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Dokumentenidentifikation DE102005023462A1 23.11.2006
Titel Vorrichtung und Verfahren zum beidseitigen Bedrucken eines Aufzeichnungsträgers mit Umlade- und Nachladevorrichtung
Anmelder Océ Printing Systems GmbH, 85586 Poing, DE
Erfinder Kreiter, Alexander, Dipl.-Ing., 85457 Wörth, DE;
Scherdel, Stefan, Dipl.-Ing., 85570 Markt Schwaben, DE;
Zappe, Karl, Dipl.-Ing. (FH), 84419 Schwindegg, DE;
Viechter, Manfred, Dipl.-Ing. (FH), 85469 Walpertskirchen, DE
Vertreter Schaumburg, Thoenes, Thurn, Landskron, 81679 München
DE-Anmeldedatum 20.05.2005
DE-Aktenzeichen 102005023462
Offenlegungstag 23.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.11.2006
IPC-Hauptklasse G03G 15/23(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G03G 13/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G03G 15/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Es werden eine Vorrichtung und ein Verfahren zum simultanen beidseitigen Bedrucken eines Aufzeichnungsträgers (12) gezeigt. Die Vorrichtung umfasst einen umlaufenden ersten Tonerbildträger (78) und einen umlaufenden zweiten Tonerbildträger (78'), Mittel (80) zum Erzeugen eines ersten Tonerbildes, bestehend aus Toner, der mit einer ersten Polarität aufgeladen ist, auf dem ersten Tonerbildträger (78) und Mittel (80') zum Erzeugen eines zweiten Tonerbildes, bestehend aus Toner, der ebenfalls mit der ersten Polarität aufgeladen ist, auf dem zweiten Tonerbildträger (78'). Die Vorrichtung umfasst ferner eine Umladevorrichtung (108), die geeignet ist, das auf dem ersten Tonerbildträger (78) befindliche erste Tonerbild auf eine zweite Polarität umzuladen, welche der ersten Polarität entgegengesetzt ist, und eine Nachladevorrichtung (114), die geeignet ist, das auf dem zweiten Tonerbildträger (78') befindliche zweite Tonerbild mit der ersten Polarität nachzuladen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum simultanen beidseitigen Bedrucken eines Aufzeichnungsträgers, mit einem umlaufenden ersten Tonerbildträger und einem umlaufenden zweiten Tonerbildträger, mit Mitteln zum Erzeugen eines ersten Tonerbildes, bestehend aus Toner, der mit einer ersten Polarität aufgeladen ist, auf dem ersten Tonerbildträger, mit Mitteln zum Erzeugen eines zweiten Tonerbildes, bestehend aus Toner, der ebenfalls mit der ersten Polarität aufgeladen ist, auf dem zweiten Tonerbildträger, mit einer Umladevorrichtung, die geeignet ist, das auf dem ersten Tonerbildträger befindliche erste Tonerbild auf eine zweite Polarität umzuladen, welche der ersten Polarität entgegengesetzt ist, und mit einer ersten Umdruckstelle, an der der Aufzeichnungsträger zwischen dem ersten Tonerbildträger und dem zweiten Tonerbildträger hindurchgeführt wird, und an der ein elektrisches Feld erzeugbar ist, durch welches das auf die zweite Polarität umgeladene erste Tonerbild und das zweite Tonerbild vom ersten bzw. zweiten Tonerbildträger abgelöst werden und auf die dem jeweiligen Tonerbildträger zugewandte Seite des Aufzeichnungsträgers übertragen werden.

Die Erfindung betrifft ferner einen Drucker oder Kopierer mit einer derartigen Vorrichtung und ein Verfahren zum simultanen beidseitigen Bedrucken eines Aufzeichnungsträgers.

Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der WO 98/39691 und der parallelen US 6,246,856 B1 bekannt. Bei dieser bekannten Vorrichtung wird der Aufzeichnungsträger durch eine Papierbahn gebildet und werden der erste Tonerbildträger und der zweite Tonerbildträger durch Transferbänder gebildet, die im wesentlichen spiegelsymmetrisch zur Papierbahn oberhalb und unterhalb derselben angeordnet sind. Die Mittel zum Erzeugen des ersten und des zweiten Tonerbildes werden durch Umdruckstellen zwischen einem zugehörigen Fotoleiterband und dem jeweiligen Transferband gebildet.

Die bekannte Vorrichtung kann in zwei unterschiedlichen Betriebsmodi betrieben werden, einem Mehrfarbendruck-Sammelmodus und einem kontinuierlichen Druckmodus. Beim Mehrfarbendruck-Sammelmodus werden nacheinander Tonerbilder in Grundfarben bzw. Komponentenfarben, sogenannte Farbauszüge, in einem elektrofotografischen Verfahren auf den Fotoleitern erzeugt und nacheinander auf das jeweilige Transferband umgedruckt. Auf dem Transferband werden die einzelnen Farbkomponenten „gesammelt", d.h. passergenau überlagert, so dass sich auf dem ersten Transferband ein erstes farbiges Tonerbild und auf dem zweiten Transferband ein zweites farbiges Tonerbild ergibt. Danach werden das erste und das zweite Transferband im ersten Umdruckbereich an die Papierbahn angeschwenkt, und das erste und das zweite Tonerbild werden auf die Ober- bzw. Unterseite der Papierbahn umgedruckt.

Im kontinuierlichen Druckmodus wird lediglich einfarbig gedruckt, d.h. es werden keine Farbauszüge auf dem Transferband gesammelt. Stattdessen werden das erste und das zweite Tonerbild vom zugehörigen Fotoleiter auf das jeweilige Transferband umgedruckt und im Zuge einer kontinuierlichen Verarbeitung unmittelbar an der ersten Umdruckstelle auf die Ober- bzw. Unterseite der Papierbahn umgedruckt.

Der erste und der zweite Tonerbildträger müssen jedoch nicht durch einen Zwischenträger gebildet werden, sondern können beispielsweise auch durch Fotoleiter, insbesondere Fotoleiterbänder gebildet werden, von denen unmittelbar auf einen Aufzeichnungsträger umgedruckt wird. In diese Allgemeinheit ist in der vorliegenden Schrift der Begriff „Tonerbildträger" aufzufassen.

In der EP 1 110 125 B1 (Stammanmeldung) der EP 1 465 023 A1 (Teilanmeldung) und der parallelen Anmeldung US 6,556,804 B1 werden verschiedene Ausführungsformen der ersten Umdruckstelle und der Umladevorrichtung im Detail beschrieben und wird ihre Funktionsweise erläutert. Diese Erläuterungen sollen hier nicht wiederholt werden sondern werden durch Bezugnahme in die vorliegende Beschreibung aufgenommen.

Wie in den genannten Schriften erläutert wird, ist der Toner des ersten Tonerbildes und der Toner des zweiten Tonerbildes zunächst mit der gleichen, ersten Polarität aufgeladen. Diese Aufladung mit der ersten Polarität benötigt der Toner für den elektrofotografischen Prozess. Sie wird typischerweise durch triboelektrische Aufladung in einer Entwicklerstation erzeugt. Bevor das erste und das zweite Tonerbild simultan auf die gegenüberliegenden Seiten des Aufzeichnungsträgers umgedruckt werden können, muss eines der Tonerbilder, im vorliegenden Fall das erste Tonerbild, umgeladen werden. Dann erfahren beide Tonerbilder in einem geeigneten, im Umdruckbereich vorgesehenen elektrischen Feld eine elektrische Anziehungskraft in Richtung auf den Aufzeichnungsträger, durch die sie auf diesen umgedruckt werden.

Bei dieser bekannten Vorrichtung ist das Druckergebnis jedoch nicht immer zufriedenstellend. In der Praxis ergibt sich oft ein unterschiedlicher Umdruckwirkungsgrad zwischen dem ersten Tonerbildträger und der einen Seite des Aufzeichnungsträgers einerseits und dem zweiten Tonerbildträger und der anderen Seite des Aufzeichnungsträgers andererseits. Die sich ergebenden Druckbilder weichen dann in ihrer optischen Erscheinung voneinander ab. Außerdem kann es zu einer wechselseitigen Beeinflussung der beiden Druckbilder kommen. Wenn beispielsweise auf der einen Seite des Aufzeichnungsträgers ein flächiges Muster gedruckt wird und auf der anderen Seite isolierte Zeichen gedruckt werden, kann es passieren, dass die isolierten Zeichen im flächigen Muster schemenhaft zum Vorschein kommen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren anzugeben, bei der bzw. dem die Umdruckwirkungsgrade auf den beiden Seiten des Aufzeichnungsträgers weniger voneinander abweichen und eine wechselseitige Beeinflussung der beiden Druckbilder vermieden wird.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1 und durch ein Verfahren nach Anspruch 25 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist somit eine Nachladevorrichtung vorgesehen, die geeignet ist, das auf dem zweiten Tonerbildträger befindliche zweite Tonerbild mit der ersten Polarität nachzuladen; d.h., das zweite Tonerbild wird mit derselben Polarität, die es ohnehin schon hat, aufgeladen.

Die Erfinder haben festgestellt, dass die oben genannten Probleme auf voneinander abweichende elektrische und elektrostatische Eigenschaften des Toners des ersten und des zweiten Tonerbildes zurückzuführen sind. Die elektrostatischen Eigenschaften, insbesondere das absolute Ladungsniveau, sind unterschiedlichen Schwankungen unterworfen, weil die Aufladung durch unterschiedliche Prozesse bewirkt wird. Während die Ladung des umgeladenen ersten Tonerbildes im wesentlichen durch die Betriebsparameter der Umladevorrichtung festgelegt wird, hängt die Ladung des zweiten Tonerbildes, welche triboelektrisch erzeugt wurde, unter anderem von dem Tonerdurchsatz und Witterungseinflüssen wie beispielsweise Luftfeuchtigkeit etc. ab. Die Ladungszustände des ersten und des zweiten Tonerbildes sind daher in Abhängigkeit von den genannten Faktoren unter bestimmten Betriebsbedingungen nicht aufeinander abgestimmt, so dass es zu Abweichungen im Umdruckwirkungsgrad und somit im Druckbild kommen kann.

Weitere Probleme treten dann auf, wenn das erste und das zweite Tonerbild eine erheblich unterschiedliche Höhe im Tonerauftrag aufweisen, weil sich dadurch die elektrostatischen Verhältnisse im Umdruck ändern. Eine höhere Tonerschicht auf einem der Tonerbildträger führt zu einem vergrößerten Abstand zwischen dem Tonerbildträger und dem Aufzeichnungsträger, wodurch die Kapazität des Umdrucksystems verändert wird.

Diesen Effekten, die sämtlich einen Einfluss auf das Druckbild haben, kann nicht allein durch die Spannung oder den Stromfluss in der Umdruckstelle und den Betriebsparametern der Umdruckvorrichtung Rechnung getragen werden. Statt dessen wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, eine Nachladevorrichtung vorzusehen, mit der das zweite Tonerbild nachgeladen werden kann. Durch geeignete Wahl der Betriebsparameter der Umladevorrichtung und der Nachladevorrichtung können das erste und das zweite Tonerbild so konditioniert werden, dass sie gleichmäßig, d.h. mit zumindest annähernd gleichem Umdruckwirkungsgrad umgedruckt werden, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen.

Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden auf die in den Zeichnungen dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiele Bezug genommen, die an Hand spezifischer Terminologie beschrieben sind. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass der Schutzumfang der Erfindung dadurch nicht eingeschränkt werden soll, da derartige Veränderungen und weitere Modifizierungen an den gezeigten Vorrichtungen und/oder dem Verfahren sowie derartige weitere Anwendungen der Erfindung, wie sie darin aufgezeigt sind, als übliches derzeitiges oder künftiges Fachwissen eines zuständigen Fachmanns angesehen werden.

Die Figuren zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung, nämlich:

1 den schematischen Aufbau eines elektrofotografischen Druckers mit zwei Druckeinheiten;

2 eine schematische Darstellung der beiden Transferband Laufwerke von 1.

In 1 ist ein elektrofotografischer Hochleistungsdrucker 10 zum Bedrucken einer endlosen Papierbahn 12 mit einer Druckgeschwindigkeit von 0,9 bis 2,0 m/s gezeigt. Ein Druckwerk 14 enthält eine erste Bilderzeugungs- und Umdruckeinheit 16 zum Bedrucken der Vorderseite der Papierbahn 12 sowie eine zweite Bilderzeugungs- und Umdruckeinheit 18 zum Bedrucken der Rückseite der Papierbahn 12. Die Bilderzeugungs- und Umdruckeinheiten 16, 18 werden im Folgenden als Druckeinheiten 16, 18 bezeichnet. Die erste Druckeinheit 16 ist im Wesentlichen baugleich mit der zweiten Druckeinheit 18. Daher werden identische Bauteile in der ersten Druckeinheit und der zweiten Druckeinheit 18 mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet, wobei die Bezugszeichen der zweiten Druckeinheit 18 mit einem Strich versehen sind. Unterschiede zwischen der ersten Druckeinheit 16 und der zweiten Druckeinheit 18 werden unten näher erläutert. Das Druckwerk 14 enthält weiterhin eine Papierzuführung 20, eine Steuereinheit 22, ein Tonervorrats- und -aufbereitungssystem 24, eine Bilddatenverarbeitungseinheit 26 sowie ein Papierbahnantriebs- und -führungssystem 28.

Die Papierbahn 12 wird mit Hilfe des Papierbahnantriebs- und -führungssystems 28 in Richtung des Pfeils P1 durch den Drucker 10 gefördert, wobei die Papierbahn 12 nach dem Bedrucken im Druckwerk 14 einer Fixierstation 30 zugeführt wird, die die vom Druckwerk 14 auf der Papierbahn 12 erzeugten Tonerbilder fixiert. Das Papierantriebs- und -führungssystem 28 enthält Umlenkrollen 32 bis 40 sowie eine Antriebswalze 42 mit einer gegenüberliegenden Anpressrolle 44. Ferner sind zwei Lochsensoren 46, 48 vorgesehen, die die Position von in der Papierbahn 12 enthaltenen Randlöchern überwachen. In der Fixierstation 30 sind eine weitere Antriebswalze 50 und eine Anpresswalze 52 zum Papierabzug vorgesehen.

Die erste Druckeinheit 16 und die zweite Druckeinheit 18 sind an gegenüberliegenden Seiten der Papierbahn 12 angeordnet. Die erste Druckeinheit 16 wird auch als obere Druckeinheit und die zweite Druckeinheit 18 wird auch als untere Druckeinheit bezeichnet. Die Papierbahn 12 kann mit Hilfe der Antriebswalze 42 sowohl in Richtung des Pfeils P1 als auch in entgegengesetzter Richtung gefördert werden, wobei im Folgenden mit Vorwärtsbewegen das Fördern der Papierbahn 12 in Richtung des Pfeils P1 und mit Rückwärtsbewegen das Fördern der Papierbahn 12 entgegen der Richtung des Pfeils P1 bezeichnet wird. Die Funktion des Druckwerks 14 und der Fixierstation 30 ist im Detail in der WO 00/34831 und DE 198 27 210 C1 beschrieben, die durch Bezugnahme Bestandteil der Offenbarung der Anmeldung sind.

Die erste Druckeinheit 16 enthält ein Bandlaufwerk 66 mit einem Fotoleiterband 68, z.B. einem organischen Fotoleiterband, das üblicherweise auch als OPC-Band bezeichnet wird. Das Fotoleiterband 68 wird mit Hilfe des Bandlaufwerks 66 in Richtung des Pfeils P2 angetrieben. Mit Hilfe einer Reinigungs- und Ladeeinheit 70 wird das Fotoleiterband 68 entladen, werden Tonerreste von dem Fotoleiterband 68 entfernt und wird dieses auf ein vorbestimmtes Potential aufgeladen. Mit Hilfe eines Zeichengenerators 72, der als LED-Zeichengenerator ausgeführt ist, werden Bereiche der gleichmäßig geladenen Oberfläche des Fotoleiterbandes 68 entsprechend der dem Zeichengenerator 72 von der Bilddatenverarbeitungseinheit 26 zugeführten Signale partiell, d.h. bildpunktweise, abhängig vom verwendeten elektrofotografischen Prinzip, auf ein niedrigeres Potential entladen oder auf ein höheres Potential aufgeladen, wodurch ein Ladungsbild auf der Oberfläche des Fotoleiterbandes 68 erzeugt wird. Das auf der Oberfläche des Fotoleiterbandes 68 befindliche Ladungsbild enthält ein latentes Druckbild. Mit Hilfe einer Entwicklereinheit 74 wird das Ladungsbild auf der Oberfläche des Fotoleiterbandes 68 entwickelt, d.h. mit Toner zu einem Tonerbild eingefärbt.

Die erste Druckeinheit 16 enthält weiterhin ein Bandlaufwerk 76 mit einem Transferband 78, das in Richtung des Pfeils P3 angetrieben wird. Das Fotoleiterband 68 kontaktiert das Transferband 78 an einer Umdruckstelle 80 (im Folgenden auch „zweite Umdruckstelle 80" genannt), d.h. die Oberfläche des Fotoleiterbandes 68 berührt die Oberfläche des Transferbandes 78. An der zweiten Umdruckstelle 80 wird ein auf dem Fotoleiterband 68 befindliches Tonerbild auf die Oberfläche des Transferbandes 78 übertragen, wie im Zusammenhang mit 2 unten näher erläutert wird.

Mit Hilfe einer Walzenvorrichtung 82, deren Walzen über Hebel 83 miteinander verbunden sind, wird das Transferband 78 in einem ersten Umdruckbereich 84 an die Papierbahn 12 herangeführt und von dieser weggeführt, wobei das Transferband 78 in der Darstellung von 1 an die Papierbahn 12 herangeführt ist. Eine Walzenvorrichtung zum Heranführen und Wegbewegen des Transferbandes 78 an bzw. von der Papierbahn 12 ist detailliert in der WO 00/54266 beschrieben, deren Inhalt hiermit durch Bezugnahme in die vorliegende Beschreibung aufgenommen wird.

Das Transferband 78 kontaktiert in dem herangeführten Zustand die Oberfläche der Papierbahn 12 auf deren Vorderseite, so dass ein auf dem Transferband 78 befindliches Tonerbild vom Transferband 78 auf die Vorderseite der Papierbahn 12 übertragen werden kann. Das Heranführen des Transferbandes 78 an die Papierbahn 12 wird auch als Heranschwenken und das Wegführen des Transferbandes 78 von der Papierbahn 12 wird auch als Abschwenken bezeichnet.

Die Transferbänder 78, 78' der Druckeinheit 16 und der Druckeinheit 18 werden im Wesentlichen gleichzeitig an die Papierbahn 12 angeschwenkt, wodurch zwischen zwei gegenüberliegenden Walzen oder Walzenpaaren der Bandlaufwerke der Transferbänder ein Anpressdruck erzeugt wird.

Die Fixierstation 30 enthält eine erste Fixiereinheit 54 und eine zweite Fixiereinheit 56, die auf den gegenüberliegenden Seiten der Papierbahn 12 angeordnet sind, wobei die erste Fixiereinheit 54 die die Tonerbilder auf der Vorderseite und die zweite Fixiereinheit 56 die Tonerbilder auf der Rückseite der Papierbahn 12 fixiert. Die Fixiereinheiten 54, 56 sind als Strahlungsfixiereinheiten ausgeführt, wobei die Fixiereinheiten 54, 56 jeweils eine Abdeckvorrichtung 58, 60 enthalten, die die Wärmestrahler der Fixiereinheiten 54, 56 während Betriebszuständen abdecken, in denen keine Fixierung der Druckbilder auf der Papierbahn 12 erfolgen soll. In Förderrichtung der Papierbahn 12 gesehen nach den Fixiereinheiten 54, 56 sind Kühlelemente 62, 64 vorgesehen, die die Papierbahn 12 vor dem Austritt aus der Fixierstation 30 abkühlen, um eine Schädigung der Papierbahn 12, insbesondere infolge zu geringer Papierfeuchte, zu verhindern.

In 2 ist ein vergrößerter Ausschnitt aus 1 schematisch dargestellt. Darin werden das Transferband-Bandlaufwerk 76 der ersten Druckeinheit 16 mit dem Transferband 78 (im folgenden erstes Transferband 78 genannt) sowie das Transferband-Bandlaufwerk 76' der zweiten Druckeinheit 18 mit dem zugehörigen Transferband 78' (im Folgenden zweites Transferband 78' genannt) gezeigt. Ferner ist ein Abschnitt des ersten Fotoleiterbandes 66 gezeigt, welches an der oben erwähnten zweiten Umdruckstelle 80 am ersten Transferband 78 anliegt. Ebenso ist ein Abschnitt des zweiten Fotoleiterbandes 66' gezeigt, welches an einer dritten Umdruckstelle 80' an dem zweiten Transferband 78' anliegt.

Wie in 2 gezeigt ist, umfasst die erste Walzenvorrichtung 82 Walzen 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 und 100, welche durch Hebel 83 verbunden sind. Die zweite Walzenvorrichtung 82' umfasst Walzen 86', 88', 90', 92', 94', 96' und 98'.

An der zweiten Umdruckstelle 80 ist eine weitere Walze 102, um die das erste Fotoleiterband 68 geführt ist, derart angeordnet, dass sie das erste Fotoleiterband 68 mit einem Abschnitt des ersten Transferbandes 78, welcher sich zwischen den Walzen 98 und 100 erstreckt, in Kontakt bringt. Auf ähnliche Weise ist an der dritten Umdruckstelle 80' eine Walze 102', um die das zweite Fotoleiterband 68' geführt ist, so angeordnet, dass sie das zweite Fotoleiterband 68' mit einem Abschnitt des Transferbandes 78, welcher sich zwischen den Walzen 100' und 104' erstreckt, in Kontakt bringt. Schließlich ist eine erste Antriebswalze 106 zum Antreiben des ersten Transferbandes 78 und eine zweite Antriebswalze 106' zum Antreiben des zweiten Transferbandes 78' vorgesehen.

Wie oben bereits erwähnt wurde, sind das erste Bandlaufwerk 76 und das zweite Bandlaufwerk 76' im Wesentlichen spiegelsymmetrisch bezüglich der Papierbahn 12 aufgebaut. Eine Abweichung von der Spiegelsymmetrie besteht in der Anordnung der zweiten Umdruckstelle 80 einerseits und der dritten Umdruckstelle 80' andererseits, welche jedoch nur auf eine zweckmäßige Anordnung des ersten Fotoleiter-Bandlaufwerkes 66 und des zweiten Fotoleiter-Bandlaufwerkes 66' im Drucker 10 zurückzuführen ist (s. 1).

Ferner befindet sich abweichend von der Spiegelsymmetrie im ersten Transferband-Bandlaufwerk 76 eine Umladevorrichtung 108, die neben der bereits erwähnten Antriebswalze 106 ein Wechselstromkorotron mit einem Koronadraht 110 und einem Schirm 112 umfasst. Die Umladevorrichtung 108 dient dazu, ein auf dem ersten Transferband 78 befindliches erstes Tonerbild umzuladen.

Im zweiten Transferband-Bandlaufwerk 76' ist eine Nachladevorrichtung 114 vorgesehen, die ein Wechselstromkorotron mit einem Koronadraht 116 und einem Schirm 118 sowie eine Walze 120 umfasst, welche als Gegenpol zum Schirm 118 dient. Die Nachladevorrichtung 114 dient dazu, ein auf dem zweiten Transferband 78' befindliches zweites Tonerbild mit der gleichen Polarität, die es bereits hat, nachzuladen.

Im Folgenden wird die Funktionsweise des Druckwerkes 14 beschrieben.

Auf den Fotoleiterbändern 68 und 68' werden mit Hilfe der Zeichengeneratoren 72 bzw. 72' Ladungsbilder erzeugt. Diese werden auf bekannte Weise von der Entwicklerstation 74 bzw. 74' mit Toner entwickelt, um auf dem ersten Fotoleiterband 68 ein erstes Tonerbild und auf dem Fotoleiterband 68' ein zweites Tonerbild zu erzeugen. Das erste und das zweite Tonerbild bestehen aus Tonerpartikeln, die mit einer ersten Polarität aufgeladen sind. Die Aufladung des Toners mit der ersten Polarität erfolgt triboelektrisch in den Entwicklerstationen 74 und 74'. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die erste Polarität negativ.

An der zweiten Umdruckstelle 80 wird das erste Tonerbild vom ersten Fotoleiterband 68 auf das erste Transferband 78 umgedruckt. Der Umdruck erfolgt zum einen durch den Kontakt zwischen dem ersten Fotoleiterband 68 und dem ersten Transferband 78, zum anderen durch ein elektrisches Feld, das zwischen der Walze 102 einerseits und den Walzen 98 und 100 andererseits besteht. Die Walze 102 befindet sich auf Massepotential, und an die Walzen 98 und 100 sind elektrostatische Potentiale angelegt, die in der Summe eine der ersten Polarität entgegengesetzte zweite Polarität aufweisen. Das sich daraus ergebende elektrische Feld ist so gerichtet, dass der Toner vom ersten Fotoleiterband 68 auf das erste Transferband 78 übertragen wird. Dabei kann z.B. die Walze 98 die erste Polarität und die Walze 100 die zweite haben Der Umdruck an der dritten Umdruckstelle 80' erfolgt auf die gleiche Weise.

Nach dem Umdruck befindet sich auf dem ersten Transferband 78 ein erstes Tonerbild, das mit erster Polarität (hier negativ) geladen ist, und auf dem zweiten Transferband 78' ein zweites Tonerbild, welches ebenfalls mit der ersten Polarität (hier negativ) geladen ist.

Das erste Transferband 78 wird in Richtung des Pfeils P3 bewegt, so dass das erste Tonerbild durch die Umladevorrichtung 108 (s. 2) gefahren wird. Dabei wird an den Koronadraht 110 eine Wechselspannung von 8 bis 20 kVSS (von Spitze zu Spitze gemessen) mit einer Frequenz von 2 bis 20 kHz angelegt. Die Transportwalze 106 befindet sich auf Massepotential, während am Schirm 112 eine Gleichspannung mit einem Betrag von 0,1 bis 5 kV und einer zweiten Polarität, die der ersten Polarität entgegengesetzt ist, anliegt. Dadurch wird das erste Tonerbild von der ersten Polarität auf die zweite Polarität umgeladen. Dabei fließt über den Schirm 112 ein Strom von 100 bis 1200 &mgr;A. Vorzugsweise wird der Schirmstrom auf einen Sollwert, der in dem genannten Bereich liegt, geregelt.

Das zweite Tonerbild wird auf dem zweiten Transferband 78' durch die Nachladevorrichtung 114 gefahren, in der es nachgeladen wird, d.h. mit derselben, ersten Polarität aufgeladen, die es ohnehin schon hat. Die Nachladevorrichtung 114 ist abgesehen von den Polaritäten des Schirms 118 und der Walze 120 genauso aufgebaut wie die Umladevorrichtung 108. Im gezeigten Ausführungsbeispiel befindet sich bei der Nachladevorrichtung 114 die Walze 120 auf dem Massepotential, während am Schirm 118 eine Gleichspannung mit der ersten Polarität anliegt. Die Spannungsbereiche der Gleich- und Wechselspannung und der Bereich des Schirmstromes bei der Nachladevorrichtung 114 entsprechen betragsmäßig denjenigen der Umladevorrichtung. Vorzugsweise wird der Schirmstrom der Nachladevorrichtung 114 ebenfalls auf einen Sollwert geregelt. In der gezeigten Ausführungsform stimmen die Sollwerte der Schirmströme bei der Umladevorrichtung 108 und der Nachladevorrichtung 114 betragsmäßig überein.

Die Gleichspannung und die Wechselspannung an der Umladevorrichtung 108 und der Nachladevorrichtung 114 sind so gewählt, dass das umgeladene erste Tonerbild und das nachgeladene zweite Tonerbild abgesehen von ihrer Polarität die gleichen elektrostatischen Eigenschaften haben.

Das umgeladene erste Tonerbild und das nachgeladene zweite Tonerbild werden dann auf ihrem jeweiligen Transferband 78 bzw. 78' in den ersten Umdruckbereich 84 gefördert. In der Darstellung von 2 sind die Walzenvorrichtung 82 und die Walzenvorrichtung 82' derart an die Papierbahn 12 herangeschwenkt, dass das erste Transferband 78 mit dem daruf befindlichen ersten Tonerbild, die Papierbahn 12 und das zweite Transferband 78' mit dem darauf befindlichen zweiten Tonerbild im Umdruckbereich 84 zwischen den Walzen 90 und 92 einerseits und 90' und 92' aneinander gedrückt werden.

Gleichzeitig wird zwischen dem oberen Walzenpaar 90, 92 einerseits und dem unteren Walzenpaar 90', 92' andererseits eine Gleichspannung angelegt, die ein elektrisches Feld zum Umdrucken des ersten und des zweiten Tonerbildes auf die Papierbahn 12 erzeugt. Das elektrische Feld zwischen dem oberen Walzenpaar 90, 92 und dem unteren Walzenpaar 90', 92' ist so geartet, dass in der Darstellung von 2 das erste Tonerbild, das auf die zweite Polarisation umgeladen wurde, eine elektrostatische Kraft nach unten erfährt und auf die Oberseite der Papierbahn 12 umgedruckt wird, während das zweite Tonerbild, welches triboelektrisch mit der ersten Polarität aufgeladen wurde und mit der ersten Polarität nachgeladen wurde, eine elektrostatische Kraft nach oben erfährt und somit von dem zweiten Transferband 78' auf die Unterseite der Papierbahn 12 umgedruckt wird.

Die Einzelheiten der ersten Umdruckstelle 84 sind in der EP 1 110 125 B1, der EP 1 465 023 A1 und der korrespondierenden US 6,556,804 B1 beschrieben, insbesondere in den darin enthaltenen 9 bis 11. Die darin enthaltenen Beschreibungen der verschiedenen Ausbildungen einer Umdruckstelle zwischen zwei Transferbändern und einem Trägermaterial werden hiermit durch Bezugnahme in die vorliegende Beschreibung aufgenommen.

Zur Funktion des beidseitigen simultanen Umdruckes an der ersten Ümdruckstelle 84 ist es nötig, dass das erste und das zweite Tonerbild mit unterschiedlicher Polarität geladen sind, damit sie mit dem gleichen elektrischen Feld in unterschiedliche Richtungen (nämlich das erste Tonerbild vom ersten Transferband 78 nach unten und das zweite Tonerbild vom zweiten Transferband 78' nach oben) umgedruckt werden können. Aus diesem Grund war bereits in den Vorrichtungen aus den Dokumenten EP 1 110 125 B1, EP 1 465 023 A1 und US 6,556,804 B1 eine Umladevorrichtung entsprechend der Umladevorrichtung 108 der 1 und 2 vorgesehen, nicht jedoch die Nachladevorrichtung 114.

Wie in der Beschreibungseinleitung bereits erwähnt wurde, tritt bei diesem Stand der Technik ohne Nachladevorrichtung 114 das Problem auf, dass die Druckbilder auf der Oberseite und auf der Unterseite der Papierbahn 12 mitunter unterschiedlich ausfallen. Oft weichen die Umdruckwirkungsgrade auf den unterschiedlichen Seiten der Papierbahn 12 voneinander ab. Ferner kann es zu einer wechselseitigen Beeinflussung der beiden Druckbilder kommen, beispielsweise wenn auf der einen Papierseite ein flächig eingefärbtes Druckbild gedruckt wird und auf der anderen Seite z.B. nur isolierte Zeichen oder Linien. In diesem Fall konnte es passieren, dass die Zeichen oder Linien der zweiten Papierbahnseite schemenhaft in dem flächigen Druckbild auf der ersten Papierbahnseite zu erkennen waren.

Diese Probleme ließen sich durch eine Einstellung des Umdruckstromes an der Umdruckstation 84 und einer Einstellung der Umladespannung an der Umladevorrichtung allein nicht befriedigend lösen. Insbesondere kann die Umladespannung der Umladevorrichtung 108 nicht zu gering gewählt werden, da sonst möglicherweise sehr kleine Zeichen oder Details im Druckbild verloren gehen könnten, wenn der zugehörige Toner nicht ausreichend umgeladen wurde. Wenn aber die Umladespannung so gewählt wird, dass kein Detail im ersten Druckbild verloren gehen kann, ist beim Stand der Technik das umgeladene erste Tonerbild zumeist absolut gesehen stärker aufgeladen als das zweite Tonerbild, dessen Toner lediglich triboelektrisch aufgeladen wurde. Somit kann es beim Stand der Technik zu Abweichungen im Umdruckwirkungsgrad zwischen den beiden Tonerbildern kommen.

Eine weitere Ursache für einen ungleichmäßigen Umdruck auf der Ober- und der Unterseite der Papierbahn besteht beim Stand der Technik darin, dass die triboelektrische Aufladung des Toners, und somit die Ladung des zweiten Tonerbildes, einerseits von den Witterungsbedingungen (Luftfeuchtigkeit etc.), andererseits von dem Tonerdurchsatz abhängig ist. Somit ist der Ladungsgrad des zweiten Tonerbildes Schwankungen unterworfen. Ferner ändern sich die elektrischen und elektrostatischen Eigenschaften des Druckbildes in Abhängigkeit von der Höhe des Tonerauftrages, weil dadurch der Abstand zwischen dem Transferband und der Papierbahn und somit die Kapazität des Umdrucksystems verändert wird.

Durch die Verwendung zweier Ladevorrichtungen, nämlich der Umladevorrichtung 108 einerseits und der Nachladevorrichtung 114 andererseits können die Eigenschaften des Toners des ersten Druckbildes und des zweiten Druckbildes konditioniert werden, d.h. in der Art aneinander angepasst werden, dass ein gleichmäßiger Umdruck ohne Wechselwirkung zwischen den beiden Druckbildern erreicht wird. Dadurch ist die Druckqualität auf beiden Papierseiten identisch, und zwar weitgehend unabhängig von den elektrostatischen Eigenschaften des Toners, der Höhe des Tonerauftrages und des Tonerdurchsatzes. Die Verwendung einer Umladevorrichtung 108 in Kombination mit einer Nachladevorrichtung 114 gestattet es, identische Umdruckwirkungsgrade in den beiden Druckwerken 16 und 18 zu erreichen.

In der gezeigten Ausführungsform umfassen sowohl die Umladevorrichtung 108 als auch die Nachladevorrichtung 114 ein Wechselstromkorotron mit einem Koronadraht 110 bzw. 116, einem Schirm 112 bzw. 118, an den eine Gleichspannung anliegt sowie ein Gegenpolelement, welches durch Walzen r bzw. 120 gebildet werden. Anstelle der Walzen 106 und 120 können auch andere Gegenpolelemente verwendet werden, beispielsweise ein schleifender Gegenstand wie eine Bürste oder ein Blech oder ein Element, welches das Transferband 78 bzw. 78' nicht berührt, wie beispielsweise ein Klingenelement oder ein weiteres Korotron.

In der folgenden Tabelle sind bevorzugte Kombinationen von Polarisationszuständen des Schirms 112, der Walze 106, des Schirms 118 und der Walze 120 zusammengefasst, wobei oben bereits die darin enthaltene Kombination Nr. 1 beschrieben wurde.

Die Anordnung der Umladevorrichtung 108 und der Nachladevorrichtung 114 kann von derjenigen aus 2 abweichen, solange sie jeweils in Umlaufrichtung des jeweiligen Transferbandes 78 bzw. 78' betrachtet zwischen der zweiten Umdruckstelle 80 und der ersten Umdruckstelle 84 bzw. zwischen der dritten Umdruckstelle 80' und der ersten Umdruckstelle 84 angeordnet sind.

Selbstverständlich kann die Umladevorrichtung 108 auch im zweiten bzw. unteren Druckwerk 18 und die Nachladevorrichtung 114 im ersten bzw. oberen Druckwerk 16 angeordnet werden.

Anders als in 1 dargestellt ist, können anstelle der Entwicklerstation 74 bzw. 74' am Fotoleiterband 66 bzw. 66' mehrere Entwicklerstationen mit unterschiedlich farbigem Toner angeordnet werden. Dann können nacheinander unterschiedliche Farbkomponenten eines Farbbildes (sog. Farbauszüge) auf dem Fotoleiterband 68 bzw. 68' erzeugt werden und auf dem Transferband 78 bzw. 78' passergenau überlagert werden. Dabei befinden sich die Transferband-Bandlaufwerke 76 und 76' in einem Sammelmodus, in dem die Transferbänder 78 und 78' durch die Walzenvorrichtungen 82 und 82' von der Papierbahn 12 weggeschwenkt sind. Erst wenn alle Farbauszüge überlagert sind, werden die Transferbänder 78 bzw. 78' an die Papierbahn 12 angeschwenkt, wird das Sammelbild auf dem ersten Transferband 78 von der Umladevorrichtung 108 umgeladen, das Sammelbild auf dem zweiten Transferband 78' von der Nachladevorrichtung 114 nachgeladen, und die beiden so konditionierten Sammelbilder werden an der Umdruckstelle 84 wie oben beschrieben simultan auf die jeweilige Seite der Papierbahn 12 umgedruckt.

Obgleich in den Zeichnungen und in der vorhergehenden Beschreibung bevorzugte Ausführungsbeispiele aufgezeigt und detailliert beschrieben worden sind, soll dies hier lediglich als rein beispielhaft und die Erfindung nicht einschränkend angesehen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass nur die bevorzugten Ausführungsbeispiele dargestellt und beschrieben sind und sämtliche Veränderungen und Modifizierungen, die derzeit und künftig im Schutzumfang der Erfindung liegen, geschützt werden sollen.

10
elektrofotografischer Drucker
12
endlose Papierbahn
14
Druckwerk
16, 18
Druckeinheiten
20
Papierzuführung
22
Steuereinheit
24
Tonervorrat- und Aufbereitungseinheit
26
Druckbild-Verarbeitungseinheit
28
Papierbahnantriebs- und führungssystem
30
Fixierstation
32 bis 40
Umlenkrollen
42, 50
Antriebswalze
44, 52
Anpressrolle
46, 48
Lochsensoren
54, 56
Fixiereinheit
58, 60
Abdeckvorrichtung
62, 64
Kühlelemente
66, 66'
Bandlaufwerk Fotoleiterband
68, 68'
Fotoleiterband
70, 70'
Reinigungs- und Ladeeinheit
72, 72'
Zeichengenerator
74, 74'
Entwicklerstation
76, 76'
Bandlaufwerk Transferband
78, 78'
Transferband
80, 80'
Umdruckstelle Fotoleiterband-Transferband
82, 82'
Walzenvorrichtung
83, 83'
Hebel
84
erste Umdruckstelle
86 bis 106, 86'
bis 106'
Walzen
108
Umladevorrichtung
110
Koronadraht
112
Schirm
114
Nachladevorrichtung
116
Koronadraht
118
Schirm
120
Walze


Anspruch[de]
Vorrichtung (14) zum simultanen beidseitigen Bedrucken eines Aufzeichnungsträgers (12),

mit einem umlaufenden ersten Tonerbildträger (78) und einem umlaufenden zweiten Tonerbildträger (78'),

mit Mitteln (80) zum Erzeugen eines ersten Tonerbildes, bestehend aus Toner, der mit einer ersten Polarität aufgeladen ist, auf dem ersten Tonerbildträger (78),

mit Mitteln (78') zum Erzeugen eines zweiten Tonerbildes, bestehend aus Toner, der ebenfalls mit der ersten Polarität aufgeladen ist, auf dem zweiten Tonerbildträger (78'),

mit einer Umladevorrichtung (108), die geeignet ist, das auf dem ersten Tonerbildträger (78) befindliche erste Tonerbild auf eine zweite Polarität umzuladen, welche der ersten Polarität entgegengesetzt ist,

und mit einer ersten Umdruckstelle (84), an der der Aufzeichnungsträger (12) zwischen dem ersten Tonerbildträger (78) und dem zweiten Tonerbildträger (78') hindurchgeführt wird, und an der ein elektrisches Feld erzeugbar ist, durch welches das auf die zweite Polarität umgeladene erste Tonerbild und das zweite Tonerbild vom ersten bzw. zweiten Tonerbildträger (78, 78') abgelöst werden und auf die dem jeweiligen Tonerbildträger (78, 78') zugewandte Seite des Aufzeichnungsträgers (12) übertragen werden,

wobei eine Nachladevorrichtung (114) vorgesehen ist, die geeignet ist, das auf dem zweiten Tonerbildträger (78') befindliche zweite Tonerbild mit der ersten Polarität nachzuladen.
Vorrichtung (14) nach Anspruch 1, bei der der erste Tonerbildträger durch ein erstes Transferband (78) gebildet wird und/oder der zweite Tonerbildträger durch ein zweites Transferband (78') gebildet wird. Vorrichtung (14) nach Anspruch 2, bei der die Mittel zum Erzeugen des ersten Tonerbildes auf dem ersten Transferband (78) und/oder die Mittel zum Erzeugen des zweiten Tonerbildes auf dem zweiten Transferband (78') durch eine zweite Umdruckstelle (80) bzw. dritte Umdruckstelle (80') gebildet werden, an der das erste bzw. zweite Tonerbild von einem ersten Fotoleiter (68) bzw. einem zweiten Fotoleiter (68') auf das erste bzw. zweite Transferband (78, 78') umdruckbar ist. Vorrichtung (14) nach Anspruch 3, bei der der erste Fotoleiter (68) und/oder der zweite Fotoleiter (68') durch ein Fotoleiterband gebildet werden. Vorrichtung (14) nach Anspruch 4, bei der an der zweiten Umdruckstelle (80) und/oder der dritten Umdruckstelle (80') zwei Walzen (98, 100 bzw. 100', 104') nebeneinander angeordnet sind, über die das Transferband (78 bzw. 78') geführt wird, und an die jeweils ein elektrostatisches Potential angelegt ist, die in der Summe die zweite Polarität aufweisen, und bei der eine Walze (102 bzw. 102'), um die das Fotoleiterband (68 bzw. 68') geführt ist, derart angeordnet ist, dass sie das Fotoleiterband (68 bzw. 68') mit einem Abschnitt des Transferbandes (78 bzw. 78'), welcher sich zwischen den beiden Walzen (98, 100 bzw. 100', 104') erstreckt, in Kontakt bringt. Vorrichtung (14) nach Anspruch 5, bei der die Walze (102 bzw. 102'), um welche das erste Fotoleiterband (68) bzw. das zweite Fotoleiterband (68') im zweiten Umdruckbereich (80) bzw. dritten Umdruckbereich (80') geführt ist, mit Massepotential beaufschlagt ist. Vorrichtung (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Umladevorrichtung (108) und/oder die Nachladevorrichtung (114) ein Korotron oder ein Scorotron umfassen. Vorrichtung (14) nach Anspruch 7, bei der das Korotron ein Gleichspannungskorotron ist. Vorrichtung (14) nach Anspruch 7, bei der das Korotron mindestens einen Koronadraht (110, 116) aufweist, an dem eine Wechselspannung anliegt, und einen Schirm (112, 118) aufweist, an dem eine Gleichspannung anliegt. Vorrichtung (14) nach Anspruch 2 und einem der Ansprüche 7 bis 9, bei der die Umladevorrichtung (108) und/oder die Nachladevorrichtung (114) ein Gegenpolelement (106, 120) umfasst, das dem Korotron auf der anderen Seite des Transferbandes (78, 78') gegenübersteht und einen elektrischen Gegenpol zur Ladung des Korotrons bildet. Vorrichtung (14) nach Anspruch 10, bei der das Gegenpolelement (106, 120) mit der dem Korotron abgewandten Seite des Transferbandes (78, 78') in Kontakt ist. Vorrichtung (14) nach Anspruch 11, bei der das Gegenpolelement durch eine Walze (106, 120), eine Bürste oder ein Blech gebildet wird. Vorrichtung (14) nach Anspruch 10, bei der das Gegenpolelement durch ein klingenartiges Element gebildet wird, welches das Transferband (78, 78') nicht berührt. Vorrichtung (14) nach Anspruch 10, bei der das Gegenpolelement durch ein weiteres Korotron gebildet wird. Vorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 9 bis 14, bei der an dem mindestens einen Koronadraht (110, 116) eine Wechselspannung von 8 bis 20 kVSS anliegt. Vorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 9 bis 15, bei der an dem mindestens einen Koronadraht (110, 116) eine Wechselspannung mit einer Frequenz von 2 bis 20 kHz anliegt. Vorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 10 bis 16, bei der zwischen dem Schirm (112, 118) und dem Gegenpolelement (106, 120) eine Spannung mit einem Betrag von 0,1 bis 5 kV anliegt. Vorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 9 bis 17, bei der über den Schirm (112, 118) ein Strom von 100 bis 1200 &mgr;A fließt. Vorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 10 bis 18, bei der der Schirm (112) des Korotrons der Umladevorrichtung (108) mit der zweiten Polarität geladen ist, das Gegenpolelement (106) der Umladevorrichtung (108) auf Massepotential liegt, der Schirm (118) des Korotrons der Nachladevorrichtung (114) mit der ersten Polarität geladen ist, und das Gegenpolelement (120) der Nachladevorrichtung (114) auf Massepotential liegt. Vorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 10 bis 18, bei der der Schirm (112) des Korotrons der Umladevorrichtung (108) mit der zweiten Polarität geladen ist, das Gegenpolelement (106) der Umladevorrichtung (108) auf Massepotential liegt, der Schirm (118) des Korotrons der Nachladevorrichtung (114) auf Massepotential liegt, und das Gegenpolelement (120) der Nachladevorrichtung (114) mit der zweiten Polarität geladen ist. Vorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 10 bis 18, bei der der Schirm (112) des Korotrons der Umladevorrichtung (108) auf Massepotential liegt, das Gegenpolelement (106) der Umladevorrichtung (108) mit der ersten Polarität geladen ist, der Schirm (118) des Korotrons der Nachladevorrichtung (114) mit der ersten Polarität geladen ist, und das Gegenpolelement (120) der Nachladevorrichtung (114) auf Massepotential liegt. Vorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 10 bis 18, bei der der Schirm (112) des Korotrons der Umladevorrichtung (108) auf Massepotential liegt, das Gegenpolelement (106) der Umladevorrichtung (108) mit der ersten Polarität geladen ist, der Schirm (118) des Korotrons der Nachladevorrichtung (114) auf Massepotential liegt, und das Gegenpolelement (120) der Nachladevorrichtung (114) mit der zweiten Polarität geladen ist. Vorrichtung (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Polarität negativ ist, und die zweite Polarität positiv ist. Drucker oder Kopierer (10) mit einer Vorrichtung (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche. Verfahren zum simultanen beidseitigen Bedrucken eines Aufzeichnungsträgers (12), bei dem ein erstes Tonerbild, bestehend aus Toner, der mit einer ersten Polarität aufgeladen ist, auf einem ersten Tonerbildträger (78) erzeugt wird, und ein zweites Tonerbild, bestehend aus Toner, der ebenfalls mit der ersten Polarität aufgeladen ist, auf einem zweiten Tonerbildträger (78') erzeugt wird,

bei dem das auf dem ersten Tonerbildträger (78) befindliche erste Tonerbild mit Hilfe einer Umladevorrichtung (108) auf eine zweite Polarität umgeladen wird, welche der ersten Polarität entgegengesetzt ist,

bei dem das auf dem zweiten Tonerbildträger (78') befindliche zweite Tonerbild von einer Nachladevorrichtung (114) mit der ersten Polarität nachgeladen wird,

und bei dem der Aufzeichnungsträger (12) an einer ersten Umdruckstelle (84) zwischen dem ersten Tonerbildträger (78) und dem zweiten Tonerbildträger (78') hindurchgeführt wird und an der ersten Umdruckstelle (84) ein elektrisches Feld erzeugt wird, durch welches das auf die zweite Polarität umgeladene erste Tonerbild und das nachgeladene zweite Tonerbild vom ersten bzw. zweiten Tonerbildträger (78, 78') abgelöst werden und auf die dem jeweiligen Tonerbildträger (78, 78') zugewandte Seite des Aufzeichnungsträgers (12) übertragen werden.
Verfahren nach Anspruch 25, bei dem der erste Tonerbildträger durch ein erstes Transferband (78) gebildet wird und/oder der zweite Tonerbildträger durch ein zweites Transferband (78') gebildet wird. Verfahren nach Anspruch 26, bei dem das erste Tonerbild und/oder das zweite Tonerbild an einer zweiten Umdruckstelle (80) bzw. einer dritten Umdruckstelle (80') von einem ersten Fotoleiter (68) bzw. einem zweiten Fotoleiter (68') auf das erste bzw. zweite Transferband (78, 78') umgedruckt wird. Verfahren nach Anspruch 27, bei dem der erste Fotoleiter (68) und/oder der zweite Fotoleiter (68') durch ein Fotoleiterband gebildet werden. Verfahren nach Anspruch 28, bei dem an der zweiten Umdruckstelle (80) und/oder der dritten Umdruckstelle (80') zwei Walzen (98, 100 bzw. 100', 104') nebeneinander angeordnet sind, über die das Transferband (78 bzw. 78') geführt wird und an die jeweils ein elektrostatisches Potential angelegt wird, die in der Summe die zweite Polarität aufweisen, und bei dem eine Walze (102 bzw. 102'), um die das Fotoleiterband (68 bzw. 68') geführt ist, derart angeordnet ist, dass sie das Fotoleiterband (68 bzw. 68') mit einem Abschnitt des Transferbandes (78 bzw. 78'), welcher sich zwischen den beiden Walzen (98, 100 bzw. 100', 104') erstreckt, in Kontakt bringt. Verfahren nach Anspruch 29, bei dem die Walze (102 bzw. 102'), um welche das Fotoleiterband (68 bzw. 68') im zweiten Umdruckbereich (80) bzw. dritten Umdruckbereich (80') geführt wird, mit Massepotential beaufschlagt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 bis 30, bei dem die Umladevorrichtung (108) und/oder die Nachladevorrichtung (114) ein Korotron oder ein Scorotron umfasst. Verfahren nach Anspruch 31, bei dem das Korotron ein Gleichspannungskorotron ist. Verfahren nach Anspruch 31, bei dem das Korotron mindestens einen Koronadraht (110, 116) aufweist, an den eine Wechselspannung angelegt wird, und einen Schirm (112, 118) aufweist, an den eine Gleichspannung angelegt wird. Verfahren nach Anspruch 26 und einem der Ansprüche 31 bis 33, bei dem die Umladevorrichtung (108) und/oder die Nachladevorrichtung (114) ein Gegenpolelement (106bzw. 120) umfasst, das dem Korotron auf der anderen Seite des Transferbandes (78, 78') gegenübersteht und einen elektrischen Gegenpol zur Ladung des Korotrons bildet. Verfahren nach Anspruch 34, bei dem das Gegenpolelement (106, 120) mit der dem Korotron abgewandten Seite des Transferbandes (78, 78') in Kontakt ist. Verfahren nach Anspruch 35, bei dem das Gegenpolelement durch eine Walze (106, 120), eine Bürste oder ein Blech gebildet wird. Verfahren nach Anspruch 34, bei dem das Gegenpolelement durch ein klingenartiges Element gebildet wird, welches das Transferband (78, 78') nicht berührt. Verfahren nach Anspruch 34, bei dem das Gegenpolelement durch ein weiteres Korotron gebildet wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 33 bis 38, bei dem an dem mindestens einen Koronadraht (110, 116) eine Wechselspannung von 8 bis 20 kVSS angelegt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 33 bis 39, bei dem an dem mindestens einen Koronadraht (110, 116) eine Wechselspannung mit einer Frequenz von 2 bis 20 kHz angelegt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 34 bis 40, bei dem zwischen dem Schirm (112, 118) und dem Gegenpolelement (106, 120) eine Spannung mit einem Betrag von 0,1 bis 5 kV angelegt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 33 bis 41, bei dem über den Schirm (112, 118) ein Strom von 100 bis 1200 &mgr;A fließt. Verfahren nach einem der Ansprüche 34 bis 42, bei dem der Schirm (112) des Korotrons der Umladevorrichtung (108), das Gegenpolelement (106) der Umladevorrichtung (108), der Schirm (118) des Korotrons der Nachladevorrichtung (114) und das Gegenpolelement (120) der Nachladevorrichtung (114) gemäß einer der Kombinationen der Ansprüche 19 bis 22 geladen werden.






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