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Dokumentenidentifikation DE69901845T3 07.12.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001112002
Titel PULVER AUF MILCHBASIS FUER HAUSTIERE
Anmelder Société des Produits Nestlé S.A., Vevey, CH
Erfinder COUZY, François, CH-1073 Savigny, CH;
LEUBA, Jean-Louis, CH-1034 Boussens, CH
Vertreter Andrae Flach Haug, 81541 München
DE-Aktenzeichen 69901845
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.09.1999
EP-Aktenzeichen 999686033
WO-Anmeldetag 07.09.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/EP99/06621
WO-Veröffentlichungsnummer 2000013526
WO-Veröffentlichungsdatum 16.03.2000
EP-Offenlegungsdatum 04.07.2001
EP date of grant 12.06.2002
EPO date of publication of amended patent 26.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.12.2006
IPC-Hauptklasse A23K 1/165(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A23C 11/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A23C 9/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A23K 1/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Pulver auf Milchbasis, das rekonstituiert werden kann, um eine Nahrungszusammensetzung auf Milchbasis für Haustiere, insbesondere für junge Haustiere, zu schaffen.

Viele Haustierbesitzer, insbesondere Besitzer junger Haustiere, füttern ihren Haustieren Kuhmilch oder Zusammensetzung auf Milchbasis, weil Kuhmilch eine exzellente Nahrungsse quelle für Haustiere ist. Überdies können in Fällen, wenn sehr junge Haustiere keine Milch von ihren Müttern bekommen können, Kuhmilch oder Zusammensetzungen auf Kuhmilch-Basis die einzige Nahrungsquelle für das junge Tier sein.

Unglücklicherweise kann das Füttern von Kuhmilch an Säugehaustiere zu einer gastrointestinalen Intoleranz führen. Das zeigt sich in einer Vielfalt von intestinaler Symptome, wie Blutungen, Blähungen, Krämpfe, Muskelschwund, niedrige Fäkalkonsistenz und in schweren Fällen Diarrhoe umfassen. Niedrige Fäkalkonsistenz und Diarrhoe sind besonders bekannte Symptome (Mundt, H-C. und Meyer, H.; 1989, Waltham Symposium 7: Nutrition of the Dog and Cat, Cambridge University Press, Seiten 267–274). Der Grund der gastrointestinalen Intoleranz wird der Lactose in Kuhmilch zugeschrieben.

Das Entfernen von Lactose aus Kuhmilch für Human-Anwendungen ist gut bekannt. Das wird üblicherweise durch Mikro- oder Ultra-Filtrierung oder durch enzymatische Behandlung oder beidem von flüssiger Milch oder Sahnelösungen durchgeführt. Überdies sind Milch- oder Sahnepulver, die einen niedrigen Lactose-Gehalt haben oder lactosefrei sind, kommerziell erhältlich, und können Haustieren gefüttert werden. Diese Pulver jedoch sind im großen und ganzen zu teuer für den kommerziellen Einsatz in Haustierprodukten.

Für Haustiere ist eine mögliche Lösung für das Problem in dem europäischen Patent 0 259 713 beschrieben. Dort wird die Lactose in der Zusammensetzung reduziert, indem der Anteil an Milchpulver in der Zusammensetzung unter ungefähr 60 Gew.-% reduziert wird. Um die Reduktion an Protein auszugleichen, werden dann Lactose-verminderte oder Lactose-freie Milchproteine der Zusammensetzung hinzugefügt. Auf diese Weise kann der Lactose-Anteil der Zusammensetzung unter ungefähr 30 Gew.-% reduziert werden. Jedoch erfordert dies die Zugabe großer Mengen Lactose-reduzierter oder Lactose-freier Milchproteine, was die Kosten erhöht.

Die US-A-5 141 755 offenbart ein Haustierfutter auf Tagebuchbasis, wie zum Beispiel Butter, Käse oder Sahne, das Lactase mit einer Konzentration von 0,001 bis 10 Gew.-% enthält.

Die japanische Patentzusammenfassung, Band 008, Nr. 041 (C-211), 22. Februar 1984 (1984-02-22) und JP 58 201949 A offenbaren gemischte Lebensmittel für einen Viehbestand, die fähig sind, den Nutzgrad von Lactose von Tagebuchprodukten durch Hinzufügen von 500–5.000 Einheiten von &bgr;-Galactosidase zu einem Futter, das mit 2–80% eines Tagebuchprodukts, das Lactose enthält, gemischt ist, zu verbessern.

Mundt und Meyer (siehe oben) schlagen vor, daß es eine andere Lösung ist, die Lactose unter Verwendung von Enzymen zu hydrolisieren, bevor das Milchpulver für Haustiere erzeugt wird. Das ist eine annehmbare Lösung, wenn die Milch reichlich und billig in flüssiger Form verfügbar ist. Jedoch ist das keine gangbare Lösung, wenn der Milchinhalt in pulvriger Form verfügbar ist, was gewöhnlich der Fall ist.

Es besteht daher weiterhin ein Bedarf für Pulver auf Kuhmilchbasis, das rekonstruiert werden kann, um eine Nahrungszusammensetzung auf Milchbasis zu schaffen, die relativ einfach zuzubereiten und relativ billig ist.

Dementsprechend schafft diese Erfindung bei einer Ausführung ein Milchpulver für Haustiere, wobei das Pulver ein Kuhmilchpulver umfaßt, das Lactose, einen probiotischen Mikroorganismus und eine dazu zugesetzte Lactase enthält.

Man hat überraschenderweise herausgefunden, daß der einfache Zusatz von Lactase und einem probiotischen Mikroorganismus zu Milchpulver die gastrointestinalen Probleme vermeiden oder entscheidend verringern kann, die mit dem Verbrauch von Lactose verbunden sind. Das ist trotz der Tatsache der Fall, daß die Milchzusammensetzung, die durch die Rekonstituierung des Milchpulvers hergestellt wird, unmittelbar nach der Rekonstitution verbraucht werden kann, d.h. bevor die Lactase Zeit hatte, die Lactose in dem Milchpulver zu degradieren.

Vorzugsweise ist die Lactase eine &bgr;-Galactosidase, die vorzugsweise von Mikroorganismen stammt. Eine &bgr;-Galactosidase, die bei sauren pH-Werten aktiv ist, wird besonders bevorzugt.

Das Milchpulver kann überdies irgendeine Lipidquelle, Proteinquelle, Vitamine und Mineralien enthalten.

Gemäß einer weiteren Ausführung schafft die Erfindung ein Milchpulver für Katzen, wobei das Pulver ein Kuhmilchpulver umfaßt, das Lactose, eine zugesetzte Lactase, Taurin, Cholin und einen probiotischen Mikroorganismus enthält.

Gemäß noch einer weiteren Ausführung schafft die Erfindung ein Milchpulver für Hunde, wobei das Pulver ein Kuhmilchpulver umfaßt, das Lactose, eine zugesetzte Lactase, Cholin und einen probiotischen Mikroorganismus enthält.

Gemäß einer weiteren Ausführung schafft die Erfindung ein Verfahren zum Vermindern der Symptome gastrointestinaler Intoleranz bei Säugehaustieren nach dem Verbrauch einer Nahrungszusammensetzung auf der Basis von Kuhmilch, wobei das Verfahren das Verabreichen einer effektiven Menge an Lactase und einen probiotischen Mikroorganismus in Kombination mit der Nahrungszusammensetzung umfaßt.

Ausführungen der Erfindung werden nun beispielhaft beschrieben.

Die Erfindung betrifft ein Pulver auf Milchbasis, das mit Wasser rekonstituiert werden kann, um eine Nahrungsmilch für Haustiere zu schaffen, die eine verminderte gastrointestinale Intoleranz bewirkt.

Das Pulver auf Milchbasis enthält Kuhmilchpulver und eine Lactase. Das Kuhmilchpulver kann irgendein geeignetes Milchpulver sein, das auf der Basis von Kuhmilch gemacht ist, z.B. Magermilchpulver und Vollmilchpulver. Überdies können Milchpulver eingesetzt werden, die aus standardisierten Lösungen auf Milchbasis hergestellt werden. Wenn es erwünscht ist, kann das Kuhmilchpulver Additive enthalten, wie z.B. Vitamine, Mineralien, Proteine, Lipide und dergleichen. Der Lactoseanteil des Milchpulvers ist für die Erfindung nicht entscheidend. Wenn Kuhmilchpulver, die einen niedrigen Lactoseanteil haben, ohne Weiteres und billig verfügbar sind, können sie natürlich vorteilhafterweise eingesetzt werden.

Die Lactase kann irgendeine geeignete Lactase sein, die im Großen und Ganzen als sicher anerkannt ist. &bgr;-Galactosidasen werden bevorzugt, insbesondere &bgr;-Galactosidasen mikrobiologischen Ursprungs. Weil die Bedingungen in dem gastrointestinalen Trakt sauer sind, wird eine Lactase, die unter sauren Bedingungen aktiv bleibt, bevorzugt. Jedoch können Lactasen, die unter neutralen oder basischen Bedingungen aktiv sind, auch verwendet werden. In diesen Fällen kann es nützlich sein, ein Alkalielement in dem Pulver auf Milchbasis aufzunehmen, das den pH-Abfall in dem gastrointestinalen Trakt vermindert.

Ein Enzym, das insbesondere geeignet ist, ist eine &bgr;-Galactosidase, die man von Amano Enzyme USA Co. Ltd. aus Lombard, Illinois, USA, beziehen kann. Das Enzym ist unter dem Namen "Lactase Amano" erhältlich. Das Enzym wird von Aspergillus oryzae erhalten und hat einen optimalen pH-Wert von ungefähr 4,8, wenn Lactose das Substrat ist. Das Enzym hat eine Aktivität von mehr als 50.000 Einheiten/g bei optimalem pH-Wert. Das Enzym ist im Großen und Ganzen als sicher und lebensmittelverträglich anerkannt.

Die Menge der hinzuzufügenden Lactase wird von verschiedenen Faktoren abhängen, wie z.B. dem Lactoseanteil des Kuhmilchpulvers und der Aktivität des Enzyms. Jedoch kann die Menge ohne Weiteres von einem Fachmann bestimmt werden. Normalerweise kann die Lactase hinzugefügt werden, um ungefähr 25 UI/100 g bis ungefähr 200 UI/100 g Pulver zu schaffen, z.B. ungefähr 50 UI/100 g bis ungefähr 125 UI/100 g Pulver. Die Einheit UI bezeichnet die Menge an Enzym, das ein Mikromol o-Nitrophenol pro Minute bei 30°C erzeugt, wenn 3,0 ml einer Lösung, die 200 mg o-Nitrophenol-&bgr;-galactopyranosid pro 100 ml 0,1 M McIlvaine-Puffer, pH-Wert 4,5; zu 1,0 ml gelöste Enzymlösung hinzugefügt wird. Die Reaktion wird nach 10 Minuten gestoppt.

Für ein Enzym, das eine Aktivität von ungefähr 50 UI/100 g bis ungefähr 125 UI/100 g Pulver aufweist, kann die Lactase ungefähr 0,05 Gew.-% bis ungefähr 0,4 Gew.-% des Pulvers auf Milchbasis umfassen, z.B. 0,15 Gew.-% bis ungefähr 0,25 Gew.-%.

Wenn es erwünscht ist, das Pulver auf Milchbasis nahrungsmäßig kompletter herzustellen, können weitere Nahrungskomponenten zu dem Pulver hinzugefügt werden. Zum Beispiel kann eine Lipidquelle zu dem Pulver auf Milchbasis hinzugefügt werden. Irgendeine geeignete Lipidquelle kann verwendet werden, z.B. Gemüseöle, wie z.B. Sojabohnenöl, Sonnenblumenöl, Distelöl, Maisöl, Erdnußöl und Rapsöl oder tierische Fette, wie z.B. Milchfette und Talg. Im Allgemeinen wird die Lipidquelle auf der Basis des Nährwertes, der Kosten und von Geschmacksüberlegungen ausgewählt werden.

Es ist auch möglich, des Weiteren Protein und Aminosäurequellen hinzuzufügen. Zum Beispiel können Sahne-Proteinpulver zu dem Pulver auf Milchbasis hinzugefügt werden. Ähnlich kann das Pulver auf Milchbasis mit freien Aminosäuren ergänzt werden, die von dem Säugetier für eine vollständige Ernährung gefordert werden. Zum Beispiel kann für Pulver auf Milchbasis, das für Kätzchen gedacht ist, das Pulver mit Taurin oder Arginin oder beidem ergänzt werden.

Das Pulver auf Milchbasis kann auch Vitamine und Mineralien enthalten. Es wird insbesondere bevorzugt, daß es eine Calciumquelle enthält, z.B. Dicalciumphosphat.

Das Pulver auf Milchbasis enthält auch einen probiotischen Mikroorganismus. Ein probiotischer Mikroorganismus ist ein Mikroorganismus, der vorteilhafterweise einen Wirt beeinflußt, indem er dessen mikrobiologische intestinale Balance verbessert (Fuller, R; 1989, J. Applied Bacteriology, 66: 365–378). Im Allgemeinen erzeugen probiotische Mikroorganismen organische Säuren, wie z.B. Milchsäure und Essigsäure, die das Wachstum pathogener Bakterien behindern. Beispiele geeigneter probiotischer Mikroorganismen umfassen Hefen, wie z.B. Saccharomyces, Debaromyces, Candida, Pichia und Torulopsis, Schimmel, wie z.B. Aspergillus, Rhizopus, Mucor und Penicillin und Torulopsis und Bakterien, wie z.B. das gewöhnliche Bifidobacterium, Bacteroides, Clostridium, Fusobacterium, Melissococcus, Propionibacterium, Streptococcus, Enterococcus, Lactococcus, Staphylococcus, Peptostrepococcus, Bacillus, Pediococcus, Micrococcus, Leuconostoc, Weissella, Aerococcus, Oenococcus und Lactobacillus. Spezielle Beispiele geeigneter probiotischer Mikroorganismen sind: Saccharomyces cereviseae, Bacillus coagulans, Bacillus licheniformis, Bacillus subtilis, Bifidobacterium bifidum, Bifidobacterium infantis, Bifidobacterium longum, Enterococcus faecium, Enterococcus faecalis, Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus alimentarius, Lactobacillus casei subsp. casei, Lactobacillus casei Shirota, Lactobacillus curvatus, Lactobacillus delbruckii subsp. lactis, Lactobacillus farciminus, Lactobacillus gasseri, Lactobacillus helveticus, Lactobacillus johnsonii, Lactobacillus reuteri, Lactobacillus rhamnosus (Lactobacillus GG), Lactobacillus sake, Lactococcus lactis, Micrococcus varians, Pediococcus acidilactici, Pediococcus pentosaceus, Pediococcus acidilactici, Pediococcus halophilus, Streptococcus faecalis, Streptococcus thermophilus, Staphylococcus carnosus und Staphylococcus xylosus. Die probiotischen Mikroorganismen liegen vorzugsweise in pulvriger getrockneter Form vor, insbesondere in Sporenform bei Mikroorganismen, die Sporen bilden. Wenn es gewünscht ist, kann überdies der probiotische Mikroorganismus eingekapselt sein, um weiter die Wahrscheinlichkeit des Überlebens zu steigern, z.B. in eine Zuckermatrix, Fettmatrix oder Polysaccaridmatrix.

Überdies kann das Pulver auf Milchbasis auch eine Quelle fermentierbarer lösbarer Fasern umfassen, zum Beispiel Zichoriefasern, Inulin, Fructooligosaccharide und dergleichen. Vorzugsweise ist die ausgewählte fermentierbare lösbare Faser ein Substrat für den ausgewählten probiotischen Mikroorganismus, oder derart, daß die fermentierbare lösbare Faser und der probiotische Mikroorganismus eine symbiotische Beziehung bilden, um die nützlichen Wirkungen zu fördern.

Es ist natürlich möglich, daß Vitamine, Mineralien, Aminosäuren und eine Lipidquelle bei der Herstellung des Kuhmilchpulvers eingesetzt werden können. In diesem Fall müssen weniger oder keine dieser Inhaltsstoffe hinzugefügt werden.

Das Pulver auf Milchbasis kann hergestellt werden, indem das Kuhmilchpulver, die Lactase, der probiotische Mikroorganismus und irgendwelche weiteren Inhaltsstoffe trockengemischt werden. Wenn eine Lipidquelle hinzugefügt wird, wird es vorzugsweise als Letztes zugemischt. Irgendwelche geeigneten Mischapparate können eingesetzt werden. Das Pulver auf Milchbasis wird dann in geeignete Verpackungen verpackt.

Die Menge der Nahrungszusammensetzung, die einem Säugetier jeden Tag zu füttern ist, wird von Faktoren abhängen, wie z.B. dem Alter des Säugetiers, der Art des Säugetiers und weiteren Nahrungsquellen. Jedoch kann die Nahrungszusammensetzung auf im wesentlichen die gleiche Weise und in denselben Mengen wie bei der Verwendung von Milch verwendet werden. Zum Beispiel können für mittlere und große Hund bis zu 250 ml der Nahrungszusammensetzung pro Tag dem Hund gefüttert werden. Für kleinere Hunde können dem Hund bis zu ungefähr 125 ml der Nahrungszusammensetzung pro Tag gefüttert werden. Ähnliche Werte können ohne Weiteres für Katzen und andere Säugetiere bestimmt werden.

Zur Illustration werden bestimmte Beispiele der Erfindung im folgenden beschrieben.

Beispiel 1 (nicht Teil der Erfindung)

Ein Pulver auf Milchbasis für Hunde wird zubereitet, indem Vollmilchpuler, &bgr;-Galactosidase ("Lactase Amano"), Vitamine, Mineralien und Sojabohnenöl zusammen trockengemischt werden. Die Zusammensetzung des Pulvers ist wie folgt:

Das Pulver auf Milchbasis hat einen Lactoseanteil von ungefähr 33 Gew.-%. Dem Milchpulver wird Leitungswasser hinzugefügt und es wird sofort rekonstituiert, um eine Nahrungszusammensetzung auf Milchbasis zu schaffen. Die Nahrungszusammensetzung ist sehr schmackhaft für Welpen und Hunde.

Beispiel 2 (nicht Teil der Erfindung)

Ein Pulver auf Milchbasis für Katzen wird zubereitet, indem Vollmilchpulver, &bgr;-Galactosidase, Arginin, Taurin, Vitamine und Sojabohnenöl trocken zusammengemischt werden. Die Zusammensetzung des Pulvers ist wie folgt.

Das Pulver auf Milchbasis hat einen Lactoseanteil von ungefähr 33 Gew.-%. Dem Milchpulver wird Leitungswasser zugefügt und es wird schnell rekonstituiert, um eine Nahrungszusammensetzung auf Milchbasis zu schaffen. Die Nahrungszusammensetzung ist für Kätzchen und Katzen sehr schmackhaft.

Beispiel 3 (nicht Teil der Erfindung)

Sieben Beagle-Hunde im Alter von 5 bis 12 Jahren wurden in einem Versuch eingesetzt. Jeder Hund wird in einem Käfig getrennt gehalten. Die Hunde haben Zugang zu einer Trockendiät ad libitum.

In dem ersten Teil des Versuchs wird den Hunden für eine Zeitdauer von 7 Tagen eine Milch gefüttert, die aus einem Vollmilchpulver rekonstituiert ist. Die Milch enthält Vitamine und Mineralien. Die Milch wird unmittelbar vor dem Anbieten rekonstituiert, indem dem Vollmilchpulver kaltes Leitungswasser zugegeben wird. Der Nahrungsmittelverbrauch, der Flüssigkeitsverbrauch und die Fäkalkonsistenz werden überwacht.

Im zweiten Teil des Versuchs wird den Hunden für eine Zeitdauer von 7 Tagen eine Nahrungszusammensetzung gefüttert, die aus dem Pulver auf Milchbasis von Beispiel 1 rekonstituiert ist. Die Nahrungszusammensetzung wird unmittelbar vor dem Anbieten rekonstituiert, indem dem Pulver auf Milchbasis kaltes Leitungswasser zugegeben wird. Der Nahrungsmittelverbrauch, der Flüssigkeitsverbrauch und die Fäkalkonsistenz werden überwacht.

In beiden Teil des Versuchs wird jedem Hund 900 g pro Tag von der Milch oder der Nahrungszusammensetzung gefüttert. Die Milch oder die Nahrungszusammensetzung ist von 9 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags verfügbar und die einzige Flüssigkeitsquelle während dieser Zeitdauer. Im Großen und Ganzen wird die gesamte Flüssigkeitsmenge schnell verbraucht. Von 3 Uhr nachmittags bis 9 morgens haben die Hunde freien Zugang zum Wasser.

Die Nahrungszusammensetzung bietet sogar bei diesem hohen Verbrauchswert eine entscheidende Verbesserung.

Beispiel 4 (nicht Teil der Erfindung)

Sieben Katzen im Alter von 5 bis 12 Jahren werden in einem Versuch eingesetzt. Jede Katze wird getrennt in einem Käfig gehalten. Die Katzen haben Zugang zu einer Trockendiät auf Fischbasis ad libitum.

In dem ersten Teil des Versuchs wird den Katzen für eine Zeitdauer von 7 Tagen eine Milch gefüttert, die aus einem Vollmilchpulver rekonstituiert ist. Die Milch enthält Vitamine und Mineralien. Die Milch wird unmittelbar vor dem Anbieten rekonstituiert, indem dem Vollmilchpulver kaltes Leitungswasser zugegeben wird. Der Nahrungsmittelverbrauch, der Wasserverbrauch und die Fäkalkonsistenz werden überwacht.

In dem zweiten Teil des Versuchs wird den Katzen für eine Zeitdauer von 7 Tagen eine Nahrungszusammensetzung gefüttert, die aus dem Pulver auf Milchbasis von Beispiel 2 rekonstituiert ist. Die Nahrungszusammensetzung wird unmittelbar vor dem Anbieten rekonstituiert, indem dem Pulver auf Milchbasis kaltes Leitungswasser zugegeben wird. Der Nahrungsmittelverbrauch, der Flüssigkeitsverbrauch und die Fäkalkonsistenz werden überwacht.

In beiden Teilen des Versuchs wird jeder Katze 180 g pro Tag von der Milch oder von der Nahrungsmittelzusammensetzung vorgelegt. Die Milch oder die Nahrungsmittelzusammensetzung ist von 3 Uhr nachmittages bis 9 Uhr morgens verfügbar und die einzige Flüssigkeitsquelle während dieser Zeitdauer. Von 9 Uhr morgens bis 3 Uhr nachmittags haben die Katzen freien Zugang zum Wasser.

Die Nahrungszusammensetzung bietet eine sehr deutliche Verbesserung. Keine deutliche Änderung im Verbrauch zwischen der Milch und der Nahrungszusammensetzung wird beobachtet. Daher wird der Geschmack nicht durch den Zusatz des Enzyms beeinflußt.

Beispiel 5 (nicht Teil der Erfindung)

Ein Pulver auf Milchbasis wird unter Verwendung eines &bgr;-Galactosidasenenzyms zubereitet, das von Novo Nordisk A/S aus Bagsvaerd, Dänemark, erhalten und unter dem Namen Lactozym verkauft wird. Das Pulver ist im wesentlichen identisch zu dem Pulver von Beispiel 1, außer daß ein anderes Enzym eingesetzt wird. Das Enzym ist unter basischen Bedingungen optimal aktiv.

Wenn es Beagle-Hunden gefüttert wird, hat das Pulver auf Milchbasis im wesentlichen die gleichen Eigenschaften wie das Pulver von Beispiel 1.


Anspruch[de]
Haustiermilchpulver, welches Pulver eine trockene Mischung aus einem Kuhmilchpulver, welches Laktose enthält,

einer dazu hinzugefügten Laktase und

einem probiotischen Mikroorganismus umfasst.
Pulver gemäß Anspruch 1, in welchem die Laktase eine optimale Aktivität unter sauren Bedingungen hat. Pulver gemäß Anspruch 1, in welchem die Laktase eine &bgr;-Galaktosidase ist. Pulver gemäß Anspruch 3, in welchem die &bgr;-Galaktosidase mikrobiellen Ursprungs ist. Pulver gemäß Anspruch 1, welches außerdem eine Calcium-Quelle umfasst. Haustiermilchpulver für Katzen, welches Pulver eine trockene Mischung aus einem Kuhmilchpulver, welches Laktose enthält, einem probiotischen Mikroorganismus, Taurin und Cholin und einer dazu hinzugefügten Laktase umfasst. Haustiermilchpulver für Hunde, welches Pulver eine trockene Mischung aus einem Kuhmilchpulver, welches Laktose enthält, einem probiotischen Mikroorganismus und Cholin und einer dazu hinzugefügten Laktase umfasst. Verwendung einer Laktase für die Herstellung eines Haustiermilchpulvers, welches eine trockene Mischung aus einem Kuhmilchpulver, welches Laktose enthält, und einem probiotischen Mikroorganismus für die Verringerung der Symptome gastrointestinaler Intoleranz gegenüber solcher Laktose in Haustieren, umfasst.






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