PatentDe  



Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Aktiv-Richtlautsprecher mit einem Gehäuse, mindestens einem im Gehäuse angeordneten Lautsprecherchassis, einem Leistungsverstärker und einem durchschnittlichen Bündelungsgrad &ggr; von mindestens 3,5 im Frequenzbereich von 300 bis 5000 Hz.

Aktiv-Richtlautsprecher werden zumeist zur Beschallung begrenzter Hörzonen verwendet, um zwar einerseits eine gute Beschallung begrenzter Hörzonen zu gewährleisten und andererseits jedoch außerhalb der Hörzone möglichst eine geringe Beeinträchtigung von sich nicht in der Hörzone aufhaltenden Personen zu erreichen. Bekannt sind insbesondere Richtlautsprecher mit Supernieren-Abstrahlcharakter oder horizontal stark bündelnde Lautsprecherzeilen zur Bildung eines Schallkorridors (siehe z.B. Abstrahldiagramme der 3 und 5). Solche Aktiv-Richtlautsprecher werden z. B. für die Tonwiedergabe zu Bildschirmen oder Beamern oder in Verbindung mit Computerterminals verwendet. Hier kann das Tonsignal dieser Geräte unmittelbar in den Aktiv-Richtlautsprecher eingespeist werden. Im Gegensatz zu üblicherweise verwendeten Lautsprechern, die im Wesentlichen kugelförmig abstrahlen, weisen derartige Richtlautsprecher ein stark ausgeprägtes Abstrahlmaximum (Hauptabstrahlachse) und ein stark ausgeprägtes Abstrahlminimum (Minimalabstrahlachse) auf. Dies drückt sich durch den Bündelungsgrad &ggr; von mindestens 3,5 im Frequenzbereich von 300 bis 5000 Hz. aus, wodurch eine eindeutige Abgrenzung zu solchen im Wesentlichen kugelförmig abstrahlenden Lautsprechern gegeben ist.

Für ein gute Verständlichkeit ist ein Wiedergabepegel wichtig, der deutlich über dem Grundgeräusch liegt. Andererseits sollen, wie oben bereits erwähnt, Personen, die sich nicht in der Hörzone befinden, möglichst wenig beeinträchtigt werden. Zwar bieten Aktiv-Richtlautsprecher hinsichtlich dieses Problems schon einen guten Fortschritt, dennoch besteht auch hier für bestimmte Anwendungszwecke Verbesserungsbedarf.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Aktiv-Richtlautsprecher der eingangs genannten Art hinsichtlich seiner Anwendungsflexibilität zu verbessern.

Aus diesem Grund ist erfindungsgemäß mindestens ein Mikrofon vorgesehen, das an einer Stelle im und/oder am Gehäuse angeordnet ist, wo das Minimum des abgestrahlten Schalldrucks liegt und/oder der abgestrahlte Schalldruck maximal 10 dB von diesem Minimum abweicht, und weiter eine Auswertungseinheit vorgesehen ist, die so aufgebaut ist, dass sie ein dem Leistungsverstärker zugeführtes Nutzsignal mit einem Mikrofonsignal des mindestens einen Mikrofons vergleicht, aus diesem Vergleich eine Regelgröße ableitet und mittels dieser Regelgröße die Lautstärke des Aktiv-Richtlautsprechers regelt. Demnach weist der Aktiv-Richtlautsprecher als Baueinheit noch zusätzlich mindestens eine Mikrofon auf. Die Auswertungseinheit ist bevorzugt ebenfalls als Baueinheit in dem Gehäuse integriert. Das Mikrofon wird an einer Stelle in und/oder am Gehäuse platziert, wo möglichst ein geringer Einfluss hinsichtlich der Wiedergabe des Aktiv-Richtlautsprechers vorliegt. Das Mikrofon oder die Mikrofone sind zwar relativ nahe an der eigentlichen Schallquelle (Lautsprecherchassis) angeordnet; von dieser aber möglichst weitgehend schalltechnisch entkoppelt. Das Minimum des abgestrahlten Schalldrucks hängt von der Bauform des jeweils verwendeten Aktiv-Richtlautsprechers ab und muss nicht zwingend eine einzige ausgeprägte Stelle im Gehäuse an der Gehäuseoberfläche sein. Bei einem Zylinderlautsprecher mit Supernieren-Charakteristik z. B. handelt es sich um einen zur Gehäusehauptachse symmetrisch umlaufenden ringförmigen Bereich. Bei Lautsprecherzeilen liegt dieses Minimum zumeist an den beiden Stirnseiten. Konstruktionsbedingt ist es nicht immer möglich, das Mikrofon oder die Mikrofone exakt an der Stelle des Minimums anzuordnen, so dass eine in gewissen Grenzen zulässige Abweichung hiervon möglich ist. Allerdings soll diese etwas lautere Anordnungsstelle nicht dazu führen, dass der abgestrahlte Schalldruck an dieser Kompromissstelle mehr als 10 dB von diesem Minimum abweicht.

In Situationen mit schwankendem Grundgeräusch (Umgebungsgeräusch) in einer Hörzone, z.B. in Abhängigkeit vom Besucheraufkommen und durch andere, z.B. tageszeitlich bedingte Faktoren, ergibt sich oft die Schwierigkeit, dass die Lautstärke so hoch eingestellt werden muss, dass bei hohem Grundgeräusch bei normalen Richtlautsprechern zwar eine gute Verständlichkeit gewährleistet ist, wodurch aber andererseits bei sehr geringem Grundgeräusch die Bereiche außerhalb der Hörzone stark beeinträchtigt werden. Die vorliegende Erfindung schafft hier Abhilfe, indem das Mikrofonsignal sowie das Nutzsignal einer Auswertungseinheit zugeführt und von dieser verglichen werden und aus diesem Vergleich eine Regelgröße zur Lautstärkeregelung abgeleitet wird. Nachdem der von dem integrierten Mikrofon aufgenommene Nutzsignalanteil im Wesentlichen ein Minimum darstellt, ist die erfindungsgemäße Anordnung in der Lage, auch auf kleine Schwankungen des Umgebungsgeräusches zu reagieren und insbesondere bei geringen Lautstärken des Umgebungsgeräusches ein gutes Regelergebnis zu liefern. Bevorzugt soll die Regelung im Nutzfrequenzbereich von 300 Hz bis 5000 Hz, also insbesondere im Sprachbereich, erfolgen. Hierzu ist anzumerken, dass sich die Abstrahlcharakteristik in Lautsprechern außerhalb dieses Frequenzbereichs stark ändern kann, weshalb die hier getroffenen Annahmen sich auf diesen Bereich beziehen sollen.

Eine möglichst gute Verarbeitung und Auswertung der Signale ist insbesondere dann gegeben, wenn der Energieverlauf pro Zeit des Schalldrucks ermittelt wird. Hierzu ist bei einer Ausführungsform vorgesehen, dass die Auswertungseinheit sowohl das Verarbeiten des Nutzsignals als auch des Mikrofonsignals jeweils eine Filterschaltung, einen Gleichrichter und einen Integrator umfasst. Bevorzugt ist die Filterschaltung so ausgelegt, dass sie das Nutzsignal und das Mikrofonsignal jeweils im Frequenzgang der Charakteristik des menschlichen Gehörs anpasst.

Bei einer weiteren Variante umfasst die Auswertungseinheit weiter einen Differenzverstärker, dem das verarbeitete Nutzsignal und das verarbeitete Mikrofonsignal als Eingangsgrößen zugeleitet sind und der als Ausgangsgröße zumindest eine Regelvorgröße ableitet. Aufgrund der Differenzbildung lässt sich das verarbeitete Nutzsignal im Wesentlichen vollständig aus dem verarbeiteten Mikrofonsignal entfernen, so dass im Wesentlichen nur noch der Umgebungsgeräuschanteil des Mikrofonsignals übrigbleibt (mit nur noch sehr geringen Anteilen des vom Richtlautsprechers selbst abgestrahlten Signals).

Vorteilhafterweise kann die Auswertungseinheit weiter einen Integrator umfassen, dem die Ausgangsgröße des Differenzverstärkers zugeleitet ist und dessen Ausgangsgröße einem spannungsgesteuerten Verstärker zugeleitet ist, der mit dem Leistungsverstärker verbunden ist. Bevorzugt handelt es sich um einen einstellbaren Integrator, der aus dem Differenzsignal (Ausgangsgröße des Differenzverstärkers) eine Stellgröße mit variabler Trägheit gewinnt. Diese Stellgröße wird dem spannungsgesteuerten Verstärker (VCA) zugeführt und bestimmt dessen Verstärkungsfaktor. Hierdurch ist weiter gewährleistet, dass die Wiedergabelautstärke des Aktiv-Richtlautsprechers proportional mit der Lautstärke des Umgebungsgeräusches zu- oder abnimmt, wobei darüber hinaus die Regelgeschwindigkeit einstellbar sein kann.

Bei einer günstigen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Auswertungseinheit zum Erfassen des Nutzsignals die Ausgangsgröße des spannungsgesteuerten Verstärkers zugeleitet ist. Die Auswertungseinheit regelt demnach den spannungsgesteuerten Verstärker und greift gleichzeitig dessen Ausgangssignal zur weiteren Regelung ab.

Bevorzugt kann der Aktiv-Richtlautsprecher ein Zylinderlautsprecher mit Supernieren-Charakteristik sein und das mindestens eine Mikrofon an einer Rückseite des Gehäuses seitlich zur Gehäusemittelachse um mindestens 25 % des Gehäusedurchmessers versetzt angeordnet sein. Das Abstrahldiagramm eines solchen Zylinderlautsprechers mit Supernieren-Charakteristik (sieh 3) zeigt, dass bei 0°, also frontal vor dem Lautsprecher ein Abstrahlmaximum und ca. bei 135° ein Abstrahlminimum vorliegt. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass es sich hierbei um eine Fernbetrachtung handelt, bei der der gesamte Lautsprecher als Punktschallquelle angesehen wird. Dennoch liefert dieses Abstrahldiagramm dem Fachmann bereits einen guten Anhaltspunkt, wo nach dem Abstrahlminimum zu suchen ist. Die eigentliche Vermessung muss dann im Gehäusenahbereich erfolgen, da es gegenüber dem Abstrahldiagramm aufgrund der Konstruktion des Gehäuses und der Anordnung des mindestens einen Lautsprecherchassis hierzu, wenn auch meistens nur zu kleineren, Abweichungen kommen kann. Der Fachmann findet demnach aufgrund von Schallmessungen am oder im Aktiv-Richtlautsprecher das Schalldruckminimum.

Gleiches gilt auch bei einer weiteren Ausführungsform, bei der der Aktiv-Richtlautsprecher eine Lautsprecherzeile ist und das mindestens eine Mikrofon an einer Stirnseite des Lautsprechergehäuses angeordnet ist. Aus dem zugehörigen Abstrahldiagramm (5) ergibt sich ein Abstrahlmaximum bei 0° und ein Abstrahlminimum bei 90°. Aus diesem Grund wird das Mikrofon bei einer solchen Lautsprecherzeile an der Stirnseite, und hier bevorzugt in deren Zentrum, angeordnet.

Ergänzend sei hier erwähnt, dass es sich bei den verwendeten Mikrofonen bevorzugt nicht um Richtmikrofone, sondern um Mikrofone mit möglichst geringem Bündelungsgrad &ggr; handelt, so dass insbesondere die Geräusche aus der Hörzone Berücksichtigung finden.

Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum automatischen Anpassen der Wiedergabelautstärke eines einer Hörzone zugeordneten Richtlautsprechers mit einem Bündelungsgrad &ggr; von mindestens 3,5 an die Umgebungsgeräusche in der Hörzone mit folgenden Schritten:

Zuführen eines verstärkten Nutzsignals zu mindestens einem Lautsprecherchassis;

Erfassen eines Mikrofonsignals, das den Gesamtschall an einer Stelle in oder am Lautsprechergehäuse widerspiegelt, wo der vom Lautsprecher abgestrahlte Schalldruck ein Minimum aufweist oder maximal 10 dB von diesem Minimum abweicht,

weitgehendes Eliminieren des vom Mikrofon aufgenommenen Nutzsignalanteils in einer Auswertungseinheit, die das Nutzsignal mit dem Mikrofonsignal vergleicht,

Ableiten einer Regelgröße aus dem vorangegangenen Vergleich, die im Wesentlichen von dem Umgebungsgeräusch der Hörzone abhängt, um die Wiedergabelautstärke an die Umgebungsgeräusche anzupassen.

Demnach entspricht die Regelgröße zur Lautstärkeregelung im Wesentlichen dem Umgebungsgeräusch, wodurch eine optimale Anpassung hieran in der Hörzone erfolgt. Sobald die Umgebungsgeräusche in der Hörzone sich verringern, erfolgt eine automatische Anpassung, so dass auch Personen, die sich außerhalb der Hörzone befinden, weniger beeinträchtigt werden.

Im Folgenden wir die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 einen Zylinderlautsprecher mit Supernieren-Charakteristik in einer perspektivischen Darstellung,

2 den Zylinderlautsprecher aus 2 im Vollschnitt,

3 das Abstrahldiagramm des Zylinderlautsprechers aus 1,

4 eine Lautsprecherzeile mit Richtcharakteristik im Vollschnitt,

5 ein Abstrahldiagramm der Lautsprecherzeile aus 4,

6 ein schematisches Blockschaltbild des erfindungsgemäßen Aktiv-Richtlautsprechers und

7 ein detailliertes Blockschaltbild des erfindungsgemäßen Aktiv-Richtlautsprechers.

Der in den 1 und 2 dargestellte Zylinderlautsprecher umfasst ein rohrförmiges Gehäuse 1, ein koaxial in diesem angeordnetes Lautsprecherchassis 2, mehrere am Umfang gleichmäßig verteilte Schallöffnungen 3, ein an der Rückseite angeordnetes Mikrofon 7 und eine Auswertungseinheit 8. Die Vorderseite des Aktiv-Richtlautsprechers ist von einem Frontgitter 4 abgedeckt, über das der Hauptschall 5 abgestrahlt wird. Das Lautsprecherchassis 2 sitzt in einem Haltering im Abstand zum Frontgitter 4 etwas ins Innere des Gehäuses 1 zurückversetzt. Das Lautsprecherchassis 2 umfasst im Wesentlichen eine Antriebseinheit, eine von der Antriebseinheit angetriebene Membran und den Haltekorb. Das Gehäuse 1 ist ausgehend vom Haltering auf einer Innenfläche mit einem Dämmmaterial versehen. Über die seitlich angeordneten Schallöffnungen 3 im Gehäuse 1 tritt gegenphasig der rückwärtige Schall 6 des eingebauten Lautsprecherchassis 2 aus. Hierdurch findet eine teilweise gegenseitige Auslöschung der beiden Schallanteile (Hauptschall 5 und rückwärtiger Schall 6) statt, wodurch die Supernieren-Abstrahlcharakteristik (siehe 3) entsteht. Dieser Aktiv-Richtlautsprecher weist einen durchschnittlichen Bündelungsgrad &ggr; von mindestens 3,5 im Frequenzbereich von 300 bis 5000 Hz auf.

Das Mikrofon 7 ist an der Rückseite des Gehäuses 1 angeordnet, und zwar seitlich versetzt zur Hauptachse des Gehäuses 1. Hierbei ist eine Position gewählt, die möglichst nahe an der Außenwand des Gehäuses 1 liegt. Hauptkriterium für diese Position ist die Abstrahlcharakteristik des Aktiv-Richtlautsprechers im Nahbereich. Das Mikrofon 7 soll nämlich am günstigsten im Bereich des Minimums des vom Aktiv-Lautsprechers abgestrahlten Schalldrucks (in oder am Gehäuse 1) angeordnet sein oder an einer Stelle (im oder am Gehäuse 1), wo der Schalldruck, maximal 10 dB von diesem Minimum abweichen. Das Mikrofon 7 ist mit einer Steuerelektronik verbunden, die eine Auswertungseinheit 8 und einen Leistungsverstärker 9 zum Ansteuern des Lautsprecherchassis 2 umfasst.

Unter Zuhilfenahme der 6 und 7 wird nunmehr die Funktionsweise dieses Zylinderlautsprechers näher erläutert.

Das Mikrofon 7 ist mit der Auswertungseinheit 8 verbunden, die wiederum Einfluss auf den Leistungsverstärker 9 zur Ansteuerung des Lautsprecherchassis 2 nimmt. Im Detail und insbesondere in 7 ist zu erkennen, dass die Auswertungseinheit 8 zur Verarbeitung des Mikrofonsignals eine Filterschaltung 12, einen Gleichrichter 14 und einen Integrator 16 umfasst. Des Weiteren ist eine spannungsgesteuerte Verstärkerstufe 19 vorgesehen, deren Ausgangssignal von der Auswertungseinheit 8 abgegriffen wird. Dieses Ausgangssignal entspricht im Wesentlichen dem Nutzsignal. Zur Verarbeitung dieses Nutzsignals weist die Auswertungseinheit 8 eine Filterschaltung 11, einen Gleichrichter 13 und einen Integrator 15 auf. Die Filterschaltung 12 sorgt dafür, dass das zuvor von einem Vorverstärker 10 im Pegel angehobene Mikrofonsignal im Frequenzgang der Charakteristik des menschlichen Gehörs angepasst wird. Gleichzeitig sorgt die Filterschaltung 11 dafür, dass der Frequenzgang des Nutzsignals dem des gefilterten Mikrofonsignals angeglichen wird. Das verarbeitete Mikrofonsignal und das verarbeitete Nutzsignal werden beide als Eingangsgrößen einem Differenzverstärker 17 zugeführt. Dieser bildet die Differenz aus aufbereitetem Nutzsignal und aufbereitetem Mikrofonsignal, wodurch an seinem Ausgang ein Signal entsprechend dem Umgebungsgeräuschanteil des Mikrofonsignals übrigbleibt, mit nur noch sehr geringen Anteilen des vom Richtlautsprecher selbst abgestrahlten Signals. Dieses Signal (Regelvorgröße) wird einem einstellbaren Integrator zugeführt, der daraus eine Stellgröße mit variabler Trägheit gewinnt. Diese Stellgröße wird der spannungsgesteuerten Verstärkerstufe 19 zugeführt und bestimmt deren Verstärkungsfaktor. Die spannungsgesteuerte Verstärkerstufe 19 gibt ihr Signal an den Leistungsverstärker 9, der wiederum das Lautsprecherchassis 2 antreibt, ab. Diese Schaltung gewährleistet, dass die Wiedergabelautstärke des Richtlautsprechers proportional mit der Lautstärke des Umgebungsgeräusches zu- oder abnimmt, wobei die Regelgeschwindigkeit einstellbar ist.

Im Folgenden wird anhand der 4 und 5 ein zweites Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung näher erläutert. Gleiche und ähnliche Bauteile werden mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet. Es wird im Folgenden daher nur auf die wesentlichen Unterschiede eingegangen.

In der in 4 dargestellten Lautsprecherzeile sind elf Lautsprecherchassis 2 nebeneinander angeordnet. Führt man eine Fernbetrachtung durch, bei der die Lautsprecherzeile als Punktschallquelle angesehen wird, so ergibt sich das in 5 dargestellte Abstrahldiagramm. Das Mikrofon 7 ist an einer Stirnseite des Gehäuses 1 angeordnet, und zwar im Wesentlichen im Zentrum von dieser. Die Schaltungsanordnung ist im Wesentlichen identisch, so dass im Zusammenhang mit den 6 und 7 auf die obige Beschreibung verwiesen wird. Im Nahbereich entsteht selbstverständlich ein Schallkorridor entsprechend der Breite der Lautsprecherzeile. Der Bündelungsgrad &ggr; beträgt bei diesem Lautsprechertyp ungefähr 4 bis 6.

Bei beiden Ausführungsformen werden Mikrofone 7 eingesetzt, die einen möglichst geringen Bündelungsgrad (keine Richtcharakteristik) aufweisen. Es handelt sich hierbei um die üblichen, einfach erhältlichen, Mikrofone. Es ist auch durchaus denkbar, eine maximale Abweichung von 10 dB vom Minimum zur Bestimmung der Mikrofonposition zu verwenden. Mittels der Steuerelektronik soll der Regelbereich des Aktiv-Richtlautsprechers mindestens 10 dB, bevorzugt mindestens 15 dB oder mehr, betragen.


Anspruch[de]
Aktiv-Richtlautsprecher mit einem Gehäuse (1), mindestens einem im Gehäuse (1) angeordneten Lautsprecherchassis (2), einem Leistungsverstärker (9) und einem durchschnittlichen Bündelungsgrad &ggr; von mindestens 3,5 im Frequenzbereich von 300 bis 5000 Hz, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Mikrofon (7) vorgesehen ist, das an einer Stelle im und/oder am Gehäuse (1) angeordnet ist, wo das Minimum des abgestrahlten Schalldrucks liegt und/oder der abgestrahlte Schalldruck maximal 10 dB von diesem Minimum abweicht, und eine Auswertungseinheit (8) vorgesehen ist, die so aufgebaut ist, dass sie ein dem Leistungsverstärker (9) zugeführtes Nutzsignal mit einem Mikrofonsignal des mindestens einen Mikrofons (7) vergleicht, aus diesem Vergleich eine Regelgröße ableitet und mittels dieser Regelgröße die Lautstärke des Aktiv-Richtlautsprechers regelt. Aktiv-Richtlautsprecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertungseinheit (8) sowohl für das Verarbeiten des Nutzsignals als auch das Mikrofonsignal jeweils eine Filterschaltung (11, 12), einen Gleichrichter (13, 124) und einen Integrator (15, 16) umfasst. Aktiv-Richtlautsprecher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertungseinheit weiter einen Differenzverstärker (17) umfasst, dem das verarbeitete Nutzsignal und das verarbeitete Mikrofonsignal als Eingangsgrößen zugeleitet sind und der als Ausgangsgröße zumindest eine Regelvorgröße ableitet. Aktiv-Richtlautsprecher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertungseinheit (8) weiter einen Integrator (18) umfasst, dem die Ausgangsgröße des Differenzverstärkers (17) zugeleitet ist und dessen Ausgangsgröße einem spannungsgesteuerten Verstärker (19) zugeleitet ist, der mit dem Leistungsverstärker (9) verbunden ist. Aktiv-Richtlautsprecher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswertungseinheit (8) zum Erfassen des Nutzsignals die Ausgangsgröße des spannungsgesteuerten Verstärkers (19) zugeleitet ist. Aktiv-Richtlautsprecher nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktiv-Richtlautsprecher ein Zylinderlautsprecher mit Supernieren-Charakteristik ist und das mindestens eine Mikrofon (7) an einer Rückseite des Gehäuses (1) seitlich zur Gehäusemittelachse um mindestens 25 % des Gehäusedurchmessers versetzt angeordnet ist. Aktiv-Richtlautsprecher nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktiv-Richtlautsprecher eine Lautsprecherzeile ist und das mindestens eine Mikrofon (7) an einer Stirnseite des Lautsprechergehäuses (1) angeordnet ist. Verfahren zum automatischen Anpassen der Wiedergabelautstärke eines einer Hörzone zugeordneten Richtlautsprechers mit einem Bündelungsgrad &ggr; von mindestens 3,5 im Frequenzbereich von 300 bis 5000 HZ an die Umgebungsgeräusche in der Hörzone mit folgenden Schritten:

Zuführen eines verstärkten Nutzsignals zu mindestens einem Lautsprecherchassis (2),

Erfassen eines Mikrofonsignals, das den Gesamtschall an einer Stelle in oder am Lautsprechergehäuse (1) widerspiegelt, wo der vom Richtlautsprecher abgestrahlte Schalldruck ein Minimum aufweist oder maximal 10 dB von diesem Minimum abweicht,

weitgehendes Eliminieren des vom Mikrofon (7) aufgenommenen Nutzsignalanteils in einer Auswertungseinheit (8), die das Nutzsignal mit dem Mikrofonsignal vergleicht,

Ableiten einer Regelgröße aus dem vorangegangenen Vergleich, die im Wesentlichen von dem Umgebungsgeräusch der Hörzone abhängt, um die Wiedergabelautstärke an die Umgebungsgeräusche anzupassen.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com