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Dokumentenidentifikation DE102005005643A1 16.11.2006
Titel Container zur Bereitstellung von mobilem Nutzraum
Anmelder Banse, Klaus-Dieter, 82131 Gauting, DE;
Krohm, Ernst, 10559 Berlin, DE;
Sitter-d'Heureuse, Manfred, 41169 Mönchengladbach, DE
Erfinder Banse, Klaus-Dieter, 82131 Gauting, DE;
Krohm, Ernst, 10559 Berlin, DE;
Sitter-d'Heureuse, Manfred, 41169 Mönchengladbach, DE
Vertreter Banse, K., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 82131 Gauting
DE-Anmeldedatum 06.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005005643
Offenlegungstag 16.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.2006
IPC-Hauptklasse B65D 88/52(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 88/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   E04B 1/348(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Container zur Bereitstellung eines mobilen Nutzraumes, mit einem Deckenelement, mit einer oder mehreren Seitenwänden und mit einem Bodenelement, die in einer Gebrauchsstellung so zueinander angeordnet sind, um den Nutzraum zu bilden, wobei die Seitenwand ein oder mehrere Wandelemente umfasst, die mit Hilfe eines Klappmechanismus verschwenkbar sind, wobei der Container von der Gebrauchsstellung in eine Transportstellung überführbar ist, indem das Wandelement zwischen Bodenelement und Deckenelement verschwenkt wird, dass die Wandelemente, das Bodenelement und das Deckenelement im Wesentlichen aufeinander und parallel zueinander liegen, wobei das Bodenelement einen Modulraum aufweist, um ein oder mehrere Einsatzmodule aufzunehmen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Container zur Bereitstellung eines mobilen Nutzraumes.

In heutigen Projekten steht Mobilität und Leistungsfähigkeit vor Ort an erster Stelle. Die Frage wie man logistische Versorgung, Unterbringungsmöglichkeiten, Lager- und Arbeitsplätze an Baustellen, in Katastrophengebiete, an Expeditionsorte heranführen kann, ist bis heute nur unter erheblichem technischem und personalintensivem Aufwand realisierbar. Bisherige Container werden zur oben genannten Verwendung ausschließlich via Bahn, LKW und Schiff transportiert. Da es sich um Starrkonstruktionen handelt, kann bisher nur ein Container pro Fahrlafette ohne Anhänger transportiert werden. Um für die Nutzung von beispielsweise Wohn- und Aufenthaltscontainer auch Ausstattung bereitzustellen und nutzen zu können, bedarf es weiterer Transportmittel und Personal. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass eine wie im Vorfeld beschriebene, kosten- und personalintensive Leistung entsteht.

Heutige Container bestehen im Wesentlichen aus einer starren Rahmenkonstruktion, die mit handelsüblichem Profilblechen umschlossen sind. Die nötige Isolierung wird durch Dämmmatten oder Hartschaum erfüllt. Eingesetzte Fenster und Türen sind durch zusätzliche, in die Wände eingearbeitete Rahmen eingefasst. Strom, Heizung und sonstige Versorgungsmodule können nur durch externe Geräte und Anschlüsse realisiert werden. Wenn technische Voraussetzungen für Kommunikation oder Datentechnik eingesetzt werden sollen, so müssen diese ausschließlich über aufwendige Zusatzmontagen nachgerüstet werden.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Container für die Bereitstellung von Nutzraum zur Verfügung zu stellen, der einfach transportiert und aufgebaut werden kann.

Erfindungsgemäß ist ein Container zur Bereitsstellung eines mobilen Nutzraumes vorgesehen, der ein Deckenelement, eine oder mehrere Seitenwände und ein Bodenelement aufweist. Diese Elemente sind in einer Gebrauchsstellung so zueinander angeordnet, um den Nutzraum zu bilden. Die Seitenwand umfasst ein oder mehrere Wandelemente, die mit Hilfe eines Klappmechanismus verschwenkbar sind. Der Container ist von der Gebrauchsstellung in eine Transportstellung überführbar, indem das Wandelement zwischen Bodenelement und Deckenelement verschwenkt wird, so dass die Wandelemente, das Bodenelement und das Deckenelement im wesentlichen aufeinander und parallel zueinander liegen. Das Bodenelement weist einen Modulraum auf, um ein oder mehrere Einsatzmodule aufzunehmen.

Durch den Klappmechanismus ermöglicht das Verringern des Transportvolumens, so dass mehrere Container statt bisher nur einer bewegt und an Ort und Stelle gebracht werden können. Ferner ist es möglich, durch Vormontage von ausgewählten Einsatzmodulen das Bodenelement des Containers vor dem Transport entsprechend dem Einsatzzweck des Containers zu bestücken und den Container in der Transportstellung zu transportieren. Dadurch entfällt der zusätzliche Transport von Einrichtungen und Modulen, die vor Ort in den Container eingesetzt werden müssten.

Vorzugsweise ist das Bodenelement quaderförmig mit einem Bodenteil, einem Seitenteil und einem Deckelteil ausgebildet, wobei das Seitenteil ein oder mehrere Seitenelemente umfasst, die mit Hilfe eines Klappmechanismus verschwenkbar sind, wobei das Bodenelement in eine Leerstellung überführbar ist, indem die Seitenelemente zwischen Bodenteil und Deckelteil verschwenkt werden, so dass das Seitenelement, das Bodenteil und das Deckelteil im wesentlichen aufeinander und parallel zueinander liegen. Auf diese Weise kann der Container zum Transport noch weiter verkleinert werden, wenn kein Einsatzmodul im Bodenelement aufgenommen ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Bodenelement eine Halterung aufweisen, um das Einsatzmodul aufzunehmen. Die Halterung kann so gestaltet sein, um das Einsatzmodul durch seitliches Hineinschieben einzusetzen und mit Hilfe eines Befestigungselementes zu befestigen.

Zweckmäßigerweise ist das Bodenteil des Bodenelementes mit einem Ausgleichselement versehen, um Unebenheiten beim Aufstellen des Containers auf unebenen Untergrund auszugleichen. Das Ausgleichselement kann ein aufblasbares Luftkissen aufweisen, das durch eine Druckluftquelle in einem Maße aufblasbar ist, um die Unebenheit auszugleichen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Bodenelement eine interne Schnittstelle aufweisen, um vom Inneren des Nutzraumes Zugriff auf das Einsatzmodul zu gewähren. Weiterhin kann das Bodenelement eine externe Schnittstelle aufweisen, um von außerhalb des Containers Zugriff auf das Einsatzmodul zu gewähren.

Jedes der Einsatzmodule kann mindestens eines der folgenden Module umfassen: Versorgungsmodul, Entsorgungsmodul, Datenverarbeitungsmodul, Kommunikationsmodul, Klimamodul, Vorratsmodul und/oder zweckgebundenes Modul.

Es ist zweckmäßig, an einer bezüglich des Nutzraumes durch Seitenwand und/oder Deckenelement gebildeten Innenfläche eine Zwischenwandhalterung anzuordnen, um eine Zwischenwand einzusetzen. Die Zwischenwand kann in der Transportstellung in einer entsprechenden Ausnehmung in einer der Seitenwand oder des Deckenelementes angeordnet sein. Die Zwischenwand ist dabei in der Gebrauchsstellung mit Hilfe eines Gelenks aus der entsprechenden Ausnehmung in eine Raumteilerposition verschwenkbar.

Die Wandelemente sind vorzugsweise in der Gebrauchsstellung durch eine Verriegelungseinrichtung so verriegelbar, dass der Nutzraum in der Gebrauchsstellung verbleibt. Dabei können die Wandelemente in der Gebrauchsstellung durch eine Verriegelungseinrichtung so miteinander verriegelbar sein, dass ein Umklappen des Klappmechanismus blockiert wird.

Der Container kann einen Zwischenboden aufweisen, der mit der Seitenwand und dem Deckenelement ein Nutzmodul mit dem Nutzraum bildet, wobei das Bodenelement und das Nutzmodul voneinander trennbar ausgeführt sind. Das Bodenelement und das Nutzmodul können durch eine Verbindungseinrichtung miteinander verbindbar sein.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein abtrennbares Bodenelement für einen solchen Container sowie ein separates Nutzmodul vorgesehen.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Containeranordnung mit mehreren Container vorgesehen, wobei die Container mit jeweils einer Seitenwand aneinander angeordnet sind, wobei die aneinander anliegenden Seitenwände entfernbar sind, um einen vergrößerten Nutzraum zu schaffen.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Seitenansicht eines Containers in Gebrauchsstellung gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung;

2 eine Seitenansicht eines Containers in Transportstellung gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung;

3 eine Seitenansicht eines Containers in einer teilweise zusammengeklappten Zustand gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;

4 eine weitere Seitenansicht des Containers gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung;

5 eine perspektivische Darstellung eines Containers mit Innenwänden gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung;

6 eine Seitenansicht einer Containeranordnung gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung; und

7 eine Seitenansicht einer Containeranordnung mit Ausgleichselementen gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.

Die 1 zeigt eine Seitenansicht eines Containers in Gebrauchsstellung gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung. Der dargestellte Container dient dazu, einen mobilen Nutzraum zur Verfügung zu stellen, der zum dauerhaften und/oder zeitweiligen Aufenthalt von Personen dient.

Der Container weist ein Bodenelement 3 auf, an dem zwei Seitenwände 4 mit einem Ende angeordnet sind. An einem vom Bodenelement 3 entfernten Ende der Seitenwände 4 ist ein Deckenelement 2 angeordnet, so dass das Bodenelement 3, die Seitenwände 4 und das Deckenelement 2 in einer Gebrauchsstellung einen Nutzraum bilden, der für den Aufenthalt von Personen geeignet ist.

Die Seitenwände 4 weisen jeweils zwei Wandelemente 7 auf, die über Scharniere 6 miteinander verbunden sind, so dass die Seitenwände 4 von der Gebrauchsstellung in eine Transportstellung verschwenkt werden können. Dazu sind die Wandelemente 7 an einem ihrer Enden miteinander über eines der Scharniere 6 verbunden und an ihren jeweils anderen Ende über weitere Scharniere 6 mit dem Bodenelement 3 bzw. dem Deckenelement 2 verbunden.

Die 1 zeigt eine Draufsicht auf eine Stirnseite 15. Die Stirnseite 15 ist mit einer Tür 16 versehen, durch die ein Benutzer den Container betreten kann. Die Stirnseite 15 ist mit weiteren Scharnieren 18 an dem Bodenelement 3 befestigt, um an dem Bodenelement 3 in Richtung des Nutzraums geklappt zu werden. Um die Stirnseite 15 in der Gebrauchsstellung zu sichern, wird die Stirnseite 15 mit dem Deckenelement 2 über Befestigungseinrichtungen 19 befestigt und so gehalten.

Beim Verschwenken der Seitenwände 4 in die Transportstellung klappen die Seitenwände 4 in den Nutzraum des Containers, so dass das Deckenelement 2 und das Bodenelement 3 sich aufeinander zu bewegen. In der Transportstellung, die in 2 gezeigt ist, liegen die Wandelemente 7 der Seitenwände 4, das Deckenelement 2 und das Bodenelement 3 im wesentlichen aufeinander und die gesamte Höhe des Containers ist deutlich verringert. In der Transportstellung kann der Container nun Platz sparend transportiert werden.

Das Bodenelement 3 weist eine bestimmte Höhe auf, um Einsatzmodule 9 aufzunehmen. Die Einsatzmodule 9 dienen dazu Versorgungs- und Entsorgungseinheiten, sowie Kommunikations- und Datenverarbeitungseinheiten für die Benutzer des Nutzraumes bereitzustellen. Dadurch, dass die Einsatzmodule 9 im Boden des Containers untergebracht sind, müssen sie nicht nachträglich in den Container eingebracht werden, um den Container für einen bestimmten Zweck vorzubereiten.

Stattdessen ist es möglich, den Container an einer von dem späteren Einsatzort entfernten Stelle mit den gewünschten Einsatzmodulen 9 zu versehen, die für den jeweiligen Zweck benötigt werden und dann den Container in der Transportstellung in Platz sparender Weise zu dem Einsatzort zu transportieren.

Die Einsatzmodule 9 können vielfältig gestaltet und beliebig kombiniert werden. Beispielsweise kann ein solches Einsatzmodul 9 ein Versorgungsmodul, ein Entsorgungsmodul, ein Datenverarbeitungsmodul, ein Kommunikationsmodul, ein Klimamodul, ein Vorratsmodul und/oder ein sonstiges zweckgebundenes Modul sein. Insbesondere können die Einsatzmodule 9 umfassen: ein Stromaggregat, ein Heizungs- und/oder Klimagerät, ein Wasser/Abwassersystem, eine PC-Hardware, eine Telekommunikationseinheit, ein Gas-/Öltank, einen Behälter für medizinische Gase, einen Stauraum für Vorräte, einen Müllbehälter, eine Satellitenkommunikationseinheit, ein Funkgerät, eine Antriebseinheit für eine medizinische Versorgung, einen Kompressor für luftdichte, aufblasbare Wand- und Türdichtungen, eine Versorgungsleitung zur modularen Inbetriebnahme der genannten Elemente, einen Tresor und sonstige Einheiten.

Soll der Container an seinem Einsatzort beispielsweise als medizinische Station vorgesehen sein, können solche Einsatzmodule 9 beispielsweise die Versorgung mit Narkosegasen, einen Stromgenerator, einen Wasserspeicher, eine Datenverarbeitungseinheit und sonstiges medizinisches Gerät umfassen. Damit vom Nutzraum diese Einsatzmodule 9 benutzt werden können, sind im Inneren des Containers geeignete Schnittstellen zum Zugreifen auf die Einsatzmodule 9 je nach ihrer Art vorgesehen.

In 3 ist ein Container gemäß einer weiteren Ausführungsform dargestellt. Das Bodenelement 3 ist selbst in die Transportstellung verklappbar. Das Bodenelement 3 ist quaderförmig mit einem Bodenteil 10, Seitenteilen 11 und einem Deckelteil 12 ausgebildet, wobei das Deckelteil den Boden des Nutzraumes bildet bzw. an dem Boden des Nutzraumes angeordnet ist.

Die Seitenteile 11 umfassen ein oder mehrere Seitenelemente 13, die mit Hilfe eines Klappmechanismus auf die gleiche Weise wie die Wandelemente 7 verschwenkbar sind. Dabei ist das Bodenelement 3 in eine Leerstellung überführbar, indem die Seitenelemente 13 zwischen Bodenteil und Deckelteil verschwenkt werden, so dass die Seitenelemente 13, das Bodenteil 10 und das Deckelteil 12 im Wesentlichen aufeinander und parallel zueinander liegen. Auf diese Weise kann der Container vollständig zusammengeklappt werden, wenn keine Einsatzmodule 9 vorgesehen sind.

Fällt eines der Einsatzmodule 9 aus so lässt es sich aus dem Bodenelement 3 herausnehmen und durch ein weiteres Einsatzmodul 9 ersetzen. Dadurch ist die Reparatur eines solchen Containers durch die modulare Einsetzbarkeit und Auswechselbarkeit der Einsatzmodule 9 stark vereinfacht.

Das in 3 gezeigte Deckenelement 14 weist einen zusätzlichen Stauraum 15 auf, in dem nicht in den Einsatzmodulen 9 vorgesehene Geräte oder Materialien auch in der Transportstellung gelagert werden können, da dieser Stauraum 15 in der Transportstellung bestehen bleibt.

In 4 ist eine Seitenansicht auf eine Längsseite 4 des Containers dargestellt. Die Längsseiten weisen die Wandelemente 7 auf, wie in den 1 und 2 dargestellt ist. Die an den schmalen Enden des Containers vorgesehenen Stirnwände 15 sind aus lediglich einem Wandelement aufgebaut und können in der Transportstellung ebenfalls verschwenkt werden. Wie in 2 erkennbar, sind die Stirnwände 15 schwenkbar mit dem Bodenelement 3 verbunden und werden beim Überführen in die Transportstellung als erstes in Richtung des Nutzraums verschwenkt, so dass die Stirnwände unter den Wandelementen 7 in der Transportstellung zu liegen kommen.

Die Einsatzmodule im Bodenelement 3 können aus allen Richtungen in entsprechende Halterungen eingesetzt werden. Insbesondere sind Befestigungselemente vorgesehen, um die Einsatzmodule 9 vor allem während des Transports zu sichern.

Die Seitenwände 4 und die Stirnwände 15 können optional mit Türen, Fenster, Schiebewänden, Schienenelemente für Mobiliar oder technische Einrichtungen ausgerüstet werden. Eine Einschränkung der Klappfähigkeit ergibt sich dadurch nicht.

In 5 ist eine perspektivische Darstellung eines Containers dargestellt. Im Innern des Containers sind mit Durchgängen versehene Trennwände 17 angeordnet, die zum einen verschiebbar sind und zum anderen durch Verklappen in entsprechende Ausnehmungen in das Bodenelement 3 oder das Deckenelement 2 verschwenkbar sind. So ist es möglich die Trennwände 17 bei Bedarf herauszuklappen. In der Transportstellung werden die Zwischenwände wieder in die entsprechenden Ausnehmungen des Bodenelementes 3 oder des Deckenelementes 2 verschwenkt, so dass die Seitenwände ungestört in die Transportstellung gebracht werden können.

In 6 ist eine Containeranordnung mit mehreren solcher Container dargestellt. Die Container können nebeneinander und übereinander angeordnet werden. Das Bodenelement 3 und ein Nutzmodul, d.h. der den Nutzraum bildenden Teil des Containers, sind voneinander trennbar ausgeführt, indem sowohl das Bodenelement 3 ein Deckenteil 21 als auch das Nutzmodul eine Bodenplatte 22 aufweisen. Diese können miteinander so verbunden werden, dass die Einsatzmodule 9 vom Nutzraum des darauf befindlichen Nutzmoduls 20 über die entsprechenden Schnittstellen zugänglich sind. Gleichermaßen ist es möglich Nutzmodule 20 übereinander anzuordnen und miteinander über geeignete Haltevorrichtungen zu verbinden, so dass eine ausreichende Stabilität gewährleistet ist.

Um mehrere Container zusammenzufassen und sie in einem begehbaren Raum umzufunktionieren, lassen sich je nach Aufstellungsform die Wände herausnehmen. Außerdem kann eine Stapelung von z.B. drei Containern übereinander oder mehrere Container nebeneinander hergestellt werden. Durch verschiedene Zeltdächer werden Innenhöfe, Verbindungsgänge oder zusätzliche Nutzungsflächen geschaffen, die keine Festbauten benötigen.

Das Bodenelement 3 kann in mehreren Varianten ausgeführt sein. Zum einen umfasst es eine mehrlagige Bodenplatte, die sowohl voll isoliert, wasserdicht und mit vorgerichteten Kanälen zu Installation von Strom-, Daten- und Telekommunikationsleitungen ausgestattet ist. Außerdem können Anschlüsse und Leerrohre für z.B. elektrische Heißluft- oder Wasser durchlaufende Fußbodenheizung, elektrische Leitungen und Datenkabel sowie jeglicher anderer Medien und Einbauten, verlegt werden. Durch eine mit Verstrebungen vorgesehen Verbundplatte sind Verbindungsstutzen zur Festinstallation von Isolationsmaterial, Antistatikmatten, Trittschalldämmung, Zweckoptimierte Fußbodenbeläge wie säurebeständige Fliesen, Laminat, Stahlprofilboden, Teppich oder sonstige Materialien eingebaut. Damit ist es möglich, je nach Verwendungszweck die Bodengruppe ohne substanzielle Umbaumaßnahmen, jederzeit den Bedürfnissen des Nutzers anzupassen.

Die zweite Variante umfasst ein Kastenmodul, das gleiche Eigenschaften das o.g. Bodenelement 3 besitzt. Zusätzlich sind innerhalb des Bodenelementes 3 Abteile für Einsatzmodule 9 eingebracht, die je nach Ausstattungsvariante technische Gerätschaften aller Art aufnehmen können und durch Bodenklappen innerhalb des Containers oder durch von Außen zugängliche Schubladen bedient zugänglich sind.

Um sicherzustellen, dass der Container am Einsatzort in eine waagerechte Position gebracht werden kann, sind im Bodenelement 3 Ausgleichselemente in Form von einem oder mehreren Luftkissen 21 vorgesehen. Die Luftkissen die über ein automatisches Niveliergerät und verbundenem Kompressor jeden beliebigen Höhenausgleich und Bodenungleichheiten ausgleichen können. Um den gesamten Container standfest aufstellen zu können, werden nach dem Nivelierausgleich durch die Luftkissen 21, auf jeder Längsseite ca. vier höhenverstellbare Stelzen aufgestellt. Die Luftkissen können auch gleichzeitig als Aufschlagdämpfer dienen, wenn der Container mit Fallschirmen abgesetzt oder über eine Verladepalette gleitend abgesetzt werden sollen.

Beide Varianten sind mit Vorrichtungen für die Montage von Bodenankern ausgestattet. Gleichzeit werden selbige Vorrichtungen mit automatischen Schnappverschlüssen ausgestattet um bei mehreren Containern über- und nebeneinander, eine sichere Verriegelung ohne zusätzliche Montage zu erreichen.

Sowohl im zusammengeklappten als auch aufgebautem Zustand werden die Deckenelemente 2 und Bodenelemente 3 durch besagte Schnappverschlüsse verbunden und gesichert.


Anspruch[de]
Container zur Bereitstellung eines mobilen Nutzraumes, mit einem Deckenelement, mit einer oder mehreren Seitenwänden und mit einem Bodenelement, die in einer Gebrauchsstellung so zueinander angeordnet sind, um den Nutzraum zu bilden,

wobei die Seitenwand ein oder mehrere Wandelemente umfasst, die mit Hilfe eines Klappmechanismus verschwenkbar sind,

wobei der Container von der Gebrauchsstellung in eine Transportstellung überführbar ist, indem das Wandelement zwischen Bodenelement und Deckenelement verschwenkt wird, dass die Wandelemente, das Bodenelement und das Deckenelement im Wesentlichen aufeinander und parallel zueinander liegen,

wobei das Bodenelement einen Modulraum aufweist, um ein oder mehrere Einsatzmodule aufzunehmen.
Container nach Anspruch 1, wobei das Bodenelement quaderförmig mit einem Bodenteil, einem Seitenteil und einem Deckelteil ausgebildet ist, wobei das Seitenteil ein oder mehrere Seitenelemente umfasst, die mit Hilfe eines Klappmechanismus verschwenkbar sind, wobei das Bodenelement in eine Leerstellung überführbar ist, indem die Seitenelemente zwischen Bodenteil und Deckelteil verschwenkt werden, so dass das Seitenelement, das Bodenteil und das Deckelteil im wesentlichen aufeinander und parallel zueinander liegen. Container nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Bodenelement eine Halterung aufweist, um das Einsatzmodul aufzunehmen. Container nach Anspruch 3, wobei die Halterung so gestaltet ist, um das Einsatzmodul durch seitliches Hineinschieben einzusetzen und mit Hilfe eines Befestigungselementes zu befestigen. Container nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Bodenteil des Bodenelementes mit einem Ausgleichselement versehen ist, um Unebenheiten beim Aufstellen des Containers auf unebenen Untergrund auszugleichen. Container nach Anspruch 5, wobei das Ausgleichselement ein aufblasbares Luftkissen aufweist, das durch eine Druckluftquelle in einem Maße aufblasbar ist, um die Unebenheit auszugleichen. Container nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Bodenelement eine interne Schnittstelle aufweist, um vom Inneren des Nutzraumes Zugriff auf das Einsatzmodul zu gewähren. Container nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Bodenelement eine externe Schnittstelle aufweist, um von außerhalb des Containers Zugriff auf das Einsatzmodul zu gewähren. Container nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei jedes der Einsatzmodule mindestens eines der folgenden Module umfasst: Versorgungsmodul, Entsorgungsmodul, Datenverarbeitungsmodul, Kommunikationsmodul, Klimamodul, Vorratsmodul und/oder zweckgebundenes Modul. Container nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei an einer bezüglich des Nutzraumes durch Seitenwand und/oder Deckenelement gebildeten Innenfläche eine Zwischenwandhalterung angeordnet ist, um eine Zwischenwand einzusetzen. Container nach Anspruch 10, wobei die Zwischenwand in der Transportstellung in einer entsprechenden Ausnehmung in einer der Seitenwand oder des Deckenelementes angeordnet ist. Container nach Anspruch 11, wobei die Zwischenwand in der Gebrauchsstellung mit Hilfe eines Gelenks aus der entsprechenden Ausnehmung in eine Raumteilerposition verschwenkbar ist. Container nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Wandelemente in der Gebrauchsstellung durch eine Verriegelungseinrichtung so verriegelbar sind, dass der Nutzraum in der Gebrauchsstellung verbleibt. Container nach Anspruch 13, wobei die Wandelemente in der Gebrauchsstellung durch eine Verriegelungseinrichtung so miteinander verriegelbar sind, dass ein Umklappen des Klappmechanismus blockiert wird. Container nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der Container einen Zwischenboden aufweist, der mit der Seitenwand und dem Deckenelement ein Nutzmodul mit dem Nutzraum bildet, wobei das Bodenelement und das Nutzmodul voneinander trennbar ausgeführt sind. Container nach Anspruch 15, wobei das Bodenelement und das Nutzmodul durch eine Verbindungseinrichtung miteinander verbindbar sind. Bodenelement für einen Container nach Anspruch 14 oder 15. Nutzmodul für einen Container nach Anspruch 14 oder 15. Containeranordnung mit mehreren Container nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei die Container mit jeweils einer Seitenwand aneinander angeordnet sind, wobei die aneinander anliegenden Seitenwände entfernbar sind, um einen vergrößerten Nutzraum zu schaffen.






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