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Dokumentenidentifikation DE102005025055A1 14.12.2006
Titel Vlies umfassend Polymerfasern unter Verwendung von Mischungen mit amphiphilen Blockcopolymeren sowie deren Herstellung und Verwendung
Anmelder Corovin GmbH, 31224 Peine, DE
Erfinder Hartl, Helmut, 38102 Braunschweig, DE;
Haberer, Markus, 13351 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 30.05.2005
DE-Aktenzeichen 102005025055
Offenlegungstag 14.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.12.2006
IPC-Hauptklasse D04H 3/16(2006.01)A, F, I, 20060915, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D04H 3/14(2006.01)A, L, I, 20060915, B, H, DE   D04H 3/10(2006.01)A, L, I, 20060915, B, H, DE   D04H 1/42(2006.01)A, L, I, 20060915, B, H, DE   D04H 1/54(2006.01)A, L, I, 20060915, B, H, DE   D04H 1/56(2006.01)A, L, I, 20060915, B, H, DE   C08L 23/10(2006.01)A, L, I, 20060915, B, H, DE   B32B 5/04(2006.01)A, L, I, 20060915, B, H, DE   D01F 6/46(2006.01)A, L, I, 20060915, B, H, DE   D01F 8/06(2006.01)A, L, I, 20060915, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung eines Vlieses mit hoher Dehnung, umfassend Polymerfasern, unter Verwendung von Mischungen mit amphiphilen Blockcopolymeren als Verträglichkeitsvermittler, sowie deren Herstellung und Verwendung.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung eines Vlieses mit hoher Dehnung, umfassend Polymerfasern, unter Verwendung von Mischungen mit amphiphilen Blockcopolymeren als Verträglichkeitsvermittler, sowie deren Herstellung und Verwendung.

Vliesstoffe sind auf dem Hygienemarkt eine seit vielen Jahren bekannte Produktklasse. Obwohl Vliesstoffe grundsätzlich aus allen bekannten Faserarten hergestellt werden können, haben sich gerade in diesem Markt nur einige wenige Polymere, sei es aus technischen oder aus preislichen Gründen durchgesetzt. Das am weitesten verbreitete Material ist das Polypropylen.

Hierfür gibt es mehrere Gründe:

  • – Polypropylen in großen Mengen und unterschiedlichen Qualitäten preiswert verfügbar.
  • – Polypropylen ist in Schmelzspinnprozessen leicht zu handhaben.
  • – Die aus Polypropylen herstellbaren Vliesstoffe genügen auf Grund ihrer anwendungstechnischen Eigenschaften einer Reihe von Anwendungsbereichen im Hygienemarkt.

Vliesstoffe aus reinem Polypropylen weisen jedoch oft nicht die Dehnbarkeiten auf, die für Vliese im Bereich der Hygieneprodukte gefordert sind. Um hier Abhilfe zu schaffen, werden dem Polypropylen beispielsweise elastische Polymere zugemischt. Dadurch verbessert sich zwar die Dehnbarkeit der resultierenden Vliese, jedoch ist der Herstellungsprozess deutlich aufwendiger, da das Erspinnen von Fäden aus derartigen Mischungen weitaus schwieriger ist, als aus Polypropylen.

Ein weiteres, im Hygienebereich eingesetztes Polymer ist das Polyethylen. Vliesstoffe aus diesem Material zeichnen sich insbesondere durch ihre Weichheit aus. Vliese aus linearem Polyethylen mit niedriger Dichte besitzen hohe Dehnungseigenschaften und ausgezeichnete Griffigkeits-, Weichheits- und Anschmiegsamkeitseigenschaften, wie es beispielsweise aus der US4644045 von Fowells bekannt ist. Jedoch fanden derartige Stoffe keine weite kommerzielle Akzeptanz, weil sie keine annehmbare Abriebfestigkeit bereitstellen. Das Einbinden der LLDPE-Filamente in einen spinngebundenen Flor mit akzeptabler Abriebfestigkeit hat sich als sehr schwierig erwiesen, weil eine annehmbare Faseranbindung bei einer Temperatur gerade unter dem Punkt beobachtet wird, an dem die Filamente zu schmelzen beginnen und am Kalander festkleben. Wegen dieses sehr engen Bindungsbereiches und der resultierenden Abriebfestigkeit und Verfusselungseigenschaften, haben spinngebundene LLDPE-Vliese keine weite kommerzielle Akzeptanz für die oben erwähnten Anwendungen gefunden.

Sowohl aus preislichen als auch aus technischen Gründen ist die Menge des eingesetzten Polyethylens im Hygienebereich deutlich geringer als die des Polypropylens. Andere Polymere, wie z. B. Polyester werden im Vergleich hierzu noch seltener im Hygienebereich eingesetzt.

Bekannt ist ebenfalls die Herstellung von Vliesen unter Verwendung von Fasern aus einem Blend aus Polypropylen und Polyethylen, speziell aus HDPE. Aufgrund der Unverträglichkeit der beiden Polymere ist zum Erhalt eines mischbaren und spinnbaren Systems die Gegenwart eines Verträglichkeitsvermittlers während des Aufbereitungsprozesses zwingend notwendig.

Als Verträglichkeitsvermittler werden vorrangig Copolymere, bei denen Polypropylen- und Polyethyleneinheiten in unterschiedlichen Anteilen miteinander verknüpft sind, eingesetzt.

Um eine hinreichende Verträglichkeitsvermittlung der nicht mischbaren Polymere zu gewährleisten, sind Zusätze dieser Copolymere in Größenordnungen von 10 Gew.-% bis 20 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmischung erforderlich. Zusätze an Copolymeren in dieser Größenordnung führen jedoch oftmals zu unerwünschten Eigenschaftsänderungen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass vereinzelte Eigenschaften der entstehenden Mischung schlechter sind, als diejenigen Eigenschaften des jeweils reinen Polypropylens bzw. Polyethylens.

Seit einigen Jahren finden auch elastische Vliesstoffe im Hygienesektor Verwendung. Diese Vliesstoffe zeichnen sich durch eine deutlich höhere Dehnbarkeit gegenüber den traditionellen Hygienevliesstoffen aus Polypropylen oder Polyethylen aus. Grundmaterialien für die Herstellung dieser elastischen Vliesstoffe sind in den meisten Fällen elastische Blockcopolymere, z.B. auf Basis von Polyurethanen.

Ähnliche Tendenzen sind beim Einsatz von Polyolefinelastomeren, bei denen es sich im Wesentlichen ebenfalls um Blockcopolymere handelt zu beobachten, wobei diese zumeist Polypropylen und Polyethylen beinhalten.

Sowohl Vliesstoffe unter Verwendung von elastischen Polyurethanen als auch Vliesstoffe unter Verwendung von Polyolefinelastomeren sind aufgrund ihrer Zusammensetzung und dem damit verbundenen Herstellungsaufwand sehr kostenintensiv. Dieses ist wirtschaftlich gesehen ein enormer Nachteil für ihren Einsatz in Hygieneprodukten.

Es gibt unterschiedliche Ansätze, Vliesstoffe mit hoher Dehnbarkeit, die Polypropylen beinhalten, herzustellen.

Aus WO0034385 ist eine Mischung zur Herstellung von Fasern aus Polypropylen und einem Polypropylen/Polyethylen-Copolymer mit einer verbesserten Verspinnbarkeit und Dehnbarkeit bekannt, wobei die Fasern mit einer Feinheit zwischen 1 bis 50 den ersponnen werden. In der Mischung werden 0,1 Gew.-%–30 Gew.-% Polyethylen mit einem MFI ≤ 10 g/10 min (190°C; 2,16 kg), bevorzugt ≤ 5 g/10 min (190°C; 2,16 kg), und einer Dichte zwischen 0,85 g/cm3 und 0,97 g/cm3 verwendet, wobei der Rest der Mischung aus Polypropylen mit einem MFI ≥ 12 g/10 min (230°C; 2,16 kg) besteht. Die Fasern werden im Temperaturbereich zwischen 127°C und 137°C thermobondiert. Verwendet werden hierbei entweder ein Polyethylen als Copolymer aus einem Polyethylen und einem &agr;-Olefin mit einem MFI zwischen 5–10 g/10 min (190°C; 2,16 kg) und einer Dichte ≥ 0,87 g/cm3 oder ein Homo- oder Copolymer aus einem Polyethylen und einem &agr;-Olefin mit einem MFI < 5 g/10 min (190°C; 2,16 kg) und einer Dichte ≥ 0,87 g/cm3. Die Herstellung der Mischungen erfolgt auf einem corotierenden Doppelschneckenextruder. In einem nachgeschalteten Spinnverfahren werden die Fäden über einen Walzenabzug verstreckt.

In der Schrift US2004038022 wird die Herstellung eines dehnbaren Vliesstoffes aus Fasern offenbart, wobei die Fasern aus einer Polypropylen/Polyethylen-Mischung mit einem Polyethylenanteil von 0,5–22 Gew.-% hergestellt worden sind und die Fasern bei einer Bondingtemperatur verfestigt wurden, die 15–20°F unter den Temperaturen liegt, bei denen Vergleichsvliese aus reinem Polypropylen üblicherweise verfestigt werden. Die optimale Bondingtemperatur wurde bei einer Streckrate von 6% pro Minute ermittelt. Die Dehnbarkeit des beanspruchten Vlieses liegt mindestens 20% höher als diejenige eines vergleichbaren Vlieses aus Polypropylen bei Streckraten von 10000 bis 11000 pro Sekunde.

Verwendet werden hierbei ein

  • – Polypropylen mit einem MFI ≥ 25 g/10 min (230°C; 2,16 kg) als Homo- bzw. Copolymer mit Polyethylen und ein
  • – Polyethylen mit einem Kurzkettenverzweigungsindex (short chain branching distribution index, SCBDI) ≥ 50% in Form eines Copolymers aus Ethylen und &agr;-Olefin, deren MFI-Verhältnis MFI10/MFI2 ≥ 5,63 ist, wobei das Polyethylen eine Dichte zwischen 0,855–0,88 g/cm3 und einen MFI zwischen 0,01–10 g/10 min (190°C; 2,16 kg), bevorzugt < 5 g/10 min (190°C; 2,16 kg) aufweist.

Beispielsweise werden mit einem Vlies, welches ein Basisgewicht von 20 g/m2 besitzt und Fasern mit ca. 2 den aufweist, 100% in CD-Richtung und 93% Dehnung in MD-Richtung bei einem Mischungsverhältnis Polypropylen/Polyethylen von 90/10 erreicht. Die Mischung wurde dabei auf einem Doppelschneckenextruder ohne die Zugabe von Additiven hergestellt. Die Verfestigung der Fasern zu einem Vlies erfolgte dabei bei Temperaturen zwischen 132°C–154°C.

Aus WO00/04215 ist eine Methode zur Herstellung eines thermisch gebundenen, stark dehnfähigen Vlieses, insbesondere unter Verwendung von Kern-Mantel-Polypropylen-Stapelfasern bekannt. Die Dehnbarkeit des Vlieses wird hierbei durch ein spezielles Bondingmuster, welches mittels eines Kalanders erzeugt worden ist, erreicht.

In US5804286 wird ein dehnbarer Textilverbundstoff unter Verwendung eines Polypropylen/Polyethylen-Blends und eines Block- oder Pfropf-Polyolefin-Copolymers oder – terpolymers beansprucht, welches mindestens teilweise mit Polyethylen und PE mischbar ist.

In der US5921973 werden Einsatzmöglichkeiten dehnbarer, nichtelastischer Vliesstoffe beansprucht, die als Komponenten in einem elastischen Verbundmaterial enthalten sind. Das Verbundmaterial besteht aus einer Schicht unelastischer, dehnbarer Stapelfasern, welche aus einem Blend aus Polyethylen und Polypropylen hergestellt worden sind und aus einer elastischen Schicht in Form eines elastischen Films. Einsatzmöglichkeiten für das verbundmaterial werden im Bereich der Wegwerfprodukte, wie beispielsweise Windeln, Inkontinenzprodukte und Damenhygiene gesehen.

Aus der US5616412 sind Fasern aus einer Mischung aus Polypropylen und Polystyren bekannt, welche bei Faserdurchmessern zwischen 2 und 4 den Dehnungen von mehr als 700 aufweisen. Die Mischung wurde über einen Doppelschneckenextruder hergestellt, wobei folgende Mischungszusammensetzung gewählt worden ist:

Polypropylen: 90–98 Gew.-% mit einem MFI von 20 g/10 min und

Polystyren: 2–10 Gew.-% mit einem MFI 1,5 g/10 min.

In der US5322728 werden Fasern, aus denen Textilerzeugnisse mit Dehnbarkeiten bis ca. 100% in MD-Richtung hergestellt werden können, beschrieben, die sowohl in Schmelzblas- als auch in Schmelzspinnverfahren ersponnen worden sind. Deutliche Vorteile hinsichtlich der Weichheit und des elastischen Rückstellvermögens wurden bereits bei 50% Dehnung des Textilerzeugnisses beobachtet. Die Textilerzeugnisse werden aus einem Copolymer aus Ethylen und mindestens einem Comonomer hergestellt, wobei als Comonomer bevorzugt Styren, aber auch Propylen eingesetzt wird. Die so erhaltenen Textilerzeugnisse finden in Kleidungsstücken und Tüchern Anwendung.

US5494736 offenbart ein hoch dehnbares Vlies, welches dadurch erzeugt wird, dass die abgelegten Fasern bevorzugt in CD-Richtung orientiert sind. Die Bondingfläche des verfestigten Vlieses wird mit 8–25% bezogen auf die Gesamtfläche des Vlieses angegeben. Verwendet werden Stapelfasern, die durch Kardierung in eine Vorzugsrichtung gebracht werden.

Aus der EP1461479/WO03052179 ist die Herstellung dehnbarer Fasern aus Polymerzusammensetzungen, vorzugsweise enthaltend Polyethylen, Polypropylen, Polyethylen-Polypropylen-Copolymere bekannt, wobei die Fasern nur in geringem Maße verstreckt werden. Das Verstreckverhältnis ist < 400, bevorzugt < 150, und besonders bevorzugt < 50. Um die bei Spinnfasern üblichen Faserstärken zwischen 1,5 und 4 dtex zu erzielen, muss die Schmelze durch besonders kleine Spinndüsen gepresst werden. Durchmesser von < 200 &mgr;m ganz besonders bevorzugt, < 100 &mgr;m werden angegeben. Um diese Fasern erzeugen zu können, sind Polymere mit einem MFI beispielsweise für Polypropylenzusammensetzungen von mindestens 400 g/10 min (230°C; 2,16 kg) erforderlich.

Spaltbare Multikomponentenfasern für dehnbare Vliese, beispielsweise aus Polyolefinen, die eine Dehnbarkeit von über 800% aufweisen, werden in der US20040161994 offenbart. Deren Herstellung erfolgt in einem Schmelzspinnprozess, wobei die entstehenden Fasern im Wesentlichen unverstreckt und damit dehnbar und spaltbar sind. Anstelle von Spinndüsen mit sehr kleinen Bohrungsdurchmessern, wie sie beispielsweise aus der EP1461479 bekannt sind, werden in der US20040161994 Spinndüsen mit Bohrungsdurchmessern eingesetzt, die das Spinnen von Fasern gestatten, deren Durchmesser ≥ 40 &mgr;m ist.

Anschließend werden die Fasern gespalten, um diejenigen Faserfeinheiten zu erhalten, die für Vliese in Anwendungsbereichen, wie beispielsweise Wegwerfartikel in Form von Windeln, Inkontinenzartikeln, Damenhygieneartikeln oder Wischtüchern gefordert sind.

Ein Flächengebilde in Form eines Compositmaterials, bestehend aus einem gummielastischen Material aus thermoplastischen Elastomeren und einem Vliesstoff, wird in der US20040166756 offenbart und ist beispielsweise für den Einsatz in Wegwerfartikeln geeignet. Der Vliesstoff beinhaltet nichtelastische Filamente, beispielsweise aus Polypropylen, die bevorzugt in MD-Richtung ausgelegt werden. Senkrecht zu dieser Vorzugsrichtung besitzt das Flächengebilde eine Dehnbarkeit von mehr als 100%.

Aus der US2002039637 sind Vliese mit hoher Dehnbarkeit bekannt, deren Fasern aus einer Mischung aus Polypropylen, Polyethylen und einem kommerziell erhältlichen Verträglichkeitsvermittler in Form eines Block- oder Pfropf-Copolymeren, beispielsweise des CatalloyTM Copolymers der Firma Montell, hergestellt worden sind. Dabei wird der Verträglichkeitsvermittler zwischen 15 Gew.-% und 30 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmischung hinzugefügt. Bei Spitzenlast wurden an diesen Vliesen Dehnungen von über 500 beobachtet.

In der WO0149908 werden Mehrkomponentenfasern zur Herstellung von Vliesstoffen mit höherer Dehnbarkeit beschrieben. In einer Ausführungsform werden Polyolefinmischungen verwendet, wobei das niedriger schmelzende Polymer die dominante kontinuierliche Phase der Mehrkomponentenfaser und das höher schmelzende Polymer die in der kontinuierlichen Phase eingelagerte disperse Phase bildet. Das niedriger schmelzende Polymer wird der Mischung in einer Größenordnung von mindestens 50 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmischung zugesetzt. Zur Herstellung der Polymermischung wird beispielsweise ein Polyethylen mit einer Dichte von mindestens 0,945 g/cm3, einem MFI > 10 g/10 min und ein Polypropylen mit einem MFI von mindestens 20 g/10 min verwendet. Bei Spitzenlast wurden an diesen Vliesen Dehnungen von mindestens 100% beobachtet.

Ebenfalls bekannt sind dehnbare Vliesstoffe aus der US5593768. Die dabei verwendeten Mehrkomponentenfasern umfassen eine dominante kontinuierliche und eine diskontinuierliche hochdisperse Phase aus mindestens zwei unterschiedlichen thermoplastischen Polymeren, wobei die hochdisperse Phase gedehnte fibrillare Domänen, die in Richtung der Faserachse orientiert sind, innerhalb der kontinuierlichen Phase der Faser bildet. In einer Ausführungsform wird die dominante kontinuierliche Phase durch isotaktisches Polypropylen und die nichtkontinuierliche Phase durch Polyethylen, in Größenordnungen zwischen 2,5 Gew.-% bis 20 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmischung, gebildet. Hierbei wurden am Vlies Dehnungen bis zu 128% gemessen.

Die bekannten Ansätze zur Herstellung von Vliesstoffen mit hoher Dehnbarkeit, die als Hauptbestandteil der Mischung Polyethylen und als Nebenbestandteil einen Polypropylentyp aufweisen, sind oftmals sehr kosten- und zeitaufwendig. Zur Aufbereitung dieser Mischung ist während der Homogenisierung ein intensiver Energieeintrag erforderlich, so dass in vielen Fällen Doppelschneckenextruder eingesetzt werden müssen.

Um die Verarbeitbarkeit und insbesondere die Verspinnbarkeit dieser unverträglichen Polymere überhaupt zu gewährleisten und dem Endprodukt in Form von Fasern oder Vliesen ein hinreichendes Eigenschaftsniveau zu verleihen, sind zudem Verträglichkeitsvermittler in Form von Block- und/oder Pfropfcopolymeren notwendig, die bei den bisher bekannten Verträglichkeitsvermittlern eine Größenordnung von etwa 10 Gew.-% bis 20 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmischung, einnehmen können und das Endprodukt kostenintensiver gestalten.

Zeitaufwendig und daher ebenfalls kostenintensiv sind Techniken zur Herstellung dehnbarer Vliese auf Polypropylenbasis, die auf der Verwendung von Kalandern mit speziellen Bondingmustern beruhen, um definierte Dehnungseigenschaften im verfestigten Vlies einzustellen. Sowohl der Ein- und Ausbau von Kalanderwalzen als auch die Prüfung und Optimierung von Bondingmustern, die zumeist eine Neuprägung von Kalanderwalzen zur Folge hat, sind zeitaufwendig und daher teuer.

Vorteilhaft wären daher Zusätze für die Verarbeitung von Mischungen aus nichtmischbaren Polymeren zur Herstellung von dehnbaren Vliesstoffen aus Polymerfasern, die hinsichtlich der Verträglichkeitsvermittlung eine erheblich verbesserte Wirkung zeigen und dadurch niedriger dosiert werden können und einen geringeren Aufbereitungsaufwand erfordern.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen dehnbaren Vliesstoff unter Verwendung einer Mischung aus mindestens einem Polypropylen und einem mit Polypropylen nicht mischbaren Polymer, sowie einem Verträglichkeitsvermittler bereitzustellen, wobei schon geringe Mengen des Verträglichkeitsvermittlers zu einer hinreichenden Vermischung der eingesetzten Polymere bei einem vertretbaren maschinentechnischen Aufwand führen sollen.

Diese Aufgabe wird mit einem Vlies mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern, mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen, Verfahren und Anwendungen sind in den nachfolgenden Ansprüchen angegeben.

Überraschenderweise wurde gefunden, dass diese Aufgabe unter Verwendung von Verträglichkeitsvermittlern, beinhaltend amphiphile Blockcopolymere erreicht werden kann, ohne dabei kostenintensive Elastomere einzusetzen.

Die vorliegende Erfindung stellt ein Vlies mit hoher Dehnbarkeit zur Verfügung, umfassend Polymerfasern aus einer Mischung aus mindestens einem Polypropylen und einem mit Polypropylen nicht mischbarem weiteren Polymer, sowie mindestens einem Blockcopolymer als Verträglichkeitsvermittler, wobei das Blockcopolymer mindestens einen hydrophoben Block (A), im Wesentlichen bestehend aus Isobuten-Einheiten, und mindestens einen hydrophilen Block (B), im Wesentlichen bestehend aus Oxalkylen-Einheiten beinhaltet.

Der Begriff „Vliesstoffe mit hoher Dehnbarkeit" bezeichnet Vliesstoffe, die in MD- und CD-Richtung gedehnt werden können, ohne notwendigerweise eine vollständige oder auch nur teilweise Wiederherstellung der ursprünglichen Form bei Wegfall der Zugkraft zu zeigen.

Der Begriff „Fasern" wird verwendet, um sowohl Stapelfasern mit diskreter Länge als auch Filamente zu umfassen.

Der Begriff „Polymer" wird im allgemeinen Sinne verwendet und soll Homopolymere und beliebige Copolymere, wie beispielsweise Pfropfcopolymere und Terpolymere enthalten.

Der Begriff „Mischung" wird hier ebenfalls allgemein verwendet und soll „nichtmischbare" und „mischbare" Polymergemische enthalten.

Polymere werden als „nicht mischbar" erachtet, wenn sie im geschmolzenen Zustand in getrennten, ausgeprägten Phasen vorliegen.

Der Begriff „Verträglichkeitsvermittler" wird für Copolymeren, Pfropfcopolymeren und Terpolymeren verwendet, die zur Verträglichkeitsvermittlung nicht mischbarer Polymergemische dienen, um beispielsweise deren gemeinsame Verarbeitung und Verspinnbarkeit zu gewährleisten.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Vlies mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern aus einer Mischung bereitgestellt wird, aus mindestens einem Polypropylen und einem mit Polypropylen nicht mischbarem weiteren Polymer und aus einem weiteren Mischungsbestandteil aus mindestens einem der nicht mischbarem Polymere und einem Blockcopolymer als Verträglichkeitsvermittler, wobei das Blockcopolymer mindestens einen hydrophoben Block (A), im Wesentlichen bestehend aus Isobuten-Einheiten und mindestens einen hydrophilen Block (B), im Wesentlichen bestehend aus Oxalkylen-Einheiten beinhaltet.

Ein Vlies mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern, wird in einer Ausführung der Erfindung dadurch erhalten, dass das mit Polypropylen nicht mischbare Polymere im Wesentlichen als diskontinuierliche, feindisperse Phase innerhalb des Polypropylens, welches die dominante, kontinuierliche Phase der Polymerfaser bildet, vorliegt.

In dem Fall, in dem die Mischung als eine dominante, kontinuierliche Phase und mindestens eine diskontinuierliche Phase vorliegt, können andere Polymere ebenfalls anwesend sein, die entweder mit der einen, oder mit der anderen oder mit beiden Polymerphasen mischbar sind.

Vorteilhafterweise besitzen die erfindungsgemäßen Vliese aus Polymerfasern durch den Zusatz des weiteren mit Polypropylen unverträglichen Polymers, vorzugsweise HDPE und mindestens eines Verträglichkeitsvermittlers Eigenschaften, die sich nur unwesentlich von den mechanischen Eigenschaften der Vliese aus reinem Polypropylen unterscheiden, wobei zusätzlich ein verbessertes Dehnverhalten beobachtet worden ist.

Erfindungsgemäß weist das dehnbare Vlies einen Zusatz eines Verträglichkeitsvermittlers auf.

Die als Verträglichkeitsvermittler verwendeten amphiphilen Blockcopolymere weisen mindestens einen hydrophoben Block (A) sowie mindestens einen hydrophilen Block (B) auf. Die Blöcke (A) und (B) sind mittels geeigneter verknüpfender Gruppen miteinander verbunden. Die Blöcke (A) bzw. (B) können jeweils linear sein oder auch Verzweigungen aufweisen.

Derartige Blockcopolymere sind bekannt und ihre Herstellung kann ausgehend von dem Fachmann prinzipiell bekannten Ausgangsverbindungen und Methoden erfolgen.

Die hydrophoben Blöcke (A) sind im Wesentlichen aus Isobuteneinheiten aufgebaut.

Sie sind durch Polymerisation von Isobuten erhältlich. Die Blöcke können aber noch in geringem Umfange andere Comonomere als Bausteine aufweisen. Derartige Bausteine können zur Feinsteuerung der Eigenschaften des Blocks eingesetzt werden. Zu nennen als Comonomere sind neben 1-Buten und cis- bzw. trans-2-Buten insbesondere Isoolefine mit 5 bis 10 C-Atomen wie 2-Methyl-1-buten-1, 2-Methyl-1-penten, 2-Methyl-1-hexen, 2-Ethyl-1-penten, 2-Ethyl-1-hexen und 2-Propyl-1-hepten oder Vinylaromaten wie Styrol und &agr;-Methylstyrol, C1-C4-Alkylstyrole wie 2-, 3- und 4-Methylstyrol und 4-tert.-Butylstyrol. Der Anteil derartiger Comonomerer sollte aber nicht zu groß sein. Im Regelfalle sollte deren Menge 20 Gew.% bezogen auf die Menge aller Bausteine des Blocks nicht übersteigen. Die Blöcke können neben den Isobuteneinheiten bzw. Comonomeren auch noch die zum Start der Polymerisation verwendeten Initiator- bzw. Startermoleküle oder Fragmente davon umfassen. Die so hergestellten Polyisobutene können linear, verzweigt oder sternförmig sein. Sie können nur an einem Kettenende oder auch an zwei oder mehreren Kettenenden funktionelle Gruppen aufweisen.

Ausgangsmaterial für die hydrophoben Blöcke A sind funktionalisierte Polyisobutene. Funktionalisierte Polyisobutene können ausgehend reaktiven Polyisobutenen hergestellt werden, indem man diese in ein- oder mehrstufigen, dem Fachmann prinzipiell bekannten Reaktionen mit funktionellen Gruppen versieht. Unter reaktivem Polyisobuten versteht der Fachmann Polyisobuten, welches einen sehr hohen Anteil von terminalen &agr;-Olefin-Endgruppen aufweist. Die Herstellung reaktiver Polyisobutene ist ebenfalls bekannt und beispielsweise detailliert in WO 04/9654, Seiten 4 bis 8, oder in WO 04/35635, Seiten 6 bis 10 beschrieben.

Bevorzugte Ausführungsformen der Funktionalisierung von reaktivem Polyisobuten umfassen:

  • i) Umsetzung mit aromatischen Hydroxyverbindungen in Gegenwart eines Alkylierungskatalysators unter Erhalt von mit Polyisobutenen alkylierten aromatischen Hydroxyverbindungen,
  • ii) Umsetzung des Polyisobuten-Blocks mit einer Peroxi-Verbindung unter Erhalt eines epoxidierten Polyisobutens,
  • iii) Umsetzung des Polyisobuten-Blocks mit einem Alken, das eine mit elektronenziehenden Gruppen substituierte Doppelbindung aufweist (Enophil), in einer En-Reaktion,
  • iv) Umsetzung des Polyisobuten-Blocks mit Kohlenmonoxid und Wasserstoff in Gegenwart eines Hydroformylierungskatalysators unter Erhalt eines hydroformylierten Polyisobutens,
  • v) Umsetzung des Polyisobuten-Blocks mit einem Phosphorhalogenid oder einem Phosphoroxychlorid unter Erhalt eines mit Phosphongruppen funktionalisiertem Polyisobutens,
  • vi) Umsetzung des Polyisobuten-Blocks mit einem Boran und anschließender oxidativer Spaltung unter Erhalt eines hydroxylierten Polyisobutens,
  • vii) Umsetzung des Polyisobuten-Blocks mit einer SO3-Quelle, bevorzugt Acetylsulfat oder Oleum unter Erhalt eines Polyisobutens mit terminalen Sulfonsäuregruppen,
  • viii) Umsetzung des Polyisobuten-Blocks mit Stickoxiden und anschließende Hydrierung unter Erhalt eines Polyisobutens mit terminalen Aminogruppen.

Hinsichtlich aller Details zur Durchführung der genannten Reaktionen verweisen wir auf die Ausführungen in WO 04/35635, Seiten 11 bis 27.

Besonders bevorzugt ist die Ausführungsform iii). Ganz besonders bevorzugt wird als hierbei Maleinsäureanhydrid zur Umsetzung eingesetzt. Dabei resultieren mit Bernsteinsäureanhydridgruppen (Succinanhydridgruppen) funktionalisierte Polyisobutene (Polyisobutenylbernsteinsäureanhydrid, PIBSA).

Die molare Masse der hydrophoben Blöcke A wird vom Fachmann je nach der gewünschten Anwendung festgelegt. In der Regel weisen die hydrophoben Blöcke (A) jeweils eine mittlere molare Masse Mn von 200 bis 10000 g/mol auf. Bevorzugt beträgt Mn 300 bis 8000 g/mol, besonders bevorzugt 400 bis 6000 g/mol und ganz besonders bevorzugt 500 bis 5000 g/mol.

Die hydropholen Blöcke (B) sind im Wesentlichen aus Oxalkyleneinheiten aufgebaut. Bei Oxalkyleneinheiten handelt es sich in prinzipiell bekannter Art und Weise um Einheiten der allgemeinen Formel -R1-O-. Hierbei steht R1 für einen zweiwertigen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest, der auch optional noch weitere Substituenten aufweisen kann. Bei zusätzlichen Substituenten am Rest R1 kann es sich insbesondere um O-haltige Gruppen, beispielsweise >C=O-Gruppen oder OH-Gruppen handeln. Ein hydrophiler Block kann selbstverständlich auch mehrere verschiedene Oxyalkyleneinheiten umfassen.

Bei den Oxalkyleneinheiten kann es sich insbesondere um -(CH2)2-O-, -(CH2)3-O-, -(CH2)4-O-, -CH2-CH(R2)-O-, -CH2-CHOR3-CH2-O-handeln, wobei es sich bei R2 um eine Alkylgruppe, insbesondere C1-C24-Alkyl oder um eine Arylgruppe, insbesondere Phenyl, und bei R3 um eine Gruppe ausgewählt aus der Gruppe von Wasserstoff, C1-C24-Alkyl, R1-C(=O)-, R1-NH-C(=O)- handelt.

Die hydrophilen Blöcke können auch noch weitere Struktureinheiten umfassen, wie beispielsweise Estergruppen, Carbonatgruppen oder Aminogruppen. Sie können weiterhin auch noch die zum Start der Polymerisation verwendeten Initiator- bzw. Startermoleküle oder Fragmente davon umfassen. Beispiele umfassen terminale Gruppen R2-O-, wobei R2 die oben definierte Bedeutung hat.

Im Regelfalle umfassen die hydrophilen Blöcke als Hauptkomponenten Ethylenoxideinheiten -(CH2)2-O- und/oder Propylenoxideinheiten -CH2-CH(CH3)-O, während höhere Alkylenoxideinheiten, d.h. solche mit mehr als 3 C-Atomen nur in geringen Mengen zur Feineinstellung der Eigenschaften vorhanden sind. Bei den Blöcken kann es sich um statistische Copolymere, Gradienten-Copolymere, alternierende oder Blockcopolymere aus Ethylenoxid- und Propylenoxideinheiten handeln. Die Menge an höheren Alkylenoxideinheiten sollte 10 Gew.%, bevorzugt 5 Gew.% nicht überschreiten. Bevorzugt handelt es sich um Blöcke, die mindestens 50 Gew.% Ethylenoxideinheiten, bevorzugt 75 Gew.% und besonders bevorzugt mindestens 90 Gew.% Ethylenoxideinheiten umfassen.

Ganz besonders bevorzugt handelt es sich um reine Polyoxyethylenblöcke.

Die hydrophilen Blöcke B sind in prinzipiell bekannter Art und Weise erhältlich, beispielsweise durch Polymerisation von Alkylenoxiden und/oder cyclischer Ether mit mindestens 3 C-Atomen sowie optional weiterer Komponenten. Sie können weiterhin auch durch Polykondensation von Di- und oder Polyalkoholen, geeigneten Startern sowie optional weiteren monomeren Komponenten hergestellt werden.

Beispiele geeigneter Alkylenoxide als Monomere für die hydrophilen Blöcke B umfassen Ethylenoxid und Propylenoxid sowie weiterhin 1-Butenoxid, 2,3-Butenoxid, 2-Methyl-1,2-propenoxid (Isobutenoxid), 1-Pentenoxid, 2,3-Pentenoxid, 2-Methyl-1,2-butenoxid, 3-Methyl-1,2-butenoxid, 2,3-Hexenoxid, 3,4-Hexenoxid, 2-Methyl-1,2-pentenoxid, 2-Ethyl-1,2-butenoxid, 3-Methyl-1,2-Pentenoxid, Decenoxid, 4-Methyl-1,2-pentenoxid, Styroloxid oder aus einer Mischung aus Oxiden technisch verfügbarer Raffinatströme gebildet sein. Beispiele für cyclische Ether umfassen Tetrahydrofuran. Selbstverständlich können auch Gemische verschiedener Alkylenoxide eingesetzt werden. Der Fachmann trifft je nach den gewünschten Eigenschaften des Blocks eine geeignete Auswahl unter den Monomeren bzw. weiteren Komponenten.

Die hydrophilen Blöcke B können auch verzweigt oder sternförmig sein. Derartige Blöcke sind erhältlich, indem man Startermoleküle mit mindestens 3 Armen einsetzt. Beispiele geeigneter Starter umfassen Glycerin, Trimethylolpropan, Pentaerythrit oder Ethylendiamin.

Die Synthese von Alkylenoxideinheiten ist dem Fachmann bekannt. Einzelheiten sind beispielsweise in „Polyoxyalkylenes" in Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, 6th Edition, Electronic Release ausführlich dargestellt.

Die molare Masse der hydrophilen Blöcke B wird vom Fachmann je nach der gewünschten Anwendung festgelegt. In der Regel weisen die hydrophilen Blöcke (B) jeweils eine mittlere molare Masse Mn von 500 bis 20000 g/mol auf. Bevorzugt beträgt Mn 1000 bis 18000 g/mol, besonders bevorzugt 1500 bis 15000 g/mol und ganz besonders bevorzugt 2500 bis 8000 g/mol.

Die Synthese der erfindungsgemäß verwendeten Blockcopolymere kann bevorzugt vorgenommen werden, indem man zunächst die hydrophilen Blöcke B separat herstellt und in einer polymeranalogen Reaktion mit den funktionalisierten Polyisobutenen unter Bildung von Blockcopolymeren umgesetzt.

Die Bausteine für die hydrophilen und hydrophoben Blöcke weisen hierbei komplementäre funktionelle Gruppen auf, d.h. Gruppen, die miteinander unter Bildung von verknüpfenden Gruppen reagieren können.

Bei den funktionellen Gruppen der hydrophilen Blöcke handelt es sich naturgemäß bevorzugt um OH-Gruppen, es kann sich aber beispielsweise auch um primäre oder sekundäre Aminogruppen handeln. OH-Gruppen sind besonders geeignet als komplementäre Gruppen zur Umsetzung mit PIBSA.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die Synthese der Blöcke B auch vorgenommen werden, indem man polare funktionelle Gruppen aufweisende Polyisobutene (d.h. Blöcke A) direkt mit Alkylenoxiden unter Bildung von Blöcken B umsetzt.

Die Struktur der erfindungsgemäß verwendeten Blockcopolymere kann durch Auswahl von Art und Menge der Ausgangsmaterialien für die Blöcke A und B sowie der Reaktionsbedingungen, insbesondere der Reihenfolge der Zugabe beeinflusst werden.

Die Blöcke A und/oder B können terminal angeordnet sein, d.h. nur mit einem anderen Block verbunden sein, oder sie können aber mit zwei oder mehreren anderen Blöcken verbunden sein. Die Blöcke A und B können beispielsweise linear miteinander in alternierender Anordnung miteinander verknüpft sein. Prinzipiell kann eine beliebige Anzahl von Blöcken verwendet werden. Im Regelfall handelt sind aber nicht mehr als jeweils 8 Blöcke A bzw. B vorhanden. Hieraus resultiert im einfachsten Falle ein Zweiblockcopolymer der allgemeinen Formel AB. Weiterhin kann es sich um Dreiblockcopolymere der allgemeinen Formel ABA oder BAB handeln. Es können selbstverständlich auch mehrere Blöcke aufeinander folgen, beispielsweise ABAB, BABA, ABABA, BABAB oder ABABAB.

Weiterhin kann es sich um sternförmige und/oder verzweigte Blockcopolymere oder auch kammartige Blockcopolymere handeln, bei denen jeweils mehr als zwei Blöcke A an einen Block B oder mehr als zwei Blöcke B an einen Block A gebunden sind. Beispielsweise kann es sich um Blockcopolymere der allgemeinen Formel ABm oder BAm handeln, wobei m für eine natürliche Zahl ≥ 3 steht, bevorzugt 3 bis 6 und besonders bevorzugt 3 oder 4 steht. Selbstverständlich können in den Armen bzw. Verzeigungen auch mehrere Blöcke A und B aufeinander folgen, beispielsweise A(BA)m oder B(AB)m.

Die Synthesemöglichkeiten sind im Folgenden exemplarisch für OH-Gruppen und Bernsteinsäureanhydridgruppen (als S bezeichnet) dargestellt, ohne dass die Erfindung damit auf die Verwendung derartiger funktioneller Gruppen beschränkt sein soll.

  • HO-[B]-OH Hydrophile Blöcke, welche zwei OH-Gruppen aufweisen
  • [B]-OH Hydrophile Blöcke, welche nur eine OH-Gruppe aufweisen.
  • [B]-(OH)x Hydrophile Blöcke mit x OH-Gruppen (x ≥ 3)
  • [A]-S Polyisobuten mit einer terminalen Gruppe S
  • S-[A]-S Polyisobuten mit zwei terminalen Gruppen S
  • [A]-Sy Polyisobuten mit y Gruppen S (y ≥ 3)

Die OH-Gruppen können in prinzipiell bekannter Art und Weise mit den Bernsteinsäureanhydridgruppen S unter Bildung von Estergruppen miteinander verknüpft werden. Die Reaktion kann beispielsweise unter Erwärmen in Substanz vorgenommen werden. Geeignet sind beispielsweise Reaktionstemperaturen von 80 bis 150°C.

Dreiblockcopolymere A-B-A ergeben sich beispielsweise auf einfache Art und Weise durch Umsetzung von einem Äquivalent HO-[B]-OH mit zwei Äquivalenten [A]-S. Dies ist im Folgenden beispielhaft mit vollständigen Formeln dargestellt. Als Beispiel dient die Umsetzung von PIBSA und einem Polyethylenglykol:

Hierbei stehen n und m unabhängig voneinander für natürlich Zahlen. Sie werden vom Fachmann so gewählt, dass sich die eingangs definierten molaren Massen für die hydrophoben bzw. die hydrophilen Blöcke ergeben.

Sternförmige oder verzweigte Blockcopolymere BAx können durch Umsetzung von [B]-(OH)x mit x Äquivalenten [A]-S erhalten werden.

Für den Fachmann auf dem Gebiet der Polyisobutene ist klar, dass die erhaltenen Blockcopolymere je nach den Herstellbedingungen auch noch Reste von Ausgangsmaterialien aufweisen können. Außerdem kann es sich um Mischungen verschiedener Produkte handeln. Dreiblockcopolymere der Formel ABA können beispielsweise noch Zweiblockcopolymere AB sowie funktionalisiertes und unfunktionalisiertes Polyisobuten enthalten. Vorteilhaft können diese Produkte ohne weitere Reinigung für die Anwendung eingesetzt werden. Selbstverständlich können die Produkte aber auch noch gereinigt werden. Dem Fachmann sind Reinigungsmethoden bekannt.

Eine Ausführungsform sieht vor, dass der Verträglichkeitsvermittler der Mischung zwischen 0,05 Gew.-% und 5 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmischung zugesetzt wird.

Eine bevorzugte Ausführung sieht vor, dass der Mischung zur Herstellung des dehnbaren Vlieses 0,05 Gew.-% bis 1 Gew.-% eines Verträglichkeitsvermittlers bezogen auf die Gesamtmischung zugesetzt werden.

Vlies mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern können erfindungsgemäß als weiteres, mit Polypropylen nicht mischbares Polymeres HDPE enthalten.

Um Vliese mit hoher Dehnbarkeit zu erhalten, können dem Polypropylen und dem weiteren, mit Polypropylen nicht mischbaren Polymer, Copolymere aus Polypropylen und Polyethylen zugesetzt werden.

Vorteilhafterweise wird zur Erzeugung des dehnbaren Vlieses, umfassend Polymerfasern, eine Mischung verwendet, deren Anteil an Polypropylen in einer Größenordnung zwischen 75 Gew.-% und 98 Gew.-% und bevorzugt zwischen 85 Gew.-% und 95 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmischung, liegt.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass zur Herstellung des dehnbaren Vlieses ein

  • – Polypropylen mit einem MFI zwischen 15 g/10 min bis 50 g/10 min (230°C; 2,16 kg), vorzugsweise zwischen 20 g/10 min bis 30 g/10 min (230°C; 2,16 kg) und ein
  • – HDPE mit einem MFI zwischen 3 g/10 min bis 40 g/10 min (190°C; 2,16 kg), vorzugsweise von 5 g/10 min bis 30 g/10 min (190°C; 2,16 kg) eingesetzt werden.

Die Erfindung sieht weiterhin vor, dass zur Herstellung des Vlieses mit hoher Dehnbarkeit Polymerfasern in Form von Filamenten oder Stapelfasern verwendet werden können.

Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist ein dehnbares Vlies ein thermisch gebundener, spinngebundener Faserflor von beliebig angeordneten, im Wesentlichen kontinuierlichen Filamenten, die aus Polymergemischen bestehen. In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist ein dehnbares Vlies ein thermisch gebundener und kardierter Flor aus Stapelfasern. Das dehnbare Vlies, umfassend Polymerfasern, kann zusätzliche faserförmige Komponenten wie schmelzgeblasene Mikrofasern enthalten. Erfindungsgemäß kann das dehnbare Vlies auch als Textilverbundstoff ausgebildet sein und weitere Komponenten enthalten, die auf einer oder beiden Seiten des dehnbaren Vlieses aufgebracht sind. Hierbei können verfestigte, teilverfestigte oder unverfestigte Lagenmaterialien allein oder als Verbundstoff mit unterschiedlichem Dehnvermögen, wie beispielsweise

  • – Filme,
  • – Vliese wie z.B. Meltblown- und Spinnvliese, die in einem Schmelz-, Elektro- oder Lösungsspinnprozess erzeugt worden sind, oder kardierte Vliese, Wetlaids, Airlaids und
  • – Laminate aus Filmen und/oder Vliesen
verwendet werden.

So kann das dehnbare Vlies beispielsweise weitere Bestandteile in Form eines kontinuierlichen oder perforierten Polymerfilms, eines Films oder eines Flors eines elastischen Polymers, eines anderen spinngebundenen Faserflors, eines dehnbaren Netzes, einer Anordnung dehnbarer oder elastischer Stränge oder eines Flors aus schmelzgeblasenen Mikrofasern umfassen, wodurch beispielsweise ein Vliesverbundstoff mit ausgezeichneter Weichheit und Anschmiegsamkeit erzeugt wird.

Weiterhin kann das dehnbare Vlies auf ein vorgefertigtes Material, ausgebildet als Vlies oder Film oder Kombinationen daraus aufgebracht werden.

Ein weiterer Gedanke der Erfindung war es, die Dehnbarkeit des Vlieses zwischen der Dehnbarkeit eines Vliesstoffes aus reinem Polypropylen und der eines Vliesstoffes mit Elastomeranteil einzustellen, ohne kostenintensive Elastomerzusätze zu verwenden.

Vlieses mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern gemäß dieser Erfindung können eine Reißdehnung von 80–150% aufweisen und eine Reißkraft von 1,5–2N pro Gramm Flächengewicht besitzen.

Die erfindungsgemäßen Vliesstoffe bestehen aus Fasern, deren Titer im Bereich von 1 bis 5 dtex, bevorzugt zwischen 1,5 und 3,5 dtex liegen.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht die Verwendung einer Mischung zur Herstellung eines Vlieses mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern, aus mindestens einem Polypropylen und einem mit Polypropylen nicht mischbarem weiteren Polymer, sowie mindestens einem Blockcopolymer als Verträglichkeitsvermittler vor, wobei das Blockcopolymer mindestens einen hydrophoben Block (A), im Wesentlichen bestehend aus Isobuten-Einheiten, und mindestens einen hydrophilen Block (B), im Wesentlichen bestehend aus Oxalkylen-Einheiten beinhaltet und worin der hydrophobe Block (A) eine Molmassenverteilung Mn zwischen 200 und 10 000 g/mol und der hydrophile Block (B) eine Molmassenverteilung Mn zwischen 500 und 20 000 g/mol aufweist.

Gemäß einem weiteren Gedanken der Erfindung wird eine Mischung zur Herstellung eines Vlieses mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern verwendet, wobei die Mischung mindestens Polyethylen und ein mit Polyethylen nicht mischbares weiteres Polymer und einen weiteren Mischungsbestandteil aus einem der nicht mischbarem Polymere und einem Blockcopolymer als Verträglichkeitsvermittler beinhaltet, wobei das Blockcopolymer mindestens einen hydrophoben Block (A), im Wesentlichen bestehend aus Isobuten-Einheiten, und mindestens einen hydrophilen Block (B), im Wesentlichen bestehend aus Oxalkylen-Einheiten beinhaltet und worin der hydrophobe Block (A) eine Molmassenverteilung Mn zwischen 200 und 10 000 g/mol und der hydrophile Block (B) eine Molmassenverteilung Mn zwischen 500 und 20 000 g/mol aufweist.

Je nach Polymertyp können beim Einsatz von Polyethylen und Polypropylen als Grundbestandteile der Mischung verschiedene Grade der Mischbarkeit vorliegen. Es können auch Mischungen mit mehr als zwei Polymeren verwendet werden. Erfindungsgemäß können den beiden nichtmischbaren Grundbestandteilen der Mischung sowohl weitere nicht mischbare als auch mischbare Polymere zugegeben werden, um der Mischung und den daraus zu bildenden Vliesen zusätzliche Eigenschaften oder Vorteile unter Berücksichtigung der Mischungskompatibilität, der Viskosität, der Polymerkristallinität oder der Phasenbereichsgröße zu verleihen.

Um einen genügend hohen Mischungsgrad zu erzielen, werden im allgemeinen Doppelschneckenextruder empfohlen. Es wurde jedoch gefunden, dass unter Verwendung der erfindungsgemäßen Mischung zur Herstellung der Vliese selbst Einschneckenextruder eine ausreichende Mischung der Einzelkomponenten gewährleisten. In dieser technischen Vereinfachung liegt ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung.

Der erfindungsgemäßen Mischung, die zur Vliesbildung einem Spinnprozess unterzogen wird, können Zusatzstoffe zugegeben werden, wie Stabilisatoren, Antioxidationsmittel, Additive, wie beispielsweise Titandioxid, Talk, oder Quarzstaub, andere Additive sowie andere Polymere, wie beispielsweise Verdünnungsmittel, weitere Verträglichkeitsvermittler, Anti-Blockmittel, schlagzäh modifizierende Zusatzstoffe, Weichmacher, UV-Stabilisatoren, Pigmente, Mattierungsmittel, Schmierstoffe, Benetzungsmittel, Antistatika, Nukleierungsmittel, Viskositätsveränderer, Wasser- und Alkoholabstoßungsmittel und dergleichen. Diese Zusatzstoffe können eingesetzt werden, um einen Einfluss auf die Verarbeitungs- oder Produkteigenschaften wie Extrusion, Abschrecken, Ziehen, Ablegen, statische und/oder elektrische Eigenschaften, bindende oder benetzende Eigenschaften oder Abstoßungseigenschaften der Mischung oder des zu bildenden dehnbaren Vlieses auszuüben. Speziell können polymere Additive ebenfalls in Verbindung mit der Mischung verwendet werden, die Vorteile bei der Verarbeitung der Mischung und/oder bei der Endverwendung des zu bildenden dehnbaren Vlieses oder Vliesverbundstoffs bieten.

Gemäß einem weiteren Gedanken der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von Vliesen mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern bereitgestellt, wobei eine Mischung verwendet wird, die mindestens ein Polypropylen und ein mit Polypropylen nicht mischbares weiteres Polymer sowie mindestens ein Blockcopolymer als Verträglichkeitsvermittler beinhaltet, wobei das Blockcopolymer mindestens einen hydrophoben Block (A), im Wesentlichen bestehend aus Isobuten-Einheiten und mindestens einen hydrophilen Block (B), im Wesentlichen bestehend aus Oxalkylen-Einheiten beinhaltet und wobei das Polypropylen und ein weiteres Polymeres in Gegenwart des Verträglichkeitsvermittlers unter Wärmeeinwirkung miteinander vermischt werden, die Mischung anschließend in einem offenen oder geschlossenen Prozess zu Fasern versponnen wird, die Fasern auf einer Einrichtung abgelegt werden und die Fasern anschließend an diskreten Stellen thermobondiert werden, um ein Vlies zu bilden.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass ein Verfahren zu Herstellung von Vliesen mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern bereitgestellt wird, bei welchem eine Mischung, mindestens enthaltend Polyethylen und ein mit Polyethylen nicht mischbares weiteres Polymer und einen weiteren Mischungsbestandteil aus mindestens einem der nicht mischbarem Polymere und einem Blockcopolymer als Verträglichkeitsvermittler verwendet wird, wobei das Blockcopolymer mindestens einen hydrophoben Block (A), im Wesentlichen bestehend aus Isobuten-Einheiten, und mindestens einen hydrophilen Block (B), im Wesentlichen bestehend aus Oxalkylen-Einheiten beinhaltet. Der Verträglichkeitsvermittler wird zunächst mit einem Teil der eingesetzten Polymere unter Erwärmung miteinander vermischt und das erhaltene Konzentrat aus Polymeren und Verträglichkeitsvermittler in Form eines Mischungsbestandteils in einem zweiten Schritt mit dem Rest der Polymeren unter Wärmeeinwirkung miteinander vermischt. Anschließend wird die Mischung in einem offenen oder geschlossenen Prozess zu Fasern versponnen, wobei die Fasern auf einer Einrichtung abgelegt werden und die Fasern anschließend an diskreten Stellen thermobondiert werden, um ein Vlies zu bilden.

In einer Ausführungsform des Verfahrens zur Herstellung von Vliesen mit hoher Dehnbarkeit wird das Vlies im Temperaturbereich von 115°C bis 160°C, vorzugsweise im Temperaturbereich von 120°C bis 150°C thermobondiert.

Das Erspinnen von Fäden stellt erhebliche Ansprüche an die Homogenität der aus den Spinndüsen heraustretenden Schmelze. So darf beispielsweise die mechanische Belastbarkeit der Schmelze nicht zu klein sein, da sonst der Schmelzestrom durch die beim Fadenspinnen unerlässliche, hohe Abzugsgeschwindigkeit unterbrochen wird und es damit zu Fadenabrissen kommt. Andererseits darf aber auch die Viskosität nicht zu hoch sein, da sonst der Faden nicht genügend ausgezogen werden kann und die gewünschte hohe Fadenfeinheit somit nicht erzielt werden könnte.

Das dehnbare Vlies kann beispielsweise durch ein gewöhnliches Spinnverfahren hergestellt werden, bei dem keine speziellen Lochplatten mit besonders kleinen Spinnöffnungen benötigt werden. Es können daher auch Polymere eingesetzt werden, die in dem für Spunbondprozesse üblichen MFI-Bereich von 10–100 g/10 min angesiedelt sind.

Die Polymere werden auf Ein- oder Doppelschneckenextrudern aufgeschmolzen und beispielsweise in kontinuierliche Filamente durch eine Lochplatte hindurch extrudiert. Die Verträglichkeit der Mischung zeigt sich darin, dass aus den Bohrungen der Lochplatte kontinuierliche Fadenstränge erhalten werden. Ist eine Mischung nicht verträglich, so treten die einzelnen Phasen der Mischung tropfenweise aus der Lochplatte aus und es werden keine kontinuierlichen Fadenstränge erhalten.

Nachfolgend werden die Filamente durch Luft oder Luft-Wassergemische gegebenenfalls gekühlt und gestreckt, wobei auch mechanische Einrichtungen zum Verstrecken der Filamente genutzt werden können. Hierbei werden Streckverhältnisse von ca. 1:200 bis 1:400 angestrebt. Anschließend werden die Filamente eventuell zusätzlich abgekühlt und in zufälliger Anordnung auf einer Einrichtung in Form einer Sammelfläche abgelegt. Nach dem Sammeln der Filamente kann eine beliebige thermische, chemische oder mechanische Bindungsbehandlung erfolgen, um ein gebundenes bzw. verfestigtes Vlies zu bilden, welches an diskreten Stellen durch unterschiedlichste Bindungspunkte gekennzeichnet ist. Bevorzugt wird hierbei ein thermisches Punktbinden. Hierzu sind unterschiedliche Techniken bekannt, wobei bevorzugt Kalanderwalzen mit einem Punktbindungsmuster verwendet werden. Sämtliche im Stand der Technik bekannten Muster können in typischen Ausführungsformen verwendet werden, die kontinuierliche oder diskontinuierliche Muster verwenden. Die Bindungspunkte bedecken die Fläche des dehnbaren Vlieses oder Vliesverbundstoffs vorzugsweise zwischen 6 und 30%, bevorzugter zwischen 8 bis 20% und am meisten bevorzugt sind 12 bis 18%. Weiterbildungen des Verfahrens sehen vor, dass das dehnbare Vlies oder der dehnbare Vliesverbundstoff beispielsweise über Wasserstrahl oder Luftstrahl oder Ultraschall oder Kombinationen aus diesen Verfahren verdichtet oder verfestigt oder gebunden werden können. Ebenfalls können die Bindungspunkte auch durch den Auftrag eines Hotmelt-Klebers erzeugt werden.

Neben den Bindungspunkten können das dehnbare Vlies oder der daraus gefertigte Vliesverbundstoff auch Perforationen aufweisen.

Die Art und das Ausmaß dieser Bindungen gestattet, dass sich die Filamente über die gesamte Ausdehnung der Streckung dehnen, während die Festigkeit und Integrität des Vlieses oder Vliesverbundstoffs erhalten bleiben.

Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung wird darin gesehen, dass die Vliesstoffe mit hoher Dehnbarkeit verfahrensgemäß derart erzeugt werden, dass die bisher bekannten aufwendigen Änderungen des Bondingmusters am Kalander nicht mehr erforderlich sind, um eine ausreichende Dehnbarkeit des Vliesstoffes bei hinreichender Festigkeit dieses zu gewährleisten.

Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Filamente vor dem Thermobondieren oder anderen Verfahren zur Erzeugung punktförmiger, linienförmiger oder flächiger Verfestigungen des Vlieses nicht in einer bestimmten Vorzugsrichtung, insbesondere nicht vorzugsweise in MD-Richtung abgelegt werden müssen.

Alternativ dazu kann das dehnbare Vlies ein kardierter Flor von Stapelfasern sein, der nach bekannten Verfahren hergestellt wird und dann einer Bindung unterworfen wird, indem thermische, chemische oder mechanische Bindungsbehandlung genutzt werden, um dem Vlies oder Vliesverbundstoff Festigkeit und Flexibilität zu verleihen.

Erfindungsgemäß sind die kontinuierlichen Filamente oder Stapelfasern, die das dehnbare Vlies bilden, Polymerfasern, die aus mindestens zwei nichtmischbaren Polymerkomponenten gebildet werden.

Verfahrensgemäß wird zur Herstellung von Vliesen mit hoher Dehnbarkeit ein Verträglichkeitsvermittler eingesetzt. In einer Ausführungsform liegt der Anteil des Verträglichkeitsvermittlers bezogen auf die Gesamtmischung zwischen 0,05 Gew.-% und 5 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,1 Gew.-% und 3 Gew.-%.

Ein weiterer Vorteil, der in eigenen Spinnversuchen ermittelt werden konnte besteht darin, dass die verträglichkeitsvermittelnde Wirkung der erfindungsgemäßen Copolymere wesentlich effektiver ist, als bisher bekannte Verträglichkeitsvermittler oder Mischungen aus diesen und dadurch deutlich geringeren Mengen zur Kompatibilisierung der unmischbaren Polymere erforderlich sind.

Eine Weiterbildung des Verfahrens sieht vor, dass der Anteil des Polypropylens bezogen auf die Gesamtmischung zwischen 75 Gew.-% und 98 Gew.-% liegt, vorzugsweise zwischen 85 Gew.-% und 95 Gew.-% liegt. (23, 24)

Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Vlieses und der Verwendung des Vlieses in einem Vliesverbundstoff können der Mischung Zusätze, die beispielsweise die Oberflächeneigenschaften der Fasern beeinflussen aber auch Füll- und Verstärkerstoffe zugegeben werden.

Bei der Ausbildung des dehnbaren Vlieses können die Polymerfasern je nach Verwendungszweck unterschiedliche Querschnitte aufweisen. Sowohl die Filamente als auch Stapelfasern können rund, flach, tri- oder mehrlobal sein. Ebenso können die Filamente Hohlräume besitzen oder als Hohlfasern ausgebildet sein. Die Oberflächen der Filamente können glatt oder zerklüftet sein.

Das erfindungsgemäße Vlies mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern kann in einem Wegwerfprodukt, beispielsweise in einem Produkt für Damenhygiene, Windeln, Inkontinenzprodukte, Wischtücher und ähnlichem verwendet werden.

Als Bestandteil eines Hygieneartikels, beispielsweise in Form einer Windel, kann das dehnbare Vlies im Bereich der Bündchen oder als äußere, dem Körper abgewandten Schicht eingesetzt werden.

Das erfindungsgemäße Vlies kann ebenfalls in Medikalprodukten oder auch als Bestandteil in einem Verpackungsmaterial, Bauprodukt oder im Bereich der Filtertechnik eingesetzt werden und hierbei speziell in Anwendungen, die Vliese mit erhöhter Dehnfähigkeit erfordern.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht die Verwendung einer Mischung zur Herstellung von Vliesen mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern in einem Wegwerfprodukt, Medikalprodukt oder Bauprodukt vor.

Anhand von Ausführungsbeispielen soll die Erfindung hinsichtlich der Mischungsherstellung, des Erspinnens von Fäden und der Vliesherstellung näher erläutert werden.

Beispiel 1 Herstellung eines Verträglichkeitsvermittlers mit ABA Struktur aus PIBSA 1000 und Polyethylenglykol 6000

  • Umsetzung von PIBSA1000 (Verseifungszahl, VZ = 86 mg/gKOH) mit Pluriol® E6000 (Polyethylenoxid, Mn ≈ 6000)

In einem 4 l Dreihalskolben mit Innenthermometer, Rückflusskühler und Stickstoffhahn wurden 783 g PIBSA (Mn = 1305; DP = 1,5) und 1800 g Pluriol® E6000 (Mn ≈ 6000, DP = 1,1) vorgelegt. Während des Aufheizens auf 80°C wurde 3x evakuiert und mit N2 belüftet. Die Mischung wurde anschließend auf 130°C geheizt und 3 h bei dieser Temperatur gehalten. Danach ließ man das Produkt auf Raumtemperatur abkühlen und untersuchte es spektroskopisch.

IR-Spektrum (KBr) in cm–1:

OH-Valenzschwingung bei 3310; C-H Valenzschwingung bei 2956, 2890, 2745; C=O-Valenzschwingung bei 1732; C=C-Valenzschwingung bei 1640; weitere Schwingungen des PIB-Gerüsts: 1471, 1388, 1365, 1232; Etherschwingung des Pluriols bei 1109.

1-H-NMR-Spektrum (CDCl3, 500 MHz, TMS, Raumtemperatur) in ppm: Unterschiedliche Intensitäten: 4,9–4,7 (C=C von PIBSA); 4,3–4,1 (C(O)-O-CH2-CH2-); 3,8–3,5 (O-CH2-CH2-O, PEO-Kette); 3,4 (O-CH3); 3,1–2,9; 2,8–2,4; 2,3–2,1; 2,1–0,8 (Methylen und Methin der PIB-Kette)

Beispiel 2 Herstellung von Filamenten

In einen Einschneckenextruder wird eine Mischung aus 94,9 Gew.-Moplen HP560R, 5 Gew.-% HD 05862N sowie 0,1 Gew.-% eines Blockcopolymers bestehend aus Polyisobutylen und PEG (PIBSA/PEG 1000/6000) bezogen auf die Gesamtmischung eingetragen, aufgeschmolzen und vermischt. Die resultierende Schmelze wird anschließend bei 235°C durch eine Spinnplatte gedrückt, deren Lochdurchmesser 0,4 mm beträgt mit einem L/D-Verhältnis von 4. Der Spinnprozess wird nicht durch Fadenabrisse gestört. Man erhält Filamente mit einem Titer von 3,5 dtex, einer spezifischen Reißkraft von 23 mN/dtex und einer Dehnbarkeit von ca. 420%.

Vergleichsbeispiel:

Im Vergleich zum Beispiel 1 wird eine Mischung aus 95 Gew.-% Moplen HP560R (PP, MFI 25 g/10 min; 230°C, 2,16 kg) und 5 Gew.-% HD 05862N (HDPE, MFI 5 g/10 min; 190°C, 2,16kg) in den Extruder eingetragen, und unter den gleichen Bedingungen versponnen. Die erhaltenen Schmelzefilamente können aber nicht zu feinen Fäden ausgezogen werden, da es kontinuierlich zu Fadenabrissen kommt.

Beispiel 3 Herstellung von Vliesen

In einer Spinnanlage werden drei unterschiedliche Mischungen zu Filamenten ersponnen, zu Vliesen abgelegt und bei den, in Tabelle 1 aufgeführten Temperaturen bondiert.

Die Filamente bestehen aus folgenden Materialien:

  • A) 100% Moplen HP560R (PP, MFI 25 g/10 min)
  • B) 93,9 Moplen HP560R, 6% HD05862N (HDPE, MFI 5 g/10 min), 0,1% PIBSA/BEG 1000/6000
  • C) 95,9% Moplen HP560R, 4% DMDA 8907NT7 (HDPE, MFI 6,75 g/10 min), 0,1% PIBSA/PEG 1000/6000

Dabei wurde eine Spinnplatte mit Lochdurchmessern von 0,6 mm verwendet.

Das Basisgewicht der hergestellten Vliese beträgt 20 g pro m2. Das unter A) erhaltene Vlies dient als Referenz. Die mechanischen Eigenschaften der erhaltenen Fäden wurden in Anlehnung an DIN 53 857 bestimmt. Die Dehnungswerte sind in der Tabelle 1 zusammengestellt.

An Material A ist zu erkennen, dass allein die Absenkung der Kalandertemperatur nicht zu einer Erhöhung der Dehnbarkeit führt. Im Gegensatz dazu zeigt das Material B eine deutlich höhere Dehnbarkeit bei niedriger Kalandertemperatur als das Material A. Bei dem Material C durchläuft die Dehnung ein Maximum, wobei eine optimale Bondingtemperatur von 140°C beobachtet wurde.


Anspruch[de]
Vlies mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern aus einer Mischung aus mindestens einem Polypropylen und einem mit Polypropylen nicht mischbarem weiteren Polymer, sowie mindestens einem Blockcopolymer als Verträglichkeitsvermittler, wobei das Blockcopolymer

– mindestens einen hydrophoben Block (A), im Wesentlichen bestehend aus Isobuten-Einheiten, und

– mindestens einen hydrophilen Block (B), im Wesentlichen bestehend aus Oxalkylen-Einheiten

beinhaltet.
Vlies mit hoher Dehnbarkeit gemäß Anspruch 1, umfassend Polymerfasern aus einer Mischung aus mindestens einem Polypropylen und einem mit Polypropylen nicht mischbarem weiteren Polymer und aus einem weiteren Mischungsbestandteil aus mindestens einem der nicht mischbarem Polymere und einem Blockcopolymer als Verträglichkeitsvermittler, wobei das Blockcopolymer

– mindestens einen hydrophoben Block (A), im Wesentlichen bestehend aus Isobuten-Einheiten, und

– mindestens einen hydrophilen Block (B), im Wesentlichen bestehend aus Oxalkylen-Einheiten

beinhaltet.
Vlies mit hoher Dehnbarkeit nach Anspruch 1, umfassend Polymerfasern, wobei das mit Polypropylen nicht mischbare Polymere als feindisperse Phase innerhalb des Polypropylens, welches die dominante, kontinuierliche Phase der Polymerfaser bildet, vorliegt. Vlies mit hoher Dehnbarkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung 0,05 Gew.-% bis 5 Gew.-% eines Verträglichkeitsvermittlers bezogen auf die Gesamtmischung enthält. Vlies mit hoher Dehnbarkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung 0,05 Gew.-% bis 1 Gew.-%, eines Verträglichkeitsvermittlers bezogen auf die Gesamtmischung enthält. Vlies mit hoher Dehnbarkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Polymer HDPE ist. Vlies mit hoher Dehnbarkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Polymer ein Copolymer aus Polypropylen und Polyethylen ist. Vlies mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach Anspruch 1, wobei der Anteil des Polypropylens bezogen auf die Gesamtmischung zwischen 75 Gew.-% und 98 Gew.-% liegt. Vlies mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach Anspruch 1, wobei der Anteil des Polypropylens bezogen auf die Gesamtmischung zwischen 85 Gew.-% und 95 Gew.-% liegt. Vlies mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach Anspruch 1, wobei

– ein Polypropylen mit einem MFI zwischen 15 g/10 min bis 50 g/10 min (230°C; 2,16 kg), und

– ein HDPE mit einem MFI zwischen 3 g/10 min bis 40 g/10 min (190°C; 2,16 kg) eingesetzt wird.
Vlies mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach Anspruch 1, wobei

– ein Polypropylen mit einem MFI zwischen 20 g/10 min bis 30 g/10 min (230°C; 2,16 kg) und

– ein HDPE mit einem MFI zwischen 5 g/10 min bis 30 g/10 min (190°C; 2,16 kg) eingesetzt wird.
Vlies mit hoher Dehnbarkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerfasern Filamente sind. Vlies mit hoher Dehnbarkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerfasern Stapelfasern sind. Vliese mit hoher Dehnbarkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vlies aus Fasern besteht, die eine Feinheit von 1dtex bis 5dtex aufweisen. Vliese mit hoher Dehnbarkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vlies aus Fasern besteht, die eine Feinheit von 1,5–3,5 dtex aufweisen. Verwendung einer Mischung zur Herstellung eines Vlieses mit hoher Dehnbarkeit nach Anspruch 1, aus mindestens einem Polypropylen und einem mit Polypropylen nicht mischbarem weiteren Polymer, sowie mindestens einem Blockcopolymer als Verträglichkeitsvermittler, wobei das Blockcopolymer

– mindestens einen hydrophoben Block (A), im Wesentlichen bestehend aus Isobuten-Einheiten, und

– mindestens einen hydrophilen Block (B), im Wesentlichen bestehend aus Oxalkylen-Einheiten

beinhaltet und worin

– der hydrophobe Block (A) eine Molmassenverteilung Mn zwischen 200 und 10 000 g/mol und

– der hydrophile Block (B) eine Molmassenverteilung Mn zwischen 500 und 20 000 g/mol

aufweist.
Verwendung einer Mischung zur Herstellung eines Vlieses mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach Anspruch 1, aus einer Mischung aus mindestens einem Polypropylen und einem mit Polypropylen nicht mischbarem weiteren Polymer und aus einem weiteren Mischungsbestandteil aus mindestens einem der nicht mischbarem Polymere und einem Blockcopolymer als Verträglichkeitsvermittler, wobei das Blockcopolymer

– mindestens einen hydrophoben Block (A), im Wesentlichen bestehend aus Isobuten-Einheiten, und

– mindestens einen hydrophilen Block (B), im Wesentlichen bestehend aus Oxalkylen-Einheiten

beinhaltet und worin

– der hydrophobe Block (A) eine Molmassenverteilung Mn zwischen 200 und 10 000 g/mol und

– der hydrophile Block (B) eine Molmassenverteilung Mn zwischen 500 und 20 000 g/mol

aufweist.
Verfahren zu Herstellung von Vliesen mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern, unter Verwendung einer Mischung, mindestens beinhaltend ein Polypropylen und ein mit Polypropylen nicht mischbares weiteres Polymer sowie mindestens beinhaltend ein Blockcopolymer als Verträglichkeitsvermittler, wobei das Blockcopolymer

– mindestens einen hydrophoben Block (A), im Wesentlichen bestehend aus Isobuten-Einheiten, und

– mindestens einen hydrophilen Block (B), im Wesentlichen bestehend aus Oxalkylen-Einheiten

beinhaltet und wobei

– das Polypropylen und ein weiteres Polymeres in Gegenwart des Verträglichkeitsvermittlers unter Wärmeeinwirkung miteinander vermischt werden,

– die Mischung anschließend in einem offenen oder geschlossenen Prozess zu Fasern versponnen wird,

– die Fasern auf einer Einrichtung abgelegt werden und

– die Fasern anschließend an diskreten Stellen thermobondiert werden, um ein Vlies zu bilden.
Verfahren zu Herstellung von Vliesen mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach Anspruch 18, unter Verwendung einer Mischung aus mindestens einem Polypropylen und einem mit Polypropylen nicht mischbarem weiteren Polymer und aus einem weiteren Mischungsbestandteil aus mindestens einem der nicht mischbarem Polymere und einem Blockcopolymer als Verträglichkeitsvermittler, wobei das Blockcopolymer

– mindestens einen hydrophoben Block (A), im Wesentlichen bestehend aus Isobuten-Einheiten, und

– mindestens einen hydrophilen Block (B), im Wesentlichen bestehend aus Oxalkylen-Einheiten

beinhaltet und wobei

– der Verträglichkeitsvermittler zunächst mit einem Teil der eingesetzten Polymere unter Erwärmung miteinander vermischt und das erhaltene Konzentrat aus Polymer und Verträglichkeitsvermittler in einem zweiten Schritt mit dem Rest der Polymeren unter Wärmeeinwirkung miteinander vermischt werden,

– die Mischung anschließend in einem offenen oder geschlossenen Prozess zu Fasern versponnen wird,

– die Fasern auf einer Einrichtung abgelegt werden und

– die Fasern anschließend an diskreten Stellen thermobondiert werden, um ein Vlies zu bilden.
Verfahren zu Herstellung von Vliesen mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, das das Vlies im Temperaturbereich von 115°C bis 160°C thermobondiert ist. Verfahren zu Herstellung von Vliesen mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Vlies im Temperaturbereich von 120°C bis 150°C thermobondiert ist. Verfahren zur Herstellung von Vliesen mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach Anspruch 18, wobei der Anteil des Verträglichkeitsvermittlers bezogen auf die Gesamtmischung zwischen 0,05 Gew.-% und 5 Gew.-% liegt. Verfahren zu Herstellung von Vliesen mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach Anspruch 18, wobei der Anteil des Verträglichkeitsvermittlers bezogen auf die Gesamtmischung zwischen 0,1 Gew.-% und 3 Gew.-% liegt. Verfahren zu Herstellung von Vliesen mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach Anspruch 18, wobei der Anteil des Polypropylens bezogen auf die Gesamtmischung zwischen 75 Gew.-% und 98 Gew.-% liegt. Verfahren zu Herstellung von Vliesen mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach Anspruch 18, wobei der Anteil des Polypropylens bezogen auf die Gesamtmischung zwischen 85 Gew.-% und 95 Gew.-% liegt. Verwendung eines Vlieses mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche in einem Wegwerfprodukt. Verwendung eines Vlieses mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach Anspruch 26 in einem Produkt für Damenhygiene, Windeln, Inkontinenzprodukte, Wischtücher und ähnlichem. Verwendung eines Vlieses mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche in einem Medikalprodukt. Verwendung eines Vlieses mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche in einem Bauprodukt. Verwendung einer Mischung zur Herstellung von Vliesen mit hoher Dehnbarkeit, umfassend Polymerfasern nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche in einem Wegwerfprodukt, Medikalprodukt oder Bauprodukt.






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