PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60028867T2 16.11.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001058337
Titel Verzögerungsleitung
Anmelder Murata Manufacturing Co., Ltd., Nagaokakyo, Kyoto, JP
Erfinder Tsuru, Teruhisa, Nagaokakyo-shi, Kyoto-fu 617-8555, JP;
Matsumoto, Mitsuhiro, Nagaokakyo-shi, Kyoto-fu 617-8555, JP
Vertreter Schoppe, Zimmermann, Stöckeler & Zinkler, 82049 Pullach
DE-Aktenzeichen 60028867
Vertragsstaaten DE, FI, FR, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 29.05.2000
EP-Aktenzeichen 001114974
EP-Offenlegungsdatum 06.12.2000
EP date of grant 21.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.2006
IPC-Hauptklasse H01P 9/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung 1. Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verzögerungsleitungen, die zum Verzögern einer Signalübertragung in Computern, Messvorrichtungen und dergleichen verwendet werden. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf Verzögerungsleitungen, in denen eine Verzögerungszeit eingestellt werden kann.

2. Beschreibung der verwandten Technik

9 ist eine Draufsicht eines Beispiels einer Verzögerungsleitung des Stands der Technik. Eine Verzögerungsleitung 80 weist eine Struktur auf, bei der eine Übertragungsleitung 82, die für eine Signalleitung verwendet wird, in einer mäanderförmigen Weise gefaltet und auf einer der Hauptoberflächen eines dielektrischen Substrats 81 angeordnet ist, und ein Masseleiter (nicht gezeigt) auf im Wesentlichen der gesamten anderen Hauptoberfläche des dielektrischen Substrats 81 angeordnet ist. Die Enden der Übertragungsleitung 82 sind mit einem Eingangsanschluss 83 bzw. einem Ausgangsanschluss 84 verbunden. Die gesamte Länge der Übertragungsleitung 82 bestimmt die Verzögerungszeit zwischen dem Eingangsanschluss 83 und dem Ausgangsanschluss 84. Um die Verzögerungszeit zu verändern, ist, wie in 9 gezeigt ist, ein Zwischenabgriffanschluss 85 an einem bestimmten Punkt auf der mäanderförmigen Übertragungsleitung 82 angeordnet und wird z. B. als ein Ausgangsanschluss verwendet, wodurch eine unterschiedliche Verzögerungszeit bereitgestellt wird. Der Zwischenabgriffanschluss 85 ist angepasst, um an unterschiedlichen Positionen mit der Übertragungsleitung 82 verbunden zu sein, wodurch die Verzögerungszeit durch ein Verändern der Position verändert werden kann.

In dem Fall der obigen Verzögerungsleitung jedoch ist es, wenn die Position eines Ausgangsanschluss entsprechend einer erwünschten Verzögerungszeit gesetzt wurde, unmöglich, die Verzögerungszeit wieder einzustellen, nachdem die Verzögerungsleitung in einer gedruckten Schaltungsplatine oder dergleichen befestigt wurde.

Zusätzlich erzeugt, da einer der drei Anschlüsse nicht verwendet wird, der unverwendete Anschluss eine Kapazität oder wirkt als eine Stichleitung, was zu einem Problem eines Bewirkens der Reflexion eines Signals führt.

Zusätzlich kann, wie in 9 gezeigt ist, wenn eine zu verwendende Übertragungsleitung eine mäanderförmige Konfiguration aufweist, ein Zwischenabgriffanschluss nur mit dem gekrümmten Teil einer unteren Seite der mäanderförmigen Übertragungsleitung verbunden sein. Als ein Ergebnis ist es unmöglich, die Verzögerungszeit fortwährend einzustellen.

Ein Verfahren zum Herstellen eines Chip-Typ-Verzögerungselements ist in der JP 62097416 A offenbart. Eine Spulenstruktur, die aus einem Leiter hergestellt ist, wie z. B. Kupfer, und mit einem breiten Teil verbunden ist, ist auf einer Platine gebildet, die aus einem Dielektrikum, wie z. B. Keramik, hergestellt ist. Dann ist eine Elektrodenstruktur, die mit einer Massestruktur verbunden ist, die aus einem Leiter, wie z. B. Kupfer, gebildet ist, gegenüber von dem breiten Teil in einem vorgeschriebenen Intervall gebildet. Beim Einstellen der Verzögerungszeit durch die Einstellung der Kapazität wird eine gegenüberliegende Struktur durch Verwendung eines Lasers oder dergleichen einem Trimmen unterzogen. Es ist wünschenswert, den Zwischenraum zwischen dem breiten Teil und der Elektrodenstruktur mehr als den Entwurfswert zu verschmälern.

Eine elektrische Verzögerungsleitung mit konzentriertem Parameter, die eine Nebenschlusskapazität aufweist, die Dioden mit variabler Kapazität umfasst, ist in der US-A-4701714 beschrieben. Eine Abstimmspannung, die an die Dioden angelegt wird, liefert eine elektrisch variable Verzögerung mit geringem Jitter und einer stabilen Einfügungsverzögerung.

Um die oben beschriebenen Probleme zu überwinden, liefern Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung eine Verzögerungsleitung, in der eine Verzögerungszeit selbst nach einer Befestigung auf einer gedruckten Schaltungsplatine eingestellt werden kann, und bei der die Verzögerungszeit fortwährend eingestellt werden kann.

Diese Aufgabe wird durch eine Verzögerungsleitung gemäß Anspruch 1 gelöst.

Gemäß der oben beschriebenen Struktur und Anordnung kann durch ein Verändern der Kapazität eine Frequenz eines Dämpfungspols in der Durchlasscharakteristik der Verzögerungsleitung kontinuierlich verändert werden, selbst nachdem die Verzögerungsleitung an einer gedruckten Schaltungsplatine befestigt wird. Als ein Ergebnis kann die Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung fortwährend verändert werden, um so eine erwünschte Verzögerungszeit zu erhalten.

Gemäß der Erfindung ist die Übertragungsleitung innerhalb der Mehrschichtstruktur gebildet, in der die Mehrzahl der dielektrischen Schichten laminiert ist. Deshalb kann die Verdrahtung zwischen der Übertragungsleitung und dem variablen Kondensator auch innerhalb der Mehrschichtstruktur gebildet sein. Deshalb können durch die Verdrahtung bewirkte Verluste unterdrückt werden und es ist möglich, eine Verzögerungsleitung zu erhalten, die zufriedenstellendere Charakteristika aufweist.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die sich auf die beigefügten Zeichnungen bezieht, ersichtlich werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1A zeigt eine Draufsicht einer Verzögerungsleitung.

1B zeigt eine Schnittansicht derselben.

2 zeigt ein Ersatzschaltungsdiagramm der Verzögerungsleitung aus den 1A und 1B.

3 zeigt einen Graphen, der die Durchlasscharakteristika der Verzögerungsleitung der 1A und 1B und die Frequenzabhängigkeit der Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung darstellt.

4 zeigt einen Graphen, der die Kapazitätsabhängigkeit der Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung der 1A und 1B darstellt.

5 ist eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer Verzögerungsleitung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

6 ist eine Schnittansicht eines modifizierten Beispiels der Verzögerungsleitung aus 5.

7 ist eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer Verzögerungsleitung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

8 ist ein Graph, der die Abhängigkeit einer angelegten Spannung der Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung aus 7 darstellt.

9 ist eine Draufsicht, die eine Verzögerungsleitung des Stands der Technik darstellt.

Detaillierte Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung

1A zeigt eine Draufsicht einer Verzögerungsleitung und 1B zeigt eine Schnittansicht derselben. Eine Verzögerungsleitung 10 weist ein dielektrisches Substrat 11 auf. Eine Übertragungsleitung 12, die für eine Signalleitung verwendet wird, ist auf einer der Hauptoberflächen des dielektrischen Substrats 11 angeordnet. Die Übertragungsleitung 12 ist in einer mäanderförmigen Weise gefaltet. Auf im Wesentlichen der gesamten Rückoberfläche des dielektrischen Substrats 11 ist ein Masseleiter 13 gebildet.

Ein Trimmerkondensator 14 mit variabler Kapazität ist parallel zu der Übertragungsleitung 12 geschaltet. Zusätzlich sind die Enden der Übertragungsleitung 12 mit einem Eingangsanschluss 15 bzw. einem Ausgangsanschluss 16 verbunden. Der Masseleiter 13 ist mit Masseanschlüssen 17 bzw. 18 verbunden.

2 ist ein Ersatzschaltungsdiagramm der Verzögerungsleitung aus 1. Die Verzögerungsleitung 10 weist eine Struktur auf, bei der eine Induktivitätskomponente L einer Mikrostreifenleitung, die durch die Übertragungsleitung 12 und den Masseleiter 13 gebildet ist, zwischen dem Eingangsanschluss 15 und dem Ausgangsanschluss 16 parallel zu einer Kapazität C des Trimmerkondensators 14 geschaltet ist.

Zusätzlich wird in den Durchlasscharakteristika ein Dämpfungspol mit einer Frequenz erzeugt, die durch einen Ausdruck 1/(2&pgr;(L·C)S) erhalten wird. Mit dem Dämpfungspol treten Phasenveränderungen bei Hochfrequenzsignalen, die durch die Übertragungsleitung 12 laufen, auf. Als ein Ergebnis verändert sich die Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung 10 gemäß der Frequenz.

3 zeigt einen Graphen, der die Durchlasscharakteristik der Verzögerungsleitung 10 aus 1 und die Frequenzabhängigkeit der Verzögerungszeit derselben darstellt. In dieser Figur zeigt eine durchgezogene Linie P die Durchlasscharakteristik an und eine unterbrochene Linie D zeigt die Verzögerungszeit an. Die Induktivitätskomponente L der Übertragungsleitung 12 beträgt 20 (nH) und die Kapazität C des Trimmerkondensators 14 beträgt 0,5 (pF).

Diese Figur zeigt, dass in den Durchlasscharakteristika ein Dämpfungspol nahe einer Frequenz von 1,6 (GHz) auftritt, die durch den Ausdruck 1/(2&pgr;(L·C)S) erhalten wird, und aufgrund des Einfluss des Dämpfungspols verändert sich die Verzögerungszeit stark.

4 ist ein Graph, der die Kapazitätsabhängigkeit der Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung 10 aus 1 darstellt. In 4 zeigt die horizontale Achse des Graphs die Kapazität des Trimmerkondensators 14 an und die vertikale Achse desselben zeigt die Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung 10 an. Zusätzlich zeigt eine durchgezogene Linie D1 Veränderungen der Verzögerungszeit bei einer Frequenz von 1,5 GHz und eine unterbrochene Linie D2 zeigt Veränderungen der Verzögerungszeit bei einer Frequenz von 1,7 GHz.

Diese Figur zeigt, dass eine Einstellung der Kapazität des Trimmerkondensators 14 es erlaubt, dass die Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung 10 eingestellt wird. Der Grund hierfür ist der, dass sich, wenn die Kapazität des Trimmerkondensators 14 verändert wird, die Frequenz des Dämpfungspols, die durch den Ausdruck 1/(2&pgr;(L·C)S) erhalten wird, ebenso verändert.

In der oben beschriebenen Verzögerungsleitung verändert, da der variable Trimmerkondensator parallel zu der Übertragungsleitung geschaltet ist, ein fortwährendes Verändern der Kapazität des Trimmerkondensators auch kontinuierlich die Frequenz, bei der der Dämpfungspol in der Durchlasscharakteristik auftritt. Als ein Ergebnis ist es möglich, die Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung fortwährend zu verändern, um so eine erwünschte Verzögerungszeit zu erhalten.

5 ist eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer Verzögerungsleitung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Eine Verzögerungsleitung 20 weist eine rechteckig-parallelepipedförmige Mehrschichtstruktur 21 auf, die durch ein aufeinander folgendes Laminieren rechteckiger dielektrischer Schichten 211 bis 215, die aus dielektrischen Keramikmaterialien gebildet sind (relative Durchlässigkeit &egr;r: etwa 6,0), deren Hauptkomponenten Bariumoxid, Aluminiumoxid und Siliziumdioxid aufweisen, ein Verbinden durch eine Druckausübung und ein darauffolgendes einstückiges Brennen bei Temperaturen von 800–1.000°C erhalten wird. Auf den Seitenoberflächen und der oberen und der unteren Oberfläche der Mehrschichtstruktur 21 sind ein Eingangsanschluss 22, ein Ausgangsanschluss 23 und zwei Massenanschlüsse 24 und 25 gebildet.

Im Wesentlichen rechteckige Masseleiter 261 und 262 sind auf den oberen Oberflächen der dielektrischen Schichten 211 bzw. 213 gebildet. Zusätzlich ist eine Übertragungsleitung 27 auf der oberen Oberfläche der dielektrischen Schicht 212 in einer im Wesentlichen mäanderförmigen Form angeordnet. Ferner sind im Wesentlichen rechteckige Kondensatorelektroden 281 und 282 auf den oberen Oberflächen der dielektrischen Schichten 214 bzw. 215 gebildet.

In diesem Fall sind beide Ende der Übertragungsleitung 27, die auf der oberen Oberfläche der dielektrischen Schicht 212 gebildet ist, und Teile der Masseleiter 261 und 262, die auf den oberen Oberflächen der dielektrischen Schichten 211 und 213 gebildet sind, auf die Seitenoberflächen der Mehrschichtstruktur 21 erweitert, um mit dem Eingangsanschluss 22, dem Ausgangsanschluss 23 bzw. den Masseanschlüssen 24 und 25 verbunden zu sein.

Zusätzlich ist ein Ende der Übertragungsleitung 27 auf der oberen Oberfläche der dielektrischen Schicht 212 mit der Kondensatorelektrode 281 auf der oberen Oberfläche der dielektrischen Schicht 214 durch einen Durchgangslochleiter 291 verbunden, der in einer derartigen Weise angeordnet ist, dass der Durchgangslochleiter 291 durch die dielektrischen Schichten 213 und 214 läuft.

Ferner ist das andere Ende der Übertragungsleitung 27 auf der oberen Oberfläche der dielektrischen Schicht 212 mit der Kondensatorelektrode 282 auf der oberen Oberfläche der dielektrischen Schicht 215 durch einen Durchgangslochleiter 292 verbunden, der in einer derartigen Weise angeordnet ist, dass der Durchgangslochleiter 291 durch die dielektrischen Schichten 213 bis 215 läuft.

Mit einer derartigen Struktur ist in der Verzögerungsleitung 20, zwischen dem Eingangsanschluss 22 und dem Ausgangsanschluss 23, die Induktivitätskomponente L der Streifenleitung, die durch die Übertragungsleitung 27 und die Masseleiter 261 und 262 gebildet ist, parallel zu der Kapazitätskomponente C des variablen Kondensators 28 geschaltet, der durch die Kondensatorelektroden 281 und 282 gebildet ist.

In diesem Fall ist die Ersatzschaltung der Verzögerungsleitung 20 die gleiche wie die Ersatzschaltung der Verzögerungsleitung 10 aus 2.

Der Eingangsanschluss 22, der Ausgangsanschluss 23 und die Masseanschlüsse 24 und 25 sind durch ein gleichzeitiges Brennen gedruckter leitfähiger Paste mit der Mehrschichtstruktur 21 oder durch ein Backen der gedruckten leitfähigen Paste, nachdem die Mehrschichtstruktur 21 gebrannt wurde, gebildet.

Danach wird die Kondensatorelektrode 282, die auf der oberen Oberfläche der Mehrschichtstruktur 21 gebildet ist, durch einen Laser oder dergleichen getrimmt, wodurch die Kapazität des variablen Kondensators 28 fortwährend verändert werden kann, um die Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung 20 zu setzten, wie bei der Verzögerungsleitung 10 (1).

6 ist eine Schnittansicht eines modifizierten Beispiels der Verzögerungsleitung aus 5. Verglichen mit der Verzögerungsleitung 20 aus 5 unterscheidet sich die Struktur der Verzögerungsleitung 20a dadurch, dass sie einen Trimmerkondensator 28a als eine Alternative zu dem variablen Kondensator 28 (5), der durch die Kondensatorelektroden 281 und 282 gebildet ist, auf der oberen Oberfläche der Mehrschichtstruktur 21a, die Masseleiter 261a und 262a aufweist, und eine in derselben gebildete Übertragungsleitung 27a umfasst.

In diesem Fall ist die Übertragungsleitung 27a mit dem Trimmerkondensator 28a durch Durchgangslochleiter 291a und 292a verbunden, die im Inneren der Mehrschichtstruktur 21a angeordnet sind.

In der Verzögerungsleitung des oben beschriebenen ersten Ausführungsbeispiels kann, da die Kapazität des Trimmerkondensators fortwährend verändert werden kann, selbst nach einer Befestigung an einer gedruckten Schaltungsplatine, eine Frequenz, bei der ein Dämpfungspol in den Durchlasscharakteristika auftritt, ebenso fortwährend verändert werden. Als ein Ergebnis kann die Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung fortwährend verändert werden, um so eine erwünschte Verzögerungszeit zu erhalten.

Zusätzlich kann, da die Übertragungsleitung im Inneren der Mehrschichtstruktur gebildet ist, in der die Mehrzahl der dielektrischen Schichten laminiert ist, die Verdrahtung zwischen der Übertragungsleitung und dem variablen Kondensator im Inneren der Mehrschichtstruktur gebildet sein. Als ein Ergebnis können durch die Verdrahtung bewirkte Verluste unterdrückt werden und eine Verzögerungsleitung mit zufriedenstellenderen Charakteristika kann dadurch erhalten werden.

7 ist eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer Verzögerungsleitung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Eine Verzögerungsleitung 30 weist eine rechteckig-parallelepipedförmige Mehrschichtstruktur 31 auf, die durch ein aufeinander folgendes Laminieren rechteckiger dielektrischer Schichten 311 bis 314, die aus dielektrischen Keramikmaterialien gebildet sind (relative Durchlässigkeit &egr;r: etwa 6,0), deren Hauptkomponenten Bariumoxid, Aluminiumoxid und Siliziumdioxid aufweisen, ein Verbinden durch Druckausübung und ein darauffolgendes einstückiges Brennen bei Temperaturen von 800 bis 1.000°C erhalten wird.

Eine Varicap-Diode 32 ist an der oberen Oberfläche der Mehrschichtstruktur 31 befestigt. Ein Eingangsanschluss 33, ein Ausgangsanschluss 34 und zwei Masseanschlüsse 35 und 36 sind an den Seitenoberflächen der Mehrschichtstruktur 31 und der oberen und der unteren Oberfläche derselben gebildet.

Im Wesentlichen rechteckige Masseleiter 371 und 372 sind auf den oberen Oberflächen der dielektrischen Schichten 311 und 313 gebildet. Zusätzlich ist eine Übertragungsleitung 38 mit einer im Wesentlichen mäanderförmigen Konfiguration auf der oberen Oberfläche der dielektrischen Schicht 312 gebildet.

In diesem Fall sind beide Enden der Übertragungsleitung 38, die auf der dielektrischen Schicht 312 gebildet ist, und Teile der Masseleiter 371 und 372, die auf den oberen Oberflächen der dielektrischen Schichten 311 und 313 gebildet sind, auf die Seitenoberflächen der Mehrschichtstruktur 31 erweitert, um mit dem Eingangsanschluss 33, dem Ausgangsanschluss 34 bzw. den Masseanschlüssen 35 und 36 verbunden zu sein.

Zusätzlich ist ein Ende der Übertragungsleitung 38 auf der oberen Oberfläche der dielektrischen Schicht 312 mit einem Ende der Varicap-Diode 32, die auf der Mehrschichtstruktur 31 befestigt ist, durch einen Durchgangslochleiter 391 verbunden, der auf eine derartige Weise angeordnet ist, dass der Durchgangslochleiter 391 durch die dielektrischen Schichten 313 und 314 läuft.

Ferner ist das andere Ende der Übertragungsleitung 38 auf der oberen Oberfläche der dielektrischen Schicht 312 mit dem anderen Ende der Varicap-Diode 32, die auf der Mehrschichtstruktur 31 befestigt ist, durch einen Durchgangslochleiter 392 verbunden, der auf eine derartige Weise angeordnet ist, dass der Durchgangslochleiter 392 durch die dielektrischen Schichten 313 und 314 läuft.

Mit einer derartigen Anordnung ist in der Verzögerungsleitung 30, zwischen dem Eingangsanschluss 33 und dem Ausgangsanschluss 34, die Induktivitätskomponente L der Streifenleitung, die durch die Übertragungsleitung 38 und die Masseleiter 371 und 372 gebildet ist, parallel zu der Kapazitätskomponente C der Varicap-Diode 32 geschaltet.

In diesem Fall ist die Ersatzschaltung der Verzögerungsleitung 30 die gleiche wie die Ersatzschaltung der Verzögerungsleitung 10 aus 2.

Wie in dem Fall der Verzögerungsleitung 20 des ersten Ausführungsbeispiels sind der Eingangsanschluss 33, der Ausgangsanschluss 34 und die Masseanschlüsse 35 und 36 entweder durch ein gleichzeitiges Brennen gedruckter leitfähiger Paste mit der Mehrschichtstruktur 31 oder durch ein Backen der gedruckten leitfähigen Paste, nachdem die Mehrschichtstruktur 31 gebrannt wurde, gebildet.

Mit dieser Struktur kann auch durch ein Verändern der Spannung, die an die Varicap-Diode 32 angelegt wird, die auf der oberen Oberfläche der Mehrschichtstruktur 31 befestigt ist, die Kapazitätskomponente der Varicap-Diode 32 fortwährend verändert werden. Als ein Ergebnis kann die Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung 30 fortwährend verändert werden, wie in den Fällen der Verzögerungsleitungen 10 (1) und 20 (5) des ersten und des zweiten Ausführungsbeispiels.

8 ist ein Graph, der Veränderungen der Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung aus 7 zeigt. In 8 zeigt die horizontale Achse des Graphs eine an die Diode 32 angelegte Spannung an und die vertikale Achse desselben zeigt die Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung an. Eine durchgezogene Linie D3 zeigt Veränderungen der Verzögerungszeit bei einer Frequenz von 1,5 GHz und eine unterbrochene Linie D4 zeigt Veränderungen der Verzögerungszeit bei einer Frequenz von 1,7 GHz.

Dieser Graph zeigt, dass, wenn die an die Varicap-Diode 32 angelegte Spannung verändert wird, die Verzögerungszeit der Übertragungsleitung 38 verändert werden kann. Der Grund hierfür ist der, dass ein Verändern der an die Varicap-Diode 32 angelegten Spannung die Kapazitätskomponente der Varicap-Diode 32 verändert, durch die eine Frequenz, bei der der Dämpfungspol in den Durchlasscharakteristika auftritt, ebenso verändert wird, da die Varicap-Diode parallel zu der Übertragungsleitung geschaltet ist.

Bei dem ersten und dem zweiten Ausführungsbeispiel waren die dielektrischen Schichten aus Keramikmaterialien gebildet, deren Hauptkomponenten Bariumoxid, Aluminiumoxid und Siliziumdioxid aufweisen. Ein beliebiges Material kann jedoch verwendet werden, solange der Wert der relativen Durchlässigkeit (&egr;r) 1 oder größer ist. Ein Keramikmaterial z. B., dessen Komponenten Magnesiumoxid und Siliziumdioxid aufweisen, oder ein Material aus Fluoropolymeren kann verwendet werden, um die gleichen Vorteile zu erhalten.

Zusätzlich wurde eine Beschreibung von Fällen gegeben, in denen entweder ein variabler Kondensator oder eine Diode mit der Übertragungsleitung verbunden ist. Alternativ könnten sowohl ein variabler Kondensator als auch eine Diode mit der Übertragungsleitung verbunden sein, vorzugsweise parallel dazu.

Bei dem ersten und dem zweiten Ausführungsbeispiel sind die Masseleiter im Inneren der Mehrschichtstruktur angeordnet. Eine beliebige Weise eines Anordnens der Masseleiter jedoch kann angewendet werden, solange die dielektrische Schicht zwischen der Übertragungsleitung und den Masseleitern angeordnet ist. Alternativ könnten die Masseleiter an Außenoberflächen der Mehrschichtstruktur angeordnet sein.

Zusätzlich werden in der obigen Beschreibung Durchgangslochleiter zum Verbinden der Übertragungsleitung mit dem Kondensator mit variabler Kapazität bzw. der Diode verwendet. Alternativ können die gleichen Vorteile auch durch ein Verwenden von Durchgangslochleitern erhalten werden.

Ferner könnten, obwohl alle offenbarten Ausführungsbeispiele die in 3 gezeigte Ersatzschaltung aufweisen, weitere Schaltungsanordnungen verwendet werden, solange eine variable Kapazität mit einer Übertragungsleitung verbunden ist, um so in der Lage zu sein, eine erwünschte Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung fortwährend einzustellen.


Anspruch[de]
Eine Verzögerungsleitung mit folgenden Merkmalen:

einer Mehrschichtstruktur (21; 31), die durch ein Laminieren einer Mehrzahl dielektrischer Schichten (211, 212, 213, 214, 215; 311, 312, 313, 314) gebildet ist;

einer Übertragungsleitung (27; 38), die auf einer dielektrischen Schicht (212; 312) gebildet ist, die in die Mehrschichtstruktur (21; 31) eingebettet ist; und

einer Mehrzahl von Masseleitern (24, 25, 261, 262; 35, 36, 371, 372), die auf den dielektrischen Schichten angeordnet sind, wobei ein Paar (24, 25; 35, 36) der Masseleiter (24, 25, 261, 262; 35, 36, 371, 372) auf gegenüberliegenden Seiten der Übertragungsleitung (27; 38) angeordnet ist; gekennzeichnet durch

eine einstellbare Kapazität (28; 32), die auf der Mehrschichtstruktur (21; 31) angeordnet und parallel zu der Übertragungsleitung (27; 38) geschaltet ist, zum Setzen einer erwünschten Verzögerungszeit der Verzögerungsleitung.
Eine Verzögerungsleitung gemäß Anspruch 1, bei der die Kapazität (28) durch Elektroden (281, 282), die auf jeweiligen (214, 215) der dielektrischen Schichten (211215) gebildet sind, bereitgestellt wird. Eine Verzögerungsleitung gemäß Anspruch 1, bei der die Kapazität (28) durch eine variable Kondensator bereitgestellt wird. Eine Verzögerungsleitung gemäß Anspruch 1, bei der die Kapazität (32) durch eine Varicap-Diode (32) bereitgestellt wird. Eine Verzögerungsleitung gemäß Anspruch 1, bei der die Kapazität (32) durch eine Diode bereitgestellt wird. Eine Verzögerungsleitung gemäß Anspruch 5, bei der die Diode eine Varicap-Diode ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com