PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005041847A1 23.11.2006
Titel Verfahren zur Einstellung eines die Tonerkonzentration eines Toner und Träger aufweisenden Entwicklergemisches messenden Tonerkonzentrationssensors in der Entwicklerstation einer elektrografischen Druck- oder Kopiereinrichtung
Anmelder Océ Printing Systems GmbH, 85586 Poing, DE
Erfinder Schmidl, Reinhold, Dipl.-Ing. (FH), 82256 Fürstenfeldbruck, DE;
Krieger, Stefan, Dipl.-Ing. (FH), 84428 Buchbach, DE;
Heimpoldinger, Herbert, 84539 Ampfing, DE;
Geier, Manuel, 85238 Petershausen, DE
Vertreter Schaumburg, Thoenes, Thurn, Landskron, 81679 München
DE-Anmeldedatum 02.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005041847
Offenlegungstag 23.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.11.2006
IPC-Hauptklasse G03G 15/08(2006.01)A, F, I, 20060419, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01N 15/02(2006.01)A, L, I, 20060419, B, H, DE   
Zusammenfassung In der Entwicklerstation einer elektrografischen Druck- oder Kopiereinrichtung wird die Tonerkonzentration des Entwicklergemischs durch einen Tonerkonzentrationssensor gemessen. Zur Justierung des Tonerkonzentrationssensors wird die Tonerkonzentration bei einem Wechsel des Entwicklergemisches außerhalb der Druckeinrichtung gemessen (voreingestellter Messwert), dann das Entwicklergemisch in die Entwicklerstation eingefüllt und die Tonerkonzentration durch den Tonerkonzentrationssensor gemessen. Wenn der Messwert des Tonerkonzentrationssensors von dem voreingestellten Messwert abweicht, wird der Tonerkonzentrationssensor auf den voreingestellten Messwert justiert.

Beschreibung[de]

Elektrografische Druck- oder Kopiereinrichtungen sind bekannt, s. z.B. EP 0 653 077 B1. Bei diesen werden auf einem Zwischenträger, z.B. einer Fotoleitertrommel, Ladungsbilder von zu druckenden Bildern erzeugt. Die Ladungsbilder werden mit Toner eingefärbt und die eingefärbten Tonerbilder werden anschließend auf einen Aufzeichnungsträger, z.B. Papier, umgedruckt. Zur festen Verbindung der Tonerbilder mit dem Aufzeichnungsträger wird dieser durch eine Fixierstation bewegt. Die Einfärbung der Ladungsbilder auf dem Zwischenträger erfolgt in einer Entwicklerstation, deren Aufbau z.B. aus DE 103 04 884.7-51 bekannt ist. Dort wird ein z.B. Toner und Träger aufweisendes Entwicklergemisch mit einer Schaufelwalze durchgemischt und anschließend durch Entwicklerwalzen als Magnetbürsten am Zwischenträger vorbeigeführt. Entsprechend den Ladungsbildern auf dem Zwischenträger geht Toner auf den Zwischenträger über. Das Entwicklergemisch aus dem Träger und dem restlichen Toner fällt in die Entwicklerstation zurück und wird dort mit neuem Toner ergänzt.

Die Ermittlung der Tonerkonzentration in einem Toner und Träger aufweisenden Entwicklergemisch ist bei einer derartigen elektrografischen Druck- oder Kopiereinrichtung von Bedeutung. Dort werden, wie oben beschrieben, auf dem Zwischenträger Ladungsbilder von zu druckenden Bildern erzeugt, die in der Entwicklerstation mit Toner eingefärbt werden. Um ein einwandfreies Druckbild zu erhalten, muss die Tonerkonzentration im aus Toner und Träger bestehenden Entwicklergemisch einstellbar sein. Dazu ist erforderlich, dass die Tonerkonzentration im Entwicklergemisch bekannt ist.

In US 2001/053 293 A1 und US 6 212 341 B1 ist beschrieben, wie die Tonerkonzentration in einer Entwicklerstation gemessen werden kann. Das Entwicklergemisch wird von einer Mischschnecke durchgemischt. Zur Messung der Tonerkonzentration ist unterhalb der Mischschnecke ein Tonerkonzentrationssensor angeordnet, auf den der Toner von der Mischschnecke fällt und sich dort ablagert. Der Tonerkonzentrationssensor misst dann die Tonerkonzentration zu einem Zeitpunkt, zu dem die Tonerablagerung auf dem Tonerkonzentrationssensor ein Maximum erreicht hat. Um eine wiederholte Messung zu ermöglichen, ist an der Mischschnecke ein Schaber befestigt, der sich mit der Mischschnecke dreht und den Toner von dem Tonerkonzentrationssensor abschabt. Das vom Tonerkonzentrationssensor abgegebene Sensorsignal hat dann ein Minimum, wenn der Toner vom Sensor abgeschabt worden ist. Dieses Minimum wird festgestellt und davon abgeleitet nach einer Verzögerungszeit die Messung durchgeführt.

In DE 103 04 884 ist ein weiteres Verfahren beschrieben, mit der die Tonerkonzentration in einer Entwicklerstation gemessen werden kann. Um die Tonerkonzentration im Bereich einer eine Schaufelwalze aufweisenden Mischanordnung für ein aus Toner und Träger bestehenden Entwicklergemisch zu ermitteln, wird ein von einem benachbart zur Schaufelwalze liegenden Tonerkonzentrationssensor abgegebenes Sensorsignal untersucht. Dieses Sensorsignal weist impulsförmige Spitzen auf, wenn eine Schaufel der Schaufelwalze am Tonerkonzentrationssensor vorbeiläuft. Eine der impulsförmigen Spitzen wird festgestellt, um ein Messfenster so zu steuern, dass die Messung der Tonerkonzentration zwischen impulsförmigen Spitzen erfolgt. Ein Triggersignal zur Steuerung des Messfensters kann auch von einem Hallsensor abgeleitet werden, der einen an der Schaufelwalze angeordneten Magneten abtastet.

Um den richtigen Tonerkonzentrationswert in der Entwicklerstation zu erhalten, muss der Tonerkonzentrationssensor auf den in der Entwicklerstation eingesetzten Tonertyp oder verwendeten Farbe abgeglichen und kalibriert werden. Wenn eine Druck- oder Kopiereinrichtung eingeschaltet wird, müssen die Entwicklerstationen mit dem entsprechenden Entwicklergemisch (Tonertyp, Farbe) befüllt sein. Für jeden Tonertyp und jede Farbe muss somit eine entsprechende Entwicklerstation vorgehalten werden, um im Einsatzfall bei einer Druck- oder Kopiereinrichtung vorhanden zu sein. Der Kunde muss also die richtige Entwicklerstation zu seinem Tonertyp oder seiner Farbe bestellen und beim Händler muss sie auf Lager sein.

Das von der Erfindung zu lösende Problem besteht darin, ein Verfahren anzugeben, das es erlaubt, dass nur noch eine Variante von Entwicklerstationen vorgehalten werden muss. Zusätzlich soll eine Messeinrichtung angegeben werden, mit der die Tonerkonzentration beim Kunden ermittelbar ist.

Das erste Problem wird durch ein Verfahren gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, das zweite gemäß den Merkmalen von Anspruch 11.

Nunmehr müssen nur noch leere Entwicklerstationen oder nur mit einem Träger befüllte Entwicklerstationen auf Lager gehalten werden, die Einfüllung des Entwicklergemisches in die Entwicklerstation erfolgt beim Kunden. Dort wird auch der Tonerkonzentrationssensor so justiert, dass er den richtigen Wert der Tonerkonzentration ermittelt und die Zufuhr von Toner in die Entwicklerstation wird so geregelt, dass sich dieser Wert in der Entwicklerstation einstellt.

Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Wenn eine neue Entwicklerstation in die Druck- oder Kopiereinrichtung eingesetzt wird, wird das Entwicklergemisch mit einem vorgegebenen Tonerkonzentrationswert in die Entwicklerstation eingefüllt, anschließend der Wert der Tonerkonzentration durch den Tonerkonzentrationssensor festgestellt und bei Abweichung des gemessenen Wertes vom vorgegebenen Wert der Tonerkonzentrationssensor so justiert, dass er den vorgegebenen Wert anzeigt.

Wenn eine in einer Druck- oder Kopiereinrichtung bereits eingebaute Entwicklerstation neu befüllt wird, wird das Entwicklergemisch mit dem vorgegebenen Tonerkonzentrationswert eingefüllt, der Wert der Tonerkonzentration durch den Tonerkonzentrationssensor festgestellt und bei Abweichung des gemessenen Wertes vom vorgegebenen Wert der Tonerkonzentrationssensor so justiert, dass er den vorgegebenen Wert anzeigt.

Bei einer Neueinfüllung von Entwicklergemisch in die Entwicklerstation kann zunächst der Träger in die Entwicklerstation eingefüllt werden und dann der Toner über eine in der Entwicklerstation vorhandene Tonerzuführeinrichtung ergänzt werden. Dann wird der Wert der Tonerkonzentration durch den Tonerkonzentrationssensor festgestellt und bei Abweichung des gemessenen Wertes vom vorgegebenen Wert der Tonerkonzentrationssensor so justiert, dass er den vorgegebenen Wert anzeigt.

Bei einer Ausführung der Druck- oder Kopiereinrichtung, bei der ein Abgleich von Funktionen der Entwicklerstation außerhalb der Druck- oder Kopiereinrichtung erfolgt (z.B. kann ein Hallsensor zur Erzeugung eines Triggersignals verwendet werden, von dem der Zeitpunkt der Messung der Tonerkonzentration abgeleitet wird), bei denen der Träger aber erforderlich ist, wird Träger in die Entwicklerstation eingefüllt und der Abgleich durchgeführt, anschließend wird der Träger aus der Entwicklerstation entfernt und der restliche in der Entwicklerstation verbliebene Träger bestimmt. Wenn die Entwicklerstation in die Druck- oder Kopiereinrichtung eingebaut wird, wird das Entwicklergemisch eingefüllt und anschließend der Wert der Tonerkonzentration des Entwicklergemischs aus dem restlichen Träger und dem eingefüllten Entwicklergemisch festgestellt und der Tonerkonzentrationssensor auf diesen Wert justiert.

Der Wert der Tonerkonzentration im Entwicklergemisch der Entwicklerstation kann durch eine Messeinrichtung gemessen werden. Dazu wird eine Probe von Entwicklergemisch aus der Entwicklerstation entnommen. Dann kann an der Druck- oder Kopiereinrichtung der Träger in die Entwicklerstation eingefüllt werden und dann der Toner durch die in der Entwicklerstation vorhandene Tonerzuführeinrichtung ergänzt werden, der Wert der Tonerkonzentration durch die Messeinrichtung ermittelt werden und der Tonerkonzentrationssensor auf diesen Wert nachjustiert werden.

Bei der Messung der Tonerkonzentration kann die Messeinrichtung folgende Schritte ausführen:

  • – es wird eine Probe des Entwicklergemischs in eine eine Durchgangsbohrung aufweisende Messdose eingefüllt, dabei ist die Durchgangsbohrung beidseits jeweils durch ein Gitter abgeschlossen, von denen das erste derart ausgeführt ist, dass Toner hindurch transportierbar ist, der Träger jedoch nicht und das zweite Gitter so ausgeführt ist, dass es für Entwicklergemisch undurchlässig ist,
  • – die Messdose wird an die Unterdruckversorgung der Druck- oder Kopiereinrichtung angeschlossen, so dass ein Luftstrom durch die Messdose fließen kann,
  • – durch die Messdose wird ein Luftstrom derart hindurchgeleitet, dass das Entwicklergemisch zwischen den beiden Gittern schwebt und der Toner sich vom Träger löst,
  • – der Toner kann durch das erste Gitter entweichen, während der Träger durch das erste Gitter zurückgehalten wird und in der Messdose verbleibt,
  • – durch Messung der Gewichte der leeren Messdose, der Messdose mit eingefülltem Entwicklergemisch und der Messdose ohne Toner kann der Wert der Tonerkonzentration ermittelt werden, auf den der Tonerkonzentrationssensor justiert werden muss.

Die Messeinrichtung kann eine innen mit einer konischen Durchgangsbohrung ausgeführte Messdose zur Aufnahme des Entwicklergemischs vorsehen, bei der die Durchgangsbohrung beidseits jeweils mit den Gittern abgeschlossen ist, von denen das zweite Gitter am Ende der Bohrung mit kleinen Durchmesser angeordnet ist und benachbart eine Luftdrossel zur Begrenzung des Luftstroms vorgesehen ist. An der Seite mit dem ersten Gitter kann eine Ausgangsdose angeordnet werden, durch die der Luftstrom mit dem ausgeblasenen Toner hindurchströmt und die einen Anschluss für ein Druckmessgerät und Öffnungen für eine Beipassluft zur Druckeinstellung innerhalb der Messdose aufweist. Weiterhin kann die Messdose und die Ausgangsdose derart ausgeführt sein, dass die gesamte Messeinrichtung an die Luftversorgung der Druck- oder Kopiereinrichtung angeschlossen werden kann.

Wenn an die Ausgangsdose benachbart zur Messdose Beipassluftöffnungen angeordnet werden, kann am ersten Gitter ein Luftwirbel erzeugt werden, so dass das Gitter während des Messvorgangs gereinigt wird.

Die Messeinrichtung kann derart ausgeführt sein, dass sie vom Wartungsfachmann zum Kunden mit genommen werden kann und dort verwendbar ist. Dies hat den Vorteil, dass die Messung der Tonerkonzentration direkt an der Druck- oder Kopiereinrichtung erfolgt und damit die klimatischen Verhältnisse an der Druck- oder Kopiereinrichtung berücksichtigt werden.

An Hand eines Ausführungsbeispieles, das in den Figuren dargestellt ist, wird die Erfindung weiter erläutert.

Es zeigen:

1 ein Ablaufdiagramm des Verfahrens;

2 eine Messeinrichtung zur Messung der Tonerkonzentration im Prinzipdarstellung;

3 die Messeinrichtung in erste Seitenansicht;

4 die Messeinrichtung in einer weiteren Seitenansicht.

Aus 1 ergibt sich der Ablauf des Messverfahrens nach der Erfindung. Dabei wird bei der Erläuterung der Erfindung von einer Entwicklerstation ausgegangen wie sie in DE 103 04 884 beschrieben ist, die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Entwicklerstation beschränkt. DE 103 04 884 wird hiermit in die Offenbarung einbezogen. Aus DE 103 04 884 kann die Messung der Tonerkonzentration mit Hilfe eines Tonerkonzentrationssensors entnommen werden, zudem ist beschrieben, dass zur Festlegung des Zeitpunktes der Messung der Tonerkonzentration ein Signal von einem Hallsensor verwendet werden kann, der einen an einer Schaufelwalze zur Mischung des Entwicklergemischs angeordneten Magneten abtastet.

Im Verfahren nach 1 wird davon ausgegangen, dass ein solcher Hallsensor verwendet wird. Dieser sollte ebenfalls justiert werden, wenn z.B. der Tonerkonzentrationssensor justiert wird. Zur Justage des Hallsensors wird nur Träger in die Entwicklerstation eingefüllt (Schritt S1) und dann der Hallsensorabgleich durchgeführt (Schritt S2). Anschließend kann der Träger wieder aus der Entwicklerstation entnommen werden (Schritt S3), jedoch bleibt ein Rest an Träger in der Entwicklerstation zurück, der bei der Überprüfung des Tonerkonzentrationssensors berücksichtigt werden muss. Die Entwicklerstation kann nun an einen Kunden ausgeliefert werden, da diese noch nicht mit einem Tonertyp oder einer Farbe befüllt worden ist, der Träger aber bei allen Entwicklerstationen gleich ist. Somit ist es nicht erforderlich, eine Vielzahl von unterschiedlich befüllten Entwicklerstationen beim Händler auf Vorrat zu halten.

Im nächsten Schritt S4 wird das vorbereitete Entwicklergemisch beim Kunden in die Entwicklerstation eingefüllt, das einen vorgegebenen Anteil an Toner aufweist, der im Betrieb aufrecht erhalten werden muss und darum vom Tonerkonzentrationssensors ständig überprüft werden muss. Wenn der in den Schritten S1 bis S3 beschriebene Hallsensorabgleich durchgeführt worden ist, muss dies in diesem Schritt berücksichtigt werden, da in diesem Fall noch ein Restträger in der Entwicklerstation verblieben ist. Im nächsten Schritt S5 misst der Tonerkonzentrationssensor (TK-Sensor) die Tonerkonzentration TKm. Dieser Messwert wird mit der Tonerkonzentration TKv verglichen, die das neue in die Entwicklerstation eingefüllte Entwicklergemisch aufweist. Bei Abweichung des vom Tonerkonzentrationssensor gemessenen Wertes vom voreingestellten wert (Schritt S6), wird der Tonerkonzentrationssensor auf diesen Wert justiert (Schritt S7). Jetzt erst ist gewährleistet, dass die Regelung der Tonerkonzentration durch den Tonerkonzentrationssensor die richtige Tonerkonzentration in der Entwicklerstation aufrecht erhält. Diese Justierung des Tonerkonzentrationssensors kann immer erfolgen, wenn neues Entwicklergemisch in die Entwicklerstation eingefüllt wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch mit Hilfe einer Messeinrichtung ME ablaufen. Das Entwicklergemisch kann in die Entwicklerstation eingefüllt werden oder nur der Träger wird eingefüllt und der Toner durch die übliche Tonerzufuhreinrichtung der Entwicklerstation zugeführt (Schritt S8). Anschließend wird aus der Entwicklerstation eine Gemischprobe entnommen und diese Gemischprobe einer Messeinrichtung ME zugeleitet, die den Wert der Tonerkonzentration bestimmt (Schritt S9). Der Tonerkonzentrationssensor wird dann auf diesen Wert justiert (Schritte S10, S11). Auch nach dieser Methode kann bei jedem Gemischwechsel der Tonerkonzentrationssensor neu justiert werden. Zusätzlich ist es möglich, die Tonerkonzentration während des Druckbetriebes zu messen und bei Abweichung des vom Tonerkonzentrationssensor angezeigten Wertes vom Messwert, den Tonerkonzentrationssensor neu zu justieren.

Eine Messeinrichtung ME, mit der die Tonerkonzentration bei der Druck- oder Kopiereinrichtung gemessen werden kann, die einfach aufgebaut ist und von einem Servicemann jederzeit zum Kunden mit genommen werden kann, zeigt im Prinzip die 2. Die Messeinrichtung ME weist im wesentlichen eine Messdose 1und eine Ausgangdose 2 auf. Die Messdose 1 hat im Inneren eine konische Durchgangsbohrung 3, die auf beiden Seiten jeweils durch ein Gitter 4 und 5 abgeschlossen ist. Das Gitter 5 ist an der schmalen Stelle der Durchgangsbohrung 3 angeordnet und ist für das Entwicklergemisch undurchlässig. Das auf der anderen Seite der Durchgangsbohrung 3 angeordnete Gitter 4 ist derart ausgeführt, dass der Toner sich hindurch bewegen kann, der Träger jedoch nicht. An der schmalen Stelle der Durchgangsbohrung 3 ist eine Luftdrossel 6 angeordnet, um die durch die Messdose 1 hindurch strömende Luft zu begrenzen. Die Luft wird in Richtung des Pfeils 7 durch die Messdose 1 geführt, wobei der Luftstrom so eingestellt wird, dass das Entwicklergemisch in der Messdose 1 schwebt. Dabei löst sich der Toner vom Träger und wird aus der Messdose 1 durch das Gitter 4 ausgeblasen, während der Träger in der Messdose 1 verbleibt. Auf der Messdose 1 ist die Ausgangdose 2 angeordnet, durch die der Toner geblasen wird und von dort kann der Toner in die Abluftversorgung der Druck- oder Kopiereinrichtung eingeleitet werden. Der Druck des Luftstromes durch die Ausgangdose 2 kann durch Öffnungen 8 eingestellt werden, durch die Beipassluft in die Ausgangsdose 2 geleitet wird. Zwischen den Öffnungen 8 für die Beipassluft und die Messdose 1 kann ein Anschluss 9 für ein Druckmessgerät angeordnet werden. Schließlich sind zur Reinigung des Gitters 4 Öffnungen 10 im Bereich zwischen Messdose 1 und Ausgangsdose 2 vorgesehen, durch die Beipassluft in die Messeinrichtung ME entlang des Gitters 4 gelenkt wird, die dort einen Luftwirbel erzeugt. Die Messeinrichtung ME ist derart ausgeführt, dass es an die Abluftversorgung der Druck- oder Kopiereinrichtung angeschlossen werden kann, wodurch erreicht wird, dass der zum Ausblasen des Toners aus der Messeinrichtung ME erforderliche Luftstrom von der Druck- oder Kopiereinrichtung geliefert wird und der am Ausgang der Messeinrichtung ME austretende Toner enthaltende Luftstrom ohne Verschmutzung der Umgebung der Abluftversorgung der Druck- oder Kopiereinrichtung zugeführt wird.

3 und 4 zeigt die Messeinrichtung ME jeweils von einer Seite. Die Messdose 1 steht zum Toleranzausgleich auf Federn 11. Bezeichnet sind die Messdose 1, der Beipass 10 für die Gitterreinigung und der Anschluss 8 für die Beipassluft für die Druckeinstellung.

In der Anwendung wird der durch die Messdose 1 fließende Luftstrom durch die Druckeinstellung 11 so beeinflusst, dass sich der Toner vom Träger löst, aus der Messdose 1 durch das Gitter 4 in die Ausgangsdose 2 geführt wird und der Abluftversorgung der Druck- oder Kopiereinrichtung zugeführt wird. Nachdem der Toner aus der Messdose 1 ausgeblasen worden ist, kann die Tonerkonzentration ermittelt werden. Dazu wird die Messdose 1 ohne Entwicklergemisch, mit Entwicklergemisch und nach dem Ausblasen des Toners gewogen. Mit diesen Messwerten kann der Wert der Tonerkonzentration in Prozent bestimmt werden. Dazu wird als erster Wert vom Gewicht (Gm) der Messdose mit Entwicklergemisch das Gewicht (To) der Messdose nach dem Ausblasen des Toners abgezogen, dann als zweiter Wert vom Gewicht (Gm) der Messdose mit Entwicklergemisch das Gewicht (Do) der leeren Messdose abgezogen und schließlich der erste Wert durch den zweiten Wert dividiert und das Ergebnis mit 100 multipliziert.

ME
Messeinrichtung
TK
Tonerkonzentration
1
Messdose
2
Ausgangsdose
3
konische Durchgangsbohrung
4
erstes Gitter
5
zweites Gitter
6
Luftdrossel
7
Pfeil
8
Beipassöffnungen zur Druckeinstellung
9
Anschluss für Druckmessgerät
10
Öffnung für Beipassluft für Gitterreinigung
11
Federn


Anspruch[de]
Verfahren zur Einstellung eines die Tonerkonzentration eines Toner und Träger aufweisenden Entwicklergemischs messenden Tonerkonzentrationssensors in der Entwicklerstation einer elektrografischen Druck- oder Kopiereinrichtung,

– bei dem in die Entwicklerstation der Druck- oder Kopiereinrichtung neues Entwicklergemisch eingefüllt wird, das einen vorgegebenen Tonerkonzentrationswert aufweist,

– bei dem der Wert der Tonerkonzentration durch den Tonerkonzentrationssensor ermittelt wird und bei Abweichung des gemessenen Wertes von dem vorgegebenen Wert der Tonerkonzentrationssensor so justiert wird, dass der Tonerkonzentrationssensor den vorgegebenen Tonerkonzentrationswert anzeigt.
Verfahren nach Anspruch 1,

– bei dem bei Einbau einer neuen Entwicklerstation in die Druck- oder Kopiereinrichtung eine leere Entwicklerstation in die Druck- oder Kopiereinrichtung eingesetzt wird,

– bei dem das Entwicklergemisch mit dem vorgegebenen Tonerkonzentrationswert in die Entwicklerstation eingefüllt wird,

– bei dem der Wert der Tonerkonzentration durch den Tonerkonzentrationssensor festgestellt wird,

– bei Abweichung des gemessenen Wertes vom vorgegebenen Wert der Tonerkonzentrationssensor so justiert wird, dass er den vorgegebenen Wert anzeigt.
Verfahren nach Anspruch 1,

– bei dem bei Neueinfüllung von Entwicklergemisch mit dem vorgegebenen Tonerkonzentrationswert in eine in einer Druck- oder Kopiereinrichtung bereits eingebauten Entwicklerstation, der Wert der Tonerkonzentration durch den Tonerkonzentrationssensor festgestellt wird,

– bei dem bei Abweichung des gemessenen Wertes vom vorgegebenen Wert der Tonerkonzentrationssensor so justiert wird, dass er den vorgegebenen Wert anzeigt.
Verfahren nach Anspruch 1,

– bei dem zur Neueinfüllung von Entwicklergemisch in die Entwicklerstation zunächst der Träger in die Entwicklerstation eingefüllt wird und dann der Toner über eine in der Entwicklerstation vorhandene Tonerzuführeinrichtung ergänzt wird,

– bei dem der Wert der Tonerkonzentration durch den Tonerkonzentrationssensor festgestellt wird,

– bei dem bei Abweichung des gemessenen Wertes vom vorgegebenen Wert der Tonerkonzentrationssensor so justiert wird, dass er den vorgegebenen Wert anzeigt.
Verfahren nach Anspruch 1,

– bei dem zum Abgleich von Funktionen der Entwicklerstation außerhalb der Druck- oder Kopiereinrichtung, bei denen Träger erforderlich ist, Träger in die Entwicklerstation eingefüllt wird und der Abgleich durchgeführt wird,

– bei dem anschließend der Träger aus der Entwicklerstation entfernt wird,

– bei dem der restliche in der Entwicklerstation verbliebene Träger bestimmt wird,

– bei dem die Entwicklerstation in die Druck- oder Kopiereinrichtung eingebaut wird und dann das Entwicklergemisch eingefüllt wird und anschließend der Wert der Tonerkonzentration im Entwicklergemisch aus dem restlichen Träger und dem eingefüllten Entwicklergemisch bestimmt wird,

– bei dem der Tonerkonzentrationssensor auf diesen Wert justiert wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem der Wert der Tonerkonzentration im Entwicklergemisch nach dessen Einfüllen in die Entwicklerstation durch eine Messeinrichtung (ME) gemessen wird und dazu eine Probe von Entwicklergemisch aus der Entwicklerstation entnommen wird. Verfahren nach Anspruch 6,

– bei dem an der Druck- oder Kopiereinrichtung der Träger in die Entwicklerstation eingefüllt wird und dann der Toner durch die in der Entwicklerstation vorhandene Tonerzuführeinrichtung ergänzt wird,

– bei dem der Wert der Tonerkonzentration durch die Messeinrichtung (ME) ermittelt wird und der Tonerkonzentrationssensor auf diesen Wert nachjustiert wird.
Verfahren nach Anspruch 6 oder 7,

bei dem zur Messung der Tonerkonzentration die Messeinrichtung (ME) folgende Schritte ausführt:

– die Probe des Entwicklergemischs wird in eine Messdose (1) eingefüllt, die eine Durchgangsbohrung (3) aufweist, die beidseits jeweils durch ein Gitter (4, 5) abgeschlossen ist, von denen das erste Gitter (4) derart ausgeführt ist, dass der Toner hindurch transportierbar ist, der Träger jedoch nicht,

– die Messdose (1) wird an die Luftversorgung der Druck- oder Kopiereinrichtung angeschlossen, so dass ein Luftstrom durch die Messdose (1) fließt,

– durch die Messdose (1) wird ein Luftstrom hindurchgeleitet derart, dass das Entwicklergemisch zwischen den beiden Gittern (4, 5) schwebt und der Toner sich vom Träger löst,

– der Toner entweicht durch das erste Gitter (4), während der Träger durch das erste Gitter (4) zurückgehalten wird und in der Messdose (1) verbleibt,

– durch Messung der Gewichte der leeren Messdose, der Messdose mit eingefülltem Entwicklergemisch und der Messdose ohne Toner wird der Wert der Tonerkonzentration ermittelt und danach der Tonerkonzentrationssensor justiert.
Verfahren nach Anspruch 8, bei dem die Messdose (1) an eine externe Unterdruckversorgung angeschlossen wird, so dass ein Luftstrom durch die Messdose (1) fließt. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, bei dem durch Messung der Differenzgewichte zwischen der leeren Messdose und der Messdose mit eingefülltem Entwicklergemisch bzw. der Messdose mit eingefülltem Entwicklergemisch und der Messdose ohne Toner der Wert der Tonerkonzentration ermittelt wird und danach der Tonerkonzentrationssensor justiert wird. Messeinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 8, 9 oder 10,

– bei der eine Messdose (1) mit einer innen konisch ausgeführten Durchgangsbohrung (3) zur Aufnahme des Entwicklergemischs vorgesehen ist,

– bei der die Durchgangsbohrung (3) beidseits jeweils mit einem Gitter (4, 5) abgeschlossen ist, von denen das erste Gitter (4) nur für Toner durchlässig ist, das andere Gitter (5) dagegen für das Entwicklergemisch nicht durchlässig ist und am Ende der Durchgangsbohrung (3) mit kleinen Durchmesser eine Luftdrossel (6) zur Begrenzung des Luftstroms angeordnet ist,

– bei der an der Seite mit dem ersten Gitter (4) eine Ausgangsdose (2) angeordnet ist, durch die der Luftstrom mit dem ausgeblasenen Toner hindurchströmt und die einen Anschluss (9) für ein Druckmessgerät und Öffnungen (8) für eine Beipassluft zur Druckeinstellung innerhalb der Messdose (1) aufweist,

– bei der die Messdose (1) und die Ausgangsdose (2) derart konstruktiv ausgeführt sind, dass die Einrichtung an die Luftversorgung der Druck- oder Kopiereinrichtung anschließbar ist.
Messeinrichtung nach Anspruch 11, bei der die Ausgangsdose (2) benachbart zur Messdose (1) Beipassluftöffnungen (10) aufweist, um das erste Gitter (4) während des Messvorgangs reinigen zu können. Messeinrichtung nach Anspruch 11 oder 12, die derart ausgeführt ist, dass sie vom Wartungsfachmann beim Kunden verwendbar ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com