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Dokumentenidentifikation DE60304861T2 16.11.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001513673
Titel VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM AUFBRINGEN EINES STREIFENS AUF EINE ROTIERENDE OBERFLÄCHE
Anmelder Société de Technologie Michelin, Clermont-Ferrand, FR;
Michelin Recherche et Technique S.A., Granges-Pacot, CH
Erfinder MEYER, Daniel, 63400 Chamalieres, FR
Vertreter BEETZ & PARTNER Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60304861
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 06.05.2003
EP-Aktenzeichen 037274404
WO-Anmeldetag 06.05.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/EP03/04723
WO-Veröffentlichungsnummer 2003099545
WO-Veröffentlichungsdatum 04.12.2003
EP-Offenlegungsdatum 16.03.2005
EP date of grant 26.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.2006
IPC-Hauptklasse B29D 30/38(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B29D 30/30(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B29D 30/70(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B29C 70/38(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B21C 47/26(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B21F 1/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbringen eines Verstärkungsstreifens auf eine rotierende Aufnahmefläche, insbesondere zur Herstellung von Luftbereifung.

Der Wunsch, eine ringförmige Verstärkung in den Luftreifen auf ihrem gesamten Umfang anzubringen, besteht seit langem. Eine solche Verstärkung kann insbesondere von einer Einlage gebildet sein, umfassend im Umfang gewickelte Seile, die radial auf der Struktur des Luftreifens angeordnet sind. Diese Einlage wird üblicherweise als „Nullgradeinlage" bezeichnet. Ein Textil- oder Metallseil bezeichnet einen Einzeldraht oder mehrere zusammengefügte Drähte, die zusammenarbeiten, oder auch im weiteren Sinn einen verdrillten Draht.

Nun werden beim Aushärten der Luftreifen, die eine Nullgradeinlage umfassen, die Seile dieser Einlage in der Aushärtform einer Formung unterzogen, die für die endgültige Architektur der Luftreifen zu berücksichtigen ist. Dieses Phänomen kann zu großen Schwierigkeiten führen, wenn die Seile, aus denen die Einlage besteht, keine Verlängerung bei der Formung in der Aushärtform auf Grund ihrer Starrheit gestatten.

Verschiedene Lösungen wurden vorgeschlagen, um dieses Problem zu lösen. Manche betreffen die Art der Seile. So ermöglicht es beispielsweise die Verwendung von so genannten „bielastischen" Metalldrähten, einen Kompromiss zwischen den Eigenschaften der Starrheit und der Verlängerung der erhaltenen Einlage zu finden. Obwohl sie interessant ist, ist eine solche Lösung nicht ohne Konsequenz für die Art der Verstärkung der Luftreifen. Es ist nämlich erforderlich, die geringere Starrheit der erhaltenen Nullgradeinlage auszugleichen, wobei zusätzliche Einlagen hinzugefügt oder die Gummimischungen verändert werden.

Ein weiterer Lösungstyp schlägt Änderungen bei der Verlegung der Rohprodukte vor, die es ermöglichen die gewünschten Aushärtarchitekturen zu erhalten. So entstand die Idee, die Seile in welliger Form in dem unbearbeiteten Luftreifen anzubringen, so dass sie nach der Formung in der Aushärtform ihre Wellung verlieren und nun einheitlich in eine Richtung ausgerichtet sind, wobei ein Winkel nahe Null in Bezug auf die Umfangsrichtung gebildet wird.

Diese raffinierte Lösung weist dennoch Schwierigkeiten im Einsatz auf.

Der unbearbeitete Luftreifen wurde auf einer zylindrischen oder leicht bombierten Trommel zusammengebaut, während der ausgehärtete Luftreifen, der aus der Aushärtform austritt, im Vergleich mit dieser ersten Form überbombiert ist. Folglich sind bei der Formung die Verformungen, denen der Luftreifen unterliegt, in der Mitte des Luftreifens wesentlich größer als im Bereich seiner Schultern. Es ist somit notwendig, industriell ein Seil mit Wellungen mit unterschiedlichen Amplituden und Perioden je nach seiner Querposition aufbringen zu können, damit die hergestellte Einlage nach der Formung in der Presse im Wesentlichen mit null Grad ausgerichtete Drähte unabhängig von ihrer Querposition nahe der Mitte oder der Schultern aufweist.

Die Veröffentlichung EP-A-0 724 949 gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 beschreibt eine Vorrichtung zum Aufbringen von Textil- oder Metalldrähten auf eine rotierende Aufnahmefläche mit Sinuswellen. Mittel zur Verschiebung der Drähte in Quertranslation zur Zuführrichtung der Drähte ermöglichen es, eine solche Verlegung zu erzielen, wobei die Amplitude und die Periode der Sinuskurve dank der Kontrolle und Steuerung der Rotationsgeschwindigkeiten der Verlegefläche, des Drahtzuführelements und dank der Steuerung der Verschiebemittel geregelt werden. Jedoch diese Verschiebemittel sind von einer in Querrichtung verschiebbaren Düse gebildet, die von einem Motor über eine auf einem motorbetriebenen Lenkrad befestigte Stange betätigt wird.

Dies bedeutet in der Praxis, dass, wenn die Rotationsgeschwindigkeit der Verlegefläche bestimmt ist, um die Amplitude der Wellungen der Drähte auf dieser Aufnahmefläche kontinuierlich zu verändern, die Geschwindigkeit des Drahtzuführelements verändert werden muss, um die Menge der zugeführten Drähte zu verändern, und die Position der Stange in Bezug auf das Lenkrad verändert werden muss, um die Änderung der Amplitude der hergestellten Wellungen zu synchronisieren. Die kontinuierliche Durchführung dieser Letztgenannten Veränderung scheint somit schwer vorstellbar. Ferner versteht es sich, dass in Abhängigkeit von der gewünschten Sinuskurve die Verlegegeschwindigkeit ebenfalls begrenzt wird, um die motorbetriebene Bewegung der Düse nicht zu stören.

Die Veröffentlichung EP-A-1 208 963, die dem Stand der Technik gemäß Artikel 54(3) angehört, liefert eine erste Lösung für die oben erwähnten Schwierigkeiten, bleibt aber auf die Verlegung eines einzigen Drahtes oder Seils beschränkt.

Es stellt sich allerdings als interessant heraus, um die Verlegezeit der Einlage zu verbessern, nicht nur einen einzigen Draht oder ein einziges Seil sondern eine durchgehende Einheit von Drähten oder Seilen aufzuwickeln, die parallel zueinander angeordnet sind und einen Verstärkungsstreifen darstellen. Die Drähte oder Seile erstrecken sich in die Richtung der Länge des Streifens und sind im Allgemeinen in eine Gummimischung gehüllt. Das Aufbringen der gewünschten Anzahl von Drähten oder Seilen erfolgt nun mit einer geringen Anzahl von Umdrehungen der Aufnahmefläche.

Allerdings bringt die Verlegung eines Streifens mit Sinuswellen auf einer Luftreifenspitze auf eine Reihe von Schwierigkeiten, die mit der geringen Festigkeit des Streifens gegen die seitliche Scherbeanspruchung zusammenhängen und zu ungewünschten Verformungen oder Umfalten des Streifens auf sich selbst sowie einer fehlenden Abdeckung eines Teils der Spitze führen können.

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbringen, die ein gleichzeitiges Aufbringen mehrere Seile in Form eines Verstärkungsstreifens ermöglicht und alle vorgenannten Nachteile vermeidet.

Erfindungsgemäß umfasst die Vorrichtung zum Aufbringen eines Verstärkungsstreifens auf eine rotierende Aufnahmefläche Mittel zum Zuführen des Streifens, Mittel zum Querverschieben in Bezug auf die Aufnahmefläche und Mittel zum Verlegen des Streifens auf der Aufnahmefläche und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Zuführen des Streifens diesen Letztgenannten zu den Querverschiebemitteln mit einer Ausrichtung der Ebene der Draht- oder Seileinlage des Streifens zuführen, die im Wesentlichen senkrecht auf die Rotationsachse der rotierenden Aufnahmefläche ist, und dass die Verlegemittel des Streifens, die sich am Ausgang der Querverschiebemittel befinden, ein Schwenken um 90° der Ebene der Draht- oder Seileinlage des Streifens um eine Achse parallel zur Vorschubrichtung des Streifens durchführen, um die Ebene der Draht- oder Seileinlage des Streifens tangential zur Aufnahmefläche anzuordnen.

Diese besondere Ausrichtung der Ebene der Draht- oder Seileinlage, die den Streifen bildet, während der Querverschiebung ermöglicht es, die Wellungen auf jedes Seil des Streifens aufzubringen, ohne auf die Breite des Streifens einzuwirken und insbesondere ohne Verformungen des Streifens zu riskieren. Nach dem Schwenken des Streifens kann dieser Letztgenannte tangential auf die Aufnahmefläche mit den so hergestellten Wellungen aufgebracht werden.

Die Anzahl von gleichzeitig verlegten Drähten oder Seilen ist im Allgemeinen viel kleiner als die Anzahl von Drähten, die die „Nullgradeinlage", wenn sie verlegt ist, bilden. Diese Anzahl wird in Abhängigkeit von der maximalen Breite des Streifens, die eingesetzt werden kann, bestimmt. Diese Breite wird experimentell in Abhängigkeit von der Steifigkeit der Drähte oder Seile und von der Amplitude der Wellungen festgelegt und kann von einigen Millimetern bis zu mehreren Dutzend Millimeter gehen. Aus Gründen der Bequemlichkeit und Normung liegt sie im Allgemeinen zwischen 10 und 20 mm. Der Streifen umfasst mindestens zwei bis einige Dutzend Drähte und Seile, je nach dem Durchmesser und der Anordnung dieser Letztgenannten.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Aufbringen eines Verstärkungsstreifens auf eine rotierende Aufnahmefläche, insbesondere zur Herstellung von Luftbereifung, das die folgenden Schritte umfasst:

  • – Zuführen eines Streifens, dessen Ausrichtung der Ebene der Draht- oder Seileinlage des Streifens im Wesentlichen senkrecht auf die Rotationsachse der Aufnahmefläche ist,
  • – alternierendes Verschieben des Streifens in eine Richtung senkrecht auf die Ebene der Draht- oder Seileinlage des Streifens, um auf diesem letztgenannten Wellungen zu erzeugen,
  • – Schwenken des Streifens um 90° um eine Achse parallel zur Vorschubrichtung des Streifens und Verlegen dieses Letztgenannten tangential auf der rotierenden Aufnahmefläche.

Weitere Merkmale und Vorteile gehen aus der Studie der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung zum Aufbringen eines erfindungsgemäßen Verstärkungsstreifens unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen hervor, wobei:

1 ein schematischer seitlicher Aufriss der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Aufbringen ist,

2 eine Teilschnittansicht der Vorrichtung zum Aufbringen entlang der Linie II, die in 1 dargestellt ist, ist,

3 eine teilweise Darstellung in Draufsicht von der Vorrichtung zum Aufbringen entlang des Pfeils F, der in 1 dargestellt ist, ist,

4 eine teilweise perspektivische Darstellung in Draufsicht von der Vorrichtung entlang des Pfeils F', der in 1 dargestellt ist, ist.

Nach 1 umfasst die Vorrichtung (1) zum Aufbringen eines Verstärkungsstreifens B auf eine rotierende Aufnahmefläche (2) einen Körper (5), wobei der Streifen auf die Aufnahmefläche (2) in eine im Wesentlichen zur Rotationsachse der Fläche senkrechten Richtung tangential zu dieser Letztgenannten aufgebracht wird. Die Aufnahmefläche (2) dreht sich mit einer kontrollierten Umfangsgeschwindigkeit, die mit V2 bezeichnet ist.

Im Folgenden ist mit „Vorschubrichtung des Streifens" die im Wesentlichen auf die Rotationsachse der Aufnahmefläche (2) senkrechte Richtung bezeichnet.

Der Körper (5) trägt Mittel (10) zum Zuführen des Streifens, Mittel (20, 30) zur Querverschiebung des Streifens und schließlich Mittel (40) zum Verlegen dieses Streifens auf der Aufnahmefläche (2). Diese verschiedenen Elemente wirken nacheinander, um das Aufbringen des Streifens auf die Aufnahmefläche (2) mit den gewünschten Wellungen des Streifens und somit der in dem Streifen enthaltenen Drähte oder Seile durchzuführen.

Wie in 4 zu sehen ist, umfassen die Zuführmittel (10) mindestens eine Rolle (12) zum Zuführen des Streifens, die von einer nicht dargestellten Versorgungswalze versorgt wird. Die Rotationsachse der Rolle (12) ist hier parallel zu jener der Aufnahmefläche 2, wodurch es der Walze möglich ist, leicht eine Spillwinde (11) zu versorgen, deren Achse XX' auf jene der Walze (12) senkrecht steht.

Am Ausgang der Rolle (12) wird der Streifen tangential zur Aufnahmefläche (2) ausgerichtet, aber sein Laufen über die Spillwinde (11) führt zu einem Schwenken um 90° des Streifens um seine Längsachse. Am Ausgang der Spillwinde (11) ist die Ebene der Draht- oder Seileinlage, die den Streifen bildet, senkrecht auf die Rotationsachse der Aufnahmefläche ausgerichtet. Die Drähte oder Seile des Streifens haben somit alle dieselbe Querposition in Bezug auf die Aufnahmefläche, wobei die Richtung jedes Seils der Vorschubrichtung des Streifens entspricht, um die Mittel (20, 30) zur Querverschiebung des Streifens zu versorgen.

So geschieht am Ausgang der Spillwinde im Aufriss gesehen alles so, als wäre nur ein zu wellendes Seil vorhanden.

Die Spillwinde (11) ist mit Hilfe eines Motors (13) über einen Übertragungsriemen (14) mit einer Umfangsgeschwindigkeit, die mit V1 bezeichnet ist, motorbetrieben. Die Regelung der Geschwindigkeit V1 synchron mit der Umfangsgeschwindigkeit V2 der Aufnahmefläche (2) ermöglicht es, die Menge des auf die rotierende Oberfläche (2) pro Umdrehung derselben zugeführte Streifenmenge zu bestimmen.

Die Verschiebemittel (20, 30) sind insbesondere in den 2 und 3 dargestellt und umfassen einen Führungskopf (20), der mit den in dem Körper (5) getragenen Mitteln (30) zusammenwirkt.

Der Führungskopf (20) umfasst eine Stange (21), die auf die Rotationsachse XX' der Spillwinde (11) senkrecht steht, die auf ihrer zum Äußeren der Aufbringungsvorrichtung (1) gerichteten Seite (210) zwei Führungsrollen (22 und 23) mit auf die Stange (21) senkrechten Achsen trägt, die frei drehbar in Bezug auf diese Letztgenannte angeordnet sind. Da der Streifen parallel zu den Achsen der Rollen ausgerichtet ist, ist das Vorhandensein von zwei Rollenpaaren, wie in 3 dargestellt, vorteilhaft, um die Führung des Streifens zu verbessern.

Um die Führung des Verstärkungsstreifens zu verbessern und ihn bei seiner Querverschiebung zu begleiten, kann vorgesehen werden, dass die Führungsrollen jedes Paars (22 und 23) in Vorschubrichtung des Streifens versetzt sind, wobei sie die Gerade tangieren, die die Vorschubrichtung des Streifens hat und durch den Mittelpunkt der Stange (21) verläuft. Es können auch beide Rollen ohne Versatz zwischen ihnen angeordnet werden, wie in den 2, 3 und 4 dargestellt.

Wellen (24 und 25) mit zueinander parallelen Achsen sind frei drehbar in den Enden (211 und 212) der Stange (21) mit Hilfe von Kugellagern (26) befestigt, wobei die Achsen der Wellen (24 und 25) auf die Stange (21) senkrecht stehen.

Diese Wellen (24 und 25) tragen am Ausgang der Stange (21) zur Innenseite der Stange (21) in Bezug auf die Aufbringvorrichtung gerichtet jeweils eine Abdeckung (241, 251).

Die Verschiebemittel (30) umfassen zwei zueinander parallele und auf die Vorschubrichtung des Streifens senkrechte Wellen (31 und 32), die sich in Kugellagern (33) drehen, die von dem Körper (5) getragen werden, und die mit Hilfe eines gemeinsamen Motors (nicht dargestellt) betrieben werden, der mit einer Antriebsrolle (36, 37) für jede Welle über einen selben Übertragungsriemen (35) verbunden ist.

Die Wellen (31 und 32) verlängern sich am Ausgang des Körpers (5) zum Führungskopf (20) hin angeordnet durch jeweils eine Abdeckung (311, 321), wobei diese Abdeckungen jeweils mit den Abdeckungen (241 und 251) durch zueinander parallele Schwingarme (27 und 28) verbunden sind, die die Übertragung der Motorisierung auf die Wellen (24 und 25) sicher stellt.

Mit &OHgr;3 ist die Rotationsgeschwindigkeit der Wellen (31, 32, 24 und 25) bezeichnet.

Die Rotation der Wellen (31 und 32) ermöglicht es, mit dem Durchgang des Streifens die alternierende Positionierung der Schwingarme (27 und 28) durchzuführen. Das Schwenken der Schwingarme (27 und 28) um ihre auf den Abdeckungen (311 und 321) befestigte Achse steuert nämlich die Dezentrierung der Stange (21) in Bezug auf die Wellen (31 und 32). So beschreibt die Mitte der Stange (21) während dieser Rotation in Projektion auf eine Ebene senkrecht auf die Rotationsachse der Wellen (31 und 32) einen Kreis.

Überdies trägt der Körper (5) auf seiner zur Stange (21) parallelen Fläche einen Elektromagneten (38), der eine Rückstellkraft auf die Stange (21) ausübt.

Die Mittel (40) zum Verlegen des Streifens auf der Aufnahmefläche (2) umfassen eine Verlegerolle (41), die sich frei um ihre Rotationsachse Y dreht, deren äußere Umdrehungsfläche (410) gegen die Aufnahmefläche (2) angeordnet ist, so dass der Streifen zwischen der Umdrehungsfläche und der Aufnahmefläche verläuft. Diese Verlegerolle (41) befindet sich in der Nähe der beide Führungsrollenpaare (22 und 23), so dass der Streifen, der von diesen Rollen kommt, aufgenommen und einer Drehung von 90° unterzogen wird, so dass die Ebene der Drahteinlage, die den Streifen bildet, parallel zur Aufnahmefläche und somit diese tangierend angeordnet ist.

Ein Arm (42) trägt die Verlegerolle (41) an einem seiner Enden (420), wobei das andere Ende (421) des Arms über eine Stütze (43) am Körper (5) befestigt ist, wobei die Stütze schwenkbar auf einem elastischen Gelenk (45) auf dem Körper (5) befestigt ist, um die Anlegekraft des Streifens auf die rotierende Oberfläche (2) sicher zu stellen.

Im Nachfolgenden sind kurz einige Angaben zur Funktion der Vorrichtung zum Aufbringen zu finden.

Es ist anzumerken, dass, wenn die Rotationsgeschwindigkeit V2 der Aufnahmefläche (2) bestimmt ist, es die Einstellung der Geschwindigkeit V1 der Zuführung des Streifens ermöglicht, die pro Umdrehung der Oberfläche (2) zugeführte Streifenmenge festzusetzen.

Wenn kein Streifen vorhanden ist, hält der Elektromagnet (38), wobei sich die Wellen (31 und 32) in Rotation befinden, die Stange (21) in hochgehobener Position mit einer maximalen Winkelposition der Schwingarme (27 und 28) in Bezug auf die Abdeckungen (311 und 321), und der Mittelpunkt der Stange (21) beschreibt nun in Projektion auf eine Ebene parallel zur Stange (21) einen Kreis. Der Durchmesser dieses Kreises entspricht der maximal möglichen Amplitude der Wellung.

Wenn ein Streifen vorhanden ist, stellt sich ein Gleichgewicht zwischen der von den Rollen (22 und 23) unter der Wirkung des Elektromagneten ausgeübten Kraft, die zu einer Dezentrierung der Stange (21) führt, und der von dem Streifen ausgeübten Rückstellkraft ein, der sich unter der Wirkung einer Querverschiebung in Bezug auf die Vorschubrichtung spannt.

Bei einer Geschwindigkeit V1 = V2 übt die Betätigung der Stange (21) keine Querverschiebung des Streifens aus, so dass die Seile gerade verlegt werden.

Wenn die Zuführgeschwindigkeit V1 des Streifens größer als die Geschwindigkeit V2 der rotierenden Oberfläche ist, wirkt der Elektromagnet auf die Stange (21) über Schwingarme (27 und 28) ein, wobei ein Querschub auf den Streifen ausgeübt wird, bis ein Gleichgewicht mit der von dem so unter Spannung gesetzten Streifen ausgeübten Rückstellkraft entsteht, wobei die Rotation der Wellen (31 und 32) zu alternierenden Positionen der Schwingarme (27, 28) führt.

Es ist anzumerken, dass, wenn V1 größer als V2 ist, die Rotationsgeschwindigkeit &OHgr;3 der Wellen (31 und 32) eine Bestimmung der alternierenden Bewegung der Schwingarme (27 und 28) pro Umdrehung der Aufnahmefläche (2) und somit der Periode der von den Seilen auf der Oberfläche hergestellten Wellungen ermöglicht. Die Amplitude dieser Wellungen wird direkt durch die pro Umdrehung der Aufnahmefläche (2) zugeführte Streifenmenge erhalten, da es diese Menge ist, die durch „Schieben" der Stange (21) den Neigungswinkel der Schwingarme (27 und 28) bestimmt.

Es ist auch zu verstehen, dass es wichtig ist, die Art des Seils zu berücksichtigen. Je steifer das Seil nämlich ist, desto weniger bestimmend ist die Wirkung des Elektromagneten. Es wird somit die von diesem Letztgenannten ausgeübte Kraft in Abhängigkeit davon eingestellt, ob es sich um ein Metallseil oder ein Textilseil handelt.

Ebenso reicht es zur einfachen Veränderung der Amplitude der Wellungen der Seile und somit des Streifens auf der Aufnahmefläche (2), um, wie am Textanfang zu sehen war, kontinuierlich unterschiedliche Amplituden je nach der Radialposition der Seile zu erhalten, aus, die pro Umdrehung der Oberfläche (2) zugeführte Streifenmenge und somit die Geschwindigkeit V1 zu verändern. Die Amplitude der Wellungen stellt sich von selbst ein, wie vorher zu sehen war. Das System ist somit sehr einfach an die gewünschten Änderungen der Wellungen anzupassen.


Anspruch[de]
Vorrichtung (1) zum Aufbringen eines Verstärkungsstreifens auf eine rotierende Aufnahmefläche (2), wobei der Streifen eine Gesamtheit von zueinander parallelen Drähten oder Seilen umfasst, die in eine Gummimischung gehüllt und in Längsrichtung angeordnet sind und eine kontinuierliche Einlage von gegebener Breite bilden, umfassend Mittel (10) zum Zuführen, Mittel (20, 30) zum Querverschieben des Streifens, in Bezug auf die auf die Verlegerichtung des Streifens auf die Aufnahmefläche und Mittel (40) zum Verlegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Zuführen des Streifens, dessen Drähte oder Seile im Allgemeinen in eine Gummimischung gehüllt sind, diesen Letztgenannten zu den Querverschiebemitteln (20, 30) mit einer Ausrichtung der Ebene der Draht- oder Seileinlage des Streifens zuführen, die im Wesentlichen senkrecht auf die Rotationsachse der rotierenden Aufnahmefläche (2) ist, und dass die Verlegemittel (40) des Streifens, die sich am Ausgang der Querverschiebemittel (20, 30) befinden, ein Schwenken um 90° der Ebene der Draht- oder Seileinlage des Streifens um eine Achse parallel zur Vorschubrichtung des Streifens durchführen, um die Ebene der Draht- oder Seileinlage des Streifens tangential zur Aufnahmefläche (2) anzuordnen. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Querverschiebemittel (20, 30) eine alternierende Bewegung ausführen. Vorrichtung nach Anspruch 2 zum Aufbringen eines Verstärkungsstreifens auf eine rotierende Aufnahmefläche (2) mit einer Umfangsgeschwindigkeit V2, umfassend einen Körper (5) und umfassend mindestens eine rotierende Spillwinde (11) mit einer Umfangsgeschwindigkeit V1, dadurch gekennzeichnet, dass die Amplitude der alternierenden Querverschiebung der Querverschiebemittel (20, 30) des Streifens direkt im Verhältnis der Geschwindigkeiten V1 und V2 gesteuert wird, wobei diese Amplitude kontinuierlich während der Verlegung des Streifens verändert werden kann. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3 zum Aufbringen eines Verstärkungsstreifens, dadurch gekennzeichnet, dass die Veränderung der Amplitude der alternierenden Querverschiebung der Verschiebemittel (20, 30) durch die Kombination einer Rotationsbewegung um eine im Wesentlichen zur Vorschubrichtung des Streifens senkrechte Achse mit einer Schwenkbewegung in einer Ebene, die die Rotationsachse enthält, erzielt wird, wobei das Ausmaß des Schwenkens durch das Verhältnis der Geschwindigkeiten V1 und V2 bestimmt wird. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Querverschiebemittel (20, 30) des Streifens erste rotierende Wellen (31, 32) senkrecht auf die Vorschubrichtung des Streifens, die von dem Körper (5) getragen werden, und einen Führungskopf (20) des Streifens umfassen, der schwenkbar auf den ersten rotierenden Wellen befestigt ist. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Periode der alternierenden Querbewegungen der Querverschiebemittel zur Rotationsgeschwindigkeit (&OHgr;3) der ersten rotierenden Wellen (31, 32) proportional ist. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskopf (20) mit den ersten rotierenden Wellen (31, 32) durch Schwingarme (27, 28) verbunden ist, wobei diese Schwingarme (27, 28) selbst auf dem Führungskopf über zweite Wellen (24, 25) mit zu den ersten parallelen Achsen, die auf dem Führungskopf drehbar befestigt sind, montiert sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskopf (20) eine Stange (21) umfasst, die die zweiten rotierenden Wellen (24, 25) trägt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskopf (20) mindestens zwei Führungsrollen (22, 23) des Streifens mit auf die Vorschubrichtung des Streifens senkrechten Achsen trägt, die frei drehbar auf dem Führungskopf befestigt sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (5) einen Elektromagneten (38) trägt, der eine Rückstellkraft auf den Führungskopf ausübt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, die zur Herstellung von Luftbereifung bestimmt ist. Verfahren zum Aufbringen eines Verstärkungsstreifens auf eine rotierende Aufnahmefläche, das zur Herstellung von Luftbereifung bestimmt ist, umfassend die folgenden Schritte:

– Zuführen eines Streifens, dessen Ausrichtung der Ebene der Draht- oder Seileinlage des Streifens im Wesentlichen senkrecht auf die Rotationsachse der Aufnahmefläche ist,

– alternierendes Verschieben des Streifens in eine Richtung senkrecht auf die Ebene der Draht- oder Seileinlage des Streifens, um auf diesem Letztgenannten Wellungen zu erzeugen,

– Schwenken des Streifens um 90° um eine Achse parallel zur Vorschubrichtung des Streifens und Verlegen dieses Letztgenannten tangential auf der rotierenden Aufnahmefläche (2).






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