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Dokumentenidentifikation DE102004053619B4 21.12.2006
Titel Sektor-Panoramaprojektor und Verfahren zum Projizieren eines Sektor-Panoramabilds
Anmelder Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., 51147 Köln, DE
Erfinder Eckardt, Andreas, Dr., 12524 Berlin, DE;
Sandau, Rainer, Dr., 16348 Stolzenhagen, DE
Vertreter Patentanwälte Effert, Bressel und Kollegen, 12489 Berlin
DE-Anmeldedatum 03.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004053619
Offenlegungstag 04.05.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.12.2006
IPC-Hauptklasse G03B 37/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G03B 21/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Sektor-Panoramaprojektor und ein Verfahren zum Projizieren eines Sektor-Panoramabilds sowie ein Projektionssystem.

Zur Aufnahme, insbesondere plastischen Aufnahme, von Objekten oder Räumen sind so genannte Panoramakameras bekannt. Aufgrund einer gewünschten hohen Auflösung der Bilder ist es bekannt, eine CCD- oder CMOS-Zeilenkamera zu dem Objekt auszurichten und das Panoramabild zeilenförmig aufzunehmen, indem die Kamera definiert geschwenkt oder entlang eines Weges bewegt wird. Die Zeilen sind hierbei senkrecht zur Schwenk- bzw. Bewegungsrichtung ausgerichtet. Das Schwenken bzw. Bewegen erfolgt in einer im Wesentlichen horizontalen Ebene. Die einzelnen zeilenförmigen Bilder werden dann gematcht und gegebenenfalls einer Koordinatentransformation unterzogen. Zur Wiedergabe eines solchen aufgenommen Panoramabilds auf eine gekrümmte Leinwand als Projektionsfläche ist es bekannt, mehrere sich überlappende Projektoren, beispielsweise LCD- oder DLP-Projektoren zu benutzen, die auf einer Seite der Leinwand voneinander beabstandet angeordnet werden und jeweils von einem eigenen Rechner angesteuert werden.

Die Rechner sind vernetzt und die Projektoren untereinander kalibriert. Die Bilder werden mit Hilfe von Kalibrationsdateien derart modifiziert, dass man in der Abbildung Koordinaten erhält, die an die Geometrie der Leinwand angepasst sind. Je nach benötigter Auflösung des Systems muss eine entsprechende Anzahl Projektoren eingesetzt werden, was relativ teuer ist.

Andere Verfahren und Vorrichtungen nutzen rotierende oder schwenkbare Spiegel, um eine Zeileninformation auf die Leinwand zu projizieren. Derartige Verfahren und Vorrichtungen nutzen üblicherweise Laser- oder normale Shutter-RGB-Projektionstechnologien. Die laserbasierten Verfahren sind in der Regel lichtschwach. Bei der Anwendung von normalen Weißlichtquellen treten hohe Energiedichten auf, die zu einem starken Verschleiß der Shutterteile führen.

In der Druckschrift JP 08-044291 A ist ein Projektionssystem mit mehreren Projektoren für eine Kuppel eines Planetariums beschrieben, die aus mehreren Teilbildern ein Panoramabild in die Kuppel projizieren. Das Panoramabild kann in der Kuppel gedreht werden, indem eine Scheibe gedreht wird, auf der die Projektoren angeordnet sind.

Aus der Druckschrift DE 103 09 701 A1 ist ein Verfahren zur Wiedergabe eines Bildes auf einer Projektionsfläche bekannt. Eine klarsichtige Scheibe wird mit einem teiltransparenten Überzug versehen, der als Projektionsfläche für ein Bild dient, dass von einem Projektor projiziert wird, der hinter der Scheibe aus einer Parkstellung in eine Projektionsstellung verfahrbar ist.

In der noch nicht offengelegten Patentanmeldung DE 103 32 275 A1 sind eine Projektionsvorrichtung und ein Projektionsverfahren beschrieben, bei denen ein Projektor einen zeilenförmigen, vertikal ausgerichteten Ausschnitt des Panoramabilds erzeugt und synchronisiert mit einer Zeilenfrequenz um eine durch den Projektor verlaufende Achse rotiert wird. Dieses Verfahren und die Vorrichtung sind nur eingeschränkt für Projektionsflächen geeignet, die keine geschlossenen Rotationsflächen sind.

Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen kostengünstigen Sektor-Panoramaprojektor, ein Projektionssystem und ein Verfahren zum Projizieren eines Sektor-Panoramabilds auf eine beliebig gekrümmte Projektionsfläche zu schaffen, die kostengünstig und lichtstark sind sowie eine hohe, verzerrungsfreie Auflösung liefern.

Die Lösung des technischen Problems ergibt sich durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1, ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 sowie einem Projektionssystem mit den Merkmalen des Patentanspruchs 16. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Von einem Projektor werden zeilenförmige, vertikal ausgerichtete Ausschnitte des abzubildenden Panoramabilds erzeugt. Der Projektor wird auf einer geschlossenen, Unstetigkeiten vermeidenden Bahn zyklisch bewegt. Zumindest ein Teil der Bahn verläuft in einem im Wesentlichen gleich bleibenden Abstand direkt entlang einer Leinwand. Hierbei werden die zeilenförmigen Ausschnitte auf die Projektionsfläche, eine Leinwand, projiziert. Die Bewegung erfolgt synchronisiert mit einer Zeilenfrequenz des Panoramabilds. Die Zeilenfrequenz ist die Frequenz, mit der die verschiedenen zeilenförmigen Ausschnitte des Panoramabilds erzeugt werden. Dies bedeutet, dass in der Regel die zeilenförmigen Ausschnitte, die während eines zyklischen Umlaufs des Projektors auf die Leinwand projiziert werden, die gesamte Bildinformation des Panoramabilds, d. h. sämtliche Zeilen des Panoramabilds, auf die Leinwand projizieren. Hierdurch werden mehrere Vorteile erreicht. Zum einen entfällt gegenüber den Systemen mit mehreren stationär angeordneten Projektoren jegliche Koordinatentransformation, da die zeilenförmigen Ausschnitte direkt auf die Leinwand projiziert werden. Ferner ist nur ein Projektor erforderlich. Die Auflösung der Abbildung ist im Wesentlichen nur noch von der Auflösung des Projektors entlang der Zeilenrichtung abhängig. Die Auflösung von bekannten Projektoren, die beispielsweise LCDs oder DLPs zur Erzeugung von zeilenförmigen Ausschnitten eines Panoramabilds anwenden, ist hierfür ausreichend. Wird der Projektor mit einer ausreichend hohen Zyklusfrequenz, beispielsweise größer 25 Hz, bewegt, nimmt der Betrachter aufgrund der Trägheit des Auges das projizierte Bild als starres Bild wahr. Im Gegensatz zu bekannten Sektor-Panoramaprojektoren, die rotierende Spiegel oder einen rotierenden Projektor verwenden, findet die Projektion von hinten auf die Leinwand statt. Der Raum vor der Leinwand kann also vollständig genutzt und von Betrachtern begangen werden, ohne dass es Abschattungen auf der Leinwand gibt.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Projektor zeilenförmig ausgestaltet ist und mindestens eine Segmente enthaltende Emitterzeile umfasst, wobei jedes Segment zum Erzeugen farbigen Lichts für einen Bildpunkt vorgesehen ist. Hierdurch kann die Auflösung in vertikaler Richtung, der Zeilenrichtung, auf einfache Weise erhöht werden, indem die Anzahl der Segmente erhöht und deren Dimensionierung entsprechend angepasst wird.

Bei einer besonders kostengünstigen Fortentwicklung der Erfindung umfassen die Segmente jeweils drei Leuchtdioden zum Erzeugen des farbigen Lichts mit Hilfe eines Farbmischverfahrens. Leuchtdioden sind leichte, massenproduzierte Artikel, die eine gute Lichtausbeute bei geringem Energieaufwand liefern und eine hohe Lebensdauer aufweisen. Sie lassen sich auf einfache Weise elektronisch ansteuern. Außerdem ist die Masse eines Projektors, der mit Leuchtdioden bestückt ist, stark reduziert. Alternativ können auch LCD- oder Laserdioden oder andere geeignete Lichterzeugungseinrichtungen zur Anwendung kommen.

Um die Abbildungseigenschaften des Projektors zu verbessern, umfasst eine Ausführungsform der Erfindung Optikmittel zum Abbilden des farbigen Lichts der Segmente auf die Projektionsfläche. Die Optikmittel können so ausgestaltet sein, dass jedes Segment eine eigene Abbildungsoptik aufweist. Es ist aber auch möglich, die Optikmittel so zu gestalten, dass das farbige Licht mehrerer oder aller Segmente der Emitterzeile von einer Abbildungsoptik abgebildet wird.

Um Stereobilder zu projizieren, werden ein Panoramabild und ein weiteres dazu korrelierrtes Panoramabild gleichzeitig auf die Projektionsfläche abgebildet. Das zur Projektion des Panoramabilds verwendete Licht ist hierbei orthogonal zu dem Licht polarisiert, das zur Projektion des weiteren korrelierten Panoramabilds verwendet wird. Bei einer hierfür besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung umfasst der Projektor eine weitere weitere Segmente enthaltende Emitterzeile, wobei die Emitterzeile und die weitere Emitterzeile Licht verschiedener Polarisationsrichtungen emittieren.

Um möglichst wenig Masse bewegen zu müssen, umfasst die Antriebsvorrichtung zwei Schienenkörper, auf denen sich der Projektor sich relativ zu den Schienenkörpern bewegt.

Die Schienenkörper können bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung als Spannungszuführung für den Projektor dienen.

Um auf große Projektionsflächen projizieren zu können oder die Umlaufgeschwindigkeit des mindestens einen Projektors verringern zu können, weist eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung mindestens einen weiteren Projektor auf, der synchron mit dem Projektor mit Hilfe der Antriebsvorrichtung bewegbar ist.

Bei einer weiteren besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weisen der Projektor und/oder der mindestens eine weitere Projektor eine Krümmung auf, die mit einer Krümmung der Projektionsfläche korrespondiert. Bei dieser Weiterbildung kann die Projektionsfläche eine nahezu beliebig gekrümmte Form annehmen.

Insbesondere kann mit dieser Weiterbildung ein Kugelsegment vollständig abgebildet werden.

Die Merkmale der Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens und des Projektionssystems weisen dieselben Vorteile wie die entsprechenden Merkmale des Sektor-Panoramaprojektors auf.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Hierbei zeigen:

1 eine schematische Schnittansicht durch ein Projektionssystem mit einem Sektor-Panoramaprojektor; und

2 eine schematische Ansicht eines zeilenförmig ausgestalteten Projektors.

In 1 ist eine schematische Schnittansicht eines Projektionssystems 1 dargestellt. Ein Panoramakino 2 weist eine gekrümmte Leinwand 3 auf. Die Leinwand 3 weist eine gute Diffusität und Transparenz auf, um für eine Projektion mit einem Durchlichtverfahren geeignet zu sein.

Hinter der die Leinwand 3 ist ein Sektor-Panoramaprojektor 4 mit einer Antriebsvorrichtung 5 angeordnet. Die Antriebsvorrichtung 5 umfasst ein Schienensystem 6. An dem Schienensystem 6 sind ein Projektor 7 und weitere Projektoren 8 in gleichen Abständen angeordnet. Der Projektor 7 und die weiteren Projektoren 8 bewegen sich synchron mit konstanter Geschwindigkeit zyklisch auf einer geschlossenen, Unstetigkeiten vermeidenden Bahn hinter der Leinwand 3, wie durch Pfeil 9 angedeutet ist. Die Bewegung erfolgt ferner synchronisiert mit einer Zeilenfrequenz des Panoramabilds, das in einer Datenquelle abgespeichert ist.

Um eine vollständige Bildprojektion zu erhalten, reicht prinzipiell einzig der Projektor 7 aus. Vorteilhaft ist jedoch der Einsatz der weitern Projektoren 8. Die Anzahl der weiteren Projektoren 8 orientiert sich an der angestrebten Bildwiederholrate und, je nach Form der Leinwand 3 und Ausgestaltung des Schienensystems 6, einer möglichen Dunkelzeit des Projektors 7 bzw. der weiteren Projektoren 8 sowie der angestrebten Geschwindigkeit, mit der der Projektor 7 bzw. die weiteren Projektoren 8 bewegt werden sollen. Unter der Dunkelzeit, wird die Zeit während eines zyklischen Umlaufs des Projektors 7 bzw. eines der weiteren Projektoren 8 verstanden, in der der Projektor 7 bzw. der weitere Projektor 8 keine zeilenförmigen Ausschnitte auf die Leinwand 3 abbilden kann. Dies bedeutet, die Dunkelzeit entspricht der Zeit, in der sich der Projektor 7 bzw. der weitere Projektor 8 nicht auf dem Teil der Bahn befindet, der direkt entlang der Leinwand 3 verläuft.

Bei der Konstruktion des Schienensystems 6 ist darauf zu achten, dass Radien insbesondere im Bereich von Umkehrpunkten 10 nicht zu klein gewählt werden, um Beschleunigungen des Projektors 7 bzw. der weiteren Projektoren 8 und somit auf diese einwirkende Kräfte zu minimieren.

Der Projektor 7 und die weiteren Projektoren 8 sind gleich aufgebaut. Im Folgenden wird der Projektor 7 genauer beschrieben, der in 2 schematisch dargestellt ist. Der Projektor 7 weist eine zeilenförmige Struktureinheit 11 auf. Die Struktureinheit 11 ist an zwei Schienenkörpern 12, 13 des Schienensystems 6 befestigt. Die Struktureinheit 11, und somit der Projektor 7, bewegt sich relativ zu den Schienenkörpern 12, 13. Die Geschwindigkeit des Projektors 7 beim Durchlaufen der zyklischen Bahn ist an jedem Punkt der Bahn vorfestgelegt. Vorzugsweise ist die Geschwindigkeit konstant.

In der Struktureinheit 11 ist eine Emitterzeile 14 angeordnet. Wie in 2 zu erkennen ist, ist die Emitterzeile 14 in Segmente 15 unterteilt. Jedes Segment 15 erzeugt farbiges Licht für einen Bildpunkt des zeilenförmigen Ausschnitts des Panoramabilds. Das farbige Licht wird mittels eines Farbmischverfahrens, beispielsweise einer R-G-B-Farbmischung, erzeugt. Das Licht in den hierfür benötigten Grundfarben wird mit Hilfe von drei verschiedenfarbigen Leuchtdioden 16 (LED) erzeugt. Jedes Segment kann zusätzlich Optikmittel umfassen, um das erzeugte farbige Licht auf die Leinwand 3 abzubilden.

Um Stereo-Panoramabilder projizieren zu können, ist es erforderlich, gleichzeitig mit dem Panoramabild ein weiteres Panoramabild auf die Leinwand 3 zu projizieren. Die Struktureinheit 11 umfasst daher eine weitere Emitterzeile 17, die weitere Segmente 18 enthält. Die weitere Emitterzeile 17 und die Emitterzeile 14 sowie die Segmente 15 und die weiteren Segmente 18 sind im Wesentlichen identisch ausgestaltet. Bei der Projektion eines Stereo-Panoramabilds ist es jedoch erforderlich, das das farbige Licht und das weitere farbige Licht der beiden Halbbilder, des Panoramabilds und des weiteren Panoramabilds, eine zueinander orthogonal ausgerichtete Polarisation aufweisen. Das farbige Licht der Emitterzeile 14 ist beispielsweise horizontal (-) polarisiert und das weitere farbige Licht der weiteren Emitterzeile 17 vertikal (|) polarisiert. Diese Polarisation kann mittels Polarisationsfiltern 19, 20 durchgeführt werden.

Die Segmente 15 und die weiteren Segmente 18 können irgendwelche beliebigen Vorrichtungen sein, die modulierbares farbiges Licht und weiteres farbiges Licht erzeugen können, die zueinander orthogonal polarisiert sind. Beispielsweise können Laserdioden oder LCD-Techniken usw. für die Lichterzeugung verwendet werden. Eine Struktureinheit 11 ist aerodynamisch gestaltet, sodass bei der Bewegung des Projektors 7 ein geringer Luftwiderstand zu überwinden ist und keine Geräuschentwicklung auftritt. Die Struktureinheit 11 dient ferner zur thermischen Konditionierung des Projektors 7. Die Stromversorgung des Projektor erfolgt über die beiden Schienenkörper 12, 13.

Die Leinwand 3 kann nahezu eine beliebige Gestalt, beispielsweise die eines Sektors einer Kugel, einschließlich einer Halb- oder Vollkugel, oder eines rotationssymmetrischen Körpers, aufweisen. Sie kann insbesondere eine Krümmung entlang einer Zeilenrichtung aufweisen. Um auf solch eine Projektionsfläche zu projizieren, ist es vorgesehen, das der Projektor 7 entlang der Zeilenrichtung entsprechend gekrümmt ist. Dies bedeutet, dass der Projektor 7 beim Durchlaufen des Teils der Bahn, der in einem im Wesentlichen gleich bleibenden Abstand direkt entlang der Projektionsfläche verläuft, im Wesentlichen eine zu der Projektionsfläche ähnliche gekrümmte virtuelle Fläche aufspannt bzw. durchläuft, wobei der Abstand der Projektionsfläche von der virtuellen Fläche in jedem Punkt der Projektionsfläche nahezu gleich groß ist.

Da sich die Datenrate eines Sektor-Panoramaprojektors 4, der neben dem Projektor 7 weitere zeilenförmig ausgestaltete Projektoren 8 umfasst, linear mit den weiteren Projektoren 8 skalieren lässt, können Ansteuerdaten zu dem Projektor 7 und den weiteren Projektoren 8 über drahtlose Schnittstellen übertragen werden. Alternativ kann die Übertragung auch drahtgebunden erfolgen, wobei dann vorzugsweise die Ansteuerdaten über die Schienenkörper 12, 13 übertragen werden. Die Ansteuerdaten selbst müssen mit Hilfe eines Algorithmus an die jeweilige Position des Projektors 7 bzw. weiteren Projektors 8 angepasst werden. Dieses ist einfach möglich, da die Abstände zwischen dem Projektor 7 und den weiteren Projektoren 8, starr, gleich groß und bekannt sind und die Geschwindigkeiten an jedem Punkt der zyklischen Bahn vorfestgelegt sind. Somit können die Positionen des Projektors 7 und der weiteren Projektoren 8 als bekannt vorausgesetzt werden.


Anspruch[de]
Sektor-Panoramaprojektor (4) mit einem Projektor (7), der zeilenförmige, vertikal ausgerichtete Ausschnitte eines in einer Datenquelle gespeicherten Sektor-Panoramabilds erzeugt, wobei der Projektor (7) synchronisiert mit einer Zeilenfrequenz, die die Frequenz ist, mit der die zeilenförmigen Ausschnitte des Sektor-Panoramabilds erzeugt werden, beweglich angetrieben ist, um mit den erzeugten zeilenförmigen Ausschnitten eine Projektionsfläche (3) zu überstreichen und hierdurch das Sektor-Panoramabild auf die Projektionsfläche (3) zu projizieren, wobei der Projektor (7) mit Hilfe einer Antriebsvorrichtung (5) auf einer geschlossenen, Unstetigkeiten vermeidenden Bahn zyklisch bewegbar ist, und wobei zumindest ein Teil der Bahn in einem gleich bleibenden Abstand direkt entlang der Projektionsfläche (3) verläuft. Sektor-Panoramaprojektor (4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Projektor (7) zeilenförmig ausgestaltet ist und eine Segmente (15) enthaltende Emitterzeile (14) umfasst, wobei jedes Segment (15) zum Erzeugen farbigen Lichts für einen Bildpunkt des Panoramabilds vorgesehen ist. Sektor-Panoramaprojektor (4) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (15) jeweils drei Leuchtdioden (16) zum Erzeugen des farbigen Lichts mit Hilfe eines Farbmischverfahrens umfassen. Sektor-Panoramaprojektor (4) nach Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch Optikmittel zum Abbilden des farbigen Lichts der Segmente (15) auf die Projektionsfläche (3). Sektor-Panoramaprojektor (4) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Projektor (7) eine weitere weitere Segmente (18) enthaltende Emitterzeile (17) umfasst, wobei die Emitterzeile (14) und die weitere Emitterzeile (17) Licht verschiedener Polarisationsrichtungen emittieren. Sektor-Panoramaprojektor (4) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (5) mindestens zwei Schienenkörper (12, 13) umfasst, auf denen sich der Projektor (7) relativ zu den Schienenkörpern (12, 13) bewegt. Sektor-Panoramaprojektor (4) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienenkörper (12, 13) als Spannungszuführung für den Projektor (7) dienen. Sektor-Panoramaprojektor (4) nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens einen weiteren Projektor (8), der synchron mit dem Projektor (7) mit Hilfe der Antriebsvorrichtung (5) bewegbar ist. Sektor-Panoramaprojektor (4) nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Projektor (7) und/oder der mindestens eine weitere Projektor (8) eine Krümmung aufweisen, die mit einer Krümmung der Projektionsfläche (3) korrespondiert. Verfahren zum Projizieren eines Sektor-Panoramabilds mit den Schritten:

a. Erzeugen zeilenförmiger, vertikal ausgerichteter Ausschnitte eines in einer Datenquelle gespeicherten Sektor-Panoramabilds mit Hilfe eines Projektors (7);

b. Bewegen des Projektors (7) synchronisiert mit einer Zeilenfrequenz, sodass von den zeilenförmigen Ausschnitten eine Projektionsfläche (3) überstrichen wird, um hierdurch das Sektor-Panoramabild auf die Projektionsfläche (3) zu projizieren, wobei die Zeilenfrequenz die Frequenz ist, mit der die zeilenförmigen Ausschnitte des SektorPanoramabilds erzeugt werden, und wobei der der Projektor (7) mit Hilfe einer Antriebsvorrichtung (5) auf einer geschlossenen, Unstetigkeiten vermeidenden Bahn zyklisch bewegt wird und wobei der Projektor (7) auf einem Teil der Bahn in einem gleich bleibenden Abstand direkt entlang der Projektionsfläche bewegt wird.
Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Erzeugen des zeilenförmigen Ausschnitts des Panoramabilds ein Erzeugen farbigen Lichts für Bildpunkte des Panoramabilds mit Hilfe von Segmenten (15) einer Emitterzeile (14) eines zeilenförmig gestalteten Projektors (7) umfasst. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Erzeugen des farbigen Lichts mit Hilfe von jeweils drei Leuchtdioden (16) eines jeden Segments (15) mittels Farbmischung erfolgt. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, gekennzeichnet durch ein Abbilden des farbigen Lichts mit Hilfe von Optikmitteln auf die Projektionsfläche (3). Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, gekennzeichnet durch ein Polarisieren des farbigen Lichts für die Bildpunkte des Panoramabilds und ein Erzeugen weiteren farbigen, polarisierten Lichts mit Hilfe weiterer Segmente (18) einer weiteren Emitterzeile (17) des Projektors (7) für weitere Bildpunkte eines weiteren Panoramabilds, wobei das weitere farbige polarisierte Licht orthogonal zu dem farbigen Licht polarisiert wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, gekennzeichnet durch ein Erzeugen mindestens eines weiteren zeilenförmigen Ausschnitts des Panoramabilds mit Hilfe mindestens eines weiteren Projektors (8) und ein Bewegen des mindestens einen weiteren Projektors (8) synchron mit dem Projektor (7). Projektionssystem (1) mit einem Sektor-Panoramaprojektor (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 und einer Projektionsfläche (3).






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