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Dokumentenidentifikation DE60117300T2 09.11.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001339899
Titel BENETZBARE POLYOLEFINFASERN UND -FLÄCHENGEBILDE
Anmelder Ciba Speciality Chemicals Holding Inc., Basel, CH
Erfinder LI, Sheng-Shing, Danbury, CT 06811, US;
LEGGIO, Joseph, Andrew, Franklin Square, NY 11010, US;
MENZIE, H., George, Sandy Hook, CT 06482, US;
DEVORE, David, Nyack, NY 10960, US;
MCNAMARA, James, John, Putnam Valley, NY 10579, US;
YU, TaHua, Nanuet, NY 10954, US;
HORSEY, Wayne, Douglas, Briarcliff Manor, NY 10510, US
Vertreter PFENNING MEINIG & PARTNER GbR, 80339 München
DE-Aktenzeichen 60117300
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 13.11.2001
EP-Aktenzeichen 019975804
WO-Anmeldetag 13.11.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/EP01/13132
WO-Veröffentlichungsnummer 2002042530
WO-Veröffentlichungsdatum 30.05.2002
EP-Offenlegungsdatum 03.09.2003
EP date of grant 15.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.11.2006
IPC-Hauptklasse D01F 6/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse D01F 6/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   D01F 8/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   D01F 1/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   D04H 1/42(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   D04H 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A61L 15/24(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft gewebte oder Vlies-Olefinpolymerfasern, die dauerhafte Benetzbarkeit zeigen. Die Fasern sind insbesondere in Sanitärgegenständen, wie Windeln, Damenhygieneprodukten und Inkontinenzpflegeprodukten, verwendbar.

Polyolefine, insbesondere Polypropylen, werden in großen Mengen zur Herstellung von gewebten und Vliestextilien verwendet. Polyolefinvliestextilien, wie cardierte Flächengebilde, spunbonded, schmelzgeblasene oder Verbund-Werkstoffe davon, werden als Komponenten in sanitären Gegenständen, wie Wegwerfwindeln, Damenhygieneprodukten und Inkontinenzpflegeprodukten, bevorzugt. Die anerkannten Vorteile von auf Polyolefin, insbesondere Polypropylen, basierenden Textilien schließen die relativ niedrigen Rohstoffkosten, Leichtigkeit der Herstellung, erwünschtes Festigkeit-zu-Flächenmasseverhältnis und Weichheit ein.

Sanitärgegenstände enthalten im Allgemeinen eine absorbierende Kernkomponente aus Materialien, die ein Vielfaches von ihrem Gewicht an Flüssigkeiten absorbieren können. Gewöhnlich schließt der Gegenstand mindestens eine äußere Bedeckung oder Auskleidung ein, die mit der Haut des Verbrauchers auf einer Seite des Kerns in Kontakt ist, oder eine äußere Schicht, die mit der Umgebung auf der anderen Seite des Kerns in Kontakt ist. Weichheit und Flüssigkeitspermeabilität sind für Textilien, die für innere Auskleidungen verwendet werden, erforderlich. Die Flüssigkeitspermeabilität sollte dergestalt sein, dass Flüssigkeit durch das Textil und in den inneren absorbierenden Kern gelangen kann, während eigentlich keine Fluids bei dem Vorgang absorbiert werden. Ein zusätzliches erwünschtes Merkmal besteht darin, dass die innere Auskleidung, d.h. die Abdeckfolie für den Absorptionsmittelkern, auch nach längerem Tragen und wiederholten Abgang von Fluid, was routinemäßig bei Kinderwindeln in situ stattfindet, für Fluid permeabel bleibt. Ein weiteres, sehr erwünschtes, jedoch schwierig bereitzustellendes Merkmal von inneren Auskleidungstextilien ist, dass sie bei flüssigkeitsbeladenem absorbierendem Kern nichts wieder an die Haut des Verbrauchers zurückgeben, wenn Druck angewendet wird, wie bei einem Kind, das in einer feuchten Windel sitzt.

Vliestextilien und aus Cellulosematerialien hergestellte Verbundwerkstoffe lassen Flüssigkeiten hindurch und absorbieren diese auch nach wiederholtem Abgang, jedoch widerstehen sie regelmäßig nicht dem Zurückfluss der zurückgehaltenen Fluids unter Druck. Es wurde bereits beschrieben, dass thermoplastische Fasern, wie Polyester und Polyolefine, für diese Endverwendungen aus ökonomischen, ästhetischen und Festigkeitsgründen bevorzugt seien. Jedoch ist Polypropylen aufgrund seiner Beschaffenheit hydrophob. Zu Fasern oder Filamenten gesponnen, welche zur Bildung eines Textils verwendet werden, ist auch das erhaltene Textil hydrophob oder nicht benetzbar. Somit muss das Textil speziell behandelt oder in einer Weise verändert werden, um das Textil benetzbar zu machen, d.h. um den Durchgang oder die Übertragung von Fluids erlauben zu können, wenn das Textil zur Verwendung als ein inneres Auskleidungstextil für einen Sanitärgegenstand geeignet sein soll.

Es sollte zur Verdeutlichung angemerkt werden, dass Absorption angibt, dass das Material tatsächlich mit zugesetztem Wasser quillt. Im Gegensatz dazu bedeutet Benetzbarkeit, wie hierin definiert, eine Veränderung der Oberflächenspannung, die erlaubt, dass sich eine Wasserschicht auf der Oberfläche eines Feststoffs, wie einer Faser, bildet, für den Zweck der Erleichterung der Bewegung des Flüssigkeitsstroms vorüber oder durch das benetzbare Material.

Es ist in der Industrie bekannt, dass bestimmte Tenside, wie TRITON X-100 von Rohm and Haas, als wässrige Lösung oder Suspension auf die Oberfläche von hydrophoben Fasern, Filamenten oder Vliestextilien mit der Wirkung aufgetragen werden können, dass die Fasern, Filamente oder Textilien, benetzbar gemacht werden, allerdings nicht absorbierend. Diese örtlichen Behandlungen können durch jede Maßnahme, die dem Fachmann bekannt ist, wie Schaumsprühen, Tauchen und Ausquetschen oder Gravurwalzen, angewendet werden. In fast jedem Fall ist ein kurzer Erwärmungsschritt erforderlich, um zurückbleibendes Wasser oder Lösungsmittel, die zur Herstellung der Tensidlösung oder -suspension verwendet werden, zu entfernen. Dieser Schritt fügt wesentliche Herstellungskosten und -kompliziertheit hinzu. Weiterhin werden thermoplastische Stoffe durch das Aussetzen von Wärme verändert, und vorsichtiges Verfolgen des Erwärmungsvorgangs ist erforderlich, um zu sichern, dass Textileigenschaften nicht negativ beeinflusst werden. Da Tenside weiterhin chemisch nicht stark an die Faser- oder Filamentoberflächen gebunden sind, sind solche örtlichen Behandlungen nicht dauerhaft. Sie waschen sich in der Regel während wiederholten Fluidabgängen ab oder reiben sich während der Verwendung ab.

Bei einer Bemühung, diesen Mangel zu korrigieren, wurden Coronaentladungsbehandlungen eingesetzt, um das elektrochemische Potential der Oberflächen von Fasern oder Filamenten zu verändern. Die Wirkung besteht darin, die Oberflächen reaktiver zu machen mit dem Ergebnis, dass hydrophobe Oberflächen benetzbarer werden. Jedoch sind auch diese elektrischen Potentialänderungen nicht dauerhaft; sie sind besonders anfällig auf Umweltwirkungen, wie Lagerung in feuchten Umgebungen.

Ein zusätzlicher Vorteil ist die Anwendung von chemischen Oberflächenbehandlungen, bei denen die Tenside kovalent an das Polymer gebunden sind.

Ein weiterer Ansatz ist die Einarbeitung von chemischen Mitteln in das thermoplastische Polymer, bevor es zu Fasern, Filamenten oder Vliestextilien extrudiert wird. Mittel, wie Siloxane, wurden für diesen Zweck vorgeschlagen. Hierbei ist es die Aufgabe, den Fasern oder Filamenten eine dauerhafte Veränderung der Benetzbarkeit zu verleihen. Die Leistungsmodelltheorie weist aus, dass die Schmelzadditive in dem geschmolzenen Polymer dispergiert und in der Matrix gebunden sind, wenn das Polymer während Faser- oder Filamentabschrecken abkühlt. Mit der Zeit steigen aufgrund der Wirkungen von weiterem Verarbeiten die Additive an die Oberfläche der Fasern oder Filamente, ein Phänomen, das Blühen genannt wird, was dauerhafte Benetzbarkeit verleiht.

Bergbreiter und Srinivas in Macromolecules 25 (1992), 636-643, offenbaren einen „Einfangfunktionalisierungs"ansatz zum Modifizieren der Oberfläche von hochdichtem Polyethylen. Block-Co-Oligomere von Polyethylen und Poly(ethylenglycol) werden hergestellt und mit neuem Polyethylen innig vermischt. Die Analyse von Polymerfilmen, die aus diesem Gemisch hergestellt werden, zeigte, dass die Poly(ethylenglycol)einheiten an den äußersten Schichten des Films primär endeten.

US-Patent Nr. 5 464 691 offenbart die Anwendung eines amphiphilen Triblockharzes gegen das Modifizieren der Oberflächenenergie in einem Polyolefinfilm. Die amphiphilen Harze sind aus zwei Kohlenwasserstoffabschnitten und einem polaren Abschnitt zusammengesetzt. Die Kohlenwasserstoffbereiche sind von beispielsweise langkettigen aliphatischen Carbonsäuren, aliphatischen Alkoholen und dergleichen abgeleitet und der polare Bereich ist von einem telechelen Diol, beispielsweise Polyethylenglycol, abgeleitet.

US-Patente Nummern 5 240 985, 5 272 196, 5 281 438, 5 328 951 offenbaren die Verwendung eines Amphiphils gegen das Erhöhen der Oberflächenenergie von Polyolefinen. Das Amphiphil besteht aus einer zentralen hydrophilen Komponente und zwei lipophilen Komponenten. Die hydrophile Komponente ist beispielsweise von Polyglycolen abgeleitet und die lipophilen Komponenten sind beispielsweise von Fettsäuren oder aliphatischen Alkoholen abgeleitet.

US-Patent Nr. 5 262 233 offenbart landwirtschaftliche Folien, die darin ein Antischleiermittel eingearbeitet haben können, welches ein Poly(ethylenoxid) von einem langkettigen Alkohol sein kann.

US-Patent Nr. 3 048 266 offenbart Polyolefinfasern mit Antischleiereigenschaften, die darin Ester oder Ether von Ethylenoxidaddukten eingearbeitet aufweisen.

US-Patent Nr. 5 001 015 offenbart Polyolefinfilme mit antistatischen Eigenschaften, die als mögliche antistatische Mittel die Reaktionsprodukte von Polyalkoxylaten mit Fettalkoholen einschließen.

DE-A-2 109 030 offenbart Fasern, die aus einem hydrophoben Polymer hergestellt wurden, das ein antistatisches Mittel umfasst.

US-Patent Nr. 4 304 234 offenbart ein Verfahren zur Erhöhung der Benetzbarkeit von Polyolefinfilamenten durch Behandlung mit polaren Verbindungen, wie Addukten von Propylen-oxid und/oder Ethylenoxid.

US-Patent Nr. 5 804 625 offenbart die Herstellung von hydrophilen thermoplastischen Fasern, die darin eingearbeitet, ein oder mehrere fluoraliphatische Gruppen enthaltende nichtionische Tenside und einen oder mehrere nichtionische, nichtfluorierte, Polyoxyethylengruppen enthaltende Tenside eingearbeitet aufweisen.

US-Patent Nr. 6 239 047 offenbart benetzbare Polyolefinfasern, die darin ein Polyethylenglycololeyletheradditiv eingebaut aufweisen.

WO-A-00/28143 offenbart ein Verfahren für das hydrophile Ausrüsten von Polyolefin- oder Polyesterfasern, worin eine Verbindung der Klasse von Alkylethoxylaten angewendet wird.

EP-A-0 888 786, EP-A-0 800 833 und WO-A-00/22061 erörtern jeweils Klebstoffzusammensetzungen von Vliesgegenständen mit verbessertem Aufsaugen, die Tenside, wie ethoxylierte Monoalkohole, enthalten.

WO-A-01/14621 offenbart biologisch zersetzbares Vliesmaterial, umfassend einen aliphatischen Polyester, Polyolefinmikrofasern und einen Verträglichmacher.

Es bleibt ein Bedarf für Textilien mit verbesserter Benetzbarkeit zur Verwendung in Sanitärgegenständen, Babywindeln und dergleichen. Insbesondere besteht weiterhin Bedarf für verbesserte Benetzbarkeit für hydrophobe Polyolefintextilien, die aus gewebten und Vliesfasern hergestellt wurden und die die erforderliche Weichheit aufweisen. Die erfindungsgemäßen speziellen Polyolefinzusammensetzungen haben überlegene Benetzbarkeitseigenschaften.

Die vorliegende Erfindung betrifft ein/e benetzbare(s) Polyolefinfaser oder -filament, umfassend ein Schmelzblend, das umfasst

  • (a) ein Polyolefin und
  • (b) mindestens eine Verbindung der Formel (I),

    R1-(hydrophiles Oligomer) (I), worin

    R1 ein gerad- oder verzweigtkettiges Alkyl mit 22 bis 40 Kohlenstoffatomen darstellt und das hydrophile Oligomer ein Homo- oder Co-Oligomer darstellt, das aus zwischen 2 und 10 Monomereinheiten besteht, die von Monomeren, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Ethylenoxid, Propylenoxid, Ethylenglycol, Propylenglycol, Epichlorhydrin, Acrylsäure, Methacrylsäure, Ethylenimin, Caprolacton, Vinylalkohol und Vinylacetat, abgeleitet sind.

Das hydrophile Oligomer besteht beispielsweise aus 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 Monomereinheiten.

In Verbindungen der Formel (I) gemäß der vorliegenden Erfindung ist R1 beispielsweise ein gerad- oder verzweigtkettiges Alkyl mit 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39 oder 40 Kohlenstoffatomen.

Die Verbindung der Formel (I) kann beispielsweise, wenn das hydrophile Oligomer von Ethylenoxid abgeleitet ist, durch eine Verbindung der Formel (Ia) veranschaulicht werden: worin x 2 bis 10 ist und R1 ein gerad- oder verzweigtkettiges Alkyl mit 22 bis 40 Kohlenstoffatomen darstellt. Der Begriff „x" ist beispielsweise 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10.

Die Verbindung der Formel (I) kann wie ein amphiphiles AB-Diblock-Co-Oligomer beschrieben werden. Die Kettenlänge des Alkyls von R1 und die Anzahl an Monomereinheiten des hydrophilen Oligomers können diskrete Werte aufweisen. Alternativ können die vorliegenden Verbindungen der Formel (I), sowohl die Kettenlänge des Alkyls von R1 als auch die Anzahl der Monomereinheiten des hydrophilen Oligomers, Mittelwerte sein.

Ein spezielles Beispiel einer Verbindung der Formel (Ia) ist jene, in der sie einen ethoxylierten aliphatischen Alkohol der Formel (Ib) darstellt, worin R1 ein geradkettiges Alkyl mit einem Mittelwert von 30 Kohlenstoffatomen darstellt und x einen Mittelwert von 2,5 aufweist:

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch Additivgemische von zwei oder mehreren Verbindungen der Formel (I) umfassen. Die vorliegenden Zusammensetzungen können auch andere bekannte amphiphile Additive umfassen. Insbesondere können die zusätzlichen Additive ethoxylierte aliphatische Alkohole, wie Atmer® 502, ein 2 Mol ethoxylierter Stearylalkohol, C18H37(OCH2CH2)2OH, C.A. Registry Nr. 9005-00-9, sein. Atmer® ist eine Handelsmarke von Uniquema. Atmer® 502 ist ein Beispiel eines ethoxylierten aliphatischen Alkohols, der nicht die vorliegende Formel (I) aufweist.

Die Verbindung (Ib) ist von Baker Petrolite als Unithox® 420, CAS #97953-22-5 erhältlich.

Die vorliegenden Zusammensetzungen werden durch Schmelzextrusionsverfahren, um Fasern oder Filamente zu bilden, hergestellt. Gemäß bekannter Technologie, wie kontinuierliches Filamentspinnen für Garn- oder Stapelfaser, und Vliesverfahren, wie Spunbonding- und Schmelzblasherstellung, werden die Fasern oder Filamente durch Extrusion des geschmolzenen Polymers durch kleine Öffnungen gebildet. Im Allgemeinen werden die so gebildeten Fasern oder Filamente dann gezogen oder gedehnt, um molekulare Orientierung einzuleiten und Kristallinität zu beeinflussen, was eine Verminderung im Durchmesser und eine Verbesserung der physikalischen Eigenschaften ergibt. Bei Vliesverfahren, wie dem Spunbonding und Schmelzblasen, werden die Fasern oder Filamente direkt auf eine poröse Oberfläche, wie ein bewegtes, ebenes Förderband, abgelegt, und werden mindestens teilweise durch ein beliebiges einer Vielzahl von Mitteln, einschließlich, jedoch nicht darauf begrenzt, thermische, mechanische oder chemische Verfahren zum Binden, verfestigt. Es ist dem Fachmann bekannt, Verfahren oder die Textilien von verschiedenen Verfahren zur Herstellung von Verbundtextilien, die bestimmte erwünschte Eigenschaften besitzen, zu kombinieren. Beispiele dafür sind Kombinieren von Spunbonding und Schmelzblasen zur Herstellung eines Laminattextils, das am besten als SMS bekannt ist; was bedeutet, dass zwei äußere Schichten von Spunbondingtextil und eine innere Schicht von Schmelz geblasenem Textil vorliegen. Zusätzlich können eines oder beide von diesen Verfahren in beliebiger Anordnung mit einem Stapelfaserkardierverfahren oder gebundenen Textilien kombiniert werden, was ein Vliesstapelfaserkardierverfahren ergibt. In solchen beschriebenen Laminattextilien sind die Schichten im Allgemeinen mindestens teilweise durch eines der vorstehend angeführten Mittel verfestigt.

Die Erfindung ist auch auf Schmelz extrudierte Zwei-Komponenten-Fasern anwendbar, worin eine der Komponenten ein erfindungsgemäßes Polyolefin darstellt.

Vliestextilien aus Polyolefin können eine kardierte Faserstruktur haben oder ein Flächengebilde umfassen, worin die Fasern oder Filamente in einer statistischen Anordnung verteilt sind. Das Textil kann durch ein beliebiges der zahlreichen bekannten Verfahren, einschließlich Hydroentwirrung oder Spun-Lace-Techniken, oder durch Luftlegen oder Schmelzblasen von Filamenten, Batt-Ziehen, Nähwirken, usw., in Abhängigkeit von der Endverwendung des aus dem Textil hergestellten Gegenstands, geformt werden.

Spunbonded Filamentgrößen, die für benetzbare Textilien des antizipierten Typs besonders verwendbar sind, sind etwa 1,0 bis etwa 3,2 Denier. Schmelzgeblasene Fasern haben typischerweise einen Faserdurchmesser von weniger als 15 &mgr;m und besonders typisch für die vorgenannten Anwendungen sind Faserdurchmesser weniger als 5 &mgr;m, im Bereich herunter bis zu dem Submikrometerniveau. Flächengebilde in einem Verbundwerkstoffaufbau können in einer breiten Vielzahl von Flächenmassen verarbeitet werden.

Wie beschrieben, sind thermoplastische Polypropylenfasern, die typischerweise bei Temperaturen in dem Bereich von etwa 210° bis etwa 240°C extrudiert werden, dahingehend inhärent hydrophob, dass sie im Wesentlichen nicht porös sind und aus kontinuierlichen Molekülketten bestehen, die Wassermoleküle nicht anziehen oder binden können. Im Ergebnis widerstehen unbehandelte Polypropylenfasern, auch wenn sie eine offene Porenstruktur aufweisen, in der Regel dem Flüssigkeitenstrom, wie Wasser oder Urin, durch das Textil oder von einer Oberfläche zu der anderen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein spezielles ethoxyliertes Amphiphil der Formel (I) in ein thermoplastisches Polyolefin, wie Polypropylen, in der Schmelze eingearbeitet und wird mit dem Polyolefin in die Form von Fasern und Filamenten extrudiert, die dann abgeschreckt, verfeinert und zu Textilien geformt werden; entweder in einem anschließenden oder gleichzeitigem Verarbeitungsschritt.

Die Verbindung der Formel (I) kann mit den Polymerpellets, die schmelzextrudiert werden können, compoundiert werden. Um das Verarbeiten zu verbessern, kann die Verbindung in ein Polypropylen mit niederer MFR vorformuliert oder compoundiert werden, welches auch eine kleine Menge von anorganischem Pulver, wie Talkum, und anderen herkömmlichen Stabilisatoren enthalten kann.

Das Vermischen der Verbindung von Formel (I) in Polyolefin erfolgt durch Vermischen desselben in geschmolzenes Polymer durch üblicherweise verwaendete Techniken, wie Walzenvermahlen, Mischen in einem Mischer vom Banburytyp oder Mischen in einem Extruderzylinder und dergleichen. Die Wärmehistorie (Zeit, bei der eine erhöhte Temperatur gehalten wird) kann durch Vermischen der Verbindung von Formel (I) mit unerhitzten Polymerteilchen verkürzt werden, um eine im Wesentlichen gleichförmige Verteilung des Mittels in der Polymermasse zu erreichen, wodurch die Menge der zum intensiven Mischen bei geschmolzener Temperatur benötigten Zeit verringert wird.

In geeigneter Weise kann die Verbindung von Formel (I) auch im Wesentlichen gleichzeitig oder aufeinander folgend mit beliebigen anderen Additiven, die in bestimmten Fällen erwünscht sein können, zugesetzt werden. Die Verbindung von Formel (I) kann mit anderen Additiven vorvermischt werden und das Blend wird dann zu dem Polymer gegeben. Es ist denkbar, dass in einigen Fällen die Verbindung von Formel (I) zusätzlich den Vorteil des Unterstützens von anderen Additiven aufweisen kann, um leichter oder gleichmäßiger in dem Polyolefin dispergiert oder gelöst zu werden. Für eine leichtere Qualitätskontrolle von Charge-zu-Charge kann es bevorzugt sein, konzentrierte Masterbatches für Polymer/Additiv-Blends anzuwenden, die anschließend als Teile zu zusätzlichen Mengen des Polymers zum Erreichen der erwünschten Endformulierung eingemischt werden. Das Masterbatch oder die reinen Additive können in das frisch hergestellte Polymer eingespritzt werden, während das Polymer noch geschmolzen ist und nachdem es das Polymerisationsgefäß oder die Kaskade verlässt, und damit vermischt werden, bevor das geschmolzene Polymer zu einem Feststoff gekühlt wird, oder für weiteres Verarbeiten eingesetzt wird.

Die Verbindungen von Komponente (b) liegen in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen insgesamt in einer Menge von 0,1 % bis 15 %, bezogen auf das Gewicht des Polyolefins von Komponente (a), vor. Für viele Anwendungen ist eine typische Menge der Verbindung der Formel (I) 1 % bis 7 %, bezogen auf das Gewicht von Komponente (a).

Die Einarbeitung von der Verbindung von Formel (I) in eine Polyolefinfaser oder in ein Filament gemäß der vorliegenden Erfindung ergibt beobachtete verbesserte Benetzbarkeit von diesen natürlichen hydrophoben Materialien. Diese Modifizierung ist auch dauerhaft, sodass die Fasern oder Filamente und Textilien, die daraus hergestellt werden, deren Benetzbarkeit nach Altern oder Handhabung nicht verlieren. Die verbesserte Benetzbarkeit ist gegen wiederholte Waschvorgänge ohne Verlust an Leistung auch über längere Zeiträume stabil.

Die vorliegende Erfindung strebt Vliestextilien, beispielsweise Polypropylentextilien, an. Es werden auch Fäden oder Garne zum Weben oder Wirken in herkömmlichen Textilverfahren angestrebt.

Die erfindungsgemäßen Additive sind ungeachtet anderer Faktoren, die die Eigenschaften von Vliestextilien beeinflussen, beispielsweise Flächenmasse, Faserdurchmesser, Grad und Art des Bindens der Fasern, und die synergistischen Effekte und das Beeinflussen von Kompositstrukturen, wie die bereits beschriebenen SMS-Strukturen, wirksam.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf Ein-Komponenten-Fasern begrenzt. Von Polyolefin-Zwei-Komponenten-Fasern, insbesondere nebeneinander liegende oder Hülle-Kern-Fasern von Polypropylen und Polyethylen, würde erwartet werden, dass sie die gleichen praktischen Vorteile wie Ein-Komponenten-Fasern von jedem Typ zeigen. Es würde besonders wirksam sein, nur das Schmelzadditiv in die Polyethylenkomponente einzuschließen; da von dem weicheren Polymer erwartet werden könnte, dass es das Blühen der vorliegenden Additive der Formel (I) zur Oberfläche der Komponentenfaser oder des -filaments wirksamer fördert.

Die aus den erfindungsgemäßen Fasern und Filamenten hergestellten benetzbaren Textilien sind beispielsweise besonders verwendbar, wenn die Haut mit innerem Auskleidungstextil von Sanitärgegenständen, insbesondere Wegwerfwindeln, Trainingshosen, Damenhygieneprodukten oder Inkontinenzpflegeprodukten, in Kontakt kommt. Die Textilien haben auch Nutzen in Feucht- und Trockenwischtüchern, Wundverbänden, chirurgischen Kappen, Filtermittel, Batteriescheidern und dergleichen.

Die Struktur der Windeln wird beispielsweise in US-Patenten Nummern 5 961 504, 6 031 147 und 6 110 849, alle hierin durch Hinweis einbezogen, beschrieben.

Zusätzlich ist es häufig erwünscht, den schmelzextrudierten Polyolefinfilmen Benetzbarkeit zu verleihen. Solche Filme in perforierter Form werden umfangreich als Abdeckfolien für Sanitärgegenstände verwendet.

Für Außenhüllen an Sanitärgegenständen können Verbesserungen in den Feuchtrückführeigenschaften durch die Anwendung von zwei oder mehreren Schichten von miteinander gebundenem Textil verbessert werden. Beispiele schließen zwei spunbonded Schichten oder ein SMS-Textil, worin die schmelzgeblasene Schicht des Additivs der Formel (I) vermieden ist, ein.

Die erfindungsgemäßen Textilien können durch Aussetzen von etwa 0,5 bis etwa 10 Megarad von Gammastrahlung sterilisiert werden. Die Sterilisierung mit Gammastrahlung wird für Krankenhausbekleidung und dergleichen angewendet.

Gewebte und Vlies-Polyolefinfasern und -textilien, die erfindungsgemäß hergestellt wurden, zeigen außergewöhnliche Bedruckbarkeit. Im Ergebnis von ihrer innewohnenden hydrophoben Beschaffenheit können Polyolefinfasern und Textilien Probleme hinsichtlich der Bedruckbarkeit aufwerfen, das heißt Standarddrucktechniken. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen überwinden auch diese Probleme.

Beispiele für Polyolefine von Komponente (a) sind:

  • 1. Polymere von Monoolefinen und Diolefinen, zum Beispiel Polypropylen, Polyisobutylen, Polybut-1-en, Poly-4-methylpent-1-en, Polyisopren oder Polybutadien, sowie Polymere von Cycloolefinen, beispielsweise von Cyclopenten oder Norbornen, Polyethylen (das gegebenenfalls vernetzt sein kann), zum Beispiel Niederdruckpolyethylen (HDPE), Niederdruckpolyethylen mit hohem Molekulargewicht (HDPE-HMW), Niederdruckpolyethylen mit sehr hohem Molekulargewicht (HDPE-UHMW), Polyethylen mit mittlerer Dichte (MDPE), Hochdruckpolyethylen (LDPE), lineares Hochdruckpolyethylen (LLDPE), (VLDPE) und (ULDPE).

Polyolefine, d.h. die Polymere der im vorangehenden Absatz beispielhaft angeführten Monoolefine, beispielsweise Polyethylen und Polypropylen, können durch verschiedene und insbesondere die nachstehenden Verfahren hergestellt werden:

  • i) Radikalfische Polymerisation (normalerweise unter hohem Druck und bei erhöhter Temperatur).
  • ii) Katalytische Polymerisation unter Verwendung eines Katalysators, der normalerweise ein oder mehr als ein Metall der Gruppen IVb, Vb, VIb oder VIII des Periodensystems enthält. Diese Metalle weisen gewöhnlich einen oder mehr als einen Liganden auf, typischerweise Oxide, Halogenide, Alkoholate, Ester, Ether, Amine, Alkyle, Alkenyle und/- oder Aryle, die entweder &pgr;- oder &sgr;-koordiniert sein können. Diese Metallkomplexe können in freier Form oder gebunden an Substrate, typischerweise auf aktiviertem Magnesiumchlorid, Titan(III)chlorid, Aluminiumoxid oder Siliziumoxid, vorliegen. Diese Katalysatoren können in dem Polymerisationsmedium löslich oder unlöslich sein. Die Katalysatoren können selbst bei der Polymerisation verwendet werden oder weitere Aktivatoren können angewendet werden, typischerweise Metallalkyle, Metallhydride, Metallalkylhalogenide, Metallalkyloxide oder Metallalkyloxane, wobei die Metalle Elemente der Gruppen Ia, IIa und/oder IIIa des Periodensystems sind. Die Aktivatoren können geeigneterweise mit weiteren Ester-, Ether-, Amin- oder Silylether-Gruppen modifiziert sein. Diese Katalysatorsysteme werden gewöhnlich Phillips-, Standard Oil Indiana-, Ziegler(-Natta)-, TNZ- (DuPont), Metallocen- oder Single-Site-Katalysatoren (SSC) genannt.
  • 2. Gemische von unter 1) erwähnten Polymeren, zum Beispiel Gemische von Polypropylen mit Polyisobutylen, Polypropylen mit Polyethylen (zum Beispiel PP/HDPE, PP/LDPE) und Gemische von verschiedenen Arten von Polyethylen (zum Beispiel LDPE/HDPE).
  • 3. Copolymere von Monoolefinen und Diolefinen miteinander oder mit anderen Vinylmonomeren, zum Beispiel Ethylen/PropylenCopolymere Hochdruckpoyethylen mit linearer-Kette (LLDPE) und Gemische davon mit Hochdruckpolyethylen (LDPE), Propylen/But-1-en-Copolymere, Propylen/Isobutylen-Copolymere, Ethylen/But-1-en-Copolymere, Ethylen/Hexen-Copolymere, Ethylen/Methylpenten-Copolymere, Ethylen/Hepten-Copolymere, Ethylen/Octen-Copolymere, Propylen/Butadien-Copolymere, Isobutylen /Isopren-Copolymere, Ethylen/Alkylacrylat-Copolymere, Ethylen/Alkylmethacrylat-Copolymere, Ethylen/Vinylacetat-Copolymere und deren Copolymere mit Kohlenmonoxid oder Ethylen /Acrylsäure-Copolymere und deren Salze (Ionomere) sowie Terpolymere von Ethylen mit Propylen und einem Dien, wie Hexadien, Dicyclopentadien oder Ethyliden-Norbornen; und Gemische von solchen Copolymeren miteinander und mit vorstehend in 1) erwähnten Polymeren, zum Beispiel Polypropylen/Ethylen-Propylen-Copolymere, LDPE/Ethylen-Vinylacetat-Copolymere (EVA), LDPE/Ethylen-Acrylsäure-Copolymere (EAA), LLDPE/EVA, LLDPE/EAA und alternierende oder statistische Polyalkylen/Kohlenmonoxid-Copolymere und Gemische davon mit anderen Polymeren, zum Beispiel Polyamiden.

Die erfindungsgemäßen Polyolefine sind beispielsweise Polypropylenhomo- und -copolymere und Polyethylenhomo- und -copolymere. Beispielsweise Polypropylen, Niederdruckpolyethylen (HDPE), lineares Hochdruckpolyethylen (LLDPE) und Polypropylen statistische und Schlag-Copolymere.

Es liegt innerhalb Umfangs der vorliegenden Erfindung, Blends oder Legierungen von Olefinpolymeren anzuwenden.

Die vorliegenden Polyolefinfasern, Filamente und Textilien können auch eingearbeitet oder darauf aufgetragen geeignete Additive, wie Ultraviolettlichtabsorptionsmittel, gehinderte Aminlichtstabilisatoren, Antioxidantien, Verarbeitungshilfen und andere Additive, aufweisen.

Beispielsweise können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen gegebenenfalls auch etwa 0,01 bis etwa 10 %, vorzugsweise etwa 0,025 bis etwa 5 % und insbesondere etwa 0,1 bis etwa 3 Gewichtsprozent, von verschiedenen herkömmlichen Stabilisator-Coadditiven, wie nachstehend aufgelistete Materialien oder Gemische davon, enthalten.

1. Antioxidantien

  • 1.1. Alkylierte Monophenole, zum Beispiel 2,6-Di-tert-butyl-4-methylphenol, 2-tert-Butyl-4,6-dimethylphenol, 2,6-Di-tert-butyl-4-ethylphenol, 2,6-Di-tert-butyl-4-n-butylphenol, 2,6-Di-tert-butyl-4-isobutylphenol, 2,6-Dicyclopentyl-4-methylphenol, 2-(a-Methylcyclohexyl)-4,6-dimethylphenol, 2,6-Di-octadecyl-4-methylphenol, 2,4,6-Tricyclohexylphenol, 2,6-Di-tert-butyl-4-methoxymethylphenol, Nonylphenole, die in den Seitenketten linear oder verzweigt sind, zum Beispiel 2,6-Dinonyl-4-methylphenol, 2,4-Dimethyl-6-(1'-methylundec-1'-yl)phenol, 2,4-Dimethyl-6-(1'-methylheptadec-1'-yl)phenol, 2,4-Dimethyl-6-(1'-methyltridec-1'-yl)phenol und Gemische davon.
  • 1.2. Alkylthiomethylphenole, zum Beispiel 2,4-Dioctylthiomethyl-6-tert-butylphenol, 2,4-Dioctylthiomethyl-6-methylphenol, 2,4-Dioctylthiomethyl-6-ethylphenol, 2,6-Didodecylthiomethyl-4-nonylphenol.
  • 1.3. Hydrochinone und alkylierte Hydrochinone, zum Beispiel 2,6-Di-tert-butyl-4-methoxyphenol, 2,5-Di-tert-butylhydrochinon, 2,5-Di-tert-amylhydrochinon, 2,6-Diphenyl-4-octadecyloxyphenol, 2,6-Di-tert-butylhydrochinon, 2,5-Di-tert-butyl-4-hydroxyanisol, 3,5-Di-tert-butyl-4-hydroxyanisol, 3,5-Di-tert-butyl-4-hydroxyphenylstearat, Bis-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)adipat.
  • 1.4. Tocopherole, zum Beispiel &agr;-Tocopherol, &bgr;-Tocopherol, &ggr;-Tocopherol, &dgr;-Tocopherol und Gemische davon (Vitamin E).
  • 1.5. Hydroxylierte Thiodiphenylether, zum Beispiel 2,2'-Thiobis(6-tert-butyl-4-methyl-phenol), 2,2'-Thiobis(4-octylphenol), 4,4'-Thiobis(6-tert-butyl-3-methylphenol), 4,4'-Thio-bis(6-tert-butyl-2-methylphenol), 4,4'-Thiobis-(3,6-di-sec-amylphenol), 4,4'-Bis(2,6-dimethyl-4-hydroxyphenyl)disulfid.
  • 1.6. Alkylidenbisphenole, zum Beispiel 2,2'-Methylenbis(6-tert-butyl-4-methylphenol), 2,2'-Methylenbis(6-tert-butyl-4-ethylphenol), 2,2'-Methylenbis[4-methyl-6-(&agr;-methylcyclohexyl)-phenol], 2,2'-Methylenbis(4-methyl-6-cyclohexylphenol), 2,2'-Methylenbis(6-nonyl-4-methylphenol), 2,2'-Methylenbis(4,6-di-tert-butylphenol), 2,2'-Ethylidenbis(4,6-di-tert-butyl-phenol), 2,2'-Ethylidenbis(6-tert-butyl-4-isobutylphenol), 2,2'-Methylenbis[6-(&agr;-methyl-benzyl)-4-nonylphenol], 2,2'-Methylenbis[6-(&agr;,&agr;-dimethylbenzyl)-4-nonylphenol], 4,4'-Methylenbis(2,6-di-tert-butylphenol), 4,4'-Methylenbis(6-tert-butyl-2-methylphenol), 1,1-Bis(5-tert-butyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)butan, 2,6-Bis(3-tert-butyl-5-methyl-2-hydroxy-benzyl)-4-methylphenol, 1,1,3-Tris(5-tert-butyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)butan, 1,1-Bis-(5-tert-butyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)-3-n-dodecylmercaptobutan, Ethylenglycolbis[3,3-bis-(3'-tert-butyl-4'-hydroxyphenyl)-butyrat], Bis (3-tert-butyl-4-hydroxy-5-methylphenyl)dicyclopentadien, Bis[2-(3'-tert-butyl-2'-hydroxy-5'-methylbenzyl)-6-tert-butyl-4-methylphenyl]-terephthalat, 1,1-Bis-(3,5-dimethyl-2-hydroxyphenyl)butan, 2,2-Bis-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)propan, 2,2-Bis-(5-tert-butyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)-4-n-dodecylmercaptobutan, 1,1,5,5-Tetra-(5-tert-butyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)pentan.
  • 1.7. O-, N- und S-Benzylverbindungen, zum Beispiel 3,5,3',5'-Tetra-tert-butyl-4,4'-dihydroxydibenzylether, Octadecyl-4-hydroxy-3,5-dimethylbenzylmercaptoacetat, Tridecyl-4-hydroxy-3,5-di-tert-butylbenzylmercaptoacetat, Tris(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzyl)amin, Bis-(4-tert-butyl-3-hydroxy-2,6-dimethylbenzyl)dithioterephthalat, Bis(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzyl)sulfid, Isooctyl-3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzylmercaptoacetat.
  • 1.8. Hydroxybenzylierte Malonate, zum Beispiel Dioctadecyl-2,2-bis-(3,5-di-tert-butyl-2-hydroxybenzyl)malonat, Dioctadecyl-2-(3-tert-butyl-4-hydroxy-5-methylbenzyl)malonat, Didodecylmercaptoethyl-2,2-bis-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzyl)malonat, Bis[4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)phenyl]-2,2-bis(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzyl)malonat.
  • 1.9. Aromatische Hydroxybenzylverbindungen, zum Beispiel 1,3,5-Tris-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzyl)-2,4,6-trimethylbenzol, 1,4-Bis(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzyl)-2,3,5,6-tetramethylbenzol, 2,4,6-Tris(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzyl)phenol.
  • 1.10. Triazinverbindungen, zum Beispiel 2,4-Bis(octylmercapto)-6-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyanilino)-1,3,5-triazin, 2-Octylmercapto-4,6-bis(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyanilino)-1,3,5-triazin, 2-Octylmercapto-4,6-bis(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenoxy)-1,3,5-triazin, 2,4,6-Tris-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenoxy)-1,2,3-triazin, 1,3,5-Tris-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzyl)isocyanurat, 1,3,5-Tris(4-tert-butyl-3-hydroxy-2,6-dimethylbenzyl)isocyanurat, 2,4,6-Tris(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenylethyl)-1,3,5-triazin, 1,3,5-Tris(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenylpropionyl)-hexahydro-1,3,5-triazin, 1,3,5-Tris(3,5-dicyclohexyl-4-hydroxybenzyl)isocyanurat.
  • 1.11. Benzylphosphonate, zum Beispiel Dimethyl-2,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzylphosphonat, Diethyl-3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzylphosphonat, Dioctadecyl-3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzylphosphonat, Dioctadecyl-5-tert-butyl-4-hydroxy-3-methylbenzylphosphonat, das Calciumsalz des Monoethylesters von 3,5-Di-tert-butyl-4-hydroxybenzylphosphonsäure.
  • 1.12. Acylaminophenole, zum Beispiel 4-Hydroxylauranilid, 4-Hydroxystearanilid, Octyl-N-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)carbamat.
  • 1.13. Ester von &bgr;-(3,5-Di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)propionsäure mit ein- oder mehrwertigen Alkoholen, beispielsweise mit Methanol, Ethanol, n-Octanol, i-Octanol, Octadecanol, 1,6-Hexandiol, 1,9-Nonandiol, Ethylenglycol, 1,2-Propandiol, Neopentylglycol, Thiodiethylenglycol, Diethylenglycol, Triethylenglycol, Pentaerythrit, Tris(hydroxyethyl)isocyanurat, N,N'-Bis(hydroxyethyl)oxamid, 3-Thiaundecanol, 3-Thiapentadecanol, Trimethylhexandiol, Trimethylolpropan, 4-Hydroxymethyl-1-phospha-2,6,7-trioxabicyclo[2.2.2]-octan.
  • 1.14. Ester von &bgr;-(5-tert-Butyl-4-hydroxy-3-methylphenyl)propionsäure mit ein- oder mehrwertigen Alkoholen, beispielsweise mit Methanol, Ethanol, n-Octanol, i-Octanol, Octadecanol, 1,6-Hexandiol, 1,9-Nonandiol, Ethylenglycol, 1,2-Propandiol, Neopentylglycol, Thiodiethylenglycol, Diethylenglycol, Triethylenglycol, Pentaerythrit, Tris(hydroxyethyl)isocyanurat, N,N'-Bis(hydroxyethyl)oxamid, 3-Thiaundecanol, 3-Thiapentadecanol, Trimethylhexandiol, Trimethylolpropan, 4-Hydroxymethyl-1-phospha-2,6,7-trioxabicyclo[2.2.2]octan, 3,9-Bis[2-{3-(3-tert-butyl-4-hydroxy-5-methylphenyl)propionyloxy}-1,1-dimethylethyl]-2,4,8,10-tetraoxaspiro[5.5]undecan.
  • 1.15. Ester von &bgr;-(3,5-Dicyclohexyl-4-hydroxyphenyl)propionsäure mit ein- oder mehrwertigen Alkoholen, beispielsweise mit Methanol, Ethanol, Octanol, Octadecanol, 1,6-Hexandiol, 1,9-Nonandiol, Ethylenglycol, 1,2-Propandiol, Neopentylglycol, Thiodiethylenglycol, Diethylenglycol, Triethylenglycol, Pentaerythrit, Tris(hydroxyethyl)isocyanurat, N,N'-Bis(hydroxyethyl)oxamid, 3-Thiaundecanol, 3-Thiapentadecanol, Trimethylhexandiol, Trimethylolpropan, 4-Hydroxymethyl-1-phospha-2,6,7-trioxabicyclo[2.2.2]octan.
  • 1.16. Ester von 3,5-Di-tert-butyl-4-hydroxyphenylessigsäure mit ein- oder mehrwertigen Alkoholen, beispielsweise mit Methanol, Ethanol, Octanol, Octadecanol, 1,6-Hexandiol, 1,9-Nonandiol, Ethylenglycol, 1,2-Propandiol, Neopentylglycol, Thiodiethylenglycol, Diethylenglycol, Triethylenglycol, Pentaerythrit, Tris(hydroxyethyl)isocyanurat, N,N'-Bis-(hydroxyethyl)oxamid, 3-Thiaundecanol, 3-Thiapentadecanol, Trimethylhexandiol, Trimethylolpropan, 4-Hydroxymethyl-1-phospha-2,6,7-trioxabicyclo[2.2.2]octan.
  • 1.17. Amide von &bgr;-(3,5-Di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)propionsäure, beispielsweise N,N'-Bis-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenylpropionyl)hexamethylendiamid, N,N'-Bis(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenylpropionyl)trimethylendiamid, N,N'-Bis(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxy-phenylpropionyl)hydrazid, N,N'-Bis[2-(3-[3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl]propionyloxy)-ethyl]oxamid (Naugard®XL-1, erhalten von Uniroyal).
  • 1.18. Ascorbinsäure (Vitamin C)
  • 1.19. Aminartige Antioxidantien, zum Beispiel N,N'-Di-isopropyl-p-phenylendiamin, N,N'-Di-sec-butyl-p-phenylendiamin, N,N'-Bis(1,4-dimethylpentyl)-p-phenylendiamin, N,N'-Bis(1-ethyl-3-methylpentyl)-p-phenylendiamin, N,N'-Bis(1-methylheptyl)-p-phenylendiamin, N,N'-Dicyclohexyl-p-phenylendiamin, N,N'-biphenyl-p-phenylendiamin, N,N'-Bis(2-naphthyl)-p-phenylendiamin, N-Isopropyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin, N-(1,3-Dimethylbutyl)-N'-phenyl-p-phenylendiamin, N-(1-Methylheptyl)-N'-phenyl-p-phenylendiamin, N-Cyclohexyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin, 4-(p-Toluolsulfamoyl)diphenylamin, N,N'-Dimethyl-N,N'-di-sec-butyl-p-phenylendiamin, Diphenylamin, N-Allyldiphenylamin, 4-Isopropoxydiphenylamin, N-Phenyl-1-naphthylamin, N-(4-tert-Octylphenyl)-1-naphthylamin, N-Phenyl-2-naphthylamin, octyliertes Diphenylamin, zum Beispiel p,p'-Di-tert-octyldiphenylamin, 4-n-Butylaminophenol, 4-Butyrylaminophenol, 4-Nonanoylaminophenol, 4-Dodecanoylaminophenol, 4-Octadecanoylaminophenol, Bis (4-methoxyphenyl)amin, 2,6-Di-tert-butyl-4-dimethylaminomethylphenol, 2,4'-Diaminodiphenylmethan, 4,4'-Diaminodiphenylmethan, N,N,N',N'-Tetramethyl-4,4'-diaminodiphenylmethan, 1,2-Bis[(2-methylphenyl)amino]ethan, 1,2-Bis-(phenylamino)propan, (o-Tolyl)biguanid, Bis[4-(1',3'-dimethylbutyl)phenyl]amin, tert-octyliertes N-Phenyl-1-naphthylamin, ein Gemisch von mono- und dialkylierten tert-Butyl/tert-Octyldiphenylaminen, ein Gemisch von mono- und dialkylierten Nonyldiphenylaminen, ein Gemisch von mono- und dialkylierten Dodecyldiphenylaminen, ein Gemisch von mono- und dialkylierten Isopropyl/Isohexyldiphenylaminen, ein Gemisch von mono- und dialkylierten tert-Butyldiphenylaminen, 2,3-Di-hydro-3,3-dimethyl-4H-1,4-benzothiazin, Phenothiazin, ein Gemisch von mono- und dialkylierten tert-Butyl/tert-Octylphe-nothiazinen, ein Gemisch von mono- und dialkylierten tert-Octylphenothiazinen, N-Allylphenothiazin, N,N,N',N'-Tetraphe-nyl-1,4-diaminobut-2-en.

2. UV-Absorptionsmittel und Lichtstabilisatoren

  • 2.1. 2-(2'-Hydroxyphenyl)benzotriazole, zum Beispiel 2-(2'-Hydroxy-5'-methylphenyl)-benzotriazol, 2-(3',5'-Di-tert-butyl-2'-hydroxyphenyl)benzotriazol, 2-(5'-tert-Butyl-2'-hydroxyphenyl)-benzotriazol, 2-(2'-Hydroxy-5'-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)phenyl)benzotriazol, 2-(3',5'-Di-tert-butyl-2'-hydroxyphenyl)-5-chlorbenzotriazol, 2-(3'-tert-Butyl-2'-hydroxy-5'-methylphenyl)-5-chlorbenzotriazol, 2-(3'-sec-Butyl-5'-tertbutyl-2'-hydroxyphenyl)benzotriazol, 2-(2'-Hydroxy-4'-octyloxyphenyl)benzotriazol, 2-(3',5'-Di-tert-amyl-2'-hydroxyphenyl)benzotriazol, 2-(3',5'-Bis-(&agr;,&agr;-dimethylbenzyl)-2'-hydroxyphenyl)benzotriazol, 2-(3'-tert-Butyl-2'-hydroxy-5'-(2-octyloxycarbonylethyl)phenyl)-5-chlorbenzotriazol, 2-(3'-tert-Butyl-5'-[2-(2-ethylhexyloxy)-carbonylethyl]-2'-hydroxyphenyl)-5-chlorbenzotriazol, 2-(3'-tert-Butyl-2'-hydroxy-5'-(2-methoxycarbonylethyl)phenyl)-5-chlorbenzotriazol, 2-(3'-tert-Butyl-2'-hydroxy-5'-(2-methoxycarbonylethyl)phenyl)benzotriazol, 2-(3'-tert-Butyl-2'-hydroxy-5'-(2-octyloxycarbonylethyl)phenyl)benzotriazol, 2-(3'-tert-Butyl-5'-[2-(2-ethylhexyloxy)-carbonylethyl]-2'-hydroxyphenyl)benzotriazol, 2-(3'-Dodecyl-2'-hydroxy-5'-methylphenyl)-benzotriazol, 2-(3'-tert-Butyl-2'-hydroxy-5'-(2-isooctyloxycarbonylethyl)phenylbenzotriazol, 2,2'-Methylen-bis[4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)-6-benzotriazol-2-ylphenol]; das Umesterungsprodukt von 2-[3'-tert-Butyl-5'-(2-methoxycarbonylethyl)-2'-hydroxyphenyl]-2H-benzotriazol mit Polyethylenglycol 300; [R-CH2CH2 COO-CH2CH2], worin R = 3'-tert-Butyl-4'-hydroxy-5'-2H-benzotriazol-2-ylphenyl, 2-[2'-Hydroxy-3'-(&agr;,&agr;-dimethylbenzyl)-5'-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)-phenyl]benzotriazol; 2-[2'-Hydroxy-3'-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)-5'-(&agr;,&agr;-dimethylbenzyl)phenyl]benzotriazol.
  • 2.2. 2-Hydroxybenzophenone, zum Beispiel die 4-Hydroxy-, 4-Methoxy-, 4-Octyloxy-, 4-Decyloxy-, 4-Dodecyloxy-, 4-Benzyloxy-, 4,2',4'-Trihydroxy- und 2'-Hydroxy-4,4'-dimethoxy-Derivate.
  • 2.3. Ester von substituierten und unsubstituierten Benzoesäuren, zum Beispiel 4-tert-Butylphenylsalicylat, Phenylsalicylat, Octylphenylsalicylat, Dibenzoylresorcin, Bis(4-tert-butylbenzoyl)resorcin, Benzoylresorcin, 2,4-Di-tert-butylphe-nyl-3,5-di-tert-butyl-4-hydroxy-benzoat, Hexadecyl-3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzoat, Octadecyl-3,5-di-tert-butyl-4-hy-droxybenzoat, 2-Methyl-4,6-di-tertbutylphenyl-3,5-di-tert-bu-tyl-4-hydroxybenzoat.
  • 2.4. Acrylate, zum Beispiel Ethyl-&agr;-cyano-&bgr;,&bgr;-diphenylacrylat, Isooctyl-&agr;-cyano-&bgr;,&bgr;-diphenylacrylat, Methyl-&agr;-carbomethoxycinnamat, Methyl-&agr;-cyano-&bgr;-methyl-p-methoxycinnamat, Butyl-&agr;-cyano-&bgr;-methyl-p-methoxycinnamat, Methyl-&agr;-carbomethoxy-p-methoxycinnamat und N-(&bgr;-Carbomethoxy-&bgr;-cyanovinyl)-2-methylindolin.
  • 2.5. Nickelverbindungen, zum Beispiel Nickelkomplexe von 2,2'-Thio-bis-[4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)phenol], wie der 1:1- oder 1:2-Komplex, mit oder ohne zusätzliche Liganden, wie n-Butylamin, Triethanolamin oder N-Cyclohexyldiethanolamin, Nickeldibutyldithiocarbamat, Nickelsalze von den Monoalkylestern, beispielsweise dem Methyl- oder Ethylester, von 4-Hydroxy-3,5-di-tert-butylbenzylphosphonsäure, Nickelkomplexe von Ketoximen, beispielsweise von 2-Hydroxy-4-methylphenylun-decylketoxim, Nickelkomplexe von 1-Phenyl-4-lauroyl-5-hydroxy-pyrazol, mit oder ohne zusätzliche Liganden.
  • 2.6. Sterisch gehinderte Amine, zum Beispiel Bis(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl)sebacat, Bis(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl)succinat, Bis(1,2,2,6,6-pentamethyl-4-piperidyl)sebacat, Bis(1-octyloxy-2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl)sebacat, Bis(1,2,2,6,6-pentamethyl-4-piperidyl)-n-butyl-3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzylmalonat, das Kondensat von 1-(2-Hydroxyethyl)-2,2,6,6-tetramethyl-4-hydroxypiperidin und Bernsteinsäure, lineare oder cyclische Kondensate von N,N'-Bis(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl)hexamethylendiamin und 4-tert-Octylamino-2,6-dichlor-1,3,5-triazin, Tris(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl)nitrilotriacetat, Tetrakis(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl)-1,2,3,4-butantetracarboxylat, 1,1'-(1,2-Ethandiyl)-bis(3,3,5,5-tetramethylpiperazinon), 4-Benzoyl-2,2,6,6-tetramethylpiperidin, 4-Stearyloxy-2,2,6,6-tetramethylpiperidin, Bis(1,2,2,6,6-pentamethylpiperidyl)-2-n-butyl-2-(2-hydroxy-3,5-di-tert-butylbenzyl)malonat, 3-n-Octyl-7,7,9,9-tetramethyl-1,3,8-triazaspiro-[4.5]decan-2,4-dion, Bis(1-octyloxy-2,2,6,6-tetramethylpiperidyl)sebacat, Bis (1-octyloxy-2,2,6,6-tetramethylpiperidyl)succinat, lineare oder cyclische Kondensate von N,N'-Bis-(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl)-hexamethylendiamin und 4-Morpholino-2,6-dichlor-1,3,5-triazin, das Kondensat von 2-Chlor-4,6-bis(4-n-butylamino-2,2,6,6-tetramethylpiperidyl)-1,3,5-triazin und 1,2-Bis(3-aminopropylamino)ethan, das Kondensat von 2-Chlor-4,6-di(4-n-butylamino-1,2,2,6,6-pentamethylpiperidyl)-1,3,5-triazin und 1,2-Bis-(3-aminopropylamino)ethan, 8-Acetyl-3-dodecyl-7,7,9,9-tetramethyl-1,3,8-triazaspiro[4.5]decan-2,4-dion, 3-Dodecyl-1-(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl)pyrrolidin-2,5-dion, 3-Dodecyl-1-(1,2,2,6,6-pentamethyl-4-piperidyl)pyrrolidin-2,5-dion, ein Gemisch von 4-Hexadecyloxy- und 4-Stearyloxy-2,2,6,6-tetramethylpiperidin, ein Kondensat von N,N'-Bis-(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl)hexamethylendiamin und 4-Cyclohexylamino-2,6-dichlor-1,3,5-triazin, ein Kondensat von 1,2-Bis (3-aminopropylamino)ethan und 2,4,6-Trichlor-1,3,5-triazin sowie 4-Butylamino-2,2,6,6-tetramethylpiperidin (CAS Reg. Nr. [136504-96-6]); ein Kondensat von 1,6-Hexandiamin und 2,4,6-Trichlor-1,3,5-triazin sowie N,N-Dibutylamin und 4-Butylamino-2,2,6,6-tetramethylpiperidin (CAS Reg. Nr. [192268-64-7]; N-(2,2,6,6-Tetramethyl-4-piperidyl)-n-dodecylsuccinimid, N-(1,2,2,6,6-Pentamethyl-4-piperidyl)-n-dodecylsuccinimid, 2-Undecyl-7,7,9,9-tetramethyl-1-oxa-3,8-diaza-4-oxo-spiro[4,5]decan, ein Reaktionsprodukt von 7,7,9,9-Tetramethyl-2-cycloundecyl-1-oxa-3,8-diaza-4-oxospiro[4,5]decan und Epichlorhydrin, 1,1-Bis(1,2,2,6,6-pentamethyl-4-piperidyloxycarbonyl)-2-(4-methoxyphenyl)ethen, N,N'-Bisformyl-N,N'-bis (2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl)hexamethylendiamin, ein Diester von 4-Methoxymethylenmalonsäure mit 1,2,2,6,6-Pentamethyl-4-hydroxypiperidin, Poly[methylpropyl-3-oxy-4-(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl)]siloxan, Reaktionsprodukt von Maleinsäureanhydrid-&agr;-Olefin-Copolymer mit 2,2,6,6-Tetramethyl-4-aminopiperidin oder 1,2,2,6,6-Pentamethyl-4-aminopiperidin.
  • Das sterisch gehinderte Amin kann auch eine der in GB-A-2 301 106 als Komponente I-a), I-b), I-c), I-d), I-e), I-f), I-g), I-h), I-i), I-j), I-k) oder I-1), insbesondere der Lichtstabilisator 1-a-1, 1-a-2, 1-b-1, 1-c-1, 1-c-2, 1-d-1, 1-d-2, 1-d-3, 1-e-1, 1-f-1, 1-g-1, 1-g-2 oder 1-k-1, die auf Seiten 68 bis 73 der GB-A-2 301 106 angeführt sind, beschriebenen Verbindungen sein.
  • Das sterisch gehinderte Amin kann auch eine der in EP-A-0 782 994 beschriebenen Verbindungen sein, beispielsweise Verbindungen, wie in Ansprüchen 10 oder 38 oder in Beispielen 1–12 oder D-1 bis D-5 darin beschrieben.
  • 2.7. Sterisch gehinderte Amine, substitutiert am N-Atom mit einer Hydroxy-substitutierten Alkoxygruppe, zum Beispiel Verbindungen wie 1-(2-Hydroxy-2-methylpropoxy)-4-octadecanoyloxy-2,2,6,6-tetramethylpiperidin, 1-(2-Hydroxy-2-methylpropoxy)-4-hexadecanoyloxy-2,2,6,6-tetramethylpiperidin, das Reaktionsprodukt von 1-Oxyl-4-hydroxy-2,2,6,6-tetramethylpiperidin mit einem Kohlenstoffrest von t-Amylalkohol, 1-(2-Hydroxy-2-methylpropoxy)-4-hydroxy-2,2,6,6-tetramethylpiperidin, 1-(2-Hydroxy-2-methylpropoxy)-4-oxo-2,2,6,6-tetramethylpiperidin, Bis(1-(2-hydroxy-2-methylpropoxy)-2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl)sebacat, Bis(1-(2-hydroxy-2-methylpropoxy)-2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl)adipat, Bis (1-(2-hydroxy-2-methylpropoxy)-2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl)succinat, Bis(1-(2-hydroxy-2-methylpropoxy)-2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl)glutarat und 2,4-Bis{N-[1-(2-hydroxy-2-methylpropoxy)-2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl]-N-butylamino}-6-(2-hydroxyethylamino)-s-triazin.
  • 2.8. Oxamide, zum Beispiel 4,4'-Dioctyloxyoxanilid, 2,2'-Diethoxyoxanilid, 2,2'-Dioctyloxy-5,5'-di-tert-butoxanilid, 2,2'-Didodecyloxy-5,5'-di-tert-butoxanilid, 2-Ethoxy-2'-ethyloxanilid, N,N'-Bis(3-dimethylaminopropyl)oxamid, 2-Ethoxy-5-tert-butyl-2'-ethoxanilid und dessen Gemisch mit 2-Ethoxy-2'-ethyl-5,4'-di-tert-butoxanilid, Gemische von o- und p-Methoxy-disubstituierten Oxaniliden und Gemische von o- und p-Ethoxy-disubstituierten Oxaniliden.
  • 2.9. 2-(2-Hydroxyphenyl)-1,3,5-triazine, zum Beispiel 2,4,6-Tris(2-hydroxy-4-octyloxyphenyl)-1,3,5-triazin, 2-(2-Hydroxy-4-octyloxyphenyl)-4,6-bis(2,4-dimethylphenyl)-1,3,5-triazin, 2-(2,4-Dihydroxyphenyl)-4,6-bis(2,4-dimethylphenyl)-1,3,5-triazin, 2,4-Bis(2-hydroxy-4-propyloxyphenyl)-6-(2,4-dimethylphenyl)-1,3,5-triazin, 2-(2-Hydroxy-4-octyloxyphenyl)-4,6-bis(4-methylphenyl)-1,3,5-triazin, 2-(2-Hydroxy-4-dodecyloxyphenyl)-4,6-bis(2,4-dimethylphenyl)-1,3,5-triazin, 2-(2-Hydroxy-4-tridecyloxyphenyl)-4,6-bis(2,4-dimethylphenyl)-1,3,5-triazin, 2-[2-Hydroxy-4-(2-hydroxy-3-butyloxypropoxy)-phenyl]-4,6-bis(2,4-dimethyl)-1,3,5-triazin, 2-[2-Hydroxy-4-(2-hydroxy-3-octyloxypropyloxy)phenyl]-4,6-bis(2,4-dimethyl)-1,3,5-triazin, 2-[4-(Dodecyloxy/Tridecyloxy-2-hydroxypropoxy)-2-hydroxyphenyl]-4,6-bis(2,4-dimethylphenyl)-1,3,5-triazin, 2-[2-Hydroxy-4-(2-hydroxy-3-dodecyloxypropoxy)-phenyl]-4,6-bis-(2,4-dimethylphenyl)-1,3,5-triazin, 2-(2-Hydroxy-4-hexyloxy)-phenyl-4,6-diphenyl-1,3,5-triazin, 2-(2-Hydroxy-4-methoxyphenyl)-4,6-diphenyl-1,3,5-triazin, 2,4,6-Tris-[2-hydroxy-4-(3-butoxy-2-hydroxypropoxy)phenyl]-1,3,5-triazin, 2-(2-Hydroxyphenyl)-4-(4-methoxyphenyl)-6-phenyl-1,3,5-triazin, 2-{2-Hydroxy-4-[3-(2-ethylhexyl-1-oxy)-2-hydroxypropyloxy]phenyl}-4,6-bis(2,4-dimethylphenyl)-1,3,5-triazin.
  • 3. Metalldesaktivatoren, zum Beispiel N,N'-Diphenyloxamid, N-Salicylal-N'-salicyloylhydrazin, N,N'-Bis(salicyloyl)hydrazin, N,N'-Bis(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenylpropionyl)hydrazin, 3-Salicyloylamino-1,2,4-triazol, Bis(benzyliden)oxalyldihydrazid, Oxanilid, Isophthaloyldihydrazid, Sebacoylbisphenylhydrazid, N,N'-Diacetyladipoyldihydra-zid, N,N'-Bis(salicyloyl)oxalyldihydrazid, N,N'-Bis(salicy-loyl)thiopropionyldihydrazid.
  • 4. Phosphite und Phosphonite, zum Beispiel Triphenylphosphit, Diphenylalkylphosphite, Phenyldialkylphosphite, Tris(nonylphenyl)phosphit, Trilaurylphosphit, Trioctadecylphosphit, Distearylpentaerythritdiphosphit, Tris(2,4-di-tert-butylphenyl)phosphit, Diisodecylpentaerythritdiphosphit, Bis(2,4-di-tert-butylphenyl)pentaerythritdiphosphit, Bis(2,4-di-cumylphenyl)pentaerythritdiphosphit, Bis(2,6-di-tert-butyl-4-methylphenyl)pentaerythritdiphosphit, Diisodecyloxypentaerythritdiphosphit, Bis-(2,4-di-tert-butyl-6-methylphenyl)pentaerythritdiphosphit, Bis(2,4,6-tris(tert-butylphenyl)pentaerythritdiphosphit, Tristearylsorbittriphosphit, Tetrakis(2,4-di-tert-butylphenyl)-4,4'-biphenylendiphosphonit, 6-Isooctyloxy-2,4,8,10-tetra-tert-butyl-l2H-dibenz[d,g]-1,3,2-dioxaphosphocin, Bis(2,4-di-tert-butyl-6-methylphenyl)methylphosphit, Bis(2,4-di-tert-butyl-6-methylphenyl)ethylphosphit, 6-Fluor-2,4,8,10-tetra-tert-butyl-l2-methyldibenz[d,g]-1,3,2-dioxaphosphocin, 2,2',2'' -Nitrilo[triethyltris(3,3',5,5'-tetratert-butyl-1,1'-biphenyl-2,2'-diyl)phosphit], 2-Ethylhexyl(3,3',5,5'-tetra-tert-butyl-1,1'-biphenyl-2,2'-diyl)phosphit, 5-Butyl-5-ethyl-2-(2,4,6-tri-tert-butylphenoxy)-1,3,2-dioxaphosphiran.

Besonders bevorzugt sind die nachstehenden Phosphite:

Tris(2,4-di-tert-butylphenyl)phosphit (Irgafos®168, Ciba-Specialty Chemicals Inc.), Tris(nonylphenyl)phosphit,

  • 5. Hydroxylamine, zum Beispiel, N,N-Dibenzylhydroxylamin, N,N-Diethylhydroxylamin, N,N-Dioctylhydroxylamin, N,N-Dilaurylhydroxylamin, N,N-Ditetradecylhydroxylamin, N,N-Dihexadecylhydroxylamin, N,N-Dioctadecylhydroxylamin, N-Hexadecyl-N-octadecylhydroxylamin, N-Heptadecyl-N-octadecylhydroxylamin, N,N-Dialkylhydroxylamin, abgeleitet von hydriertem Talgamin.
  • 6. Nitrone, zum Beispiel, N-Benzyl-&agr;-phenyl-nitron, N-Ethyl-&agr;-methyl-nitron, N-Octyl-&agr;-heptyl-nitron, N-Lauryl-&agr;-undecyl-nitron, N-Tetradecyl-&agr;-tridecyl-nitron, N-Hexadecyl-&agr;-pentadecyl-nitron, N-Octadecyl-&agr;-heptadecyl-nitron, N-Hexadecyl-&agr;-heptadecylnitron, N-Octadecyl-&agr;-pentadecylnitron, N-Heptadecyl-&agr;-heptadecyl-nitron, N-Octadecyl-&agr;-hexadecylnitron, Nitron, abgeleitet von N,N-Dialkylhydroxylamin, abgeleitet von hydriertem Talgamin.
  • 7. Aminoxide, zum Beispiel Aminoxidderivate wie offenbart in US-Pat.-Nrn. 5 844 029 und 5 880 191, Didecylmethylaminoxid, Tridecylaminoxid, Tridodecylaminoxid und Trihexadecylaminoxid.
  • 8. Benzofuranone und Indolinone, zum Beispiel jene, offenbart in US-A-4 325 863; US-A-4 338 244; US-A-5 175 312; US-A-5 216 052; US-A-5 252 643; DE-A-43 16 611; DE-A-43 16 622; DE-A-43 16 876; EP-A-0 589 839 oder EP-A-0 591 102 oder 3-[4-(2-Acetoxyethoxy)phenyl]-5,7-di-tert-butylbenzofuran-2-on, 5,7-Di-tert-butyl-3-[4-(2-stearoyloxyethoxy)phenyl]benzofu-ran-2-on, 3,3'-Bis[5,7-di-tert-butyl-3-(4-[2-hydroxyethoxy]-phenyl)benzofuran-2-on], 5,7-Di-tert-butyl-3-(4-ethoxyphe-nyl)benzofuran-2-on, 3-(4-Acetoxy-3,5-dimethylphenyl)-5,7-di-tert-butylbenzofuran-2-on, 3-(3,5-Dimethyl-4-pivaloyloxyphe-nyl)-5,7-di-tert-butylbenzofuran-2-on, 3-(3,4-Dimethylphe-nyl)-5,7-di-tert-butyl-benzofuran-2-on, 3-(2,3-Dimethylphe-nyl)-5,7-di-tert-butyl-benzofuran-2-on.
  • 9. Thiosynergisten, zum Beispiel, Dilaurylthiodipropionat oder Distearylthiodipropionat.
  • 10. Peroxid-Fänger, zum Beispiel Ester von &bgr;-Thiodipropionsäure, zum Beispiel die Lauryl-, Stearyl-, Myristyl- oder Tridecylester, Mercaptobenzimidazol oder das Zinksalz von 2-Mercaptobenzimidazol, Zinkdibutyldithiocarbamat, Dioctadecyldisulfid, Pentaerythrittetrakis(&bgr;-dodecylmercapto)propionat.
  • 11. Polyamid-Stabilisatoren, zum Beispiel Kupfersalze in Kombination mit Jodiden und/oder Phosphor-Verbindungen und Salzen von zweiwertigem Mangan.
  • 12. Basische Costabilisatoren, zum Beispiel Melamin, Polyvinylpyrrolidon, Dicyandiamid, Triallylcyanurat, Harnstoffderivate, Hydrazinderivate, Amine, Polyamide, Polyurethane, Alkalimetallsalze und Erdalkalimetallsalze von höheren Fettsäuren zum Beispiel Calciumstearat, Zinkstearat, Magnesiumbehenat, Magnesiumstearat, Natriumricinoleat und Kaliumpalmitat, Antimonbrenzcatechinat oder Zinkbrenzcatechinat.
  • 13. Keimbildungsmittel, zum Beispiel anorganische Stoffe, wie Talkum, Metalloxide, wie Titandioxid oder Magnesiumoxid, Phosphate, Carbonate oder Sulfate von, vorzugsweise, Erdalkalimetallen; organische Verbindungen, wie Mono- oder Polycarbonsäuren und die Salze davon, beispielsweise 4-tert-Butylbenzoesäure, Adipinsäure, Diphenylessigsäure, Natriumsuccinat oder Natriumbenzoat; polymere Verbindungen, wie ionische Copolymere (Ionomere). Besonders bevorzugt sind 1,3;2,4-Bis(3',4'-dimethylbenzyliden)sorbit, 1,3;2,4-Di(para-methyldibenzyliden)sorbit und 1,3;2,4-Di(benzyliden)sorbit.
  • 14. Füllstoffe und Verstärkungsmittel, zum Beispiel Calciumcarbonat, Silicate, Glasfasern, Glashohlkügelchen, Asbest, Talkum, Kaolin, Glimmer, Bariumsulfat, Metalloxide und -hydroxide, Ruß, Graphit, Holzmehl und Mehle oder Fasern von anderen natürlichen Produkten, synthetische Fasern.
  • 15. Dispergiermittel, wie Polyethylenoxidwachse oder Mineralöl.
  • 16. Andere Additive, zum Beispiel, Weichmacher, Gleitmittel, Emulgatoren, Pigmente, Farbstoffe, Rheologieadditive, Katalysatoren, Fließsteuerungsmittel, optische Aufheller, Rutschmittel, Vernetzungsmittel, Vernetzungsverstärker, Halogenfänger, Rauchinhibitoren, Flammschutzmittel, antistatische Mittel, Klärmittel, wie substituierte und unsubstituierte Benzylidensorbite, Benzoxazinon-UV-Absorptionsmittel, wie 2,2'-p-Phenylen-bis-(3,1-benzoxazin-4-on), Cyasorb® 3638 (CAS-Nr. 18600-59-4) und Treibmittel.

Es wird ebenfalls denkbar, dass die erfindungsgemäßen Schmelzblends in wirksame mikroporöse Membranen, perforierte Filme oder Netze geformt werden können. Das heißt, andere benetzbare Polyolefingegenstände, die keine Fasern, Filamente oder Textilien darstellen.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Verleihen von dauerhafter Benetzbarkeit für eine Polyolefinfaser, ein Filament oder daraus hergestelltes, gewebtes oder Vliestextil, umfassend Schmelzextrudieren eines Gemisches, umfassend ein thermoplastisches Polyolefin und mindestens eine Verbindung der Formel (I), in eine Vielzahl von Fasern und Kühlen der Fasern. Vorzugsweise werden die Fasern zu einer Vielzahl von kontinuierlichen Filamenten gezogen, aus den Filamenten wird ein Flächengebilde geformt, und die Filamente werden zur Bildung eines Textils mindestens teilweise verfestigt. Vorzugsweise sind die Fasern oder Filamente eine ein Polyolefin umfassende/es Zwei-Komponenten-Faser oder -Filament.

Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist deshalb die Verwendung der Verbindung der Formel (I) zum Verleihen von dauerhafter Benetzbarkeit einer Polyolefinfaser, einem Polyolefinfilament oder einem Polyolefingewebe oder -Vliestextil.

Die nachstehenden Beispiele sind nur zur Veranschaulichung vorgesehen und sind nicht so aufzufassen, dass die vorliegende Erfindung in irgendeiner Weise, wie auch immer, darauf begrenzt ist. Additivanteile werden in Gewichtsprozent angeführt.

Beispiel 1: Polypropylen-Vliesfaser.

Ein trockenes Gemisch von 8,5 kg Polypropylenpellets, Exxon Polybond 3155 PP, und 1,5 kg der Verbindung der Formel (Ib), wird in einem TURBULA-Mischer Typ T10B hergestellt. Das 15%ige Konzentratgemisch wird, unter Anwendung eines Leistritz MIC 27/GL-32D-Doppelschneckenextruder, schmelzcompoundiert. Die Extruderheizzonen sind 190–220°C, Schneckengeschwindigkeit 400 U/min und Zuführungsgeschwindigkeit 25 U/min. Das geschmolzene Polymer und Additiv treten über eine Zwei-Öffnungs-Runddüse aus. Das geschmolzene Material wird sofort gekühlt und in einem Kühlwassertrog verfestigt. Der verfestigte Strang wird einem CONAIR/JETRO 304 Pelletizer zugeführt.

Die Konzentratpellets werden mit 40 kg zusätzlichem Exxon Polybond 3155 PP Pellets angemischt und werden mit einem Marion SPS 1224 Mischer vermischt, was eine Additivkonzentration von 3 Gewichtsprozent ergibt.

Vlies-Polypropylenfasern werden wie vorstehend aus den 3 %igen Additivpellets hergestellt, unter Anwendung eines REI-COFIL II Spunbonders, unter den nachstehenden Bedingungen hergestellt:

Extrudertemperatur von 200–215°C,

Sieb-Changer-Temperatur 205°C,

Spinnpumpentemperatur 215°C und

Geschwindigkeit 18,6 U/min,

4 000 Loch-Spinnerette mit einem Temperaturgradienten von 223–240°C,

Bonderdruck 291 psi mit der unteren Walze bei 138°C und der oberen Walze bei 140°C,

Kühlluftgeschwindigkeit 3020 U/min und Saugluftgeschwindigkeit 2510 U/min, und

Sammelaufnahmegeschwindigkeit wird eingestellt, um ein Vlies mit einem Gewicht von 20 g/m2 herzustellen.

Die erhaltenen Vliese werden auf Permeabilität und Dauerhaftigkeit durch Messen des Flüssigkeitsdurchschlags über die Zeit, d.h. die Zeit, in der ein bekanntes Volumen von simuliertem Urin (9,0 g NaCl/l) durch das Vlies hindurch gelangt, bewertet. Das INDA-(International Nonwovens & Disposables Association)-Standardtestverfahren ist Nr. IST 70.3 (98), unter Anwendung eines Lenzing Lister Modells 1997. Die Ergebnisse sind nachstehend.

Die Proben werden auch auf kontinuierlichen Durchschlag durch und den Zeitverzögerungs-Mehrfachdurchschlag wiederum unter Anwendung der Lenzing Lister-Apparatur, bewertet. Kürzere Zeiträume geben einen gewünschten schnelleren Flüssigkeitsdurchgang an. Die Ergebnisse sind nachstehend angeführt.

Schließlich werden die Proben auf ihr Absorptionsvermögen von simuliertem Urin, unter Anwendung von INDA-Standardtestverfahren Nr. IST 10.1 (95) Teil 8, bewertet. Dieses Verfahren wird auch verwendet, um das Zeitverzögerungs-Absorptionsvermögen zu messen. Das Absorptionsvermögen ist das Verhältnis des Flüssigkeitsgewichts, das durch die Probe gehalten wird, zu dem Gewicht der trockenen Probe. Die Ergebnisse werden nachstehend angeführt.

INDA Flüssigkeitsdurchschlag über die Zeit

Die Ergebnisse dieses Tests zeigen, dass die vorliegenden Zusammensetzungen ein Vlies-Polypropylen mit ausgezeichneter Benetzbarkeit bereitstellen.

Kontinuierlicher Durchschlag

Maximal 30 Sekunden zwischen Durchgängen, Ergebnisse in Sekunden, Tests an drei ausgewiesenen Vliesproben mit 3 % Additiv der Formel (Ib).

Die Ergebnisse des kontinuierlichen Durchschlag-Tests zeigen, dass die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen gegen das Durchleiten durch wiederholte Flüssigkeitsabgänge mit kurzen Zeiträumen dazwischen wirksam sind. Es ist eine Vorführung der Dauerhaftigkeit oder Permanenz des Additivs der Formel (Ib).

Zeitverzögerungs-Mehrfach-Durchschlag

Eine Stunde Trockenen zwischen den Durchgängen, Ergebnisse in Sekunden, Test in fünf identischen Vliesproben, jeweils mit 3 % Additiv der Formel (Ib).

Die Ergebnisse des Zeitverzögerungs-Mehrfach-Durchschlags-Tests zeigen, dass die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen gegen das Durchleiten von wiederholten Flüssigkeitsabgängen mit langen Zeiträumen dazwischen wirksam sind. Es ist eine Demonstration der Dauerhaftigkeit oder Permanenz des Additivs der Formel (Ib).

Absorptionsvermögen

INDA-Standardtest Nr. IST 10.1 (95) Teil 8, Ergebnis ist das Verhältnis des Gewichts von dem simulierten Urin, das durch die Probe gehalten wird, zu dem Gewicht der trockenen Probe. Blindprobe (kein Additiv) 3 % Additiv der Formel (Ib) 0,4 8,8

Diese Ergebnisse zeigen die überraschende Hydrophilizität der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen.

Zeitverzögerungs-Absorptionsvermögen

INDA-Standardtest Nr. 10.1 (95) Teil 8, Proben sind mit simuliertem Urin gesättigt, luftgetrocknet für 24 Stunden und erneut gesättigt. Das Ergebnis ist Prozent von dem ursprünglichen Verhältnis des Gewichts von der simulierten Probe, gehalten durch die Probe, zu dem Gewicht der trockenen Probe. Die Tests wurden an einer Vliesprobe mit 3 % Additiv der Formel (Ib) ausgeführt.

Die Ergebnisse zeigen, dass die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen wirksam deren Hydrophilizität nach mehrfachem Aussetzen von simuliertem Urin halten.

Beispiel 2: Polypropylen-Bedruckbarkeit.

Polypropylen und 5 Gewichtsprozent des Additivs der Formel (Ib) werden schmelzvermischt und zu Filamenten versponnen und in einen Teppich getuftet. Die Teppiche werden mit einem Gemisch von Color Index (C.I.) Acid Yellow 216:1, C.I. Acid Red 266 und C.I. Acid Blue 40 bedruckt, um eine dunkelbraune trichromatische Farbe aufzuweisen. Die Druckpaste enthält auch ein Verdickungsmittel, wie Guargummi. Nach Bedrucken wird die aufgetragene Farbstoffmenge in einem Dämpfer fixiert. Nach Fixierung wird der Teppich mit kaltem Wasser gespült. Mit erfindungsgemäßen Fasern hergestellte Teppiche zeigen ausgezeichnete Bedruckbarkeit.

Beispiel 3: Polypropylen-Vliesfaser.

Beispiel 1 wird wiederholt, unter Ersetzen der Verbindung der Formel (Ib) gegen ein 1:1-Gemisch von der Verbindung der Formel (Ib) und Atmer® 502, 2 Mol ethoxyliertem Stearylalkohol. Ausgezeichnete Ergebnisse werden für Flüssigkeitsdurchschlagszeit, kontinuierlichen Durchschlag, Zeitverzögerungs-Mehrfach-Durchschlag und Zeitverzögerungs-Absorptionsvermögens-Tests gefunden.

Beispiel 4: Alkalischer Batteriescheider – Prozent KOH-Absorption.

Polypropylen-Vliese werden wie in Beispiel 1 hergestellt. Das Gewicht der Additive, das auf der Formulierung basiert, ist wie in der nachstehenden Tabelle. Die Vliese werden in Abschnitte von 4 Quadratinch geschnitten. Die Vliese werden in 167 ml einer 40 %igen KOH-Lösung bei Raumtemperatur getaucht. Nach 5 Minuten werden die Proben entfernt und 1 Minute hängend an der Luft trocknen lassen. Die Proben werden gewogen, um anfängliche % KOH-Absorption (Nassgewicht – Trockengewicht/Trockengewicht × 100) bereitzustellen. Die nassen Proben werden erneut in eine frische 40 %ige KOH-Lösung in bedeckten Bechergläsern getaucht. Die Bechergläser werden in einem Ofen bei 70°C gestellt. Nach 7 Tagen werden die Proben entfernt und mit desionisiertem Wasser gespült. Die Proben werden an der Luft hängend für einen Tag getrocknet und eingewogen, unter Bereitstellung von % KOH-Absorption nach 7 Tagen bei 70°C. Die Ergebnisse sind nachstehend.

  • *Das Vlies-Polypropylen ohne Additiv hat überschüssige Wasserperlen, keine Absorption. Es wird ersichtlich, dass die erfindungsgemäßen hydrophilen Vliese sich gegen absorbierende KOH-Lösung auch nach Sintern bei 70°C für 7 Tage gut verhalten. Diese Ergebnisse weisen Potential der vorliegenden Zusammensetzungen in alkalischen Batteriescheideranwendungen aus. Unithox® 420 ist äquivalent zu der vorliegenden Verbindung der Formel (Ib).


Anspruch[de]
Benetzbare(s) Polyolefinfaser oder -filament, umfassend

ein Schmelzblend, das umfasst

(a) ein Polyolefin und

(b) mindestens eine Verbindung der Formel (I),

R1 (hydrophiles Oligomer) (I),

worin

R1 ein gerad- oder verzweigtkettiges Alkyl mit 22 bis 40 Kohlenstoffatomen darstellt und das hydrophile Oligomer ein Homo- oder Co-Oligomer darstellt, das aus zwischen 2 und 10 Monomereinheiten besteht, die von Monomeren, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Ethylenoxid, Propylenoxid, Ethylenglycol, Propylenglycol, Epichlorhydrin, Acrylsäure, Methacrylsäure, Ethylenimin, Caprolacton, Vinylalkohol und Vinylacetat, abgeleitet sind.
Faser oder Filament nach Anspruch 1, worin das Polyolefin Polypropylen oder Polyethylen darstellt. Faser oder Filament nach Anspruch 1, worin Komponente (b) eine Verbindung der Formel (Ia) darstellt, worin

R1 gerad- oder verzweigtkettiges Alkyl mit 22 bis 40 Kohlenstoffatomen darstellt und x 2 bis 10 ist.
Faser oder Filament nach Anspruch 3, worin in der Verbindung der Formel (Ia) R1 ein geradkettiges Alkyl mit einem Mittelwert von 30 Kohlenstoffatomen darstellt und x einen Mittelwert von 2,5 aufweist, wobei die Verbindung durch Formel (Ib) wiedergegeben wird: Faser oder Filament nach Anspruch 1, worin das Schmelzblend zwei verschiedene Verbindungen der Formel (I) umfasst, die sich dadurch unterscheiden, dass sie verschiedene Mittelwerte für R1 und/oder verschiedene Mittelwerte für die Anzahl der Monomereinheiten aufweisen. Faser oder Filament nach Anspruch 1, worin das Schmelzblend zusätzlich einen ethoxylierten aliphatischen Alkohol umfasst, der nicht die Formel (I) aufweist. Faser oder Filament nach Anspruch 1, worin das Schmelzblend zusätzlich die Verbindung der Formel (Ic) umfasst. Faser oder Filament nach Anspruch 1, worin die Verbindungen von Komponente (b) insgesamt in einer Menge von 0,1% bis 15%, bezogen auf das Gewicht von Komponente (a), vorliegen. Zwei-Komponenten-Faser, umfassend eine Polyolefinkomponente, worin die Polyolefinkomponente ein Schmelzblend, umfassend Komponenten (a) und (b) nach Anspruch 1, umfasst. Gewebtes oder Vliestextil, umfassend gewirkte oder verfestigte Polyolefinfasern oder -filamente nach Anspruch 1. Gewebtes oder Vliestextil, umfassend gewirkte oder verfestigte Zwei-Komponenten-Fasern nach Anspruch 9. Verfahren zum Verleihen von dauerhafter Benetzbarkeit einer Polyolefinfaser, einem Polyolefinfilament oder gewebtem oder Vliestextil, das daraus hergestellt ist, umfassend Schmelzextrudieren eines Gemisches, das ein thermoplastisches Polyolefin und mindestens eine Verbindung der Formel (I) nach Anspruch 1 umfasst, zu einer Vielzahl von Fasern und Kühlen der Fasern. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die Fasern zu einer Vielzahl von kontinuierlichen Filamenten gezogen werden, ein Flächengebilde aus den Filamenten gebildet wird und die Filamente mindestens teilweise zur Bildung eines Textils verfestigt werden. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die Fasern oder Filamente eine Zwei-Komponenten-Faser oder ein Zwei-Komponenten-Filament, umfassend Polyolefin, darstellen. Erzeugnis, umfassend ein gewebtes oder Vliestextil nach Anspruch 10, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Wegwerfwindeln, Windelslips, Damenbinden, Tampons, Inkontinenzpflegeprodukten, feuchten und trockenen Tüchern, Wundverbänden, Operationskappen, Filtermittellage und Batteriescheidern. Verwendung der Verbindung der Formel (I) nach Anspruch 1, um einer Polyolefinfaser oder einem Polyolefinfilament oder gewebtem Polyolefintextil oder Polyolefinvliestextil dauerhafte Benetzbarkeit zu verleihen.






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