| Beschreibung[de] |
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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Aktiv-Richtlautsprecher mit
einem Gehäuse, mindestens einem im Gehäuse angeordneten Lautsprecherchassis,
einem Leistungsverstärker und einem durchschnittlichen Bündelungsgrad
&ggr; von mindestens 3,5 im Frequenzbereich von 300 bis 5000 Hz.
Aktiv-Richtlautsprecher werden zumeist zur Beschallung begrenzter
Hörzonen verwendet, um zwar einerseits eine gute Beschallung begrenzter Hörzonen
zu gewährleisten und andererseits jedoch außerhalb der Hörzone möglichst
eine geringe Beeinträchtigung von sich nicht in der Hörzone aufhaltenden
Personen zu erreichen. Bekannt sind insbesondere Richtlautsprecher mit Supernieren-Abstrahlcharakter
oder horizontal stark bündelnde Lautsprecherzeilen zur Bildung eines Schallkorridors
(siehe z.B. Abstrahldiagramme der 3 und 5).
Solche Aktiv-Richtlautsprecher werden z. B. für die Tonwiedergabe zu Bildschirmen
oder Beamern oder in Verbindung mit Computerterminals verwendet. Hier kann das Tonsignal
dieser Geräte unmittelbar in den Aktiv-Richtlautsprecher eingespeist werden.
Im Gegensatz zu üblicherweise verwendeten Lautsprechern, die im Wesentlichen
kugelförmig abstrahlen, weisen derartige Richtlautsprecher ein stark ausgeprägtes
Abstrahlmaximum (Hauptabstrahlachse) und ein stark ausgeprägtes Abstrahlminimum
(Minimalabstrahlachse) auf. Dies drückt sich durch den Bündelungsgrad
&ggr; von mindestens 3,5 im Frequenzbereich von 300 bis 5000 Hz. aus, wodurch
eine eindeutige Abgrenzung zu solchen im Wesentlichen kugelförmig abstrahlenden
Lautsprechern gegeben ist.
Für ein gute Verständlichkeit ist ein Wiedergabepegel wichtig,
der deutlich über dem Grundgeräusch liegt. Andererseits sollen, wie oben
bereits erwähnt, Personen, die sich nicht in der Hörzone befinden, möglichst
wenig beeinträchtigt werden. Zwar bieten Aktiv-Richtlautsprecher hinsichtlich
dieses Problems schon einen guten Fortschritt, dennoch besteht auch hier für
bestimmte Anwendungszwecke Verbesserungsbedarf.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Aktiv-Richtlautsprecher
der eingangs genannten Art hinsichtlich seiner Anwendungsflexibilität zu verbessern.
Aus diesem Grund ist erfindungsgemäß mindestens ein Mikrofon
vorgesehen, das an einer Stelle im und/oder am Gehäuse angeordnet ist, wo das
Minimum des abgestrahlten Schalldrucks liegt und/oder der abgestrahlte Schalldruck
maximal 10 dB von diesem Minimum abweicht, und weiter eine Auswertungseinheit vorgesehen
ist, die so aufgebaut ist, dass sie ein dem Leistungsverstärker zugeführtes
Nutzsignal mit einem Mikrofonsignal des mindestens einen Mikrofons vergleicht, aus
diesem Vergleich eine Regelgröße ableitet und mittels dieser Regelgröße
die Lautstärke des Aktiv-Richtlautsprechers regelt. Demnach weist der Aktiv-Richtlautsprecher
als Baueinheit noch zusätzlich mindestens eine Mikrofon auf. Die Auswertungseinheit
ist bevorzugt ebenfalls als Baueinheit in dem Gehäuse integriert. Das Mikrofon
wird an einer Stelle in und/oder am Gehäuse platziert, wo möglichst ein
geringer Einfluss hinsichtlich der Wiedergabe des Aktiv-Richtlautsprechers vorliegt.
Das Mikrofon oder die Mikrofone sind zwar relativ nahe an der eigentlichen Schallquelle
(Lautsprecherchassis) angeordnet; von dieser aber möglichst weitgehend schalltechnisch
entkoppelt. Das Minimum des abgestrahlten Schalldrucks hängt von der Bauform
des jeweils verwendeten Aktiv-Richtlautsprechers ab und muss nicht zwingend eine
einzige ausgeprägte Stelle im Gehäuse an der Gehäuseoberfläche
sein. Bei einem Zylinderlautsprecher mit Supernieren-Charakteristik z. B. handelt
es sich um einen zur Gehäusehauptachse symmetrisch umlaufenden ringförmigen
Bereich. Bei Lautsprecherzeilen liegt dieses Minimum zumeist an den beiden Stirnseiten.
Konstruktionsbedingt ist es nicht immer möglich, das Mikrofon oder die Mikrofone
exakt an der Stelle des Minimums anzuordnen, so dass eine in gewissen Grenzen zulässige
Abweichung hiervon möglich ist. Allerdings soll diese etwas lautere Anordnungsstelle
nicht dazu führen, dass der abgestrahlte Schalldruck an dieser Kompromissstelle
mehr als 10 dB von diesem Minimum abweicht.
In Situationen mit schwankendem Grundgeräusch (Umgebungsgeräusch)
in einer Hörzone, z.B. in Abhängigkeit vom Besucheraufkommen und durch
andere, z.B. tageszeitlich bedingte Faktoren, ergibt sich oft die Schwierigkeit,
dass die Lautstärke so hoch eingestellt werden muss, dass bei hohem Grundgeräusch
bei normalen Richtlautsprechern zwar eine gute Verständlichkeit gewährleistet
ist, wodurch aber andererseits bei sehr geringem Grundgeräusch die Bereiche
außerhalb der Hörzone stark beeinträchtigt werden. Die vorliegende
Erfindung schafft hier Abhilfe, indem das Mikrofonsignal sowie das Nutzsignal einer
Auswertungseinheit zugeführt und von dieser verglichen werden und aus diesem
Vergleich eine Regelgröße zur Lautstärkeregelung abgeleitet wird.
Nachdem der von dem integrierten Mikrofon aufgenommene Nutzsignalanteil im Wesentlichen
ein Minimum darstellt, ist die erfindungsgemäße Anordnung in der Lage,
auch auf kleine Schwankungen des Umgebungsgeräusches zu reagieren und insbesondere
bei geringen Lautstärken des Umgebungsgeräusches ein gutes Regelergebnis
zu liefern. Bevorzugt soll die Regelung im Nutzfrequenzbereich von 300 Hz bis 5000
Hz, also insbesondere im Sprachbereich, erfolgen. Hierzu ist anzumerken,
dass sich die Abstrahlcharakteristik in Lautsprechern außerhalb dieses Frequenzbereichs
stark ändern kann, weshalb die hier getroffenen Annahmen sich auf diesen Bereich
beziehen sollen.
Eine möglichst gute Verarbeitung und Auswertung der Signale ist
insbesondere dann gegeben, wenn der Energieverlauf pro Zeit des Schalldrucks ermittelt
wird. Hierzu ist bei einer Ausführungsform vorgesehen, dass die Auswertungseinheit
sowohl das Verarbeiten des Nutzsignals als auch des Mikrofonsignals jeweils eine
Filterschaltung, einen Gleichrichter und einen Integrator umfasst. Bevorzugt ist
die Filterschaltung so ausgelegt, dass sie das Nutzsignal und das Mikrofonsignal
jeweils im Frequenzgang der Charakteristik des menschlichen Gehörs anpasst.
Bei einer weiteren Variante umfasst die Auswertungseinheit weiter
einen Differenzverstärker, dem das verarbeitete Nutzsignal und das verarbeitete
Mikrofonsignal als Eingangsgrößen zugeleitet sind und der als Ausgangsgröße
zumindest eine Regelvorgröße ableitet. Aufgrund der Differenzbildung lässt
sich das verarbeitete Nutzsignal im Wesentlichen vollständig aus dem verarbeiteten
Mikrofonsignal entfernen, so dass im Wesentlichen nur noch der Umgebungsgeräuschanteil
des Mikrofonsignals übrigbleibt (mit nur noch sehr geringen Anteilen des vom
Richtlautsprechers selbst abgestrahlten Signals).
Vorteilhafterweise kann die Auswertungseinheit weiter einen Integrator
umfassen, dem die Ausgangsgröße des Differenzverstärkers zugeleitet
ist und dessen Ausgangsgröße einem spannungsgesteuerten Verstärker
zugeleitet ist, der mit dem Leistungsverstärker verbunden ist. Bevorzugt handelt
es sich um einen einstellbaren Integrator, der aus dem Differenzsignal (Ausgangsgröße
des Differenzverstärkers) eine Stellgröße mit variabler Trägheit
gewinnt. Diese Stellgröße wird dem spannungsgesteuerten Verstärker
(VCA) zugeführt und bestimmt dessen Verstärkungsfaktor. Hierdurch ist
weiter gewährleistet, dass die Wiedergabelautstärke des Aktiv-Richtlautsprechers
proportional mit der Lautstärke des Umgebungsgeräusches zu- oder abnimmt,
wobei darüber hinaus die Regelgeschwindigkeit einstellbar sein kann.
Bei einer günstigen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Auswertungseinheit
zum Erfassen des Nutzsignals die Ausgangsgröße des spannungsgesteuerten
Verstärkers zugeleitet ist. Die Auswertungseinheit regelt demnach den spannungsgesteuerten
Verstärker und greift gleichzeitig dessen Ausgangssignal zur weiteren Regelung
ab.
Bevorzugt kann der Aktiv-Richtlautsprecher ein Zylinderlautsprecher
mit Supernieren-Charakteristik sein und das mindestens eine Mikrofon an einer Rückseite
des Gehäuses seitlich zur Gehäusemittelachse um mindestens 25 % des Gehäusedurchmessers
versetzt angeordnet sein. Das Abstrahldiagramm eines solchen Zylinderlautsprechers
mit Supernieren-Charakteristik (sieh 3) zeigt, dass
bei 0°, also frontal vor dem Lautsprecher ein Abstrahlmaximum und ca. bei 135°
ein Abstrahlminimum vorliegt. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass es
sich hierbei um eine Fernbetrachtung handelt, bei der der gesamte Lautsprecher als
Punktschallquelle angesehen wird. Dennoch liefert dieses Abstrahldiagramm dem Fachmann
bereits einen guten Anhaltspunkt, wo nach dem Abstrahlminimum zu suchen ist. Die
eigentliche Vermessung muss dann im Gehäusenahbereich erfolgen, da es gegenüber
dem Abstrahldiagramm aufgrund der Konstruktion des Gehäuses und der Anordnung
des mindestens einen Lautsprecherchassis hierzu, wenn auch meistens nur zu kleineren,
Abweichungen kommen kann. Der Fachmann findet demnach aufgrund von Schallmessungen
am oder im Aktiv-Richtlautsprecher das Schalldruckminimum.
Gleiches gilt auch bei einer weiteren Ausführungsform, bei der
der Aktiv-Richtlautsprecher eine Lautsprecherzeile ist und das mindestens eine Mikrofon
an einer Stirnseite des Lautsprechergehäuses angeordnet ist. Aus dem zugehörigen
Abstrahldiagramm (5) ergibt sich ein Abstrahlmaximum
bei 0° und ein Abstrahlminimum bei 90°. Aus diesem Grund wird das Mikrofon
bei einer solchen Lautsprecherzeile an der Stirnseite, und hier bevorzugt in deren
Zentrum, angeordnet.
Ergänzend sei hier erwähnt, dass es sich bei den verwendeten
Mikrofonen bevorzugt nicht um Richtmikrofone, sondern um Mikrofone mit möglichst
geringem Bündelungsgrad &ggr; handelt, so dass insbesondere die Geräusche
aus der Hörzone Berücksichtigung finden.
Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum automatischen
Anpassen der Wiedergabelautstärke eines einer Hörzone zugeordneten Richtlautsprechers
mit einem Bündelungsgrad &ggr; von mindestens 3,5 an die Umgebungsgeräusche
in der Hörzone mit folgenden Schritten:
Zuführen eines verstärkten Nutzsignals zu mindestens einem Lautsprecherchassis;
Erfassen eines Mikrofonsignals, das den Gesamtschall an einer Stelle in oder am
Lautsprechergehäuse widerspiegelt, wo der vom Lautsprecher abgestrahlte Schalldruck
ein Minimum aufweist oder maximal 10 dB von diesem Minimum abweicht,
weitgehendes Eliminieren des vom Mikrofon aufgenommenen Nutzsignalanteils in einer
Auswertungseinheit, die das Nutzsignal mit dem Mikrofonsignal vergleicht,
Ableiten einer Regelgröße aus dem vorangegangenen Vergleich,
die im Wesentlichen von dem Umgebungsgeräusch der Hörzone abhängt,
um die Wiedergabelautstärke an die Umgebungsgeräusche anzupassen.
Demnach entspricht die Regelgröße zur Lautstärkeregelung
im Wesentlichen dem Umgebungsgeräusch, wodurch eine optimale Anpassung hieran
in der Hörzone erfolgt. Sobald die Umgebungsgeräusche in der Hörzone
sich verringern, erfolgt eine automatische Anpassung, so dass auch Personen, die
sich außerhalb der Hörzone befinden, weniger beeinträchtigt werden.
Im Folgenden wir die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
1 einen Zylinderlautsprecher mit Supernieren-Charakteristik
in einer perspektivischen Darstellung,
2 den Zylinderlautsprecher aus 2
im Vollschnitt,
3 das Abstrahldiagramm des Zylinderlautsprechers aus
1,
4 eine Lautsprecherzeile mit Richtcharakteristik im
Vollschnitt,
5 ein Abstrahldiagramm der Lautsprecherzeile aus
4,
6 ein schematisches Blockschaltbild des erfindungsgemäßen
Aktiv-Richtlautsprechers und
7 ein detailliertes Blockschaltbild des erfindungsgemäßen
Aktiv-Richtlautsprechers.
Der in den 1 und 2
dargestellte Zylinderlautsprecher umfasst ein rohrförmiges Gehäuse
1, ein koaxial in diesem angeordnetes Lautsprecherchassis 2, mehrere
am Umfang gleichmäßig verteilte Schallöffnungen 3, ein an
der Rückseite angeordnetes Mikrofon 7 und eine Auswertungseinheit
8. Die Vorderseite des Aktiv-Richtlautsprechers ist von einem Frontgitter
4 abgedeckt, über das der Hauptschall 5 abgestrahlt wird.
Das Lautsprecherchassis 2 sitzt in einem Haltering im Abstand zum Frontgitter
4 etwas ins Innere des Gehäuses 1 zurückversetzt. Das
Lautsprecherchassis 2 umfasst im Wesentlichen eine Antriebseinheit, eine
von der Antriebseinheit angetriebene Membran und den Haltekorb. Das Gehäuse
1 ist ausgehend vom Haltering auf einer Innenfläche mit einem Dämmmaterial
versehen. Über die seitlich angeordneten Schallöffnungen 3 im
Gehäuse 1 tritt gegenphasig der rückwärtige Schall
6 des eingebauten Lautsprecherchassis 2 aus. Hierdurch findet
eine teilweise gegenseitige Auslöschung der beiden Schallanteile (Hauptschall
5 und rückwärtiger Schall 6) statt, wodurch die Supernieren-Abstrahlcharakteristik
(siehe 3) entsteht. Dieser Aktiv-Richtlautsprecher
weist einen durchschnittlichen Bündelungsgrad &ggr; von mindestens 3,5 im
Frequenzbereich von 300 bis 5000 Hz auf.
Das Mikrofon 7 ist an der Rückseite des Gehäuses
1 angeordnet, und zwar seitlich versetzt zur Hauptachse des Gehäuses
1. Hierbei ist eine Position gewählt, die möglichst nahe an der
Außenwand des Gehäuses 1 liegt. Hauptkriterium für diese
Position ist die Abstrahlcharakteristik des Aktiv-Richtlautsprechers im Nahbereich.
Das Mikrofon 7 soll nämlich am günstigsten im Bereich des Minimums
des vom Aktiv-Lautsprechers abgestrahlten Schalldrucks (in oder am Gehäuse
1) angeordnet sein oder an einer Stelle (im oder am Gehäuse
1), wo der Schalldruck, maximal 10 dB von diesem Minimum abweichen. Das
Mikrofon 7 ist mit einer Steuerelektronik verbunden, die eine Auswertungseinheit
8 und einen Leistungsverstärker 9 zum Ansteuern des Lautsprecherchassis
2 umfasst.
Unter Zuhilfenahme der 6 und
7 wird nunmehr die Funktionsweise dieses Zylinderlautsprechers
näher erläutert.
Das Mikrofon 7 ist mit der Auswertungseinheit 8
verbunden, die wiederum Einfluss auf den Leistungsverstärker 9 zur
Ansteuerung des Lautsprecherchassis 2 nimmt. Im Detail und insbesondere
in 7 ist zu erkennen, dass die Auswertungseinheit
8 zur Verarbeitung des Mikrofonsignals eine Filterschaltung 12,
einen Gleichrichter 14 und einen Integrator 16 umfasst. Des Weiteren
ist eine spannungsgesteuerte Verstärkerstufe 19 vorgesehen, deren
Ausgangssignal von der Auswertungseinheit 8 abgegriffen wird. Dieses Ausgangssignal
entspricht im Wesentlichen dem Nutzsignal. Zur Verarbeitung dieses Nutzsignals weist
die Auswertungseinheit 8 eine Filterschaltung 11, einen Gleichrichter
13 und einen Integrator 15 auf. Die Filterschaltung
12 sorgt dafür, dass das zuvor von einem Vorverstärker
10 im Pegel angehobene Mikrofonsignal im Frequenzgang der Charakteristik
des menschlichen Gehörs angepasst wird. Gleichzeitig sorgt die Filterschaltung
11 dafür, dass der Frequenzgang des Nutzsignals dem des gefilterten
Mikrofonsignals angeglichen wird. Das verarbeitete Mikrofonsignal und das verarbeitete
Nutzsignal werden beide als Eingangsgrößen einem Differenzverstärker
17 zugeführt. Dieser bildet die Differenz aus aufbereitetem Nutzsignal
und aufbereitetem Mikrofonsignal, wodurch an seinem Ausgang ein Signal entsprechend
dem Umgebungsgeräuschanteil des Mikrofonsignals übrigbleibt, mit nur noch
sehr geringen Anteilen des vom Richtlautsprecher selbst abgestrahlten Signals. Dieses
Signal (Regelvorgröße) wird einem einstellbaren Integrator zugeführt,
der daraus eine Stellgröße mit variabler Trägheit
gewinnt. Diese Stellgröße wird der spannungsgesteuerten Verstärkerstufe
19 zugeführt und bestimmt deren Verstärkungsfaktor. Die spannungsgesteuerte
Verstärkerstufe 19 gibt ihr Signal an den Leistungsverstärker
9, der wiederum das Lautsprecherchassis 2 antreibt, ab. Diese
Schaltung gewährleistet, dass die Wiedergabelautstärke des Richtlautsprechers
proportional mit der Lautstärke des Umgebungsgeräusches zu- oder abnimmt,
wobei die Regelgeschwindigkeit einstellbar ist.
Im Folgenden wird anhand der 4 und
5 ein zweites Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung näher erläutert. Gleiche und ähnliche Bauteile werden mit
gleichen Bezugsziffern bezeichnet. Es wird im Folgenden daher nur auf die wesentlichen
Unterschiede eingegangen.
In der in 4 dargestellten Lautsprecherzeile
sind elf Lautsprecherchassis 2 nebeneinander angeordnet. Führt man
eine Fernbetrachtung durch, bei der die Lautsprecherzeile als Punktschallquelle
angesehen wird, so ergibt sich das in 5 dargestellte
Abstrahldiagramm. Das Mikrofon 7 ist an einer Stirnseite des Gehäuses
1 angeordnet, und zwar im Wesentlichen im Zentrum von dieser. Die Schaltungsanordnung
ist im Wesentlichen identisch, so dass im Zusammenhang mit den 6
und 7 auf die obige Beschreibung verwiesen wird. Im
Nahbereich entsteht selbstverständlich ein Schallkorridor entsprechend der
Breite der Lautsprecherzeile. Der Bündelungsgrad &ggr; beträgt bei diesem
Lautsprechertyp ungefähr 4 bis 6.
Bei beiden Ausführungsformen werden Mikrofone 7 eingesetzt,
die einen möglichst geringen Bündelungsgrad (keine Richtcharakteristik)
aufweisen. Es handelt sich hierbei um die üblichen, einfach erhältlichen,
Mikrofone. Es ist auch durchaus denkbar, eine maximale Abweichung von 10 dB vom
Minimum zur Bestimmung der Mikrofonposition zu verwenden. Mittels der Steuerelektronik
soll der Regelbereich des Aktiv-Richtlautsprechers mindestens 10 dB, bevorzugt mindestens
15 dB oder mehr, betragen.
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| Anspruch[de] |
Aktiv-Richtlautsprecher mit einem Gehäuse (1), mindestens
einem im Gehäuse (1) angeordneten Lautsprecherchassis (2),
einem Leistungsverstärker (9) und einem durchschnittlichen Bündelungsgrad
&ggr; von mindestens 3,5 im Frequenzbereich von 300 bis 5000 Hz, dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein Mikrofon (7) vorgesehen ist, das an einer Stelle im
und/oder am Gehäuse (1) angeordnet ist, wo das Minimum des abgestrahlten
Schalldrucks liegt und/oder der abgestrahlte Schalldruck maximal 10 dB von diesem
Minimum abweicht, und eine Auswertungseinheit (8) vorgesehen ist, die so
aufgebaut ist, dass sie ein dem Leistungsverstärker (9) zugeführtes
Nutzsignal mit einem Mikrofonsignal des mindestens einen Mikrofons (7)
vergleicht, aus diesem Vergleich eine Regelgröße ableitet und mittels
dieser Regelgröße die Lautstärke des Aktiv-Richtlautsprechers regelt.
Aktiv-Richtlautsprecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Auswertungseinheit (8) sowohl für das Verarbeiten des Nutzsignals
als auch das Mikrofonsignal jeweils eine Filterschaltung (11,
12), einen Gleichrichter (13, 124) und einen Integrator
(15, 16) umfasst.
Aktiv-Richtlautsprecher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Auswertungseinheit weiter einen Differenzverstärker (17) umfasst,
dem das verarbeitete Nutzsignal und das verarbeitete Mikrofonsignal als Eingangsgrößen
zugeleitet sind und der als Ausgangsgröße zumindest eine Regelvorgröße
ableitet.
Aktiv-Richtlautsprecher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Auswertungseinheit (8) weiter einen Integrator (18) umfasst,
dem die Ausgangsgröße des Differenzverstärkers (17) zugeleitet
ist und dessen Ausgangsgröße einem spannungsgesteuerten Verstärker
(19) zugeleitet ist, der mit dem Leistungsverstärker (9)
verbunden ist.
Aktiv-Richtlautsprecher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
der Auswertungseinheit (8) zum Erfassen des Nutzsignals die Ausgangsgröße
des spannungsgesteuerten Verstärkers (19) zugeleitet ist.
Aktiv-Richtlautsprecher nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Aktiv-Richtlautsprecher ein Zylinderlautsprecher
mit Supernieren-Charakteristik ist und das mindestens eine Mikrofon (7)
an einer Rückseite des Gehäuses (1) seitlich zur Gehäusemittelachse
um mindestens 25 % des Gehäusedurchmessers versetzt angeordnet ist.
Aktiv-Richtlautsprecher nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Aktiv-Richtlautsprecher eine Lautsprecherzeile
ist und das mindestens eine Mikrofon (7) an einer Stirnseite des Lautsprechergehäuses
(1) angeordnet ist.
Verfahren zum automatischen Anpassen der Wiedergabelautstärke eines
einer Hörzone zugeordneten Richtlautsprechers mit einem Bündelungsgrad
&ggr; von mindestens 3,5 im Frequenzbereich von 300 bis 5000 HZ an die Umgebungsgeräusche
in der Hörzone mit folgenden Schritten:
Zuführen eines verstärkten Nutzsignals zu mindestens
einem Lautsprecherchassis (2),
Erfassen eines Mikrofonsignals, das den Gesamtschall an einer Stelle in oder am
Lautsprechergehäuse (1) widerspiegelt, wo der vom Richtlautsprecher
abgestrahlte Schalldruck ein Minimum aufweist oder maximal 10 dB von diesem Minimum
abweicht,
weitgehendes Eliminieren des vom Mikrofon (7) aufgenommenen Nutzsignalanteils
in einer Auswertungseinheit (8), die das Nutzsignal mit dem Mikrofonsignal
vergleicht,
Ableiten einer Regelgröße aus dem vorangegangenen Vergleich, die im Wesentlichen
von dem Umgebungsgeräusch der Hörzone abhängt, um die Wiedergabelautstärke
an die Umgebungsgeräusche anzupassen.
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