PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005019927A1 16.11.2006
Titel Schweissbuckel und Lampengehäuseteil mit Schweissbuckel
Anmelder Patent-Treuhand-Gesellschaft für elektrische Glühlampen mbH, 81543 München, DE
Erfinder Mittler, Bodo, 86391 Stadtbergen, DE;
Schmidt-Lehmann, Thomas, 14532 Kleinmachnow, DE
DE-Anmeldedatum 27.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005019927
Offenlegungstag 16.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.2006
IPC-Hauptklasse B23K 26/22(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21V 11/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Offenbart ist ein Schweißbuckel, insbesondere zum Laserstrahlschweißen, mit einer Einprägung, die in einem ersten Bauteil angeordnet und mit zumindest einem zweiten Bauteil verschweißbar ist. Erfindungsgemäß hat der Schweißbuckel einen Vorsprung und ist zum Verschweißen über diesen in Anlage an das zweite Bauteil bringbar.

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft einen Schweißbuckel gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Der erfindungsgemäße Schweißbuckel kann prinzipiell bei einer Vielzahl unterschiedlicher Schweißverfahren Verwendung finden. Das Hauptanwendungsgebiet des Schweißbuckels dürfte jedoch bei Laserstrahlschweißverfahren, insbesondere zum Verschweißen von zinkbeschichteten Abschirmgehäuseteilen einer Lampe liegen.

Aus dem allgemeinen Stand der Technik ist es bekannt, zur Verbesserung der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV), beispielsweise einer Entladungslampe, Abschirmgehäuse aus verzinktem Stahlblech zu verwenden. Derartige Abschirmgehäuse bestehen aus zwei Gehäuseteilen, die einen Kunststoffsockel der Lampe umschließen und über eine Überlappschweißverbindung verbunden werden. Im Schweißbereich ist eines der Gehäuseteile mit einer Vielzahl etwa halbrunder Schweißbuckel versehen und über diese in Anlage an das zweite Gehäuseteil bringbar. Die beiden Gehäuseteile werden anschließend mittels Laserstrahlschweißen verbunden.

Nachteilig bei derartigen Schweißverbindungen ist, dass es beim Schweißen zu einem explosionsartigen Verdampfen der Zinkbeschichtung der Gehäuseteile und dadurch zu Löchern, Poren und Spritzern im Verbindungsbereich kommen kann. Des Weiteren ist nachteilig, dass die während dem Schweißen entstehende Wärmeentwicklung zu einer Reaktion der Gehäuseteile mit dem Kunststoffgehäuse führt und dadurch die Qualität der Schweißverbindung verschlechtert.

Darstellung der Erfindung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schweißbuckel, insbesondere zum Laserstrahlschweißen zu schaffen, der gegenüber herkömmlichen Lösungen ein Verspritzen von Stahlpartikeln verhindert und eine definierte Wärmeeinbringung zur Vermeidung einer Reaktion mit dem Kunststoffgehäuse ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Besonders vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.

Der erfindungsgemäße Schweißbuckel hat eine Einprägung, die in einem ersten Bauteil angeordnet und mit zumindest einem zweiten Bauteil verschweißbar ist. Erfindungsgemäß hat der Schweißbuckel einen Vorsprung, über den er zum Verschweißen in Anlage an das zweite Bauteil bringbar ist. Durch den Vorsprung sind die Bauteile während dem Schweißen beabstandet zueinander angeordnet. Diese Lösung ermöglicht ein Austreten der explosionsartig verdampfenden Zinkbeschichtung aus der Überlappungszone der Bauteile. Dadurch wird ein Druckaufbau zwischen den Bauteilen und damit Löcher, Poren und Spritzer verhindert. Erfindungsgemäß wird durch den Vorsprung eine definierte Wärmeeinbringung in das zweite Bauteil ermöglicht, so dass eine Reaktion mit den innerhalb des Abschirmgehäuses angeordneten Kunststoffelementen vermieden wird.

Gemäß einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel hat der Vorsprung zumindest abschnittsweise einen halbkugelförmigen Querschnitt.

Vorzugsweise ist der Vorsprung mittig an einer Außenfläche der Einprägung angeordnet.

Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn der Vorsprung eine Höhe im Bereich von 0,03 bis 0,15 mm aufweist.

Die Gesamthöhe des Schweißbuckels liegt vorzugsweise im Bereich von 0,07 bis 0,40 mm.

Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung wird die Erwärmung zum Schweißen durch hochenergetische Strahlung, vorzugsweise durch Laserstrahlung in eine Innenkontur des Schweißbuckels eingebracht.

Vorzugsweise ist in der Innenkontur der Einprägung eine Ausnehmung zum Einbringen der Laserstrahlung ausgebildet.

Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung sind die Bauteile aus verzinktem Stahlblech.

Der erfindungsgemäße Schweißbuckel findet vorzugsweise zur Verbindung von Abschirmgehäuseteilen einer Lampe Verwendung.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Nachstehend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt:

1 eine schematische Schnittdarstellung durch ein Abschirmgehäuse mit einem erfindungsgemäßen Schweißbuckel.

Bevorzugte Ausführung der Erfindung

Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Schweißbuckels zum Verschweißen von zinkbeschichteten Abschirmgehäuseteilen erläutert. Wie bereits eingangs erwähnt, ist der erfindungsgemäße Schweißbuckel jedoch keinesfalls auf derartige Gehäuseteile beschränkt.

1 zeigt eine schematische Schnittdarstellung durch ein Abschirmgehäuse 1, das einen Lampensockel 2 aus Kunststoff umgibt. Das Abschirmgehäuse 1 hat zwei Gehäuseteile 4, 6 aus verzinktem Stahlblech, die in ihrer dargestellten Überlappungszone mit einer Vielzahl von Schweißbuckeln 8 versehen sind. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist im 1 lediglich einer der Schweißbuckel 8 dargestellt. Dieser hat eine Einprägung 10, die in dem ersten Gehäuseteil 4 ausgebildet ist. Erfindungsgemäß ist an einem dem zweiten Gehäuseteil 6 zugewandten Endabschnitt 12 des Schweißbuckels 8 ein etwa halbkugelförmiger Vorsprung 14 ausgebildet. Dieser ist zum Verschweißen in Anlage an das zweite Gehäuseteil 6 gebracht, wobei die Gehäuseteile 4, 6 durch den Vorsprung 14 voneinander beabstandet angeordnet sind. Erfindungsgemäß kann während dem Schweißen verdampfendes Zink aus der Überlappungszone austreten, so dass eine Druckentwicklung verhindert wird. Dadurch werden Löcher, Poren und Spritzer vermieden und eine Nachbearbeitung der Bauteiloberfläche nach dem Schweißvorgang kann entfallen. Weiterhin wird durch den Vorsprung 14 des Schweißbuckels 8 eine definierte, d.h. lokal eingegrenzte Wärmeeinbringung in das zweite Gehäuseteil 6 ermöglicht, so dass eine übermäßige Erwärmung des zweiten Gehäuseteils 6 und dadurch eine Reaktion mit dem darunter angeordneten Kunststoffsockel 2 vermieden wird. Dadurch wird eine höhere Schweißqualität erreicht und die Korrosionsbeständigkeit im Schweißbereich verbessert. Gemäß 1 ist der Vorsprung 14 etwa mittig an einer Außenfläche 16 der Einprägung 10 angeordnet und hat eine Höhe HV von 0,09 mm, bei einer Gesamthöhe HG des Schweißbuckels 8 von 0,24 mm. Der Schweißbuckel 8 lässt sich in einfacher Weise mit herkömmlichen Prägewerkzeugen in das Bauteil 4 einbringen und ist dadurch kostengünstig herstellbar. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel erfolgt die Erwärmung auf Schweißtemperatur durch einen Laserstrahl 18, der im Bereich einer Innenkontur 20 des Schweißbuckels 8 eingebracht wird. Die definierte Wärmeeinbringung in die Schweißstelle wird durch eine etwa kegelstumpfförmige Ausnehmung 22 in der Innenkontur 20 der Einprägung 10 weiter verbessert.

Der erfindungsgemäße Schweißbuckel 8 ist nicht auf die beschriebene Fügetechnik mittels Laserstrahlschweißen beschränkt, vielmehr kann jedes aus dem Stand der Technik bekannte Schweißverfahren Verwendung finden, das eine definierte Wärmeeinbringung in den Schweißbereich ermöglicht.

Offenbart ist ein Schweißbuckel 8, insbesondere zum Laserstrahlschweißen, mit einer Einprägung 10, die in einem ersten Bauteil 4 angeordnet und mit zumindest einem zweiten Bauteil 6 verschweißbar ist. Erfindungsgemäß hat der Schweißbuckel 8 einen Vorsprung 14 und ist zum Verschweißen über diesen in Anlage an das zweite Bauteil 6 bringbar.


Anspruch[de]
Schweißbuckel, insbesondere zum Laserstrahlschweißen, mit einer Einprägung (10), die in einem ersten Bauteil (4) angeordnet und mit zumindest einem zweiten Bauteil (6) verschweißbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schweißbuckel (8) einen Vorsprung (14) aufweist und zum Verschweißen über diesen in Anlage an das zweite Bauteil (6) bringbar ist. Schweißbuckel nach Anspruch 1, wobei der Vorsprung (14) zumindest abschnittsweise einen halbkugelförmigen Querschnitt aufweist. Schweißbuckel nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Vorsprung (14) mittig an einer Außenfläche (16) der Einprägung (10) angeordnet ist. Schweißbuckel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Vorsprung (14) eine Höhe (HV) im Bereich von 0,03 bis 0,15 mm aufweist. Schweißbuckel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Gesamthöhe (HG) des Schweißbuckels (8) im Bereich von etwa 0,07 bis 0,40 mm liegt. Schweißbuckel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Erwärmung zum Schweißen durch hochenergetische Strahlung, vorzugsweise durch Laserstrahlung, in eine Innenkontur (20) des Schweißbuckels (8) eingebracht wird. Schweißbuckel nach Anspruch 6, wobei die Innenkontur (20) der Einprägung (10) eine Ausnehmung (22) zum Einbringen der Laserstrahlung aufweist. Schweißbuckel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Bauteile (4, 6) aus verzinktem Stahlblech sind. Schweißbuckel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Schweißbuckel (8) zur Verbindung von Abschirmgehäuseteilen (4, 6) einer Lampe verwendet wird. Lampengehäuseteil (4, 6) aus Metall mit mindestens einem Schweißbuckel gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8. Lampengehäuseteil (4, 6) nach Anspruch 10, wobei das Metall verzinktes Stahlblech ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com