkensicherung umfasst vorzugsweise eine an dem Schieber ausgebildete Quertraverse zur Aufnahme der Drehachse für die eine Klinke und eine an der Drehachse drehbar befestigte Klinke, die über einen Kraftzylinder um die Drehachse schwenkbar ist. Der Kraftzylinder kann entweder direkt an der Klinke oder an der Drehachse angreifen.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung als Doppelklinke, wobei beidseitig an der Traverse angreifende Drehachsen mit jeweils einer Klinke ausgebildet sind, die in Einbaulage seitlich durch eine Öffnung des Führungsrohrs in entsprechende Positionierungsöffnungen in dem Teleskoprohr eingreifen. Vorzugsweise wird diese Doppelklinke durch einen gemeinsamen Kraftzylinder gesteuert, der beide Klinken synchron ansteuert.

Sicherheitstechnisch besonders vorteilhaft ist die Ausbildung der Klinke nach dem „Toten-Mann-Prinzip", wobei die Klinke beim Ausfall des Kraftzylinders in der arretierten Position verbleibt und nur bei Beaufschlagung von Kraft auf den Kraftzylinder des Teleskoprohrs freigibt.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung des Kraftzylinders als Hydraulikzylinder.

In der bevorzugten Ausführungsform weist die Modulbühne mehrere Stützen mit jeweils einem Hubzylinder und jeweils einer Klinkensicherung auf.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer bevorzugten Ausführungsform beschrieben, wobei auf die Bezugszeichen Bezug genommen wird. In diesen zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Modulbühne;

2 eine vergrößerte Ansicht der erfindungsgemäßen Doppelklinke in geöffneter Stellung; und

3 die Doppelklinke gemäß 2 in Schließstellung.

Gleiche oder gleich wirkende Teile sind mit denselben Bezugszeichen versehen.

Demnach besteht die erfindungsgemäße Modulbühne aus einer sich horizontal erstreckenden Arbeitsebene 2, welche eine Arbeitsplattform für Arbeiter bildet und oberseitig mit einem umlaufenden Geländer versehen ist.

Die vorliegende Modulbühne hat eine Länge von 8 Metern, eine Breite von 4 Metern und einer Mindesthöhe von 4,5 Metern. Sie lässt sich bis zu einer Höhe von 6,3 Metern verstellen. Die Arbeitsplattform weist eine maximale Traglast von 6,65 Tonnen auf.

Jeweils an den Unterseiten der Ecken der Arbeitsebene 2 erstrecken sich aus Vierkantprofilen bestehende Vertikalstützen 4 nach unten und weisen an ihren unteren Enden arretierbare Räder 12 auf.

Ebenfalls am unteren Ende der Vertikalstützen ist jeder Vertikalstütze zugehörig ein hydraulisch betriebener Hubzylinder 6 angeordnet.

Ein an der unteren Seite der Arbeitsebene 2 ausgebildetes Stützwerk 10 ist mit Teleskoprohren 4 verbunden, welche in einem Führungsrohr 8 laufend durch Hubzylinder 6 höhenverstellbar sind.

Der Aufbau einer Teleskopstütze mit der Klinkensicherung ist detailliert in 2 dargestellt. Demnach besteht das Führungsrohr 8 aus einem Vierkantprofil, welches einen geringfügig größeren Außendurchmesser als das Teleskoprohr 4 aufweist. Auf der Vorder- und der Rückseite des Teleskoprohres 8 sind zwei rechteckige Quertraversen 14 befestigt, die an ihren äußeren Enden in fluchtenden Löchern Schwenkachsen 16 drehbar aufnehmen. Zwischen den Quertraversen 14 ist auf jeder Schwenkachse 16 jeweils eine Klinke 18 drehsteif befestigt. Diese Klinken 18 werden aus der in 2 dargestellten gelösten Stellung in eine Arretierungsposition verbracht durch Entlasten eines Hydraulikzylinders 20, welcher sich zwischen zwei Hebeln 22 erstreckt, die an den Vorderseiten der Schwenkachsen 16 drehsteif befestigt sind.

Die Klinken 18 greifen in der verrasteten Ruhestellung durch eine Öffnung in der Außenseite des Führungsrohrs 8 in korrespondierende Rastöffnung in den Seiten der Teleskoprohre 4 ein und verrasten somit die Klinke in der jeweils gewünschten Sollposition formschlüssig. Entlang der Längsachse jedes Teleskoprohrs 4 sind in gleichmäßigen Abständen mehrere solcher Paarweisen Rastöffnungen vorgesehen, in welche die Klinken 18 in verschiedenen Höhen zur Arretierung eingreifen können.

Die Doppelklinke funktioniert nach dem „Toten-Mann-Prinzip", so dass ein Ausfall der Hydraulikaggregate die Klinken in der Arretierposition verrasten.

Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Ansprüche, sondern aus der Kombination der einzelnen Ansprüche untereinander. Alle in den Unterlagen, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

2
Arbeitsebene
4
Teleskoprohr
6
Hubzylinder
8
Führungsrohr
10
Stützwerk
14
Quertraverse
16
Schwenkachse
18
Klinke
20
Hydraulikzylinder
22
Hebel


Anspruch[de]
Höhenverstellbare Modulbühne mit einer sich im wesentlichen horizontal erstreckenden Arbeitsebene (2) und unterseitig an der Arbeitsebene vorgesehenen Stützen, wobei die Arbeitsebene (2) über eine Höhenverstellvorrichtung höhenverstellbar und mittels einer Arretiervorrichtung in Sollpositionen arretierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhenverstellvorrichtung mindestens einen hydraulischen Hubzylinder (6) umfasst und die Arretiervorrichtung eine Klinkensicherung umfasst. Modulbühne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese vier Stützen mit jeweils einem Hubzylinder (6) und jeweils einer Klinkensicherung umfasst. Modulbühne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinkensicherung an einem Führungsrohr 8 ausgebildet ist. Modulbühne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinkensicherung als Doppelklinke ausgebildet ist. Modulbühne nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelklinke durch einen Hydraulikzylinder (20) steuerbar ist.






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