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Dokumentenidentifikation DE60119530T2 16.11.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001305536
Titel HYDRODYNAMISCHE BREMSE
Anmelder Scania CV AB, Södertälje, SE
Erfinder JÖNSSON, Hans, S-151 47 Södertälje, SE;
Arne, Johnny, S-151 45 Södertälje, SE;
HAGEN, Torger, S-151 45 Södertälje, SE;
KJELL, Anders, S-112 47 Stockholm, SE
Vertreter WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München
DE-Aktenzeichen 60119530
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.06.2001
EP-Aktenzeichen 019440882
WO-Anmeldetag 28.06.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/SE01/01489
WO-Veröffentlichungsnummer 2002004834
WO-Veröffentlichungsdatum 17.01.2002
EP-Offenlegungsdatum 02.05.2003
EP date of grant 10.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.2006
IPC-Hauptklasse F16D 57/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC additional class F16H 47/07  (2006.01)  A,  L,  N,  20051017,  B,  H,  EP

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG UND STAND DER TECHNIK

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine hydrodynamische Bremse gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

In Verbindung mit dem Einsatz hydrodynamischer Bremsen, wie Retardern, in Fahrzeugen tritt immer eine bestimmte Bremswirkung während des Vortriebs des Fahrzeugs als eine Konsequenz der Rotation des Rotors mit einer Antriebswelle des Fahrzeugs auf. Diese Bremswirkung wird durch die in dem toroid-förmigen Raum befindliche Luft verursacht, die zum Zirkulieren gezwungen wird. Die zirkulierende Luft bietet entsprechend dem einführbaren Medium, wenn sie in dem toroid-förmigen Raum zirkuliert, eine Bremswirkung. Bei dem bereitgestellten Medium handelt es sich üblicherweise um ein Öl mit geeigneten Eigenschaften. Die Dichte von Luft ist jedoch nur ein Bruchteil der Dichte des Öls; allerdings ist die hierbei auftretende Bremswirkung nicht gänzlich vernachlässigbar. Der Treibstoffverbrauch eines Fahrzeugs mit Retarder wird dadurch unnötig hoch.

Um diese Zirkulation von Luft in dem toroid-förmigen Raum zwischen dem Stator und dem Rotor zu reduzieren, wurde eine Mehrzahl verschiedener Lösungen vorgeschlagen. Zum Beispiel wird ein sogenannter Blendschirm verwendet, der vorgesehen ist, in die Lücke zwischen dem Stator und dem Rotor bewegt zu werden, um die Zirkulation von Luft zu verhindern, wenn keine Bremswirkung erwünscht ist. Die Verwendung von Blendschirmen umfasst eine Mehrzahl von beweglichen mechanischen Teilen, was zu einer komplizierten Bauweise führt.

Aus der EP 233 331 ist es bekannt, dem toroid-förmigen Raum eines Retarders ein Blockiermedium zuzuführen, um die Zirkulation von Luft zu verringern und daher die durch die zirkulierende Luft erhaltene Bremswirkung zu verringern. Das Blockiermedium wird als ein radial gerichteter Strahl in den toroid-förmigen Raum zugeführt. Es besteht die Absicht, dass das zugeführte Blockiermedium in dem Bereich zwischen dem Stator und dem Rotor derart einen Blockiermediumvorhang auszubilden hat, dass die Zirkulation von Luft zwischen dem Stator und dem Rotor verringert wird. Wenn hier das Einlassen des Mediums nicht mit einer genügend hohen Geschwindigkeit erfolgt, wird die starke Luftzirkulation, die in dem toroid-förmigen Raum 100 m/s betragen kann, das zugeführte Blockiermedium relativ schnell in Richtung der Wände des toroid-förmigen Raums bewegen.

ABRISS DER ERFINDUNG

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine hydrodynamische Bremse bereitzustellen, die ein Mittel umfasst, dass einfach und effektiv die Luftzirkulation in dem toroid-förmigen Raum verringert, die in der hydrodynamischen Bremse auftritt, wenn eine Bremswirkung zu erhalten nicht erwünscht ist.

Diese Aufgabe wird durch die hydrodynamische Bremse der anfangs erwähnten Art erfüllt, die durch die in dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 erwähnten Merkmale gekennzeichnet ist. Durch Zuführen eines zweiten Mediums mit einem hohen Druck und in eine Richtung, die teilweise in Richtung auf den Luftzirkulationsstrom zu ausgerichtet ist, wird eine Verzögerung der Geschwindigkeit des zirkulierenden Luftstroms erhalten, wenn das Medium auf die zirkulierende Luft trifft. Durch das Zuführen des Mediums mit einem geeigneten hohen Druck dringt es durch die am weitesten außen gelegene Luftschicht in dem toroid-förmigen Raum, die die höchste Geschwindigkeit aufweist. Dies ist notwendig, um zu verhindern, dass das Medium durch den am weitesten außen gelegenen Luftstrom im Wesentlichen, sofort nachdem es zugeführt wurde, in Richtung der Wände des toroid-förmigen Raums bewegt wird. Das zweite, mit einem Druck zugeführte, Medium wird in dem toroid-förmigen Raum fein zu einem Mediumnebel verteilt, der die Geschwindigkeit der zirkulierenden Luft verzögert.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das zweite Medium in der Form mindestens eines Strahls zugeführt wird. Der Strahl kann eine geeignete Form und einen Druck aufweisen, was aktiv die Bewegungsrichtung und die Geschwindigkeit der Luft verringert. Solche Strahlen sollten mit einer Geschwindigkeit von oberhalb von 10 m/s zugeführt werden, um zu garantieren, dass sie in der Lage sein werden, die äußerste Luftschicht in dem toroidförmigen Raum zu verzögern und zu durchdringen. Bevorzugt sollte die Geschwindigkeit mindestens 20 m/s betragen. Alternativ dazu kann das zweite Medium als eine Anzahl von Strahlen zugeführt werden, um einen breiter gestreuten Einfluss auf die zirkulierende Luft in dem toroid-förmigen Raum zu erhalten. Vorteilhafterweise ist das zweite Medium identisch mit dem ersten Medium. Das erste Medium ist üblicherweise ein Öl. In den meisten Fällen ist ein solches Öl auch als ein Medium zum Reduzieren der Luftzirkulation in dem toroid-förmigen Raum geeignet. Durch Verwenden des gleichen Mediums zum Verhindern der Zirkulation von Luft wie zum Bereitstellen einer Bremswirkung wird die Handhabung des zweiten Mediums vereinfacht. Es müssen zum Beispiel keine speziellen Sammelbehälter für das Medium bereitgestellt werden.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Mittel mindestens ein Einspritzelement, das dazu angeordnet ist, dass zweite Medium in den toroid-förmigen Raum zu injizieren. Ein solches Einspritzelement wird angeordnet, um das zweite Medium mit einem geeigneten Druck in den toroid-förmigen Raum zu liefern. Das Einspritzelement kann außerdem eine geeignete Düse umfassen, die eine oder mehrere Strahlen mit einer geeigneten Form zum Reduzieren der Zirkulation der Luft bereitstellt. Das Einspritzelement kann das zweite Medium von einem radial auswärts angeordneten Teil des toroid-förmigen Raums liefern. Dabei kann das zweite Medium in Richtung auf die zirkulierende Luft in einem Bereich injiziert werden, wenn die Luft von dem Rotor zu dem Stator fließt und ihre höchste Geschwindigkeit aufweist. Vorteilhafterweise liefert das Einspritzelement das zweite Medium in diesem Fall über eine Öffnung in einer Bodenfläche der Vertiefung des Stators. Da der Stator unbeweglich ist, ist es relativ unkompliziert, ein Einspritzelement in dem Stator zum Zuführen des zweiten Mediums in diesem Bereich vorzusehen. Um eine effektive Verringerung der Geschwindigkeit der zirkulierenden Luft zu erhalten, sollte das zweite Medium in einer Richtung geliefert werden, die einen Winkel von 15° bis 45° zu einer radialen Richtung aufweist, die sich von der Öffnung des Einspritzelements zu einem Zentrum in dem toroid-förmigen Raum erstreckt. Es wird angenommen, dass die zirkulierende Luft rings herum entlang der Bodenflächen der Vertiefungen des Stators und des Rotors in dem toroid-förmigen Raum zirkuliert. Hierbei wird die Hauptströmungsrichtung der Luft im Wesentlichen rechtwinklig zu einer solchen radialen Richtung. Je mehr die Zuführungsrichtung des Mediums von dieser radialen Richtung abweicht, desto gegenläufiger trifft das Medium auf den zirkulierenden Luftstrom. Vorteilhafterweise wird das zweite Medium in einem oder mehreren Strahlen in einer Richtung mit einem Winkel von 15° bis 45° zu der Radialrichtung zugeführt. Ein Winkel von etwa 30° scheint am günstigsten zu sein, um die Geschwindigkeit des zirkulierenden Luftstroms am effektivsten zu verzögern, während gleichzeitig ein beträchtlicher Teil des zweiten Mediums durch diesen Luftstrom hindurchgehen und einen Mediumnebel in dem toroid-förmigen Raum bilden kann.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann das Einspritzelement angeordnet sein, um das zweite Medium von einem radial inwärtig angeordneten Teil des toroid-förmigen Raums zu injizieren. Hierdurch wird die Geschwindigkeit der zirkulierenden Luft beim Durchgang von dem Stator zu dem Rotor verringert. Vorteilhafterweise wird das Einspritzelement in diesem Fall in einem Wellenabschnitt des Rotors vorgesehen und umfasst eine Öffnung in der Bodenfläche der Vertiefung des Rotors. Vorteilhafterweise wird das zweite Medium in einer Richtung mit einem Winkel von 15° bis 45° zu einer radialen Richtung zugeführt, die sich von der Öffnung des Einspritzelements zu einem Zentrum in dem toroid-förmigen Raum erstreckt. Das Zuführen von Strahlen mit einem hohen Druck in einem Winkelbereich von etwa 30° scheint am günstigsten zum Verzögern des zirkulierenden Luftstroms auf die effizienteste Art zu sein, während gleichzeitig ein wirksamer Mediumnebel in dem toroid-förmigen Raum erhalten wird. Geeigneterweise umfasst das Mittel eine Mehrzahl von Einspritzelementen, die sowohl an radial auswärts als auch inwärts befindlichen Abschnitten und mit konstanten Abständen entlang der kreisförmigen Erstreckung des toroid-förmigen Raums angeordnet sind. Dadurch kann der Luftzirkulation in dem gesamten toroid-förmigen Raum effektiv entgegengewirkt werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Folgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung als ein Beispiel mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in denen:

1 einen Querschnitt durch einen Teil einer hydrostatischen Bremse gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt,

2 separat den in 1 gezeigten Stator zeigt und

3 separat den in 1 gezeigten Rotor zeigt.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG EINER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG

1 zeigt einen Querschnitt durch einen Teil einer hydrodynamischen Bremse in der Form eines Retarders eines durch einen Motor angetriebenen Fahrzeugs. Der Retarder umfasst einen Stator 1 und einen Rotor 2. Der Stator 1, der in 2 separat gezeigt ist, umfasst einen Körper mit einer inneren radialen Fläche 3, die eine kreisförmige Öffnung definiert. Eine rotierbare Welle 4 ist angeordnet, um sich durch die kreisförmige Öffnung des Stators 1 zu erstrecken. Die rotierbare Welle 4 steht über eine Übertragungsvorrichtung in Verbindung mit einer Antriebswelle des Fahrzeugs. Der Stator 1 ist auf eine geeignete Weise in dem Fahrzeug fixiert vorgesehen. Der Körper des Stators 1 umfasst eine ringförmige Vertiefung 5, die sich in montiertem Zustand des Retarders um die rotierbare Welle 4 erstreckt. Die kreisförmige Vertiefung 5 wird in einer radialen Richtung nach außen durch einen äußeren Rand 6 und in einer radialen Richtung nach innen durch einen inneren Rand 7 beschränkt. Eine Anzahl von Schaufeln 8 ist mit gleichförmigen Abständen um die kreisförmige Erstreckung der ringförmigen Vertiefung 5 vorgesehen. Die Schaufeln 8 weisen eine im Wesentlichen radiale Erstreckung durch die Vertiefung 5 von ihrem inneren Rand 7 in einer Richtung auf ihren äußeren Rand 6 zu auf. Die seitlichen Flächen der Schaufeln 8 haben in Bezug auf die Bodenfläche der Vertiefung 5 einen Winkel von etwa 45°.

Der in 3 separat gezeigte Rotor 2 umfasst einen Körper mit einem Wellenabschnitt 9, der in starrer Verbindung mit der rotierbaren Welle 4 steht. Daher wird der Rotor 2 mit der rotierbaren Welle 4 synchron rotieren. Darüber hinaus umfasst der Rotor 2 eine im Wesentlichen dem Stator 1 entsprechende Bauweise und umfasst eine kreisförmige Vertiefung 10, die sich im montierten Zustand des Rotors 2 um die rotierbare Welle 4 erstreckt. Die kreisförmige Vertiefung 10 wird in einer radialen Richtung nach außen durch einen äußeren Rand 11 und in einer radialen Richtung nach innen durch einen inneren Rand 12 begrenzt. Eine Mehrzahl von Schaufeln 13 ist mit gleichförmigen Abständen entlang der kreisförmigen Erstreckung der ringförmigen Vertiefung 10 vorgesehen. Die Schaufeln 13 weisen eine im Wesentlichen radiale Erstreckung durch die Vertiefung 12 von ihrem äußeren Rand 11 in einer Richtung auf ihren inneren Rand 12 auf. Jede der seitlichen Flächen der Schaufeln 12 weist einen Winkel von etwa 45° in Bezug auf die Bodenfläche in der Vertiefung 10 auf.

Der Stator 1 und der Rotor 2 werden in Bezug aufeinander koaxial um die Welle 4 derart vorgesehen, dass die ringförmigen Vertiefungen 5, 10 des Stators 1 und des Rotors 2 zusammen einen toroid-förmigen Raum bilden, der sich um die rotierbare Welle 4 erstreckt. Der Stator 1 umfasst eine Mehrzahl von Öffnungen 14 durch die ein Medium, in der Form eines Öls, in den toroid-förmigen Raum einführbar ist, wenn ein Bremsen des Fahrzeugs vorgesehen ist. Das zugeführte Öl wird während der Rotation des Rotors 2 durch die Schaufeln 13 in der Richtung der Rotation und radial nach außen in dem toroid-förmigen Raum entlang der Bodenfläche der Vertiefung 10 geführt und wird mit einer hohen Geschwindigkeit von dem äußeren Rand 11 der Vertiefung 10 des Rotors 2 herüber zu dem äußeren Rand 6 der Vertiefung 5 des Stators 1 geschleudert. Die Rotationsrichtung des Öls in dem toroid-förmigen Raum wird in 1 durch die Pfeile a gezeigt. Das Öl trifft die Schaufeln 8 des Stators 1 und die Bewegung des Öls in der Rotationsrichtung des Rotors 2 wird verzögert und das Öl wird durch die Schaufeln 8 entlang der Bodenfläche der Vertiefung 5 radial nach innen geführt, bis es den inneren Rand 7 der Vertiefung 5 erreicht. Hier wird das Öl wieder zu dem Rotor 2 herübergeschleudert und trifft den Rotor 2 an der inneren Randfläche 12 der Vertiefung 10. Das Öl trifft die rotierenden Schaufeln 13 des Rotors 2 derart in einem Winkel, dass eine im Wesentlichen optimale Bremswirkung durch den Rotor 2 erhalten wird. Danach wird das Öl durch die rotierenden Schaufeln 13 geführt, während es gleichzeitig entlang der Bodenfläche der Vertiefung 10 radial nach außen geführt wird. Die durch den Rotor 2 erhaltene Bremswirkung hängt teilweise von der zugeführten und in dem toroid-förmigen Raum zirkulierten Ölmenge ab und teilweise von der Rotationsgeschwindigkeit des Rotors 2. Während des Bremsvorgangs wird die kinetische Energie des Öls in Wärmeenergie umgewandelt. Der Stator 1 umfasst eine Anzahl von Öffnungen 15, wobei vorgesehen ist, dass das Öl durch diese aus dem toroid-förmigen Raum entfernt wird, wenn eine Bremswirkung nicht weiter gewünscht ist.

Entsprechend der Art, in der das zirkulierende Öl dem Rotor eine Bremswirkung liefert, liefert eine Zirkulation der existierenden Luft in dem toroid-förmigen Raum eine Bremswirkung. Diese Luftzirkulation ist ein Problem, wenn keine Bremswirkung erwünscht ist. Da die Luft eine sehr viel geringere Dichte als Öl aufweist, wird die durch die zirkulierende Luft gelieferte Bremswirkung beträchtlich kleiner werden als diejenige, die durch das Öl geliefert wird. Die gelieferte Bremswirkung ist jedoch nicht komplett vernachlässigbar und führt zum Beispiel beim Vortrieb eines Motorfahrzeugs zu einem unnötig hohen Treibstoffverbrauch.

Um einer solchen Luftzirkulation entgegenzuwirken wurde ein erstes Einspritzelement 16 bei einem äußeren Teil des Stators 1 vorgesehen. Das erste Einspritzelement 16 ist angeordnet, um ein zweites Medium zuzuführen, das vorteilhafterweise identisch mit dem zum Erhalten einer Bremswirkung in dem Retarder verwendeten Öl ist. Das erste Einspritzelement 16 liefert das zweite Medium durch einen oder mehrere Strahlen, die derart mit einem hohen Druck geliefert werden, dass das Medium eine anfängliche Geschwindigkeit von etwa 20 m/s erhält. Die Strahlen sind angeordnet, um in einer Richtung injiziert zu werden, die mit einem Winkel v1 von etwa 30° zu einer radialen Richtung r1 abweicht, die sich von der Öffnung des Einspritzelements 16 und durch ein Zentrum c in dem toroid-förmigen Raum erstreckt. Der Hauptluftstrom erhält eine entsprechende Strömungsrichtung a wie das Öl. Folglich folgt der Luftstrom im Wesentlichen den Bodenflächen des toroid-förmigen Raums in dem Stator 1 und dem Rotor 2. Daher wird die Haupt-Strömungsrichtung a der Luft in dem Injektionsbereich im Wesentlichen rechtwinklig zu einer solchen radialen Richtung r1. Je größer der Winkel, in dem das zweite Medium dem toroid-förmigen Raum zugeführt wird, zu dieser radialen Richtung ist, desto gegenläufiger trifft das Medium auf den zirkulierenden Luftstrom. Der Injektionswinkel v1 kann jedoch innerhalb eines Bereichs von 15° bis 45° variiert werden. Das injizierte zweite Medium wirkt hier dem Durchgang der Luft von dem Rotor 2 zu dem Stator 1 entgegen, bevor es einen Mediumnebel in dem toroid-förmigen Raum bildet.

Ein zweites Einspritzelement 17 ist in einem Wellenabschnitt 9 des Rotors 2 vorgesehen und umfasst eine Öffnung in der Bodenfläche der Vertiefung 10 des Rotors 2. Das zweite Einspritzelement 17 ist angeordnet, um das zweite Medium durch eine Mehrzahl von Strahlen mit einem hohen Druck zu liefern. Die Strahlen sind dazu vorgesehen, in einer Richtung injiziert zu werden, die mit einem Winkel v2 zu einer radialen Richtung r2 abweicht, die sich von der Öffnung des Einspritzelements 17 und durch das Zentrum c in dem toroid-förmigen Raum erstreckt. Der Injektionswinkel v2 kann jedoch innerhalb eines Bereichs von 15° bis 45° variiert werden. Das injizierte Medium wirkt hier dem Durchgang der Luft von dem Stator 1 zu dem Rotor 2 entgegen, bevor es einen Mediumnebel in dem toroid-förmigen Raum bildet.

Die ersten 16 und zweiten 17 Einspritzelemente sind dazu vorgesehen, dass das injizierte zweite Medium hauptsächlich die Geschwindigkeit der Luft während des Durchgangs zwischen dem Stator und dem Rotor in einer der Richtungen zu verringern hat. Die Geschwindigkeit der Luft kann hier durch Zuführen des Mediums mit einer hohen Geschwindigkeit in einer Richtung teilweise auf die Strömungsrichtung der Luft zu im Wesentlichen beträchtlich reduziert werden. Durch Zuführen der Strahlen mit einer hohen Geschwindigkeit geht das Medium hauptsächlich durch mindestens die äußerste Luftschicht hindurch und erhält eine derartige Streuung, dass ein Mediumnebel aus kleinen fein verteilten Mediumtröpfchen gebildet wird, die weiter der Luftzirkulation zwischen dem Stator und dem Rotor in dem toroidförmigen Raum entgegenwirken. Die gebildeten Öltröpfchen werden jedoch schrittweise in Richtung der Bodenflächen der Vertiefung 5, 10 des Stators 1 oder des Rotors 2 bewegt, wonach das Öl herausgeführt wird. Die ersten 16 und zweiten 17 Einspritzelemente werden vorteilhafterweise bei konstanten Abständen entlang der Erstreckung des toroid-förmigen Raums zum Entgegenwirken der Zirkulation der Luft zwischen dem Stator 1 und dem Rotor 2 entlang der gesamten Erstreckung des toroid-förmigen Raums vorgesehen.

Die vorliegende Erfindung ist in keiner Weise auf die oben ausgeführte, in den Zeichnungen beschriebene, Ausführungsform beschränkt, sondern kann frei innerhalb des Rahmens der Ansprüche modifiziert werden.


Anspruch[de]
Hydrodynamische Bremse, umfassend einen Stator (1) und einen Rotor (2), von denen jeder einen Körper mit einer ringförmigen Ausnehmung (5, 10) und eine Mehrzahl von Schaufeln (8, 13) aufweist, die in der jeweiligen Ausnehmung (5, 10) des Stators (1) und des Rotors (2) vorgesehen sind, wobei der Stator (1) und der Rotor (2) koaxial relativ zueinander derart angeordnet sind, dass die ringförmigen Ausnehmungen (5, 10) des Stators (1) und des Rotors (2) einen toroid-förmigen Raum bilden, wobei ein erstes Medium dazu vorgesehen ist, um dem toroidf-örmigen Raum zum Bereitstellen einer Bremswirkung während einer Drehung des Rotors (2) zugeführt zu werden, und ferner umfassend ein Mittel, die dazu angeordnet sind, um ein zweites Medium dem toroid-förmigen Raum während Zeitperioden zuzuführen, wenn keine Bremswirkung gewünscht ist, um die Zirkulation von Luft in dem toroidförmigen Raum zu reduzieren, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel dazu ausgebildet ist, das zweite Medium an wenigstens einer Stelle dem toroid-förmigen Raum mit einem Druck und in einer Richtung zuzuführen, die zumindest teilweise zu der Hauptströmungsrichtung der zirkulierenden Luft (a) hin gerichtet ist. Hydrodynamische Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Medium dazu ausgebildet ist, in Form wenigstens eines Strahls zugeführt zu werden. Hydrodynamische Bremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Medium identisch zu dem ersten Medium ist. Hydrodynamische Bremse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel wenigstens ein Einspritzelement (16, 17) umfasst, das dazu ausgebildet ist, das zweite Medium in den toroid-förmigen Raum einzuspritzen. Hydrodynamische Bremse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Einspritzelement (16) dazu ausgebildet ist, das zweite Medium von einem radial außen liegenden Bereich des toroid-förmigen Raums aus zuzuführen. Hydrodynamische Bremse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Einspritzelement (16) das zweite Medium über eine Öffnung in einer Bodenfläche der Ausnehmung (5) des Stators (1) zuführt. Hydrodynamische Bremse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Medium in einer Richtung mit einem Winkel (v1) zwischen 15° bis 45° zu einer Radialrichtung (r1) zugeführt wird, die sich von der Öffnung des Einspritzelements (16) und durch ein Zentrum (c) in dem toroidförmigen Raum erstreckt. Hydrodynamische Bremse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Einspritzelement (17) dazu ausgebildet ist, das zweite Medium von einem radial einwärts angeordneten Abschnitt des toroidförmigen Raums einzuspritzen. Hydrodynamische Bremse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Einspritzelement (17) in einem Wellenbereich (9) des Rotors (2) vorgesehen ist und eine Öffnung in der Bodenfläche der Ausnehmung (10) des Rotors (2) umfasst. Hydrodynamische Bremse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Medium in einer Richtung zugeführt wird, die von einem Winkel (v2) zwischen 15° bis 45° zu einem Radius (r2) abweicht, der sich von der Öffnung des Einspritzelements (17) und durch ein Zentrum (c) in dem toroid-förmigen Raum erstreckt.






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