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Dokumentenidentifikation EP1705751 09.11.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001705751
Titel Stromanschluss für eine Leistungs- und Steuereinheit eines batteriebetriebenen Flurförderzeugs
Anmelder Jungheinrich AG, 22047 Hamburg, DE
Erfinder Schuldt, Dipl.-Ing., Thomas, 22525 Hamburg, DE
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 18.02.2006
EP-Aktenzeichen 060033347
EP-Offenlegungsdatum 27.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.11.2006
IPC-Hauptklasse H01R 4/56(2006.01)A, F, I, 20060829, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H01R 4/50(2006.01)A, L, I, 20060829, B, H, EP   H01R 4/30(2006.01)A, L, I, 20060829, B, H, EP   B23K 35/02(2006.01)A, L, I, 20060829, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Stromanschluß für eine Leistungs- und Steuereinheit eines batteriebetriebenen Flurförderzeugs nach dem Patentanspruch 1.

Zur Versorgung einer Leistungs- und Steuereinheit eines Flurförderzeugs ist üblicherweise zwischen einer Batterie und der Einheit eine Kabelverbindung vorgesehen. Das Kabel muß zum einen mit den Kontakten der Batterie verbunden werden und zum anderen mit der Leistungs- und Steuereinheit. Die Erfindung bezieht sich auf den letzteren Stromanschluß.

Die Leistungs- und Steuereinheit weist unter anderem einen Um- bzw. Wechselrichter auf zur Umwandlung der Gleichspannung in eine Wechsel- oder Drehspannung. Die elektrischen bzw. elektronischen Bauteile der Leistungs- und Steuereinheit sind üblicherweise auf mindestens einer Leiterplatte angeordnet, die isoliert innerhalb eines Gehäuses angeordnet ist. Es ist bereits bekannt, mit der Leiterplatte ein elektrisch leitendes Bauteil zu verbinden, das mit einem zweiten bolzenförmigen leitenden Bauteil zusammenwirkt, indem es auf einen Zapfenabschnitt des ersten Bauteils aufgeschoben wird. Das außen liegende Ende des zweiten Bauteils wird etwa mit dem Kabelschuh des Leiters des Stromkabels verbunden. Im bekannten Fall arbeitet das zweite Bauteil, das als Steckhülse geformt ist, ähnlich einem Schnappverschluß und überträgt somit den Strom nur über eine kreisförmige Berührungslinie. Die Stromübertragungsfähigkeit ist daher begrenzt. Außerdem ist der bekannte Stromanschluß vom Herstellungsaufwand her gesehen aufwendig.

Aus DE 196 54 384 A1 ist eine Anschlußklemme für elektrische Geräte bekannt geworden, bei der als Anschlußblech eine gleitfähige Platte mit einer Leiterplatte verbunden wird und eine Klemmschraube unverlierbar an einem Gehäuseoberteil gehalten ist. Das Anschlußblech weist einen Gewindedurchzug auf, oder es ist ein Gewindeeinsatz vorgesehen zur Aufnahme der Klemmschraube. Das Anschlußblech kann im SMD-Verfahren mit der Leiterplatte verlötet sein.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stromanschluß für eine Leistungs- und Steuereinheit eines batteriebetriebenen Flurförderzeugs zu schaffen, der wenig aufwendig herstellbar ist, raumsparend angeordnet werden kann und die Übertragung hoher Ströme ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 2 gelöst.

Beim erfindungsgemäßen Stromanschluß nach Anspruch 1 weist das erste Bauteil einen mit der Leiterplatte verbindbaren ersten Abschnitt auf, einen ein Außengewinde aufweisenden zweiten Abschnitt sowie einen eine ringförmige Kontaktfläche enthaltenen dritten Abschnitt. Das erste Bauteil wird z.B. im SMD-Verfahren mit der Leiterplatte verlötet.

Das zweite Bauteil weist in einem Endbereich eine axiale Bohrung mit Innengewinde auf. Das Innengewinde ist auf das Außengewinde des ersten Bauteils aufschraubbar. Ferner weist das zweite Bauteil eine ringförmige zweite Kontaktfläche auf, die mit der ersten Kontaktfläche in Eingriff gelangt, wenn die beiden Bauteile aufeinandergeschraubt werden. Dadurch wird ein satter flächiger Kontakt zwischen den beiden Bauteilen hergestellt, so daß eine Übertragung hoher Ströme möglich ist.

Das andere Ende des zweiten bolzenförmigen Bauteils ist so ausgebildet, daß eine Verbindung mit einem Leiter eines Kabels möglich ist, beispielsweise über einen Kabelschuh, der mit Hilfe einer Klemmschraube an dem zweiten Bauteil angeklemmt wird.

Bei dem erfindungsgemäßen Stromanschluß nach Anspruch 2 weist das erste Bauteil einen zylindrischen Ansatz auf und das zweite Bauteil eine zylindrische Bohrung, wobei zylindrischer Ansatz und Bohrung zusammen eine Presspassung bilden. Das zweite Bauteil ist daher mit einer nicht unerheblichen Kraft auf das erste aufzuschieben und zu pressen, wodurch einem flächigen Kontakt zwischen den in Berührung tretenden Flächen kommt. Auch auf diese Weise ist eine große Kontaktfläche zur Übertragung hoher Ströme geschaffen.

Neben der Übertragungsmöglichkeit hoher Ströme hat der erfindungsgemäße Stromanschluß den weiteren Vorteil, daß er sehr einfach hergestellt werden kann und sehr geringe Abmessungen aufweist. Bekanntlich spielen räumliche Abmessungen bei Bauteilen und Komponenten eines Flurförderzeugs eine große Rolle.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Kontaktflächen konisch geformt. Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das erste Bauteil aus weicherem Material als das zweite Bauteil hergestellt. Bei dem Aufschrauben des zweiten Bauteils auf das erste wird bei einem entsprechenden Drehmoment eine gewisse Verformung des zweiten Bauteils im Bereich der zweiten Kontaktfläche erfolgen, so daß eine satte Anlage der Kontaktflächen zwecks günstiger Stromübertragung gewährleistet ist. Dabei wird von der Kenntnis ausgegangen, daß ein wiederholtes Lösen des Stromanschlusses an dieser Stelle nicht erforderlich ist. Ein wiederholtes Lösen ist am anderen Ende des Versorgungskabel erforderlich, wenn die Batterie über ein Ladekabel aufgeladen wird.

Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines in Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.

Fig. 1
zeigt äußerst schematisch eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Stromanschlusses für eine Leistungs- und Steuereinheit eines Flurförderzeugs.
Fig. 2
zeigt die Seitenansicht des bolzenförmigen Bauteils des Stromanschlusses nach Fig. 1.
Fig. 3
zeigt einen Schnitt durch die Darstellung nach Fig. 2 entlang der Linie 3-3.
Fig. 4
zeigt eine Draufsicht auf das Bauteil nach Fig. 1 in Richtung Pfeil 4.
Fig. 5
zeigt die Seitenansicht eines alternativen bolzenförmigen Bauteils.
Fig. 6
zeigt die Seitenansicht eines weiteren Bauteils des Stromanschlusses nach Fig. 1.
Fig. 7
zeigt die Draufsicht auf das Bauteil nach Fig. 6.
Fig. 8
zeigt einen Schnitt durch eine andere Ausführungsform eines Stromanschlusses nach der Erfindung.

In Fig. 1 ist eine Leistungs- und Steuereinheit 10 eines Flurförderzeugs lediglich angedeutet. Es enthält ein isolierendes Gehäuse 12, in dem mindestens eine Leiterplatte 14 isoliert angeordnet ist. Im SMD-Verfahren ist ein erstes Bauteil 16 auf der Leiterplatte 14 verlötet. Ein zweites Bauteil 18 ist mit dem ersten Bauteil 16 verschraubt. Hierauf wird weiter unten noch eingegangen.

Über eine Öffnung im Deckenabschnitt des Gehäuses 12 mit einer Dichtung 20 ist das bolzenförmige Bauteil 18 herausgeführt. Ein Kabelschuh 22 eines Kabels 24, das zu einer nicht gezeigten Batterie des nicht gezeigten Flurförderzeugs geführt ist, ist mit Hilfe einer Klemmschraube 26 am oberen Ende des Bauteils 18 angeklemmt.

Aus Fig. 3 ist zu erkennen, daß das bolzenförmige bzw. zylinderförmige Bauteil 18 am unteren Ende eine erste axiale Gewindebohrung 28 aufweist, die zum freien Ende hin bzw. nach unten zu einer konischen Fläche 30 aufgeweitet ist. Im oberen Endbereich ist eine weitere Gewindebohrung 32 geformt. Ferner weist das Bauteil 18 am oberen Ende gegenüberliegend Abflachungen 34 auf, die sogenannte Schlüsselflächen bilden. Das Bauteil 16 gemäß Fig. 1 weist einen kreisförmigen flanschartigen Abschnitt 36 auf, an dem sich nach oben ein konischer Abschnitt 38 anschließt. Ein sich daran nach oben anschließender zylindrischer Abschnitt 40 weist ein Außengewinde 42 auf. Das Bauteil 16 weist schließlich eine axiale Durchbohrung 42 auf.

Das Bauteil 16 wird mit der Leiterplatte 14 über z.B. ein SMD-Verfahren verlötet. Das Bauteil 18, das z.B. aus Aluminium besteht, wird mit dem unteren Ende auf das Bauteil 16 aufgeschraubt, wobei das Gewinde 42 des Bauteils 16 mit dem Innengewinde der Gewindebohrung 28 zusammenwirkt. Die konische Kontaktfläche 30 legt sich dabei gegen die Außenfläche des konischen Abschnitts 38 des Bauteils 16, das aus etwas härterem Material besteht, beispielsweise versilbertem Messing. Auf diese Weise wird eine durchgehende ringförmige Kontaktfläche geschaffen. Mit Hilfe eines an den Schlüsselflächen 34 angreifenden Schlüssels wird das Bauteil 18 mit größerer Kraft auf das Bauteil 16 aufgeschraubt, so daß eine relativ hohe Flächenpressung zwischen den Kontaktflächen erzeugt wird.

In die obere Gewindebohrung 32 wird die Klemmschraube 26 mit ihrem Schaft (nicht zu erkennen) eingeschraubt. Die Unterseite des Kopfes der Klemmschraube 26 wird dabei gegen die Oberseite des Kabelschuhs gepreßt und dieser gegen das obere Ende des bolzenförmigen Bauteils 18, um den gewünschten elektrischen Kontakt herzustellen.

In Fig. 5 ist eine alternative Ausführungsform zum Bauteil 18 gezeigt, das dort mit 18a bezeichnet ist. Es weist eine konische Schulter 44 zwischen den Enden auf. Somit ist der obere Abschnitt des Bauteils 18a mit einem kleineren Durchmesser versehen als der untere. Die Schlüsselflächen 34a befinden sich unterhalb der Schulter 44. Innen ist die Formgebung des Bauteils 18a die gleiche wie des Bauteils 18 nach den Figuren 2 und 3.

In Figur 8 ist ein erstes Bauteil 16b mit einem Flansch 36b versehen zur Anlötung an eine Leiterplatte, etwa die Leiterplatte 14 aus Figur 1. Einteilig wird im Flansch 36b ist ein zylindrischer Abschnitt 50 geformt, der einen vorgegebenen Außendurchmesser aufweist. Ein bolzenartiges zweites Bauteil 18b weist am unteren Ende eine Sackbohrung 52 auf. Der Innendurchmesser der Bohrung 52 ist geringfügig kleiner als der Außendurchmesser des zylindrischen Abschnittes 50. Das bolzenförmige Bauteil 18b muß daher mit einer nicht unerheblichen Kraft auf den zylindrischen Abschnitt 50 aufgeschoben werden (Presspassung). Um diesen Vorgang zu erleichtern ist der zylindrische Abschnitt 50 konisch abgeschrägt, wie bei 54 gezeigt. Auf diese Weise ist eine große zylindrische Kontaktfläche geschaffen zur Übertragung hoher Ströme vom Bauteil 18b auf das Bauteil 36b und damit auf die Leiterplatte. Legt sich das freie Ende des bolzenförmigen Bauteils 18b gegen die Oberseite des Flansches 36b an, ergibt sich hier eine weitere Kontaktmöglichkeit.

Wie schon beim Bauteil 18 ist auch beim Bauteil 18b eine durchgehende axiale Bohrung 32b vorgesehen.


Anspruch[de]
Stromanschluß für eine Leistungs- und Steuereinheit eines batteriebetriebenen Flurförderzeugs, wobei die Leistungs- und Steuereinheit eine Leiterplatte innerhalb eines Gehäuses aufweist, der Stromanschluß ein erstes mit der Leiterplatte verbindbares Bauteil und ein isoliert aus dem Gehäuse herausgeführtes bolzenförmiges zweites Bauteil aufweist, das im elektrischen Kontakt mit dem ersten Bauteil bringbar ist und wobei ein außerhalb des Gehäuses liegender Abschnitt des zweiten Bauteils Mittel aufweist zur Verbindung mit einer Leiterklemme, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Bauteil (16) einen mit der Leiterplatte verbindbaren ersten Abschnitt, einen ein Außengewinde (42) aufweisenden zweiten Abschnitt (40) und einen eine ringförmige bzw. konische bzw. zylindrische erste Kontaktfläche enthaltenen dritten Abschnitt (38) aufweist, das zweite Bauteil (18) in einem ersten Endbereich eine axiale Bohrung (28) mit Innengewinde aufweist, das auf das Außengewinde (42) des ersten Bauteils (16) so aufschraubbar ist, daß die erste Kontaktfläche gegen eine ringförmige zweite Kontaktfläche (30) des zweiten Bauteils (18) zur Anlage gelangt. Stromanschluß für eine Leistungs- und Steuereinheit eines batteriebetriebenen Flurförderzeugs, wobei die Leistungs- und Steuereinheit eine Leiterplatte innerhalb eines Gehäuses aufweist, der Stromanschluß ein erstes mit der Leiterplatte verbindbares Bauteil und ein isoliert aus dem Gehäuse herausgeführtes bolzenförmiges zweites Bauteil aufweist, das im elektrischen Kontakt mit dem ersten Bauteil bringbar ist und wobei ein außerhalb des Gehäuses liegender Abschnitt des zweiten Bauteils Mittel aufweist zur Verbindung mit einer Leiterklemme, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Bauteil (16b) einen mit der Leiterplatte verbindbaren ersten Abschnitt (36b) und einen zylindrischen zweiten Abschnitt (50) aufweist und das zweite Bauteil (18b) in einem ersten Endbereich eine axiale Bohrung (52) aufweist, wodurch mit dem zweiten Abschnitt (50) des zweiten Bauteils (16b) eine Presspassung gebildet wird. Stromanschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem außerhalb des Gehäuses (12) liegenden Abschnitt des zweiten Bauteils (18) Schlüsselflächen (34, 34a) angebracht sind. Stromanschluß nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Kontaktfläche von einem zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt (36, 40) liegenden konischen dritten Abschnitt (38) gebildet ist und das zweite Bauteil (18, 18a) im Endbereich der axialen Bohrung (28) eine komplementäre Konusfläche (30) aufweist. Stromanschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil (18, 18a, 18b) aus weicherem Werkstoff als das erste Bauteil (16, 16b) besteht. Stromanschluß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil (18, 18a) aus Aluminium und das erste Bauteil aus Messing, vorzugsweise versilbertes Messing, geformt ist. Stromanschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Bauteil (16) eine axiale Durchbohrung (42) aufweist. Stromanschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das bolzenförmige zweite Bauteil (18, 18a, 18b) im wesentlichen zylindrisch geformt ist.






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