HINTERGRUND DER ERFINDUNG
1. GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft einen piezoelektrischen Lautsprecher,
der z. B. in einer Audioanlage verwendet wird, ein Verfahren für seine Herstellung
und ein Lautsprechersystem, das einen derartigen piezoelektrischen Lautsprecher
enthält.
2. BESCHREIBUNG DER VERWANDTEN TECHNIK
Der Tonsignalwiedergabemechanismus eines piezoelektrischen Lautsprechers
beruht auf Flächenresonanz. Herkömmliche piezaelektrische Lautsprecher
besitzen einen Aufbau, bei dem ein Umfangsabschnitt einer Schwingungsplatte an einem
Rahmen befestigt ist. Bei einem derartigen Aufbau ist die Amplitude der Schwingungsplatte
zum Umfangsabschnitt der Schwingungsplatte hin bedeutend kleiner. Demzufolge ist
die Schwingungsenergie, die von dem Umfangsabschnitt der Schwingungsplatte an die
Luft übertragen werden kann, bedeutend kleiner. Eine derartige Schwingungsplattencharakteristik
ist gleich der einer Schwingungsoberfläche einer Schlagzeugtrommel.
Aus diesem Grund besteht bei herkömmlichen piezoelektrischen
Lautsprechern ein Problem darin, dass ein hoher Schalldruckpegel in einem Bereich
hoher Frequenzen erreicht wird, in dem Schall bei einer verhältnismäßig
kleinen Amplitude wiedergegeben wird, wohingegen kein ausreichend hoher Schalldruckpegel
in einem Bereich niedriger Frequenzen von etwa 1 kHz oder weniger erreicht wird.
Demzufolge wird der herkömmliche piezoelektrische Lautsprecher
z. B. nur für einen Hochtonlautsprecher zur Wiedergabe von Schall in einem
Bereich hoher Frequenzen und für einen Empfänger eines Telephons verwendet.
Die 22 zeigt einen Aufbau eines herkömmlichen
piezoelektrischen Lautsprechers 220, der eine Schwingungsplatte enthält,
die in einem Harzschaumstoffkörper sandwichartig angeordnet ist. Der piezoelektrische
Lautsprecher 220 enthält eine Metallschwingungsplatte 224,
ein piezoelektrisches Element 223, das an der Metallschwingungsplatte
224 vorgesehen ist, und einen Harzschaumstoffkörper 222 zum
Befestigen eines Umfangsabschnitts der Metallschwingungsplatte 224.
Der Harzschaumstoffkörper 222 ist biegsam und ist so
beschaffen, dass er die Metallschwingungsplatte 224 hält.
Der Harzschaumstoffkörper 222, der zur Vergrößerung
der Amplitude der Metallschwingungsplatte 224 vorgesehen ist, besitzt außerdem
eine entgegengesetzte Wirkung als ein Unterstützungselement zum Befestigen
des Umfangsabschnitts der Metallschwingungsplatte 224. Der Harzschaumstoffkörper
222 ist tatsächlich häufig eher zum Befestigen des Umfangsabschnitts
der Metallschwingungsplatte 224 vorgesehen als zur Vergrößerung
der Amplitude der Metallschwingungsplatte 224. Dementsprechend wird keine
ausreichende Nachgiebigkeit erreicht.
Die Schwingungsplatte 224 des piezoelektrischen Lautsprechers
220 besitzt ein ähnliches Verhalten wie das der Schwingungsoberfläche
einer Schlagzeugtrommel und deswegen gibt es Probleme bei der Wiedergabe des Schalls
in einem Bereich niedriger Frequenzen wie bei einem herkömmlichen piezoelektrischen
Lautsprecher, bei dem ein Umfangsabschnitt einer Schwingungsplatte an einem Rahmen
befestigt ist.
Der piezoelektrische Lautsprecher 220 besitzt außerdem
einen Nachteil dahingehend, dass seine Dicke, die durch die Dicke des Harzschaumstoffkörpers
222 und eines (nicht gezeigten) Rahmens zum Halten des Harzschaumstoffkörpers
222 unvermeidlich größer ist, nicht stärker als auf ein
bestimmtes Maß verringert werden kann.
Das Dokument des Standes der Technik WO 98 28942 A offenbart einen
piezoelektrischen Lautsprecher der umfasst: einen Rahmen, eine Schwingungsplatte,
ein piezoelektrisches Element an der Schwingungsplatte, eine Dämpfungsabdichtung,
die mit dem Rahmen und der Kante der Schwingungsplatte verbunden ist und die Schwingungsplatte
unterstützt und verhindern kann, dass Luft durch einen Spalt zwischen der Schwingungsplatte
und dem Rahmen entweicht.
Wie oben beschrieben wurde, besteht bei herkömmlichen piezoelektrischen
Lautsprechern ein Problem darin, dass bei der Wiedergabe von Schall in einem Bereich
niedriger Frequenzen Probleme auftreten. Die herkömmlichen piezoelektrischen
Lautsprecher besitzen ein weiteres Problem, dass ein starker Peak-Dip oder eine
starke Glockenfrequenzcharakteristik in den akustischen Eigenschaften in einem großen
Frequenzbereich auftritt, wenn bei einer speziellen Frequenz eine starke Resonanz
erzeugt wird.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die Erfindung ist in den beigefügten unabhängigen Ansprüchen
definiert. Spezielle Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
Die hier beschriebene Erfindung ermöglicht somit vorteilhaft,
(1) einen piezoelektrischen Lautsprecher zur Wiedergabe von Schall in einem Bereich
niedriger Frequenzen, ein Verfahren für seine Herstellung und ein Lautsprechersystem,
das einen derartigen piezoelektrischen Lautsprecher enthält, zu schaffen; und
(2) einen piezoelektrischen Lautsprecher, der das Auftreten eines starken Peak-Dip
oder einer Glockenfrequenzcharakteristik in den akustischen Eigenschaften einschränkt,
ein Verfahren für seine Herstellung und ein Lautsprechersystem, das einen derartigen
piezoelektrischen Lautsprecher enthält, zu schaffen.
Diese und weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung werden einem
Fachmann beim Lesen und Verstehen der folgenden genauen Beschreibung unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren deutlich.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
1 ist eine Draufsicht, die den Aufbau eines piezoelektrischen
Lautsprechers 1a in einem Beispiel gemäß der vorliegenden Erfindung
darstellt;
2A ist eine Schnittansicht des in 1
gezeigten piezoelektrischen Lautsprechers 1a, die Kanten 7a und
7b darstellt, die durch Kleben einer Platte 8 an Schwingungsplatten
4a bis 4d ausgebildet sind;
2B ist eine Schnittansicht des in 1
gezeigten piezoelektrischen Lautsprechers, die Kanten 7a und
7b darstellt, die durch Füllen eines Spalts zwischen den Schwingungsplatten
4a bis 4d und einem inneren Rahmen 2b mit einem Harz
ausgebildet sind;
3A ist eine Draufsicht, die den Aufbau eines piezoelektrischen
Lautsprechers 1b in einem weiteren Beispiel gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellt;
3B ist eine Draufsicht, die den Aufbau eines piezoelektrischen
Lautsprechers 1c in einem weiteren Beispiel gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellt;
4 ist eine Draufsicht, die den Aufbau eines piezoelektrischen
Lautsprechers 1d in einem weiteren Beispiel gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellt;
5 ist eine Draufsicht, die den Aufbau eines piezoelektrischen
Lautsprechers 1e in einem weiteren Beispiel gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellt;
6 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des piezoelektrischen Lautsprechers 1a (1)
in einer Lautsprecherbox darstellt, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt
ist;
7 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des piezoelektrischen Lautsprechers 1e (5)
in einer Lautsprecherbox darstellt, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt
ist;
8 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften eines herkömmlichen piezoelektrischen Lautsprechers
22 (22) in einer Lautsprecherbox darstellt,
die gemäß einer JIS-Norm hergestellt ist;
9A ist eine Ansicht, die eine Form von schmetterlingsförmigen
Dämpfern darstellt, die in einem piezoelektrischen Lautsprecher 1f
in einem weiteren Beispiel gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet
werden;
9B ist eine Ansicht, die die Form von schmetterlingsförmigen
Dämpfern darstellt, die in einem piezoelektrischen Lautsprecher
1g in einem weiteren Beispiel gemäß der vorliegenden Erfindung
verwendet werden;
10 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften eines piezoelektrischen Lautsprechers 1h in einem weiteren
Beispiel gemäß der vorliegenden Erfindung in einer Lautsprecherbox darstellt,
die gemäß einer JIS-Norm hergestellt ist;
11 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften eines piezoelektrischen Lautsprechers 1i in einem weiteren
Beispiel gemäß der vorliegenden Erfindung in einer Lautsprecherbox darstellt,
die gemäß einer JIS-Norm hergestellt ist;
12 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des piezoelektrischen Lautsprechers 1f in einer Lautsprecherbox
darstellt, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt ist;
13 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des piezoelektrischen Lautsprechers 1g in einer Lautsprecherbox
darstellt, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt ist;
14A ist eine isometrische Außenansicht eines Lautsprechersystems
140 gemäß der vorliegenden Erfindung;
14B ist eine Ansicht, die die Verbindung der piezoelektrischen
Lautsprecher 1f bis 1i, die in dem in 14A
gezeigten Lautsprechersystem 140 enthalten sind, darstellt;
15 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des Lautsprechersystems 140 (14A)
in einer Lautsprecherbox darstellt, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt
ist;
16 ist eine Draufsicht, die die Schwingungsplatten
4a bis 4d darstellt, die in einem piezoelektrischen Lautsprecher
1j in einem weiteren Beispiel gemäß der vorliegenden Erfindung
verwendet werden;
17 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften eines piezoelektrischen Lautsprechers 1j in einer Lautsprecherbox
darstellt, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt ist;
18 ist eine Draufsicht, die den Aufbau eines piezoelektrischen
Lautsprechers 1k in einem weiteren Beispiel gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellt;
19 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des piezoelektrischen Lautsprechers 1k in einer Lautsprecherbox
darstellt, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt ist;
20A ist eine Ansicht, die die Form einer Metallplatte
200 vor der Bearbeitung darstellt;
20B ist eine Ansicht, die die Form der Metallplatte
200 nach der Verarbeitung darstellt;
20C ist eine Ansicht, die darstellt, wie die piezoelektrischen
Elemente 3e bis 3i angeordnet sind;
20D ist eine Ansicht, die darstellt, wie die Kanten
7a und 7b ausgebildet sind;
20E ist eine Ansicht, die darstellt, wie isolierende
Schichten 28 ausgebildet sind;
20F ist eine Ansicht, die darstellt, wie Leitungen
29 ausgebildet sind;
20G ist eine Ansicht, die darstellt, wie eine isolierende
Schicht 38a ausgebildet ist;
20H ist eine Ansicht, die darstellt, wie eine isolierende
Schicht 38b ausgebildet ist;
20I ist eine Ansicht, die darstellt, wie eine Leitung
49a ausgebildet ist;
20J ist eine Ansicht, die darstellt, wie eine Leitung
49b ausgebildet ist;
20K ist eine Ansicht, die darstellt, wie ein externer
Anschluss 51 eingesetzt wird;
20L ist eine Schnittansicht des externen Anschlusses
51 und seiner Umgebung längs einer Linie L-L' von 20K;
20M ist eine Ansicht, die die Form einer Maske
68a darstellt;
20M ist eine Ansicht, die die Form einer Maske
68b darstellt;
21 ist eine Ansicht, die eine Form der Metallplatte
200 nach der Bearbeitung darstellt;
22 ist eine Draufsicht, die einen herkömmlichen
piezoelektrischen Aufbau 220 darstellt;
23 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften eines piezoelektrischen Lautsprechers 1m in einer Lautsprecherbox
darstellt, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt ist; und
24 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften eines piezoelektrischen Lautsprechers 1n in einem weiteren
Beispiel gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend durch erläuternde
Beispiele unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben.
1. Aufbau des piezoelektrischen Lautsprechers
1 ist eine Draufsicht, die den Aufbau eines piezoelektrischen
Lautsprechers 1a in einem Beispiel gemäß der vorliegenden Erfindung
darstellt.
Der piezoelektrische Lautsprecher 1a enthält einen äußeren
Rahmen 2a, einen inneren Rahmen 2b, Schwingungsplatten
4a bis 4d und ein piezoelektrisches Element 3 zum Übertragen
einer Schwingung an die Schwingungsplatten 4a bis 4d.
Die Schwingungsplatte 4a ist über Dämpfer
5a und 5b mit dem inneren Rahmen 2b verbunden. Die Schwingungsplatte
4b ist über Dämpfer 5c und 5d mit dem inneren
Rahmen 2b verbunden. Die Schwingungsplatte 4c ist über Dämpfer
5e und 5f mit dem inneren Rahmen 2b verbunden. Die Schwingungsplatte
4d ist über Dämpfer 5g und 5h mit dem inneren
Rahmen 2b verbunden.
Der innere Rahmen 2b ist durch Dämpfer 6a bis
6d mit dem äußeren Rahmen 2a verbunden. Der äußere
Rahmen 2a ist an einem (nicht gezeigten) Befestigungselement des piezoelektrischen
Lautsprechers 1a befestigt.
Die Dämpfer 5a bis 5h und 6a bis
6d werden auf Grund ihrer Form jeweils als "schmetterlingsförmige
Dämpfer" bezeichnet.
Die Dämpfer 5a und 5b unterstützen die
Schwingungsplatte 4a, so dass die Schwingungsplatte 4a linear
schwingt. In dieser Spezifikation ist der Ausdruck "die Schwingungsplatte
4a schwingt linear" in der Weise definiert, dass er angibt, dass die Schwingungsplatte
4a in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zu einer Referenzoberfläche
schwingt, während die Oberfläche der Schwingungsplatte 4a und
die Referenzoberfläche zueinander parallel gehalten werden. Die gleiche Definition
gilt für die anderen Schwingungsplatten 4b bis 4d sowie weitere
Schwingungsplatten eines piezoelektrischen Lautsprechers gemäß der vorliegenden
Erfindung. Es wird z. B. angenommen, dass der äußere Rahmen
2a an der Oberfläche befestigt ist, die gleich der Oberfläche
der Platte von 1 (d. h. die Referenzoberfläche)
ist. In diesem Fall wird die Schwingungsplatte 4a so unterstützt,
dass die Schwingungsplatte 4a in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht
zu der Oberfläche der Platte von 1 schwingt, während
die Oberfläche der Schwingungsplatte 4a und die Oberfläche der
Platte von 1 parallel zueinander gehalten werden.
In ähnlicher Weise unterstützen die Dämpfer
5c und 5d die Schwingungsplatte 4b, so dass die Schwingungsplatte
4b linear schwingt, die Dämpfer 5e und 5f unterstützen
die Schwingungsplatte 4c, so dass die Schwingungsplatte 4c linear
schwingt, und die Dämpfer 5g und 5h unterstützen die
Schwingungsplatte 4d, so dass die Schwingungsplatte 4d linear
schwingt.
Die Dämpfer 6a bis 6d unterstützen die
Schwingungsplatten 4a bis 4d in der Weise, dass die Schwingungsplatten
4a bis 4d gleichzeitig linear schwingen.
Der piezoelektrische Lautsprecher 1a enthält ferner
eine Kante 7a, um zu verhindern, dass Luft durch einen Spalt zwischen den
Schwingungsplatten 4a bis 4d und dem inneren Rahmen
2b entweicht, sowie eine Kante 7b, um zu verhindern, dass Luft
durch einen Spalt zwischen dem inneren Rahmen 2b und dem äußeren
Rahmen 2a entweicht. Wenn Luft durch den Spalt zwischen den Schwingungsplatten
4a bis 4d und dem inneren Rahmen 2b oder durch den Spalt
zwischen dem inneren Rahmen 2b und dem äußeren Rahmen
2a entweicht, überlagern sich Schallwellen mit entgegengesetzten Phasen,
die jeweils an allen Seiten der Schwingungsplatten 4a bis 4d erzeugt
werden, gegenseitig, was eine Verringerung des Schalldruckpegels zur Folge hat.
Die Kanten 7a und 7b verhindern das Entweichen von Luft, so dass
eine derartige Verringerung des Schalldruckpegels im Bereich niedriger Frequenzen,
in dem sich die Eigenschaften deutlich verschlechtern, vermieden wird. Folglich
gibt der piezoelektrische Lautsprecher 1a Schall in einem Bereich niedriger
Frequenzen besser wieder als die herkömmlichen piezoelektrischen Lautsprecher.
Die Kanten 7a und 7b wirken außerdem als Unterstützungselemente
zum Unterstützen der Schwingungsplatten 4a bis 4d. Die Schwingung
der Schwingungsplatten 4a bis 4d wird durch das Unterstützen
eines Umfangsabschnitts von jeder der Schwingungsplatten 4a bis
4d durch die Kanten 7a und 7b ermöglicht. Wenn die
Schwingungsplatten 4a bis 4d nicht durch die Kanten
7a und 7b unterstützt werden, sondern nur durch die Dämpfer
5a bis 5h und 6a bis 6d, ist es wahrscheinlich,
dass die Schwingungsplatten 4a bis 4d in einem bestimmten Frequenzbereich
in einer willkürlichen Richtung übermäßig schwingen. Folglich
wird vermutlich eine unerwünschte Resonanz erzeugt.
2A ist eine Schnittansicht des piezoelektrischen Lautsprechers
1a, die einen beispielhaften Aufbau der Kanten 7a und
7b darstellt. Die Kanten 7a und 7b werden ausgebildet,
indem eine Platte 8 auf eine Oberfläche der Schwingungsplatten
4a bis 4d (wobei lediglich die Schwingungsplatte 4a in
2A gezeigt ist) geklebt wird, die deren Oberfläche,
auf der das piezoelektrische Element 3 vorgesehen ist, gegenüberliegt.
Die Platte 8 ist vorzugsweise aus einem elastischen und luftundurchlässigen
Werkstoff gebildet. Die Platte 8 ist z. B. aus einer dünnen Schicht
von elastischem Gummi oder aus einem elastischen gewebten oder ungewebten Tuch,
das mit einem Harz imprägniert oder beschichtet ist, das eine Gummielastizität
besitzt, gebildet.
Beispielhafte Werkstoffe für die dünne Schicht aus elastischem
Gummi enthalten Polymerharze auf Gummibasis, die z. B. folgende Gummiwerkstoffe
enthalten: Styren-Butadien-Gummi (SBR), Butadien-Gummi (BR), Acrylonitril-Butadien-Gummi
(MBR), Ethylen-Propylen-Gummi (EPM) und Ethylen-Propylen-Dien-Gummi (EPDM); sowie
Werkstoffe, die von den obenerwähnten Gummiwerkstoffen denaturiert sind.
Beispielhafte Werkstoffe für das elastische gewebte oder ungewebte
Tuch enthalten Polyurethan-Fasern.
Wenn die Platte 8 aus einem elastischen Polymerwerkstoff
gebildet ist, der eine verhältnismäßig starke Eigendämpfung
besitzt, wird eine unerwünschte Schwingung der Schwingungsplatten
4a bis 4d unterdrückt.
Die 2b ist eine Schnittansicht des piezoelektrischen
Lautsprechers 1a, die einen weiteren beispielhaften Aufbau der Kanten
7a und 7b darstellt (wobei in 2B
lediglich die Kante 7a gezeigt ist). Die Kante 7a ist durch Füllen
des Spalts zwischen den Schwingungsplatten 4a bis 4d und dem inneren
Rahmen 2b mit einem Harz 9 gebildet. Die Kante 7b ist
in ähnlicher Weise gebildet.
In dem Beispiel, das in 2B gezeigt ist,
ist die Kante 7a z. B. in der folgenden Weise gebildet. Nachdem die Schwingungsplatten
4a bis 4d, die Dämpfer 5a bis 5h und der
innere Rahmen 2b durch Ätzen oder Stanzen einer Metallplatte gebildet
wurden, wird eine Polymerharzlösung auf die Metallplatte aufgebracht. Das verwendete
Polymerharz 9 besitzt eine Flexibilität (d. h. eine Gummielastizität),
wenn es gehärtet ist. Das gehärtete Polymerharz 9 wird zwischen
den Schwingungsplatten 4a bis 4d und dem inneren Rahmen
2b gehalten, wie in 2B durch das Bezugszeichen
9 angegeben ist.
Um die Kante 7a zwischen den Schwingungsplatten
4a bis 4d und den inneren Rahmen 2b zu bilden, kann das
in einem flüssigen Zustand befindliche Polymerharz durch verschiedene Verfahren
auf die Metallplatte aufgebracht werden, wobei die Kapillarwirkung verwendet wird,
die durch die Oberflächenspannung des Polymerharzes hervorgerufen
wird. Es können z. B. Eintauchen, Schleuderbeschichten, Streichen mit einer
Bürste und Sprühen verwendet werden. Die Entscheidungsfreiheit bei der
Auswahl des Verfahrens zum Bilden der Kante 7a ist daher vorteilhaft groß.
Wie oben beschrieben wurde, kann das Polymerharz 9 außerdem
zusätzlich zu der Verhinderung des Entweichens von Luft verwendet werden, um
unerwünschte Schwingungen der Schwingungsplatten 4a bis
4d und der Dämpfer 5a bis 5h zu beseitigen. Das
Polymerharz 9 besitzt demzufolge vorzugsweise eine verhältnismäßig
große Eigendämpfung sowie eine beträchtliche Flexibilität, selbst
nachdem es gehärtet wurde. Für die Herstellung eines Lautsprechers, insbesondere
zur Wiedergabe von Schall in einem Bereich niedriger Frequenzen, besitzt das Polymerharz
9 vorzugsweise eine Elastizität von etwa 5,0 × 104
(N/cm2) oder weniger. Wenn die Elastizität des Polymerharzes
9 größer als etwa 5,0 × 104 (N/cm2)
ist, werden die Schwingungsplatten 4a bis 4d wahrscheinlich unzureichend
schwingen und dadurch wird die minimale Resonanzfrequenz (f0) zu einer
höheren Frequenz verschoben. Das Polymerharz 9 besitzt vorzugsweise
eine Eigendämpfung von mindestens etwa 0,05. Wenn die Eigendämpfung des
Polymerharzes 9 kleiner als etwa 0,05 ist, entsteht wahrscheinlich ein
übermäßig großer Peak-Dip oder eine Glockenfrequenzcharakteristik
in den akustischen Eigenschaften und dadurch verschlechtert sich vermutlich die
Ebenheit des Schalldruckpegels.
Das Polymerharz 9 wird vorzugsweise bei Raumtemperatur verwendet,
so dass das piezoelektrische Element 3, das vor der Ausbildung der Kanten
7a und 7b gebildet wird, bei einer Temperatur, die zum Härten
des Polymerharzes 9 erforderlich ist, nicht depolarisiert wird. Das Polymerharz
9 kann vorzugsweise bei einer Temperatur von höchstens 100°C
verwendet werden.
Als Polymerharz 9 können verschiedene Typen von Harzen
mit unterschiedlichen Härtungsbedingungen verwendet werden. Es können
z. B. ein durch Verdampfung des Lösungsmittels härtbares Harz, ein durch
Gemischreaktion härtbares Harz, das wenigstens zwei Typen flüssiger Harzkomponenten
enthält, und ein durch eine Niedertemperaturreaktion härtbares Harz verwendet
werden.
Bei dem piezoelektrischen Lautsprecher 1a sind die Schwingungsplatten
4a bis 4d, die Dämpfer 5a bis 5h und
6a bis 6d und die Kanten 7a und 7b auf der gleichen
Ebene vorgesehen. Demzufolge ist der piezoelektrische Lautsprecher 1a zufriedenstellend
dünn.
Der in 2b gezeigte Aufbau realisiert
durch die Dicke der Platte A (2) einen dünneren piezoelektrischen
Lautsprecher als der in 2A gezeigte Aufbau.
Unabhängig davon, ob die Kanten 7a und 7b den
Aufbau besitzen, der in den 2A oder 2B
gezeigt ist, können die unerwünschten Schwingungen der Schwingungsplatten
4a bis 4d wirkungsvoll verhindert werden, indem ein Harz mit einer
zufriedenstellend großen Eigendämpfung und einer Gummielastizität
auf der gesamten Oberfläche oder einer Teiloberfläche der Schwingungsplatten
4a bis 4d aufgebracht wird. Das Harz besitzt aus den obenbeschriebenen
Gründen eine Eigendämpfung von mindestens etwa 0,05.
Wenn die Kanten 7a und 7b den in 2B
gezeigten Aufbau besitzen, ist das für die Kanten 7a und
7b verwendete Harz vorzugsweise vom gleichen Typ wie das Harz, das auf
der Oberfläche der Schwingungsplatten 4a bis 4d aufgebracht
wird. In diesem Fall werden die Bildung der Kanten 7a und 7b und
die Aufbringung des Harzes auf den Schwingungsplatten 4a bis
4d durch Eintauchen oder Schleuderbeschichtung in einem Schritt ausgeführt.
Dadurch wird das Herstellungsverfahren des piezoelektrischen Lautsprechers
1a vereinfacht.
Das auf der gesamten Oberfläche oder einer Teiloberfläche
der Schwingungsplatten 4a bis 4d aufgebrachte Harz kann wasserbeständig
sein. In diesem Fall ist es unwahrscheinlich, dass die Schwingungsplatten
4a bis 4d korrodieren, selbst in einer Umgebung mit hoher Feuchtigkeit
oder im Wasser. Das Harz kann alternativ gegen Umwelteinflüsse beständig
sein, z. B. feuchtigkeitsbeständig, lösungsmittelbeständig, wärmebeständig
oder beständig gegen oxidierende Gase. Wenn die Schwingungsplatten
4a bis 4d und das piezoelektrische Element 3 mit einem
derartigen Harz, das gegen Umwelteinflüsse beständig ist, beschichtet
sind, wird somit der Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse des gesamten
piezoelektrischen Lautsprechers 1a verbessert.
Die 3A und 3B
sind Draufsichten von piezoelektrischen Lautsprechern 1b bzw.
1c in unterschiedlichen Beispielen gemäß der vorliegenden Erfindung.
Die piezoelektrischen Lautsprecher 1b und 1c enthalten
jeweils eine einzelne Schwingungsplatte 14 anstelle der vier Schwingungsplatten
4a bis 4d (1) und ein piezoelektrisches
Element 13 zum Übertragen einer Schwingung an die
Schwingungsplatte 14.
Die Schwingungsplatte 14 ist über Dämpfer
16a bis 16d mit einem Rahmen 12 verbunden. Die Dämpfer
16a bis 16d unterstützen die Schwingungsplatte
14, so dass die Schwingungsplatte 14 linear schwingen kann.
Der Rahmen 12 ist an einem (nicht gezeigten) Befestigungselement
von jedem der piezoelektrischen Lautsprecher 1b und 1c befestigt.
Die Positionen, die Anzahl und die Form der Dämpfer
16a bis 16d sind nicht auf jene beschränkt, die in den
3A und 3B gezeigt sind.
Die Dämpfer 16a bis 16d können an jeder Position, mit
einer beliebigen Anzahl und einer beliebigen Form vorgesehen sein, solange sie die
Funktion zum Unterstützen der Schwingungsplatte 14 in der Weise haben,
dass die Schwingungsplatte 14 linear schwingt.
Die piezoelektrischen Lautsprecher 1b und 1c weisen
jeweils eine Kante 17 auf, um zu verhindern, dass Luft durch einen Spalt
zwischen der Schwingungsplatte 14 und dem Rahmen 12 entweicht.
Die Kante 17 ist aus dem Werkstoff und durch das Verfahren gebildet, die
oben in Bezug auf die Kanten 7a und 7b beschrieben wurden.
Die 4 ist eine Draufsicht, die einen
Aufbau eines Lautsprechers 1d in einem weiteren Beispiel gemäß
der vorliegenden Erfindung darstellt.
Der piezoelektrische Lautsprecher 1d enthält vier piezoelektrische
Elemente 3a bis 3d anstelle des piezoelektrischen Elements
3 (1). Die piezoelektrischen Elemente
3a bis 3d sind jeweils so angeordnet, dass sie eine Schwingung
an die entsprechenden Schwingungsplatten 4a bis 4d übertragen.
Die piezoelektrischen Elemente 3a bis 3d werden
gleichzeitig angesteuert, so dass der Schalldruckpegel in einem Bereich niedriger
Frequenzen angehoben wird und das Auftreten eines starken Peak-Dip oder einer Glockenfrequenzcharakteristik
im Vergleich zu den piezoelektrischen Lautsprechern 1b und 1c
(die 3A und 3B), die eine
einzelne Schwingungsplatte 14 enthalten, verhindert wird.
Der Schalldruckpegel im Bereich niedriger Frequenzen kann aus dem
folgenden Grund angehoben werden. Kleine Amplituden der Schwingungsplatten
4a bis 4d im Bereich niedriger Frequenzen werden gemeinsam synthetisiert
und somit schwingen die Schwingungsplatten 4a bis 4d mit einer
synthetisierten Amplitude.
Das Auftreten eines starken Peak-Dip oder einer Glockenfrequenzcharakteristik
in den akustischen Eigenschaften kann aus den folgenden Gründen verhindert
werden. Jede der Schwingungsplatten 4a bis 4d besitzt eine kleinere
Fläche als die einzelne Schwingungsplatte 14 und wird deswegen weniger
gebogen. Es ist deswegen weniger wahrscheinlich, dass ein starker Peak-Dip oder
eine Glockenfrequenzcharakteristik auftritt, selbst wenn in den Schwingungsplatten
4a bis 4d eine Resonanzzustand erzeugt wird. Die Erzeugung der
Resonanz ist außerdem weniger wahrscheinlich, da jede der Schwingungsplatten
4a bis 4d in stärkerem Maße linear schwingt.
5 ist eine Draufsicht, die einen Aufbau eines piezoelektrischen
Lautsprechers 1e in einem weiteren Beispiel gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellt.
Der piezoelektrische Lautsprecher 1e enthält fünf
piezoelektrische Elemente 3e bis 3i anstelle des piezoelektrischen
Elements 3 (1). Das piezoelektrische Element
3e ist so angeordnet, dass es eine Schwingung an alle Schwingungsplatten
4a bis 4d überträgt, und die piezoelektrischen Elemente
3f bis 3i sind jeweils so angeordnet, dass sie eine Schwingung
an die entsprechenden Schwingungsplatten 4a bis 4d übertragen.
Da das piezoelektrische Element 3e zum Ergänzen der
Verringerung im Bereich niedriger Frequenzen verwendet wird und die piezoelektrischen
Elemente 3f bis 3i zum Ergänzen der Verringerung im Bereich
hoher Frequenzen verwendet werden, ist der piezoelektrische Lautsprecher
1e mit dem Aufbau eines Pseudo-Zweiwegelautsprechers versehen. Folglich
ist die Ebenheit des Schalldruckpegels in einem großen Frequenzbereich besser.
Der Werkstoff der Kanten des piezoelektrischen Lautsprechers besitzt
eine Eigendämpfung von etwa 0,15 und eine Elastizität von etwa 1,0 ×
104 (N/cm2).
Durch das Anlegen eines Spannungssignals von höchstens 100 Hz
an das piezoelektrische Element eines piezoelektrischen Lautsprechers gemäß
der vorliegenden Erfindung kann der piezoelektrische Lautsprecher als ein Vibrator
mit einer Vibrationsfunktion verwendet werden. Ein derartiger Vibrator kann z. B.
in einem Mobiltelephon verwendet werden, um den Benutzer über den Empfang eines
Anrufs zu benachrichtigen.
2. Audioeigenschaften des piezoelektrischen Lautsprechers
Die akustischen Eigenschaften der piezoelektrischen Lautsprecher
1a (1) und 1e (5)
gemäß der vorliegenden Erfindung werden im Vergleich mit jenen des herkömmlichen
piezoelektrischen Lautsprechers 220 (22),
der den Harzschaumstoffkörper 222 enthält, der die Metallschwingungsplatte
sandwichartig einschließt, beschrieben.
6 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des piezoelektrischen Lautsprechers 1a (1)
in einer Lautsprecherbox darstellt, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt
ist. 7 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des piezoelektrischen Lautsprechers 1e (5)
in einer Lautsprecherbox darstellt, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt
ist. 8 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des herkömmlichen piezoelektrischen Lautsprechers 22
(22) in einer Lautsprecherbox darstellt, die gemäß
einer JIS-Norm hergestellt ist.
Die Eigenschaften werden in einem Abstand von 0,5 m gemessen, wobei
die piezoelektrischen Lautsprecher 1a (1),
1e (5) und 220 (22)
jeweils mit einer Spannung von 2 V versorgt werden.
Beim Vergleich der 6 und 8
wird erkannt, dass der piezoelektrische Lautsprecher 1a (1)
eine niedrigere minimale Resonanzfrequenz hat als der herkömmliche piezoelektrische
Lautsprecher 220 (22). Dementsprechend gibt
der piezoelektrische Lautsprecher 1a Schall in einem niedrigeren Frequenzbereich
wieder als der herkömmliche piezoelektrische Lautsprecher 220.
Wie in Tabelle 1 gezeigt ist, beträgt die minimale Resonanzfrequenz
des herkömmlichen piezoelektrischen Lautsprechers 220 (22)
300 Hz, wohingegen die minimale Resonanzfrequenz des piezoelektrischen Lautsprechers
1a (1) 130 Hz beträgt.
Wie aus 8 erkannt werden kann, wird bei
dem herkömmlichen piezoelektrischen Lautsprecher 220 (22)
der Schalldruckpegel kleiner, wenn der Frequenzbereich niedriger wird. Dies demonstriert,
dass bei dem herkömmlichen piezoelektrischen Lautsprecher 220 Schwierigkeiten
bei der Wiedergabe des Schalls in einem Bereich niedriger Frequenzen bestehen.
Beim Vergleich der 6 und 7
wird erkannt, dass der piezoelektrische Lautsprecher 1e (5)
einen höheren Schalldruckpegel von Dips in einem Frequenzbereich von 2 kHz
bis 5 kHz (Bereich mittlerer Frequenzen) als der piezoelektrische Lautsprecher
1a (1) hat. Dies ist ein Effekt, der durch
das Vorsehen der piezoelektrischen Elemente 3f bis 3i erreicht
wird, um eine Schwingung an die entsprechenden Schwingungsplatten 4a bis
4d zu übertragen. Da der piezoelektrische Lautsprecher 1e
den Aufbau eines Pseudo-Zweiwegelautsprechers besitzt, werden die Dips im Bereich
mittlerer Frequenzen ergänzt. Folglich wird die Flachheit des Schalldruckpegels
im Bereich mittlerer Frequenzen ergänzt.
Der piezoelektrische Lautsprecher 1e (5)
besitzt einen Schalldruckpegel, der in einem Frequenzbereich von etwa 100 Hz bis
500 Hz (Bereich niedriger Frequenzen) um etwa 3 dB größer ist als der
des piezoelektrischen Lautsprechers 1a (1).
Dies ist ein Effekt, der durch den Aufbau erreicht wird, bei dem die piezoelektrischen
Elemente 3f bis 3i jeweils eine Schwingungsplatte ansteuern, die
eine kleinere Fläche besitzt als jene, die durch das piezoelektrische Element
3e angesteuert wird. Die Synthese der Schalldruckpegel, die
durch die piezoelektrischen Elemente 3f bis 3i wiedergegeben werden,
verbessert den Schalldruckpegel im Bereich niedriger Frequenzen.
Der piezoelektrische Lautsprecher 1e (5)
besitzt einen höheren Schalldruckpegel und kleinere Peak-Dips oder Glockenfrequenzcharakteristiken
im Vergleich zu jenen des piezoelektrischen Lautsprechers 1a (1)
in einem Frequenzbereich von 5 kHz bis 20 kHz (Bereich höheren Frequenzen).
Das ist aus dem folgenden Grund der Fall. Jedes der piezoelektrischen Elemente
3f bis 3i ist verantwortlich für die Wiedergabe im Bereich
höherer Frequenzen. Demzufolge wird der Schalldruck größer und Resonanzen
der mehreren piezoelektrischen Elemente werden mit einer Resonanz des einen piezoelektrischen
Elements synthetisiert. Folglich sind die Resonanzen in der gesamten Schwingungsplatte
verteilt.
Das piezoelektrische Element (die piezoelektrischen Elemente), die
Schwingungsplatte (die Schwingungsplatten), die Dämpfer und Kanten, die in
dem piezoelektrischen Lautsprecher gemäß der vorliegenden Erfindung enthalten
sind, müssen nicht die obenbeschriebenen Formen oder Eigenschaften besitzen.
Diese Elemente können in Übereinstimmung mit den gewünschten akustischen
Charakteristiken auf verschiedene Weise modifiziert werden.
Ein piezoelektrischer Lautsprecher erzeugt im Allgemeinen eine Resonanz
in der Schwingungsplatte infolge des Tonsignalwiedergabemechanismus, der auf der
Resonanz der Schwingungsplatte beruht. Ferner erscheint ein sehr scharfer Peak-Dip
in den akustischen Charakteristiken, nachdem die Resonanz erzeugt wurde, da der
Metall- oder Keramikwerkstoff, der für die Schwingungsplatte und das piezoelektrische
Element verwendet wird, eine verhältnismäßig große Eigendämpfung
besitzt.
Nachfolgend werden Einwirkungen auf verschiedene Parameter der akustischen
Charakteristiken erläutert, um den Peak-Dip oder die Glockenfrequenzcharakteristik
zu verringern.
3. Physikalische Eigenschaft der schmetterlingsförmigen Dämpfer
und der Kanten
Die Einwirkung auf die akustischen Charakteristiken bei einer Änderung
der physikalischen Eigenschaften eines schmetterlingsförmigen Dämpfers
oder mehrerer Dämpfer und eine Kante oder mehrere Kanten zum Unterstützen
der Schwingungsplatten wird beschrieben.
Ein piezoelektrischer Lautsprecher, der die in 9a
gezeigten schmetterlingsförmige Dämpfer 26a enthält, ist
als ein piezoelektrischer Lautsprecher 1f definiert. Ein piezoelektrischer
Lautsprecher, der die in 9b gezeigten schmetterlingsförmige
Dämpfer 26b enthält, ist als ein piezoelektrischer Lautsprecher
1g definiert. Der schmetterlingsförmige Dämpfer 26b
hat eine höhere Elastizität als der schmetterlingsförmige Dämpfer
26a. Deswegen werden die Schwingungsplatten 4a bis 4d
des piezoelektrischen Lautsprechers 1g wahrscheinlich geringer schwingen
als die Schwingungsplatten 4a bis 4d des piezoelektrischen Lautsprechers
1f (d. h. die Resonanz der Schwingungsplatten 4a bis
4d ist stärker beeinflusst).
Wie in Tabelle 2 gezeigt ist, ist ein piezoelektrischer Lautsprecher,
der eine Kante oder Kanten mit einer Eigendämpfung von etwa 0,1 und eine Elastizität
von etwa 1,7 × 104 (N/cm2) aufweist, als ein piezoelektrischer
Lautsprecher 1h definiert. Ein piezoelektrischer Lautsprecher, der eine
Kante oder Kanten mit einer Eigendämpfung von etwa 0,2 und einer Elastizität
von etwa 0,7 × 104 (N/cm2) aufweist, ist als ein piezoelektrischer
Lautsprecher 1i definiert.
Die Parameter der schmetterlingsförmigen Dämpfer der piezoelektrischen
Lautsprecher 1f und 1g, die keine physikalischen Eigenschaften
darstellen, sind gleich jenen des piezoelektrischen Lautsprechers 1e (5).
Die Parameter der schmetterlingsförmigen Dämpfer der piezoelektrischen
Lautsprecher 1h und 1i, die keine physikalischen Eigenschaften
darstellen, sind gleich jenen des piezoelektrischen Lautsprechers 1e (5).
10 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des piezoelektrischen Lautsprechers 1h (1)
in einer Lautsprecherbox darstellt, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt
ist. 11 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des piezoelektrischen Lautsprechers 1i in einer Lautsprecherbox
darstellt, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt ist. 12
ist eine graphische Darstellung, die die akustischen Eigenschaften des piezoelektrischen
Lautsprechers 1f in einer Lautsprecherbox darstellt, die gemäß
einer JIS-Norm hergestellt ist. 13 ist eine graphische
Darstellung, die die akustischen Eigenschaften des piezoelektrischen Lautsprechers
1g in einer Lautsprecherbox darstellt, die gemäß einer JIS-Norm
hergestellt ist.
In den 10 bis 13
stellt die Kurve (A) die Kennlinie des Schalldruckpegels als Funktion der Frequenz
dar und die Kurve (B) stellt die Kennlinie der Sekundärverzerrung dar. Die
akustischen Eigenschaften werden in einem Abstand von 0,5 m gemessen, während
die piezoelektrischen Lautsprecher 1f bis 1i jeweils mit einer
Spannung von 3,3 V versorgt werden.
Beim Vergleich der 10 und 11
wird erkannt, dass der piezoelektrische Lautsprecher 1i, der eine höhere
Eigendämpfung der Kante aufweist, einen flacheren Schalldruckpegel und ein
geringeres Verzerrungsverhältnis aufweist als jene des piezoelektrischen Lautsprechers
1h, d. h., die höhere Eigendämpfung trägt zu dem flacheren
Schalldruckpegel und dem geringeren Verzerrungsverhältnis bei.
Beim Vergleichen der 12 und
13 wird im Vergleich zu dem piezoelektrischen Lautsprecher
1f erkannt, dass der piezoelektrische Lautsprecher 1g, der eine
höhere Elastizität der schmetterlingsförmigen Dämpfer hat, Peaks
von der minimalen Resonanzfrequenz zum Bereich mittlerer Frequenzen aufweist, die
zu einem Bereich höherer Frequenzen verschoben sind, und dass somit der Resonanzmodus
verändert ist.
Die akustischen Eigenschaften ändern sich in Übereinstimmung
mit den physikalischen Eigenschaften der schmetterlingsförmigen Dämpfer
und der Kanten zum Unterstützen der Schwingungsplatten. Das ist der Fall, da
eine Änderung der physikalischen Eigenschaften der Unterstützungselemente
den Resonanzmodus der Schwingungsplatten beeinflusst.
Ein einzelner schmetterlingsförmiger Dämpfer oder mehrere
schmetterlingsförmige Dämpfer, die in einem piezoelektrischen Lautsprecher
enthalten sind, können mehrere Abschnitte mit unterschiedlichen physikalischen
Eigenschaften haben und eine einzelne Kante oder mehrere Kanten, die in einem piezoelektrischen
Lautsprecher enthalten sind, können mehrere Abschnitte mit unterschiedlichen
physikalischen Eigenschaften enthalten. Der Peak-Dip wird verringert, indem bewirkt
wird, dass die Resonanzfrequenz der mehreren Schwingungsplatten voneinander verschieden
ist.
4. Audiocharakteristiken des Lautsprechersystems
14A ist eine isometrische Außenansicht eines Lautsprechersystems
140. Das Lautsprechersystem 140 enthält eine Lautsprecherbox
142 und piezoelektrische Lautsprecher 1f bis 1i, die
an der Lautsprecherbox 142 befestigt sind. Die piezoelektrischen Lautsprecher
1f bis 1i sind zweidimensional angeordnet.
Wie oben im Abschnitt 3 beschrieben wurde, sind die physikalischen
Eigenschaften der Unterstützungselemente (schmetterlingsförmige Dämpfer
und Kanten) der piezoelektrischen Lautsprecher 1f bis 1i voneinander
verschieden.
14B ist eine Ansicht, die die Verbindung der piezoelektrischen
Lautsprecher 1f bis 1i untereinander veranschaulicht. Die piezoelektrischen
Lautsprecher 1f bis 1i sind mit einer Plusleitung 144
(+) und einer Minusleitung 146 (–) elektrisch
verbunden. Dadurch können die piezoelektrischen Lautsprecher 1f bis
1i gleichzeitig angesteuert werden.
15 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des Lautsprechersystems 140 veranschaulicht, die erhalten
werden, wenn die piezoelektrischen Lautsprecher 1f bis 1i in einer
Lautsprecherbox, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt ist, gleichzeitig
angesteuert werden. In 15 stellt die Kurve (A) die
Kennlinie des Schalldruckpegels als Funktion der Frequenz dar und die Kurve (B)
stellt die Kennlinie der Sekundärverzerrung dar. Die akustischen Eigenschaften
werden in einem Abstand von 0,5 m gemessen, während die piezoelektrischen Lautsprecher
1f bis 1i jeweils mit einer Spannung von 3,3 V versorgt werden.
Beim Vergleich von 15 mit jeder der
10 bis 13 wird erkannt,
dass die Flachheit des Schalldruckpegels verbessert wird, indem die piezoelektrischen
Lautsprecher 1f bis 1i kombiniert werden. Das ist der Fall, da
die piezoelektrischen 1f bis 1i die Peak-Dips oder die Glockenfrequenzcharakteristiken
gegenseitig ergänzen.
Auf diese Weise wird ein Lautsprechersystem mit einem zufriedenstellend
flachen Schalldruckpegel geschaffen, indem mehrere piezoelektrische Lautsprecher
gleichzeitig angesteuert werden, wobei die physikalischen Eigenschaften von deren
Unterstützungselementen absichtlich untereinander verschieden sind, so dass
sich die Peak-Dips oder die Glockenfrequenzcharakteristiken gegenseitig ergänzen.
5. Gewichtsverhältnis der Schwingungsplatten
Nachfolgend wird der Einfluss des Gewichtsverhältnisses der Schwingungsplatten
auf die akustischen Eigenschaften beschrieben.
Ein piezoelektrischer Lautsprecher, der anstelle der Schwingungsplatte
des oben in Abschnitt 3 beschriebenen piezoelektrischen Lautsprechers
1h die in 16 gezeigten Schwingungsplatten
4a bis 4d enthält, ist als ein piezoelektrischer Lautsprecher
1j definiert. Die Gewichte der Schwingungsplatten 4a,
4b, 4c und 4d sind so eingestellt, dass sie ein Verhältnis
von 1:2:3:4 besitzen.
Ein derartiges Gewichtsverhältnis der Schwingungsplatten
4a bis 4d wird z. B. erhalten, indem auf die Schwingungsplatten
4a bis 4d unterschiedliche Mengen von Polymerharz aufgebracht
und dadurch Polymerharzschichten mit unterschiedlichen Dicken auf den Schwingungsplatten
4a bis 4d ausgebildet werden. Die auf den Schwingungsplatten
4a bis 4d ausgebildeten Polymerharzschichten schaffen einen Vorteil
der Verbesserung der Flachheit des Schalldruckpegels durch die Dämpfungswirkung
des Harzes.
Alternativ kann das obenerwähnte Gewichtsverhältnis der
Schwingungsplatten 4a bis 4d erreicht werden, indem auf die Schwingungsplatten
4a bis 4d Polymerharz mit unterschiedlichen Dichten aufgebracht
werden.
Das Polymerharz, das auf die Schwingungsplatten 4a bis
4d aufgebracht wird, kann vom gleichen Typ sein wie das zum Bilden der
Kanten verwendete Harz.
17 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des piezoelektrischen Lautsprechers 1j in einer Lautsprecherbox
veranschaulicht, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt ist.
In 17 stellt die Kurve (A) die Kennlinie
des Schalldruckpegels als Funktion der Frequenz dar und die Kurve (B) stellt die
Kennlinie der Sekundärverzerrung dar. Die akustischen Eigenschaften werden
in einem Abstand von 0,5 m gemessen, während der piezoelektrische Lautsprecher
1j mit einer Spannung von 3,3 V versorgt wird.
Beim Vergleich der 10 und 17
wird erkannt, dass der piezoelektrische Lautsprecher 1j einen stärker
eingeschränkten Resonanzpeak und einen flacheren Schalldruckpegel als der piezoelektrische
Lautsprecher 1h aufweist. Das ist der Fall, da die unterschiedlichen Gewichte
der Schwingungsplatten 4a bis 4d bewirken, dass die Resonanzmoden
der Schwingungsplatten 4a bis 4d voneinander verschieden sind.
Auf diese Weise können die akustischen Eigenschaften eines piezoelektrischen
Lautsprechers durch Änderung des Gewichtsverhältnisses der Schwingungsplatten
gesteuert werden.
Die gleiche Wirkung wird erreicht, indem bewirkt wird, dass die Dicken
der Schwingungsplatten 4a bis 4f voneinander
verschieden sind, so dass die Schwingungsplatten 4a, 4b,
4c und 4d ein Gewichtsverhältnis von 1:2:3:4 aufweisen, indem
die zum Bilden der Schwingungsplatten 4a bis 4d verwendeten Metallplatten
teilweise geätzt werden. Das ist der Fall, da auf diese Weise bewirkt wird,
dass die Resonanzmoden der Schwingungsplatten 4a bis 4d voneinander
verschieden sind.
Die akustischen Eigenschaften eines piezoelektrischen Lautsprechers
können alternativ gesteuert werden, indem sowohl die physikalischen Eigenschaften
der Kanten oder der schmetterlingsförmigen Dämpfer, die oben im Abschnitt
3 beschrieben wurden, geändert werden als auch das Gewichtsverhältnis
der Schwingungsplatten geändert wird.
6. Piezoelektrisches Element
18 ist eine Draufsicht, die den Aufbau eines piezoelektrischen
Lautsprechers 1a in einem weiteren Beispiel gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellt. Ein piezoelektrisches Element 180 ist auf den Schwingungsplatten
4a bis 4d des piezoelektrisches Lautsprechers 1k vorgesehen.
Die Parameter des piezoelektrischen Lautsprechers 1k sind mit Ausnahme
der Parameter des piezoelektrisches Elements 180 gleich jenen des piezoelektrisches
Lautsprechers 1e (5).
Das piezoelektrische Element 180 hat eine Form, die erreicht
wird, indem die piezoelektrischen Elemente 3e bis 3i, die in
5 gezeigt sind, durch eine schmale Brücke verbunden
werden. Deswegen wird bei der Herstellung des piezoelektrischen Lautsprechers
1k kein Schritt zum elektrischen Verbinden der piezoelektrischen Elemente
3e bis 3i benötigt, der bei der Herstellung des piezoelektrischen
Lautsprechers 1e (5) erforderlich ist.
Obwohl in 18 nicht gezeigt, ist ein piezoelektrisches
Element mit einem Durchmesser von 24 mm wie bei dem piezoelektrischen Lautsprecher
1e (5) auf einer Oberfläche der Schwingungsplatten
4a bis 4d vorgesehen, die zu deren Oberfläche entgegengesetzt
ist, auf der das piezoelektrische Element 180 vorgesehen ist.
19 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des piezoelektrischen Lautsprechers 1k in einer Lautsprecherbox
darstellt, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt ist.
In 19 stellt die Kurve (A) die Kennlinie
des Schalldruckpegels als Funktion der Frequenz dar und die Kurve (B) stellt die
Kennlinie der Sekundärverzerrung dar. Die akustischen Eigenschaften werden
gemessen, während der piezoelektrische Lautsprecher 1k mit einer Spannung
von 3,3 V versorgt wird.
Wie in 19 gezeigt ist, gibt der piezoelektrische
Lautsprecher 1k Schall in einem Bereich niedriger Frequenzen wieder.
Ein piezoelektrischer Lautsprecher, der durch Austauschen der Schwingungsplatten
des piezoelektrischen Lautsprechers 1k (18)
gegen eine Schwingungsplatte 24 (die in 21
gezeigt ist) erhalten wird, ist als ein piezoelektrischer Lautsprecher
1m definiert. Der Durchmesser des piezoelektrischen Elements
3e, das auf einer unteren Oberfläche der Schwingungsplatte
24 vorgesehen ist, um eine bimorphe Struktur (aus zwei Elementen bestehende
Struktur) zu bilden, beträgt 32 mm. Das piezoelektrische Element
3e ist nicht in der Mitte der Schwingungsplatte 24 vorgesehen,
sondern an einer Position, die zu den Dämpfern 5f und 5g
verschoben ist, so dass das piezoelektrische Element 3e die Dämpfer
5f und 5g nahezu überlappt. Infolge des derartigen Aufbaus
ist der Resonanzmodus geändert.
Der Werkstoff der Kanten des piezoelektrischen Lautsprechers
1m hat eine Eigendämpfung von etwa 0,15 und eine Elastizität
von etwa 1,0 × 104 (N/cm2) wie bei dem piezoelektrischen
Lautsprecher 1e (5).
23 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des piezoelektrischen Lautsprechers 1m in einer Lautsprecherbox
darstellt, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt ist.
In 23 stellt die Kurze (A) die Kennlinie
des Schalldruckpegels als Funktion der Frequenz dar und die Kurve (B) stellt die
Kennlinie der Sekundärverzerrung dar. Die akustischen Eigenschaften werden
gemessen, während der piezoelektrische Lautsprecher 1m mit einer Spannung
von 7,0 V versorgt wird.
Bei dem piezoelektrischen Lautsprecher 1m ist das piezoelektrische
Element 3e an einer Position vorgesehen, die von der Mitte der Schwingungsplatte
24 verschoben ist. Dadurch wird der Resonanzmodus verschoben.
Folglich können die Peak-Dips bzw. die Glockenfrequenzcharakteristiken, die
in einem Frequenzbereich von 1 kHz bis 2 kHz in den piezoelektrischen Lautsprechern
1a bis 1k erzeugt werden, unterdrückt werden, wie aus
23 erkannt werden kann.
Ein piezoelektrischer Lautsprecher, der erhalten wird, indem auf der
Schwingungsplatte 24 des piezoelektrischen Lautsprechers 1m ein
Harz auf Gummibasis mit einer Eigendämpfung von etwa 0,4 und einer Elastizität
von etwa 0,5 × 104 (N/cm2) aufgebracht wird, ist als
ein piezoelektrischer Lautsprecher 1n definiert.
24 ist eine graphische Darstellung, die die akustischen
Eigenschaften des piezoelektrischen Lautsprechers 1n in einer Lautsprecherbox
darstellt, die gemäß einer JIS-Norm hergestellt ist.
In 24 stellt die Kurve (A) die Kennlinie
des Schalldruckpegels als Funktion der Frequenz dar und die Kurve (B) stellt die
Kennlinie der Sekundärverzerrung dar. Die akustischen Eigenschaften werden
in einem Abstand von 0,5 m gemessen, während der piezoelektrische Lautsprecher
1n mit einer Spannung von 7,0 V versorgt wird.
Wie in 24 gezeigt ist, wird die Verzerrung
wirkungsvoll verringert, um die Flachheit des Schalldruckpegels zu verbessern, indem
wie bei dem piezoelektrischen Lautsprecher 1n auf der Schwingungsplatte
ein Werkstoff mit einer verhältnismäßig hohen Eigendämpfung
aufgebracht wird.
7. Haftung des Polymerharzes, das zum Bilden der Kanten verwendet wird
Eine Oberfläche einer Metallschwingungsplatte, die durch Ätzen
oder Stanzen so bearbeitet wurde, dass sie eine vorgeschriebene Form aufweist, wurde
durch eine 70 W-Niederdrucklampe, die in einem Abstand von 2,0 cm angeordnet ist,
für 60 Sekunden mit ultraviolettem Licht bestrahlt. Das ultraviolette Licht
wurde von einer Lichtquelle mit einer Niederdruck-Quecksilberlampe erzeugt. 80%
des ultravioletten Lichts, das auf die Metallschwingungsplatte gerichtet wurde,
hatte eine Wellenlänge von 253,7 nm und 6% des ultravioletten Lichts hatte
eine Wellenlänge von 184,9 nm.
Die Oberfläche der Metallschwingungsplatte wird durch die Energie
des ultravioletten Lichts gereinigt (d. h. an der Oberfläche vorhandene Verunreinigungen
werden zerlegt). Der aktive Sauerstoff, der durch die Zerlegung von Ozon erhalten
wird, das durch die Energie des ultravioletten Lichts erzeugt wird, versorgt die
Oberfläche der Metallschwingungsplatte mit einer hydrophilen funktionellen
Gruppe, wie z. B. -OH- und -COOH. Folglich wird die Metallschwingungsplatte polarisiert.
Dadurch wird die Benetzbarkeit der Metallschwingungsplatte in Bezug auf das zur
Bildung der Kanten verwendete Harz verbessert, wodurch sich die Haftung zwischen
dem Polymerharz und der Metallschwingungsplatte verbessert.
Die Güte der Metallschwingungsplatte kann aus einem ähnlichen
Grund verbessert werden, indem ihre Oberfläche mit einer Plasmabestrahlung
oder einer Koronabestrahlung behandelt wird. Dadurch kann die Haftung zwischen dem
Polymerharz und der Metallschwingungsplatte verbessert werden.
Der piezoelektrische Werkstoff, der bei dem obenbeschriebenen Experiment
verwendet wird, wird bei etwa 100°C depolarisiert. Wenn ein Harz verwendet
wird, das eine thermische Fusion erfordert, müssen deshalb die Schwingungsplatte
und das Polymerharz bei einer niedrigeren Temperatur miteinander verklebt werden.
8. Verfahren zum Herstellen des piezoelektrischen Lautsprechers
Ein Verfahren zum Herstellen eines piezoelektrischen Lautsprechers
1e (5) als ein beispielhafter piezoelektrischer
Lautsprecher gemäß der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend beschrieben.
Die anderen piezoelektrischen Lautsprecher, die oben beschrieben wurden, d. h. die
piezoelektrischen Lautsprecher 1a bis 1d und 1f bis
1j werden in ähnlicher Weise hergestellt. Das Verfahren enthält
die folgenden Schritte: Bearbeiten einer Platte, Anordnen der piezoelektrischen
Elemente, Bilden der Kanten und Bilden der Leitungen.
Alle Schritte werden unter Bezugnahme auf die 20A
bis 20N genau beschrieben.
8.1 Schritt des Bearbeitens der Platte
Eine Metallplatte 200, die in 20A
gezeigt ist, wird bearbeitet, um den äußeren Rahmen 2a, den inneren
Rahmen 2b, die Schwingungsplatten 4a bis 4d und die Dämpfer
5a bis 5h und 6a bis 6d, wie in 20b
gezeigt ist, zu bilden.
Die Dämpfer 5a und 5b werden gebildet, um die
Schwingungsplatte 4a so zu unterstützen, dass die Schwingungsplatte
4a linear schwingt. Die Dämpfer 5c und 5d werden
gebildet, um die Schwingungsplatte 4b so zu unterstützen, dass die
Schwingungsplatte 4b linear schwingt. Die Dämpfer 5e und
5f werden gebildet, um die Schwingungsplatte 4c so zu unterstützen,
dass die Schwingungsplatte 4c linear schwingt. Die Dämpfer
5g und 5h werden gebildet, um die Schwingungsplatte
4d so zu unterstützen, dass die Schwingungsplatte 4d linear
schwingt.
Die obenbeschriebenen Elemente werden gebildet, indem die Metallplatte
200 z. B. geätzt oder gestanzt wird. Die Metallplatte 200
ist z. B. eine Platte aus einer Legierung 42 mit einer Dicke von etwa 100
&mgr;m. Anstelle der Metallplatte 200 kann eine Platte aus leitendem
Kunststoff oder eine Kunststoffplatte, die an einer vorgeschriebenen Position mit
einer Elektrode versehen ist, verwendet werden.
In 20B bezeichnet das Bezugszeichen
10a einen Spalt zwischen den Schwingungsplatten 4a bis
4d und dem inneren Rahmen 2b und das Bezugszeichen 10b
bezeichnet einen Spalt zwischen dem inneren Rahmen 2b und dem äußeren
Rahmen 2a.
Das piezoelektrische Element 3e wird in einem späteren
Schritt an einer Position ausgebildet, die in 21 durch
eine gestrichelte Linie angegeben ist. Eine Fläche, die dem vorzusehenden piezoelektrischen
Element 3e entspricht, muss nicht geätzt oder gestanzt werden.
8.2 Schritt zum Anordnen des piezoelektrischen Elements
Zwei piezoelektrische Elemente werden verwendet.
Das piezoelektrische Element 3e hat eine Dicke von etwa 50
&mgr;m und einen Durchmesser von etwa 24 mm und ist aus BZT (Blei-Zirkonat-Titanat)
gebildet. Die beiden Oberflächen des piezoelektrischen Elements 3e
sind mit einer Elektrode aus einer leitenden Paste versehen.
Die piezoelektrischen Elemente 3f bis 3i haben jeweils
ein Durchmesser von etwa 10 mm und sind aus BZT gebildet. Die beiden Oberflächen
von jedem der piezoelektrischen Elemente 3f bis 3i sind mit einer
Elektrode aus einer leitenden Paste versehen.
Das piezoelektrische Element 3e ist z. B. durch einen Acryl-Klebstoff
an die Position (X), die in 20C gezeigt ist, geklebt.
Das piezoelektrische Element 3e ist auf einer oberen Oberfläche der
Schwingungsplatten 4a bis 4d und außerdem an einer unteren
Oberfläche der Schwingungsplatten 4a bis 4d (d. h. um die
Schwingungsplatten 4a bis 4d sandwichartig aufzunehmen) ausgebildet,
um eine bimorphe Struktur zu bilden. Dadurch überträgt das piezoelektrische
Element 3e eine Schwingung an die Schwingungsplatten 4a bis
4d.
Die piezoelektrischen Elemente 3f bis 3i sind z.
B. durch einen Acryl-Klebstoff jeweils an Positionen (Y), die in 20C
gezeigt sind, geklebt. Die piezoelektrischen Elemente 3f bis
3i werden an einer Oberfläche (z. B. die obere Oberfläche) der
Schwingungsplatten 4a bis 4d ausgebildet, um eine monomorphe Struktur
zu bilden. Deswegen übertragen die piezoelektrischen Elemente 3f bis
3i jeweils eine Schwingung an die entsprechenden Schwingungsplatten
4a bis 4d.
Die piezoelektrischen Elemente 3f bis 3i sind so
angeordnet, dass die Polarität des piezoelektrischen Elements 3e gleich
der Polarität von jedem der piezoelektrischen Elemente 3f bis
3i ist, betrachtet von der oberen Oberfläche des piezoelektrischen
Lautsprechers 1e.
8.3 Schritt zum Bilden der Kanten
In 20D wird die Kante 7a in
dem Spalt 10a (20B) zwischen den Schwingungsplatten
4a bis 4d und dem inneren Rahmen 2b gebildet und die
Kante 7b wird in dem Spalt 10b (20b)
zwischen dem inneren Rahmen 2b und dem äußeren 2a gebildet.
Die Kanten 7a und 7b werden so gebildet, dass sie eine Funktion
zum Unterstützen der Schwingungsplatten 4a bis 4d haben sowie
eine Funktion haben, um zu verhindern, dass Luft durch die Spalte 10a und
10b entweicht.
Die Kanten 7a und 7b können z. B. in der folgenden
Weise gebildet werden. Die Spalte 10a und 10b
werden mit einer Lösung von Styren-Butadien-Gummi (SBR) unter
Verwendung einer Quetschwalze gefüllt. Die Polymerharzlösung wird für
etwa dreißig Minuten bei Raumtemperatur getrocknet, während sie unter
Verwendung der Oberflächenspannung (Kapillarwirkung) der Lösung in den
Spalten 10a und 10b gehalten wird. Auf diese Weise wird die Polymerharzlösung
gehärtet. Das gehärtete Polymerharz verbleibt dann für etwa eine
Stunde in einem Behälter, der ständig eine Temperatur von etwa 50°C
hat, und wird auf diese Weise weiter getrocknet und gehärtet.
Die physikalischen Eigenschaften (Eigendämpfung und Elastizität)
können durch Änderung der Anteile der Komponenten des SBR geändert
werden.
Wenn eine Polymerharzlösung verwendet wird, die in einem Temperaturbereich
härtbar ist, in dem das piezoelektrische Element nicht depolarisiert wird (d.
h. 100°C bis Raumtemperatur), kann die Zeitperiode, die zum Bilden der Kanten
erforderlich ist, durch Trocknen verkürzt werden. Wenn ein bestimmter Typ des
Polymerharzes verwendet wird, kann die Zeitperiode, die zum Bilden der Kanten erforderlich
ist, durch Vernetzen verkürzt werden.
Die Harzlösung kann durch Eintauchen oder durch Schleuderbeschichtung
an den Spalten 10a und 10b aufgebracht werden, um das Herstellungsverfahren
der Kanten 7a und 7b zu vereinfachen. In diesem Fall ist die Verwendung
einer Maske erforderlich, um zu verhindern, dass die Elektroden der piezoelektrischen
Elemente 3e bis 3i (20C) mit dem
Polymerharz vollständig bedeckt werden, da eine vollständige Bedeckung
der Elektroden mit dem Harz die Elektroden isoliert.
Wie oben im Abschnitt 1 unter Bezugnahme auf 2A
beschrieben wurde, können die Kanten 7a und 7b alternativ
gebildet werden, indem die Platte 8, die mit einem Harz imprägniert
wurde, an eine untere Oberfläche der Schwingungsplatten 4a bis
4d geklebt wird.
8.4 Schritt zum Bilden der Leitungen
In 20E werden isolierende Schichten
28, die einen Kurzschluss zwischen den piezoelektrischen Elementen
3e bis 3i und den Schwingungsplatten 4a bis
4d verhindern, gebildet, indem ein isolierendes Harz teilweise auf die
piezoelektrischen Elemente 3e bis 3i und die Schwingungsplatten
4a bis 4d durch Siebdruck aufgebracht wird, das Harz bei Raumtemperatur
für etwa 30 Minuten getrocknet wird und das Harz anschließend in einem
Behälter, der eine konstante Temperatur von etwa 50°C hat, für etwa
eine Stunde getrocknet wird.
Da isolierende Harz kann vom gleichen Typ wie das Harz sein, das zum
Bilden der Kanten 7a und 7b verwendet wird.
Die isolierenden Schichten 28 sind hauptsächlich vorgesehen,
um die piezoelektrischen Elemente 3e bis 3i von den Schwingungsplatten
4a bis 4d zu isolieren. Die isolierenden Schichten 28
erreichen dieses Ziel, solange sie keine Lunkerstellen aufweisen und in ausreichendem
Maße isolierend sind. Die isolierenden Schichten 28 sind auf keine
spezielle Form beschränkt und das verwendete Harz ist nicht auf eine spezielle
Menge beschränkt. Die isolierenden Schichten 28 werden vorzugsweise
aus einem Werkstoff gebildet, der eine verhältnismäßig große
Eigendämpfung und Flexibilität besitzt.
Anschließend wird, wie in 20F gezeigt
ist, eine leitende Paste durch Siebdruck aufgebracht, wodurch Leitungen
29 gebildet werden, um das piezoelektrische Element 3e mit jedem
der piezoelektrischen Elemente 3f bis 3i elektrisch zu verbinden.
Eine isolierende Schicht 38a wird an einer vorgeschriebenen
Position an einer oberen Oberfläche der Schwingungsplatten 4a bis
4d in einer ähnlichen Weise ausgebildet, wie in 20G
gezeigt ist. Eine isolierende Schicht 38b wird an einer vorgeschriebenen
Position an einer unteren Oberfläche der Schwingungsplatten 4a bis
4d in ähnlicher Weise ausgebildet, wie in 20H
gezeigt ist. Eine Leitung 49a wird an der isolierenden Schicht
38a ausgebildet, wie in 20I gezeigt ist. Eine
Leitung 49b wird an der isolierenden Schicht 38b ausgebildet,
wie in 20J gezeigt ist. Anschließend wird, wie
in 20K gezeigt ist, ein externer Anschluss
51 eingesetzt, so dass die Leitungen 49a und 49b sandwichartig
angeordnet sind. 20L ist eine Schnittansicht des externen
Anschlusses 51 und seiner Umgebung längs einer Linie L-L' in
20K.
Das isolierende Harz kann in dem gleichen Schritt wie der Schritt
zum Bilden der Kanten 7a und 7b aufgebracht werden. In diesem
Fall wird eine Maske 68a zum Aufbringen des isolierenden Harzes auf die
obere Oberfläche verwendet, wie in 20M
gezeigt ist, und eine Maske 68b wird zum Aufbringen des isolierenden Harzes
auf die untere Oberfläche verwendet, wie in 20N
gezeigt ist.
Die hier verwendete leitende Paste ist ein durch Verdampfung des Lösungsmittels
härtbares Harz und besitzt eine Leitfähigkeit bei einer Temperatur, bei
der die piezoelektrischen Elemente depolarisiert werden oder darunter.
Gemäß einem Aspekt der Erfindung enthält ein piezoelektrischer
Lautsprecher eine Schwingungsplatte, die so unterstützt ist, dass die Schwingungsplatte
linear schwingt, und wenigstens eine Kante, um zu verhindern, das Luft durch einen
Spalt zwischen der Schwingungsplatte und einem Rahmen entweicht sowie außerdem
zum Unterstützen der Schwingungsplatte, um eine flachere Amplitude der Schwingungsplatte
aufrechtzuerhalten. Infolge eines derartigen Aufbaus kann Schall eines Bereichs
niedrigerer Frequenzen als bei herkömmlichen piezoelektrischen Lautsprechern
wiedergegeben werden.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung enthält ein
piezoelektrischer Lautsprecher mehrere Schwingungsplatten, die so unterstützt
sind, dass jede der Schwingungsplatten linear schwingt. Infolge eines derartigen
Aufbaus wird die Resonanz, die durch die ebene Form des piezoelektrischen Lautsprechers
bewirkt wird, auf die mehreren Schwingungsplatten verteilt. Folglich wird verhindert,
dass in den akustischen Eigenschaften ein großer Peak-Dip oder eine Glockenfrequenzcharakteristik
erscheint.
Ein Verfahren zum Herstellen eines piezoelektrischen Lautsprechers
gemäß der vorliegenden Erfindung schafft den piezoelektrischen Lautsprecher
mit dem obenbeschriebenen Aufbau.
Ein Lautsprechersystem mit einem zufriedenstellend flachen Schalldruckpegel
wird geschaffen, indem mehrere der obenbeschriebenen piezoelektrischen Lautsprecher
kombiniert werden.
Verschiedene weitere Modifikationen werden einem Fachmann erscheinen
und können von diesem leicht ausgeführt werden, ohne vom Umfang dieser
Erfindung abzuweichen. Es ist dementsprechend nicht vorgesehen, dass der Umfang
der angefügten Ansprüche auf die dargestellte Beschreibung beschränkt
ist, sondern dass die Ansprüche umfassend ausgelegt werden sollen.