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Dokumentenidentifikation DE69930856T2 30.11.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001104519
Titel KUGELHAHN
Anmelder Philmac Pty. Ltd., North Plympton, Süd Australien, AU
Erfinder ROSZKOWSKI, Bogdan, Morphett Vale, S.A. 5162, AU;
CHELCHOWSKI, David, Largs Bay, S.A. 5016, AU
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Aktenzeichen 69930856
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 18.08.1999
EP-Aktenzeichen 999413214
WO-Anmeldetag 18.08.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/AU99/00666
WO-Veröffentlichungsnummer 2000011381
WO-Veröffentlichungsdatum 02.03.2000
EP-Offenlegungsdatum 06.06.2001
EP date of grant 12.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.11.2006
IPC-Hauptklasse F16K 5/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

GB-A-1220624 beschreibt ein Ventil mit einem Ventilkörperteil, das eine Ventilkammer bildet. Das Ventilkörperteil ist mit einem Ein- oder Ausströmdurchlass ausgebildet, der in Fluidverbindung mit der Ventilkammer steht. Der Ventilkörper kann mit einer Flanschstruktur oder mit einer Schweißendkonstruktion versehen sein, um das Ventil mit einer Rohrleitung oder einer anderen Leitungsstruktur zu verschrauben oder zu verschweißen. Ein Endverschlussteil des Ventils ist durch eine Reihe von Schrauben oder Gewindebolzen dicht an dem Ventilkörperteil gehalten und bildet einen Verschluss der Ventilkammer. Der Endverschluss ist mit einem Ein- oder Ausströmdurchlass verbunden, der in axialer Ausrichtung mit dem Strömungsdurchlass des Ventilkörperteils steht. Der Endverschluss ist mit einer Flanschstruktur zur Schraubverbindung mit einer Rohrleitung versehen. Ferner ist der Ventilkörper mit einem Druckentspannungsfitting versehen, um Druck nach Bedarf aus dem Körper in die Atmosphäre abzulassen. Der Ventilkörper ist ferner mit oberen und unteren ausgerichteten Öffnungen versehen, welche obere und untere Zapfen aufnehmen. Ein im wesentlichen kugelförmiges Stopfenteil ist mit oberen und unteren Zapfenöffnungen versehen, welche die oberen und unteren Zapfen aufnehmen, um die Ausrichtung des kugelförmigen Stopfens in dem Ventilkörper beizubehalten- Um eine Abdichtung zwischen dem drehbaren kugelförmigen Stopfenteil und dem Ventilkörper zu bewirken, sind zwei ringförmige Sitzanordnungen jeweils in ringförmigen Sitztaschen gehalten, die um die genannten Strömungsdurchlässe gebildet sind. Die Sitzanordnungen weisen einen Dichtungsbereich auf, der zum dichtenden Angriff an der kugelförmigen Arbeitsfläche des Kugelteils angeordnet ist. Das Stopfenteil weist eine rohrförmige Leitung auf, deren Innenwände einen weiteren Strömungsdurchlass bilden. Zwei axial gerichtete Zapfenvorsprünge sind mit der rohrförmigen Leitung durch Schweißen oder dergleichen verbunden und sind im wesentlichen senkrecht Verhältnis zu der Längsachse der rohrförmigen Leitung angeordnet. Die Zapfen sind in den Zapfenöffnungen aufgenommen, um die Kugel zu stützen und eine Antriebsverbindung zwischen einem Betätigungsschaft und der Kugelstruktur zu bilden. Mehrere Struktursegmente sind durch Schweißen oder dergleichen an der rohrförmigen Leitung und an dem oberen bzw. unteren Zapfenvorsprungsteil angebracht. Jedes dieser Segmente ist mit einer gebogenen Randfläche versehen, die zusammen mit der Leitung und den Zapfenstrukturen zur Bildung einer Abtrennung zusammenwirkt, die im wesentlichen mit der Längsachse der rohrförmigen Leitung ausgerichtet ist. Die Trennwand teilt den inneren Hohlraum der Kugel in zwei Druckausgleichskammern. Zwei im wesentlichen identische und im wesentlichen halbkugelförmige Schalen sind zur Verbindung mit der rohrförmigen Leitung, den Zapfenvorsprüngen und der Segmentstruktur zum Bilden der im wesentlichen kugelförmigen Außenkonfiguration des Stopfenteils vorgesehen. Jede der halbkugelförmigen Schalen ist mit vier gebogenen Flächen versehen, welche Kreissegmente bilden. Wenn die halbkugelförmigen Schalen mit der Leitung, den Zapfen- und den Segmentstrukturen zusammengefügt werden, liegen die halbkugelförmigen Schalen aneinander an oder nahe beieinander. Dieses Verhältnis begünstigt effektiv die Verbindung der strukturellen Elemente der Ventilkugel durch Umfangsschweißungen. Nach der Herstellung des kugelförmigen Stopfens werden die Zapfenvorsprünge auf die Abmessungen, die Ausrichtung und die Oberflächenausbildung gebracht, die zum Aufnehmen der Zapfen des Ventils geeignet sind. Nach Abschluss des Herstellungsvorgangs wird die im wesentlichen kugelförmige Oberfläche einer leichten maschinellen Bearbeitung und Oberflächenbehandlung unterzogen, um eine Dichtfläche mit geeigneter Toleranz für ein dichtendes Angreifen an den Sitzelementen des Ventils zu bewirken.

Aus Kunststoff hergestellte Kugelventile sind bekannt. Diese Ventile umfassen eine drehbare Kunststoffkugel, die in der Lage ist, eine Durchgangsbohrung zu verschließen. Die Kugel weist ein mittiges Loch oder eine solche Öffnung auf, die ungefähr gleich der Durchgangsbohrung des Ventils ist. Die Kugel ist zwischen Ventilsitzen eingeschlossen, welche zwei in einen Ventilkörper eingebaute Ringdichtungen aufweisen. Die Außenfläche der Kugel ist um den Bereich, der die Dichtungen berührt, teilweise kugelförmig ausgebildet. Die kugelförmige Oberfläche der Kugel darf keine Verformungen aufweisen und erfordert eine hochqualitative Oberflächenbehandlung, um eine korrekte Abdichtung zu erreichen.

Bei herkömmlichen Kugelventilen aus Kunststoff ist die Kugel einstückig durch Spritzgießen ausgebildet. Nach dem Gießen muss die Kugel maschinell bearbeitet werden, da es aufgrund ihrer Geometrie unmöglich ist, im Spritzgießverfahren eine kugelförmige Außenfläche zu erreichen. Häufig ist ein weiterer Vorgang erforderlich, um die Oberflächenbearbeitung der Außenfläche der Kugel zu verbessern. Die zur Herstellung der Kugel verwendeten Kunststoffe sind oftmals sehr kostspielig, da sie strenge Anforderungen bezüglich einem hohen Verschleißwiderstand und einem geringen Reibungskoeffizienten erfüllen müssen. Infolgedessen ist der Vorgang der Herstellung einer Kunststoffkugel für ein Kugelventil ineffizient und kostspielig.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein neues und verbessertes Kugel- oder Ventilteil für ein Ventil vom Kugelventiltyp zu schaffen, das verringerte Herstellungskosten aufweist oder der Öffentlichkeit zumindest eine nützliche Alternative bietet.

Überblick über die Erfindung

Nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Ventilteil für ein Ventil vom Kugelventiltyp vorgesehen, welches aufweist: ein Gehäuse mit einem Strömungsdurchlass und zwei Gruppen von Befestigungseinrichtungen auf entgegengesetzten Seiten, wobei das Ventilteil eine Dichtfläche auf mindestens einer von dem Strömungsdurchlass beabstandeten Seite aufweist, und eine Einrichtung an dem Ventilteil zum Zusammengreifen mit einem Antriebsmechanismus, um das Drehen des Ventilteils in dem Ventil zu ermöglichen, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilteil mindestens zwei Teile umfasst, von denen jedes eine Gruppe von Vorsprüngen aufweist, die derart ausgebildet sind, dass sie zur Bildung des Ventilteils schnappend an den Gehäusebefestigungseinrichtungen angreifen.

In einer bevorzugten Ausbildungsform sind die beiden Teile identisch.

In einer bevorzugten Ausbildungsform weist das Ventilteil zwei entgegengesetzte Dichtflächen auf.

In einer bevorzugten Ausbildungsform sind die mindestens zwei Teile halbkugelförmige Schalen.

In einer bevorzugten Ausbildungsform weist das Gehäuse ferner einen Rohrbereich auf, um einen glatten Strömungsweg zu bilden.

In einer bevorzugten Ausbildungsform weisen die Teile im Bereich der Dichtfläche eine konstante Materialdicke auf, um der Dichtfläche Glätte zu verleihen.

In einer bevorzugten Ausbildungsform sind die mindestens zwei Teile zum Umschließen des Gehäuses ausgebildet.

Es können an den Schalenteilen und dem Gehäuse separat von jeglichen Verbindungsanordnungen zusammengreifende Einrichtungen vorgesehen sein, um das Übertragen von Drehkräften zwischen den Teilen zu ermöglichen.

In einer bevorzugten Ausbildungsform weist das Gehäuse ferner Vorsprungseinrichtungen auf entgegengesetzten Seiten des Gehäuses für eine formschlüssige Festlegung jedes der Teile auf.

In einer bevorzugten Ausbildungsform sind die Vorsprungseinrichtungen Strukturen vom X-Typ.

In einer bevorzugten Ausbildungsform weist jedes Teil eine Ausnehmung auf, die zum Angreifen an den Vorsprungeinrichtungen ausgebildet ist, um die Übertragung von Drehkräften von dem Gehäuse auf die Teile zu unterstützen.

In einer bevorzugten Ausbildungsform sind die drei Bauteile durch Spritzgießen hergestellt.

Vorzugsweise ist ein Ventilteil für eine Fluidregelvorrichtung vorgesehen, die einen Antriebsmechanismus aufweist, wobei das Ventilteil ein Gehäuseteil mit mindestens einer ersten und einer zweiten Seite und einem durch diese hindurch gehenden Strömungsdurchlass aufweist, wobei das Gehäuseteil eine auf der ersten Seite angeordnete erste Gruppe von Befestigungseinrichtungen und eine auf der zweiten Seite angeordnete zweite Gruppe von Befestigungseinrichtungen aufweist, mindestens einer ersten und einer zweiten Schale, wobei die erste Schale erste Angreifeinrichtungen aufweist, die zum Angreifen an der ersten Gruppe von Befestigungseinrichtungen ausgebildet sind, wobei die zweite Schale zweite Angreifeinrichtungen aufweist, die zum Angreifen an der zweiten Gruppe von Befestigungseinrichtungen ausgebildet sind, wobei die erste und die zweite Schale in der Lage sind, das Gehäuseteil im wesentlichen zu umschließen, wenn die erste Angreifeinrichtung ineinandergreifend mit der ersten Gruppe von Befestigungseinrichtungen zusammengreift und die zweite Angreifeinrichtung ineinandergreifend mit der zweiten Gruppe von Befestigungseinrichtungen zusammengreift, einer zumindest an der ersten Schale angeordneten ersten Dichtfläche und Antriebsangreifeinrichtungen, die zum Angreifen an dem Antriebsmechanismus ausgebildet sind, um das Drehen des Ventilteils in der Fluidregelvorrichtung zu ermöglichen.

In einer bevorzugten Form der Erfindung weisen die Schalen zusammengreifende Verriegelungseinrichtungen, um an den jeweiligen Teilen des Ventilteils zum Verbinden der Teile anzugreifen.

In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist eine Ventilanordnung vom Kugelventiltyp mit einem Einlass und einem Auslass mit einem Ventilteil nach einem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele vorgesehen, bei dem ein Kugelventilteil zum Drehen zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position in dem Ventil ausgebildet ist, wobei in der ersten Position der Strömungsweg durch das Ventilteil im wesentlichen koaxial zu einem Rohr verläuft, und der Strömungsweg durch das Ventilteil in der zweiten Position im wesentlichen quer zum Rohr verläuft.

Aufgrund der genannten beiden Aspekte ist es ein Vorteil der Erfindung, dass ein Ventilteil, beispielsweise ein Kugelventil, aus lediglich drei Bauteilen besteht, von denen zwei identisch sind. Dies macht die Herstellung und Montage des Ventilteils relativ einfach und kostengünstig. Ferner kann jedes der Bauteile bei Beschädigung ersetzt werden, anstatt wie bei bekannten Vorrichtungen die gesamte Einheit ersetzen zu müssen.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

1 zeigt eine Kugelventilanordnung nach dem Stand der Technik;

2A2D zeigen orthogonale Ansichten des erfindungsgemäßen Ventilteils in zusammengesetztem und auseinandergebautem Zustand;

3A und 3B sind perspektivische Darstellungen der Bauteile des erfindungsgemäßen Ventilteils in zusammengesetztem und auseinandergebautem Zustand; und

4A und 4B zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen

In den Zeichnungen zeigt 1 eine Kugelventilanordnung mit einer bekannten Kugel. Die Kugelventilanordnung 10 hat einen Griff 12 zum Drehen der Kugel 13 mittels eines Schlitzes, Ringdichtungen 14, 15 und einen Kugelsitz 16. Sie zeigt die bekannte Kugel 13 als einstückigen Aufbau. Der Nachteil dieser Vorrichtung liegt hauptsächlich in den Kosten. Die Kugel selbst ist teuer und zeitaufwendig in der Herstellung. Sie ist als ein Teil geformt und erfordert nach dem Formen eine maschinelle Bearbeitung, um die korrekte Form zu erhalten. Oft ist ein weiterer Endbearbeitungsvorgang erforderlich, um das Oberflächenfinish der Außenfläche der Kugel zu verbessern.

Diese Schwierigkeiten werden bei der erfindungsgemäßen Kugel für ein Kugelventil überwunden, wobei das beste dem Anmelden bekannte Verfahren in den 2A2C und in der Explosionsdarstellung in 2D gezeigt ist. 2A zeigt eine montierte Form des Ventilteils 20 in Seitenansicht, wobei die vorzugsweise identischen Teile 22 und 23 bei 25 zur Bildung des Ventilteils 20 verbunden sind. Die gestrichelte Linie stellt die Dichtungsflächen 36 dar, auf denen ein Ventilsitz einer Ventilanordnung sitzt. Diese Dichtungsflächen sind kreisförmig und jeweils eine ist auf jedem der beiden Teile 22 und 23 ausgebildet; siehe auch 2B.

Die Bohrung 24 bildet einen Strömungsdurchlass durch das Kugelventil 20. Ein Antriebsübertragungsmechanismus 26 ermöglicht es dem Griff der Ventilanordnung (in 1 dargestellt) zur Drehbewegung an dem Ventilteil anzugreifen. Zusammengreifende Verriegelungseinrichtungen 28 sind an zumindest zwei gegenüberliegenden Seiten eines Gehäuses 27 vorgesehen, um an den jeweiligen Teilen des Ventilteils schnappend anzugreifen. Die zusammengreifenden Verriegelungseinrichtungen 28 dienen ebenfalls zum drehenden Antreiben der Kugel.

2C ist eine detailliertere Darstellung der zusammengreifenden Verriegelungseinrichtungen 28, welche die Schnappverbindung der beiden Teile 22 und 23 des Kugelventils ermöglichen. Der (nicht dargestellte) Griff ist sodann in der Lage, sich in seiner Position zu verriegeln und an dem Antriebsmechanismus 26 anzugreifen, um das Ventilteil von einer offenen in eine geschlossene Position zu drehen, wenn es in einem (nicht dargestellten) Rohr angeordnet ist. In der offenen Position wird in Ausrichtung mit dem Rohr ein Strömungsdurchlass gebildet, wobei Fluid (beispielsweise Wasser) strömen kann. In der geschlossenen Stellung ist kein Strömungsdurchlass gebildet, da die Dichtflächen in Ausrichtung mit dem Rohr gedreht sind und so jeden Fluiddurchgang sperren.

2D zeigt die Bauteile des Ventilteils im Detail. Die beiden Teile sind vorzugsweise identisch und kugelförmig, wobei sie zwei halbkugelförmigen Schalen 22 und 23 bilden. Da sie Identisch sind, können sie mit der selben Form hergestellt werden, wodurch der Herstellungs- und Montagevorgang vereinfacht wird. Die Schalen weisen, wie in den vorhergehenden Figuren gezeigt, Dichtflächen 36 auf und befinden sich auf gegenüberliegenden Seiten des Ventilteils und dichten im Gebrauch gegen den Ventilsitz ab. Das Gehäuse 27 weist eine Bohrung 24 auf, die einen Strömungsdurchlass von einer Seite des Ventilteils zur anderen bildet, wobei das Zusammengreifen des Antriebsmechanismus mit dem Griff das Drehen des Ventilteils ermöglicht, um einer Fluidquelle entweder zwei Dichtflächen oder alternativ Strömungsflächen zuzuwenden.

Das Einschließen des Gehäuses durch die Kugelventilteile ist in 3A dargestellt, wobei das Ausrichten der beiden Teile die Bildung einer Durchgangsbohrung für den Durchtritt von Fluid ermöglicht, wenn das Ventilteil in Verbindung mit einem Kugelventil verwendet wird. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass das Gehäuse nicht vollständig von den Schalen umgeben sein muss. Manchmal kann es vorteilhaft sein, wenn die Schalen an dem Gehäuse angreifen ohne es umschließen zu müssen.

3B zeigt die Bauteile in größerem Detail, wobei das Gehäuse 27 eine Gruppe von Flanschen 40 aufweist, die an gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses vorgesehen sind und Angreifeinrichtungen aufweisen, welche der Aufnahme entsprechender Teile der Schalen, welche Hakeneinrichtungen 46 aufweisen, dienen, um das Umschließen des Gehäuses 27 durch die beiden kugelförmigen Schalen zu ermöglichen. Vorsprungseinrichtungen 32 befinden sich auf gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses zum formschlüssigen Anordnen der Schalen in Bezug auf das Gehäuse, wobei die Einrichtungen als Strukturen vom X-Typ dargestellt sind, welche von entgegengesetzten Seiten des Gehäuses abstehen. Die Vorsprungseinrichtungen können jedoch jegliche Ausbildung aufweisen, die zum Erreichen der erforderlichen Anordnung des Gehäuses an den halbkugelförmigen Schalen und des Antriebs des Gehäuses geeignet ist.

Eine Ausnehmung 31 in den Schalen 22, 23 greift mit den Vorsprüngen des Rahmens 27 zusammen, um die Übertragung von Drehkräften von dem Gehäuse an die Schalen zu ermöglichen.

Die halbkugelförmigen Schalen weisen jeweils halbkreisförmige Ausschnitte 44 und 45 auf. Die Schalen weisen ferner Hakeneinrichtungen 46 am Umfangsrand von mindestens zwei gegenüberliegenden Ausschnitten 44 auf, wobei die Hakeneinrichtungen mit Eingreifeinrichtungen des Flanschs des Gehäuses schnappend zusammengreifen.

Darüber hinaus weist das Gehäuse einen Steg 50 auf, der sich über den gesamten Umfang des Randes erstreckt, wobei die Stege mit entsprechenden Nuten 52 in jeder der beiden halbkugelförmigen Schalen zusammengreifen, um so die Verbindung der Bauteile des Ventilteils zu verbessern und zu stärken. Das Gehäuse kann somit durch das Zusammenschnappen der beiden halbkugelförmigen Schalen umschlossen werden, um ein Ventilteil für ein Ventil vom Kugelventiltyp zu bilden.

Sämtliche Bauteile des Ventilteils können spritzgegossen werden, um eine wirtschaftliche Alternative zum Stand der Technik zu bilden.

Ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den 4A und 4B dargestellt. Diese Figuren zeigen eine Ausführungsform des Ventilteils, bei welcher die Kugel aus Schalen 56 und 58 gebildet ist und die Durchgangsbohrung 60 in dem Gehäuse um ungefähr 90 Grad versetzt ist, wodurch ein Eckventil gebildet ist. Es sei darauf hingewiesen, dass der Ventilsitz der Kugelventilanordnung, welcher an der Dichtfläche 61 angreift, nicht die Verbindung 54zwischen den beiden halbkugelförmigen Schalen abdeckt, da die Verbindung 54 die Abdichtung zwischen dem Ventilsitz und dem Ventilelement verhindern würde. Der Antriebsmechanismus kann in dem Schlitz 62 in der Kugelanordnung eingreifen.

Die erfindungsgemäße Kugelventilanordnung kann ebenfalls mit einer Durchgangsbohrung mit mehr als zwei Öffnungen Anwendung finden.

Der Zweck der gesamten vorhergehenden Beschreibung ist es, die Erfindung darzustellen, nicht jedoch, sie zu beschränken.


Anspruch[de]
Ventilteil (20) für ein Ventil vom Kugelventiltyp, mit:

einem Gehäuse (27) mit einem Strömungsdurchlass (24) und zwei Gruppen von Befestigungseinrichtungen (28) auf entgegengesetzten Seiten;

wobei das Ventilteil (20) eine Dichtfläche (36) auf mindestens einer von dem Strömungsdurchlass (24) beabstandeten Seite aufweist; und

einer Einrichtung (28) an dem Ventilteil (20) zum Zusammengreifen mit einem Antriebsmechanismus (28), um das Drehen des Ventilteils (20) in dem Ventil zu ermöglichen,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Ventilteil (20) mindestens zwei Teile (22, 23) umfasst, von denen jedes eine Gruppe von Vorsprüngen (46) aufweist, die derart ausgebildet sind, dass sie zur Bildung des Ventilteils (20) schnappend an den Gehäusebefestigungseinrichtungen (28) angreifen.
Ventilteil (20) nach Anspruch 1, bei dem mindestens zwei Teile (22, 23) identisch sind. Ventilteil (20) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem das Ventilteil (20) zwei entgegengesetzte Dichtflächen (36) aufweist. Ventilteil (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die mindestens zwei Teile (22, 23) halbkugelförmige Schalen sind. Ventilteil (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Gehäuse (27) ferner einen Rohrbereich aufweist, um einen glatten Strömungsweg zu bilden. Ventilteil (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die wenigstens zwei Teile (22, 23) im Bereich der oder jeder Dichtfläche (36) eine konstante Materialdicke aufweisen, um der Dichtfläche (36) Glätte zu verleihen. Ventilteil (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die mindestens zwei Teile (22, 23) zum Umschließen des Gehäuses (27) ausgebildet sind. Ventilteil (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Gehäuse (27) ferner Vorsprungseinrichtungen (32) auf entgegengesetzten Seiten des Gehäuses für eine formschlüssige Festlegung jedes der mindestens zwei Teile (22, 23) aufweist. Ventilteil (20) nach Anspruch 8, bei dem die Vorsprungseinrichtungen (32) Strukturen vom X-Typ sind. Ventilteil (20) nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, bei dem jedes der mindestens zwei Teile (22, 23) eine Ausnehmung (31) aufweist, die zum Angreifen an den Vorsprungeinrichtungen (32) ausgebildet ist, um die Übertragung von Drehkräften von dem Gehäuse (27) auf die Teile (22, 23) zu unterstützen. Ventilteil (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die mindestens zwei Teile (22, 23) und das Gehäuse (27) durch Spritzgießen hergestellt sind. Ventil (10) vom Kugelventiltyp mit einem Einlass und einem Auslass mit einem Ventilteil (20) nach einem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele, bei dem ein Kugelventilteil (20) zum Drehen zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position in dem Ventil (10) ausgebildet ist, wobei in der ersten Position der Strömungsweg durch das Ventilteil (20) im wesentlichen koaxial zu einem Rohr verläuft, und der Strömungsweg durch das Ventilteil (20) in der zweiten Position im wesentlichen quer zum Rohr verläuft.






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