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Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Antriebssystem für eine Druckmaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Registerkorrektur bzw. Korrektur einer Fehlanordnung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 7.

Nachfolgend wird im wesentlichen auf Rotationstiefdruckmaschinen Bezug genommen, ohne dass die Erfindung auf diese Anwendung beschränkt wäre.

In Mehrfarbdruckmaschinen steht für jede Farbe ein separates Druckwerk zur Verfügung. Das zu bedruckende Material (Papier, Pappe, Stoff usw.) durchläuft die jeweiligen Druckwerke nacheinander, weshalb die einzelnen Farbdrucke exakt deckungsgleich aufgebracht werden müssen.

Bei einer Tiefdruckmaschine besteht ein Druckwerk unter anderem aus einem Druckzylinder, auf dem das Druckbild aufgebracht ist, und einem Gegendruckzylinder (Presseur), der das Papier auf den Druckzylinder presst. Im Gegensatz zu Flexo- oder Off-Set-Druckmaschinen ist der Gegendruckzylinder nicht angetrieben.

Der Presseur wird mit hohem Druck gegen das Bedruckmaterial und den Druckzylinder angestellt, so dass eine reibschlüssig verbundene Einheit entsteht, die nur gemeinsam bewegt oder positioniert werden kann. Es ist keine Relativbewegung zwischen Bedruckmaterial und Druckzylinder möglich.

Längsregisterabweichungen werden durch Zylinderkorrektur behoben. Die Aufgabe der Korrektur bzw. Registerregelung ist es, Fehlanordnungen auszugleichen und die Registerhaltigkeit des Druckbilds zu gewährleisten. Dazu wird ein Druckzylinder um eine geeignete Winkellage korrigiert. Durch die einheitliche Verbindung zwischen Druckwerk und Bedruckmaterial wird das Bedruckmaterial ebenso mitverschoben. Es kommt somit zunächst nicht zu einer Änderung des Eindrucks auf dem Bedruckmaterial, sondern zu einer zusätzlichen Dehnung oder Stauchung des Materials durch die Veränderung der Bahnspannung.

Wird beispielsweise ein Druckwerk derart korrigiert, dass die Bahn vor dem Druckwerk verlängert und die Bahn nach dem Druckwerk verkürzt wird, wird das Material vor dem Druckwerk gedehnt und nach dem Druckwerk entspannt. Es entsteht eine Dehnungsdifferenz. Erst durch den ständig laufenden Transport des Materials wird diese Dehnungs- und Bahnspannungsdifferenz wieder abgebaut und die Verstellung des Registers entsprechend der korrigierten Winkellage wird wirksam.

Daneben wirkt sich die Änderung der Bahndehnung im Bereich nach dem korrigierten Druckwerk auf die nachfolgenden Druckwerke aus. Es kommt zu Registerabweichungen bei den nachfolgenden Druckwerken, die sich nur langsam, allerdings selbstständig und ungeregelt, wieder abbauen. Die dazu notwendige Zeitspanne beträgt ein Vielfaches des Quotienten aus Bahnlänge und Bahngeschwindigkeit. Während dieser Korrekturzeit fertiggestelltes Material ist fehlerhaft und kann nicht verwendet werden (Makulatur).

Diese Auswirkung einer Korrektur auf nachfolgende Druckwerke verhindert darüber hinaus, dass die nachfolgenden Druckwerke während dieser Zeit separat korrigiert werden könnten. Eine dynamische Optimierung der Registerregelung ist nicht möglich.

Es stellt sich daher die Aufgabe, die Registerkorrektur zu beschleunigen und die Kopplung zwischen den einzelnen Druckwerken zu vermindern.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Druckmaschine mit den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 2 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 7.

Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den jeweiligen Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung.

Vorteile der Erfindung

Bei einem erfindungsgemäßen Antriebssystem für eine Druckmaschine, insbesondere einer wellenlose Tiefdruckmaschine, mit mehreren einzeln angetriebenen Druckwerken, die mit Längsregisterverstellvorrichtungen versehen sind, sind Mittel zur gemeinsamen Einstellung der Längsregisterverstellvorrichtungen aller vor einem ersten Druckwerk liegenden Druckwerke oder Mittel zur gemeinsamen Einstellung der Längsregisterverstellvorrichtungen des ersten Druckwerkes und aller nach dem ersten Druckwerk liegenden Druckwerke zur Korrektur einer Registerabweichung an dem ersten Druckwerk vorgesehen. Durch die gemeinsame Einstellung bzw. Betätigung werden die Druckwerke gleichartig verstellt, d.h. es wird bei allen eine gleiche Korrektur der Winkellage der Druckzylinder durchgeführt. Es versteht sich, dass die Erfindung ebenso den Fall beinhaltet, dass nur ein Druckwerk vor oder nach dem betreffenden ersten Druckwerk vorhanden ist. Als geeignete Mittel zur Realisierung sind im wesentlichen elektrische Antriebe geeignet, welche die Komponenten der Druckmaschine mittels einer virtuellen Leitachse einzeln und synchron antreiben.

Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird die gezielte Beeinflussung der Bahndehnung durch die Korrektur der Winkellage nur im Bereich vor einem ersten Druckwerk, bei dem eine Registerabweichung vorliegt, bis zur nächsten Einspannung wirksam. Diese Einspannung wird typischerweise durch ein weiteres Druckwerk dargestellt. Die Änderung der Dehnung kann dabei durch Umpositionierung aller Druckwerke vor dem betreffenden Druckwerk bewerkstelligt werden. Ebenso ist es möglich, die Dehnung vor dem betreffenden Druckwerk zu verändern, indem das betreffende Druckwerk selbst und alle nachfolgenden Druckwerke korrigiert werden. Insgesamt wird die Materialdehnung nur vor dem betreffenden ersten Druckwerk verändert, ohne das Register und die Materialdehnung in anderen Abschnitten zu beeinflussen. Durch den nachfolgenden Abbau der Materialdehnungsveränderung wird die Registerabweichung korrigiert.

Üblicherweise sind bei dem erfindungsgemäßen Antriebssystem auch Mittel zur Verstellung eines Einzugswerkes und/oder eines Auszugswerkes vorgesehen. Die Registerkorrektur lässt sich demnach sowohl in Richtung des Auszugswerkes als auch in Richtung des Einzugswerkes oder in beiden Richtungen realisieren. Eine Verstellung des Einzugswerkes und/oder des Auszugswerkes ist vorteilhaft für die Entkopplung, die Steuerung und Aufrechterhaltung der Bahnspannung. Somit können Bedruckmaterialschäden, wie z.B. Risse, Falten, Um- oder Einknickungen usw. vermindert werden.

Vorteilhafterweise ist in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung wenigstens eine Längsregisterverstellvorrichtung zur Durchführung einer Zylinderkorrektur vorgesehen. Die Zylinderkorrektur stellt eine einfache und zuverlässige Möglichkeit zur Durchführung einer Registerkorrektur dar, wobei keine zusätzlichen mechanischen oder elektrischen Vorrichtungen notwendig sind, wie z.B. Kompensatoren, die herkömmlicherweise im Bahnbereich zwischen zwei Druckwerken anzuordnen sind, um die Bahnlänge in diesem Bereich zu verändern.

Zweckmäßigerweise weist eine erfindungsgemäße Vorrichtung Erfassungseinrichtungen zur Erfassung der Registerabweichung auf, wobei jede Erfassungseinrichtung einem Druckwerk zugeordnet ist. Abhängig von der gewählten Vorgehensweise (Bahn/Bahn- oder Bahn/Zylinderverfahren) befindet sich eine Erfassungseinrichtung dabei innerhalb des Bahnabschnitts unmittelbar vor dem zugeordneten Druckwerk oder hinter dem Druckwerk. Wenn eine Erfassungseinrichtung eine Registerabweichung feststellt, wird das zugehörige Druckwerk in der beschriebenen Weise korrigiert.

Es existieren zwei mögliche Verfahren zur Erfassung einer Registerabweichung, das Bahn-/Bahn-Verfahren oder das Bahn-/Zylinderverfahren. Es ist zweckmäßig, dass eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit Mitteln zur Durchführung entweder des Bahn/Zylinder-Verfahrens oder des Bahn-/Bahn-Verfahrens ausgestattet ist. Bei dem Bahn/Zylinder-Verfahren wird die Position einer im ersten Druckwerk bedruckten Marke verfolgt. Die Druckmarkenerfassungseinrichtungen bzw. Markenleser sitzen üblicherweise vor den zugehörigen Druckwerken. Die Position des Druckzylinders wird zu dem Zeitpunkt festgestellt, zu dem die Druckmarke den Markenleser passiert. Die Zylinderposition wird mit einem vorgegebenen Sollwert verglichen. Eine festgestellte Differenz entspricht der Registerabweichung. Bei dem Bahn/Zylinder-Verfahren können vorteilhaft kostengünstigere Markenleser verwendet werden, die nicht farbsensitiv ausgebildet sein müssen. Bei dem Bahn/Bahn-Verfahren werden von jedem Druckwerk eigene Marken in der jeweiligen Druckwerksfarbe auf das Bedruckmaterial aufgebracht. Der einem Druckwerk zugeordnete Sensor bzw. Markenleser ist daher farbsensitiv und ist an der Bahn nach dem zugehörigen Druckwerk angeordnet. Der Abstand der einzelnen Druckmarken zueinander wird erfasst und mit einem Abstandssollwert verglichen. Eine festgestellte Differenz entspricht wiederum der Registerabweichung.

Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Registerkorrektur, wobei ein Material in aufeinanderfolgenden Bearbeitungsschritten bearbeitet wird, wobei die Registerabweichung des Materials bezüglich eines ersten Bearbeitungsschrittes korrigiert wird, wird die Fehlanordnung durch eine Positionsänderung im Rahmen aller Bearbeitungsschritte vor dem ersten Bearbeitungsschritt liegenden Bearbeitungsschritten oder durch eine Positionsänderung während des ersten Bearbeitungsschrittes und aller im Bearbeitungsablauf nach dem ersten Bearbeitungsschritt liegenden Bearbeitungsschritte korrigiert. Somit kann ein Einfluß der Korrektur vorteilhaft auf den betrachteten Abschnitt begrenzt werden. Ein Auswirken der Korrektur auf andere Bearbeitungseinrichtungen wird reduziert. Es sei darauf verwiesen, dass die Formulierung „alle Bearbeitungsschritte" auch nur einen vorhandenen Bearbeitungsschritt mit einbezieht.

Es ist von Vorteil, wenn das Verfahren in Verbindung mit einer Druck- oder Papierverarbeitungsmaschine, insbesondere einer wellenlosen Tiefdruckmaschine, verwendet wird. Hier treten alle im Hinblick auf die erfindungsgemäße Druckmaschine aufgeführten Vorteile ebenso auf. Neben der Verwendung für Druck- oder Papierverarbeitungsverfahren bietet sich eine Verwendung ebenso vorteilhaft für jegliche Verfahren an, bei denen ein Bearbeitungsmaterial passgenau und nacheinander in einzelnen Bearbeitungseinrichtungen bearbeitet wird, wie z.B. Druckmaschinen für Verpackungen oder Akzidenzen, Schmalbahnmaschinen für Etiketten und Formulare.

Üblicherweise werden die Bearbeitungsschritte mittels Druckwerken, Einzugswerken und Auszugswerken ausgeführt. In dieser Ausbildung können insbesondere die Passgenauigkeit der Eindrücke sowie die Bahnspannung des Bedruckmaterials vorteilhaft beeinflusst werden.

Eine bevorzugte Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Korrektur einer Längsregisterabweichung, wobei die Positionsänderung als Zylinderkorrektur in Form einer Korrektur der Zylinderwinkellage ausgeführt wird. In dieser Form kann das Verfahren für Rotationsdruckmaschinen verwendet werden, um Längsregisterabweichungen zu beseitigen.

Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung.

Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Figurenbeschreibung

Im Folgenden sollen die Erfindung und insbesondere deren Vorteile anhand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.

Es zeigt

1 eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform eine erfindungsgemäßen Vorrichtung; und

2 eine schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Ausführliche Figurenbeschreibung

In 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung insgesamt mit 100 bezeichnet. Ein Bedruckmaterial, beispielsweise Papier 101 wird der Maschine über ein Einzugswerk 110 zugeführt. Das Papier 101 wird durch Druckwerke 111, 112, 113, 114 geführt und bedruckt und durch ein Auszugswerk 115 wieder ausgegeben. Die Ein-, Auszugs- und Druckwerke 110 bis 115 sind positionierbar, insbesondere zylinder- bzw. winkelkorrigierbar, angeordnet, was durch halbkreisförmige Pfeile 103 angedeutet ist. Zur besseren Übersicht sind nicht alle Pfeile mit Bezugszeichen versehen.

Die Druckwerke 111 bis 114 weisen jeweils einen Druckzylinder 111' bis 114' auf, gegen den jeweils ein Presseur 111'' bis 114'' mit starkem Druck angestellt ist. Die Druckzylinder 111' bis 114' sind einzeln und unabhängig angetrieben, die Presseure 111'' bis 114'' sind frei drehbar ausgebildet. Das Einzugs- und Auszugswerk 110, 115 weisen jeweils zwei gegenläufige Zylinder auf, die das Papier 101 führen. Das Einzugs- und Auszugswerk 110, 115 und die Druckwerke 111 bis 114 bilden jeweils zusammen mit dem durchlaufenden Papier 101 eine reibschlüssig verbundene Einheit.

In den Bahnabschnitten zwischen den einzelnen Druckwerken 111 bis 114 wird das Papier 101 über nicht näher erläuterte Rollen und Vorrichtungen geführt, die mit 102 bezeichnet sind. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind nicht alle Rollen und Vorrichtungen mit Bezugszeichen 102 versehen. Es kann sich insbesondere um Umlenkrollen, Trocknungseinrichtungen usw. handeln.

Die Bahn ist zwischen dem Einzugswerk 110 und dem ersten Druckwerk 111 mit einem Sensor 120 versehen, der als Bahnspannungssensor ausgeführt ist. Vom Sensor 120 erfasste Bahnspannungswerte F werden einer Messwertauswerteeinrichtung 130 zugeführt. In Abhängigkeit von den vom Sensor 120 gelieferten Bahnspannungswerten F wird die Positionierung des Einzugswerkes 110 gesteuert.

Im Bahnabschnitt zwischen dem ersten Druckwerk 111 und dem zweiten Druckwerk 112 ist ein Sensor 121, im Bahnabschnitt zwischen dem zweiten Druckwert 112 und dem dritten Druckwerk 113 ein Sensor 122 und im Bahnabschnitt zwischen dem dritten Druckwerk 113 und dem vierten Druckwerk 114 ein Sensor 123 angeordnet. Die Sensoren 121 bis 123 sind als Markenleser ausgebildet. Beim Durchlauf des Papiers 101 wird jeweils von einem Markenleser 121 bis 123 erfasst, wann die Druckmarke (nicht gezeigt), die vorzugsweise vom ersten Druckwerk 111 aufgebracht wird, den Markenleser erreicht und jeweils einer Messwertauswerteeinrichtung 131 bis 133 zugeführt. Dann wird die Position des entsprechenden Druckzylinders 112' bis 114' festgestellt und ebenfalls der jeweiligen Messwertauswerteeinrichtung 131 bis 133 zugeführt. Jede Messwertauswerteeinrichtung 131 bis 133 vergleicht die ihr zugeführten Istwerte der Zylinderposition mit vorgegebenen Sollwerten und berechnet daraus eine jeweilige Registerabweichung &Dgr;R2 bis &Dgr;R4 (Bahn/Zylinder-Korrektur). Die Weiterverarbeitung der festgestellten Register wird bei zusätzlicher Betrachtung der 2 deutlich. Die Abweichungen werden den Recheneinheiten 210, 211, 212, 213 zugeführt und zur Positionierung der Druckwerke 111 bis 113 und ggf. auch für die Positionierung des Einzugswerkes 110 verwendet, wie es in 2 näher dargestellt wird.

In 2 ist eine bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens schematisch dargestellt. Die vertikale Trennungslinie A stellt eine schematische Unterteilung des Verfahrens dar. Der Ablauf rechts der Trennungslinie A stellt die Steuerung bzw. Regelung der Druckwerke, der Bereich links der Trennungslinie A stellt die Regelung des Einzugswerkes dar. Wie bereits erläutert, wird die Regelung des Einzugswerkes vorzugsweise zusätzlich durchgeführt.

Die bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist am Beispiel der anhand 1 beschriebenen Vorrichtung derart dargestellt, dass die Fehlanordnung bzw. die Registerabweichung durch Positionsänderung aller im Bearbeitungsablauf vor der jeweilig betroffenen Bearbeitungseinrichtung bzw. dem betroffenen Druckwerk liegenden Bearbeitungseinrichtungen bzw. Druckwerke korrigiert wird. Es versteht sich für den Fachmann, wie eine entsprechende Korrektur durch Positionsänderung der jeweilig betroffenen und aller im Bearbeitungsablauf nach der betroffenen Bearbeitungseinrichtung liegenden Bearbeitungseinrichtungen ausgeführt werden kann.

Im ersten Verfahrensschritt 201 werden die vom Sensor 120 (1) und den Messwertauswerteeinrichtung 131 bis 133 (1) ermittelten Spannungswerte F bzw. Registerabweichungen &Dgr;R2 bis &Dgr;R4 den Rechnereinheiten 210 bis 213 zugeführt. Es versteht sich, dass alle aufgeführten Messwertauswerteeinrichtung 130 bis 133 und Rechnereinheiten 210 bis 213 zentral oder dezentral (im Antrieb, Motion Control, SPS) realisiert sein können. Die Rechnereinheiten 211 bis 213 berechnen aus den zugeführten Registerabweichungen &Dgr;R2 bis &Dgr;R4 die Winkelkorrekturen &Dgr;&PHgr;2 bis &Dgr;&PHgr;4, die zur Umpositionierung des jeweiligen Druckzylinders 111 bis 113 notwendig sind.

Im Verfahrensschritt 202 werden die ermittelten Winkelkorrekturen &Dgr;&PHgr;2 bis &Dgr;&PHgr;4 Summationseinheiten 220 bis 223 zugeführt. Es versteht sich, dass auf analoge Weise auch mehr als drei Registerabweichungen erfasst werden können, was durch die gestrichelte Linie und die drei Punkte angedeutet ist.

Um die Registerabweichung des Druckzylinders 114 (1) zu korrigieren, wird gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Winkellage der Druckzylinder 111 bis 113 geändert. Dazu wird die von der Rechnereinheit 213 berechnete Winkelkorrektur &Dgr;&PHgr;4 allen vorhergehenden Druckzylindern über deren Summationseinheiten 221 bis 223, in der dargestellten bevorzugten Ausgestaltung auch dem Einzugswerk 110 über dessen Summationseinheit 220 zugeführt. Analog wird zur Korrektur der Registerabweichung &Dgr;R3 des Druckwerkes 113 die von der Rechnereinheit 212 berechnete Winkelkorrektur &Dgr;&PHgr;3 den Summationseinheiten 220 bis 222 zugeführt. Die Winkelkorrektur &Dgr;&PHgr;2 wird schließlich den Summationseinheiten 220 und 221 zugeführt.

Die Summationseinheiten 220 bis 223 berechnen jeweils den gesamten Winkelversatz &PHgr;EZW, &PHgr;1 bis &PHgr;3 zu einer Leitachsposition, die mit &PHgr;LA bezeichnet ist. Im Verfahrensschritt 203 werden die jeweiligen Winkelversatzwerte zusammen mit dem Wert der Leitachsposition verrechnet und an die entsprechenden Einzugs- und Druckwerke bzw. deren Verstellvorrichtungen (nicht gezeigt) übergeben.

Im Verfahrensschritt 204 werden das Einzugswerk 110 und die Druckwerke 111 bis 113 entsprechend der berechneten Werte umpositioniert, um die Registerabweichungen zu korrigieren. Durch das beschriebene Verfahren kann eine Registerabweichung für jedes Druckwerk nahezu gleichzeitig korrigiert werden. Im Gegensatz zu einer Korrektur im Stand der Technik ist es bei einer erfindungsgemäßen Druckmaschine nicht notwendig, die Registerabweichungen einzeln und nacheinander zu korrigieren, da eine Kopplung der Druckwerke untereinander reduziert ist.

Es versteht sich, dass in den dargestellten Figuren nur eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Druckmaschine dargestellt ist. Daneben ist jede andere Ausführungsform, insbesondere durch eine andere Anordnung oder Anzahl der Druckwerke, Aufbau der usw. denkbar, ohne den Rahmen dieser Erfindung zu verlassen.

100
Druckmaschine
101
Bedruckstoff (Papier, Folie, Blech)
102
Leitwalzen, Führungsrollen
103
Winkelkorrektur
110
Einzugswerk
111, 112, 113, 114
Druckwerk
111', 112', 113', 114'
Druckzylinder
111'', 112'', 113'', 114''
Presseur
111''', 112''', 113''', 114'''
Antriebe
115
Auszugswerk
120
Bahnspannungssensor
121, 122, 123
Markenleser
130, 131, 132, 133
Messwerteauswertevorrichtung
201, 202, 203, 204
Verfahrensschritt
210, 211, 212, 213
Recheneinheit
220, 221, 222, 223
Summationseinheit
A
Unterteilung
F
Bahnspannungswert
&Dgr;F
Bahnspannungsabweichung
&Dgr;R2, R3, &Dgr;R4
Registerabweichung
&Dgr;&PHgr;2, &Dgr;&PHgr;3, &Dgr;&PHgr;4
Winkelkorrektur
&PHgr;EZW, &PHgr;1, &PHgr;2, &PHgr;3
Winkelversatz
&PHgr;LA
Leitachsposition


Anspruch[de]
Antriebssystem für eine Druckmaschine (100), insbesondere wellenlose Tiefdruckmaschine, mit mehreren einzeln antreibbaren Druckwerken (111 bis 114), die mit Längsregisterverstellvorrichtungen versehen sind, gekennzeichnet durch Mittel zur gemeinsamen Einstellung der Längsregisterverstellvorrichtungen aller vor einem ersten Druckwerk (112; 113; 114) liegenden Druckwerke (111; 111, 112; 111, 112, 113) zur Korrektur einer Registerabweichung (&Dgr;R2, &Dgr;R3, &Dgr;R4) an dem ersten Druckwerk. Antriebssystem für eine Druckmaschine (100), insbesondere wellenlose Tiefdruckmaschine, mit mehreren einzeln antreibbaren Druckwerken (111 bis 114), die mit Längsregisterverstellvorrichtungen versehen sind, gekennzeichnet durch Mittel zur gemeinsamen Einstellung der Längsregisterverstellvorrichtungen des ersten Druckwerkes (112; 113) und aller nach dem ersten Druckwerk (112; 113) liegenden Druckwerke (113, 114; 114) zur Korrektur einer Registerabweichung (&Dgr;R2, &Dgr;R3, &Dgr;R4) an dem ersten Druckwerk. Antriebssystem nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch Mittel zur Verstellung eines Einzugswerkes (110) und/oder eines Auszugswerkes (115). Antriebssystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens eine Längsregisterverstellvorrichtung zur Durchführung einer Zylinderkorrektur. Antriebssystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Erfassungseinrichtungen (121, 122, 123) zur Erfassung der Registerabweichung (&Dgr;R2, &Dgr;R3, &Dgr;R4), wobei jede Erfassungseinrichtung einem Druckwerk (112, 113, 114) zugeordnet ist. Antriebssystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Mittel zur Durchführung eines Bahn/Zylinder- oder eines Bahn/Bahn-Verfahrens zur Feststellung einer Registerabweichung (&Dgr;R2, &Dgr;R3, &Dgr;R4). Verfahren zur Korrektur einer Registerabweichung (&Dgr;R2, &Dgr;R3, &Dgr;R4), wobei ein Material (101) in aufeinanderfolgenden Bearbeitungsschritten (110 bis 115) bearbeitet wird, wobei die Registerabweichung (&Dgr;R2, &Dgr;R3, &Dgr;R4) des Materials bezüglich eines ersten Bearbeitungsschrittes (111 bis 115) korrigiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Registerabweichung (&Dgr;R2, &Dgr;R3, &Dgr;R4) durch eine Positionsänderung aller im Bearbeitungsablauf vor dem ersten Bearbeitungsschritt (111; 112; 113; 114; 115) liegenden Bearbeitungsschritten (110; 110, 111; 110, 111, 112; 110, 111, 112, 113; 110, 111, 112, 113, 114; 110, 111, 112, 113, 114, 115) oder durch eine Positionsänderung während des ersten Bearbeitungsschrittes (111; 112; 113; 114) und aller im Bearbeitungsablauf nach dem ersten Bearbeitungsschritt liegenden Bearbeitungsschritte (112, 113, 114, 115; 113, 114, 115; 114, 115; 115) korrigiert wird. Verfahren nach Anspruch 7 zur Verwendung in Verbindung mit einer Tiefdruckmaschine. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsschritte mittels Druck- (111 bis 114), Einzugs- (110) und/oder Auszugswerken (115) ausgeführt sind. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Registerabweichung eine Längsregisterabweichung (&Dgr;R2, &Dgr;R3, &Dgr;R4) ist, wobei die Positionsänderung als Zylinderkorrektur ausgeführt wird.






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