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Dokumentenidentifikation DE202006012589U1 16.11.2006
Titel Trittschutzprotektorensystem für Pferdebeine
Anmelder Muth, Holger, 35117 Münchhausen, DE
DE-Aktenzeichen 202006012589
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 16.11.2006
Registration date 12.10.2006
Application date from patent application 16.08.2006
IPC-Hauptklasse A01L 3/06(2006.01)A, F, I, 20060816, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01L 5/00(2006.01)A, L, I, 20060816, B, H, DE   B68B 7/00(2006.01)A, L, I, 20060816, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Für den Schutz von Pferdebeinen gibt es eine Vielzahl von Protektoren für Bein und Huf, auch Garmaschen und Hufschuh genannt. Sie sind für eine Reihe von Ansprüchen speziell ausgelegt und angepasst zum Beispiel Transport oder den Springsport.

Die moderne artgerechte Pferdehaltung, nämlich eine Gruppen- oder Herdenhaltung hat grundsätzlich das Problem, neue hinzukommende Pferde zu integrieren. Da Pferdeherden eine strenge Rangordnung haben und diese in Rangordnungskämpfen herstellen müssen, besteht in dieser Phase eine erhebliche Verletzungsgefahr. Die häufigsten und schwersten Verletzungen treten an den Beinen der Pferde auf. Sie entstehen durch gegenseitige Tritte. Ein speziell auf diese hier auftretenden Belastungen abgestimmtes Protektorensystem gibt es noch nicht.

Um wirkungsvollen Schutz zu erzielen muss sowohl das Pferdebein als auch der Huf, der die Schläge austeilt, bedacht werden.

Das Pferdebein, Vorder- wie Hinterbein, kann mit einem speziellen Protektor geschützt werden, der vom Kronenrand des Hufes bis weit über das Sprunggelenk bzw. Vorderfußwurzelgelenk reicht. Dieser Protektor muss Verstärkungen im Knochen- und Gelenkbereich haben (jeweils in Trittrichtung). Die Verstärkungen sind so auszuführen, das sie wirkungsvoll den Stoß absorbieren aber gleichzeitig das Pferd nicht zu stark in seiner Beweglichkeit einschränken. Außerdem muss ein hoher Tragekomfort eine möglichst lange Tragedauer gewährleisten. Die Verschlüsse sind möglichst auf der trittabgewandten Seite zu platzieren.

Der Protektor für den Pferdehuf muss die Tritte abdämpfen und darf keine Kanten o.ä. haben, die ein neues Verletzungsrisiko darstellen würden. Außerdem sollte er eine, in gewissen Grenzen flexible Weite haben so das er bei verschiedenen Pferden und Hufgrößen eingesetzt werden kann und auch auf einen mit Hufeisen versehenen Huf passt. Um dies zu erreichen ist die Bodenplatte nicht Vollflächig sondern hat die Form eines Hufeisens, d.h. hinten und in der Mitte offen. Sie ist aus einem flexiblen Material gefertigt, so das eine Größenanpassung möglich ist. Die Unterseite besteht aus einem weichen Abriebfesten Material, alle Kanten sind abgerundet. Durch die Abnutzung dürfen keine neuen Kanten entstehen. Eine Austauschbare weiche Bodenplatte, die auf einen Grundträger aufgeschraubt wird, kann die Nutzungsdauer des Hufschuhes um ein vielfaches erhöhen.

Die Seitenteile sind aus einem flexiblen Material gefertigt. Ein Klettverschluss o.ä., der über die Eckstreben des Hufes verläuft spannt die Seitenteile auf die Hufwand. Er wird auf der vorderen Hufwand verschlossen. Er gibt dem Schuh die nötige Festigkeit.

Um einen möglichst guten Halt der Protektoren zu erzielen und um die Schutzwirkung zu erhöhen, können Huf- und Beinprotektoren mittels Klett-, Reisverschluss oder einer Verschnallung verbunden werden. So wird das abstreifen der Hufprotektoren vermieden. Eine weitere Möglichkeit ist das Fertigen in einem Stück, d.h. Bein- und Hufprotektor werden in einem Stück gefertigt.


Anspruch[de]
Trittschutzprotektorensystem für Pferdebeine, bestehend aus einem Bein- und einem Hufschutz dadurch gekennzeichnet, dass der Beinschutz für Vorder- und Hinterbein eine schlagabsorbierende Oberfläche, im Gelenk und Knochenbereich hat. Die schlagabsorbierende Oberfläche weist an den Vorderbeinen in Richtung Kopf und an den Hinterbeinen in Richtung Schweif. Trittschutzprotektorensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Beinschutz vom Kronenrand des Hufes bis über das Vorderfußwurzelgelenk bzw. über das Sprunggelenk ca. 10 bis 20cm hinaus reicht. Trittschutzprotektorensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlüsse des Beinschutzes jeweils zur Pferdemitte hin zeigen und vorzugsweise als Klett-, Reiß-, oder Schnallenverschluss ausgeführt sind Trittschutzprotektorensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Beinschutz in den Gelenkbereichen beweglich ist. Trittschutzprotektorensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hufschutz eine flexible Bodenplatte in Hufeisenform in einer Breite von 2–4cm hat. Die Bodenplatte ist mit einer ca. 1cm starken weichen Lage beschichtet. Die Beschichtung kann mittels einer Verschraubung ausgetauscht werden, oder ist alternativ fest Verbunden. Trittschutzprotektorensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile des Hufschutzes aus einem flexiblen Material bestehen. Sie werden vorzugsweise mit einem Klettverschluss, der über die Eckstreben des Hufes läuft, auf die Hufwand gespannt. Trittschutzprotektorensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Huf- und Beinprotektoren vorzugsweise mittels Klett-, Reisverschluss oder einer Verschnallung verbunden sind, oder alternativ in einem Stück gefertigt werden können.






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