Anlage zur Ein- und Ausgabe von akustischen Informationen
in einem Fahrzeug, insbesondere einem Schienenfahrzeug zur Personenbeförderung
Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Ein- und Ausgabe
von akustischen Informationen in ein Fahrzeug, insbesondere einem Schienenfahrzeug
zur Personenbeförderung, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Anlagen zur Informationsdurchsage in einem Fahrzeug, insbesondere
einem Schienenfahrzeug zur Personenbeförderung, sind bekannt. Diese Anlagen
weisen an einem oder mehreren Stellen des Fahrzeugs Sprachvorrichtungen auf, in
welche vom Fahrzeugpersonal akustische Informationen eingegeben oder abgerufen werden
können, wobei die Sprache mittels eines Gerätes in ein elektrisches Signal
umgewandelt wird. Diese Sprachvorrichtungen sind über elektrische Verbindungsleitungen
mit in den Wagen des Fahrzeuges vorhandenen Ausgabegeräten für die akustischen
Wiedergabe der Informationen verbunden Die Verbindungsleitungen übertragen
die Informationen zu den im Fahrzeug vorhandenen Ausgabegeräten. Dazu verläuft
die Verbindungsleitung vom ersten bis zum letzten Wagen.
Nachteilig ist dabei, dass bei einem Kurzschluss in oder
auf der Übertragungsleitung oder bei einer Unterbrechung der Verbindungsleitung
keine Informationsdurchsagen mehr möglich sind. Dieselbe Auswirkung kann es
haben, wenn sich der Kurzschluss in einem Gerät befindet, das an der Verbindungsleitung
angeschlossen ist. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass ein Kurzschluss
in oder auf der Übertragungsleitung nur schwer lokalisierbar ist. Bei gekoppelten
Durchsagesystemen kann ein Kurzschluss in oder auf der Übertragungsleitung
zu Rückwirkungen auf die anderen Systeme/ Anlagen führen, was mit Störungen
der anderen Systeme/ Anlagen verbunden sein kann (z. B. bei Kopplung der Fahrzeuge).
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anlage zur Ein-
und Ausgabe von akustischen Informationen für ein Fahrzeuge vorzuschlagen,
bei der auch bei einem Kurzschluss in der Übertragungsleitung und/oder einem
an der Leitung angeschlossenen Gerät oder bei einer Unterbrechung der Verbindungsleitung
weitere Durchsagen möglich sind.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst;
die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen.
Die Lösung der Aufgabe sieht vor, dass die Übertragungsleitung
als geschlossene Schleife ausgebildet ist, die vom Fahrzeuganfang zum Fahrzeugende
und von dort wieder zurück zum Fahrzeuganfang verläuft, wobei die Eingabeeinrichtung
an einer Stelle der Schleife angeschlossen ist, und dass die Schleife zwei Trennvorrichtungen
aufweist, mit denen das zwischen den beiden Trennvorrichtungen liegende Leitungsstück,
insbesondere bei Vorliegen eines Kurzschlusses in oder auf diesem Leitungsstück,
aus der Schleife herausnehmbar ist, wodurch dieses Leitungsstück insbesondere
von den angeschlossenen Eingabeeinrichtung trennbar ist. Dadurch kann auf eine zweite
unabhängige Durchsageanlage verzichtet werden, wodurch sich die Kosten reduzieren
lassen, bei gleichzeitigem Funktionserhalt im Fehlerfall. Die Übertragungsleitung
besteht dabei aus mindestens zwei Leitungsstücken, von denen mittels der Trennvorrichtungen
das mit dem Kurzschluss (oder einer Unterbrechung) aus der Schleife herausgenommen
wird. Das nicht herausgenommene Leitungsstück bildet dann eine voll funktionierende
Übertragungsleitung mit angeschlossenen Ein- und Ausgabeeinrichtungen die weiterhin
funktionsfähig sind.
Nach Abtrennen der fehlerhaften Übertragungsleitungen
ist die Kopplung von Durchsageanlagen innerhalb eines Systems weiterhin möglich.
Zweckmäßigerweise sind mindestens zwei Eingabeeinrichtungen
vorgesehen, von denen die eine am Fahrzeuganfang und die andere am Fahrzeugende
elektrisch angeschlossen ist.
Zur Erhöhung der Sicherheit im Fehlerfall wird vorgeschlagen,
dass mittels der beiden Trennanlagen eine der Eingabeeinrichtungen von der oder
den anderen trennbar ist.
Um bei einem Fahrzeug mit mehreren Wagen eine Ein- und
Ausgabe von akustischen Informationen im Fehlerfall sicherzustellen, wird vorgeschlagen,
dass im Fahrzeug mindestens zwei Ausgabeeinrichtungen angeordnet sind, von denen
die eine am vom Fahrzeuganfang zum Fahrzeugende verlaufenden und die andere am vom
Fahrzeugende zum Fahrzeuganfang verlaufenden Leitungsstück angeschlossen ist.
Speziell: Der Lautsprecherstrang jeder Ausgabeeinrichtung versorgt mindestens einen
Lautsprecher in jedem Wagen /Abteil.
Beim Vorhandensein von mehreren Ausgabeeinrichtungen in
jedem Wagen sind vorteilhafterweise in jedem Wagen etwa die Hälfte der Ausgabeeinrichtungen
am vom Fahrzeuganfang zum Fahrzeugende verlaufenden und die übrigen Ausgabeeinrichtungen
am vom Fahrzeugende zum Fahrzeuganfang verlaufenden Leitungsstück angeschlossen.
Kostengünstiger ist es, wenn bei einem Fahrzeug mit
mehreren Wagen in jedem Wagen eine Ausgabeeinrichtung angeordnet ist, die zwei Ausgabelautsprecher
versorgt, dass bei benachbarten Wagen die eine der beiden Ausgabeeinrichtungen am
vom Fahrzeuganfang zum Fahrzeugende verlaufenden und die andere am vom Fahrzeugende
zum Fahrzeuganfang verlaufenden Leitungsstück angeschlossen ist und dass einer
der beiden von einer Ausgabeeinrichtung versorgten Ausgabelautsprecher im bezogen
auf die Ausgabeeinrichtung jeweils benachbarten Wagen angeordnet ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher
beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Anlage zur Durchsage von Informationen für
ein Schienenfahrzeug mit einer Schleife und vier Trennvorrichtungen und
- Figur 2
- die Lautsprecherverteilung der Anlage gemäß Figur 1.
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Anlage
zur Informationsdurchsage für ein Fahrzeug zur Personenbeförderung, hier
ein Schienenfahrzeug, wobei als Eingabeeinrichtungen 1 zwei Handsets 1a, 1b dienen,
die einen Hörer 2a, 2b nach Art eines Telefonhörers umfassen. Jeder Hörer
2a, 2b weist ein Mikrofon (nicht gezeigt) auf, welches die Sprache einer Bedienperson
in ein elektrisches Signal umwandelt. Die Handsets 1 sind mittels Übertragungsleitungen
4 mit Ausgabeeinrichtungen 5 für die durchzusagende Informationen verbunden,
die einen Verstärker 6 aufweisen, an den jeweils zwei Lautsprecher 7a, 7b bzw.
Ausgabelautsprecherstränge angeschlossen sind. Die Ausgabeeinrichtungen 5 sind
über Leitungen 8 mit der Übertragungsleitung 4 verbunden. Wie Figur 1
zeigt, ist die aus Leitungsstücken 3 (3a, 3b, 3c, 3d) bestehende Übertragungsleitung
4 als geschlossene Schleife ausgebildet, die vom Fahrzeuganfang (linke Seite in
Figur 1) zum Fahrzeugende (rechte Seite in Figur 1) verläuft. Dabei ist in
Figur 1 nur der erste Wagen und der letzte Wagen mit jeweils einer Ausgabeeinrichtung
5 dargestellt, während die dazwischen liegenden Wagen (die zwischen den Linien
9a und 9b liegen) nur durch gestrichelte Linien angedeutet sind. An den Eckpunkten
der in Figur 1 als Rechteck dargestellten Schleife sind Trennvorrichtungen 10 (10a,
10b, 10c, 10d) angeordnet, welche von einer Bedienperson betätigt werden können.
Mittels der Trennvorrichtung 10 lassen sich die jeweils miteinander verbundenen
Leitungsstückpaare 3a und 3c; 3c und 3b; 3b und 3d sowie 3d und 3a voneinander
trennen und wieder verbinden. Dadurch ist es möglich, beim Auftreten eines
Kurzschlusses in einem Leitungsstück 3a, 3b, 3c oder 3d dieses Leitungsstück
3a, 3b, 3c oder 3d aus der Schleife herauszunehmen, die dann allerdings nicht mehr
geschlossen ist. Die Herausnahme eines Leitungsstücks 3a, 3b, 3c oder 3d bedeutet,
dass dieses von allen Eingabeeinrichtungen 1 oder zumindest von einer dieser Eingabeeinrichtungen
1 getrennt ist. Werden beispielsweise die Trennvorrichtungen 10a, 10b geöffnet,
so ist das Leitungsstück 3a nicht mehr mit den beiden Eingabeeinrichtungen
1 verbunden. Die Durchsage kann dann immer noch über die Ausgabeeinrichtungen
5, welche an dem Leitungsstück 3b hängen, erfolgen. (Sind an dem herausgenommenen
Leitungsstücks 3a oder 3b zusätzliche Geräte angeschlossen, so werden
auch diese Geräte aus der Schleife herausgenommenen. Dies kann erwünscht
sein, wenn der Kurzschluss in dem Gerät auftritt und insbesondere dadurch den
Kurzschluss in dem Leitungsstück 3a oder 3b verursacht.)
Im einfachsten Fall (nicht dargestellt in Figur 1 und 2)
befinden sich in einem Schienenfahrzeug mit mehreren Wagen in jedem Wagen zwei oder
mehr Ausgabeeinrichtungen 5, von denen die eine oder etwa die Hälfte der Ausgabeeinrichtungen
5 am Leitungsstück 3a und die andere bzw. die anderen am Leitungsstück
3b angeschlossen ist bzw. sind. Auf diese Weise wird erreicht, dass beim Heraustrennen
eines Leitungsstücks, beispielsweise des Leitungsstücks 3a mittels der
Trennvorrichtung 10a, 10b, die Durchsage über die "nicht heraus getrennten"
Ausgabeeinrichtungen 5 erfolgen kann, also die, die am Leitungsstück 3b angeschlossen
sind.
Sollte das Handset 1a einen Kurzschluss aufweisen, durch
den die gesamte Schleife kurzgeschlossen ist, so kann durch Öffnen der Trennvorrichtung
10a, 10b das Leitungsstück 3c aus der Schleife herausgenommen werden, so dass
die Durchsage weiter mit Hilfe des Handsets 1b erfolgen kann.
Durch Herausnehmen der einzelnen Leitungsstücke 3
ist es darüber hinaus möglich, einen Fehler in Form eines Kurzschlusses
durch Öffnen und Schließen der entsprechenden Trennvorrichtungen 10a,
10b, 10c oder 10d zu orten.
Figur 1 deutet bereits an, dass von den beiden zu einer
Ausgabeeinrichtung 5 gehörenden Lautsprechern 7a, 7b sich einer der Lautsprecher
7b jeweils im benachbarten Wagen befinden kann.
Figur 2 zeigt diese Ausführung detaillierter. So ist
in Figur 2 in schematischer Darstellung ein Schienenfahrzeug mit acht Wagen dargestellt,
durch den die Leitungsstücke 3a und 3b der Schleife verlaufen. Die Eingabeeinrichtungen
1 sind in Figur 2 der Übersichtlichkeit halber nicht eingezeichnet. Jeder Wagen
ist mit einer Ausgabeeinrichtung 5 ausgestattet, wobei sich der eine der beiden
Lautsprecher 7a, 7b, nämlich der Lautsprecher 7a, zusammen mit der Ausgabeeinrichtung
5 in dem zugehörigen Wagen befindet, während der zweite Lautsprecher 7b
in dem unmittelbaren benachbarten Wagen angeordnet ist. Die Anordnung ist in Figur
2 so ausgelegt, dass sich in jedem Wagen genau zwei Lautsprecher 7a, 7b befinden,
die allerdings jeweils zu zwei benachbarten Ausgabeeinrichtungen 5 gehören,
die weiter an verschiedenen Leitungsstücken 3a und 3b angeschlossen sind.