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Dokumentenidentifikation DE10107976B4 30.11.2006
Titel Lagerkombination
Anmelder Chantré GmbH, 63263 Neu-Isenburg, DE
Erfinder Kampka, Gerorg, 60529 Frankfurt, DE
Vertreter Schieferdecker, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 19.02.2001
DE-Aktenzeichen 10107976
Offenlegungstag 23.08.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.11.2006
IPC-Hauptklasse F16C 33/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16C 35/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F16D 1/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F16D 1/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lagerkombination mit einem Lagerbolzen und mit den Lagerbolzen umgreifenden und mit mindestens einer relativ zu ihm bewegbaren Lagerbuchse.

Eine derartige Lagerkombination ist aus der DE 1 988 423 U bekannt. Gegenstand dieser Druckschrift ist ein Baufahrzeug mit einem Grablöffel an einem Ausleger. Das Fahrzuge weist ferner an seinem hinteren Ende beidseitig Stützschuhe bzw. Stützelemente auf, die auf den Boden zum Stabilisieren des Fahrzeuges abgesenkt werden können. Hierzu dienen eine Hydraulik und Streben, die einerseits an dem Stützschuh und andererseits an dem Rahmen des Fahrzeuges angelenkt sind. Die hier interessierende Lagerkombination findet dabei Anwendung.

Konkret umfasst die hier interessierende Lagerkombination gemäß der DE 1 988 423 U eine Vorrichtung zum schwenkbaren Verbinden eines endseitig gegabelten Teiles mit einem in der Gabelöffnung über einen Bolzen gelagerten Schwenkteil. Der Bolzen weist einen den Schwenkteil lagernden Zylinderteil mit sich beidseitig daran anschließenden, sich endseitig verjüngenden Kegelstümpfen auf. Die Kegelstümpfe sind über Spannbuchsen mit den Schenkeln des endseitig gegabelten Teiles drehfest verbunden. Wie aus der DE 1 988 423 U ferner hervorgeht, wird auf diese Weise sowie insbesondere durch die Spannbuchsen eine dauerhafte und vor allen Dingen betriebssichere Verbindung geschaffen, die eine einfache und schnelle Montage und Demontage der Einzelteile ermöglicht.

Grundsätzlich kann sich die Verspannung der miteinander verbundenen Teile lösen. Dies kann aufgrund von Erschütterungen oder dergleichen geschehen, die bei Baufahrzeugen regelmäßig auftreten.

Darüber hinaus sind bei der bekannten Vorrichtung noch keine Maßnahmen vorgesehen, die jeglichen Verschleiß in optimaler Weise verhindern. Weder besteht eine Möglichkeit, um die am stärksten belasteten Teile des Lagerbolzens gezielt zu stabilisieren, noch ist sichergestellt, dass sich der Lagerbolzen bei Verschleiß um seine eigene Achse drehen kann.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen vorzusehen, um die besagten Nachteile der bekannten Vorrichtung zu vermeiden.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Lagerkombination mit sämtlichen Merkmalen des Anspruches 1 vorgesehen. Dazu gehört insbesondere, dass zwei Lagerbuchsen den Lagerbolzen umgreifen und relativ zu ihm bewegbar sind, wobei der Lagerbolzen selbst mit seinen Enden in einem ersten Maschinenteil und die Lagerbuchsen in einem relativ zum ersten Maschinenteil bewegbaren zweiten Maschinenteil angeordnet sind. Ferner sind die Lagerbuchsen mit Hilfe von Passstiften und mit Hilfe von Spannhülsen einerseits und der Lagerbolzen mit Hilfe von kegelstumpfförmigen Spannflächen – wie beim Stand der Technik – und mit Hilfe einer Spanneinrichtung andererseits jeweils kraft- und/oder formschlüssig in den jeweiligen Maschinenteilen befestigt und gesichert.

Mit Hilfe der besagten Merkmale wurde die oben genannte Aufgabe erfolgreich gelöst, wie die Praxis inzwischen bewiesen hat.

Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus Unteransprüchen hervor.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles, das in der Zeichnung dargestellt ist, näher beschrieben. Dabei zeigen:

1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Lagerkombination,

2 einen Schnitt durch eine Einzelheit längs der Linie A-A in 3 und

3 einen Schnitt längs der Linie A-A in 2.

Eine Lagerkombination 1 umfasst gemäß dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel einen Lagerbolzen 2, der mit Hilfe von ihn umgreifenden und relativ zu ihm bewegbaren Lagerbuchsen 3 und 4 in einem ersten, die Lagerbuchsen 3 und 4 aufnehmenden Maschinenteil 5 und in einem zweiten, seine Enden 6, 6' aufnehmenden Maschinenteil 7, 8 angeordnet ist.

Der Lagerbolzen 2 ist in den beiden Maschinenteilen 7 und 8, bei denen es sich zum Beispiel um Wangen einer Baumaschine handeln kann, sowohl gegen Drehung als auch gegen eine Bewegung in axialer Richtung gesichert. Dazu weist der Bolzen 2 an seinen beiden Enden 6 bzw. 6' kegelstumpfförmige Spannflächen 9, 9' auf, die in innen ebenfalls kegelstumpfförmigen Dehnungsbuchsen 10, 10' angeordnet sind. Zum Verspannen der Dehnungsbuchsen 10, 10' in Bohrungen der Maschinenteile 7, 8 sind Schrauben 11, 11' vorgesehen. Jeweils eine Schraube 11, 11' sichert jede der beiden Dehnungsbuchsen 10, 10' in einer axial aufeinander zu gerichteten Position in den Maschineenteilen 7 und 8 derart, dass der Lagerbolzen 2 gegen Drehung gesichert ist.

Die Dehnungsbuchsen 10, 10' und die Schrauben 11, 11' bilden eine Spanneinrichtung.

Ein Sicherungselement 12, 12' sorgt ferner dafür, dass die Schrauben 11, 11' sich nicht lockern können.

An seinem einen Ende 6' weist der Lagerbolzen 2 nicht nur eine sich in axialer Richtung erstreckende, kegelstumpfförmige Spannfläche 9' sondern zusätzlich ist auch mindestens eine sich in radialer Richtung erstreckende, kegelstumpfförmige Spannfläche 13, 13' vorgesehen. Im zusammengebauten Zustand beaufschlagt ein Spannelement in Gestalt des kegelstumpfförmigen Endes 14, 14' eine Spannschraube 15, 15', die radial zum Lagerbolzen 2 in einem Gewinde 16, 16' eines mit dem einen Maschinenteil 8 starr verbundenen Halteteiles 17 angeordnet ist, die kegelstumpfförmige Spannfläche 13, 13' und sichert dadurch ebenfalls den Lagerbolzen 2 in seiner Solllage.

Aufgrund der jeweils kegelstumpfförmigen Spannflächen 9, 9' und der ebenfalls kegelstumpfförmigen Spannflächen 15, 15' und der jeweils zugehörigen Elemente ist sichergestellt, dass der Lagerbolzen 2 in den ihn aufnehmenden Maschinenteilen 7, 8 weder drehbar noch in Längsrichtung beziehungsweise axial bewegbar ist.

Die Sicherung der beiden Lagerbuchsen 3, 4 gegen Drehung in den ersten Maschinenteil 5 erfolgt mit Hilfe von Passstiften 18 und von Spannhülsen 19, die derart angeordnet sind, dass sie mit ihrem Umfang 20 in Bohrungen 21 liegen, die jeweils zum Teil in der jeweiligen Lagerbuchse 3, 4 und zum Teil in dem die Lagerbuchsen 3, 4 umgebenden Maschinenteil 5 angeordnet sind. Die Passstifte 18 und die Spannhülsen 19 stellen daher eine formschlüssige Verbindung zwischen den Lagerbuchsen 3, 4 und dem ersten Maschinenteil 5 dar (2 und 3).

Aus Fertigungsgründen ist es schließlich zweckmäßig, wenn die Oberfläche 22 der Lagerbuchsen 3, 4 außen eine Härte aufweist wie das sie umgebende Maschinenteil 5. Die eigentliche, dem Lagerbolzen 2 zugewandte Lagerfläche 23 kann zweckmäßigerweise eine wesentlich höhere Härte aufweisen.

Mit Hilfe der in den Figuren dargestellten Lagerkombination ist es möglich, einen Lagerbolzen 2 mit seinen Lagerbuchsen 3, 4 in zugehörigen Maschinenteilen 5 beziehungsweise 7 und 8 derart kraft- und/oder formschlüssig zu befestigen und zu sichern, dass ein durch vorhandenes Spiel verursachter Verschleiß theoretisch nicht mehr auftreten kann. Der Lagerbolzen 2 und die Lagerbuchsen 3, 4 sind in den sie aufnehmenden Teilen derart starr angeordnet, als ob sie verschweißt wären. Nur dadurch ist ein praktisch minimaler Verschleiß sichergestellt.


Anspruch[de]
Lagerkombination mit einem Lagerbolzen (2) und mit zwei, den Lagerbolzen umgreifenden und relativ zu ihm bewegbaren Lagerbuchsen (3, 4),

wobei der Lagerbolzen (2) mit mindestens einem Ende (6, 6') in mindestens einem ersten Maschinenteil (7, 8) und die Lagerbuchsen (3, 4) in einem relativ zum ersten Maschinenteil (7, 8) bewegbaren zweiten Maschinenteil (5) angeordnet sind,

wobei einerseits die Lagerbuchsen (3, 4) mit Hilfe von Passstiften (18) und von Spannhülsen (19) mit ihrem Umfang (20) teilweise in Bohrungen (21) des ersten Maschinenteiles (5) und teilweise in der jeweiligen Lagerbuchse (3, 4) liegen,

und wobei andererseits der Lagerbolzen (2) mit Hilfe von mindestens einer kegelstumpfförmigen Spannfläche (9, 9') und mit Hilfe einer Spanneinrichtung jeweils kraft- und/oder formschlüssig in und auf den jeweiligen Maschinenteilen (5, 7, 8) befestigt und gesichert sind,

wobei ferner der Lagerbolzen zwei koaxial angeordnete, kegelstumpfförmige Spannflächen (8, 9') für feststellbare Dehnungsbuchsen (10, 10') aufweist, wobei ferner der Lagerbolzen (2) mindestens eine radial gerichtete, kegelstumpfförmige Spannfläche (13, 13') für mindestens ein den Lagerbolzen (2) fixierendes Spannelement (15, 15') aufweist und

wobei die Oberfläche (22) der Lagerbuchsen (3, 4) außen eine Härte wie das sie aufnehmende Maschinenteil (5) aufweist, während die Härte der den Lagerbolzen (2) zugewandten Lagerfläche (23) wesentlich höher ist.
Lagerkombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Schrauben (11, 11') als Spanneinrichtung für die Dehnungsbuchsen (10, 10') vorgesehen und mit Hilfe von Sicherungselementen gegen Lockern gesichert sind. Lagerkombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halteteil (17) mit dem einen Maschinenteil (8) starr verbunden ist und mindestens einer Spannschraube zugeordnet ist, die als Spannelement (15, 15') den Lagerbolzen (2) fixiert.






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