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Dokumentenidentifikation DE102005020299A1 09.11.2006
Titel Konvektionstrockner
Anmelder Herbert Olbrich GmbH & Co. KG, 46395 Bocholt, DE
Erfinder Fieblinger, Lutz, 46395 Bocholt, DE;
Robeling, Dirk, 46395 Bocholt, DE
Vertreter Buse, Mentzel, Ludewig, 42275 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 30.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005020299
Offenlegungstag 09.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.11.2006
IPC-Hauptklasse F26B 13/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F26B 13/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung zum Behandeln, insbesondere Trocknen, einer Substratbahn. Da beim Veredeln von Substratbahnen lösungsmittelhaltige Massen aufgebracht werden, bedarf es Trocknungsvorrichtungen, um der Substratbahn das Lösungsmittel zu entziehen. Der erfindungsgemäße Konvektionstrockner umfasst dabei ein Trageelement, über das die Substratbahn läuft. Mit diesem ist wenigstens ein Leitblech verbunden, das an einem Ende von der Substratbahn wegführt. Zwischen dieser und dem Trageelement fließt ein Gasstrom, der in einem ersten Bereich die Substratbahn trägt. In einem zweiten Bereich folgt der Gasstrom dem Verlauf des Leitbleches und zieht aufgrund des Coanda-Effektes die Substratbahn zum Trageelement hin.

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung zum Behandeln, insbesondere Trocknen, einer Substratbahn der im Anspruch 1 angegeben Art. Zur Veredelung von Substratbahnen werden auf diese lösungsmittelhaltige Massen aufgebracht. Um anschließend den Substratbahnen das Lösungsmittel zu entziehen, finden heute u.a. Konvektionstrockner Verwendung. Bei solchen Konvektionstrocknern wird mittels Luft Energie in das Produkt eingebracht und die Lösungsmitteldämpfe von dem Luftstrom aufgenommen.

Bekannte Konvektionstrockner gliedern sich in Rollen- und Schwebetrockner. Bei einem bekannten Schwebetrockner (DE 196 47 050 A1) wird die Substratbahn durch versetzt zueinander angeordnete Ober- und Unterdüsen auf einem Luftpolster sinusförmig durch den Trockner transportiert. Der Wärmeübergang findet sowohl ober- als auch unterhalb der Bahn statt und ist annähernd gleich groß. Die berührungslose Bahnführung ist der wesentliche Vorteil von Schwebetrocknern dieser Art. Der Nachteil ist der erforderliche hohe Bahnzug bei großen Luftmengen. Denn ohne diesen hohe Bahnzug wellt sich die Substratbahn sinuskurvenartig mit großen Amplituden. Als weiterer Nachteil ergibt sich, dass die Substratbahn in Abhängigkeit von ihrer Inhomogenität dazu neigt, zu einer Seite des Trockners zu verlaufen, da es keinen seitlichen Halt durch Walzen oder sonstige Begrenzungen gibt. Des Weiteren ist es mit bekannten Schwebetrocknern nicht möglich, unterschiedliche Wärmeübergangskoeffizienten oberhalb und unterhalb der Bahn zu realisieren, da das Kräftegleichgewicht der Luftströmungen zwischen den Ober- und Unterdüsen gewahrt werden muss.

Bei einem bekannten Rollentrockner der angegeben Art (DE 40 12 176 C2) handelt es sich um eine Anordnung von Leitwalzen, die zumindest partiell von einer Düse umschlossen werden. Je ein Düsenschlitz liegt dabei zur rechten bzw. linken Seite der Längsachse der Leitwalze. Mittels einer Luftströmung, die beidseitig von der Leitwalze weggerichtet ist, ergibt sich ein Unterdruck um die Leitwalze. Dadurch wird die Substratbahn in Richtung jener gezogen. Der Vorteil ist somit, dass unabhängig von der Oberluft die Leitwalze von der Substratbahn zumindest bereichsweise umschlungen wird. Als nachteilig hat es sich bei dieser Art von Trockner erwiesen, dass die Leitwalzenränder während der Trocknung wärmer sind als die mit dem Substrat abgedeckten Bereiche. Denn bei der Trocknung entzieht das verdunstende Lösungsmittel der Leitwalze Energie. Dieses gilt nicht für die freien Seitenbereiche der Leitwalze. Folglich stellt sich ein Temperaturgradient in der Leitwalze ein, der über Wärmeleitung in das zu trocknende Substrat einfließt und zu einer Randübertrocknung führt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Behandeln einer Substratbahn, insbesondere zum über die Bahnbreite gleichmäßigen Trocknen einer Substratbahn bereitzustellen, die des Weiteren eine sichere Führung der Substratbahn auf der Trocknungsanlage ermöglicht. Dieses wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 angegebenen Maßnahmen erreicht, denen nachfolgende besondere Bedeutung zukommt.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Behandeln einer Substratbahn weist mindestens ein Trageelement auf, über das die Substratbahn läuft. Mit diesem Trageelement verbunden ist ein Leitblech, dessen eines Ende so geformt ist, dass es von der Substratbahn wegführt. Aus dem Trageelement tritt ein Gasstrom aus, welcher mindestens zwei Bereiche aufweist. Im ersten Bereich, dem Schwebebereich, strömt der Gasstrom zwischen dem Trageelement und der Substratbahn. In dem sich anschließenden zweiten Bereich, dem Ansaugbereich, folgt der Gasstrom dem Verlauf des Leitbleches und strömt somit von der Substratbahn weg. Die Lösung der oben aufgeführten Probleme sowohl von Schwebe- als auch von Rollentrocknern ergibt sich dadurch, dass der wegströmende Gasstrom aufgrund des Coanda-Effektes zu einem Ansaugen der Substratbahn auf die Trocknungsanlage führt. Das über das abknickende Leitblech strömende Gas folgt der Kontur der Oberfläche und führt somit unterhalb der Substratbahn zu einem Unterdruck. Dieser Unterdruck fixiert die Substratbahn auf dem Konvektionstrockner. Dabei ist es unerheblich, ob die Substratbahn für den weiteren Verlauf noch auf Leitwalzen geführt wird oder nicht.

In einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist diese als Schwebetrocknungskanal ausgelegt. Dabei strömt der Gasstrom in Richtung der Bewegung der Substratbahn über das Leitblech hinweg, saugt so mittels des Coanda-Effektes diese an. Die Substratbahn schwebt dabei ohne die Gegenkraft einer Oberdüse.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung bilden jeweils zwei Trageelemente ein Trageelementpaar. Zwischen beiden Trageelementen ist dabei jeweils eine Leitwalze integriert. Erfindungsgemäß strömt dabei der Gasstrom des einen Tragelements im Ansaugbereich auf die Leitwalze zu. Dieses führt zu einer gleichmäßigen Temperierung der Leitwalze und verhindert somit Temperaturgradienten im Randbereich der Substratbahn. Gleichzeitig wird diese fest auf die Leitwalze gezogen, so dass ein guter Kontakt auch ohne Oberluft gewährleistet ist.

Weitere Maßnahmen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigen:

1 eine Schnittzeichnung durch die erfindungsgemäße Vorrichtung,

2 eine Trocknungsanlage bestehend aus mehreren hintereinander angeordneten erfindungsgemäßen Vorrichtungen und

3 eine Trocknungsvorrichtung aus Trageelementenpaaren.

In 1 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 in einem Schnittbild dargestellt. Man erkennt ein Trageelement 20, über welches die Substratbahn 60 läuft. An dem Trageelement 20 ist ein Leitblech 40 befestigt. Dabei kann es sich um ein separates Gebilde handeln oder eine entsprechende Ausformung des Trageelementes 20. Ein Ende 41 des Leitbleches 40 ist so ausgestaltet, dass es von der Substratbahn 60 wegführt. Über die volle Breite oder auch nur bereichsweise tritt aus dem Trageelement 20 ein Gasstrom 30 aus. Vorteilhafterweise strömt er dabei unter einem spitzen Winkel relativ zur Substratbahn in deren Bewegungsrichtung 61 aus. Der Gasstrom weist mindestens zwei Bereiche auf. Im ersten Bereich 31, dem Schwebebereich, strömt er zwischen Trageelement 20 und Substratbahn 60. Aufgrund der gravitativen Kraft der Substratbahn wird sich der Gasstrom 60 im Schwebebereich 31 der Bewegung der Substratbahn anpassen. Gasstrom 30 und Substratbahn 60 werden einen gewissen Abschnitt des Leitbleches 40 quasi parallel überbrücken. Allerdings führt der Coanda-Effekt dazu, dass der Gasstrom in einem zweiten Bereich, dem Ansaugbereich 32, dem abgewinkelten Ende 41 des Leitbleches 40 folgt. Durch den von der Substratbahn 60 wegströmenden Gasstrom 30 entsteht oberhalb des Ansaugbereiches 32 ein Unterdruck, dem die Substratbahn 60 folgt. Somit „saugt" die Vorrichtung 10 die Substratbahn 60 an.

Als Coanda-Effekt bezeichnet man das physikalische Geschehen, welches auftritt, wenn beispielhaft ein Luftstrom tangential auf einen Zylinderkörper trifft und dem Kreisbogen seiner Oberfläche ein kleines Stück folgt, bevor er sich ablöst. Übertragen auf die Erfindung folgt der Gasstrom 30 dem abknickenden Verlauf 41 des Leitbleches 40. Der Wegströmwinkel, unter dem sich der Gastrom 30 von der Substratbahn 60 entfernt, ist abhängig von der Ausgestaltung des Leitbleches. Als vorteilhaft haben sich leichte Wölbungen herausgestellt, mit denen ein Wegströmwinkel zwischen 35 und 55 Grad erreicht werden kann. Selbstverständlich lässt sich das Leitblech 40 auch so formen, dass ein Wegströmwinkel von 90 Grad erreicht wird.

Die in 1 gezeigte Ausgestaltung des Trageelementes 20 und Leitbleches 40 ist nur beispielhaft. So könnte das Trageelement 20 auch Teil eines größeren Halterahmens sein. Dann wäre das Trageelement 20 selber nicht mehr mit dem Boden verbunden, sondern nur noch in den Halterahmen integriert. Dieser Aufbau bietet sich insbesondere dann an, wenn mehrere Vorrichtungen hintereinander angeordnet sind. Aufgabe des Trageelementes 20 ist es hauptsächlich, den Gasstrom, welcher die Substratbahn 60 im Schwebebereich trägt, bereitzustellen. Dazu können im Inneren des Trageelementes 20 Strömungskanäle für den Gasstrom 30 integriert sein. In Abhängigkeit vom Medium und dem Druck, welches zum Transport der Substratbahn 60 verwendet wird, könnten beispielhaft Kupfer- oder Kunststoffrohre in das Trageelement 20 eingelegt werden und jeweils mit Auslassdüsen auf der Oberseite verbunden sein. Je nach zu trocknendem Substrat kann es sich als vorteilhaft erweisen, mehrere nebeneinander angeordnete einzelne Austrittsdüsen für den Gasstrom zu verwenden oder eine durchgehende Düse über die gesamte Breite des Trageelementes 20. Letzteres weist im Allgemeinen mindestens die Breite der Substratbahn 60 auf.

Für eine preiswerte Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann das Trageelement 20 auch als Hohlkörper gestaltet sein und selbst als Strömungskanal fungieren. Beispielhaft wäre ein Trageelement 20 mit einem rechteckigen Querschnitt, in dessen Querseiten der Gasstrom eingeblasen wird. Über eine oder mehrere Austrittsdüsen 21 an seiner Oberfläche kann der Gasstrom 30 austreten. Um unterschiedliche Lösungsmittelmengen und Arten aus der Substratbahn 60 auszutreiben, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den Gasstrom temperierbar zu gestalten. So kann die Temperatur des Gasstromes 30 dem Lösungsmittelgradienten der über die Trocknungsanlage laufenden Substratbahn 60 angepasst werden.

Solch eine Trocknungsanlage 15 ist in der 2 dargestellt. Sie besteht aus einer Aneinanderreihung mehrerer erfindungsgemäßer Vorrichtungen 10. Auch hierbei trägt der nicht eingezeichnete Gasstrom 30 die Substratbahn 60 im Schwebebereich 31, um sie anschließend im Ansaugbereich 32 leicht in Richtung der Trocknungsanlage zu ziehen. Als vorteilhaft kann es sich dabei erweisen, die Leitbleche 40 der Vorrichtungen 10 jeweils unterschiedlich zu gestalten. In 2 weist beispielhaft die erste und dritte Vorrichtung ein leicht abgerundetes Leitblech 40' auf. Das Ende 41' des Leitbleches 40' kann dabei ausgeformt sein, wie die Vorderkante eines Tragflügels. Aufgrund der nur langsamen Richtungsänderung am Leitblech 40' wird der Gasstrom 30 stark von der Substratbahn 60 weggebogen. Im Gegensatz dazu weist die zweite und vierte Vorrichtung 10 in 2 ein Leitblech 40'' auf, das einen sehr diskontinuierlichen Verlauf besitzt. Ein über das Leitblech 40'' fließender Gasstrom wird folglich nur um einen geringeren Winkel abgelenkt, als ein über das Leitblech 40' fließender. Dieses führt aber auch zu unterschiedlichen Unterdrücken unterhalb der Substratbahn 60. Da das Eigengewicht der Substratbahn durch das Verdunsten des Lösungsmittels im Verlaufe des Trocknungsprozesses abnimmt, kann es aus produktionstechnischer Sicht erforderlich sein, die Anzugskraft, mit der die Vorrichtung die Substratbahn 60 auf die Trocknungsanlage 15 zieht, im Verlauf der Anlage zu variieren. Dieses geschieht dann z.B. durch unterschiedliche Formen von Leitblechen 40, 40', 40'' sowie deren Enden 41, 41', 41'' oder auch durch unterschiedlich starke Gasströme.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 ist nicht darauf beschränkt, in einem Schwebetrockner Verwendung zu finden. Vielmehr kann die Vorrichtung 10 auch mit einer Leitwalze 50 versehen werden. Dieses ist beispielhaft in 3 dargestellt. Dabei ist an das Trageelement 20' eine Leitwalze 50 montiert. Sie führt die Substratbahn 60. Durch den Unterdruck im Ansaugbereich 32 wird die Bahn 60 fest auf die Leitwalze 50 gezogen. In einer vorteilhaften Ausgestaltung strömt der Gasstrom 30 auf die Leitwalze 50 im unteren Teilkreisviertel. Dabei findet ein guter Wärmeaustausch statt, so dass eine gleichmäßige Temperierung der Leitwalze 50 sichergestellt ist. Somit ergibt sich auf der Leitwalze und auch im Randbereich der Substratbahn 60 kein Temperaturgradient. Damit wird eine Randübertrocknung verhindert.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung bilden jeweils zwei Trageelemente 20', 20'' ein Trageelementpaar 25. In 3 sind jeweils zwei dieser Trageelementpaare 25 hintereinander angeordnet gezeigt. Beide Trageelemente 20', 20'' sind dabei über einen Halterahmen 52 verbunden. Dieser Rahmen 52 trägt die Leitwalze 50. Diese kann höhenverstellbar 51 gestaltet sein, um eine Anpassung an unterschiedliche Substratbahnen 60 zu ermöglichen. Insbesondere kann es die Position des Halterahmens 52 und die Verstellmöglichkeit des Hubmechanismus 51 der Leitwalze 50 ermöglichen, die Trocknungsanlage 16 sowohl als Schwebekanal als auch als Rollenkanal zu verwenden. Dadurch kann der Benutzer die Anlage 16 den jeweiligen Bedürfnissen anpassen. Zum Verstellen der Leitwalzen 50 bieten sich insbesondere hydraulische und/oder elektrische Systeme an.

Wie auch in der oben beschriebenen Trocknungsanlage 15 können die Leitbleche 40', 40'' unterschiedlich ausgestaltet sein. Bei den Trageelementen 20', 20'' der in 3 dargestellten Trocknungsanlage 16 sind jeweils unterschiedliche Leitbleche 40', 40'' eingesetzt. Jedes Trageelementpaar 25 weist zwei unterschiedliche Leitbleche auf. Die Trageelementpaare 25 einer Trocknungsanlage 16 können dann wieder identisch gebaut sein. Möglich ist aber auch ein sich graduell ändernder Verlauf der Leitbleche innerhalb einer gesamten Trocknungsanlage 16.

Mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 und der sich daraus ergebenden Trocknungsanlagen 15, 16 können bahnförmige Substrate mit lösungsmittelhaltigen Massen getrocknet werden. Durch den auf das Produkt einwirkenden Gasstrom verdampfen die Lösungsmittel. Durch einen zweiten, oberhalb der Trocknungsanlage 15, 16 angeordneten Gasstrom kann das verdunstete Lösungsmittel wegtransportiert werden. Aufgrund der guten Fixierung der Substratbahn 60 auf der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 kann der zweite Gasstrom quer zur Bewegungsrichtung 61 der Substratbahn 60 fließen. Insbesondere bei Schwebetrocknern, wie der Trocknungsanlage 15, ergibt sich so eine besonders schonende Behandlung. Selbstverständlich kann auch der zweite Gasstrom temperiert sein, um so eine optimale Verdunstung des Lösungsmittels zu garantieren. In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die Temperaturen des ersten und zweiten Gasstromes unterschiedlich. Auch deren Geschwindigkeiten und der Volumenstrom der beiden Gasströme können differieren.

In der einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Trocknungsanlage 16 können die Trageelementpaare 25 jeweils eine unterschiedliche Ausrichtung aufweisen. Im Allgemeinen ist die Richtung des Gasstromes 30 identisch mit der Bewegungsrichtung 61 der Substratbahn 60. Aus diesem Ansatz ergeben sich die Anordnungen der Leitbleche. Sie weisen vom Trageelement 20, 20', 20'' aus immer in die selbe Richtung. Unter bestimmten produktionstechnischen Voraussetzungen kann es aber auch vorteilhaft sein, einzelne Trageelemente anders auszurichten. An diesen Stellen tritt dann der Gasstrom entgegen der Bewegungsrichtung 61 der Substratbahn 60 aus. Dementsprechend weisen auch die Leitbleche 40 entgegen der Bewegungsrichtung der Substratbahn 60.

Der zentrale Gedanke der Erfindung besteht darin, dass ein Gasstrom 30 bereichsweise die Substratbahn 60 trägt, um dann von dieser wegzuströmen. Dabei entsteht durch den Coanda-Effekt ein Unterdruck, welcher die Substratbahn 60 zur Vorrichtung 10 zieht. Um die Richtungsänderung des Gasstromes 30 zu ermöglichen, muss dieser über die Oberfläche eines Leitbleches 40 hinwegströmen. Ändert dieses seine Richtung, so sorgt der Coanda-Effekt für eine zumindest eingeschränkte Richtungsänderung des Gastromes 30. Folglich bestimmt die Ausgestaltung des Leitbleches 40 den Übergang vom Schwebebereich 30 in den Ansaugbereich 32.

10
Vorrichtung zum Behandeln einer Substratbahn
15
Trocknungsanlage (Schwebetrockner)
16
Trocknungsanlage (Rollentrockner)
20, 20', 20''
Trageelement
21
Gasstromaustritt in 20
25
Trageelementpaar
30
Gasstrom
31
Schwebebereich
32
Ansaugbereich
40, 40', 40''
Leitblech
41, 41', 41''
Ende des Leitbleches
50
Leitwalze
51
Heben bzw. Senken der Leitwalze
52
Halterahmen
60
Substratbahn
61
Bewegungsrichtung von 60


Anspruch[de]
Vorrichtung (10) zum Behandeln, insbesondere Trocknen, einer Substratbahn (60)

mit mindestens einem Trageelement (20), über das die Substratbahn (60) läuft,

mit wenigstens einem Leitblech (40, 40', 40''), welches mit dem Trageelement (20) verbunden ist und an mindestens einem Ende (41, 41', 41'') von der Substratbahn (60) wegführt

mit einem Gasstrom (30), welcher aus dem Trageelement (20) austritt (21) und mindestens zwei Bereiche aufweist,

einen ersten Bereich (31), dem Schwebebereich, in dem der Gasstrom (30) zwischen Trageelement (20) und Substratbahn (60) strömt

und einen zweiten Bereich (32), dem Ansaugbereich, in dem der Gasstrom (30) dem Verlauf des Leitbleches (40, 40', 40'') folgt und von der Substratbahn (60) wegströmt.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasstrom (30) in Richtung der Bewegung (61) der Substratbahn (60) fließt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasstrom (30) im Schwebebereich (31) quasi parallel zur Substratbahn (60) verläuft. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasstrom (30) über das Leitblech (40, 40', 40'') strömt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgestaltung des Leitbleches (40, 40', 40'') die Strömungsrichtung (33) des Gasstrom (30) im Übergang vom Schwebebereich (31) in den Ansaugbereich (32) bestimmt Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasstrom (30) im Ansaugbereich (32) die Substratbahn (60) mittels des Coanda-Effektes anzieht Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasstrom (30) im Ansaugbereich (32) mit einem Winkel zwischen 35 – 55 Grad von der Substratbahn (60) wegfließt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasstrom (30) im Ansaugbereich (32) im rechten Winkel von der Substratbahn (60) wegströmt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasstrom (30) temperierbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Trageelement (20) zumindest die Breite der Substratbahn (60) aufweist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Trageelement (20) ein Luftleitsystem beinhaltet. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Trageelement (20) einen Strömungskanal für den Gasstrom (30) bildet. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitblech (40, 40', 40'') ein einstückiges Teil des Trageelementes (20) ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass in Bewegungsrichtung (61) der Substratbahn (60) dem Trageelement (20') eine Leitwalze (50) folgt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasstrom (30) von der Substratbahn (60) weg auf die Leitwalze (50) zufließt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils 2 Trageelemente (20', 20'') ein Trageelementpaar (25) bilden. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Trageelementen (20', 20'') eines Trageelementpaar (25) eine Leitwalze (50) integriert ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Verlauf der Luftleitbleiche (40', 40'') für jedes der Trageelemente (20', 20'') eines Trageelementpaares (25) unterscheidet. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitwalze (50) höhenverstellbar (51) ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitwalzen (50) Mitteln zum hydraulischen und/oder elektrischen Heben bzw. Absenken (51) aufweisen. Verfahren, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung (10) gemäß Anspruch 1 bis 20 zur Trocknung von einer Substratbahn (60) verwendet wird. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitwalze (50) durch den Gasstrom (30) temperiert, insbesondere geheizt, wird. Trocknungsanlage, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer Vielzahl hintereinander angeordneten Vorrichtungen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 20 besteht. Trocknungsanlage nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitbleche (40, 40', 40'') jeder Vorrichtung (10) unterschiedlich Formen (41, 41', 41'') aufweisen. Trocknungsanlage nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Arten von Leitblechen (40, 40', 40'') Verwendung finden, die jeweils abwechselnd an die Vorrichtungen (20, 20', 20'') montiert sind. Trocknungsanlage nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer Vielzahl hintereinander angeordneten Trageelementpaaren (25) besteht, wobei in jedes Trageelementpaar (25) eine Leitwalze (50) integriert ist, aber keine zwischen die einzelnen Trageelementpaaren (25). Trocknungsanlage nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass die, durch die Strömung des Gasstromes (30) relativ zur Bewegung (61) der Substratbahn (62) vorgegebene, Ausrichtung der Trageelementpaar (25) variiert. Trocknungsanlage nach einem der Ansprüche 23 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Substratbahn (60) ein zweiter Gasstrom fließt Trocknungsanlage nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Gasstrom quer zur Bewegungsrichtung (61) der Substratbahn (60) strömt. Trocknungsanlage nach einem der Ansprüche 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Gasstrom temperiert ist.






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