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Dokumentenidentifikation DE60211046T2 14.12.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001231441
Titel Vorrichtung geeignet für Trocknung von Schüttgütern
Anmelder Holding Dinnissen B.V., Grubbenvorst, NL
Erfinder Maes, Mathieu Antoon Karel, 5971 DK Grubbenvorst, NL
Vertreter Müller-Boré & Partner, Patentanwälte, European Patent Attorneys, 81671 München
DE-Aktenzeichen 60211046
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 11.02.2002
EP-Aktenzeichen 020755393
EP-Offenlegungsdatum 14.08.2002
EP date of grant 03.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.12.2006
IPC-Hauptklasse F26B 17/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, geeignet zur Trocknung von Schüttgütern, wobei die Vorrichtung mit wenigstens einer Kammer versehen ist, umfassend einen Boden, wobei der Boden mit einer Anzahl von parallelen Rohren versehen ist, die sich entlang von zentralen Achsen erstrecken, welche mit Luftdurchtritten versehen sind, die in den Wänden davon vorhanden sind, wobei der Boden weiterhin mit Mitteln zum Freigeben und Verschließen von Öffnungen versehen ist, die in dem Boden vorhanden sind.

Bei einer derartigen Vorrichtung, wie sie aus dem Britischen Patent Nr. 24.432 bekannt ist, ist eine Anzahl von Kammern eine über der anderen angeordnet, wobei jede Kammer mit einem Boden versehen ist. Jeder Boden ist mit einer Anzahl von sich horizontal erstreckenden Rohren und plattenförmigen Elementen versehen, die zwischen den Rohren angeordnet sind. Vorhanden zwischen den plattenförmigen Elementen sind Öffnungen, welche unter den Rohren in einer ersten Position angeordnet sind, in welcher die Öffnungen geschlossen sind. Wenn die Platten bewegt werden, werden die Öffnungen neben den Rohren positioniert, in einer horizontaler Richtung gesehen, wobei die Schüttgüter, die auf den Platten vorhanden sind, durch die Öffnungen fallen. Da eine Platte in ihrer Gesamtheit unter einem Rohr bewegt wird, werden alle Schüttgüter, die auf einer Platte vorhanden sind, in die Öffnungen durch die Rohre gedrückt.

Die Rohre sind mit Luftdurchtritten zum Zuführen eines gasförmigen Fluids, mit welchem die Schüttgüter getrocknet werden, wie Luft, zu den Schüttgütern versehen.

Das gasförmige Fluid wird hauptsächlich die Schüttgüter erreichen, welche am nächsten zu den Rohren angeordnet sind. Die Schüttgüter, welche zentral zwischen den Rohren angeordnet sind, werden kaum durch das gasförmige Fluid erreicht.

Das Ziel der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, in welcher die Schüttgüter mit einem gasförmigen Fluid über im wesentlichen den gesamten Boden versehen werden können.

Dieses Ziel wird mit einer Vorrichtung gemäß der Erfindung dahingehend erreicht, daß die Rohre, die mit Luftdurchtritten versehen sind, um zentrale Achsen, die sich durch die Rohre erstrecken, zwischen einer ersten Position, in welcher die Öffnungen geschlossen sind, zu einer zweiten Position, in welcher die Öffnungen freigegeben sind, und umgekehrt neigbar bzw. schwenkbar sind.

Mit bzw. bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist vorzugsweise der gesamte Boden mit Rohren versehen. Dies macht es möglich, die gesamte Schicht der Schüttgüter mit Luft in einer gleichmäßigen Weise zu versehen. Es ist auch selbstverständlich möglich, ein anderes gasförmiges Fluid durch die Durchtritte zu leiten.

Die Querschnittskonfiguration der Rohre ist derart gewählt, daß die Rohre die Öffnungen in der ersten Position verschließen, während in der zweiten geneigten Position Öffnungen zwischen den Rohren vorhanden sind, durch welche die Schüttgüter fallen können.

Eine Ausbildung der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche einen Luftdurchtrittsraum in dem Rohr von dem ersten Ende abnimmt.

Als ein Ergebnis der Tatsache, daß die Querschnittsfläche des Luftdurchtrittsraums von dem ersten Ende absinkt bzw. abnimmt wird sichergestellt, daß praktisch dieselbe Raummenge bzw. -größe von den Luftdurchtritten nahe dem zweiten Ende des Rohrs entfernt von dem ersten Ende wie nahe dem ersten Ende fließen bzw. strömen wird. Auf diese Weise wird ein gleichmäßiges Trocknen der Schüttgüter garantiert.

Die Erfindung wird in größerem Detail nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erklärt, in welchen:

1 eine Querschnittsansicht einer Vorrichtung gemäß der Erfindung ist;

2 eine Schnittansicht entlang der zentralen Achse eines Rohrs der Vorrichtung ist, wie sie in 1 gezeigt ist;

3 eine Ansicht in der Richtung ist, die durch die Pfeile III-III des Rohrs angedeutet ist, welches in 2 gezeigt ist; und

4 eine Ansicht in der Richtung ist, die durch die Pfeile IV-IV des Rohrs angedeutet ist, das in 2 gezeigt ist.

In den Figuren sind ähnliche bzw. gleiche Teile durch dieselben Bezugszeichen bezeichnet.

1 zeigt eine Vorrichtung 1 gemäß der Erfindung, welche einen sich vertikal erstreckenden Zylinder 2 umfaßt, in welchem sich im wesentlichen horizontal erstreckende Böden 3a3h vorhanden sind. Kammern 4 sind zwischen den Böden 3a3h und über dem obersten Boden 3a vorhanden. Unter dem untersten Boden 3h ist ein Austragstrichter 5 vorhanden. Jeder Boden 3a3h umfaßt bzw, enthält eine Anzahl von sich horizontal erstreckenden Rohren 6, welche in den Richtungen, die durch die Pfeile P1, P2 angedeutet sind, um Achsen 7 neigbar bzw. schwenkbar sind, die sich durch die Rohre 6 erstrecken. Die Rohre 6 von aufeinanderfolgenden Böden 3a3h sind abwechselnd in Richtungen drehbar, die durch Pfeile P1, P2 angedeutet sind.

Die Vorrichtung 1 umfaßt darüber hinaus eine Zufuhrvorrichtung für Schüttgüter bzw. Schüttgutzufuhrvorrichtung 8, welche eine sich horizontal erstreckende Platte 9 beinhaltet. Die Platte ist kreisförmig in der Form bzw. Gestalt und erstreckt sich quer zu einer zentralen Achse 10. Die Platte 9 ist um die zentrale Achse 10 drehbar. Zu diesem Zweck ist die Platte 9 mit einer Stange 11 versehen, die sich entlang der zentralen Achse 10 erstreckt, welche in Lagern in einem Lagerblock 12 auf einer Seite der Platte 9 entfernt vom Boden 3a festgelegt bzw. montiert ist und welche drehbar mit einem Motor 13 verbunden ist. Der Lagerblock 12 ist in einem Rahmen 14 festgelegt, welcher drehbar um eine Rotationsachse 15 in einem Lagerblock 16 montiert ist. Die zentrale Achse 11 und die Rotationsachse 15 erstrecken sich parallel zueinander in einer beabstandeten Beziehung. Die Schüttgutzufuhrvorrichtung 8 enthält darüber hinaus ein Zufuhrrohr 17, welches über der Platte 9 mit einem ersten Ende 18 öffnet und welches mit dem Rahmen 14 nahe der Rotationsachse 15 mit einem zweiten Ende 19 entfernt von dem ersten Ende 18 verbunden ist. Ein Zufuhrrohr oder ein Zufuhrtrichter (nicht gezeigt), über welchen die Schüttgüter in das zweite Ende 19 eingebracht sind bzw. werden, ist über dem zweiten Ende 19 angeordnet.

2 ist eine Schnittansicht entlang der zentralen Achse 7 eines Rohrs 6, wobei das Rohr 6 nahe einem ersten Ende 30 davon mit einem stationären Propeller 31 und einem Diffusor bzw. einem Verteiler 32 versehen ist, der in einem gewissen Abstand davon entfernt angeordnet ist. Das erste Ende 30 ist mit einer Luftzufuhrvorrichtung (nicht gezeigt) verbunden, mittels welcher Luft zu dem Propeller 31 in einer Richtung geführt bzw. getragen ist, die durch den Pfeil P10 angedeutet ist.

Eine Platte 33 ist im Inneren des Rohrs 6 angeordnet, wobei die Platte einen spitzen Winkel mit der zentralen Achse 7 einschließt. Die Platte 33 ist mit einem Wandabschnitt 35 der Rohre 6 nahe einem zweiten Ende 34 entfernt von dem ersten Ende 30 verbunden. Nahe dem ersten Ende 30 ist die Platte 33 mit einem Wandabschnitt 36 verbunden, der sich parallel zum ersten Wandabschnitt 35 erstreckt.

Der erste Wandabschnitt 35 ist mit einer Anzahl von Luftdurchtritten 37 versehen, welche regelmäßig über die Oberfläche des Wandabschnitts 35 verteilt sind.

Luft, welche in das Rohr 6 durch den Propeller 31 geblasen ist bzw. wird, gelangt in den Luftdurchtrittsraum 38, der durch den ersten Wandabschnitt 35 und die Platte 33 begrenzt ist, von wo die Luft in der Richtung, die durch Pfeile P11 angedeutet ist, zu den und durch die Schüttgüter, die auf dem ersten Wandabschnitt 35 vorhanden sind, über die Luftdurchtritte 35 geblasen ist.

Als ein Ergebnis der Anwesenheit der Platte 33 sinkt die Querschnittsfläche des Luftdurchtrittsraums 38 von dem ersten Ende 30 zu dem zweiten Ende 34. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß im wesentlichen die selbe Menge der Luft durch die Luftdurchtritte 37, die nahe dem zweiten Ende 34 angeordnet sind, wie durch die Luftdurchtritte 37 durchgeleitet wird, die nahe dem ersten Ende 30 angeordnet sind.

Wie dies deutlich in 3 und 4 gezeigt ist, hat der erste Wandabschnitt 35 eine Breite B1 größer als die Breite B2 des zweiten Wandabschnitts 36. Die Wandabschnitte 35, 36 sind mittels der Wandabschnitte 39, 40 miteinander verbunden, welche als ein Ergebnis des Unterschieds in der Breite zwischen den Wandabschnitten 35, 36 einen spitzen Winkel mit dem ersten Wandabschnitt 35 enthalten bzw. einschließen.

Als ein Ergebnis dieser Konfiguration der Rohre 6 wird ein ebener bzw. flacher Boden in jeder Kammer 3a3h in der geschlossenen Position vorhanden sein, wie dies in 1 gezeigt ist.

Die Betätigung bzw. der Betrieb der Vorrichtung 1 wird nun in größerem Detail unter Bezugnahme auf die Figuren erklärt.

Wie dies bereits oben angedeutet ist, sind bzw. werden Schüttgüter in das Ende 19 des Zufuhrrohrs 17 in der Richtung, die durch den Pfeil P5 angedeutet ist, über ein Zufuhrrohr oder einen Zufuhrtrichter getragen bzw. eingebracht. Zur selben Zeit wird der Rahmen 14 um die Rotationsachse 15 in der Richtung, die durch den Pfeil P4 angedeutet ist, mittels eines Motors 21 gedreht. Das Zufuhrrohr 17 und die Platte 9 sind bzw. werden um die Rotationsachse 15 gemeinsam mit dem Rahmen 14 gedreht. Zur selben Zeit wird die Platte 9 auch um die zentrale Achse 10 in der Richtung, die durch den Pfeil P3 angedeutet ist, mittels des Motors 13 gedreht. Die Schüttgüter, welche durch dieses Zufuhrrohr 17 auf die Platte 9 über das erste Ende 18 fallen, sind bzw. werden von der Platte 9 in der Richtung der Außenwände 22 der Kammer 4 als ein Ergebnis der Rotation der Platte 9 in der Richtung, die durch den Pfeil P3 angedeutet ist, geschleudert. Die Schüttgüter, die auf den Böden der Kammer vorhanden sind, werden in einer gleichmäßigen Weise durch die Luft getrocknet, welche über die Luftdurchtritte 37 eingebracht ist.

Sobald die Schüttgüter von einer Kammer zu einer Kammer, die darunter angeordnet ist, zu bewegen sind, werden die Rohre 6 durch einen Winkel von vorzugsweise 90° in der Richtung geneigt bzw. geschwenkt, die durch die Pfeil P1 oder P2 angedeutet sind. In diesem Fall nehmen die Rohre 6 eine Breite in horizontaler Richtung ein, welche gleich dem Abstand B3 zwischen dem ersten Wandabschnitt 35 und dem zweiten Wandabschnitt 36 ist. Somit wurde eine Öffnung, welche gleich B1–B3 ist, zwischen den Rohren 6 ausgebildet. Als ein Ergebnis des Schwenkens bzw. Kippens der ersten Wandabschnitte 35 werden die Schüttgüter, die darauf vorhanden sind, von dem ersten Wandabschnitt 35 gleiten und durch die Öffnungen, die zwischen den Rohren 6 vorhanden sind, in eine Kammer fallen, die darunter angeordnet ist.

Die Schüttgüter werden sukzessive auf den Böden 3c3h landen und schließlich die Vorrichtung 1 über den Trichter 5 verlassen.

Es ist auch möglich, daß der erste Wandabschnitt 35 geringfügig gekrümmt, statt eben ausgebildet wird bzw. ist.

Weiterhin ist es möglich für die Oberflächen 36, 39, 40, daß sie eine kreisförmige oder andere Form aufweisen.


Anspruch[de]
Vorrichtung, geeignet zur Trocknung von Schüttgütern, wobei die Vorrichtung mit wenigstens einer Kammer (4) versehen ist, umfassend einen Boden (3a3h), wobei der Boden mit einer Anzahl von parallelen Rohren (6) versehen ist, die sich entlang einer zentralen Achse (7) erstrecken, welche mit Luftdurchtritten (37) versehen sind, die in den Wänden davon vorgesehen sind, wobei der Boden weiters mit Mitteln zum Freigeben und Verschließen von Öffnungen versehen ist, die in dem Boden vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohre, die mit Luftdurchtritten versehen sind, um zentrale Achsen neigbar bzw. schwenkbar sind, die sich durch die Rohre von einer ersten Position, in welcher die Öffnungen geschlossen sind, zu einer zweiten Position, in welcher die Öffnungen freigegeben sind, und umgekehrt erstrecken. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein erstes Ende (30) von wenigstens einem der Rohre mit einer Luft zuführenden Vorrichtung verbunden ist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche eines Luftdurchtrittsraums in dem Rohr von dem ersten Ende abnimmt. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Platte (33) im Inneren des Rohrs angeordnet ist, wobei die Platte den Raum der Luftdurchtritte auf einer Seite entfernt von den Luftdurchtritten reduziert, und welche einen spitzen Winkel mit der zentralen Achse einschließt. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Propeller (31) im Inneren der Rohre nahe den ersten Enden angeordnet sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Diffusoren (32) im Inneren der Rohre nahe den ersten Enden angeordnet sind. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Propeller näher zu dem ersten Ende der Rohre als die Diffusoren angeordnet sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohre eine Querschnittskonfiguration derart aufweisen, daß Wandabschnitte der Rohre, die zu der Kammer schauen bzw. gerichtet sind, eine im wesentlichen kontinuierliche Oberfläche in einer Position der Rohre ausbilden, in welcher die Öffnungen geschlossen sind, während die Öffnungen zwischen den Rohren in einer Position der Rohre vorhanden sind, in welcher die Öffnungen freigegeben sind. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt eines Rohrs zwei Wandabschnitte (35, 36) umfaßt, die sich parallel zueinander erstrecken, wobei ein erster Wandabschnitt (35) eine größere Breite als der zweite Wandabschnitt (36) aufweist und wobei die Wandabschnitte durch dritte und vierte Wandabschnitte (39, 40) miteinander verbunden sind.






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