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Dokumentenidentifikation DE202006002782U1 23.11.2006
Titel Kombigerät "Biegemaschine-Ambos-Spannstock" zur Bearbeitung und Zurichtung von Hufbeschlägen
Anmelder Buck, Ulli, 89073 Ulm, DE
DE-Aktenzeichen 202006002782
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 23.11.2006
Registration date 19.10.2006
Application date from patent application 22.02.2006
IPC-Hauptklasse A01L 11/00(2006.01)A, F, I, 20060222, B, H, DE

Beschreibung[de]
Allgemeines

bei der konventionellen Arbeit des Hufschmiedes und Huftechnikers werden die Hufeisen zum Zurichten im Schmiedefeuer erwärt und am Ambos verformt.

In den letzten Jahren werden jedoch zunehmend auch Kombi-Beschläge mit Metallkern und Kunststoff oder Gummiummantelung verwendet.

Diese Beschläge können nicht mehr im Schmiedefeuer erwärmt und verformt werden, sondern müssen kalt verformt und zugerichtet werden.

Hierzu sollte eine Biegemaschine verwendet werden, da die Kaltverformung mittels Hammer am Amboss die Ummantelung der Beschläge beschädigt.

Die derzeit notwendigen und handelsüblichen Arbeitsgeräte für diese Arbeiten sind eine Biegemaschine (70 kg), ein Amboss (40 kg) und ein Schraubstock (10 kg).

Und dies alles sollte möglichst nahe vom Werkstattwagen zum Pferd gebracht werden.

Dies ist bei der täglichen Arbeit nahezu nicht möglich. In der Regel wird deshalb lediglich der Amboss zum Pferd in den Stall getragen.

Die deutlich schwerere Biegemaschine und der Schraubstock bleiben im Fahrzeug/Werkstattwagen.

Dies bedeutet je nach Entfernung einen erhöhten Zeitaufwand, da der Beschlag an der Biegemaschine in Form gebracht wird, dann am Pferd die Passform geprüft wird, wenn's nicht passt wieder an der Biegemaschine nachgearbeitet ... usw. immer hin und her.

Aus Gründen der Arbeitserleichterung, eines optimaleren Arbeitsablaufes und auch aus Kostengründen wurde von mir ein Gerät entwickelt, das die vorgenannten Funktionen in einem Gerät zusammenfasst (Gesamtgewicht ca. 30 kg) und direkt am Arbeitsplatz/Schmiedeplatz aufgestellt werden kann.

Dieses Gerät kann wie sonst der Amboss zum Arbeitsplatz getragen werden oder mittels eines Rollwagens transportiert werden

Ein weiterer Nachteil des üblicherweise verwendeten Amboss ist das bei jedem Hammerschlag mit hoher Frequenz erklingende Geräusch. Dieses Geräusch führt langfristig zu Gehörschäden.

Deshalb wurde von mir zwischen den Ambosstisch/Ambossplatte und den Unterbau aus Stahlplatten eine schalldämpfende Zwischenlage eingebaut.

Funktionsbeschreibung

Zwischen zwei vertikalen und parallelen Stahlplatten wird eine Druckplatte/Druckschlitten (vergleichbar in der Funktion einem Schraubstock) mittels eines handelsüblichen Hydraulikhebers (8 to) an die obere horizontal liegende Ambossplatte gepresst. (Skizze 1) Auf der Druckplatte befindet sich ein vertikaler Druckbolzen. Die beiden Gegendruckbolzen befinden sich auf der Ambossplatte bzw. werden in diese eingesteckt.

Mittels der eingebauten Druckfeder wird der Druckschlitten nach Abschluss des Arbeitsvorganges bzw. nach öffnen des Ablassventiles am Hydraulikheber wieder in die Ausgangsposition zurückgeschoben.

Mit den Druckbolzen werden die Beschläge in die gewünschte Form gepresst.

Auf der Ambossplatte werden die Beschläge mit dem Hammer plan gerichtet.

Zwischen Ambossplatte und Druckplatte/Druckschlitten werden die Beschläge für zusätzliche Arbeiten, wie schleifen und anbringen von Stiften und Stollen, eingespannt.

Passend zum Gerät wurde ein Arbeitstisch entwickelt. (Skizze 2 und 3 Arbeitstisch)

Der Arbeitstisch wurde jeweils an den Verbindungen zwischen den verschiedenen Materialien (Metall-Holz-Metall) mit einer schallschluckenden, 5 mm dicken Matte versehen.

Dadurch wird eine weitere Reduzierung der Arbeitsgeräusche erreicht.

Anlagen Skizzen 1) 2) und Foto 1 bis 4 Bezugszeichenliste zu Skizze 1

1
Stützplatten/Baustahl ca. 20 mm dick
2
Gehäuse für Druckschlitten und Rückholfeder
3
Ambossplatte/Werkzeugstahl ca. 30 mm dick, zäh gehärtet
4
Druckplatte/Druckschlitten
5
Rückholfeder
6
mittlere Stützplatte/Baustahl ca. 20 mm dick
7
Hydraulikheber 8 to
8
Druckbolzen 25 mm Durchmesser/Werkzeugstahl zäh gehärtet
9
Sockelplatte/Baustahl ca. 20 mm dick
10
Haltebügel für Hydraulikheber/Flachstahl 50×10

Bezugszeichenliste zu Skizze 2

1
Kombigerät
2
Arbeitsplatte Multiplex-Buche 50 mm dick
3
Schalldämmende Einlage 5 mm dick
4
Aussparung/Vertiefung zum Einstellen des Kombigerätes
5
Stahlwinkelrahmen 40×30
6
Stahlrohrfüße 40×30


Anspruch[de]
Kombigerät "Biegemaschine-Amboss-Spannstock" zur Bearbeitung und Zurichtung von Hufbeschlägen dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionen einer Biegemaschine für Hufbeschläge, eines Amboss zum Verformen und Zurichten von Hufbeschlägen und eines Schraubstockes zum Einspannen von Werkstücken in einem Gerät/Maschine zusammengefasst sind, und auf einem Werk- bzw. Arbeitstisch mit einer Aussparung zur sicheren Aufnahme des Kombigerätes aufgestellt wird. Kombigerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das gesamte Gerät nur ca. ein Drittel (ca. 30–35 kg) des Gewichtes der drei anderen Geräte zusammen aufweist. Kombigerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die beiden senkrechten Stahlplatten (Skizze 1 Pkt.1) mit einer Dicke von ca. 15 bis 25 mm, verbunden mit 2 Flacheisen (Skizze 1 Pkt.2) ca. 40×10 mm, sowohl als Stütze und Auflage für den Ambosstisch (Skizze 1 Pkt.3) als auch als Führung für den Druckschlitten bzw. die Druckplatte (Skizze 1 Pkt.4) dienen. Kombigerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckfeder (Skizze 1 Pkt.5) den Druckschlitten (Skizze 1 Pkt.4) nach Beendigung des Arbeitsvorganges wieder in seine Ausgangsposition zurückführt. Kombigerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die senkrechte Stütze (Skizze 1 Pkt.6) aus Stahl ca. 15 bis 25 mm dick sowohl als zusätzlich tragende Stütze der Ambossplatte (Skizze 1 Pkt.3) als auch als Widerlager für die Druckfeder (Skizze 1 Pkt 5) dient. Kombigerät nach Anspruch 1

dadurch gekennzeichnet,

dass die Ambossplatte (Skizze 1 Pkt.3) aus gehärtetem Werkzeugstahl mittels einer unterseitig aufgeschraubten Baustahlplatte (in den Skizzen nicht dargestellt) mit den Stützplatten (Skizze 1 Pkt.1 und 6) verschweißt wird.

(Hinweis: dies ist notwendig da sich gehärteter Werkzeugstahl nicht mehr mit Baustahl verschweißen lässt)
Kombigerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikheber mit einem U-förmigen Bügel (Skizze 1 Pkt.10) aus Flachstahl ca. 50 × 10 am Kombigerät befestigt wird. Kombigerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das gehöhrschädigende Klingen mit hoher Frequenz eines normalen Amboss dadurch insgesamt ausgeschaltet wurde, dass zwischen den Ambosstisch/Ambossptatte (Skizze 1 Pkt.3) und die unterseitig aufgeschraubte Baustahlplatte (siehe Anspruch 6.) eine schallschluckende Zwischenlage eingebaut wurde. Kombigerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Ambossplatte (Skizze 1 Pkt.3) und der mit einem Hydraulikheber angetriebenen Druckplatte (Skizze 1 Pkt.4), die Funktion eines Schraubstockes zum einspannen von Werkstücken erreicht wird. Kombigerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Ambossplatte (Skizze 1 Pkt.3) und der mit einem Hydraulikheber (Skizze 1 Pkt.7) angetriebenen Druckplatte (Skizze 1 Pkt.4) in welche die Druckbolzen (Skizze 1 Pkt.8) aus gehärtetem Werkzeugstahl eingesteckt werden, die Funktion einer Biegevorrichtung erreicht wird. Kombigerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbolzen (Skizze 1 Pkt.8) in verschiedenen Durchmessern (10/16/18/25/30mm) verwendet werden um unterschiedliche Biegungen bzw. Radien herzustellen. Kombigerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, das der Pumphebel des handelsübliche Hydraulikhebers (Skizze 1 Pkt.7) mit einem stationären, mit dem Heber fest verbunden Hebel aus Stahlrohr Durchmesser 22mm, ausgestattet wird. Kombigerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Ablassventil des handelsüblichen Hydraulikheber (Skizze 1 Pkt.7) mit einem stationären, mit dem Heber fest verbunden Drehknebel mit ca. 40 mm Durchmesser aus Holz oder Kunststoff ausgestattet wird. Kombigerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der dazugehörige Arbeitstisch (Skizze 2) mittels der schräg gestellten Stahlfüße aus Rund- oder Vierkantrohr ein sicheres Arbeiten gewährleistet. Kombigerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Untergestell des Arbeitstisches (Skizze 2 Pkt.1) und die Arbeitstischplatte (Skizze 2 Pkt.2) aus einer 50 mm dicken Multiplex-Platte (Buche) mit einer ca. 4 mm dicken schalldämmenden und druckfesten Dämmmatte als Zwischenlage (Skizze 2 Pkt.3) versehen wird. Kombigerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung in der Arbeitsplatte (Skizze 2 Pkt.2 zur Aufnahme der Sockelplatte (Skizze 1 Pkt.9) mit 2 dreieckigen Stahlblechplatten d = ca. 3mm, Schenkellänge ca. 5 cm versehen wird um dem Kombigerät beim Arbeiten einen sicheren Halt zu geben und ein auskippen zu verhindern.






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