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Dokumentenidentifikation DE102004001109B4 16.11.2006
Titel Fluidleitung für Fahrzeuge
Anmelder FFA Management und Consulting AG, Rebstein, CH
Vertreter Naefe, Oberdorfer, Schmidt Patentanwälte, 80331 München
DE-Anmeldedatum 05.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004001109
Offenlegungstag 04.08.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.2006
IPC-Hauptklasse F16L 9/147(2006.01)A, F, I, 20060601, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16L 21/02(2006.01)A, L, I, 20060601, B, H, DE   B60R 16/08(2006.01)A, L, I, 20060601, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fluidleitung für Fahrzeuge.

Es ist bekannt, Fluidleitungen wie Treibstoffleitungen, Hydraulikleitungen und dergleichen in Kraftfahrzeugen aus Metallen und insbesondere aus Stahl herzustellen. Für die Verlegung werden derartige Leitungen entsprechend den Anforderungen verformt und in Fahrzeugen verlegt. Üblicherweise werden derartige metallische Fluidleitungen in Fahrzeugen über sogenannte Bördelungen an den Bauteilen befestigt, die sie leitend verbinden sollen. Hierzu wird eine Mutter auf das Rohr aufgeschoben, anschließend die Bördelung mit einer entsprechenden Vorrichtung angefertigt und anschließend das Rohr mit der Mutter auf einen entsprechenden Stutzen einer zur verbindenden Einrichtung aufgeschraubt. Bei derartigen Fluidleitungen aus Stahl oder anderen Metallen bzw. Legierungen ist von Nachteil, dass das Anbringen der Bördelung und das Verschrauben der Leitungen an den entsprechenden Aggregaten, aber auch die Verbindungstechnik selber aufwendig sind, wobei zusätzlich derartige Verbindungen ein hohes Gewicht haben. Ein weiterer Nachteil ist das hohe Eigengewicht der Leitung. Ferner ist von Nachteil, dass derartige Fluidleitungen im Fall von Scherbelastungen, wie bei Unfällen relativ leicht brechen können.

Weiterhin ist es bekannt in Kraftfahrzeugen, Rohrleitungen oder Fluidleitungen aus Kunststoffen zu verlegen. Derartige Kunststoffleitungen werden mit anderen Aggregaten oder Leitungen üblicherweise über flexible Schläuche, beispielsweise Gummischläuche verbunden. Hierzu besitzen die entsprechenden Kunststoffrohre unmittelbar angrenzend an Ihre Mündung einen umlaufenden Wulst über den der flexible Schlauch übergeschoben wird. Kunststoffleitungen sind zwar erheblich leichter als Leitungen aus Stahl, Metallen oder Legierungen sind jedoch erheblich schwerer zu verformen als Metallrohre. Im Fall von Scherungen wie bei Unfällen brechen derartige Rohre durch ihre Steifigkeit, weshalb die erhebliche Gefahr des Auslaufens von den zu fördernden Flüssigkeiten besteht. Ferner sind derartige Rohre schlecht zu verlegen, da sie üblicherweise vorgeformt und dann in starrem Zustand eingebaut werden müssen.

Ferner sind sogenannte Kunststoff-Metall-Verbundrohre bekannt. Derartige Kunststoff-Metall-Verbundrohre werden im Bereich von Heizungen, insbesondere Fußbodenheizungen und im Sanitärbereich eingesetzt. Derartige Kunststoff-Metall-Verbundrohre bestehen üblicherweise aus einer ersten inneren Kunststoffschicht, einer diese umgebenden Metallschicht, die üblicherweise aus einem Aluminiumrohr besteht und einer abschließenden äußeren Kunststoffschicht. Der Vorteil dieser Rohre ist, dass sie sich relativ gut verformen lassen, wobei auch im Bereich des Radius der Rohrquerschnitt relativ konstant bleibt. Ferner besitzen derartige Rohre eine hohe Innendruckfestigkeit. Derartige Rohre werden unter der Bezeichnung MT-Verbundrohr, unter anderem von der Firma Hewing GmbH Pro Aqua, Waldstr. 3, D-48607 Ochtrupp hergestellt. Derartige Verbundrohre werden durch stumpfes Verschweißen, Verkleben oder das Bördeln und Anschrauben analog zur Metallrohren miteinander oder mit Aggregaten die mit Flüssigkeit beliefert werden sollen, verbunden. Auch bei diesen Verbundrohren besteht üblicherweise die Verbindungstechnik aus Metall oder aber aus Kunststoffen. Diese Rohre lassen sich zwar relativ leicht verformen, die zur Verfügung stehenden Verbindungstechniken sind jedoch auf einen statischen Einbau ausgelegt und vertragen keine Vibrationen oder größere Lastwechsel.

Ein Kunststoff-Metall-Verbundrohr ist beispielsweise aus der DE 20005621 U1 bekannt, wobei dieses Kunststoff-Metall-Verbundrohr mit einem Kunststoffinnenrohr und einer Mantelummantelung um das Kunststoffinnenrohr ausgebildet ist, wobei die Mantelummantelung durch Legen eines Längsränder aufweisenden Metallbandes um das Kunststoff im Rohr ausgebildet ist und die Längsränder einander überlappen und innerhalb ihres Überlappungsbereichs verklebt sind, wobei die Klebverbindung der Längsränder des Metallbandes, insbesondere in Abhängigkeit von der Temperatur nicht lösbar ist.

Ein weiteres Kunststoff-Metall-Verbundrohr ist aus der DE 20014466 U1 bekannt, wobei dieses Kunststoff-Metall-Verbundrohr mit einem Innenrohr aus Polyethen, einem Metallband, das um das Innenrohr herum angeordnet ist und mit einem Außenrohr, das ebenfalls aus Polyethen ausgebildet ist, wobei das Innenrohr und/oder das Außenrohr aus einem vernetzten MD-PE besteht, dessen Dichte zwischen 0,930 und 0,939 g/cm3 liegt.

Aus der DE 199 53 737 C1 ist ein Mehrschichtverbundrohr umfassend eine innere Hauptmaterialschicht und eine äußere Hauptmaterialschicht, die aus Kunststoff bestehen, bekannt, wobei zwischen diesen eine metallische Zwischenschicht angeordnet ist. Um zwei Rohrelemente zu verbinden, ist es aus dieser Entgegenhaltung bekannt, ein Rohrelement an der Mündung aufzuweiten, so dass es einen Innendurchmesser aufweist, der es erlaubt, ein zweites Rohr hineinzuschieben. Bei derartigen Steckverbindungen ist von Nachteil, dass diese für die Verwendung in Kraftfahrzeugen nicht ausreichend schwingfest sind.

Aus der DE 102 29 242 C1 ist ein Verfahren zum Fügen zweier Kunststoffrohre miteinander bekannt, wobei an der Rohren korrespondierende Rastelemente ausgebildet sind, welche die Rohre aneinander halten und zudem im Stoßbereich der beiden Rohre ein Verschweißung herbeigeführt wird. Eine solche Verbindung ist für Mehrschichtverbundrohre aufgrund der verschiedenen Materialien nicht ohne weiteres realisierbar und zudem aufgrund der Verschweißung nicht schwingfest.

Aus der CH 453 698 A ist ein Metallrohr, insbesondere Aluminiumrohr für den Transport von Flüssigkeiten und Gasen bekannt, wobei dieses Metallrohr ein Innenrohr aus Kunststoff umhüllt und an dem Innenrohr aus Kunststoff Vorsprünge in ringförmiger, spiralförmiger oder kreuzförmiger Weise vorhanden sind, welche von Innen an dem Metallrohr anliegen, um ein vollflächiges Anliegen bei einer Erwärmung des Kunststoffes zu vermeiden.

Aus der DE 41 30 167 A1 sind ein Verbundrohr und ein Verfahren zu seiner Herstellung und Rohrleitungsverbindung aus dem Verbundrohr bekannt, wobei zur Herstellung einer Verbindung in das Verbundrohr ein Anschlussteil 22 mit einem an der Mündung umlaufenden Flansch eingeschoben wird und nach dem Einschieben des Anschlussteils 22 das Rohrende 25 mit dem Anschlussteil 22 zusammengepresst und dadurch an diesem gehalten wird. Bei einer solchen Verbindung ist von Nachteil, dass diese nicht in der Lage ist, Vibration und Schwingungen abzubauen.

Die bekannten Verbindungstechniken für Kunststoff-Metall-Verbundrohre sind sehr schwer und darüber hinaus auch sehr teuer und somit für eine Verwendung dieser Verbindungstechnik im Fahrzeugbau nicht wirtschaftlich. Zudem gibt es keine schwingungsauffangenden, absolut dichten Fittings für derartige Kunststoff-Metall-Verbundrohre.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Fluidleitung für Fahrzeuge zu schaffen, die leicht ist, leicht zu verlegen und zu montieren ist und eine leichte, vibrations- und schwingungssichere Verbindung mit anderen Rohrleitungen und/oder Aggregaten ermöglicht.

Die Aufgabe wird mit einer Fluidleitung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in Unteransprüchen gekennzeichnet.

Erfindungsgemäß wird für Fluidleitungen in Fahrzeugen wie Kraftfahrzeugen, Lastkraftfahrzeugen, Omnibussen aber auch Luft- oder Wasserfahrzeugen ein an sich bekanntes Kunststoff-Metall-Verbundrohr verwendet, wobei das erfindungsgemäß ausgebildete Kunststoff-Metall-Verbundrohr einen speziell ausgebildeten, ausfallsicheren Anschlussbereich besitzt.

Ein Kunststoff-Metall-Verbundrohr zur Ausbildung einer erfindungsgemäßen Fluidleitung besitzt beispielsweise ein Innenrohr aus Polyethen, um das ein Metallband oder ein Metallrohr insbesondere aus Aluminium herum angeordnet ist und eine Außenschicht oder ein Außenrohr, welches beispielsweise ebenfalls aus Polyethen hergestellt ist.

Derartige Verbundrohre werden derzeit als Rohre für Fußbodenheizungen verwendet. Derartige Rohre sind im Vergleich zu Metallrohren, insbesondere Stahlrohren sehr leicht und zudem günstiger und lassen sich im Vergleich zu Kunststoffrohren erheblich leichter einbauen, verformen und an bestehende Geometrien in Karosserien anpassen. Zudem sind derartige Kunststoff-Metall-Verbundrohre durch den Metallmantel diffusionsdicht, so dass sie in günstiger Weise auch für flüchtige Treibstoffe verwendet werden können. Derartige Rohre werden für die Verbindung miteinander üblicherweise stumpf verschweißt oder mit Börderlungen verschraubt. Anschlüsse werden üblicherweise quetschverschraubt oder mit Bördelungen verschraubt. Derartige Verbindungen sind im Bereich, in dem starke Temperaturschwankung und hohe Vibrationsbelastung und ggf. starke Lastwechsel auftreten, so im Bereich von Kraftfahrzeugen und deren Antrieben nicht einstetzbar, da sie schon nach kurzer Zeit versagen. Insbesondere Verschraubungen aus Kunststoff im Bereich der Bördelungen können relativ schnell versagen, wobei Metallverschraubungen für den erfindungsgemäßen Zweck zu schwer sind. Mündungsseitige Umfangsflansche, wie bei Kunststoffrohren sind bei Kunststoff-Metall-Verbundrohrleitungen nicht möglich, da es bei der Aufbauchung einer solchen Form sofort zu Delaminationen dieses mehrschichtigen Materials kommt.

Erfindungsgemäß werden derartige Rohre zur Ausbildung der erfindungsgemäßen Fluidleitungen entfernt von der Rohrmündung, mit zumindest einer umlaufenden Aufbauchung versehen. Erfindungsgemäß wird diese Aufbauchung durch einen Stauchvorgang herbeigeführt. Beispielsweise ist die Aufbauchung um die Radiuslänge des Rohrinnendurchmessers von der Mündung entfernt. Das Rohr kann von der Mündung in Richtung auf die Aufbauchung zu mit einem Konus ausgebildet sein. Zur erfindungsgemäßen Verbindung von erfindungsgemäßen Fluidleitungen miteinander oder Fluidleitungen mit Aggregaten von Fahrzeugen wird ein elastischer Schlauch, insbesondere erleichtert durch den Konus, auf das Rohr und über die Aufbauchung herübergeschoben. Hinter der Aufbauchung wird der Schlauch mit einer im Fahrzeugbau üblichen Schraub-, Klemm- oder Quetschschelle gesichert. Diese gewährleistet eine schnelle und sichere Montage, die zudem absolut dicht ist und schwingungsunempfindlich ist. Um die Aufschublänge zu definieren, den Sitz der Schelle zu verbessern und die empfindliche Schlauchmündung zu schützen, kann bei einer bevorzugten Ausführungsform eine zweite Aufbauchung, beabstandet von der ersten Aufbauchung, vorhanden sein. Der Schlauch wird in diesem Fall bis zu der zweiten Aufbauchung aufgeschoben, so dass seine Aufschublänge definiert ist und somit eine einfache und schnelle Montage möglich ist. Die Schelle wird dann zwischen den beiden Aufbauchungen befestigt, so dass die Schelle einen definierten Sitz hat. Zudem ist die umlaufende Kante der Schlauchmündung durch die zweite Aufbauchung vor Verletzung und Rissfortschritt – auch unter der Schelle hindurch – geschützt.

Die Erfindung wird beispielhaft anhand einer Zeichnung erläutert, es zeigen dabei

1, stark schematisiert, den Mündungsbereich einer erfindungsgemäßen Fluidleitung mit einer von der Mündung abgesetzten umlaufenden Aufbauchung und einer äußeren konischen Anschrägung der Rohrmündung;

2 eine Fluidleitung nach 1 mit einer zweiten, von der ersten Aufbauchung beabstandeten zweiten Aufbauchung für eine definierte Montage;

3 die erfindungsgemäße Fluidleitung nach 1 mit einem aufgeschobenen Schlauch, der mit einer Schelle gesichert ist;

4 die erfindungsgemäße Fluidleitung nach 2 mit einem Schlauch, der mit einer Schelle gesichert ist, wobei der Schlauch bis zu einer zweiten, von der ersten Aufbauchung beabstandeten Aufbauchung aufgeschoben ist;

5 bis 10 beispielhaft verschiedene Außenkonturen von Aufbauchungen nach der Erfindung;

11 eine Ausführungsform der Erfindung nach 2 mit unterschiedlich hoch ausgebildeten Aufbauchungen;

12 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Fluidleitung nach 2 mit zwei unterschiedlich hoch ausgebildeten Aufbauchungen.

Eine erfindungsgemäße Fluidleitung 1, für die Verwendung in Fahrzeugen, besitzt ein erstes oder Innenrohr 2, ein zweites, das Innenrohr umgebende und nach außen abschließende Metall roter 3 und ein äußeres, das Verbundrohr außen abschließende und begrenzende Kunststoffrohr 4. Die Rohre bzw. Schichten 2, 3 bzw. 3, 4 grenzen unmittelbar aneinander und sind mit an sich bekannten Techniken aufeinander laminiert.

Die Kunststoffrohre 2, 4 sind aus an sich bekannten Kunststoffen, insbesondere Polyethen, Polypropen, Polyamid oder anderen Kunststoffen oder Kunststoffmischungen ausgebildet. Das Metallrohr 3 wird aus einem Metall oder einer Metalllegierung vorzugsweise aber aus Aluminium oder anderen Leichtmetallen ausgebildet.

Eine Mündung 5 der Fluidleitung 1 wird von einer umlaufenden Stirnkante 6 der Fluidleitung 1 begrenzt. Beabstandet, mit einem Abstand h, ist von der umlaufenden Stirnkante 6 der Rohrmündung 5 zumindest eine Aufbauchung 7 (1) im Körper der Fluidleitung 1 vorhanden. Die Aufbauchung 7 erscheint im Rohrinneren als Ringnut 8 und am Rohräußeren als Ringwulst 9.

Der Ringwulst 9 kann unterschiedliche Außenkonturen aufweisen, bzw. mit unterschiedlichen Außenkonturen über den Rohrkörper nach außen vorstehen (9 bis 10). Beispielsweise kann der Ringwulst eine halbkreisringförmige Form (5) oder eine drei- oder mehreckige Form (610) aufweisen. Bei einer mehreckigen Form kann die zur Mündung weisende Flanke steiler als die von der Mündung 5 wegweisende Flanke der Aufbauchung 9 sein oder umgekehrt (10). Insbesondere bei einer dreieckigen Ausführungsform kann die vordere, zur Mündung weisende Kante flacher sein, um einen Schlauch leichter aufzuschieben, und eine von der Mündung wegweisende Flanke steiler ausgebildet sein (9). Bei einer insbesondere dreieckigen Ausbildung kann (9) die radial äußerste Kante abgerundet ausgebildet sein.

Der Abstand h des Ringwulstes 9 von der Mündung 6 beträgt beispielsweise etwa 1 cm und entspricht somit bei Standardrohren in etwa dem Innendurchmesser des Rohres, wobei der Abstand zur Mündung so gewählt wird, dass ein Delaminieren der die Fluidleitung 1 ausbildenden Schichten 2, 3, 4 sicher vermieden wird. Die Höhe der Aufbauchung 7 bzw. des über die Oberfläche der Fluidleitung vorstehenden Ringwulstes 9 entspricht beispielsweise in etwa der Wandstärke der Fluidleitung 1 oder ist etwas geringer. Die Höhe der Aufbauchung 7 kann jedoch auch deutlich größer sein als die Dicke der Rohrwandung.

Von der umlaufenden Stirnkante 6 der Fluidleitung 1 in Richtung zum Wulst 9 bzw. zur Aufbauchung 7 kann die Fluidleitung 1 mit einem Konus 10 derart versehen sein, dass sich die Fluidleitung zwischen dem Wulst 9 und der umlaufenden Stirnkante 6 mit dem Konus 10 im Außendurchmesser und ggf. auch im Innendurchmesser verjüngt.

Um eine derartige Fluidleitung 1 mit anderen Fluidleitungen 1 zu verbinden oder mit entsprechenden Aggregaten eines Kraftfahrzeuges wie einem Kraftstofftank, einer Kraftstoffpumpe oder im Kühlkreislauf mit dem Motor oder dem Kühler oder dem Wärmetauscher oder einer Klimaanlage zu verbinden, wird ein flexibler Schlauch 15 auf die Fluidleitung 1 aufgeschoben, wabei durch den Konus 10 das Aufschieben erleichtert wird und die Mündung des Schlauchs 15 geweitet wird. Anschließend wird der Schlauch 15 mit seiner umlaufenden, die Mündung begrenzenden Stirnkante 16 über den Wulst 9 bzw. die Aufbauchung 7 herübergeschoben und noch ein Stück weiter auf die Fluidleitung 1 aufgeschoben. Um den Schlauch 15 auf der Fluidleitung 1 zu sichern, wird eine an sich bekannte und im Kraftfahrzeugbau übliche Rohrschelle 17 hinter dem Wulst 9 um den Schlauch 15 gelegt und festgezogen bzw. festgeklemmt. Vorzugsweise ist der Innendurchmesser der festgezogenen Schelle 17 kleiner als der Außendurchmesser des Wulstes 9, so dass ein Herüberrutschen der Schelle 17 über den Wulst 7 unmöglich gemacht wird.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fluidleitung (2, 4), bei der gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, wird weiter von der Mündung 5 beabstandet und auch von der Aufbauchung 7 beabstandet, zumindest eine weitere Aufbauchung 11 an dem Fluidleitungskörper angeordnet. Die Aufbauchung 11 besitzt in gleicher Weise, rohrinnenseitig eine Ringnut 12 und rohraußenseitig einen Ringwulst 13. Der Abstand der Aufbauchungen 7 und 11 zueinander ist so gewählt, dass zwischen den Aufbauchungen 7, 11 eine im Kraftfahrzeugbau übliche, an sich bekannte und für die gewünschte Verbindung ausreichend feste Rohrschelle 17 Platz findet. Zur Montage einer derartigen Fluidleitung 1 an die bereits zur ersten Ausführungsform genannten Fahrzeugaggregate wird ein Schlauch 15 mit seiner an die Mündung begrenzenden stirnseitigen, umlaufenden Kante 16 zunächst auf den Konus 10 aufgeschoben und sodann über die Aufbauchung 7 hinweggeschoben, bis die Stirnkante 16 an der zweiten Aufbauchung 11 bzw. dem Wulst 13 anstößt. Sodann wird die Schelle 17 zwischen den beiden Aufbauchungen 7, 11 bzw. zwischen der Aufbauchung 7 und der Stirnkante 16 des Schlauchs 15 um den Schlauch 15 gelegt und in gleicher Weise, wie in der ersten Ausführungsform festgezogen.

Die Aufbauchungen 7, 11 können auch bei einer derartigen Ausführungsform in etwa um die Wandungsdicke des Rohrkörpers vorstehen oder weniger oder auch deutlich mehr als die Wanddicke des Rohrkörpers über diesen nach außen vorstehen. Ferner können die Aufbauchungen 7, 11, die bereits zur ersten Ausführungsform erläuterten Außenkonturen und insbesondere Außenkonturen nach den 5 bis 10 annehmen. Des Weiteren kann die Aufbauchung 9 beispielsweise eine geringere Höhe aufweisen als die Aufbauchung 11 (11) oder die Aufbauchung 9 kann deutlich höher sein als die Aufbauchung 11 (12). Auch bei unterschiedlich großen Aufbauchungen (11, 12) können die Aufbauchungen die unterschiedlichsten Außenkonturen besitzen und insbesondere Außenkonturen nach den 5 bis 10.

Anstelle einer oder zweier Aufbauchungen 7, 11 kann eine derartige erfindungsgemäße Fluidleitung auch mit einer Mehrzahl von Aufbauchungen ausgestattet sein und der Schlauch 15 im Bereich des Anschlusses mit einer Innenriffelung oder Zahnung versehen sein, die sich an der durch eine Vielzahl von Ausbauchungen ergebenden Außenkontur der Fluidleitung festkrallt.

Die Aufbauchungen werden im Stauchverfahren auf das Rohr aufgebracht, wobei vorzugsweise zunächst eine Aufbauchung aufgebracht wird, die weiter von der Mündung 5 der Fluidleitung entfernt ist und anschließend der oder die weiteren Aufbauchungen aufeinanderfolgend geformt werden. Mit der Anformung der der Mündung 5 am nächsten liegenden Aufbauchung kann gleichzeitig der Konus 10 angeformt werden. Um die Aufbauchungen mit entsprechenden Konturen zu versehen, können die Aufbauchungen während oder nach dem Aufbringen bzw. Einbringung durch Stauchung außenseitig und/oder innenseitig derart geprägt werden, dass sie eine gewünschte Außenkontur also insbesondere eine drei- oder mehreckige Kontur annehmen.

Bei der Erfindung ist von Vorteil, dass eine Fluidleitung für Kraftfahrzeuge geschaffen wird, die erheblich leichter ist als Metallleitungen und dabei erheblich flexibler ist als Kunststoffleitungen und insbesondere leicht plastisch verformbar ist, so dass eine derartige Fluidleitung leicht zu verlegen ist, wobei durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung eines Anschlussbereiches im Bereich einer Mündung der erfindungsgemäßen Fluidleitung eine einfache und sichere Montage erzielt wird.


Anspruch[de]
Fluidleitung für die Verlegung in Fahrzeugen wie Kraft-, Wasser- oder Luftfahrzeugen, wobei die Fluidleitung aus einem Kunststoff-Metall-Verbundrohr ausgebildet ist und das Kunststoff-Metall-Verbundrohr zumindest eine Kunststoffschicht und eine darum angeordnete Metallschicht aufweist, wobei die Fluidleitung (1) im Bereich einer Mündung bzw. in dem Bereich in dem die Fluidleitung (1) mit anderen Fluidleitungen (1) oder Aggregaten eines Fahrzeugs verbunden werden soll, eine ringförmige, nach außen vorstehende Aufbauchung (7) aufweist, die von einer die Mündung der Fluidleitung (1) begrenzenden umlaufenden Stirnkante 6 beabstandet ist, zur Verbindung der Fluidleitung (1) mit einem über die Fluidleitung (1) zu schiebenden Schlauch (15). Fluidleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidleitung (1) ein mehrschichtiges Kunststoff-Metall-Verbundrohr ist, wobei zumindest eine erste Kunststoffschicht (2) leitungsinnenseitig angeordnet ist und zumindest eine zweite Kunststoffschicht (4) fluidleitungsaußenseitig angeordnet ist und zwischen den beiden Kunststoffschichten (2, 4) zumindest eine metallische Rohrschicht (3) angeordnet ist. Fluidleitung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (a) der umlaufenden Aufbauchung (7, 11) von der Mündung (5) der Fluidleitung (1) in etwa 0,8–2 cm beträgt. Fluidleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufbauchung (7) über die Fluidleitungsaußenfläche in etwa um die Dicke der Fluidleitungswandung vorsteht. Fluidleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass von der Mündung (5) gesehen eine Mehrzahl von zueinander beabstandeten Aufbauchungen (7, 11) aufeinander abfolgend am Fluidleitungsrohrkörper angeordnet sind. Fluidleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufbauchungen (7, 11) im Stauchverfahren auf den Rohrköper aufgebrachte Aufbauchungen (7, 11) sind, wobei im Bereich der Aufbauchung (7, 11) der Fluidleitungskörper bzw. die Fluidleitungswandung rohrinnenseitig eine Ringnut (8, 12) und außenseitig einen Ringwulst (9, 13) aufweist. Fluidleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufbauchungen (7, 11) eine aufgeklebte und/oder aufgeschweißte und/oder aufgeschrumpfte wulstartige Verdickung auf dem Fluidleitungskörper sind. Fluidleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufbauchungen eine halbkreisringförmige, drei- oder mehreckige Außenkontur aufweisen. Fluidleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufbauchungen bei einer drei- oder mehreckigen Außenkontur eine zur Mündung hin steilere Flanke und eine von der Mündung wegweisende, flachere Flanke oder eine zur Mündung hin weisende flache Flanke und eine von der Mündung wegweisende steilere Flanke besitzen. Fluidleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Mehrzahl von axial aufeinander folgenden Aufbauchungen, die Aufbauchungen gleiche oder unterschiedliche Außenkonturen besitzen.






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