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Dokumentenidentifikation DE102006021575A1 14.12.2006
Titel Registereinstellvorrichtung für eine Lackiereinheit
Anmelder Shinohara Machinery Co., Ltd., Shizuoka, JP
Erfinder Masuda, Shizuo, Shizuoka, JP;
Irie, Shigeki, Shizuoka, JP
Vertreter Klingseisen & Partner, 80331 München
DE-Anmeldedatum 09.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006021575
Offenlegungstag 14.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.12.2006
IPC-Hauptklasse B41F 33/14(2006.01)A, F, I, 20060828, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 33/00(2006.01)A, L, I, 20060828, B, H, DE   B41F 23/08(2006.01)A, L, I, 20060828, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Registereinstellvorrichtung für eine Lackiereinheit und hat insbesondere eine virtuelle Ausführung einer Registereinstellung bezüglich einer Lackiereinheit, die keine eigene Registereinstelleinrichtung aufweist, zum Ziel.
Zu diesem Zweck sind ein Lackiereinheitenauswahlknopf (38a) zum virtuellen Auswählen der Lackiereinheit (26) als Steuerobjekt und ein Einstellprogramm für die Lackiereinheit in der Registereinstellvorrichtung für die Druckeinheit (10) vorgesehen. Eine Registerabweichung, die von einer numerischen Eingabeknopfgruppe (40) eingegeben wird, wird umgesetzt, um bei Bedarf die Registereinstelleinrichtung (20) der Druckeinheit (10) zu betätigen.
Dadurch können die Maschinenproduktionskosten stark reduziert werden und eine ästhetische Lackierbeschichtung kann vorgenommen werden, weil eine virtuelle Registereinstellung durch Nutzen der Registereinstelleinrichtung der Druckeinheit ausgeführt wird.

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine Bogendruckerpresse, oder genauer eine Registereinstellvorrichtung für eine Lackiereinheit, die in Reihe mit der Presse verbunden ist.

Beschreibung des Standes der Technik

Bei einer Mehrfarben-Bogendruckerpresse ist eine Anzahl von Druckeinheiten in Reihe verbunden, und im Anschluss an die Druckeinheiten ist in Reihe weiter eine Lackiereinheit zum Beschichten des bedruckten Bogens verbunden. Eine solche Druckerpresse mit einem Lackbeschichter wird nun betrachtet. Die Lackbeschichtung verschiebt sich derzeit von einer groben Arbeit einer ungenauen Positionierung in eine Schneidkantenarbeit einer genauen Beschichtung an der bestimmten Position des bedruckten Bogens. Eine solche Tendenz liegt in der Natur der Dinge, da eine ästhetische Drucksache mit einem höheren Mehrwert durch die Lackbeschichtung erwartet wird.

Wie es in der Technik wohlbekannt ist, sind alle Plattenzylinder von Druckeinheiten mit einer Registereinstelleinrichtung versehen und werden durch ein Befehlssignal von einer Konsole genau im Register gehalten, sodass alle Farben auf dem Bogen ordnungsgemäß exakt gedruckt werden. Aber hinsichtlich der Registereinstellung der Lackiereinheit sind die Dinge ziemlich anders. Aufzubringender Lack wird nach einem Transport zu einem Lackierzylinder (mit einer flexiblen Oberflächenschicht) durch den Lackierzylinder auf den Bogen aufgebracht, für den eine Einstellfunktion wie beispielsweise ein Einrücken und Ausrücken des Zylinders erforderlich ist. Deshalb ist es nicht weise, die Registereinstelleinrichtung an dem Lackierzylinder genau wie bei dem Plattenzylinder der Druckeinheit vorzusehen, weil eine solche Konstruktion äußerst komplex würde und in einer teuren Investition resultieren würde.

In der veröffentlichten ungeprüften japanischen Anmeldung Nr. 54850/1985 ist ein Beispiel einer Bogendruckerpresse mit einer Lackiereinheit in Reihe gezeigt, aber keine Registereinstellung der Lackiereinheit beschrieben.

Wie oben erwähnt, gibt es eine Tendenz, eine ästhetische Drucksache mit einem höheren Mehrwert durch genaues Ausführen der Arbeit zu erzielen, aber es ist nicht ratsam, eine Registereinstelleinrichtung an der Lackiereinheit selbst vorzusehen. Andererseits ist eine Registereinstelleinrichtung mit einem starken Leistungsvermögen üblicherweise an der Druckeinheit angeordnet, und eine solche Einrichtung wird von der Konsole mit einer starken Rechen- und Steuerfunktion integral gesteuert.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

In Anbetracht der oben beschriebenen Probleme des Standes der Technik hat die vorliegende Erfindung eine verbesserte Registereinstellvorrichtung für eine Lackiereinheit zum Ziel, die die Registereinstelleinheit nicht in sich selbst aufweist.

Gemäß der Registereinstellvorrichtung für eine Lackiereinheit der vorliegenden Erfindung sind ein Auswahlknopf für die Lackiereinheit, der die Lackiereinheit virtuell als Steuerobjekt auswählt, und ein Einstellprogramm für die Lackiereinheit in der Registereinstellvorrichtung für Druckeinheiten vorbereitet. Eine Registerabweichung, die von einer numerischen Eingabeknopfgruppe eingegeben wird, wird umgesetzt, um die Registereinstelleinrichtung der Druckeinheiten wie benötigt zu betätigen.

Durch Nutzen der Registereinrichtung für Druckeinheiten wird eine virtuelle Registereinstellung für die Lackiereinheit ausgeführt, als ob die Einstellung von der Lackiereinheit selbst kommt.

Diese und weitere Aufgaben der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen offensichtlich. Aber diese zeigen nur ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine schematische Darstellung einer Registereinstellvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung.

2 ist eine Draufsicht einer Eingabeeinrichtung der Konsole.

3 ist eine Bilddarstellung eines Prozesses der Registereinstellung.

4 ist ein Flussdiagramm einer Registereinstellung für eine Druckeinheit.

5 ist ein Flussdiagramm einer Registereinstellung für eine Lackiereinheit.

BESCHREIBUNG EINES BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELS

Ein Ausführungsbeispiel einer Registereinstellvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen detailliert beschrieben. 1 zeigt schematisch eine Bogendruckerpresse, die mit einer Registereinstellvorrichtung für eine Registereinheit ausgerüstet ist, und vier Druckeinheiten 10 für einen Mehrfarbendruck sind in Reihe verbunden. Diese Druckeinheiten 10 mit Offsetdrucktechnik weisen einen Plattenzylinder 12, einen Gummizylinder 14 und einen Druckzylinder 16 auf. Alle Druckzylinder 16 sind durch Transportzylinder 8 zum Bogentransport verbunden. Üblicherweise ist eine Registereinstelleinrichtung 20 (der Einfachheit halber durch einen Block dargestellt) in jedem Plattenzylinder 12 vorgesehen. Die Registereinstellung in senkrechten/waagrechten/Verdrehungs-Richtungen des Bogens ist bereits im Detail wohlbekannt.

Im Anschluss an die vier Farbdruckeinheiten 10 ist eine Lackiereinheit 26 mit einem Lackierzylinder 22 und einem Gegendruckzylinder 24 vorgesehen, und das Lackieren wird an dem bedruckten Bogen ausgeführt, um so eine ästhetische Drucksache mit einem höheren Mehrwert zu erhalten. Die Bezugsziffern 28, 30 bezeichnen eine Bogenzufuhr bzw. -ausgabe.

2 ist eine Draufsicht einer Eingabeeinrichtung 34 an der Oberfläche der Konsole 32, die zusätzlich zur Eingabeeinrichtung 34 eine starke Rechen- und Steuereinrichtung 36 aufweist, physisch ein Computer mit CPU-Speicher und dergleichen ist. Mit dieser Rechen- und Steuereinrichtung 36 ist ein Einstellprogramm für die Lackiereinheit zusätzlich zu jenem für die Druckeinheiten aufgenommen. In der Eingabeeinrichtung 34 dient eine Einheitenauswahlknopfgruppe 38 im unteren Teil der Figur dem Auswählen der einzustellenden Einheit, und ein fünfter Knopf 38a auf der rechten Seite dient dem Auswählen der Lackiereinheit 26, und die anderen Knöpfe 38b dienen dem Auswählen der Druckeinheiten 10. Eine numerische Eingabeknopfgruppe 40 im oberen Teil von 2 wird benutzt, um einen Registerfehler zwischen den Druckeinheiten 10 und der Lackiereinheit 26 einzugeben (mit anderen Worten das einzustellende Abweichungsmaß). Die Knöpfe auf der linken Seite der Figur werden benutzt, um eine Abweichung der senkrechten/waagrechten Richtungen einzugeben, und jener auf der rechten Seite dient der Abweichung. Eine numerische Anzeige wird in Übereinstimmung mit dem Drücken der Knöpfe ausgeführt.

3 ist eine Darstellung des Prozesses der Registereinstellung von links nach rechts. Von den Kreuzmarkierungen (Registermarkierungen) 42, 44 sind die mit durchgezogenen Linien 42 die der Druckeinheit 10 und die mit gestrichelten Linien 44 die der Lackiereinheit 26. Es muss nicht erwähnt werden, dass die Modi des Registerfehlers vielfältig sind, deshalb ist ein sehr einfaches Beispiel in der Figur gezeigt. Die senkrechten/waagrechten Fehler auf der linken Seite der Figur werden in den Richtungen nach oben und nach rechts eingestellt, um diese Kreuzmarkierungen 42, 44 in Übereinstimmung zu bringen, und ein komplettes Register wird schließlich erzielt, genau wie rechts in der Figur dargestellt.

4 und 5 sind Flussdiagramme von Registereinstellprozessen durch die Druckeinheit 10 und die Lackiereinheit 26. Im Fall der Registereinstellung der Druckeinheit wird bekanntermaßen der Auswahlknopf 38b (einer von 1 bis 4 in der Einheitenauswahlknopfgruppe 38 in 2) niedergedrückt (Stufe 11). Dann wird ein Druckeinheiteneinstellprogramm in der Rechen- und Steuereinrichtung 36 aufgerufen (Stufe 12). Wenn das Maß der Registerabweichung von der numerischen Eingabeknopfgruppe 40 eingegeben wird (Stufe 13), arbeitet die Registereinstelleinrichtung 20 der Druckeinheit 10 entsprechend dem eingegebenen Wert (Stufe 14).

Falls eine Registereinstellung für die Lackiereinheit 26 notwendig ist, wird der Lackiereinheitenauswahlknopf 38a (Knopf 5 in 2) der Einheitenauswahlknopfgruppe 38 niedergedrückt (Stufe 21). Dann wird das Lackiereinheiteneinstellprogramm in der Rechen- und Steuereinrichtung 36 aufgerufen (Stufe 22). In diesem Fall wird jedoch, wenn die einzustellende Registerabweichung für die Lackiereinheit 26 von der numerischen Eingabeknopfgruppe 40 eingegeben wird (Stufe 23), der eingegebene Wert entsprechend charakteristischen Formeln umgewandelt, und die Registereinstelleinrichtung 20 der Druckeinheit 10 arbeitet basierend auf dem umgesetzten Wert (Stufe 24). Diese Einstellungen werden bei Bedarf wiederholt, und schließlich beginnt ein Produktionslauf.

Gemäß der Lackiereinheiteneinstellvorrichtung kann eine virtuelle Registereinstellung bezüglich der Lackiereinheit, die keine eigene Registereinstelleinrichtung besitzt, durch Nutzen jener der Druckeinheit ausgeführt werden. Deshalb können die Maschinenproduktionskosten deutlich reduziert werden und ein ästhetisches Lackieren wird ermöglicht.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf das bisher beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. Verschiedene Änderungen und Modifikationen können natürlich ohne Verlassen des Schutzumfangs der Erfindung vorgenommen werden.

10
Druckeinheit
12
Plattenzylinder
20
Registereinstelleinrichtung
22
Lackierzylinder
26
Lackiereinheit
32
Konsole
34
Eingabeeinrichtung
36
Rechen- und Steuereinrichtung
38
Einheitenauswahlknopfgruppe
38a
Auswahlknopf für die Lackiereinheit
38b
Auswahlknopf für die Druckeinheit
40
numerische Eingabeknopfgruppe


Anspruch[de]
Bogendruckerpresse, bei der eine Anzahl von Druckeinheiten (10), die mit einer Registereinstelleinrichtung (20) ausgerüstet sind, und eine Lackiereinheit (26) in Reihe verbunden sind, wobei die Druckeinheiten (10) integral durch eine Konsole (32) gesteuert werden, wobei die Registereinstellvorrichtung für die Lackiereinheit aufweist: zusätzlich zu einem Auswahlknopf (38b) für die Druckeinheiten (10) in der Konsole (32) einen Auswahlknopf (38a) für die Lackiereinheit (26) und ein Einstellprogramm für die Lackiereinheit zusätzlich zu jenem für die Druckeinheit in einer Rechen- und Steuereinrichtung (36) in der Konsole (32), und falls der Auswahlknopf (38a) der Lackiereinheit (26) gedrückt wird, wird das Einstellprogramm für die Lackiereinheit aufgerufen und ein eingegebener Wert von der numerischen Eingabeknopfgruppe (40) wird umgesetzt, um bei Bedarf die Registereinstelleinrichtung (20) der Druckeinheiten (10) zu betätigen.






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