Diese Erfindung bezieht sich auf eine Drahtsäge, die mit superabrasivem
Schleifmittel besetzt ist entsprechend der Präambel des Anspruchs 1, wie aus
JP 03104553 bekannt, und auf ein Verfahren
zur Herstellung einer solchen Drahtsäge. Genauer bezieht sie sich auf eine
Drahtsäge, die superabrasive Teilchen hat, die direkt auf einem Substrat aus
Feinmetalldraht mit einem Aktivmetallhartlot befestigt sind.
Drahtsägentechnologie wird in einer Vielzahl von Industrieanwendungen
benutzt. Die Drahtsägen wurden und werden benutzt, um Fels in der Bergbauindustrie
zu schneiden. Konventionelle Drahtsägen haben im allgemeinen entlang einem
Draht, Kabel oder Seil aufgereihte abrasive Kügelchen, die durch eine zentrale
Bohrung jedes einzelnen Kügelchens eingefädelt sind. Die abrasiven Körner
sind auf der äußeren Oberfläche der Kügelchen eingebettet und
die Kügelchen sind der Länge nach auf dem Draht durch Abstandshalter angeordnet.
Vergleiche z.B. U.S.-A-5,377,659 an Tank et al. Auch U.S.-A-5,383,443 an Buyens
bietet eine Verbesserung für eine Kugeldrahtsäge an, wobei die Kügelchen
exzentrisch auf dem Draht angebracht sind.
China Grinding Wheel Co., Taipei, Republik China, bietet eine Kügelchendrahtsäge
an, die auf die Kugel hartgelötete Diamantkörner benutzt. Diese Kügelchen
sind unter dem Handelsnamen Kinik® DiaGrid® Pearls
zum Gebrauch beim Schneiden von Baumaterialien wie Marmor, Serpentin, Granit und
Beton erhältlich.
Diamantenthaltende Metallmatrixsegmente wurden auf Einschnitte hartgelötet,
die in Schwerlastdraht (z.B. 4,4 mm ∅) geschnitten wurden, um Steinschneidesägen
für die Bauindustrie herzustellen. Vergleiche U.S.-A-3,886,925.
Das Zerschneiden von Keramik, insbesondere Blöcken von einzelnem
Kristallsilizium, worauf im vorliegenden gelegentlich Bezug genommen wird als ein
Stab aus Silizium, um dünne Wafer herzustellen, ist sehr wichtig für die
Mikroelektronik-, Optik- und Fotovoltaikindustrie. Die Schneidegenauigkeit ist wichtig,
um Wafer herzustellen, die mit sehr geringer Toleranz plan sind. Traditionellerweise
werden Keramikwafer hergestellt, indem man den Stab mit einer ungewöhnlichen
Mahlrad/Schleifscheibe sägt, mit Schleifmittel, das an den inneren Durchmesser
einer zentralen Bohrung gebunden ist. Solches „Innendurchmessersägen"
erlaubt extrem genaues Schneiden, aber ist darauf beschränkt, jedesmal nur
einen Wafer zu schneiden.
Kürzlich wurde das Drahtsägen in der Produktion von keramischen
Wafern angewendet. Erhöhte Produktivität kann erreicht werden, indem eine
lange Drahtsäge benutzt wird, die so gespannt ist, um viele Übergänge
entlang der Länge des Stabs zu ermöglichen, wobei viele Wafer gleichzeitig
geschnitten werden.
Das Werksstück ist von sehr hoher Qualität und deshalb kann
selbst ein unbedeutendes Stück Abfall des Rohmaterials sehr teuer sein. Frühere
Drahtsägentechnologie umfasst deshalb die Benutzung eines einfachen Metalldrahtes
und loser abrasiver Körner, die auf der Nahtstelle zwischen dem Draht und dem
Stab angebracht sind.
Konventionelle Kugeldrahtsägen oder steinbearbeitende Sägen
sind im allgemeinen nicht geeignet für das für Waferschneiden erforderliche
Präzisionsschneiden. Die Kugeln erhöhen die effektive Dicke des Werkzeugs,
das eine zu breite Kerbe durch das Werksstück schneidet. Die durch die Kugelsäge
entfernte Masse des Werksstücks kann die mehrfache Masse eines einzelnen Wafers
sein. Der Gebrauch von Abstandshaltern und Hülsen erschwert weiterhin die Herstellung
von Kugelsägen.
Eine andere Technik, die die Kerbe einer Drahtsäge für Waferschneiden
verringern könnte, umfasst das elektrochemische Aufbringen von Schleifmitteln
direkt auf den Trägerdraht. Elektrochemisches Aufbringen verlangt im allgemeinen,
dass ein elektrisch geladener Draht in ein Bett von abrasiven Teilchen in einer
umgekehrt geladenen flüssigen Lösung einer Metallbindung gelegt wird.
Wenn sich das Metall auf dem Draht ablagert, fängt es abrasive Teilchen innerhalb
einer dünnen Metallschicht und bindet dabei das Schleifmittel an den Draht.
Z.B. legt U.S.-A-5,438,973 an Schmid et al. Sägeblätter offen, bei denen
auf einer Nickelauflage fixierte diamantene abrasive Teilchen auf eine Schneideoberfläche
eines Edelstahldrahtkerns mit tropfenförmigem Querschnitt fixiert werden.
Drahtsägen, die durch elektrochemische Aufbringung hergestellt
werden, haben den großen Nachteil, dass es keine chemische Bindung zwischen
dem Schleifmittel und der aufgebrachten Beschichtung gibt. Während des Betriebs
wird die äußere Oberfläche der dünnen Schicht bald abgetragen
und die abrasiven Teilchen entfernen sich leicht vom Draht, wenn weniger als ungefähr
die Hälfte des aufgebrachten Metalls erodiert ist. Deshalb wird die Säge
vorzeitig wirkungslos, z.B. bevor die abrasiven Teilchen stumpf werden. Beschichtetes
Metall kann auch unter zyklischen Belastungen vom Draht springen.
Ein weiterer Nachteil elektrochemisch aufgebrachter Drahtsägen
besteht darin, dass sie teuer in der Herstellung sind. Die Masse an Schleifmittel
in der Bettung sollte bei weitem diejenige übertreffen, die
letztendlich auf dem Draht landet. Natürlich sind superabrasive Teilchen ziemlich
teuer und die Notwendigkeit, einen Vorrat der Teilchen in der Bettung zu führen,
erhöht die Kosten. Außerdem ist eine Kontrolle der Verteilung der abrasiven
Teilchen auf dem Draht nicht durchführbar.
Es ist wünschenswert, eine superabrasive Drahtsäge zu haben,
die eine kleine Querschnittsdimension hat, insbesondere um dünne Teile wie
Keramikwafer zu schneiden. Eine superabrasive Drahtsäge mit einer langen Nutzungsdauer,
die einfach und relativ billig herzustellen ist, wird auch benötigt. Es ist
weiterhin wünschenswert, ein Verfahren für die Herstellung einer solchen
Drahtsäge zu haben, das eine präzise und empfindliche Kontrolle der Verteilung
des Schleifmittels auf dem Draht bietet, während gleichzeitig thermische Schäden
minimiert und die mechanische Stärke des Drahtes aufrechterhalten werden.
Dementsprechend sieht die vorliegende Erfindung eine Drahtsäge
vor, die einen Metalldraht und superabrasive Körner umfasst, die durch eine
hartgelötete Metallbindung auf dem Draht befestigt sind. Die Metallbindung
umfasst kleinere Anteile eines Aktivmetalls, ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Titan, Tantal, Chrom und Zirkonium. Die abrasiven Körner liegen in einer
Schichtdicke von einem einzelnen Korn vor. Der Durchmesser des Drahts in seiner
größten Dimension liegt im Bereich von 150-250 &mgr;m. Die Körner
sind vorzugsweise auf der Oberfläche des Drahtes in einer vorbestimmten Oberflächenverteilung
angeordnet. Weiterhin ist ein Verfahren zur Herstellung einer Drahtsäge vorgesehen,
das die folgenden Schritte umfasst:
- a) Bereitstellung einer Paste umfassend eine Zusammensetzung der Metallbindung,
die eine Lotmetallzusammensetzung darstellt, die zum Hartlöten bei einer Temperatur
von 850-950°C geeignet ist, worin die Metallbindung einen kleineren Anteil
eines Aktivmetalls ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Titan, Tantal, Chrom
und Zirkonium enthält;
- b) Beschichten der Oberfläche eines Drahtes mit einer Schicht der Paste,
wobei der Durchmesser des Drahtes in seiner größten Dimension im Bereich
von 150-250 &mgr;m liegt;
- c) Aufbringen einer Schicht von abrasiven Körnern mit einer Schichtdicke
von im Wesentlichen einem Korn auf die Pastenschicht;
- d) Erhitzen des Drahtes in einer Inertgasatmosphäre auf eine Temperatur
und über einen Zeitraum, der ausreicht, um die Zusammensetzung der Bindung
zu schmelzen;
- e) Abkühlen des Drahtes, wobei die Körner an den Draht gebunden werden.
In einem Aspekt umfasst die Drahtsäge nach der vorliegenden Erfindung
einen Metalldrahtkern und eine einzelne Schicht abrasiver Körner, die durch
eine hartgelötete oder weichgelötete Metallbindung direkt auf dem Draht
befestigt sind, der vorzugsweise eine Aktivmetallbindung darstellt. Die Säge
kann in herkömmlichen Schneideanwendungen benutzt werden. Entsprechend sollte
der Draht in der Lage sein, Spannung, Hitze und Biegung, denen solche Sägen
normalerweise ausgesetzt sind, zu widerstehen. Deshalb sollte das Sägenmaterial
ausreichende Festigkeit, Flexibilität und hohe Schmelztemperatur aufweisen,
damit es zufriedenstellend zum Schneiden dienen kann. Das Drahtmetall sollte auch
bei einer ausreichend hoch über der Metallbindungsliquidustemperatur schmelzen,
so dass der Draht durch das Hart- oder Weichlöten der Körner auf ihn nicht
geschwächt oder anderweitig negativ beeinflusst wird.
Representative Drahtmetalle umfassen Eisen, Nickel, Kobalt, Chrom,
Molybdän, Wolfram sowie Legierungen, die ein jedwedes dieser Metalle enthalten
(z.B. Inconelnickellegierung). Stahl ist für Weichlötverfahren akzeptabel,
allerdings kann er, wenn er zu hohen Temperaturen ausgesetzt wird, während
des Hartlötens an Zerreißfestigkeit verlieren. Stahl mit hohem Kohlenstoffgehalt
wird gewöhnlicherweise weniger durch Hartlöten bei hohen Temperaturen
beeinträchtigt. Die Festigkeit des Stahldrahtes kann in einem hohen Maße
wiedergewonnen werden, indem ein Abschreckungsschritt (z.B. schnelles Abkühlen)
in das Verfahren eingebaut wird. Wolfram wird vorgezogen, weil es praktisch von
der Hitzebehandlung, die mit der Herstellung der Drahtsäge verbunden ist, nicht
beeinträchtigt wird, allerdings wäre jeder Metalldraht, der die spezifische
Form und physikalischen Eigenschaften hat, zum Gebrauch in dieser Erfindung geeignet.
Wie im Vorliegenden gebraucht, bezieht sich „Hartlötung"
oder „Hartlöten" auf ein Verfahren, bei dem ein Bindungsmetall, das
einen niedrigeren Schmelzpunkt als die zu lötenden Materalien hat, zu einer
erhöhten Temperatur von 400° C oder darüber erhitzt wird, wobei das
Metall flüssig wird, und dann auf eine Temperatur abgekühlt wird, bei
der das Metall sich verfestigt, um eine Verbindung zu bilden. Der Begriff „Weichlötung"
oder „Weichlöten" bezieht sich auf ein hartlotähnliches Metallbindendes
Material, das bei Temperaturen unter 400 °C (z.B. 200-399 °C) fließt.
Bevorzugterweise hat der Draht eine zylindrische Form, die durch eine
Längsachse und einen dazu senkrechten kreisförmigen Querschnitt gekennzeichnet
ist. Geeignete Drahtsägen, die für besonderen Gebrauch angepasst sind,
können erhalten werden, indem man Drähte mit nichtkreisförmigem Querschnitt
benutzt. Z.B. kann der Querschnitt oval, flach, nicht flach, viereckig, quadratisch,
trapezförmig oder niederer Ordnung polygonal, z.B. 3-6seitige Polygone, sein.
Mit „flach" ist gemeint, dass der Draht ein hohes Aspektverhältnis aufweist,
rechteckigen Querschnitt, wie ein Band, z.B. mit einer charakteristischen
Länge und einer charakteristischen Breite, wobei die Breite weniger als ungefähr
10% der Länge beträgt. Man kann erkennen, dass Bänder, die entsprechend
dieser Erfindung hergestellt werden, als Bandsägeblätter nützlich
sein können, inklusive derjenigen, bei denen abrasives Schleifmaterial auf
der gesamten Oberfläche oder nur auf einem Teil der Oberfläche des Blattes
angebracht ist.
In Übereinstimmung mit einem Hauptziel der Drahtsäge, nämlich
dünne Keramikwafer zu schneiden, z.B. „Präzisionsschneiden", sollte
der Querschnitt des Drahtes so klein wie durchführbar sein, um den Schneidfugenverlust
zu minimieren. Spannung auf den Draht während des Sägens beschränkt
praktisch den Durchmesser. Der Durchmesser des Drahtes liegt in seiner größten
Dimension im Bereich von 150-250 &mgr;m.
Drahtsägen können auch nützlich für das Schneiden
von Baumaterialen oder Felsen, wie in Bergbauanwendungen, z.B. in „grobhiebigen"
Schneideeinrichtungen sein. Um einen tatsächlich festen Draht mit entsprechender
Werkzeuglebensdauer für solche Einrichtungen zu erhalten, sollte der Querschnitt
des Drahtes merklich vergrößert werden in einem Bereich von ungefähr
1-5 mm. In grobhiebigen Anwendungen kann ein Einzelstrangmetalldraht verwendet werden
oder ein Draht aus mehreren Metallsträngen kann zusammengeflochten werden,
um ein Kabel oder Seil des gewünschten Gesamtquerschnitts zu erhalten. Schleifmittel
kann auf den Einzelstrang- oder Mehrstrangträger hartgelötet werden.
Entsprechend dem festgestelltem Hauptziel der neuen Drahtsäge,
Keramikwafer und insbesondere Silikonwafer zu schneiden, umfasst das abrasive Schleifmaterial
ein Superschleifmittel. Diamant, kubisches Bornitrid und Mischungen daraus in jeglichem
Verhältnis sind geeignet. Der Diamant kann natürlich oder synthetisch
sein. Die abrasive Komponente der Säge kann auch nicht superabrasive Teilchen
in Verbindung mit superabrasiven enthalten, unter der Bedingung, dass die nicht
abrasiven dem Metallhartlotverfahren zur Befestigung auf dem Draht standhalten können.
Bevorzugterweise ist der größere Teil, z.B. mehr als 50 vol. % der abrasiven
Komponente superabrasiv. Repräsentative Nicht-Superschleifmittel, die nützlich
sind, umfassen Siliziumcarbid, Aluminiumoxid, Wolframcarbid und ähnliche mit
einem Knoophärtewert von ungefähr 1000-3000, wenn unter einer aufgebrachten
Belastung von 500 g gemessen wird. Besonderer Vorzug wird einer Drahtsäge gegeben,
bei der die abrasive Komponente ausschließlich superabrasiv ist.
Die abrasiven Teilchen werden auf dem Draht im wesentlichen mit einer
Schichtdicke von einem einzelnen Korn aufgebracht. Der Begriff „Schichtdicke
von einem einzelnen Korn" bedeutet, dass eine einzelne Schicht abrasiver Teilchen
auf dem Substrat vorliegt. Die Körner sollten jedenfalls ausgewählt werden,
um eine enge Teilchengrößenverteilung bereitzustellen. Dies sorgt für
eine gleichmäßigere Schnittkante der Säge. Die Säge kann auf
eine genauere gleichmäßigere Schnittkante abgezogen werden, allerdings
wird im allgemeinen umso weniger Abziehen benötigt desto ähnlicher die
Teilchen in der Größe sind. Die Teilchengrößenverteilung kann
durch selektives mehrfaches Sieben des Kornmaterials gesteuert werden. Für
Präzisionsschneiden werden Teilchen von ungefähr 5-50 &mgr;m und gleichmäßiger
Teilchengrößenverteilung, bei der mindestens ungefähr 90% der Körner
cirka 0,85-1,15 der durchschnittlichen Körnchengröße haben, der Vorzug
gegeben. Entsprechend sollte die Gesamtquerschnittsdimension der Schleifmittel tragenden
neuen Drahtsäge für Präzisionsschleifen von Keramikwafern bevorzugt
zwischen 180-300 &mgr;m betragen. Für grobhiebiges Schleifen werden Schleifkörner
großer Teilchengröße, z.B. ungefähr 600 &mgr;m bevorzugt und
entsprechend wird die Gesamtquerschnittsdimension der Säge ungefähr 2,2-6,2
mm betragen.
Wie bereits erwähnt, werden die Körner durch eine hartgelötete
Aktivmetallbindung direkt auf dem Draht befestigt. Zusammensetzungen für hartgelötete
Metallbindungen, um abrasive Körner auf einer metallischen Werkzeugvorform
zu fixieren, sind wohlbekannt. Beispielhafte Zusammensetzungen der Metallbindung
umfassen Gold, Silber, Nickel, Zink, Blei, Kupfer, Zinn, Legierungen dieser Metalle
und Legierungen dieser Metalle mit anderen Metallen wie z.B. Phosphor, Cadmium,
Vanadium und ähnlichen. Im allgemeinen können kleinere Anteile zusätzlicher
Komponenten in die Zusammensetzung aufgenommen werden, um die Eigenschaften der
Bindung, wie z.B. die Schmelztemperatur, die Schmelzviskosität, das Benetzen
der abrasiven Oberfläche und die Bindungsfestigkeit zu verändern. Legierungen
auf Kupfer-/Zinn-Bronzebasis oder Legierungen auf Nickelbasis werden bevorzugt,
um Schleifmittel, insbesondere Superschleifmittel auf Metall zu binden.
Mit „Aktivmetallbindung" ist eine Bindung gemeint, die aus
einer Metallzusammensetzung wie oben beschrieben geschaffen wird, in die bestimmte
sogenannte „aktive Metalle" oder „reagierende Metalle" zusätzlich
eingebaut werden. Diese Aktivmetalle sind gekennzeichnet durch die Fähigkeit,
mit Kohlenstoff oder Stickstoff zu reagieren, um Carbide oder Nitride zu bilden,
während die Zusammensetzung der Metallbindung bei erhöhten Temperaturen
des Hartlötverfahrens geschmolzen wird. Die so geformten Carbide oder Nitride
sind chemisch mit Superschleifmitteln verträglich, um so das Benetzen der superabrasiven
Teilchen durch die geschmolzene flüssige Bindungszusammensetzung
zu verbessern und die Kraft der Anhaftung zwischen Teilchen und Bindung zu stärken.
Typische Metalle von besonders hoher Bedeutung, um Diamanten zu binden, umfassen
Titan, Tantal, Chrom und Zirkonium. Im allgemeinen sollten die Aktivmetalle als
ein kleinerer Anteil der Zusammensetzung der Metallbindung vorliegen und können
so niedrig wie ungefähr 0,5 Gewichtsprozent davon betragen.
Eine besonders bevorzugte Zusammensetzung der Aktivmetallbindung umfasst
eine Bronzelegierung und Titan. Die Bronzelegierung besteht bevorzugt aus ungefähr
10-30 Gewichtsprozent Zinn und noch bevorzugter ungefähr 23-25 Gewichtsprozent
Zinn, wobei die restliche Menge auf 100 Gewichtsprozent aus Kupfer besteht. Titan
liegt mit ungefähr 2-25 Gewichtsprozent vor und bevorzugt mit ungefähr
5-10 Gewichtsprozent. Besonderer Vorzug wird Zusammensetzungen der Aktivmetallbindung
gegeben, die aus ungefähr 19-21 Gewichtsprozent Zinn, ungefähr 69-73 Gewichtsprozent
Kupfer und ungefähr 8-10 Gewichtsprozent Titan bestehen.
Das Titan sollte in der Bindungszusammensetzung in einer Form vorliegen,
die während des Hartlötens reagieren kann. Es kann entweder in elementarer
oder gebundener Form hinzugefügt werden. Elementares Titan reagiert mit Wasser
bei niedriger Temperatur, um Titandioxid zu bilden, und könnte deshalb möglicherweise
während des Hartlötens nicht mehr mit Diamanten reagieren. Deshalb ist
das Hinzufügen von elementarem Titan weniger beliebt, wenn Wasser vorliegt.
Wasser kann manchmal ein Bestandteil des unten beschriebenen flüssigen Bindemittels
sein. Wenn Titan in gebundener Form hinzugefügt wird, sollte die Bindung während
des Hartlötungsschritts zur Auflösung fähig sein, um dem Titan zu
ermöglichen, mit den Superschleifmitteln zu reagieren. Bevorzugt wird Titan
dem Bindematerial als Titanhydrid TiH2, das bis zu ungefähr 500
°C stabil ist, hinzugefügt. Oberhalb ungefähr 500 °C dissoziiert
Titanhydrid in Titan und Wasserstoff.
In einer weiteren sehr bevorzugten Ausführungsform kann die Zusammensetzung
der Aktivmetallbindung Bronze, Titan und kleine Anteile anderer aktiver Inhaltsstoffe,
wie z.B. Zirkonium und elementaren Kohlenstoff enthalten. Das Zirkonium wird in
erster Linie hinzugefügt, um die Viskosität des Bindungsmaterials im geschmolzenen
Zustand während des Hartlötens zu erhöhen. Bevorzugterweise wird
das Zirkonium in elementarer Form beigefügt. Zirkonium in gebundener Form,
wie z.B. Zirkoniumhydrid, ist normalerweise ungeeignet, weil die gebundene Form
bei oder unter Hartlöttemperaturen nicht in elementares Zirkonium zerfällt.
Der Kohlenstoff reagiert während des Hartlötens mit überschüssigem,
freien Titan, das im Bindungsaterial vorhanden ist, um Titancarbidteilchen zu bilden.
Der Vorteil von Titancarbid wird unten erörtert. Kohlenstoff kann auch mit
Zirkonium reagieren, um hartes Zirkoniumcarbid zu bilden. Eine solche Zusammensetzung
umfasst 100 Teile Gewichtsanteile Bronzelegierung, die im wesentlichen aus ungefähr
10-30 Gewichtsprozent Zinn und der gleichen Menge Kupfer besteht, ungefähr
10-20 Gewichtsanteile Titan, ungefähr 5-10 Gewichtsanteile Zirkonium und ungefähr
0,1-0,5 Gewichtsanteile elementaren Kohlenstoff.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können feine
Partikel eines harten Materials, insbesondere von Titancarbid, der Bindungszusammensetzung
hinzugefügt werden, wie in US-A-5,846,269 offengelegt ist. Auch andere harte
Materialien sind brauchbar, wie z.B. Titandiborid, Werkzeugstahl und Carbonyleisen
sowie Mischungen aus harten Füllstoffen. Titancarbid kann, wie bereits erwähnt,
in situ hergestellt werden. Es wurde festgestellt, dass die Titancarbidteilchen
die Kerbzähigkeit der hartgelöteten Metallbindung erhöhen können
und dadurch eine Bindung mit verbesserter Verschleißfestigkeit liefern. Bevorzugt
sollten die harten Teilchen eine Teilchengröße zwischen ungefähr
1 und 10 &mgr;m aufweisen.
Wenn Weichlöten zum Einsatz kommt, wird ein metallbeschichteter
Diamant (z.B. Kupfer-, Titan-, Nickel- oder Chrombeschichtung von 1-10 &mgr;m)
benötigt, um eine angemessene Benetzung des Diamanten sicherzustellen und um
den Diamanten wirksam an den Draht zu binden. Geeignete beschichtete Diamanten sind
bei Tomei Dia (z.B. ein 50 Gewichtsprozent (ungefähr 2&mgr;m) kupferbeschichteter
IRM-CPS Diamant) erhältlich. Die zu diesem Zweck in den Hartlotzusammensetzungen
benutzten reagierenden Elemente reagieren nicht bei Weichlöttemperaturen und
sind deshalb nicht nützlich in den Weichlotzusammensetzungen, um Schleifkornretention
zu verbessern.
Eine geeignete Weichlotzusammensetzung, um Drahtsägen herzustellen,
ist ein annäherndes Eutektikum aus Zinn und Silber, das bei 221 °C fließt.
Eine bevorzugte Weichlotzusammensetzung umfasst diese Zinn- Silberlegierung (4 Gewichtsprozent
Silber in der Legierung), zusammen mit 1-2 Gewichtsprozent Kupfer und 10 Gewichtsprozent
TiB2 als harten Füllstoff. Weichlotzusammensetzungen können
Silber, Zinn, Kupfer, Zink, Cadmium und Blei umfassen, und bevorzugte Bindungen
umfassen harte auf Zinn basierende Lotlegierungen, wie z.B. ein Eutektikum aus Zinn
und Blei.
Die Technik des Beschichtens der abrasiven Körner mit einem Aktivmetall
vor dem Hartlöten kann auf die vorliegende Erfindung angewendet werden. Im
Falle von Hartlotlegierungen auf Nickelbasis kann eine Schicht von bevorzugt Carbid
bildendem Aktivmetall, wie z.B. Titan, Wolfram und Zirkonium benutzt werden.
Das Metall kann auf dem Schleifmittel mit den wohlbekannten Verfahren aufgebracht
werden, z.B. durch physikalische oder chemische Aufdampfung. Wie in US-A-5,855,314
offengelegt, auf das hier Bezug genommen wird, wurden kürzlich bestimmte Vorteile
ermittelt, die sich daraus ergeben, dass superabrasive Körner mit einer mechanisch
gebundenen Schicht einer ersten aktiven Komponente gemeinsam mit dem Einsatz einer
Kupfer/Zinn-Hartlotlegierungszusammensetzung, die eine zweite aktive Komponente
enthält, vorbeschichtet werden. Insbesondere ist die Gesamtmenge an aktiven
Komponenten, die in der entstehenden hartgelöteten Zusammensetzung vorliegen,
weitaus geringer als es für Bindungen nötig ist, die nur durch Einbau
einer aktiven Komponente in die Hartlotzusammensetzung hergestellt werden. Dies
schafft eine starke Bindung zum Superschleifmittel und vermindert gleichzeitig die
Menge aktiver Komponenten, die vorhanden sind, um intermetallische Zusammensetzungen
zu bilden.
Im allgemeinen werden die Komponenten des Bindungsmaterials in Pulverform
geliefert. Die Teilchengröße des Pulvers ist nicht entscheidend, allerdings
wird Pulver mit einer Maschenzahl kleiner als ungefähr 325 (44 &mgr;m Teilchengröße)
bevorzugt. Das Bindungsmaterial wird zubereitet, indem die Inhaltsstoffe vermischt
werden, bis die Komponenten sich in einer gleichmäßigen Konzentration
verteilt haben.
Das Trockenpulverbindungsmaterial kann mit einem flüchtigen Flüssigbindemittel
niederer Viskosität gemischt werden. Das Bindemittel wird den Pulverkomponenten
in einem wirkungsvollen Verhältnis beigefügt, um eine dickflüssige,
klebrige Paste zu bilden. In Pastenform kann das Bindungsmaterial akkurat verteilt
werden und haftet sowohl an der Oberfläche des Drahtes als auch an der der
abrasiven Körner. Die Pastenviskosität kann innerhalb einer großen
Spannweite variieren, abhängig von dem Verfahren, das benutzt wird, um die
Paste auf den Draht aufzutragen. Vorzugsweise sollte die Bindungsmaterialpaste die
Konsistenz von Zahnpasta haben.
Der Begriff „flüchtig" bedeutet, dass das Bindemittel
ausreichend leichflüchtig sein sollte, um während des Lötens praktisch
vollständig zu verdampfen und/oder sich thermisch zu zersetzen, ohne einen
Rückstand zu hinterlassen, der die Funktion der Bindung beeinträchtigen
könnte. Bevorzugt wird das Bindemittel unter ungefähr 400 °C verdampfen.
Allerdings sollte die Flüchtigkeit des Bindemittels niedrig genug sein, damit
die Paste bei Raumtemperatur über einen vernünftigen Zeitraum („Trocknungszeit")
flüssig und haftend bleibt, um das Bindungsmaterial und das Schleifmittel auf
dem Draht aufzubringen. Bevorzugterweise sollte die Trocknungszeit ungefähr
1-2 Stunden bei Raumtemperatur betragen. Flüssige Bindemittel, die geeignet
sind, die Anforderungen des neuen Bindungsmaterials zu erfüllen, sind im Handel
erhältlich. Repräsentative pastenbildende Bindemittel, die zum Gebrauch
für die vorliegende Erfindung geeignet sind, umfassen BrazTM-Bindemittelgel
von Vitta Company; „S"-Bindemittel von Wall Colmonoy Corporation, Madison
Heights, Michigan; und Cusil-ABA, Cusin-ABA, und Incusil-ABA Pasten von Wesgo, Belmont,
California. Pasten aus Aktivmetalllotzusammensetzungen, inklusive mit metallischen
Hartlotkomponenten vorgemischte Bindemittel, können von Lucas-Millane Company,
Cudahy, Wisconsin unter dem Handelsnamen LucanexTM, wie z.B. Lucanex
721 bezogen werden.
Das Bindemittel kann mit den Pulvern in vielen Verfahren, die im Stand
der Technik bekannt sind, vermischt werden, wie z.B. intensives Schermischen Die
Reihenfolge, in der Pulver und flüssiges Bindemittel gemischt werden, ist nicht
entscheidend. Die Paste wird durch jede der im Stand der Technik bekannten Techniken
auf den Draht aufgebracht, wie z.B. durch Bürsten, Sprühen, Verschleiern
oder Eintauchen des Drahtwerkzeuges in die Paste.
Die neue Drahtsäge kann recht effektiv in einem kontinuierlichen
Verfahren hergestellt werden. Der Draht kann herkömmlicherweise auf einer Spule
geliefert werden. Die Spule wird abgerollt, indem der Draht durch eine Zone gezogen
wird, wo das Schleifmittel und die Bindungsvorstufe deponiert sind. Wahlweise kann
der Draht vorbehandelt werden, wie z.B. durch mechanische oder chemische Reinigung
der Oberfläche, um Oxide zu entfernen oder die Oberfläche für ein
besseres Haften der Körner und Bindungsmaterialien aufzurauhen, die hinzugefügt
werden.
In einer Ausführungsform werden der Bindungsvorstufe und die
abrasiven Körner nacheinander aufgebracht. Dies heißt, dass zuerst eine
Lötpastenzusammensetzung auf die Drahtoberfläche aufgebracht wird, während
ununterbrochen der Draht durch die Beschichtungszone gezogen wird. Die Pastenschicht
bildet ein Bett, um die Körner aufzunehmen. Danach werden die abrasiven Körner
im Pastenbett abgelagert.
Die Dicke der Hartlötpastenschicht sollte im allgemeinen 100-200
% der durchschnittlichen Korngröße betragen. Diese Dicke wird geregelt
von Faktoren wie dem Schleifmittelgehalt und dem Bindemittelanteil, die benutzt
werden, um eine Paste mit den gewünschten Eigenschaften herzustellen. Die abrasiven
Körner können mit jedem Verfahren abgelagert werden, z.B. durch einzelnes
Aufbringen, Bestäuben oder Besprühen. Solche Techniken ermöglichen
es, dass die abrasiven Körner auf dem Substrat in einer vorbestimmten Oberflächenverteilung
angeordnet werden. Die Oberflächenverteilung der Körner
kann kontinuierlich oder unterbrochen sein. Unterbrochene Oberflächenverteilung
ist gekennzeichnet von schleifmittelfreien Regionen auf dem Draht zwischen schleifmittelbesetzten
Regionen. Eine unterbrochene Oberflächenverteilung zielt darauf ab, die auf
den Draht ausgeübten Kräfte zu reduzieren und fördert die wirksame
Entfernung von Schleifstaub. Die kontinuierliche Oberflächenverteilung kann
gleichmäßig sein oder wahlweise ungleichmäßig sein über
die Länge der Drahtsäge. Eine ungleichmäßige kontinuierliche
Oberflächenverteilung der Körner kann der Leistung einer unterbrochenen
Oberflächenverteilung nahekommen. Wahlweise können jegliche allgemein
zum Gebrauch in abrasiven Werkzeugen bekannte Füllerkomponenten auch angewendet
werden, um die anderen Komponenten zu verdünnen. Im allgemeinen sind solche
Füllerkomponenten im Hartlötverfahren inert. Das heisst, sie reagieren
nicht nennenswert mit der Hartlötzusammensetzung, den Schleifkörnern oder
dem Metalldraht.
Ein spezielles Herstellungsverfahren besteht darin, dass der Draht
horizontal durch die Beschichtungszone gezogen wird, während Körner vertikal
hinunter auf den beschichteten Draht gestreut werden. Dieses Verfahren bietet die
Fähigkeit, die Oberflächenverteilung der Körner auf dem Draht zu
kontrollieren. Das bedeutet, die Oberflächenverteilung, die durch die Anzahl,
das Volumen oder das Gewicht der abrasiven Körner pro Einheit Drahtoberfläche
angegeben wird, kann leicht angepasst werden, indem die Geschwindigkeit geändert
wird, mit der die losen Körner auf den sich bewegenden, beschichteten Draht
gestreut werden, um jegliche gewünschte Oberflächenverteilung zu erreichen.
Zusätzlich kann die Fülle der Bestreuung gepulst oder anderweitig periodisch
verändert werden, um eine periodische Längsvariation der Oberflächenverteilung
zu erreichen. Alternativ kann der Draht durch eine Wirbelschicht von Körnern
in einem Trägergas gezogen werden.
Die sequentielle Ausprägung der Beschichtungsschritte, bietet
weiterhin die Fähigkeit, abrasive Körner mit einer Schichtdicke von im
wesentlichen einem Korn aufzubringen. Da die Körner, vorübergehend vor
dem Löten, durch die Klebrigkeit der Paste, die in einer Schicht in Kontakt
mit dem Draht ist, an ihrem Platz gehalten werden, ist es nicht möglich, dass
sich mehrere Körnerschichten bilden. Als optionaler Schritt kann der Draht
leicht geschüttelt werden, um überzählige oder lose gehaltene Körner
zu entfernen. Außerdem kann der Draht wieder durch die Beschichtungszone gezogen
werden, um die Gesamtoberflächenverteilung zu vermehren oder die Verteilung
in spärlich besetzten Bereichen zu fördern.
Von Körnern, die vertikal auf einem horizontalen Draht aufgebracht
sind, wird nicht erwartet, dass sie die Unterseite des Drahtes berühren. Um
die Drahtoberfläche gleichmäßig zu beschichten, wird empfohlen, den
Draht mit einem vorbestimmten Rotationswinkel um seine Längsachse zu rotieren.
Anschließend kann der rotierte Draht wieder durch die Beschichtungszone gezogen
werden, um zu ermöglichen, dass Körner auf den frisch gewendeten Teil
der Drahtoberfläche fallen.
Eine weitere Technik wird in Betracht gezogen, um Körner auf
der Drahtoberfläche in einem einzigen Arbeitsgang aufzubringen. Dazu gehört,
dass der Umfang des Drahtes mit Lötpaste beschichtet wird. Dann kann der beschichtete
Draht durch eine Öffnung am Boden eines konischen Behälters, der lose
abrasive Körner enthält, hochgezogen werden. Die Form der Öffnung
und die Dimensionen müssen leicht weiter gewählt werden als diejenigen
des Drahtes. Bevorzugterweise ist die Lücke zwischen der Öffnung und dem
Draht kleiner als die durchschnittliche Körnchengröße, um Körnchen
daran zu hindern, durch die Öffnung zu fallen. Wenn der Draht durch die Öffnung
gezogen wird, bleiben Körner auf der klebrigen Oberfläche haften und werden
mit dem Draht davongezogen. Frische Körner werden durch die konische Form des
Behälters veranlasst, auf den von unten auftauchenden Draht aufzuprallen. Der
konische Behälter kann vibriert oder in sonstiger Weise bewegt werden, um eine
gleichmäßige Verteilung der Körner um die Öffnung herum zu fördern.
In einer anderen Ausführungsform werden die Paste und die Körner
gleichzeitig aufgetragen. Das bedeutet, dass die Körner mit der Hartlötpaste
vorgemischt werden. Die Körner mit sich führende Paste wird dann auf den
blanken Draht aufgetragen. Vorzugsweise sollten die Körner in der Paste in
gleichmäßiger Konzentration verteilt sein. Die Paste kann dann auf den
Draht mit konventionellen Drahtbeschichtungsverfahren aufgebracht werden. Man bevorzugt,
dass überschüssige Dicke der Körner mit sich führenden Paste
entfernt wird, um sicherzustellen, dass nur eine Schichtdicke von einem einzelnen
Korn des Schleifmittels auf dem Draht bleibt.
Es ist leicht einzusehen, dass eine Schichtdicke von mehreren Körnern
für eine verlängerte abrasive Haltbarkeit sorgen kann, die manchmal recht
wichtig ist. Verlängerte Haltbarkeit ist besonders wünschenswert grobhiebigen
Werkzeugen, bei denen breitere Kerben der Drahtsägenkonstruktion mit einer
Schichtdicke von mehreren Körnern toleriert werden können. Entsprechend
kann die Ausführungsform dieser Erfindung mit der vorgemischten Körner-/Lötpaste
benutzt werden, um eine Schichtdicke von mehreren Körnern zu liefern. Dies
wird erreicht, indem man in einem einzelnen Arbeitsgang eine angemessen dicke Schicht
vorgemischter Körner-/Lötpaste aufträgt oder indem man durch wiederholtes
Aufbringen und Hartlöten dünner Schichten in mehreren
Arbeitsgängen eine dicke Schicht bildet. Das Verfahren in einem einzelnen Arbeitsgang
wird vorgezogen, weil sie die Gefahr verringert, dass der Draht hohen Temperaturen
ausgesetzt wird, die ihn schwächen können.
Die bereits erwähnten Verfahren, die Lötpaste und die abrasiven
Teilchen aufzutragen, sind nicht beschränkend gemeint. Anderen Variationen
zur Vorbereitung des Verbundes aus Draht, hartgelöteter Metallbindung und Schleifmittel,
die, für jemanden mit üblicher Qualifikation im Stand der Technikoffensichtlich
sind, wird unterstellt, dass sie in den Bereich vorliegender Erfindung fallen.
Nachdem die hartgelötete Metallbindung und die abrasiven Körner
an ihrer Stelle auf dem Draht sind, wird die Bindungszusammensetzung einer Wärmebehandlung
unterworfen, um letztendlich die Körner fest auf den Draht zu löten. Der
Draht/Bindungszusammensetzung/Schleifmittel-Verbund sollte bei einer mittleren Temperatur
gehalten werden, in der Regel weit unter Hartlöttemperatur über eine Dauer,
die ausreicht, dass die flüchtige Komponente des flüssigen Bindemittels
sich verflüchtigt. Danach kann die Temperatur erhöht werden, um die Bindungskomponenten
zu schmelzen. Dieses Verfahren kann kontinuierlich durchgeführt werden, indem
der sich bewegende Draht durch Verfahrenszonen geführt wird, die in geeigneten
vorbestimmten Bedingungen gehalten werden. Nach Abschluss des Verfahrens kann der
Draht zur Lagerung auf eine Spule gewickelt werden.
Das Hartlöten wird bei erhöhten Temperaturen durchgeführt,
die unter Berücksichtigung zahlreicher Systemenparameter bestimmt wurden, wie
z.B. Solidus-Liquidus-Temperaturbereich der hartgelöteter Metallbindung, Geometrie
und Material des Drahtes und die physikalischen Eigenschaften des Schleifmittels.
Z.B. kann Diamant bei Temperaturen über ungefähr 1000 °C in der Luft
und über ungefähr 1200 °C unter Vakuum oder inerter Atmosphäre
graphitieren. Natürlich hängt die Temperatur, bei der Diamanten graphitieren,
von der Dauer der Exposition ab.
Auch kann, wie bereits erwähnt, die Tatsache, dass der Draht
erhöhten Temperaturen ausgesetzt wird, dessen Festigkeit negativ beeinflussen.
Deshalb ist es oft wünschenswert, bei möglichst niedrigen Temperaturen
hartzulöten. Die Lotmetallzusammensetzung ist zum Hartlöten bei einer
Temperatur von 850-950 °C ausgewählt.
Die Wärmebehandlung sollte in einer inerten Atmosphäre durchgeführt
werden, um Schutz vor unerwünschter Oxidation der Hartlotkomponenten zu gewähren.
Die inerte Atmosphäre kann entweder mit einem inerten Gas, wie z.B. Stickstoff
oder Argon, oder einem vollständigem Vakuum, das heisst unter ungefähr
0,001 mm Hg-Säule absolut hergestellt werden.
Das Erhitzen kann in einem Ofen stattfinden. Andere geeignete Verfahren
des Erhitzens umfassen elektrische Widerstandsheizung und örtlich begrenzte
Heizflächenverfahren, wie Induktionsheizung, Laserheizung, Infrarotheizung
und Elektronenstrahlheizung sowie Kombinationen daraus. Örtlich begrenzte Heizflächenverfahren
vermindern die Gefahr, dass der Draht an Festigkeit verliert, weil er übermäßig
hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Örtlich begrenzte Heizflächenverfahren
bieten auch die Möglichkeit, unterbrochene Schleifmittelbeschichtung inklusive
genauer Muster von hartgelöteter Metallbindung und Körnern auf dem Draht
zu schaffen. In einem solchen Fall kann ungelötetes Material entfernt werden,
z.B. indem man den Draht bürstet, schüttelt, oder mit Druckluft abbläst.
Die entfernten Materialien können möglicherweise für Recycling wiedergewonnen
werden.
Wenn ein Weichlot benutzt wird, um einen Draht herzustellen, kann
Weichlotmetall nicht mit einem wasserhaltigen Bindemittelsystem angewandt werden,
weil der Kohlenwasserstofffluss, der für effektives Weichlöten benötigt
wird, unverträglich mit dem wasserhaltigen Bindemittelsystem ist. Stattdessen
wird das Metall der Lotzusammensetzung als Paste auf Kohlenwasserstoffbasis benutzt.
Ein passender Kohlenwasserstoff ist Vaseline. Ebenso nützlich sind Paraphinöle
und Wachse.
In einem besonders bevorzugten Herstellungsverfahren für die
neue Drahtsäge wird ein Metalldraht mit kreisförmigen Querschnitt von
einer Vorratsspule gezogen und abwärts entlang der Zentralachse einer vertikalen
zylindrischen Pastenkammer geführt. Der Draht gelangt durch eine abgedichtete
Öffnung im Deckel der Kammer. Die Kammer ist gefüllt mit einer gleichmäßigen
Mischung von superabrasiven Körnern, einer Paste aus einer Zusammensetzung
aus hartgelöteter Metallbindung und einem flüchtigen flüssigen Bindemittel
bzw. einer Kohlenwasserstoffbasis. Der Draht wird vom Boden der Kammer durch eine
runde Öffnung, die einen größeren inneren Durchmesser als der Drahtdurchmesser
hat, weggezogen. Wahlweise wird Druck auf die Mischung ausgeübt, z.B. indem
frische Schleifmittel/Hartlötungspastenmischung in die Kammer gepumpt wird
oder indem die Mischung mit einem Kolben komprimiert wird. Der Draht, der die Öffnung
verlässt, ist dadurch mit abrasiven Körnern beschichtet, die in der Metallpaste
eingebettet sind. Der Durchmesser der Öffnungen wird so ausgewählt, dass
sichergestellt ist, dass die Körnerschicht auf dem Draht entweder eine Schichtdicke
von einem einzelnen Korn oder eine Schichtdicke von mehreren Körnern hat.
Der beschichtete Draht wird als nächstes in einen vertikalen
Ofen mit mehreren Temperaturzonen herabgelassen. Der oberste Bereich des Ofens,
in den der Draht zuerst geleitet wird, wird auf mittelmäßig erhöhten
Temperaturen in einem Bereich von 250-500 °C geregelt. Da die Temperatur des
Drahtes in diesem Bereich steigt, verflüchtigt sich die flüchtige flüssige
Komponente des Bindemittels.
Wenn irgendeine reagierende Metallkomponente, wie z.B. Titanhydrid
vorliegt, reagiert diese auch um Aktivmetall in der Hartlotzusammensetzung abzulagern.
Die unteren Bereiche des Ofens werden unabhängig voneinander auf höhere
Temperaturen bis hin zur Hartlöttemperatur in ein oder zwei Zonen gesteuert.
Die Höhe der Ofenzonen, die Zonentemperaturen und die lineare Geschwindigkeit
des Drahtes, der durch den Ofen gezogen wird, bestimmen, wie lange er den verschiedenen
Temperaturen ausgesetzt wird. Der Ofen kann zwecks Isolierung vom Umgebungsklima
abgedichtet werden. Am Boden des Ofens sind ein Eingang und an der Decke des Ofens
ein Ausgang vorgesehen, um das Innere mit einem inertem Gas zu säubern.
Der heiße hartgelötete Draht verlässt den Ofen durch
eine zentrale Öffnung im Boden. Er wird durch eine drehende Rolle gezogen,
die den Draht auf eine horizontal schwingende Spule weiterleitet. Die drehende Rolle
kann sich in einem Bad mit einem flüssigen Kühlmittel niederer Temperatur
befinden, um den Draht vor dem Aufwickeln abzuschrecken. Die Rolle setzt den Draht
auch unter Spannung, so dass er sich durch das Zentrum der Öffnung und des
Ofens bewegt.
Wie bereits erwähnt, ist die Drahtsäge der vorliegenden
Erfindung gut geeignet, um dünne Keramikwafer aus einem Werkstück zu schneiden.
Die Form des keramischen Werkstückes ist nicht entscheidend. Typischerweise
handelt es sich um einen zylindrischen Stab von bis zu 8 Zoll (20 cm) Durchmesser.
Die Drahtsäge kann ein Blatt aus einem Draht umfassen, das ähnlich wie
eine Bandsäge aufgebaut ist, um bei jedem Arbeitsgang einen einzelnen Wafer
aus einem Werkstück zu schneiden oder um in einem Durchgang mehrere Wafer zu
schneiden, wie z.B. in U.S. Patent Nr. 5,616,065 an Egglhuber offengelegt, auf Bezug
genommen wird. Eine Reihe von einzelnen Klingen kann auch als Tandemklinge konfiguriert
werden, um gleichzeitig mehrere Wafer aus einem Werkstück zu schneiden, wie
in
des bereits erwähnten U.S. Patents Nr. 5,438,973 dargestellt wird. Dank dem
Anhaften einer einzelnen Schicht kleiner abrasiver Teilchen mit gleichmäßiger
Größe direkt auf einem Draht mit kleinem kreisförmigem Durchmesser,
kann die neue Säge dünne Wafer (z.B. ungefähr 300 &mgr;m dünn)
mit sehr geringem Abfall an Werkstückmaterial schneiden. Minimaler Abfall und
hohe Schneideeffizienz wurden beobachtet, als die Drähte, die in den Beispielen
unten beschrieben sind, in keramischen Schneidetests benutzt wurden.
Diese Erfindung wird in den folgenden Beispielen veranschaulicht,
wobei alle Teile, Proportionen und Prozente sich auf das Gewicht beziehen, solange
nichts anderes angegeben ist.
Alle Gewichts- und Maßeinheiten wurden, soweit sie ursprünglich
nicht in SI-Einheiten erlangt wurden, in SI-Einheiten konvertiert.
BEISPIEL 1
Eine Trockenmischung wurde vorbereitet, indem 14,823 g vorlegiertes
23% Sn/73% Cu Pulver (< 44 &mgr;m Teilchengröße), 1,467 g Titanhydridpulver
(< 44 &mgr;m Teilchengröße) und 3,480 g 10/20 &mgr;m Diamantkörner
vermischt wurden. Diese Mischung ergab eine 33 vol.%ige Diamantzusammensetzung.
Ein flüchtiges flüssiges Bindemittel wurde getrennt vorbereitet, indem
20 Gewichtsteile Vitta Braze-Gel (Vitta Corporation) mit 50 Gewichtsteilen destilliertem
Wasser kombiniert wurden. Das flüssige Bindemittel wurde der Trockenmischung
beigefügt und per Hand mit einem Spatel in einem Glasbecher gerührt, bis
sich eine gleichmäßige Paste bildete.
Ungefähr 2m patentierter Draht von 0,008 Zoll (0,178 mm) Durchmesser
aus Stahl mit hohem Kohlenstoffgehalt, im Bleibad abgeschreckt, wurde mit ungefähr
0,25 m/s. durch die Paste gezogen, um den Draht mit der Paste zu beschichten. Der
beschichtete Draht wurde luftgetrocknet, dann unter Vakuum (< 1 &mgr;m Hg)
in einem Ofen bei 880 °C 30 Minuten lang hartgelötet. Ein Diamantschleifmitteldraht
aus hartgelöteter Metallbindung wurde dadurch hergestellt.
BEISPIEL 2
Eine Trockenmischung wurde vorbereitet, indem 90,9 g vorlegiertes
23% Sn/73% Cu Pulver (< 44 &mgr;m), 9,1 g Titanhydridpulver (< 44 &mgr;m
Teilchengröße) vermischt wurden. Natürlicher Diamant der durchschnittlichen
Teilchengröße von 20 Mikron wurde dann im Verhältnis von 75 vol.
% Metall zu 25 vol. % Diamant beigefügt. Ein flüchtiges flüssiges
Bindemittel wurde getrennt vorbereitet, indem 85 Gewichtsteile Vitta Braze-Gel (Vitta
Corporation) mit 15 Gewichtsteilen Polypropylenglycol kombiniert wurden. Das flüssige
Bindemittel wurde der Trockenmischung beigegeben und per Hand mit einem Spatel in
einem Glasbecher gerührt, bis eine gleichmäßige Paste von 40 Gewichtsprozent
Bindemittelmischung entstand. Ein Inconel 718 Draht mit 250 Mikron Durchmesser wurde
dann mit der Geschwindigkeit von 1 m/min. durch diese Paste in einen Röhrenofen
(strömendes Argon mit < 1 ppm Sauerstoff) gezogen, in dem der Hochtemperaturbereich
auf 915 °C geregelt war. Ein hartgelöteter diamantbeschichteter Draht,
der ausreichend mechanische Festigkeit und eine ausreichende Beschichtung mit abrasiven
Körnern hat, um Keramikwafer zu schneiden, wurde gewonnen.
VERGLEICHSBEISPIEL 3
Eine Trockenmischung/Trockenaufbereitung wurde vorbereitet, indem
99 g vorlegiertes 96 % Sn/4% Ag Pulver (< 44 &mgr;m Teilchengröße)
und 1 g Kupferpulver (< 44 &mgr;m Teilchengröße) gemischt wurden.
Natürlicher Diamant mit einer dünnen Kupferbeschichtung mit der durchschnittlichen
Teilchengröße von 20 Mikron wurde dann im Verhältnis von 75 vol.
% Metall zu 25 vol. % beschichteter Diamant hinzugefügt. Die Trockenmischung
wurde einer Mischung aus Vaseline, die 2 Gewichtsprozent Zinkchlorid-Flußmittel
enthielt, beigefügt und per Hand mit einem Spatel in einem Glasbecher gerührt,
bis sich eine gleichmäßige Paste bildete, die 75 Gewichtsprozent feste
Mischung enthielt. Ein Inconel 718 Draht mit 250 Mikron Durchmesser wurde dann mit
der Geschwindigkeit von 1 m/min. durch diese Paste in einen Röhrenofen gezogen,
in dem der Hochtemperaturbereich auf 350 °C geregelt war. Ein weichgelöteter
diamantbeschichteter Draht, der ausreichend mechanische Festigkeit und eine ausreichende
Beschichtung mit abrasiven Körnern hat, um Keramikwafer zu schneiden, wurde
gewonnen.
BEISPIEL 4
Die Drähte der Beispiele 2 und 3 wurden auf einer Labor-Drahtsägemaschine
von Laser Technology West, Inc. getestet, und dazu benutzt, durch 25 mm-Würfel
polycrystalines Silikon zu schneiden. Der Spannung auf den Draht betrug 10 Newton,
die durchschnittliche Drahtgeschwindigkeit betrug 2-3 m/s und die aufgebrachte Schneidelast
betrug 440 g. Beide Drähte hatten eine ursprüngliche Schneidgeschwindigkeit
zwischen 1,5 und 3,1 mm/min., wobei Glycol als Kühlmittel in den Schnitt getropft
wurde. Nach 10 Schnitten wies der Draht des Beispiels 2 eine unveränderte Schnittgeschwindigkeit
auf, während die Schnittgeschwindigkeit des Drahtes des Beispiels 3 sich auf
weniger als 1 mm/min. verlangsamt hatte.
Obwohl in dem Beispiel besondere Formen der Erfindung zwecks Illustration
gewählt wurden und die vorangehende Beschreibung in besonderen Begriffen abgefasst
ist, um diese Formen der Erfindung zu beschreiben, verfolgt diese Beschreibung nicht
die Absicht, den Umfang der Erfindung, der in den Ansprüchen definiert ist,
zu beschränken.