| Dokumentenidentifikation |
DE10303247B4 16.11.2006 |
| Titel |
Kegelförmige Membrane und Lautsprecher |
| Anmelder |
Harman Becker Automotive Systems GmbH, 76307 Karlsbad, DE |
| Erfinder |
Krump, Gerhard, 94374 Schwarzach, DE; Regl, Hans-Jürgen, 93049 Regensburg, DE |
| Vertreter |
Westphal, Mussgnug & Partner, 80336 München |
| DE-Anmeldedatum |
28.01.2003 |
| DE-Aktenzeichen |
10303247 |
| Offenlegungstag |
12.08.2004 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
16.11.2006 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
16.11.2006 |
| IPC-Hauptklasse |
H04R 7/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
H04R 9/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE
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| Beschreibung[de] |
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Hintergrund der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lautsprecher-Membrane für
eine Anordnung, die in axialer Richtung in einem Lautsprecher schwingen kann und
einen Lautsprecher mit einer solchen Lautsprecher-Membrane.
Allgemein bekannt sind Lautsprecher mit einem Rahmen, einer Lautsprecher-Membrane,
die kegelförmig in dem Rahmen in axialer Richtung schwingungsfähig gehalten
ist, und einer Schwingungsquelle zum Anregen der Membrane zu Schwingungen: Derartige
Membranen werden üblicherweise aus flächigen Papier- oder Pappbahnen gefertigt.
Bei Konuslautsprechern besteht in vielen Fällen das Problem,
dass bei Wiedergabe hoher Frequenzen der Membranenkegel im äußeren Bereich
nicht mehr konphas zum in Schwingungen versetzten inneren Bereich schwingt und daher
Partialschwingungen entstehen, welche je nach Phasenbeziehung und schwingender Fläche
einen unruhigen Frequenzgang mit Spitzenwerten und schmalbandigen Einbrüchen
hervorrufen.
Aus der JP 60047597 A
ist hierzu ein Vibrationslautsprecher mit mehreren Membranen bekannt, bei dem zum
Zwecke der Erhöhung von Steifigkeit und Festigkeit die Membranen einen verschiedenen
Aufbau aufweisen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Lautsprecher-Membrane
bzw. einen Lautsprecher mit einer solchen Membrane vorzuschlagen, bei denen unruhige
Frequenzgänge mit Spitzenwerten und schmalbandige Einbrüche reduziert
oder beseitigt werden.
Zusammenfassung der Erfindung
Diese Aufgabe wird durch eine kegelförmige Membrane gemäß
Patentanspruch 1 und einen Lautsprecher mit einer derartigen Membrane gemäß
Patentanspruch 24 gelöst.
Derartige kegelförmige Membranen umfassen zum Beeinflussen des
Frequenzgangs des besagten Lautsprechers ein Material, das nicht einheitlich ist
über seinen Querschnitt, und/oder Dicke, die nicht einheitlich ist über
die Oberfläche. Erfindungsgemäß werden die Dämpfung und die
Steifigkeit der Membrane und dem gemäß sein Frequenzgang. angepasst durch
Variieren der Dicke (Form) und/oder des Materials, das für die Membrane verwendet
wird.
Erfindungsgemäß handelt es sich um eine mehrschichtige Membrane,
wobei eine der Schichten, insbesondere eine folienartige Deckschicht, auch über
den eigentlichen Membranenrand hinausragend und zugleich zur Befestigung der Membrane
an beispielsweise dem Rahmen des Lautsprechers oder der Schwingungsquelle vorgesehen
ist. Möglich ist insbesondere auch die Erstreckung eines sich über die
eigentliche Membrane erstreckenden Membranenelementes in Folienform zum Ausbilden
der Staubschutzkalotte. Eine Membrane mit einer nicht einheitlichen Stärke,
dass heißt dickeren oder dünneren Bereichen über die Membranenerstreckung
hinweg, ist derart formbar, dass eine Stabilisierung der Membrane möglich ist
und störende Unregelmäßigkeiten im Frequenzgang zu Frequenzen außerhalb
des Übertragungsbereiches geschoben werden können. Umgekehrt können
Resonanzen in dem Kegelbereich durch die entsprechende Formgebung abgedämpft
werden, wobei letztendlich die Härte der Membrane durch derartige Maßnahmen
gezielt beeinflusst wird.
Gemäß einer Ausführungsform mit eigenständigem
erfinderischen Gehalt bietet eine Lautsprecher-Membrane in mehrschichtiger Bauweise
mit zumindest einer Kernschicht und zumindest einer Zusatzschicht ebenfalls derartige
Vorteile, da durch die Auswahl der Materialien Frequenzgang und dergleichen in vergleichbarer
Art und Weise beeinflussbar sind. Die Materialien weisen dazu vorzugsweise verschiedene
Eigenschaften für die Ausbreitung von Schwingungen auf.
Dies gilt insbesondere bei der Verwendung von kegelförmigen Membranen
in Sandwichbauweise, wo jede der beiden entgegengesetzten Oberflächen einer
sehr leichten Kernschicht mit einer dünnen Deckschicht beispielsweise mittels
Klebstoff verbunden sind. Um gute Schallwiedergabeeigenschaften für die Membrane
zu erzielen, sollte das Material für die Deckschicht eine besonders hohe Biege-Wellengeschwindigkeit
haben. Geeignete Deckschichtmaterialien sind zum Beispiel dünne Metallfolien
oder glasfaser-verstärktes Gewebe oder auch Kunststofffolien.
Spezielle Anforderungen gelten auch für die Kernschicht. Somit
ist es an erster Stelle notwendig, dass die verwendeten Materialien eine niedrige
Dichte haben. Zudem müssen die Materialien für die Kernschichten ein möglichst
hohes vertikales Schubmodul in Bezug auf die Seiten, die mit Deckschichten versehen
sind, haben.
Diese zwei Vorgaben, die auf den ersten Blick den beiden letzten Anforderungen
widersprechen, werden besser erfüllt durch eine Kernschicht, die
eine Wabenstruktur oder eine perforierte Struktur hat mit Öffnungen von vorzugsweise
kleinem Durchmesser, der sich zwischen den beiden durch die Deckschichten zu bedeckenden
Oberflächen erstreckt.
Außer den Kernschichten mit perforierter Struktur können
auch Hartschäume als Kernschichtmaterialien verwendet werden, da diese Materialien
trotz ihrer isotropen Eigenschaften dennoch geeignete Schub- und Elastizitätsmodule
zeigen.
In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass es im Falle der
Verwendung von Hartschaum als Kernschicht Ziel der Kernschicht ist, das notwendige
anisotrope Verhalten der Membran zu erzeugen.
Dem gemäß kann ein dünnes, flächiges Material
geeignet sein, insbesondere als zusätzliche Schicht.
Als zusätzliche Schicht bietet sich insbesondere ein dünnes,
flächiges Material an. Die zusätzliche Schicht kann insbesondere als Folie
oder in Form eines Gewebes bereitgestellt werden, so dass eine einfache Verarbeitung
und Befestigung an der Kernschicht möglich ist. Die Kernschicht kann wie üblich
aus Papier oder Pappe gefertigt werden, jedoch können auch andere Materialien
verwendet werden. Vorzugsweise wird die Kernschicht durch einen starren ausgedehnten
Schaum gebildet und/oder sie hat eine Wabenstruktur. Eine Ausführungsform,
bei der eine mehrschichtige Membrane in Art einer Sandwichmembrane zusätzlich
hinsichtlich der Stärke strukturiert bzw. geformt wird, kombiniert beide Umsetzungsmöglichkeiten
des einheitlichen Grundkonzepts derart, dass das Frequenzverhalten eines Kegels
gezielt durch die Formung mit Blick auf die Stärke als auch die geschichtete
Bauweise geeignet festgelegt wird.
Verschiedene Stärken der Membrane über deren Fläche
hinweg sind in einfachen Ausführungsformen Verjüngungen oder Verstärkungen,
die von der Mitte im Bereich der Schwingungsquelle zum Außenumfang der Membrane
hin verlaufen. Insbesondere zur Optimierung von Kegelmoden können in der Lautsprecher-Membrane
in deren Kegelumfang aber auch konzentrische Ringe ausgebildet sein, welche Verjüngungen
oder Verstärkungen gegenüber dem umgebenden Membranenmaterial darstellen.
Vorteilhaft sind auch Versteifungen in radialer Richtung, welche als radiale Rippen
oder Stege ausgebildet sind.
Die Stärke kann auch über die gesamte Fläche hinweg
sektorweise moduliert ausgebildet sein, so dass Sektoren mit verschiedener Dicke,
insbesondere mit fließenden Übergängen ausgebildet sind. Je nach
Bedarf zur Frequenzbeeinflussung können im Querschnitt eines Kegels aus der
Membrane auch verschiedene Formen und Knicke ausgebildet werden, um die Modenverteilung
zu optimieren.
Die Modulation der Stärke kann einheitlich über das Membranenmaterial
vorgenommen werden, kann aber auch nur auf der Oberseite oder der Unterseite der
Membrane vorgesehen werden, beispielsweise um eine nach Außen gerichtete Membranenoberfläche
glattflächig ausbilden zu können.
Die Variationen der Stärke können insbesondere durch entsprechendes
Pressen bzw. Prägen der Membrane bzw. durch Pressen bzw. Prägen einzelner
oder aller der verschiedenen Schichten bei einer mehrschichtigen Membrane ausgebildet
werden. Vorteilhaft ist bei einer mehrschichtigen Membrane das Einarbeiten von zusätzlichen
Elementen zwischen verschiedene Schichten der Membrane.
Vorteilhafterweise kann die Befestigung der Schwingungsquelle bzw.
eines Spulenträgers der Schwingungsquelle an dem kegelförmigen Membranenmaterial
durch eine entsprechende Rille ermöglicht werden.
Kurze Beschreibung der Figuren
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit verschiedenen Ausführungsformen
wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
1 einen Querschnitt durch Teile eines Lautsprechers
und eine Lautsprecher-Membrane mit einer Schwingungsquelle,
2–6 verschiedene
Ausführungsformen anhand eines Membranenabschnitts im Schnitt und
7, 8 Draufsichten auf
verschieden geformte bzw. strukturierte Lautsprechermembranen.
Genaue Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
Wie dies aus 1 ersichtlich ist, weist
ein Lautsprecher einen Rahmen 1 auf, welcher zum Tragen einer Vielzahl
weiterer Komponenten dient. Über eine Sicke 6 wird eine Membrane
7 am Rahmen 1 gehalten. Die Halterung erfolgt dabei so, dass die
Membrane 7 vorzugsweise in radialer Richtung starr und in axialer Richtung
schwingungsfähig gehalten wird. Die dargestellte Membrane 7 verläuft
kegelförmig nach innen verjüngend zu einer innenseitigen Öffnung
hin. Im Bereich der innenseitigen Öffnung ist die Membrane 7 mit der
Schwingungsquelle 3–5 verbunden. Die Schwingungsquelle
besteht bei der dargestellten Ausführungsform aus einem Spulenträger
3, welcher eine Spule 4 trägt.
Ein magnetischer Spulenkern 5, der vorzugsweise an dem Rahmen
1 befestigt ist, taucht in den Innenraum des Spulenträgers
3 ein, so dass eine Wechselwirkung mit magnetischen Feldern entsteht, welche
beim Anlegen eines Wechselfeldes an die Spule 4 entstehen. Dadurch wird
die Spule 4 und über diese der Spulenträger 3 und letztendlich
die Membran 7 gegenüber dem Spulenkern 5 und dem Rahmen
1 in Schwingungen versetzbar. Das Versorgen der Spulenwicklung der Spule
4 mit Strom kann über direkt zugeführte Leitungen oder Leitungen,
welche in der Membran 7 eingearbeitet sind, erfolgen.
Bei der in 1 dargestellten Ausführungsform
besteht die Membrane 7 aus einem mehrschichtigen Material, nämlich
einer Kernschicht 71 und Zusatzschichten 8, 9. Die Zusatzschichten
8, 9 sind aus einem dünnen, flächigen Material hergestellt.
Die Kernschicht ist aus starr ausgedehntem Schaum hergestellt. Alternativ hat die
Kernschicht eine Wabenstruktur.
Natürlich können auch Membranen 7 mit einer Vielzahl
weiterer Schichten hergestellt werden, also zum Beispiel mehreren derartigen Kernschichten
und/oder mehreren derartigen und auch zwischen einer Vielzahl von Kernschichten
angeordneten Zusatzschichten als Zwischenschichten.
Die dargestellte Kernschicht 71 ist an ihrem innenseitigen
Ende in axialer Richtung verlaufend ausgebildet, beispielsweise umgebogen oder umgeformt
und bildet einen Kegelhals 10 aus, an welchem der Spulenträger
3 besonders einfach befestigbar ist.
Die Kernschicht 71 kann aus beliebigen für Lautsprecherzwecke
geeigneten Materialien bestehen, insbesondere auch aus Papier oder Pappe gefertigt
sein. Die Deckschichten 8, 9 und eventuelle Zwischenschichten
bestehen ebenfalls aus für Lautsprecherzwecke geeigneten Materialien, wobei
sie vorzugsweise aus einer Folie oder einem Gewebe ausgebildet werden.
Insbesondere im Fall der Ausbildung aus einer Folie oder einem Gewebe
ist auch der gleichzeitige Einsatz als Stromleiter zum Anschluss der Spule
4 möglich. Dabei können die Folien oder Gewebe als solche insgesamt
elektrisch leitend sein oder es können einzelne Leiter aufgeprägt, aufgedruckt
oder eingewebt sein.
Die in 1 dargestellte Membrane
7 läuft von der Innenseite, dass heißt der Schwingungsquelle
3–5 aus gesehen, zum Außenumfang, dass heißt
in Richtung der Sicke 6, sich verjüngend. Die dargestellte Verjüngung
wird durch eine entsprechende Formung der Kernschicht 71 erzeugt. Die Formung
kann durch einfaches Zurechtschneiden der Kernschicht 71 erzielt werden,
kann aber auch durch beliebige andere Formungsmaßnahmen, insbesondere Pressen
und Thermopressen erzielt werden.
Wie dies aus 2 ersichtlich ist, kann
bei Bedarf auch eine andere Form der Membrane 7 gewählt werden. Dargestellt
ist ein im Vergleich zu 1 umgekehrter Verlauf der Stärke,
dass heißt eine Stärkenzunahme der Kernschicht 72 von der Mitte
zur Außenseite der Membrane 7.
Bei dieser alternativen Ausführungsform ist die Sicke
63 direkt an der Kernschicht 72 angesetzt oder als aus der eigentlichen
Membran 7 herausragender Bestandteil der Kernschicht 72 ausgebildet.
Außerdem ragt der Spulenträger 3 in den Innenraum des Membranenkegels,
welcher durch die Membran 7 ausgebildet wird.
3 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Membran
7 von innen nach außen verlaufend mehrere Verdickungen 74
aufweist. Diese sind als Ausformungen der Kernschicht 73 ausgebildet, beispielsweise
durch entsprechendes Abtragen von Material der Kernschicht 73 oder durch
Pressen der Kernschicht 73 in diese Form. Die Kernschicht 73 sowie
die Verdickungen 74 sind, obwohl nicht zwingend notwendig, wiederum von
einer oberen und einer unteren Deckschicht 8 bzw. 9 bedeckt. Insbesondere
bei einem kegelförmigen Aufbau der Membran im Lautsprecher können derartige
Verdickungen 74 auch umlaufende ringförmige Wülste ausbilden.
4 zeigt eine Membran 7, welche ebenfalls Verdickungen
aufweist. Bei dieser Ausführungsform sind die Verdickungen durch Einlageelemente
76 ausgebildet, welche zwischen der Kernschicht 75 und der unteren
Deckschicht 9 angeordnet sind. Diese Art der Ausbildung von Verdickungen
hat den Vorteil, dass eine übliche Kernschicht 75 aus einem flächigen
Material und eine einfache Deckschicht 9 verwendet werden können,
ohne dass eine dieser Schichten 9, 75 speziell bearbeitet oder
angefertigt werden muss. Lediglich die Einlageelemente müssen bereitgestellt
und vor dem Befestigen der Deckschicht 9 an der Kernschicht 75
zwischen diesen positioniert werden. Die Einlageelemente 76 können
vorteilhafterweise aus einem anderen Material als die Kernschicht 75 und
die Deckschicht 9 bestehen. Die Einlageelemente 76 können
bei einer Verwendung einer Vielzahl derartiger Einlageelemente 76 untereinander
je nach Bedarf hinsichtlich Form, Größe und Material verschiedenartig
beschaffen sein.
5 zeigt eine Ausführungsform, bei der eine Kernschicht
77, welche wiederum von zwei Deckschichten 8,
9 umgeben ist, innenseitig zu einer Staubschutzkalotte 81 geformt
ist. Die Staubschutzkalotte 81 kann jedoch auch aus einer der Deckschichten
allein oder beider Deckschichten oder Kernschicht und Deckschicht oder einem zusätzlichen
Element etc. ausgebildet sein.
6 zeigt eine Membran 7, welche aus einer Kernschicht
78 mit wiederum einer Deckschicht 8 ausgebildet ist, wobei die
Kernschicht 78 und die Deckschicht 8 einen abgeknickten Bereich
79 aufweisen. Neben gerundeten Verformungen können auch derartige
geknickte Bereiche zur Beeinflussung des Frequenzgangs und dergleichen eingesetzt
werden.
Während die vorstehenden 1–6
Ausführungsformen zeigen, bei denen Variationen hinsichtlich der Dicke im Querschnitt
durch die Membrane 7 dargestellt sind, zeigen die 7
und 8 Draufsichten, welche zur Verdeutlichung der Stärkenverläufe
einer Membrane 7 über deren Gesamtfläche dienen.
Besonders vorteilhaft ist eine in 7 dargestellte
Anordnung von Sektoren 90, 91, welche flächig und radial
nach Außen zunehmend ausgebildet sind. Mit einem „–" dargestellte
Sektoren 90 stehen für Abschnitte der Membrane 7, welche
verjüngt sind, während mit einem „+" gekennzeichnete Sektoren
91 für Abschnitte stehen, bei denen die Membrane 7 gegenüber
den anderen Abschnitten 90 eine größere Stärke aufweist.
Vorteilhafterweise sind die Sektoren 90, 91 dabei nicht mit gleichmäßiger
Stärke über deren Flächenbereich versehen, sondern weisen einen kontinuierlichen
Übergang auf. Der Kegel kann alternativ eine einheitliche oder uneinheitliche
Stärke in Verbindung mit einer sinusförmigen Prägung haben.
8 zeigt radiale Stabilisierungselemente 92,
welche sich auf der Membrane, insbesondere in der oberen Deckschicht 8,
der Membrane 7 radial nach Außen erstrecken. Um eine Stützungsfunktion
zu erzielen, verjüngen sich diese radialen Stabilisierungselemente
92 von innen nach außen.
Neben den dargestellten Ausführungsformen sind verschiedenartige
Kombinationen dieser Ausführungsformen und weitere Ausführungsformen umsetzbar.
Insbesondere ist es möglich, die Schichten selber nur teilweise
über die Fläche der Membran 7 erstreckend auszubilden. So kann
beispielsweise eine der Deckschichten 8, 9 aus mehreren verschiedenen
Materialien übereinander geschichtet aufgebaut sein.
Möglich ist auch eine Membrane 7, bei der beispielsweise
eine der Deckschichten nur partiell auf der Kernschicht aufgebracht ist, beispielsweise
nur in den mit dem „+" gekennzeichneten Sektoren 91 aus
7. Ferner kann die Dicken-Modulationen, dass heißt
die Variation der Stärke, auch sektorenweise einseitig oder zweiseitig ausgebildet
sein.
Die Membrane kann neben den geradlinig dargestellten Ausführungsformen
auch nicht geradlinig, zum Beispiel wellenförmig ausgebildet sein. Ferner können
die verschiedenen Schichten, dass heißt Deckschichten, 8,
9 und Kernschichten 71 auch aus verschiedenen Materialien mit
unterschiedlichen Elastizitätsmodulen ausgebildet sein. Für die Befestigung
des Spulenträgers 3 kann außerdem im Kegelbereich der Membrane
7 eine entsprechende Rille zur einfacheren Befestigung des Spulenträgers
3 ausgebildet sein.
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| Anspruch[de] |
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Kegelförmige Membrane für einen Lautsprecher, die zum Beeinflussen
des Frequenzgangs des Lautsprechers über ihren Querschnitt hinweg sich ändernde
Materialien und/oder eine über ihre Fläche hinweg sich ändernde Dicke
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Membrane (7) mehrschichtig
mit zumindest einer Kernschicht (71; 72; 73;
75; 77; 78) und zumindest einer Zusatzschicht (8,
9) aufgebaut ist und dass Kernschicht (77) und/oder Zusatzschicht
(8, 9) eine Staubschutzkalotte bildend über die Membrane
(7) hinausragen.
Kegelförmige Membrane nach Anspruch 1, bei dem die Zusatzschichten
aus einem flächigen dünnen Material ausgebildet ist/sind.
Kegelförmige Membrane nach Anspruch 2, bei der das flächige
dünne Material eine Folie ist.
Kegelförmige Membrane nach Anspruch 2, bei der das flächige
dünne Material ein Gewebe ist.
Kegelförmige Membrane nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der die Zusatzschichten (8, 9) als Deckschicht an der Oberseite
(8) und/oder Unterseite (9) der Kernschicht (71;
72; 73; 75; 77; 78) angeordnet und
befestigt ist/sind
Kegelförmige Membrane nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der die Membrane (7) sinusförmig geprägt ist.
Kegelförmige Membrane nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der die Membrane (7) eine Abfolge von Verstärkungen (74;
76) und/oder Verjüngungen über die räumliche Erstreckung
hinweg aufweist.
Kegelförmige Membrane nach Anspruch 7, bei der die Abfolge von
Verstärkungen und/oder Verjüngungen über die räumliche
Erstreckung konzentrische Ringe (74; 76) aufweist.
Kegelförmige Membrane nach Anspruch 6 oder 7, bei der die Verstärkungen
(74; 76) und Verjüngungen längsgerichtet sind
Kegelförmige Membrane nach Anspruch 9, bei der die Verstärkungen
(74; 76) und/oder Verjüngungen radial ausgerichtet sind.
Kegelförmige Membrane nach Anspruch 10, bei der die Verstärkungen
(74; 76) und/oder Verjüngungen als radiale Rippen (92)
ausgebildet sind.
Kegelförmige Membrane nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der die Membrane (7) in verschieden starke Sektoren (90,
91) unterteilt ist.
Kegelförmige Membrane nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der die Membrane (7) wellenförmig oder geknickt (79)
verläuft.
Kegelförmige Lautsprecher-Membrane nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der die Verstärkungen und/oder Verjüngungen nur einerseits (75,
76) der Membrane (7) ausgebildet sind.
Kegelförmige Membrane nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der die Verstärkungen und/oder Verjüngungen beiderseits (75,
76) der Membrane (7) ausgebildet sind.
Kegelförmige Lautsprecher-Membrane nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der unterschiedliche Stärken der Membrane (7) durch Bearbeitung
der Zusatzschicht (8, 9) ausgebildet sind.
Kegelförmige Lautsprecher-Membrane nach Anspruch 16, bei der unterschiedliche
Stärken der Membrane (7) durch Aufprägen der Zusatzschicht (8,
9) ausgebildet sind.
Kegelförmige Lautsprecher-Membrane nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der Verstärkungen der Membrane (7) durch Einlageelemente (76)
zwischen der/den Kernschicht(en) (75) und der/den Zusatzschicht(en) (9)
ausgebildet sind.
Kegelförmige Lautsprecher-Membrane nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der die Kernschicht (77) aus Hartschaum ausgebildet ist.
Kegelförmige Lautsprecher-Membrane nach einem der Ansprüche
1 bis 19, bei der die Kernschicht (77) eine Wabenstruktur hat.
Kegelförmige Lautsprecher-Membrane nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der die zusätzlichen Schichten derart ausgebildet ist/sind, dass eine hohe
Biegewellengeschwindigkeit aufrechterhalten.
Kegelförmige Lautsprecher-Membrane nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der die verwendeten Materialien ein geringes spezifisches Gewicht, eine geringe
Dämpfung und einen hohes vertikales Schubmodul aufweisen in Bezug auf die mit
Deckschichten versehenen Seiten.
Kegelförmige Lautsprecher-Membrane nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der die verwendeten Materialien ein sehr geringes Elastizitätsmodul aufweisen
entlang der Richtung, in der die größte Ausdehnung der entsprechend ausgebildeten
Kernschicht erfolgt.
Lautsprecher mit einem Rahmen (1), einer kegelförmigen
Membrane (7), die in dem Rahmen (1) in axialer Richtung schwingungsfähig
gehalten ist, und einer Schwingungsquelle (3–5) zum Anregen
der Membrane (7) zu Schwingungen, wobei die Schwingungsquelle (3–5)
mit der Membrane (7) und dem Rahmen (1) verbunden ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Membrane (7) mehrschichtig mit zumindest einer
Kernschicht (71; 72; 73; 75; 77;
78) und zumindest einer Zusatzschicht (8, 9) aufgebaut
ist und dass Kernschicht (77) und/oder Zusatzschicht (8,
9) eine Staubschutzkalotte bildend über die Membrane (7)
hinausragen.
Lautsprecher nach Anspruch 24, bei dem die Schwingungsquelle eine um
einen Spulenträger gewickelte Spule aufweist, wobei der Lautsprecher eine Aufnahmerille
in der Membrane (7) zum Aufnehmen eines Spulenträgers (3)
im Übergangsbereich der Membrane (7) zur Schwingungsquelle (3–5)
aufweist.
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Patent Zeichnungen (PDF)
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