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Dokumentenidentifikation DE602004001562T2 30.11.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001528205
Titel Zentriervorrichtung für eine Schiebetür eines Kraftfahrzeuges
Anmelder Peugeot Citroen Automobiles S.A., Velizy-Villacoublay, FR
Erfinder Guinois, Pascal, 91680 Bruyeres le Chatel, FR
Vertreter PATENTANWÄLTE CHARRIER RAPP & LIEBAU, 86152 Augsburg
DE-Aktenzeichen 602004001562
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 12.10.2004
EP-Aktenzeichen 042924258
EP-Offenlegungsdatum 04.05.2005
EP date of grant 19.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.11.2006
IPC-Hauptklasse E05F 5/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse E05F 7/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zentriervorrichtung einer Schiebetür, insbesondere für ein Kraftfahrzeug. US-A-5606771 offenbart die im Oberbegriff von Anspruch 1 erwähnten Merkmale.

Bestimmte Kraftfahrzeuge sind mit seitlichen Schiebetüren ausgestattet, die jeweils mit einer Zentriervorrichtung versehen sind, deren Rolle darin besteht, die korrekte Positionierung des vorderen Teils der Tür bezüglich der Struktur des Fahrzeugs entlang der Längsachse dieses Fahrzeugs und entlang einer horizontalen Querachse sicherzustellen.

Die bekannten Zentriervorrichtungen umfassen im Allgemeinen einen Steckerteil, der aus einem Finger gebildet ist, der an einer Kante der Tür angebracht ist, und einen Buchsenteil, der an der Struktur angebracht ist und eine Aufnahme umfasst, die den Steckerteil beim Schließen der Tür aufnehmen soll.

Die Verbindung zwischen dem Steckerteil und dem Buchsenteil soll den guten mechanischen Halt der Tür in der geschlossenen Position garantieren und Spiele und Bündigkeiten dieser Tür, die annehmbar sind, bewirken. Die Führungsgleitschienen der Tür können nämlich in Anbetracht der funktionalen Spiele, die für ihr Gleiten und die Herstellungsstreuungen erforderlich sind, selbst keine geeignete Positionierung der Tür in der geschlossenen Position sicherstellen.

Die Wiederzentrierungskapazität der bis jetzt verwendeten Vorrichtungen ist relativ gering und sie liegt in der Größenordnung von plus-minus 2 mm entlang der horizontalen Querachse und bezüglich der nominalen Position.

Außerdem steht der Zentrierfinger vor und ist aggressiv, da er in einer Zone zum Zugang in den Innenraum durch die Insassen des Kraftfahrzeugs liegt.

Die Erfindung hat das Ziel, eine Zentriervorrichtung vorzuschlagen, die die vorher erwähnten Nachteile vermeidet und die erhöhte Wiederzentrierungskapazitäten der Tür sowohl bei der Montage dieser Tür als auch bei ihrer gewöhnlichen Funktion aufweist.

Die Erfindung hat folglich als Gegenstand eine Zentriervorrichtung einer Schiebetür, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, der Art mit einerseits einem Steckerteil, der an einer Kante der Tür angebracht ist, und andererseits einem Buchsenteil, der an einem Holm der Struktur des Fahrzeugs angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckerteil aus einem zylindrischen Finger gebildet ist, der an seinem freien Ende eine frei drehbare Walze umfasst, und der Buchsenteil eine erste Zentrierzone in Form eines Kegels, dessen Innenwand ein zylindrisches Profil aufweist und mit der Walze zusammenwirken soll, und eine zweite, zylindrische Zentrierzone umfasst, die mit dem Finger zusammenwirken soll, wobei der Durchmesser dieses Fingers größer ist als der Durchmesser der Walze.

Gemäß weiteren bevorzugten Merkmalen der Erfindung gilt:

  • – die Walze ist am freien Ende des Fingers in einer Aufnahme angebracht, die zwischen zwei entgegengesetzten und parallelen Laschen ausgespart ist,
  • – der Endrand von jeder Lasche ist abgerundet,
  • – die Innenwand der ersten Zentrierzone weist eine gekrümmte Form auf.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung zeigen sich im Verlauf der folgenden Beschreibung, die als Beispiel gegeben wird und mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen durchgeführt wird, in denen gilt:

1 ist eine schematische Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Zentriervorrichtung vor dem Schließen der Tür,

2 ist eine schematische perspektivische Ansicht des Steckerteils der erfindungsgemäßen Zentriervorrichtung,

3 ist eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung von 1, die die Zentriermöglichkeiten der Schiebetür im Verlauf ihrer Montage zeigt,

4 ist eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung von 1, die die Zentriermöglichkeiten der Tür im Verlauf ihres Schließens zeigt,

5 ist eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung von 1 nach dem Schließen der Schiebetür.

In 1 wurden schematisch eine Kante 2 einer seitlichen Schiebetür 1 und ein Holm 3 einer Struktur 4 eines Kraftfahrzeugs dargestellt, an dem sich die Schiebetür 1 schließt. Die Tür 1 ist mit einer Zentriervorrichtung ausgestattet, die einen Steckerteil 10 und einen Buchsenteil 11 umfasst, die an der Kante 2 der Tür 1 bzw. am Holm 3 der Struktur 4 angeordnet sind.

Der Steckerteil 10, der in 2 in einem größeren Maßstab dargestellt ist, ist aus einem zylindrischen Finger 12 gebildet, der ein erstes Ende 12a, das durch geeignete Mittel, wie beispielsweise durch Schweißen, an der Kante 2 der Tür 1 befestigt ist, und ein zweites freies Ende 12b, das mit zwei Laschen 13 versehen ist, die zwischen sich eine Aufnahme 14 aussparen, in deren Innerem eine Walze 16 um eine Achse 15 frei drehbar angebracht ist, umfasst.

Der Durchmesser des Fingers 12 ist größer als der Durchmesser der Walze 16 und der Endrand 13a von jeder Lasche 13 ist abgerundet, wie in 2 gezeigt.

Der Buchsenteil 11, der insbesondere in 1 dargestellt ist, umfasst eine erste Zentrierzone 20 mit der Form eines Kegels, dessen Innenwand 21 ein zylindrisches Profil aufweist. Die Innenwand 21 der ersten Zentrierzone 20 weist eine gekrümmte Form auf.

Diese Krümmung kann ein Bogen oder eine Folge von Kurven sein. Ihre Form wird in Abhängigkeit vom Bedarf und durch Berechnung oder durch physikalischen Versuch bestimmt.

Der Bedarf wird durch drei Kriterien bedingt:

  • – die seitliche Eingangskraft, die man in eine axiale maximale Kraft (Belastung) umwandeln muss,
  • – die zu erhaltende seitliche Verschiebung,
  • – den Platzbedarf des Buchsenteils 11.

Dieser ersten Zentrierzone 20 folgt in der Schließrichtung der Schiebetür 1 eine zweite Zentrierzone 25 mit einer im Allgemeinen zylindrischen Form. Der Durchmesser dieser zweiten Zentrierzone 25 ist im Wesentlichen gleich dem Durchmesser des Fingers 12 des Steckerteils 10.

Bei der Montage der Tür 1 im Werk muss der Arbeiter den Steckerteil 10 in seine nominale Position bringen, bevor andere Verbindungspunkte der Tür 1 mit der Struktur 4 des Kraftfahrzeuges geregelt und festgespannt werden.

Dafür führt er das Schließen der Tür 1 durch und die Walze 16 des Fingers 12, der den Steckerteil 10 bildet, kommt mit der Innenwand 20 der ersten Zentrierzone 20 des Buchsenteils 11 in Kontakt, wie in 3 gezeigt. Im Verlauf dieser Wiederzentrierungsphase für die Regelung der Positionierung der Tür 1 ist die Zentrierungskapazität durch die Walze 16 plus-minus 11 mm entlang einer horizontalen Querachse.

Die Walze 16 ermöglicht es, die Reibungen zu verringern, und ermöglicht es, die resultierenden Kräfte in der Größenordnung von 15 % bezüglich einer Simulation ohne Walze mit einem Stahl/Stahl- oder Stahl/Kunststoff-Kontakt zu verringern.

Nach der provisorischen Wiederzentrierung der Tür 1 muss der Arbeiter die endgültige Zentrierung sicherstellen, die die Dichtheit auf der Höhe der Tür 1 und auch die Ästhetik garantiert.

Dafür schließt der Arbeiter die Tür vollständig, wie in 5 gezeigt, so dass der Finger 12 des Steckerteils 11 in die zweite zylindrische Zentrierzone 25 des Buchsenteils 11 eindringt. Sobald der Finger 12 in diese zweite Zone 25 eindringt, wird die Rolle der Walze 16 verhindert, da der Durchmesser des Fingers 12 größer ist als der Durchmesser dieser Walze 16, so dass der Finger 12 die Rolle einer Zentriervorrichtung in dieser zweiten Endzentrierphase der Tür 1 spielt. Die Zentrierkapazität bei diesem endgültigen Vorgang ist plus-minus 0,35 mm.

Im Verlauf einer gewöhnlichen Verwendung des Kraftfahrzeuges ist die Zentrierkapazität der erfindungsgemäßen Vorrichtung plus-minus 5,5 mm entlang der horizontalen Querachse bezüglich der nominalen Position. Die Wiederzentrierung der Tür 1 im Verlauf der Verwendung des Fahrzeugs kann durch die Tatsache bewirkt werden, dass das Fahrzeug auf drei Rädern auf einem Gehsteig parkt, was eine Torsion der Baugruppe der Struktur mit einer Auswirkung insbesondere auf die Schiebetür erzeugt.

In diesem Fall rollt die Walze 26 des Fingers 12 beim Schließen der Tür 1 auf dem unteren Teil der Innenwand 21 der ersten Zentrierzone 20, wie in 4 gezeigt, dann dringt der Finger 12 fortschreitend in die zweite Zentrierzone 25 ein, um die endgültige Zentrierung sicherzustellen, wie in 5 gezeigt.

Die Zentriervorrichtung weist den Vorteil auf, dass sie eine große Wiederzentrierkapazität einer Schiebetür während der Montagevorgänge dieser Tür und auch während einer gewöhnlichen Verwendung der Tür mit einer kompatiblen Gleitkraft für einen Benutzer und auch in dem Fall, in dem diese Tür mit einem Antiquetschsystem ausgestattet ist, besitzt.

Außerdem weist die Zentriervorrichtung den Vorteil auf, dass sie kompakter ist als die bis jetzt verwendeten Zentriervorrichtungen und der Steckerteil der Zentriervorrichtung Abmessungen aufweist, die kleiner sind als die der Steckerteile der bis jetzt verwendeten Vorrichtungen, was die Risiken einer Verletzung für die Insassen vermindert. Diese Verletzungsrisiken werden durch die abgerundete Form des freien Endes des Steckerteils weiter vermindert.


Anspruch[de]
Zentriervorrichtung einer Schiebetür (1), insbesondere für ein Kraftfahrzeug, der Art mit einerseits einem Steckerteil (10), der an einer Kante (2) der Tür (1) angebracht ist, und andererseits einem Buchsenteil (11), der an einem Holm (3) der Struktur (4) des Fahrzeugs angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckerteil (10) aus einem zylindrischen Finger (12) mit einer frei drehbaren Walze (16) an seinem freien Ende gebildet ist, und der Buchsenteil (11) eine erste Zentrierzone (20) in Form eines Kegels, dessen Innenwand (21) ein zylindrisches Profil aufweist und mit der Walze (16) zusammenwirken soll, und eine zweite zylindrische Zentrierzone (25), die mit dem Finger (12) zusammenwirken soll, umfasst, wobei der Durchmesser dieses Fingers (12) größer ist als der Durchmesser der Walze (16). Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (16) am freien Ende des Fingers (12) in einer Aufnahme (14) angebracht ist, die zwischen zwei entgegengesetzten und parallelen Laschen (13) ausgespart ist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Endrand von jeder Lasche (13) abgerundet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand (21) der ersten Zentrierzone (20) eine gekrümmte Form aufweist.






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