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Dokumentenidentifikation DE202006011072U1 09.11.2006
Titel Mobiles Werkbanksystem
Anmelder Baur, Jakob, 89284 Pfaffenhofen, DE
Vertreter PFENNING MEINIG & PARTNER GbR, 01217 Dresden
DE-Aktenzeichen 202006011072
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 09.11.2006
Registration date 05.10.2006
Application date from patent application 11.07.2006
IPC-Hauptklasse B25H 5/00(2006.01)A, F, I, 20060711, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein mobiles Werkbanksystem, das mit Schienen- oder Straßenfahrzeugen zu jeweiligen Einsatzorten transportiert und nach einem Einsatz wieder abtransportiert werden kann.

Üblicherweise werden Werkbänke auf Fahrzeugen mitgeführt, die als Werkstattwagen bezeichnet werden. Die Werkbänke sind dabei auf dem Fahrzeug fest installiert. Dadurch können sie bei einem Einsatz nur auf der Ladefläche des Fahrzeuges benutzt werden. Häufig kommt es aber vor, dass der eigentliche Arbeitsort mit dem Fahrzeug nicht oder nur mit einem großen Abstand dazu erreicht werden kann.

Es ist also erforderlich, dass ein Mechaniker oder Monteur mehr oder weniger oft den eigentlichen Arbeitsort verlassen und sich zum Fahrzeug mit Werkbank begeben muss. Hierdurch geht ein wesentlicher Teil der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit verloren. Außerdem muss der jeweilige Mechaniker oder Monteur dann die Ladefläche besteigen, um zur Werkbank zu gelangen. Insbesondere dann wenn dabei größere oder schwerere Teile für eine Bearbeitung an der Werkbank mitgeführt werden, bereitet dies Probleme und es besteht ein erhöhtes Gefahrenpotential für Unfälle.

Bekanntermaßen ist auf Ladeflächen von Fahrzeugen, der zur Verfügung stehende Raum eng begrenzt, so dass auch dies hinderlich ist und manche Arbeiten dort gar nicht durchgeführt werden können.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung den mobilen Einsatz von Werkbänken flexibler zu gestalten.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einem mobilen Werkbanksystem, das die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist, gelöst.

Weiterbildungen der Erfindung können mit in untergeordneten Ansprüchen bezeichneten Merkmalen erreicht werden.

Das erfindungsgemäße mobile Werkbanksystem kann mit Fahrzeugen zu den jeweiligen Einsatzorten transportiert werden, wie dies auch bisher der Fall war. Dabei ist eine Werkbank aber am Fahrzeug nicht fest installiert, sondern während des Transportes lediglich so gesichert, dass eine Gefährdung ausgeschlossen werden kann.

An der Werkbank sind mindestens zwei Räder vorhanden und bevorzugt fest mit der Werkbank verbunden. Es besteht aber auch die Möglichkeit ein zusätzliches Fahrwerk vorzusehen, an dem dann Räder befestigt sein können. Ein Fahrwerk kann dabei einen Rahmen und Aufnahmen für eine Werkbank aufweisen. Eine Werkbank kann dann bei Bedarf auf ein solches Fahrwerk aufgesetzt und mit dessen Hilfe transportiert werden.

Die Werkbank kann mit einem Zugmittel versehen sein oder mit dem Zugmittel verbunden werden. Im letztgenannten Fall ist ein Zugmittel mit dem Fahrzeug verbunden oder kann daran befestigt werden.

Als Zugmittel kann eine Seilwinde eingesetzt werden, die elektrisch oder auch hydraulisch angetrieben werden kann. Für den Antrieb können Anschlüsse oder ein Abtrieb des jeweiligen Fahrzeugs genutzt werden.

Ein Zugmittel kann aber auch an der Werkbank vorhanden sein. Es kann dann allein die Werkbank auf eine Ladefläche eines Fahrzeuges bewegen oder von dort herabführen. Wird das Zugmittel elektrisch angetrieben ist es vorteilhaft zusätzlich an der Werkbank einen Elektroenergiespeicher vorzusehen. Es kann aber auch ein elektrischer Generator vorgesehen werden, um die erforderliche Energie zur Verfügung zu stellen.

Anstelle eines Elektroenergiespeichers oder Generators kann aber auch ein elektrischer Spannungswandler vorhanden sein, der an einen externen Elektroanschluss angeschlossen werden kann und mit dem dann die für den Antrieb des Zugmittels geeignete elektrische Spannung zur Verfügung gestellt werden kann.

Insbesondere, wenn mehr als zwei Räder an der Werkbank starr befestigt sind, sollte mindest ein Rad gelenkt werden können. Hierfür kann eine geeignete Lagerung mit Achse an der Werkbank und Rad vorhanden sein. Durch entsprechendes ziehen der Werkbank in eine gewünschte Richtung kann die Richtungsänderung erreicht werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit mehr als nur ein Rad ggf. sogar alle Räder so lenken zu können.

Am Fahrzeug kann eine zum Werkbanksystem zugehörige Rampe befestigt werden, über die die Werkbank mit Hilfe des jeweiligen Zugmittels die Ladefläche verlassen und auch wieder dorthin bewegt werden kann. Vorteilhaft ist es dabei eine Rampe mit zwei über Gelenke miteinander verbundenen Teilen einzusetzen. Dadurch lässt sich der zur Verfügung stehende Weg verlängern oder verkürzen und natürlich auch der Neigungswinkel der Rampe, falls dies am jeweiligen Ort möglich ist, verkleinern.

An der Rampe können auch Längsführungen für Räder der Werkbank vorhanden sein, um die Sicherheit beim Aufnehmen auf das oder Verlassen des Fahrzeugs zu verbessern.

Als Alternative für eine Rampe kann aber auch ein über die Ladefläche des jeweiligen Fahrzeuges auskragender Arm eingesetzt werden. An diesem kann eine Seilwinde oder auch ein Kettenzug als Zugmittel befestigt sein, so dass die Werkbank analog zu einem Kran von der Ladefläche herabgelassen und wieder heraufgehoben werden kann. Dabei sollte der Arm oberhalb der Ladefläche, beispielsweise an einem Rahmen gehalten sein. Außerdem ist es vorteilhaft diesen teleskopförmig auszubilden, so dass er entsprechend verschoben werden kann. Bei Nichtbenutzung ragt er dann nicht über die Ladefläche hinaus. Für die Benutzung kann der Arm dann beispielsweise mit Schienen herausgezogen werden. Vorab kann die Werkbank mit dem Zugmittel angehoben und mit dem Arm über die Ladfläche hinaus bewegt und dann herabgelassen werden.

Aus Sicherheitsgründen sollte an der Werkbank eine Fixiereinrichtung und/oder Bremseinrichtung vorhanden sein, um sie beim Transport zu sichern und bei der vor Ort Nutzung außerhalb des Fahrzeugs stabilisieren zu können. So können an den Rädern der Werkbank Feststellbremselemente vorhanden sein, die einen formschlüssigen oder auch lediglich kraftschlüssigen Halt gewähren. Sie sollten aber lösbar sein, um den Transport zum Arbeitsort zu erleichtern.

Eine sichere Aufstellung einer Werkbank kann aber auch so erreicht werden, dass diese stationär an einer Seite auf Füßen oder Stützen steht. An der anderen Seite der Werkbank können dann zwei Räder vorhanden sein, die nicht unbedingt lenkbar sein müssen. Mit einem weiteren Zugmittel, an dem mindestens zwei Räder vorhanden sind, kann die Werkbank an einer Seite aber angehoben werden, so dass sich dort die Stützen oder Füße vom Boden abheben. Hierfür bilden eine Art von Deichsel und ein Zapfen, der in eine an der Unterseite der Werkbank ausgebildete Achsführung eingeführt werden kann, ein Hebelsystem, dessen Drehachse die Räder des weiteren Zugmittels darstellen. So kann die Werkbank in gelenkter Form zum Einsatzort gezogen werden.

Dort angekommen, kann die Deichsel angehoben werden, bis Füße oder Stützen den Boden erreichen. Der Zapfen und die Achsführung können außer Eingriff gebracht werden und die Werkbank erreicht einen sicheren und stabilen Stand.

An einer Werkbank können aber auch Füße oder Stützen vorhanden sein, die bei Bedarf in Richtung Boden ausgefahren werden können und dann die Räder in der „Luft hängen", bis die Füße oder Stützen wieder eingefahren worden sind. Das Aus- und Einfahren kann mit Gewinden, Spindeln oder auch mittels Totpunkthebelgetrieben erreicht werden.

Mit der Erfindung kann der mobile Einsatz von Werkbänken deutlich flexibilisiert und die Arbeit der Nutzer erleichtert werden.

Vorteilhaft auf die Kosten wirkt es sich auch aus, dass ein die Erfindung nutzender Monteur oder Mechaniker nicht zweifach mit Werkzeugen ausgestattet sein muss, da diese bereits an der Werkbank vorhanden sind und damit zum Einsatzort mitgeführt werden können.


Anspruch[de]
Mobiles Werkbanksystem, das auf mit einem Schienen- oder Straßenfahrzeug auf einer Ladefläche transportierbar ist; dabei an einer Werkbank oder einem gesonderten Fahrwerk mindestens zwei Räder vorhanden sind und an der Werkbank oder dem Fahrwerk eine Fixiereinrichtung und/oder Bremseinrichtung vorhanden ist, außerdem ist die Werkbank mit einem Zugmittel versehen oder daran befestigbar, so dass sie über eine am jeweiligen Fahrzeug befestigbare Rampe oder mittels eines über die Ladefläche auskragenden Arms das Fahrzeug verlassen und wieder auf die Ladefläche gezogen werden kann. Werkbanksystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel eine Seilwinde ist. Werkbanksystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilwinde elektrisch oder hydraulisch angetrieben ist. Werkbanksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Werkbank auf ein Fahrwerk mit Rädern aufsetzbar ist. Werkbanksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der auskragende Arm oberhalb der Ladefläche gehalten und teleskopförmig verschiebbar ist. Werkbanksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Werkbank ein Elektroenergiespeicher, ein elektrischer Generator oder ein elektrischer Spannungswandler vorhanden ist. Werkbanksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel am Fahrzeug befestigt ist. Werkbanksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Rad lenkbar ist. Werkbanksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rampe Gelenke vorhanden sind, so dass zwei Teile miteinander verbunden sind und dadurch Länge und Neigungswinkel eine am Fahrzeug befestigten Rampe veränderbar sind. Werkbanksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rampe Längsführungen für Räder der Werkbank vorhanden sind. Werkbanksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass lenkbare Räder um eine Vertikalachse drehbar gelagert sind. Werkbanksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an Rädern Feststellbremselemente vorhanden sind. Werkbanksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiteres Zugmittel mit zwei Rädern an der Werkbank um eine Vertikalachse drehbar befestigbar ist, so dass bei Eingriff des Zugmittels in eine Drehlagerung die Werkbank an einer Seite anhebbar ist und eine an der Werkbank vorhandene Fixiereinrichtung oder Fixierelemente freigebbar ist/sind. Werkbanksystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass Fixierelemente Füße oder Stützen sind.






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