Die Neuerung betrifft ein Lautsprechersystem mit einem Gehäuse,
mit einer Einrichtung zum Empfang von Audiosignalen einer Signalquelle, und mit
einer Stromversorgung.
Ein Lautsprechersystem der vorstehend genannten Art ist als kommerzielles
Produkt erhältlich, beispielsweise unter der Typenbezeichnung „BIWAS-20"
von der Fa. ANYCOM Technologies Inc., Newport Beach, USA.
Das bekannte Lautsprechersystem weist ein Gehäuse auf, in dem
sich ein Lautsprecher, ein Empfangsteil nach dem Bluetooth-Standard (ISM-Band bei
2,4 GHz), sowie ein Netzteil mit Netzkabel zum Anschluss an eine übliches 110/220V-Netz
befinden. Das System lässt sich von Audio-Signalquellen unterschiedlicher Art
ansteuern, beispielsweise einem MP3-Player, der mit einem entsprechenden Bluetooth-Sendeteil
ausgerüstet ist.
Das System ist nach Art eines herkömmlichen, hochwertigen Lautsprechersystems
mit einem Tieftöner und mehreren Mittel-/Hochtönern ausgestattet. Es ist
daher relativ groß und schwer. Das System ist mit einem Netzkabel an eine Steckdose
anzuschließen. Ein solches Netzkabel ist jedoch unschön und kann eine
„Stolperfalle" darstellen. Ferner muss dann, wenn das System an einen anderen
Ort gebracht werden soll, das Netzkabel auf- und dann wieder abgewickelt werden.
Der Neuerung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein Lautsprechersystem
der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass es die genannten Nachteile
nicht aufweist und dass es mit einem Handgriff an unterschiedlichen Orten installiert
werden kann.
Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, dass
die Stromversorgung einen in das Gehäuse integrierten Netzstecker aufweist.
Die der Neuerung zugrunde liegende Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen
gelöst.
Das neuerungsgemäße Lautsprechersystem lässt sich nämlich
mit einem Handgriff durch Einstecken in eine übliche Steckdose installieren
und bei einem Ortswechsel ebenso einfach wieder de-installieren. Der Nutzer muss
dazu nur das Lautsprechersystem mit dem integrierten Netzstecker aus der Steckdose
herausziehen und in einem anderen Raum in eine dort befindliche Steckdose einstecken.
Der Begriff „integriert" ist dabei so zu verstehen, dass der Netzstecker
entweder ein mit dem Gehäuse integrales Bauteil sein kann oder mit diesem über
einen Arm, einen Knickarm oder einen Schwanenhals verbunden ist.
Da mittlerweile Lautsprecher zur Verfügung stehen, beispielsweise
gemäß der DE 103 03 030 A1
oder der DE 10 2004 034 882 A1, die eine hohe Klangqualität bei kleinen Abmessungen
und insbesondere kleiner Einbautiefe aufweisen, kann auf diese Weise ein hochwertiges
Lautsprechersystem dargestellt werden, das bei kleinen Abmessungen und geringem
Gewicht in seiner Installation denkbar einfach ist, ohne Einbußen hinsichtlich
der Klangqualität hinnehmen zu müssen.
Neuerungsgemäß kann die Einrichtung Mittel zum drahtlosen
Übertragen der Audiosignale auf elektromagnetischem Wege oder auf optischem
Wege umfassen. Alternativ können die Audiosignale aber auch über den Netzstecker
aus dem Netz empfangen werden.
Die Signalquelle ist vorzugsweise mobil ausgebildet, insbesondere
enthält sie einen MP3-Player.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der beigefügten
Zeichnung.
Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend
noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination,
sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne
den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Die einzige
Figur zeigt in einer schematisierten Seitenansicht, teilweise aufgebrochen, ein
Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Lautsprechersystems.
In der Figur bezeichnet 10 ein Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Lautsprechersystems. Das Lautsprechersystem
10 weist ein Gehäuse 12 auf. In dem Gehäuse
12 befindet sich ein Lautsprecher 14, dessen Membran mit
16 und dessen Wandlersystem mit 18 bezeichnet sind.
In dem Gehäuse 12 ist ferner ein Verstärker
20 untergebracht, der das Wandlersystem 18 über eine erste
Leitung 24 ansteuert. Eine zweite Leitung verbindet einen Eingang des Verstärkers
20 mit einem Ausgang eines Empfängers 26. Der Empfänger
26 seinerseits ist eingangsseitig über eine dritte Leitung
28 an ein Empfangselement 30 angeschlossen. Das Empfangselement
30 empfängt Audiosignale 34 von einer Signalquelle
32.
Ein Netzteil des Lautsprechersystems 10 versorgt den Verstärker
20 sowie den Empfänger 26 mit der erforderlichen Betriebsspannung.
Das Netzteil ist mit einem Netzstecker 40 verbunden, der
auf der Rückseite des Gehäuses 12 angeordnet und mit dem Gehäuse
12 fest verbunden ist. Der Netzstecker 40 weist Kontaktstifte
42 auf, die in eine übliche Netzsteckdose passen, beispielsweise in
eine in Deutschland übliche 220V-Steckdose.
Das Lautsprechersystem 10 kann darüber hinaus noch diverse
Bedienelemente aufweisen, beispielsweise einen Netzschalter, einen Lautstärkeregler
usw., die jedoch der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt sind.
Das Lautsprechersystem kann mit dem Netzstecker auch über einen
Arm, einen schwenkbaren Arm, einen Schwanenhals oder dgl. verbunden sein (nicht
dargestellt).
Zur Installation des Lautsprechersystems 10 genügt es,
dieses zu ergreifen und mit dem Netzstecker 40 in eine Steckdose zu stecken.
Das Lautsprechersystem 10 ist dann sofort betriebsbereit. Ebenso einfach
kann das Lautsprechersystem 10 wieder ausgesteckt und an einem anderen
Ort wieder eingesteckt werden.
Die Audiosignale 34 können auf unterschiedliche Weise
von der Signalquelle 32 zu dem Empfangselement 30 übertragen
werden, insbesondere auf elektromagnetischem Wege (Bluetooth oder dgl.), in welchem
Falle das Empfangselement 30 eine Antenne ist. Alternativ ist auch eine
optische Übertragung (Infrarot) möglich; dann muss das Empfangselement
eine entsprechende Photodiode sein.
Wie mit einem Doppelpfeil bei 34 angedeutet, können
das Lautsprechersystem 10 und die Signalquelle 32 auch bidirektional
zusammenwirken.
Alternativ können die Audiosignale auch über das 220V-Netz
übertragen werden, in welchem Falle der Verstärker eingangsseitig mit
dem Netzstecker in Verbindung steht.
Die Signalquelle 32 ist vorzugsweise ein MP3-Player, kann
aber auch eine Stereoanlage, ein Rundfunkempfänger, ein CD-Player, ein Fernsehgerät
und dgl. sein.