Technisches Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Lautsprechereinheiten und
insbesondere auf solche, die in Verbindung mit einem „Heimkino" benutzt werden.
Hintergrund der Erfindung
Ein entscheidender Aspekt bei Heimkino-Systemen besteht in der Natur
und Qualität der Tonwiedergabe. Ein wichtiges Merkmal einer guten Heimkino-Tonwiedergabe
ist der sogenannte „Raumklang", das heißt die Illusion, dass der erzeugte
Ton von überall her auf den Hörer trifft und nicht nur aus einer speziellen
einzelnen Quelle (das heißt, es sind Raumklanglautsprecher vorgesehen). Üblicherweise
sind Raumklanglautsprecher hinter dem Betrachter und/oder seitlich von diesem angeordnet,
und sie bestehen allgemein aus zwei kolbengetriebenen Membranlautsprechern, die
außer Phase arbeiten, um eine akustische Strahlungsrichtcharakteristik einer
„acht" zu erzeugen (wobei die Treiber auch bei der Grundfrequenz in Phase
sein können oder es können getrennte Niederfrequenztreiber im Gehäuse
angeordnet werden). Derartige herkömmliche kolbengetriebene Raumklanglautsprecher
haben jedoch den Nachteil, dass sie teuer sind und im allgemeinen nicht ein vollständiges,
überzeugendes Umgebungsraumprofil dem Hörer liefern können.
Die deutsche Patentanmeldung DE
199 558 67 A1 beschreibt ein flaches Lautsprechersystem zur Bass-Reproduktion.
Das System umfasst ein flaches nichtstrahlendes Gehäuse mit einer Frontöffnung
umschließend ein Gehäusevolumen eine Platten-Membran innerhalb der Frontöffnung
und ein Bass-Wandler ist am Gehäuse und/oder der Platten-Membran in der Weise
angebracht, dass die Membran einen Teil der Außenwand des Gehäuses bildet.
Zusammenfassung der Erfindung
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neuartige
Lautsprechereinheit zu schaffen, die geeignet ist für eine Fünfkanal-Supertonkompaktdisk
(SACD), und/oder die geeignet ist zur Erzeugung einer Raumklangwiedergabe, beispielsweise
für Anwendungen im Heimkino. Die vorliegende Erfindung sucht insbesondere die
Notwendigkeit getrennter Raumklanglautsprecher zu vermeiden, die hinter dem Betrachter
eines Heimkinosystems angeordnet sind. Jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht
beschränkt auf Anwendungen mit SACD-Systemen, oder in Verbindung mit Heimkinoanwendungen,
oder auf Raumklanganwendungen allgemein, obgleich derartige Anwendungen für
die vorliegende Erfindung besonders geeignet sind.
Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft
diese eine Lautsprechereinheit, die in Kombination einen kolbengetriebenen Membranlautsprecher
(das heißt einen Lautsprecher, bei dem sich eine Membran kolbenartig als im
wesentlichen starres Ganzes über wenigstens einen Teil des Betriebsfrequenzbereichs
bewegt) und einen allgemein planaren Resonanzplattenlautsprecher aufweist, dadurch
gekennzeichnet, dass die Resonanzplatte in Bezug auf den kolbengetriebenen Membranlautsprecher
in einer solchen Stellung festgelegt ist, dass eine Achse, entlang der die Membran
kolbengetrieben wird, im wesentlichen in der Ebene der Resonanzplatte liegt.
Vorzugsweise ist der Resonanzplattenlautsprecher relativ zum kolbengetriebenen
Membranlautsprecher (der im folgenden als Membranlautsprecher bezeichnet wird) derart
positioniert, dass die Emission der akustischen Strahlung vom Membranlautsprecher
von dem Resonanzplattenlautsprecher im wesentlichen nicht behindert wird. Vorteilhafterweise
kann der Resonanzplattenlautsprecher über, unter oder hinter dem Membranlautsprecher
angeordnet sein. Am zweckmäßigsten ist es, wenn der Resonanzplattenlautsprecher
hinter dem Membranlautsprecher liegt. Vorzugsweise ist der Resonanzplattenlautsprecher
so angeordnet, dass der Ton von den beiden gegenüberliegenden Hauptoberflächen
gleichzeitig abgestrahlt wird.
Die vorliegende Erfindung hat den Vorteil, dass durch die Orientierung
der Achse des kolbengetriebenen Membranlautsprechers, derart dass diese im wesentlichen
in der Ebene des Resonanzplattenlautsprechers liegt, der Resonanzplattenlautsprecher
normalerweise ein akustisches Strahlungsmuster gemäß einer acht erzeugt,
indem der Schall von beiden gegenüberliegenden Hauptoberflächen der Platte
abgestrahlt wird, wobei die „null" des Strahlungsmusters allgemein mit der
Achse des Membranlautsprechers zusammenfällt. Infolgedessen erzeugt die Benutzung
des Resonanzplattenlautsprechers in dieser Orientierung die Type eines akustischen
Strahlungsmusters, das allgemein bei einem Raumklang erforderlich ist. Außerdem
– und das ist äußerst vorteilhaft – tendieren Resonanzplattenlautsprecher
dazu, die akustische Strahlung zu diffundieren, was ideal für einen Raumklang
ist. Diese beiden Charakteristiken in Kombination bedeuten, dass der Resonanzplattenlautsprecher
der Lautsprechereinheit gemäß der vorliegenden Erfindung allgemein ein
Lautsprechersystem mit extrem wirksamen Raumklang erzeugt. Die Tatsache, dass die
Lautsprechereinheit gemäß der vorliegenden Erfindung einen derartigen
Raumklanglautsprecher mit einem Membranlautsprecher kombiniert (der vorzugsweise
als Einzelpol arbeitet), hat den außerordentlichen Vorteil, dass getrennte
Raumklanglautsprecher hinter dem Betrachter bzw. dem Hörer
wegfallen können und stattdessen eine oder mehrere (vorzugsweise ein Paar)
Lautsprechereinheiten gemäß der vorliegenden Erfindung, benachbart zum
Fernseher oder als Teil desselben oder eines anderen Heimkinoschirms sowohl den
bildgemäßen Ton, als auch den Raumklang liefern.
Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft
diese die Benutzung von zwei Lautsprechereinheiten gemäß dem ersten Aspekt
der vorliegenden Erfindung, um sowohl eine Raumklangwiedergabe als auch eine stereophonische
Klangwiedergabe gleichzeitig zu ermöglichen. Die Resonanzplattenlautsprecher
erzeugen vorzugsweise den Raumklangreproduktion, und die kolbenartig angetriebenen
Membranlautsprecher erzeugen vorzugsweise die stereophone Klangwidergabe.
Gemäß einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft
diese ein audiovisuelles System mit einem visuellen Anzeigemittel und wenigstens
einer Lautsprechereinheit (aber vorzugsweise zwei Lautsprechereinheiten) gemäß
dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung. Vorzugsweise ist das audiovisuelle
System ein Heimkinosystem (oder ein Heimunterhaltungssystem). Vorzugsweise bestehen
die visuellen Anzeigemittel aus einem Fernsehgerät. Die visuellen Anzeigemittel
und die Lautsprechereinheiten können in einer einzigen Einheit kombiniert sein.
Weitere bevorzugte und wahlweise Merkmale der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung.
Kurzebeschreibung der Zeichnungen
Diese und weitere Merkmale, Aspekte und Vorteile der vorliegenden
Erfindung ergeben sich in Verbindung mit der folgenden Beschreibung, den Ansprüchen
und den beiliegenden Zeichnungen. In der Zeichnung zeigen:
1 ist eine schematische Darstellung der relativen Positionen
und Orientierungen eines Resonanzplattenlautsprechers und eines Membranlautsprechers
gemäß einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Lautsprechereinheit.
2 ist eine schematische Darstellung eines audiovisuellen
Systems gemäß der vorliegenden Erfindung während der Benutzung; und
3 ist eine auseinandergezogene Darstellung eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Lautsprechereinheit.
Einzelbeschreibung der Erfindung
1 zeigt schematisch eine Lautsprechereinheit
10 gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
Diese Lautsprechereinheit besteht aus einem Resonanzplattenlautsprecher
1 und einem Membranlautsprecher 7. Der beispielsweise Resonanzplattenlautsprecher
1 weist eine allgemein ebene Resonanzplatte 3 auf, die darauf
befestigt Erreger 5 aufweist. Die Erreger 5 (von denen zwei dargestellt
sind, von denen die Platte 3 jedoch auch nur einen Erreger 5 oder
mehr als zwei Erreger aufweisen kann) werden vom Resonanzplattenlautsprecher
1 erregt, und bewirken, dass die Platte 3 in Resonanz kommt, und
dadurch eine akustische Strahlung emittiert.
Die Erreger 5 können aus irgendeiner Wandlertype bestehen,
beispielsweise einem elektromagnetischem Wandler (z.B. einer bewegten Spule), einem
piezoelektrischem Wandler oder einem elektrostatischem Wandler. Die Platte
3 selbst kann aus irgendeinem Material bestehen, beispielsweise aus einem
Polymermaterial und/oder einem Glasfasermaterial und/oder einem Kohlenstofffasermaterial
und/oder aus einem Kartonmaterial oder dergleichen. Die Platte 3 kann aus
einem einzigen Materialblatt oder aus mehreren Schichten (oder einer anderen Verbundkonstruktion)
bestehen, und/oder die Platte kann einen Kern, beispielsweise einen Honigwabenkern
oder eine Schaumkonstruktion, aufweisen.
Bei diesem Beispiel ist die Platte 3 im wesentlichen eben
(das heißt, sie besteht aus einer dünnen und flachen Platte). Dies hat
den Vorteil, dass das akustische Strahlungsmuster, das aus den beidenr Hauptflächen
der Platte 3 abgestrahlt wird, im wesentlichen gleich ist (dadurch wird
beispielsweise die diffuse Raumklangakustik der Schallwiedergabe verbessert).
Resonanzplattenlautsprecher werden oft als Lautsprecher „mit
verteilten Modus" (DMLs) bezeichnet, weil sie allgemein durch Erregung einer Vielzahl
von Vibrationsmoden arbeiten, die über die Platte verteilt sind (die Platte
arbeitet allgemein vollständig in Resonanz). Die Resonanzplattenlautsprecher
können beispielsweise derart ausgebildet sein, wie sie in der internationalen
Patentveröffentlichung Nummer WO9709842 beschrieben sind.
Nunmehr soll auf den kolbenbetriebenen Membranlautsprecher
7 Bezug genommen werden. Die Ausdrücke „Kolbenlautsprecher"
und „kolbenbetriebener Membranlautsprecher" wie sie in dieser Beschreibung
benutzt werden, beziehen sich auf einen Lautsprecher, bei dem sich eine Membran
in einer kolbenartigen Bewegung im wesentlichen als starres Ganzes über wenigstens
einen Teil des Betriebsfrequenzbereiches bewegt (beispielsweise
bis zu 700 Hz). Als solches weist der kolbenartig angetriebene Membranlautsprecher
7 eine allgemein konische Membran 9 und einen Treiber
11 für die Membran 9 auf. Der Treiber 11 kann ein
elektromechanischer Wandler zum Beispiel ein Wandler mit einer bewegten Spule sein,
oder es können auch andere Typen von Treibern Anwendung finden.
Der kolbengetriebene Membranlautsprecher 7 bewirkt vorzugsweise
eine bildkonforme Tonwiedergabe (während der Resonanzplattenlautsprecher
1 vorzugsweise eine diffuse Raumklangwiedergabe bewirkt). Am zweckmäßigsten
ist es, wenn der Membranlautsprecher 7 als eine monopole akustische Quelle
wirkt (und vorzugsweise der Resonanzplattenlautsprecher 1 als diffuse akustische
Dipolquelle wirkt). Der Membranlautsprecher 7 emittiert vorzugsweise den
akustischen Ausgang des linken bzw. rechten Signals der Stereophonquelle.
Deshalb werden, wie bei dem Ausführungsbeispiel nach
2 dargestellt und weiter unten beschrieben, zwei Lautsprechereinheiten
10 gemäß der Erfindung vom Hörer (oder Betrachter bei einem
Heimkinosystem) benutzt, wobei jeder der beiden Membranlautsprecher 7 der
beiden Einheiten 10 bildkonforme, stereophone akustische Strahlung emittiert
und die beiden Resonanzplattenlautsprecher 1 (keine bildbezogenen) akustische
Raumklangstrahlungen emittieren.
Wie bei dem Beispiel nach 1 dargestellt,
liegt die Ebene der Resonanzplatte in der gleichen Orientierung wie die Achse A-A,
längs derer die Membran 9 kolbenmäßig angetrieben wird.
Tatsächlich liegt die Achse A-A in der gleichen Ebene wie die Resonanzplatte
3. Vorzugsweise ist der Resonanzplattenlautsprecher 1 relativ
zu den kolbengetriebenen Membranlautsprechern 7 derart angeordnet, dass
die Emission der akustischen Strahlung vom Membranlautsprecher 7 im wesentlichen
unbehindert durch den Resonanzplattenlautsprecher 1 abgestrahlt wird. Zweckmäßigerweise
wird der Resonanzplattenlautsprecher 1 über, unter oder hinter dem
Membranlautsprecher 7 angeordnet. Noch zweckmäßiger ist es, den
Resonanzplattenlautsprecher 1 hinter den Membranlautsprecher
7 aufzustellen. Demgemäß ist, wie in 1
dargestellt, die Resonanzplatte 3 hinter dem Membranlautsprecher
1 angeordnet, sodass der gerichtete akustische Ausgang (wie durch den Pfeil
D angegeben) des Membranlautsprechers 7 durch den Resonanzplattenlautsprecher
1 nicht behindert wird.
Der akustische Ausgang des Resonanzplattenlautsprechers
1 wird durch die Pfeile 6 angedeudet. Wie ersichtlich, verläuft
der Ausgang der Resonanzplatte 3 allgemein senkrecht zu jenen der Membran
9, jedoch ist der Ausgang der Resonanzplatte 3 diffus und in Form
eines Dipols mit der „Null" zentriert auf der Achse A-A des Membranlautsprechers
7. Infolgedessen wird die „Null" des diffusen Dipols des Resonanzplattenlautsprechers
1 allgemein auf den Hörer/Betrachter zentriert, wenn der Membranlautsprecher
7 auf den Hörer/Betrachter gerichtet wird, und der Ausgang der Resonanzplatte
3 wird als Umgebungsklang wahrgenommen, trotz der Tatsache, dass die Lautsprechereinheiten
normalerweise nur vor dem Hörer/Betrachter aufgestellt sind.
Vorzugsweise ist der Resonanzplattenlautsprecher 1 so angeordnet,
dass er den Klang von beiden gegenüberliegenden Hauptoberflächen der Platte
3 gleichzeitig abstrahlt. Eine Lautsprechereinheit 10 gemäß
der vorliegenden Erfindung hat den Vorteil, dass dadurch, dass die Ebene des Resonanzplattenlautsprechers
1 so angeordnet ist, dass er allgemein die gleiche Orientierung wie die
Achse des kolbengetriebenen Membranlautsprechers 7 hat, der Resonanzplattenlautsprecher
1 normalerweise ein akustisches Strahlungsmuster allgemein gemäß
der Figur einer acht aufweist, indem der Klang von beiden gegenüberliegenden
Hauptoberflächen der Platte 3 abgestrahlt wird, wobei die „Null"
des Strahlungsmusters allgemein mit der Achse des Membranlautsprechers
7 zusammenfällt. Infolgedessen wird durch Benutzung eines Resonanzplattenlautsprechers
1 in dieser Orientierung die Type des akustischen Strahlungsmusters erzeugt,
die allgemein für den Raumklang gewünscht wird. Außerdem, und dies
ist besonders zweckmäßig, sucht der Resonanzplattenlautsprecher diffuse
akustische Strahlung zu erzeugen, was ideal für den Raumklang ist. Diese beiden
Charakteristiken bedeuten in ihren Kombinationen, dass der Resonanzplattenlautsprecher
1 der Lautsprechereinheit 10, gemäß der vorliegenden
Erfindung allgemein ein extrem wirksames Raumklanglautsprechersystem schafft. Die
Tatsache, dass die Lautsprechereinheit 10 gemäß der vorliegenden
Erfindung einen derartigen Raumklanglautsprecher 1 mit einem Membranlautsprecher
7 kombiniert (der vorzugsweise als Monopol wirkt), ergibt den erheblichen
Vorteil, dass getrennte herkömmliche Raumklanglautsprecher, die hinter dem
Betrachter/Hörer angeordnet werden, wegfallen können und stattdessen eine
oder mehrere (vorzugsweise zwei) Lautsprechereinheiten 10 gemäß
der vorliegenden Erfindung benachbart zu dem Fernseher (oder als Teil desselben)
(oder benachbart zu einem anderen Heimkinoschirm) angeordnet werden kann, wodurch
sowohl ein bildkonformer Klang als auch ein Raumklang erzeugt werden, wie dies nachstehend
unter Bezugnahme auf 2 beschrieben wird.
2 ist eine schematische Grundrissansicht eines beispielsweisen
Heimkinosystems 12 gemäß der vorliegenden Erfindung. Das System
12 umfasst ein Fernsehgerät 13 (oder eine andere visuelle
Darstellungseinrichtung) und zwei Lautsprechereinheiten, gemäß
der vorliegenden Erfindung nämlich zwei Lautsprechereinheiten 10 gemäß
1. Die Lautsprechereinheiten 10 sind auf beiden
Seiten des Fernsehgerätes 13 angeordnet und so orientiert, dass ihre
Membranlautsprecher 7 auf den Hörer/Betrachter 15 gerichtet
sind. Wie oben beschrieben, erzeugt diese Anordnung die Wahrnehmung eines Umgebungsraumklangs
für den Betrachter/Hörer, obgleich die Lautsprecher 10 nur vor
(und nicht hinter oder seitlich) des Betrachters/Hörers angeordnet sind. Durch
die Anordnung wird außerdem ein bildkonformer stereophoner Klang durch die
gerichteten monopolen Membranlautsprecher erzeugt.
Jede Lautsprechereinheit 10 kann mehr als einen kolbengetriebenen
Membranlautsprecher 7 und/oder mehr als einen Resonanzplattenlautsprecher
1 aufweisen. Beispielsweise kann die Funktion des kolbengetriebenen Lautsprechers
7 übernommen werden (wobei zum Beispiel jeder der Lautsprecher auf
einen speziellen Frequenzbereich abgestimmt ist). Die kolbengetriebenen Membranlautsprecher
7 können beispielsweise aus einem Compound-Lautsprecher der Bauart
bestehen, wie dieser in der US-A-5548657 beschrieben ist.
In 1 ist der Übersichtlichkeit wegen
ein Gehäuse für die Lautsprechereinheit 10 weggelassen. Vorzugsweise
umfasst eine Lautsprechereinheit gemäß der vorliegenden Erfindung außerdem
ein Gehäuse in dem der Resonanzplattenlautsprecher 1 und der Membranlautsprecher
7 angeordnet sind. 3 ist ein auseinandergezogenes
Diagramm einer bevorzugten Ausführung einer Lautsprechereinheit 14
gemäß der vorliegenden Erfindung. Bei diesem Ausführungsbeispiel
besteht die Lautsprechereinheit 14 aus einem Resonanzplattenlautsprecher
1 mit einer Resonanzplatte 3 und einem Erreger 5 (in
Form eines elektromechanischen Wandlers), der daran befestigt ist, und die Einheit
weist außerdem einen kolbengetriebenen Membranlautsprecher 7 auf,
der in 3 als Compound-Lautsprecher jener Type dargestellt
ist, wie sie in der US-A-5548657 beschrieben ist. Der Compound-Membranlautsprecher
7 weist einen Niederfrequenzteil mit der dargestellten, im wesentlichen
konischen Membran 9 auf, und außerdem einen Hochfrequenzteil, der
eine allgemein kuppelförmig gestaltete, nicht dargestellte Membran besitzt,
die in dem Hals der konischen Membran oder in der Nähe hiervon liegt.
Die in 3 dargestellte Lautsprechereinheit
14 umfasst außerdem ein Gehäuse 17, in dem der Resonanzplattenlautsprecher
1 und der Membranlautsprecher 7 angeordnet sind. Das Gehäuse
17 weist mehrere Abschnitte oder Tafeln auf, die um die Lautsprecher
1 und 7 herum zusammengestellt sind. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
umfasst das Gehäuse 17 zwei Seitenplatten 17a,
17b, eine Frontplatte 17c und eine hintere Platte 17d.
Die verschiedenen Platten besitzen Dichtungsringe (oder andere Dichtungen)
19, die dazwischen angeordnet sind, um das Gehäuse abzudichten. Die
Dichtungsringe (oder die anderen Dichtungen) 19 können beispielsweise
aus Polymerschaum oder anderem Polymer-Dichtungsmaterial bestehen. Die Resonanzplatte
3 wird an ihrer Stelle im Gehäuse 17 durch ein Kleberkissen
21 (und/oder über nicht dargestellte Klebebänder) gehalten.
Wie deutlich aus 3 ersichtlich ist, besteht
das Gehäuse 17 aus zwei Hauptteilen. Ein Hauptteil 23 des
Gehäuses 17 umschließt (vorzugsweise vollständig) den kolbengetriebenen
Membranlautsprecher 7, anders als durch die Frontplatte 17c, die
Öffnungen 25 aufweist, über die die nach vorn gerichtete vom
Membranlautsprecher 7 emittierte akustische Strahlung ausgebreitet wird.
Ein zweiter Teil 27 trägt den Resonanzplattenlautsprecher
1, aber dieser Teil ist an den gegenüberliegenden Hauptseiten benachbart,
zu den gegenüberliegenden Hauptseiten der Resonanzplatte 3 offen,
damit sich die seitlich gerichtete, vom Resonanzplattenlautsprecher 1 emittierte
Strahlung im wesentlichen frei von der Einheit ausbreiten kann. Der (oder jeder)
Erreger 5 wird durch kleine Verschlusselemente 29 geschützt,
die innerhalb der offenen Seiten des zweiten Teils 27 des Gehäuses
angeordnet sind. Eine Zuleitung 31 ist an beide Lautsprecher
1, 7 der Einheit 14 über Anschlußstifte
33 anschließbar.
Als solches schafft die vorliegende Erfindung eine neuartige Lautsprechereinheit,
die beispielsweise für eine Fünfkanal-Superaudiokompaktdisk (SACD) geeignet
ist und/oder zur Erzeugung einer Raumklangwiedergabe benutzt werden kann, beispielsweise
für Anwendung bei einem Heimkino. Die vorliegende Erfindung vermeidet insbesondere
die Notwendigkeit der Anordnung getrennter Raumklanglautsprecher, die hinter dem
Betrachter eines Heimkinosystems angebracht werden müssten. Jedoch ist die
vorliegende Erfindung (wenigstens nicht in ihren breitesten Aspekten) auf SACD oder
Heimkinoanwendungen oder Raumklanganwendungen allgemein beschränkt, obgleich
derartige Anwendungen besonders geeignet für die vorliegende Erfindung sind.
Die vorliegende Erfindung wurde im einzelnen unter Bezugnahme auf
gewisse bevorzugte Versionen beschrieben, jedoch sind auch andere Versionen denkbar.
Daher sollte der Schutzumfang der beiliegenden Ansprüche nicht auf die beschriebenen
bevorzugten Versionen beschränkt sein.