Die vorliegende Erfindung betrifft Lösungen aus Propionsäure, Ammoniak,
Propandiol und Wasser sowie gegebenenfalls weiteren Hilfsstoffen und deren Verwendung
in der Tierernährung.
Die Verwendung von Propionsäure und ihren Salzen oder Estern als
konservierender Zusatz zu Futtermitteln verschiedenster Art ist seit langem bekannt
(DE/OS 20 19 125, DE/OS 20 19 972). Sie wird vor allem bei der Konservierung von
Futtermitteln wie Mischfutter und Getreide, Hülsenfrüchte oder Nahrungsmittelabfällen
verwendet. Die Wirkung der Propionsäure sowie ihrer Salze beruht auf ihrer bioziden
und langanhaltenden biostatischen Wirkung (Zbl. Bakt. II, 125, H. 1, 100, 1970).
Bei der Verwendung reiner Propionsäure als Konservierungsmittel werden
Lagerung und Anwendung erschwert durch die korrosive Wirkung und den unangenehmen
Geruch sowie der ätzenden Wirkung der Säure. Wegen dieser Nachteile verwendet man
anstelle der reinen Säure in vielen Fällen ihre Salze, insbesondere das Natrium-
oder Kalziumsalz oder ihre Ester. Von Nachteil bei der Verwendung der Salze oder
Ester ist, dass ein erheblicher Teil der bioziden und biostatischen Aktivität der
Propionsäure verloren geht.
DE 195 34 490 A1 beschreibt wässrige Lösungen aus 35 bis 42 Gew.-%
Propionsäure, 30 bis 40 Gew.-% Ameisensäure, 5 bis 10 Gew.-% Ammoniak und 10 bis
30 Gew.-% Wasser und deren Verwendung in der Tierernährung.
US 4,847,067 beschreibt eine Zusammensetzung zur Aufbewahrung von
Getreide in Metallbehältern, welche Propionsäuresalze enthält.
US 4,806,353 beschreibt ein Konservierungsmittel aus einem Propionsäuresalz,
einem Fließmittel und einem Feuchthaltemittel.
EP 411 927 beschreibt wässrige Zusammensetzungen, enthaltend Octansäure
und Ameisensäure.
Aus EP-B-0 122 979 ist die dehydratisierende Wirkung von nahezu wasserfreiem
Propylenglykol bei der Konservierung von Fischfutter bekannt. Zum Schutz gegen
Verschimmeln werden dem Fischfutter außerdem 0,1 Gew.-% Kalziumpropionat zugesetzt.
Das für die Konservierung von Fischfutter beschriebene Verfahren ist aufgrund
der hohen Propylenglykol- (17 bis 50 Gew.-% bezogen auf das Futtergewicht) und
der geringen Propionsäuremenge zur Konservierung anderer Tierfutter ungeeignet.
DE/OS 35 00 187 beschreibt ein stabiles pharmazeutisches Präparat
zur Behandlung von Ketonämie bei kalbenden Rindern aus Kalziumpropionat, Dextrose,
Propylenglykol und weiteren Zusatzstoffen wie Vitaminen, Mineralsalze und/oder
Aminosäuren.
Aus EP-A-0 241 400 sind wässrige Lösungen aus Ammoniumpropionat,
das durch Mischung von 2 mol Propionsäure mit einem mol Ammoniumbicarbonat hergestellt
wurde, und mindestens 5 Gew.-% Propylenglykol bekannt. Nachteil dieser wässrigen
Lösungen ist ihr für eine konzentrierte Anwendung des Ammoniumpropionats in der
Futterkonservierung zu hohe Wassergehalt von mindestens 15 Gew.-%, wodurch die
Wirksamkeit der Propionsäure verringert wird.
In DE/OS 26 44 351 werden flüssige Gemische aus Ammoniumpropionat,
Propylenglykol und Wasser beschrieben, wobei das Molverhältnis Ammoniumpropionat:
Propylenglykol 1 : 0,1 bis 1 : 0,7 und das Molverhältnis Ammoniumpropionat : Wasser
1 : 2,0 bis 1 : 3,5 beträgt. Der Wassergehalt des flüssigen Gemisches liegt damit
in einem Bereich von 20 bis 30 Gew.-% und ist für eine breite Anwendung des Konservierungsmittels
zu hoch. Bei steigender Restfeuchte des zu konservierenden Futtermittels müssen
die Aufwandmengen deutlich erhöht werden.
Dadurch und durch den hohen Wassergehalt lassen sich die in EP-A-0
241 400 und DE/OS 26 44 351 beschriebenen Lösungen nur bei Futtermittel, die eine
maximale Restfeuchte von bis zu 20 % haben, sicher zur Konservierung verwenden.
Bei höheren Restfeuchten des Futters kommt es häufig zum Verderb der Futtermittel.
Für eine optimale Konservierung der Futtermittel sollte das Konservierungsmittel
eine Reihe positiver Eigenschaften aufweisen, wie beispielsweise
- 1. keine oder geringe korrodierende Wirkung
- 2. keine oder geringe ätzende Wirkung
- 3. hohe und/oder dauerhafte biozide und/oder biostatische Wirkung
- 4. gute Anwendbarkeit des Konservierungsmittels (beispielsweise gute Mischbarkeit
mit den zu konservierenden Nahrungsmitteln)
- 5. reduzierter Geruch (d.h. geringer Dampfdruck des Konservierungsmittel über
der Lösung)
- 6. möglichst niedriger Wassergehalt (d.h. geringe Aufwandmenge, hohe Wirksamkeit)
- 7. keine oder geringe materialzerstörende Eigenschaften (d.h. keine Schädigung
von Dichtungen, Ventilen und anderem)
- 8. kein Eingefrieren des Konservierungsmittels bei niedrigen Temperaturen
- 9. ausreichende Absenkung des pH-Wertes des zu konservierenden Nahrungsmittels
Es bestand daher die Aufgabe Konservierungslösungen bereitzustellen,
die keine oder geringe korrodierende Wirkung, keinen oder geringen Geruch haben,
nicht ätzend sind und eine hohe Wirksamkeit, aufweisen, andererseits einen für
praktische Zwecke hinreichend tiefen Gefrierpunkt besitzen.
Es wurde gefunden, dass sich die gewünschten Eigenschaften erzielen
lassen mit einer Lösung, im wesentlichen bestehend aus
- 78,0 bis 93,0 Gew.-% Propionsäure
- 0,5 bis 5,0 Gew.-% Ammoniak
- 1,0 bis 6,0 Gew.-% Propandiol
- 0 bis 10,0 Gew.-% Wasser,
mit der Maßgabe, dass sich die Summe der einzelnen Komponenten zu 100 Gew.-% addiert,
zusätzlich enthaltend bis zu 15 Gew.-% mindestens einer weiteren C1-C8-Carbonsäure.
Eine bevorzugte Ausführungsform ist eine Lösung, die im wesentlichen
besteht aus
- a)
- 76 Gew.-% Propionsäure
- 12 Gew.-% Ameisensäure
- 5 Gew.-% Ammoniak
- 4 Gew.-% 1,2-Propandiol
- 2,7 Gew.-% Wasser und
- 0,3 Gew.-% Essigsäure
- b) gegebenenfalls weiteren Hilfsstoffen.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist eine Lösung, die im wesentlichen
besteht aus
- a)
- 77,4 Gew.-% Propionsäure
- 11,6 Gew.-% Ameisensäure
- 5 Gew.-% Ammoniak
- 4 Gew.-% 1,2-Propandiol und
- 2 Gew.-% Wasser
- b) gegebenenfalls weiteren Hilfsstoffen.
Die erfindungsgemäßen Lösungen enthalten 78 bis 93 Gew.-% Propionsäure,
bevorzugt 85 bis 93 Gew.-%, besonders bevorzugt 87 bis 92 Gew.-%.
Der in den Lösungen enthaltene Ammoniak liegt in einem Bereich von
0,5 bis 5,0 Gew.-%, bevorzugt zwischen 2,0 bis 4,0 Gew.-%.
Unter Propandiol sind Propylenglykol und Trimethylenglycol zu verstehen,
die in der Lösung vorteilhafterweise in einem Bereich von 1 bis 6 Gew.-%, bevorzugt
zwischen 1 bis 4 Gew,-%, besonders bevorzugt zwischen 2 bis 4 Gew.-% enthalten
sind.
Der Wassergehalt der Lösungen beträgt für die hohe biologische Wirksamkeit
der Lösungen vorteilhafterweise 10 Gew.-% oder weniger oder kann auch 0 Gew.-%
sein, bevorzugt 0,1 bis 6 Gew.-%, besonders bevorzugt 1 bis 3 Gew.-%.
Die erfindungsgemäßen Lösungen enthalten außerdem mindestens eine
weitere C1-C8-Carbonsäure wie Ameisensäure, Essig-, Isobutter-,
n-Butter-, n-Valerian-, 2-Methylbutter-, Lävulin-, Sorbin-, Benzoe-, Acryl- und
Methacrylsäure sowie deren in der Landwirtschaft übliche Alkali- oder Erdalkalisalze
sowie deren Ammoniumsalze oder deren Mischungen enthalten, vorteilhafterweise wird
als weitere Säure Ameisensäure oder Essigsäure und/oder deren Salze verwendet.
Die erfindungsgemäßen Lösungen enthalten bis zu 15 Gew.-% mindestens einer weiteren
C1-C8-Carbonsäure.
Als oberflächenaktive Substanzen sind beispielsweise alle anionischen,
kationischen, amphoteren oder nichtionischen Tenside oder deren Mischungen geeignet,
soweit sie für die Tierernährung geeignet sind, wie Polyglykolester, Polyglycerinether
von Fettalkoholen, Zuckerester (Ester von beispielsweise Saccharose und Speisefettsäuren),
Zuckerglyceride (Mischungen von Saccharoseestern und Mono- und Diglyceriden von
Saccherose), Polyoxyethylen-/Polyoxypropylen-Copolymere (mittleres Molekulargewicht
von 6800 bis 9000), Glycerinmono-, di- oder triester wie Mono- und Diglyceride
von Speisefettsäuren mit niederen Carbonsäuren wie Citronensäure, Essigsäure, Milchsäure,
Monoacethylund diacetyl-Weinsäure, Weinsäure oder Mono- und Diglyceride mit Speisefettsäuren,
Sorbitanester oder -ethoxylate, Fettsäureesterethoxylate, ethoxylierte Alkylether
höherer Fettsäuren oder Lecithin.
Als oberflächenaktive Substanzen sind beispielsweise Substanzen wie
die verschiedenen Brij®-Typen, d.h. Cetyl-, Lauryl-, Oleyloder Stearylether
mit 2 bis 100 Polyoxyethyleneinheiten, die verschiedenen Myrj®-Typen, d.h.
Stearinester mit 8 bis 100 Polyoxyethyleneinheiten (= POE), die verschiedenen Span®-Typen
wie Span 20 (Sorbitanmonolaurat), Span 40 (Sorbitanmonopalmitat), Span 60 (Sorbitanmonostearat)
oder Span 80 (Sorbitanmonooleat), die verschiedenen Tween®-Typen wie Tween
20 (POE-(20)-Sorbitanmonolaurat), Tween 40 (POE (20)-Sorbitanmonopalmitat), Tween
60 (POE(20)-Sorbitanmonostearat) oder Tween 80 (POE(20)-Sorbitanmonooleat), die
verschiedenen Triton®-Typen (Octylphenolethoxylate) wie Triton X-15, X-35,
X-100 CG, X-305 (70 %), X-405 (70 %), X-705 (70 %), die ethoxylierten Ricinusöle
wie Polyoxyethylenglycerintriricinoleat 35 (Cremophor® EL) oder Polyoxyethylenglycerintrihydroxystearat
40 (Cremophor® RH40), die ethoxylierten 12-Hydroxystearinsäuren wie Polyoxyethylen-660-12'-hydroxystearat
(Solutol® HS15) oder Natriumlaurylsulfat genannt. Bevorzugt werden Polyoxyethylen(20)Sorbitan-Monopalmitat,
Polyoxyethylen-(20)Sorbitan-Monostearat, Polyoxyethylen(20)Sorbitan-Tristearat,
Sorbitan-Monolaurat, -oleat, -palmitat, Sorbitan-Tristearat, Zuckerester, Zuckerglyceride,
Polyglycerinether von Fettalkoholen, die ethoxylierten Ricinusöle (Cremophor®-Typen).
Als Hilfsstoffe können den erfindungsgemäßen Lösungen alle in der
Landwirtschaft üblichen Hilfsstoffe zugegeben werden, wie Aromastoffe, Farbstoffe,
Appetitanreger, Antibiotika, Probiotika und/oder Enzyme. Die Hilfsstoffe werden
vorteilhafterweise
in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-% bezogen auf das Gewicht der Lösung bzw. auf
das Gewicht des Konservierungsmittel (Komponente a) zugegeben, bevorzugt in einer
Menge von 0,1 bis 1 Gew.-%.
Die erfindungsgemäßen Lösungen lassen sich herstellen, indem man
die Propionsäure mit gasförmigem Ammoniak und/oder wässriger Ammoniaklösung so
versetzt, dass die angegebenen Gewichtsverhältnisse erreicht werden. Vorteilhafterweise
wird bei Verwendung von gasförmigen Ammoniak der Ammoniak durch eine Fritte, einem
Filter oder einer permeablen Membran in die Säure bevorzugt unter Rühren der Säure
eingeblasen. Es kann auch, ausgehend vom Ammoniumsalz der Säure, solange weitere
freie Säure hinzugefügt werden, bis das gewünschte Gewichtsverhältnis erreicht
ist. Falls erforderlich kann Wasser bis zum Erreichen des angegebenen Gewichtes
zugegeben werden. Das Propandiol sowie die oberflächenaktive Substanz können zusammen
oder einzeln vor oder nach der Teilneutralisation mit Ammoniak zur Säure zugegeben
werden.
Die erfindungsgemäßen Lösungen finden in der Tierernährung, vor allem
als Zusatz für Futter für Schweine, Ferkel und Geflügel, wie Hühner und Puten,
Anwendung. Sie eignen sich besonders zur Konservierung von Tierfutter, bevorzugt
von Flüssigfutter und Mischfutter, gegen unerwünschte mikrobielle Zersetzung. Die
erfindungsgemäßen Lösungen besitzen neben der pH-Wert senkenden und bioziden,
biostatischen Wirkung auch einen nutritiven Effekt, der vor allem auf die Carbonsäuren
wie Propionsäure oder Ameisensäure zurückzuführen ist, und der insbesondere bei
der Schweinefütterung zur Geltung kommt.
Die erfindungsgemäßen Lösungen eignen sich vorteilhafterweise zur
Konservierung von Mischfutter und Einzelfutter wie Futtergetreide wie Weizen,
Hafer, Roggen, Gerste sowie Hülsenfrüchte, Mais, "Corn-cob-mix", Nebenprodukten
aus Brauereien und Molkereien sowie zur Mischfutterkonservierung oder zur Konservierung
von Flüssigfutter.
Die Lösungen sind auch allein oder in Kombination mit Milchsäurebakterien
zur Konservierung von Nebenprodukten aus Schlachtereien oder der Zuckerproduktion
geeignet.
Die erfindungsgemäßen Lösungen können auch als Zusatz zur Konservierung
und/oder zur Desinfektion des in der Tierernährung verwendeten Trinkwassers eingesetzt
werden.
Weitere vorteilhafte Anwendungen der erfindungsgemäßen Lösungen sind
die Verhinderung der Nacherwärmung von Futtermitteln, die Ganzbehandlung und/oder
die Oberflächenbehandlung vor der Konservierung der Futtermittel, sowie die Behandlung
der Schnittfläche von Futtermitteln nach Öffnung der konservierten Futtermittel.
Eine weitere Anwendung der erfindungsgemäßen Lösungen ist bei der
Herstellung von Silofutter (Silierung). In Silofutter findet häufig neben der gewünschten
Milchsäuregärung eine unerwünschte mikrobielle Zersetzung, vor allem durch Schimmelpilze
und Fäulnisbakterien statt. Um diese unerwünschte Fäulnis zu verhindern können
dem Tierfutter die erfindungsgemäßen Lösungen zugesetzt werden.
Je nach Restfeuchte des Futtermittels und der gewünschten Konservierungsdauer
sind unterschiedliche Aufwandmengen der erfindungsgemäßen Lösungen vorteilhaft.
In der Regel ist ein Zusatz von 0,1 bis 10 kg Lösung pro Tonne Tierfutter ausreichend
für eine erfolgreiche Konservierung. Bevorzugt werden die Lösungen in Mengen von
0,5 bis 4,5 kg pro Tonne Tierfutter zugesetzt. Bei dieser Dosierung lassen sich
Futtermittel wie Getreide, Ackerbohnen, Mais, Raps oder Erbsen bis zu einer Restfeuchte
von 50 % sicher konservieren.
Die erfindungsgemäßen Lösungen können den Futtermitteln oder Futtermittelgemischen
in an sich bekannterweise zugesetzt werden. Der Zusatz zum Futtermittel kann direkt
nach der Ernte oder Herstellung in Form der erfindungsgemäßen Lösungen erfolgen
oder in Form von Partikel oder porösen Träger auf die die Lösungen zunächst aufgebracht
wurden. Diese Partikel oder Träger werden dabei mit dem Futtermittel vermischt.
Als Partikel oder Träger kommen beispielsweise Vermiculit, Bimsstein oder getrocknete
Zuckerrübenschnitzel in Frage. Die erfindungsgemäßen Lösungen können dem Futtermittel
vorteilhafterweise während der Einlagerung des Futters mit einem Förderschnecke
in den Silo über eine Dosiereinrichtung zugesetzt werden.
Die erfindungsgemäßen Lösungen sind beispielsweise für die Konservierung
von Gras, landwirtschaftlichen Nutzpflanzen und/oder gemischter Tiernahrung und
die zu ihrer Herstellung verwendeten Materialien, wie Gerste, Weizen, Roggen, Hafer,
Mais, Reis, Raps, Hülsenfrüchte, Sonnenblumensamen, Sojabohnen, Zuckerrüben und
Zuckerrohr sowie deren Rückständen, Heu, Stroh, Erdnüssen, Fischmehl, Fleisch-
oder Knochenmehl geeignet.
Die erfindungsgemäßen Lösungen besitzen die folgenden Eigenschaften:
- Sie weisen einen pH-Wert im Bereich von 3,5 bis 4,5 auf.
- Ihre Gefrierpunkte liegen unterhalb von 0°C, die bevorzugten Lösungen haben
Gefrierpunkte von tiefer als -20°C, die besonders bevorzugten von tiefer als -25°C.
- Ihre Dichte (20°C) beträgt 1,01 bis 1,2 g/ml.
- Die Viskosität beträgt bei 20°C liegt in einem Bereich von 5 bis 35 mm2/s
Beispiele
Beispiel 1
Es wurde folgende Lösung A zur Konservierung von Weizen mit 20 %
Restfeuchte verwendet.
Lösung A
- 90 Gew.-% Propionsäure,
- 3 Gew.-% Ammoniak,
- 4 Gew.-% Propandiol
- 1 Gew.-% Wasser und
- 2 Gew.-% Cremophor® EL
- pH 3,8 bis 4
Die Konservierungsdauer in den Beispielen wurde, wenn nicht anders
angegeben, in einem Brutschrank bei 25°C und einer relativen Luftfeuchte von 80
% ermittelt. Der Verderb der Proben wurde anhand der CO2-Konzentration
über dem Konservierungsgut bestimmt. Treten über dem Konservierungsgut CO2-Konzentrationen
über 1 % auf, so ist die Probe verdorben. Ausschlaggebend für die Konservierungsleistung
ist die Dauer der Verhinderung des Verderbs gegenüber der Kontrolle.
Konservierungsdauer gegenüber Kontrolle ohne Behandlung
Behandlungsart
Haltbarkeit (in Wochen)
Differenz gegenüber Kontrolle (in Wochen)
Kontrolle ohne Behandlung
2
-
0,10 % Lösung A
2
-
0,15 % Lösung A
3
1
0,20 % Lösung A
7
5
0,25 % Lösung A
7
5
0,10 % reine Propionsäure
2
-
0,15 % reine Propionsäure
3
1
0,20 % reine Propionsäure
7
5
0,25 % reine Propionsäure
7
5
0,15 % Lösung X
2
-
0,20 % Lösung X
2
-
0,25 % Lösung X
3
1
0,30 % Lösung X
7
5
0,35 % Lösung X
7
5
Lösung X = 64 Gew.-% Propionsäure, 7,5 Gew.-% NH3, Rest ist Wasser, pH
5,0
Beispiel 2: Erfindungsgemäße Zubereitung
Es wurde folgende Lösung B zur Konservierung von Weizen mit einer
Restfeuchte von 20 % verwendet.
Lösung B
- 77,4 Gew.-% Propionsäure,
- 11,6 Gew.-% Ameisensäure
- 5 Gew.-% Ammoniak,
- 4 Gew.-% 1,2-Propandiol und
- 2 Gew.-% Wasser
Konservierungsdauer verschiedener Produkte
Dosierung in %
reine Propionsäure
Lösung B
Lösung X
0,1
-
1 Woche
-
0,15
1 Woche
1 Woche
-
0,20
5 Wochen
2 Wochen
-
0,25
5 Wochen
5 Wochen
1 Woche
0,30
n.g.
5 Wochen
5 Wochen
0,35
n.g.
n.g.
5 Wochen
n.g. = nicht bestimmt
Beispiel 3: Erfindungsgemäße Zubereitung
Es wurde folgende Lösung C zur Konservierung von Mischfutter mit
einer Restfeuchte von 19 % verwendet (Starterfutter für Ferkel).
Lösung C
- 76 Gew.-% Propionsäure,
- 12 Gew.-% Ameisensäure
- 5 Gew.-% Ammoniak,
- 4 Gew.-% 1,2-Propandiol,
- 2,7 Gew.-% Wasser und
- 0,3 Gew.-% Essigsäure
Konservierungsdauer verschiedener Produkte
Dosierung in %
reine Propionsäure
Lösung C
Lösung X
0,1
-
-
-
0,15
1 Woche
-
-
0,20
3 Wochen
3 Wochen
-
0,25
4 Wochen
4 Wochen
2 Wochen
0,35
5 Wochen
4 Wochen
2 Wochen
Beispiel 4
Es wurde folgende Lösung D zur Konservierung von Mischfutter mit
einer Restfeuchte von 19 % (Starterfutter für Ferkel) verwendet.
Lösung D
- 93 Gew.-% Propionsäure,
- 3 Gew.-% Ammoniak,
- 4 Gew.-% Propandiol,
- pH 4,4
Konservierungsdauer verschiedener Produkte
Dosierung in %
reine Propionsäure
Lösung D
Lösung X
0,1
-
-
-
0,15
1 Woche
-
-
0,20
3 Wochen
2 Wochen
-
0,25
4 Wochen
4 Wochen
2 Wochen
0,30
5 Wochen
5 Wochen
2 Wochen