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Dokumentenidentifikation DE202006011572U1 02.11.2006
Titel Formiersieb
Anmelder Voith Patent GmbH, 89522 Heidenheim, DE
DE-Aktenzeichen 202006011572
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 02.11.2006
Registration date 28.09.2006
Application date from patent application 28.07.2006
IPC-Hauptklasse D21F 1/10(2006.01)A, F, I, 20060728, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Formiersieb nach dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1.

Formiersiebe finden in der Formierpartie einer Papiermaschine Verwendung. Beim Formierprozess wird eine Fasersuspension vom Stoffauflauf der Papiermaschine auf ein Formiersieb oder auf zwei Formiersiebe (bei Gapformern) aufgebracht. Es ist die Aufgabe von Formiersieben die Fasersuspension zu entwässern und eine Faserstoffbahn zu bilden, wobei beim Entwässerungsprozess so wenig wie möglich Zellstofffasern und Füllstoffe aus der Fasersuspension aus geschwemmt werden sollen.

Die Qualität der gebildeten Faserstoffbahn wird hierbei stark von der Struktur der zur Faserstoffbahn weisenden Oberfläche (Papierseite) des Formiersiebs mitbestimmt. Die Lebensdauer des Formiersiebs wird hingegen stark von der Struktur der zur Papiermaschine weisenden Oberfläche (Maschinenseite) des Formiersiebs beeinflusst.

Um diesen zum Teil sich widersprechenden Anforderungen Rechnung zu tragen wurden mehrlagige Papiermaschinensiebe mit einem papierseitigen und einem maschinenseitigen Gewebe entwickelt, wobei die beiden unabhängigen Gewebe durch so genannte Heft- oder Bindfäden miteinander verbunden sind. Um eine möglichst einheitliche papierseitige Gewebestruktur zu gewährleisten, sind die Heftfäden bevorzugt integraler Bestandteil der papierseitigen Webstruktur (integrale Heftfäden), wodurch Markierungsneigungen bedingt durch die Anbindung der Heftfäden reduziert werden.

Beispiele für solche Formiersiebe sind in der amerikanischen Patentschrift US 5,152,326 oder der deutschen Gebrauchsmusterschrift DE 297 24 238 U1 gezeigt.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Formiersieb vorzuschlagen, bei dem die Anbindung zwischen den papierseitigen Gewebe und dem maschinenseitigen Gewebe verbessert ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Nach einem ersten Aspekt der Erfindung ist ein Formiersieb vorgesehen mit oberen Maschinenrichtungsfäden, oberen Maschinenquerrichtungsfäden, unteren Maschinenrichtungsfäden, unteren Maschinenquerrichtungsfäden und Paaren von ersten und zweiten Heftfäden,

  • – wobei eine papierseitige Webstruktur gebildet wird, in dem die oberen Maschinenrichtungsfäden mit den oberen Maschinenquerrichtungsfäden verwoben sind und in dem die oberen Maschinenrichtungsfäden mit ersten Heftfäden und mit zweiten Heftfäden eines Paares jeweils derart verwoben sind, dass dadurch das von den oberen Maschinenrichtungsfäden und den oberen Maschinenquerrichtungsfäden gebildete Webstruktur fortgesetzt wird,
  • – wobei eine maschinenseitige Webstruktur gebildet wird, in dem die unteren Maschinenrichtungsfäden mit den unteren Maschinenquerrichtungsfäden verwoben sind,
  • – wobei die papierseitige und die maschinenseitige Webstruktur miteinander verbunden sind, in dem der erste Heftfaden jedes Paares von Heftfäden mit unteren Maschinenrichtungsfäden verwoben ist und erste Bindungsbereiche bildet und in dem der zweite Heftfaden jedes Paares von Heftfäden mit unteren Maschinenrichtungsfäden verwoben ist und zweite Bindungsbereiche bildet und wobei die ersten Bindungsbereiche und die zweiten Bindungsbereiche in Maschinenquerrichtung abwechselnd hintereinander liegend angeordnet sind, und
  • – wobei zumindest ein erster Bindungsbereich und/oder ein zweiter Bindungsbereich dadurch gebildet werden, in dem der erste Heftfaden und der zweite Heftfaden jeweils unter zumindest zwei und maximal drei zueinander benachbarten unteren Maschinenrichtungsfäden laufen.

Nach einem zweiten Aspekt der Erfindung ist eine untere Anbindestelle vorgesehen, die dadurch gebildet wird, dass ein unterer Maschinenquerrichtungsfaden unter einem ersten unteren Maschinenrichtungsfaden und über einem dazu benachbarten zweiten unteren Maschinenrichtungsfaden läuft, wobei der zweite untere Maschinenrichtungsfaden unmittelbar benachbart zu einem unteren Maschinenrichtungsfaden eines ersten Bindungsbereichs oder eines zweiten Bindungsbereichs angeordnet ist.

Vorzugsweise wird jeder erste Bindungsbereich und jeder zweite Bindungsbereich dadurch gebildet, in dem der erste und der zweite Heftfaden jeweils unter zumindest zwei und maximal drei zueinander benachbarten unteren Maschinenrichtungsfäden laufen.

Bei den bekannten Formiersieben mit integralen Heftfäden werden die papierseitige Webstruktur und die maschinenseitige Webstruktur durch den oder die Heftfäden dadurch verbunden, in dem wiederholt der oder die Heftfäden, von der papierseitigen Webstruktur kommend, unter einem unteren beispielsweise Maschinenrichtungsfaden unter Schaffung eines Bindungsbereichs durchgeführt werden und anschließend wieder mit Fäden der papierseitigen Webstruktur verwoben werden.

Als Bindungsbereich soll hierbei der durch den Heftfaden eingebundene Bereich der maschinenseitigen Webstruktur definiert werden, den ein oder mehrere untere MD-Fäden aufspannen.

Bei einem MD-Faden wird der Heftfaden auf der einen Seite von der papierseitigen Webstruktur dem MD-Faden zugeführt, läuft dann unter diesem MD-Faden und wird dann anschließend vom MD-Faden zur papierseitigen Webstruktur wieder weggeführt. Der Bindungsbereich wird somit durch einen unteren MD-Faden aufgespannt.

Handelt es sich um zwei oder mehr untere MD-Fäden begrenzen zwei untere MD-Fäden den Bindungsbereich; ein erster unterer MD-Faden, dem der Heftfaden von der papierseitigen Webstruktur zugeführt wird und unter dem der Heftfaden läuft und ein zweiter unterer MD-Faden, unter dem der Heftfaden läuft und von dem der Heftfaden wieder der papierseitigen Webstruktur zugeführt wird, wobei zwischen diesen beiden unteren MD-Fäden der Heftfaden weder zur papierseitigen Webstruktur läuft noch von dieser kommt.

Wird der Heftfaden in nur einen unteren beispielsweise Maschinenrichtungsfaden eingehängt, kann die in Richtung der papierseitigen Webstruktur wirkende Kraft des Heftfadens aufgrund der Durchbiegung des „eingehängten" unteren Maschinenrichtungsfadens nicht übertragen werden.

Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass die Anbindung der papierseitigen Webstruktur an die maschinenseitigen Webstruktur bei einem Formiersieb mit integralen Heftfäden dadurch verbessert werden kann, indem die von einem Heftfaden auf die maschinenseitige Webstruktur ausgeübte und in Richtung der maschinenseitigen Webstruktur wirkende Kraft von einem unteren (maschinenseitigen) Maschinenrichtungsfaden (MD-Faden) auf zumindest zwei maximal aber drei untere MD-Fäden aufgeteilt wird. Das heißt erfindungsgemäß handelt es sich um einen Bindungsbereich mit zwei bis drei unteren MD-Fäden. Aufgrund der Verteilung der Kraftwirkung von ein auf zwei oder drei unteren MD-Fäden weisen diese eingehängten unteren MD-Fäden eine bedeutend kleinere Durchbiegung auf als bei nur einem eingehängten unteren MD-Faden, wodurch die in Richtung papierseitige Webstruktur weisende Kraft auf die gesamte maschinenseitige Webstruktur übertragen werden kann, so dass die Anbindung der papierseitigen Webstruktur an die maschinenseitige Webstruktur verbessert wird. Dies hat zur Folge, dass das Formiersieb dünner und kompakter wird.

Des weiteren wird ein Bindungsbereich erfindungsgemäß dadurch gebildet, dass der Heftfaden unter sämtlichen MD-Fäden des Bindungsbereichs läuft, wodurch, im Gegensatz zum Fall in dem der Heftfaden im Bindungsbereich über einen oder mehrere untere MD-Fäden laufen würde, das erfindungsgemäße Sieb dünner gehalten werden kann.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Anbindung nicht weiter verbessert werden kann, wenn die Anzahl der MD-Fäden unter denen ein Heftfaden läuft größer als drei ist.

Durch die verbesserte Anbindung der papierseitigen Webstruktur an die maschinenseitige Webstruktur wird auch die Biegesteifigkeit des Formiersiebs erhöht.

Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass bei jedem ersten Bindungsbereich der erste Heftfaden und/oder bei jedem zweiten Bindungsbereich der zweite Heftfaden unter zumindest zwei und maximal drei zueinander benachbarten unteren Maschinenrichtungsfäden läuft. Durch diese Ausgestaltung werden die oben beschriebenen Effekte verstärkt und somit die Anbindung der papierseitigen Webstruktur an die maschinenseitige Webstruktur weiter verbessert.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der zweite untere Maschinenrichtungsfaden ein unterer Maschinenrichtungsfaden des vorzugsweise unmittelbar benachbarten ersten Bindungsbereichs oder des vorzugsweise unmittelbar benachbarten zweiten Bindungsbereichs ist. Durch diese Anordnung ist es weiter möglich die Anbindung der papierseitigen Webstruktur an die maschinenseitige Webstruktur zu verbessern, da dem Durchbiegen des unteren MD-Faden des Bindungsbereichs an dem die Anbindestelle angeordnet ist entgegengewirkt wird. Somit wird der maschinenseitigen Webstruktur in diesem Bereich zusätzliche Stabilität verliehen.

Um die Anbindung der papierseitigen Webstruktur an die maschinenseitige Webstruktur weiter zu verbessern ist es des weiteren sinnvoll, wenn auf der Maschinenseite so viel wie möglich erste und zweite hintereinander angeordnete Bindungsbereiche angeordnet sind. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht deshalb vor, dass zwischen einem ersten Bindungsbereich und einem zweiten Bindungsbereich maximal drei untere Maschinenrichtungsfäden angeordnet sind.

Bei jedem Paar von Heftfäden webt der erste Heftfaden eines Paares mit einer Anzahl von oberen Maschinenrichtungsfäden erste Segmente. Ferner webt der zweite Heftfaden des Paares mit einer Anzahl von anderen oberen Maschinenrichtungsfäden zweite Segmente, wobei die ersten und zweiten Segmente in Maschinenquerrichtung abwechselnd hintereinander liegend angeordnet sind.

Als Segment soll hierbei der durch einen Heftfaden gewobene Bereich der papierseitigen Webstruktur definiert werden, den ein oder mehrere obere MD-Fäden aufspannen.

Bei einem oberen MD-Faden wird der Heftfaden von der maschinenseitigen Webstruktur auf der einen Seite dem oberen MD-Faden zugeführt, läuft dann über diesem oberen MD-Faden und wird dann anschließend vom oberen MD-Faden zur maschinenseitigen Webstruktur wieder weggeführt. Das Segment wird hierbei durch einen oberen MD-Faden aufgespannt.

Handelt es sich um zwei oder mehr obere MD-Fäden, begrenzen zwei obere MD-Fäden das Segment; ein erster oberer MD-Faden, dem der Heftfaden von der maschinenseitigen Webstruktur zugeführt wird und über dem der Heftfaden läuft und ein zweiter oberer MD-Faden über dem der Heftfaden läuft und von dem der Heftfaden wieder der maschinenseitigen Webstruktur zugeführt wird, wobei zwischen diesen beiden oberen MD-Fäden der Heftfaden weder zur maschinenseitigen Webstruktur läuft noch von dieser kommt.

Bei integralen Heftfäden wird hierbei durch die ersten und die zweiten Segmente die von den oberen MD-Fäden und den oberen Maschinenquerrichtungsfäden (CD-Fäden) gebildete Webstruktur fortgesetzt. Auf die Markierungsneigung und die Planarität der papierseitigen Webstruktur hat hierbei die Größe der Segmente unmittelbaren Einfluss. Sind die Segmente zu klein, so bilden sich „harte" Anbindestellen mit zu großer Markierungsneigung. Sind die Segmente zu groß, kann sich die papierseitige Webstruktur im Bereich der Segmente aufwölben, mit der Folge, dass die Planarität der papierseitigen Webstruktur unbefriedigend wird. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine besonders glatte papierseitige Oberfläche geschaffen wird, wenn jedes erste Segment und jedes zweite Segment jeweils mit zumindest zwei und maximal fünf zueinander benachbarten oberen Maschinenrichtungsfäden gebildet wird.

Zwischen jedem ersten Segment und ersten Bindungsbereich ein erster Übergangsbereich und zwischen jedem zweiten Segment und zweiten Bindungsbereich ein zweiter Übergangsbereich verläuft, in dem der erste beziehungsweise zweite Heftfaden zwischen zueinander benachbarten Paaren von oberen und unteren Maschinenrichtungsfäden läuft. Um die Anbindung der papierseitigen Webstruktur an die maschinenseitige Webstruktur weiter zu verbessern ist es sinnvoll, wenn die Bindungsbereiche eines Heftfadens in CD-Richtung jeweils wenig von den Segmenten beabstandet sind. Eine bevorzugte Ausführungsform sieht deshalb vor, dass jeder erste und jeder zweite Übergangsbereich jeweils mit maximal drei zueinander benachbarten Paaren aus oberen und unteren MD-Fäden gebildet wird. Durch diese steile Anbindung werden die papierseitige und die maschinenseitige Webstruktur dichter aneinander gebunden. Durch die innigere Verbindung zwischen den beiden Webstrukturen wird nicht zuletzt auch der so genannte „Edge-Curl-Effekt" (Aufwölben der Randbereiche des Siebs) reduziert.

Die Planarität der papierseitigen Webstruktur kann dadurch weiter verbessert werden, in dem der erste Heftfaden eines Paares pro Wiederholungseinheit der Webstruktur in Maschinenquerrichtung über und unter ungleich vielen oberen Maschinenrichtungsfäden läuft wie der zweite Heftfaden.

Vorzugsweise ist die die papierseitige Webstruktur des erfindungsgemäßen Formiersiebs als Leinwandbindungsmuster ausgebildet.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die ersten Segmente und die zweiten Segmente jeweils mit maximal fünf zueinander benachbarten oberen Maschinenrichtungsfäden, die ersten und die zweiten Übergangsbereiche jeweils mit maximal drei zueinander benachbarten Paaren von Maschinenrichtungsfäden aus oberen und unteren Maschinenrichtungsfäden und die ersten und die zweiten Bindungsbereiche jeweils mit maximal drei zueinander benachbarten unteren Maschinenrichtungsfäden gebildet werden.

Selbstverständlich sind beim erfindungsgemäßen Formiersieb unterschiedliche Verhältnisse zwischen oberen und unteren Maschinenquerrichtungsfäden möglich. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass zwischen zwei zueinander benachbarten Paaren von Heftfäden von ersten Heftfäden und von zweiten Heftfäden zwei untere Maschinenquerrichtungsfäden und ein oberer Maschinenquerrichtungsfaden angeordnet sind. Dieses Verhältnis entspricht einem CD-Faden-Verhältnis von 1:1.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass zwischen zwei zueinander benachbarten Paaren von Heftfäden von ersten Heftfäden und von zweiten Heftfäden ein unterer Maschinenquerrichtungsfaden und ein oberer Maschinenquerrichtungsfaden angeordnet sind. Dieses Verhältnis entspricht einem CD-Faden-Verhältnis von 2:1.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass zwischen zwei zueinander benachbarten Paaren von Heftfäden von ersten Heftfäden und von zweiten Heftfäden zwei untere Maschinenquerrichtungsfäden und zwei obere Maschinenquerrichtungsfäden angeordnet sind. Dieses Verhältnis entspricht einem CD-Faden-Verhältnis von 3:2.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass zumindest zwei Paare von Heftfäden von ersten Heftfäden und von zweiten Heftfäden unmittelbar zueinander benachbart angeordnet sind. Allgemein wird durch Erhöhung der Bindfadenpaare die Anzahl der Anbindestellen erhöht, wodurch eine bessere Anbindung der oberen Webstruktur an die untere Webstruktur und eine höhere Steifigkeit des Formiersiebs erreicht wird.

Um die die Zugkraft aufnehmenden unteren MD-Fäden vor Verschleiß durch Abrieb zu schützen ist es sinnvoll, wenn so viel wie möglich der unteren MD-Fäden von unteren CD-Fäden geschützt sind. Es ist deshalb besonders vorteilhaft, wenn die unteren CD-Fäden unter so viel wie möglich unteren MD-Fäden laufen.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht deshalb vor, dass jeder der unteren Maschinenquerrichtungsfäden jeweils über einen und anschließend unter zumindest neun zueinander benachbarten Maschinenrichtungsfäden läuft. Ein weiterer Vorteil der so genannten langen Flotierung ist, dass der Anteil von unteren CD-Fäden innerhalb des Siebs reduziert wird, was einerseits eine geringere Dicke des Siebs möglich macht und andererseits einen geringeren Entwässerungswiderstand zur Folge haben kann.

Durch die Verwendung von mehr unteren CD-Fäden bei den CD-Fadenverhältnissen 1:1 und 3:2 im Vergleich zum CD-Faden-Verhältnis 2:1, werden bei diesen die Zugkraft aufnehmenden unteren MD-Fäden stärker vor Abrieb geschützt, was die Lebensdauer des Siebs stark erhöht.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass jedes Paar von Heftfäden von ersten Heftfäden und von zweiten Heftfäden zwischen zumindest zwei oberen Maschinenquerrichtungsfäden angeordnet ist.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie die ersten und zweiten Heftfäden eines Heftfadenpaares in Bezug zu den unteren Maschinenquerrichtungsfäden angeordnet sein können. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass zumindest ein Paar von Heftfäden vorgesehen ist, bei dem zwischen dem ersten Heftfaden und dem zweiten Heftfaden des Paares von Heftfäden zumindest ein unterer Maschinenquerrichtungsfaden angeordnet ist.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass zumindest ein Paar von Heftfäden vorgesehen ist, bei dem der erste Heftfaden und der zweite Heftfaden zwischen zumindest zwei unteren Maschinenquerrichtungsfäden angeordnet ist.

Durch diese Anordnung wird ein erster oder zweiter Bindungsbereich eines ersten oder zweiten Heftfadens in MD-Richtung fixiert. Das heißt der so fixierte Heftfaden wird in MD-Richtung vor seitlicher Bewegung geschützt.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich um ein Formiersieb bei dem die Rapporteinheit zehn obere Maschinenrichtungsfäden und zehn untere Maschinenrichtungsfäden aufweist.

Nachfolgend soll die Erfindung anhand der folgenden schematischen nicht maßstäblichen Zeichnungen weiter erläutert werden.

Es zeigen

1 ein Webmuster einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Formiersiebs in CD-Richtung (CD-Faden-Verhältnis 2:1);

1A eine Reihenfolge der Bindungsbereiche XX, OO über einen Bindungsrapport;

1B eine Reihenfolge der Segmente B, A, A, B über einen Bindungsrapport;

2 ein Webmuster einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Formiersiebs in CD-Richtung (CD-Faden-Verhältnis 1:1);

2A eine Reihenfolge der Bindungsbereiche XX, OO über einen Bindungsrapport;

2B eine Reihenfolge der Segmente B, A, A, B über einen Bindungsrapport;

3 ein Webmuster einer dritten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Formiersiebs in CD-Richtung (CD-Faden-Verhältnis 3:2);

3A eine Reihenfolge der Bindungsbereiche XX, OO über einen Bindungsrapport;

3B eine Reihenfolge der Segmente B, A, A, B über einen Bindungsrapport;

4 ein Webmuster einer vierten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Formiersiebs in CD-Richtung (CD-Faden-Verhältnis 3:2);

4A eine Reihenfolge der Bindungsbereiche XX, OO über einen Bindungsrapport bei Segmentreihenfolge B, A, A, B;

4B eine Reihenfolge der Segmente B, A, A, B über einen Bindungsrapport;

4C eine Reihenfolge der Bindungsbereiche XX, OO über einen Bindungsrapport bei Segmentreihenfolge B, A, B, A; und

4D eine Reihenfolge der Segmente B, A, B, A über einen Bindungsrapport.

Die 1 zeigt eine Rapporteinheit des Webmusters eines erfindungsgemäßen Formiersiebs.

Das Formiersieb weist eine Vielzahl von oberen MD-Fäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19 eine Vielzahl von unteren MD-Fäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20 eine Vielzahl von oberen CD-Fäden T1, T2, T3, T4, T5, T6, T7, T8, T9, T10 eine Vielzahl von unteren CD-Fäden B1, B2, B3, B4, B5, B6, B7, B8, B8, B10 sowie Paare von ersten und zweiten Heftfäden i1 und i2, i3 und i4, i5 und i6, i7 und i8, i9 und i10, i11 und i12, i13 und i14, i15 und i16, i17 und i18, i19 und i20 auf.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist die Rapporteinheit zehn obere Maschinenrichtungsfäden und zehn untere Maschinenrichtungsfäden auf.

Die Rapporteinheit wird durch die unteren und oberen MD-Fäden 1 bis 20, die oberen CD-Fäden T1 bis T10 die unteren CD-Fäden B1 bis B10 und durch die Paare von ersten und zweiten Heftfäden i1 und i2, i3 und i4, i5 und i6, i7 und i8, i9 und i10, i11 und i12, i13 und i14, i15 und i16, i17 und i18, i19 und i20 gebildet. Die Rapporteinheit wird also durch 20 MD- beziehungsweise Kettfäden gebildet.

Die papierseitige Webstruktur wird dadurch gebildet, in dem die oberen MD-Fäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19 mit den oberen CD-Fäden T1 bis T10 verwoben sind und in dem die oberen MD-Fäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19 mit den ersten und zweiten Heftfäden i1 und i2, i3 und i4, i5 und i6, i7 und i8, i9 und i10, i11 und i12, i13 und i14, i15 und i16, i17 und i18, i19 und i20 eines Paares jeweils derart verwoben sind, dass dadurch das von den oberen MD-Fäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19 und den oberen CD-Fäden T1 bis T10 gebildete Webstruktur fortgesetzt wird.

So läuft beispielsweise der obere CD-Faden T1 über die oberen MD-Fäden 3, 7, 11, 15, 19 usw. und unter den oberen MD-Fäden 1, 5, 9, 13, 17.

Der Heftfaden I1 läuft in der Rapporteinheit über die oberen MD-Fäden 1, 13, 17 und unter den oberen MD-Fäden 15, 19.

Der Heftfaden I2 läuft in der Rapporteinheit über die oberen MD-Fäden 5, 9 und unter dem oberen MD-Faden 7.

Hierbei bildet das Weben des Heftfadens i1 mit den oberen MD-Fäden 5, 7, 9 ein erstes Segment A. Ferner bildet das Weben des Heftfadens i2 mit den oberen MD-Fäden 1, 13, 15, 17, 19 ein zweites Segment B.

Die ersten und die zweiten Segmente sind in CD-Richtung abwechselnd hintereinander, das heißt in der Reihenfolge A, B angeordnet, wobei durch diese Reihenfolge die von den oberen MD-Fäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19 und dem oberen CD-Faden T1 gebildete Webstruktur fortgesetzt wird.

Die papierseitige Webstruktur ist ein Leinwandbindungsmuster.

Die maschinenseitige Webstruktur wird dadurch gebildet, in dem die unteren MD-Fäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20 mit den unteren CD-Fäden B1 bis B10 verwoben sind.

Es läuft der untere CD-Faden B1 über den unteren MD-Faden 2 und anschließend unter den neun zueinander benachbarten MD-Fäden 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20. Der Verlauf des CD-Fadens B1 über den MD-Faden 2 definiert eine untere Anbindestelle I.

Hierbei bildet die maschinenseitige Webstruktur ein zehn Shaft „Atlas Webmuster".

Die papierseitige und die maschinenseitige Webstruktur sind miteinander verbunden, in dem die unteren MD-Fäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20 mit den ersten und zweiten Heftfäden i1 und i2, i3 und i4, i5 und i6, i7 und i8, i9 und i10, i11 und i12, i13 und i14, i15 und i16, i17 und i18, i19 und i20 eines jeden Paares verwoben sind.

Der Heftfaden i1 läuft in jeder Rapporteinheit unter den unteren MD-Fäden 8 und 10.

Der Heftfaden i2 läuft in jeder Rapporteinheit unter den unteren MD-Fäden 18 und 20.

Hierbei bildet das Weben des Heftfadens i1 mit den unteren MD-Fäden 8 und 10 einen ersten Bindungsbereich XX. Weiterhin bildet das Weben des Heftfadens i2 mit den unteren MD-Fäden 18 und 20 einen zweiten Bindungsbereich OO.

Somit wird jeder erste Bindungsbereich XX und jeder zweite Bindungsbereich OO dadurch, gebildet wird, in dem der erste Heftfaden i1 und der zweite Heftfaden i2 jeweils unter zwei zueinander benachbarten unteren Maschinenrichtungsfäden läuft.

Die ersten und die zweiten Bindungsbereiche sind in CD-Richtung abwechselnd hintereinander, das heißt in der Reihenfolge XX, OO angeordnet.

Zwischen dem ersten Bindungsbereich XX (gebildet mit 8 und 10) und dem zweiten Bindungsbereich OO (gebildet mit 18 und 20) sind die drei unteren MD-Fäden 12, 14, 16 angeordnet.

Zwischen dem ersten Segment A (gebildet mit 5,7,9) und dem zweiten Bindungsbereich OO (gebildet mit 18 und 20) ist ein erster Übergangsbereich angeordnet, in dem der erste Heftfaden i1 zwischen dem Paar von oberen Maschinenrichtungsfäden 11, 13, 15 und unteren Maschinenrichtungsfäden 12, 14, 16 verläuft.

Zwischen dem zweiten Segment B (gebildet mit 1, 13, 15, 17, 19) und dem ersten Bindungsbereich XX (gebildet mit 8 und 10) ist ein zweiter Übergangsbereich, in dem der zweite Heftfaden i2 zwischen dem zueinander benachbarten Paar eines oberen Maschinenrichtungsfadens 11 und eines unteren Maschinenrichtungsfadens 12 verläuft.

Das erfindungsgemäße Formiersieb der 1 weist ein CD-Faden-Verhältnis von 2:1 auf.

Wie aus der 1 ersichtlich ist, ist beispielsweise das Paar von Heftfäden i1 und i2 zwischen den zwei oberen Maschinenquerrichtungsfäden T1 und T2 angeordnet. Auch ist das Paar von Heftfäden i1 und i2 zwischen den zwei unteren Maschinenquerrichtungsfäden B1 und B2 angeordnet.

Wie bereits erläutert, wird durch den Verlauf des unteren CD-Faden B1 über den MD-Faden 2 die untere Anbindestellen I festgelegt. Ferner werden durch den Verlauf des unteren CD-Faden B2 über den MD-Faden 16 die untere Anbindestellen K festgelegt.

Eine untere Anbindestelle wird ganz allgemein dadurch definiert, dass ein unterer Maschinenquerrichtungsfaden unter einem ersten unteren Maschinenrichtungsfaden und über einem dazu benachbarten zweiten unteren Maschinenrichtungsfaden läuft. Das heißt in diesem Beispiel werden beispielsweise die ersten unteren MD-Fäden durch die MD-Fäden 4, 20 (für B1) und 14, 18 (für B2) gebildet, wobei die zweiten unteren MD-Fäden durch den unteren MD-Faden 2 (für B1) und 16 (für B2) gebildet werden.

Die oben beschriebenen Prinzipien können auf die gesamte Rapporteinheit ausgedehnt werden. Daher wird auf eine weitere Beschreibung des Webens der übrigen Maschinenrichtungsfäden, Maschinenquerrichtungsfäden und Heftfadenpaare verzichtet.

Die 1A zeigt eine Reihenfolge der Bindungsbereiche XX, OO über einen Bindungsrapport, wohingegen die 1B eine Reihenfolge der Segmente B, A, A, B über einen Bindungsrapport zeigt.

Die 2 zeigt ein Webmuster einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Formiersiebs in CD-Richtung. Es weist ein CD-Faden-Verhältnis von 1:1 auf.

Die 2A zeigt eine Reihenfolge der Bindungsbereiche XX, OO über einen Bindungsrapport, wohingegen die 2B eine Reihenfolge der Segmente B, A, A, B über einen Bindungsrapport zeigt.

Und die 3 zeigt ein Webmuster einer dritten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Formiersiebs in CD-Richtung. Es weist ein CD-Faden-Verhältnis von 3:2 auf.

Die 3A zeigt eine Reihenfolge der Bindungsbereiche XX, OO über einen Bindungsrapport, wohingegen die 3B eine Reihenfolge der Segmente B, A, A, B über einen Bindungsrapport zeigt.

Schließlich zeigt die 4 ein Webmuster einer vierten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Formiersiebs in CD-Richtung. Es weist, wie die Ausführungsform der 3, wiederum weist ein CD-Faden-Verhältnis von 3:2 auf.

Die 4A zeigt eine Reihenfolge der Bindungsbereiche XX, OO über einen Bindungsrapport bei Segmentreihenfolge B, A, A, B, wohingegen die 4Ceine Reihenfolge der Bindungsbereiche XX, OO über einen Bindungsrapport bei Segmentreihenfolge B, A, B, A zeigt.

Die 4B zeigt eine Reihenfolge der Segmente B, A, A, B über einen Bindungsrapport, wohingegen die 4D eine Reihenfolge der Segmente B, A, B, A über einen Bindungsrapport zeigt.

1, 3, 5, 7, ..., 15, 17, 19
Oberer Maschinenrichtungsfaden (MD-Faden)
2, 4, 6, 8, ..., 16, 18, 20
Unterer Maschinenrichtungsfaden (MD-Faden)
A
Zweites Segment
B
Erstes Segment
B1 bis B20
Unterer Maschinenquerrichtungsfaden (CD-Faden)
I
Anbindestelle
i1 bis i20
Heftfaden
K
Anbindestelle
OO
Zweiter Bindungsbereich
T1 bis T20
Oberer Maschinenquerrichtungsfaden (CD-Faden)
XX
Erster Bindungsbereich


Anspruch[de]
Formiersieb mit oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ...; 19), oberen Maschinenquerrichtungsfäden (T1, T2, T3, ...), unteren Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 20), unteren Maschinenquerrichtungsfäden (B1, B2, B3, ...) und Paaren von ersten und zweiten Heftfäden (i1 und i2, i3 und i4, ...), wobei eine papierseitige Webstruktur gebildet wird, in dem die oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ..., 19) mit den oberen Maschinenquerrichtungsfäden (T1, T2, T3, ...) verwoben sind und in dem die oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ..., 19) mit ersten Heftfäden (i1, i3, i5, ...) und mit zweiten Heftfäden (i2, i4, i6, ...) eines Paares (i1 und i2, i3 und i4, ...) jeweils derart verwoben sind, dass dadurch das von den oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ..., 19) und den oberen Maschinenquerrichtungsfäden (T1, T2, T3, ...) gebildete Webstruktur fortgesetzt wird, wobei eine maschinenseitige Webstruktur gebildet wird, in dem die unteren Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 20) mit den unteren Maschinenquerrichtungsfäden (B1, B2, B3, ...) verwoben sind, und wobei die papierseitige und die maschinenseitige Webstruktur miteinander verbunden sind, in dem der erste Heftfaden (i1, i3, i5, ...) jedes Paares von Heftfäden (i1 und i2, i3 und i4, ...) mit unteren Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 20) verwoben ist und erste Bindungsbereiche (XX) bildet und in dem der zweite Heftfaden (i2, i4, i6, ...) jedes Paares von Heftfäden (i1 und i2, i3 und i4, ...) mit unteren Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 20) verwoben ist und zweite Bindungsbereiche (OO) bildet und wobei die ersten Bindungsbereiche (XX) und die zweiten Bindungsbereiche (OO) in Maschinenquerrichtung abwechselnd hintereinander liegend angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein erster Bindungsbereich (XX) und/oder ein zweiter Bindungsbereich (OO) dadurch gebildet wird, in dem der erste Heftfaden (i1, i3, i5, ...) und der zweite Heftfaden (i2, i4, i6, ...) jeweils unter zumindest zwei und maximal drei zueinander benachbarten unteren Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 20) läuft. Formiersieb mit oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ..., 19), oberen Maschinenquerrichtungsfäden (T1, T2, T3, ...), unteren Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 20), unteren Maschinenquerrichtungsfäden (B1, B2, B3, ...) und Paaren von ersten und zweiten Heftfäden (i1 und i2, i3 und i4, ...), wobei eine papierseitige Webstruktur gebildet wird, in dem die oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ..., 19) mit den oberen Maschinenquerrichtungsfäden (T1, T2, T3, ...) verwoben sind und in dem die oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ..., 19) mit ersten Heftfäden (i1, i3, i5, ...) und mit zweiten Heftfäden (i2, i4, i6, ...) eines Paares von Heftfäden (i1 und i2, i3 und i4, ...) jeweils derart verwoben sind, dass dadurch das von den oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ..., 19) und den oberen Maschinenquerrichtungsfäden (T1, T2, T3, ...) gebildete Webstruktur fortgesetzt wird, wobei eine maschinenseitige Webstruktur gebildet wird, in dem die unteren Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 20) mit den unteren Maschinenquerrichtungsfäden (B1, B2, B3, ...) verwoben sind, und wobei die papierseitige und die maschinenseitige Webstruktur miteinander verbunden sind, in dem der erste Heftfaden (i1, i3, i5, ...) jedes Paares von Heftfäden (i1 und i2, i3 und i4, ...) mit unteren Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 20) verwoben ist und erste Bindungsbereiche (XX) bildet und in dem der zweite Heftfaden (i2, i4, i6, ...) jedes Paares von Heftfäden (i1 und i2, i3 und i4, ...) mit unteren Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 20) verwoben ist und zweite Bindungsbereiche (OO) bildet und wobei die ersten Bindungsbereiche (XX) und die zweiten Bindungsbereiche (OO) in Maschinenquerrichtung abwechselnd hintereinander liegend angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine untere Anbindestelle (I, K) vorgesehen ist, die dadurch gebildet wird, dass ein unterer Maschinenquerrichtungsfaden (B1, B2, B3, ...) unter einem ersten unteren Maschinenrichtungsfaden (2, 4, 6, 8, ..., 20) und über einem dazu benachbarten zweiten unteren Maschinenrichtungsfaden (2, 4, 6, 8, ..., 20) läuft, wobei der zweite untere Maschinenrichtungsfaden (2, 4, 6, 8, ..., 20) unmittelbar benachbart zu einem unteren Maschinenrichtungsfaden (2, 4, 6, 8, ..., 20) eines ersten Bindungsbereichs (XX) oder eines zweiten Bindungsbereichs (OO) angeordnet ist. Formiersieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei jedem ersten Bindungsbereich (XX) und/oder bei jedem zweiten Bindungsbereich (OO) der erste Heftfaden (i1, i3, i5, ...) beziehungsweise der zweite Heftfaden (i2, i4, i6, ...) unter zumindest zwei und maximal drei zueinander benachbarten unteren Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 20) läuft. Formiersieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite untere Maschinenrichtungsfaden (2, 4, 6, 8, ..., 20) ein unterer Maschinenrichtungsfaden (2, 4, 6, 8, ..., 20) des vorzugsweise unmittelbar benachbarten ersten Bindungsbereichs (XX) oder des vorzugsweise unmittelbar benachbarten zweiten Bindungsbereichs (OO) ist. Formiersieb nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem ersten Bindungsbereich (XX) und einem zweiten Bindungsbereich (OO) maximal drei untere Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 20) angeordnet sind. Formiersieb nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Heftfaden (i1, i3, i5, ...) eines Paares mit oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ..., 19) erste Segmente (B) und der zweite Heftfaden (i2, i4, i6, ...) eines Paares mit oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ..., 40) zweite Segmente (A) bildet, wobei die ersten Segmente (B) und die zweiten Segmente (A) in Maschinenquerrichtung abwechselnd hintereinander liegend angeordnet sind und wobei jedes erste Segment (B) und jedes zweite Segment (A) jeweils mit zumindest zwei und maximal fünf zueinander benachbarten oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ..., 19) gebildet wird. Formiersieb nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen jedem ersten Segment (A) und jedem ersten Bindungsbereich (XX) ein erster Übergangsbereich und zwischen jedem zweiten Segment (B) und jedem zweiten Bindungsbereich (OO) ein zweiter Übergangsbereich verläuft, in dem der erste Heftfaden (i1, i3, i5, ...) beziehungsweise der zweite Heftfaden (i2, i4, i6, ...) zwischen zueinander benachbarten Paaren (9 und 10, 15 und 16) von oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ..., 19) und unteren Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 20) verläuft, wobei jeder erste und jeder zweite Übergangsbereich jeweils mit maximal drei zueinander benachbarten Paaren (9 und 10, 15 und 16) gebildet wird. Formiersieb nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten (A) und die zweiten (B) Segmente dadurch gebildet werden, in dem der erste Heftfaden (i1, i3, i5, ...) pro Wiederholungseinheit der Webstruktur in Maschinenquerrichtung über und unter ungleich vielen oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7; ..., 19) läuft wie der zweite Heftfaden (i2, i4, i6, ...). Formiersieb nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die papierseitige Webstruktur ein Leinwandbindungsmuster ist. Formiersieb nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Segmente (B) mit maximal fünf zueinander benachbarten oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ..., 19) und die zweiten Segmente (A) mit drei zueinander benachbarten oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ..., 19), die ersten und die zweiten Übergangsbereiche jeweils mit maximal drei zueinander benachbarten Paaren von Maschinenrichtungsfäden (9 und 10, 15 und 16) aus oberen Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ..., 19) und unteren Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 20) und die ersten Bindungsbereiche (XX) und die zweiten Bindungsbereiche (OO) jeweils mit maximal drei zueinander benachbarten unteren Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 40) gebildet werden. Formiersieb nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei zueinander benachbarten Paaren von Heftfäden (i1 und i2, i3 und i4, ...) von ersten Heftfäden (i1, i3, i5, ...) und von zweiten Heftfäden (i2, i4, i6, ...) zwei untere Maschinenquerrichtungsfäden (B1, B2, B3, ...) und ein oberer Maschinenquerrichtungsfaden (T1, T2, T3, ...) angeordnet sind. Formiersieb nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei zueinander benachbarten Paaren von Heftfäden (i1 und i2, i3 und i4, ...) von ersten Heftfäden (i1, i3, i5, ...) und von zweiten Heftfäden (i2, i4, i6, ...) ein unterer Maschinenquerrichtungsfaden (B1, B2, B3, ...) und ein oberer Maschinenquerrichtungsfaden (T1, T2, T3, ...) angeordnet ist. Formiersieb nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei zueinander benachbarten Paaren von Heftfäden (i1 und i2, i3 und i4, ...) von ersten Heftfäden (i1, i3, i5, ...) und von zweiten Heftfäden (i2, i4, i6, ...) zwei untere Maschinenquerrichtungsfäden (B1, B2, B3, ...) und zwei obere Maschinenquerrichtungsfäden (T1, T2, T3, ...) angeordnet sind. Formiersieb nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Paare von Heftfäden (i1 und i2, i3 und i4, ...) von ersten Heftfäden (i1, i3, i5, ...) und von zweiten Heftfäden (i2, i4, i6, ...) unmittelbar zueinander benachbart angeordnet sind. Formiersieb nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Paar von Heftfäden (i1 und i2, i3 und i4, ...) von ersten Heftfäden (i1, i3, i5, ...) und von zweiten Heftfäden (i2, i4, i6, ...) zwischen zumindest zwei oberen Maschinenquerrichtungsfäden (T1, T2, T3, ...) angeordnet ist. Formiersieb nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der unteren Maschinenquerrichtungsfäden (B1, B2, B3, ...) jeweils über einen und anschließend unter zumindest neun zueinander benachbarten unteren Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 20) läuft. Formiersieb nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Paar von Heftfäden (i1 und i2, i3 und i4, ...) vorgesehen ist, bei dem zwischen dem ersten Heftfaden (i1, i3, i5, ...) und dem zweiten Heftfaden (i2, i4, i6, ...) des Paares von Heftfäden (i1 und i2, i3 und i4, ...) zumindest ein unterer Maschinenquerrichtungsfaden (B1, B2, B3, ...) angeordnet ist. Formiersieb nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Paar von Heftfäden (i1 und i2, i3 und i4, ...) vorgesehen ist, bei dem der erste Heftfaden (i1, i3, i5, ...) und der zweite Heftfaden (i2, i4, i6, ...) zwischen zumindest zwei unteren Maschinenquerrichtungsfäden (B1, B2, B3, ...) angeordnet sind. Formiersieb nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rapporteinheit zehn obere Maschinenrichtungsfäden (1, 3, 5, 7, ..., 19) und zehn untere Maschinenrichtungsfäden (2, 4, 6, 8, ..., 20) aufweist.






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