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Dokumentenidentifikation DE102005027536A1 21.12.2006
Titel Sichtschutzvorrichtung
Anmelder Eberhardt Handels GmbH, 88367 Hohentengen, DE
Erfinder Eberhardt, Günter, 88367 Hohentengen, DE
Vertreter Daub, T., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 88662 Überlingen
DE-Anmeldedatum 15.06.2005
DE-Aktenzeichen 102005027536
Offenlegungstag 21.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.12.2006
IPC-Hauptklasse E04B 2/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung geht aus von einer Sichtschutzvorrichtung mit einer zumindest teilweise von einer Verstrebung, insbesondere einer Gitterverstrebung, gebildeten Aufnahmeeinheit (10), die dazu vorgesehen ist, Füllgut (12) aufzunehmen.
Es wird vorgeschlagen, dass die Aufnahmeeinheit (10) eine Stärke (14) kleiner als 30 cm aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einer Sichtschutzvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es ist unter der Bezeichnung "Steingabionen" eine Hangsicherung bekannt, die eine von einer Gitterverstrebung gebildete Aufnahmeeinheit aufweist, die dazu vorgesehen ist, von Steinen gebildetes Füllgut aufzunehmen.

Der Erfindung liegt insbesondere die Aufgabe zugrunde, besonders flexibel handhabbare Sichtschutzvorrichtungen bereitzustellen. Sie wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Vorteile der Erfindung

Die Erfindung geht aus von einer Sichtschutzvorrichtung mit einer zumindest teilweise von einer Verstrebung, insbesondere einer Gitterverstrebung, gebildeten Aufnahmeeinheit, die dazu vorgesehen ist, Füllgut aufzunehmen.

Es wird vorgeschlagen, dass die Aufnahmeeinheit eine Stärke kleiner als 30 cm, vorzugsweise kleiner als 20 cm und besonders bevorzugt kleiner als 5 cm aufweist. Unter "Stärke" soll dabei insbesondere eine Abmessung in Richtung einer Hauptflächennormalen verstanden werden. Mit einer entsprechenden erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann bei einer hohen Gestaltungsfreiheit insbesondere eine Sichtschutzvorrichtung mit einem geringen Gewicht erzielt werden, die besonders flexibel handhabbar ist. Unter einer "Verstrebung" soll dabei sowohl eine Längs-, eine Quer- und/oder eine Diagonalverstrebung verstanden werden, wobei die Verstrebung durch eine Schnur oder vorzugsweise durch einen Draht gebildet sein kann.

Das Füllgut kann verschiedene, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Farben und Formen aufweisen, beispielsweise kann dieses kugelförmig, eiförmig, quaderförmig und/oder scheibenförmig ausgebildet sein usw., und kann aus verschiedenen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Materialien hergestellt sein, wie beispielsweise aus Kunststoff, Schaumstoff, Keramik, Metall, wie insbesondere aus einem Leichtmetall, Kork, Holz usw. Ist das Füllgut zumindest teilweise und vorzugsweise über 60% und besonders bevorzugt über 80% scheibenförmig ausgebildet, kann mit einer geringen Füllgutmenge die Aufnahmeeinheit schnell und einfach befüllt werden, und zwar insbesondere, wenn das Füllgut mit seiner Stirnseite voraus in die Aufnahmeeinheit eingebracht ist und mit einer Seitenfläche einen Teil einer Hauptfläche der Sichtschutzvorrichtung bildet und/oder das Füllgut in Richtung einer Hauptflächennormalen der Sichtschutzvorrichtung maximal 2-schichtig in die Aufnahmeeinheit eingebracht ist. Unter "scheibenförmig" soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass das Füllgut eine Stärke aufweist, die mindestens 5-mal kleiner ist als dessen Höhe und Breite.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Sichtschutzvorrichtung zumindest teilweise und vorzugsweise zum Großteil aus Holz gebildetes Füllgut aufweist. Mit Holz kann ein kostengünstiges für Außenbereiche besonders wetterfestes und für Innenbereiche ein vorteilhaftes Raumklima schaffendes, optisch ansprechendes Füllgut erreicht werden, und zwar insbesondere, wenn das Füllgut zumindest teilweise und vorzugsweise zum Großteil von Baumstammscheiben gebildet ist. Dabei sollen unter "Baumstammscheiben" insbesondere Holzscheiben mit oder ohne Rindenanteil von einem Baumstamm und/oder auch von einem Ast verstanden werden. Anstatt Echtholz ist jedoch auch Holzimitat aus Kunststoff, Keramik oder Metall verwendbar.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Sichtschutzvorrichtung eine Rahmeneinheit aufweist, wodurch trotz einer geringen Stärke der Sichtschutzvorrichtung eine hohe Standsicherheit ohne Fremdbauteile erreicht werden kann. Unter einer "Rahmeneinheit" soll dabei insbesondere eine Einheit verstanden werden, die im Randbereich der Sichtschutzvorrichtung zumindest eine Versteifung der von einer Verstrebung gebildeten Aufnahmeeinheit um 50% bewirkt.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Sichtschutzvorrichtung wenigstens eine in Richtung einer Hauptflächennormalen verlaufende Verstrebung aufweist, wodurch vorteilhaft eine erhöhte Stabilität der Sichtschutzvorrichtung erzielt werden kann.

Zeichnung

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

1 eine Seitenansicht einer Sichtschutzvorrichtung und

2 eine Ansicht in Richtung II in 1 mit einem ausgeblendeten Rahmenteil.

Beschreibung des Ausführungsbeispiels

1 zeigt eine Sichtschutzvorrichtung mit einer von einer Gitterverstrebung und einer Rahmeneinheit 18 gebildeten Aufnahmeeinheit 10, in die scheibenförmiges Füllgut 12 aus Holz, in Richtung einer Hauptflächennormalen 16 einschichtig, eingebracht ist (1 und 2). Das von Baumstammscheiben gebildete scheibenförmige Füllgut 12 liegt dabei mit seinen Stirnseiten aneinander an und bildet mit seinen Seitenflächen Hauptflächen 30, 32 der Sichtschutzvorrichtung.

Die Rahmeneinheit 18 umfasst vier aus Metall hergestellte U-Profile 22, 24, 26, 28, wobei das untere horizontal ausgerichtete U-Profil 22 und die beiden an den Enden des unteren U-Profils 22 anschließenden, vertikal ausgerichteten U-Profile 24, 28 fest miteinander verschweißt sind, während das obere horizontal ausgerichtete U-Profil 26 mit einer lösbaren Steckverbindung mit den U-Profilen 24, 28 verbunden ist. Bei abgenommenem U-Profil 26 kann die Aufnahmeeinheit 10 von oben mit dem Füllgut 12 befüllt werden. 2 zeigt die Sichtschutzvorrichtung bei abgenommenem U-Profil 26.

In die U-Profile 22, 24, 26, 28 sind zwei die Gitterverstrebung bildende Gittermatten 34, 36 aus Draht mit einer Drahtstärke von ca. 2,5 mm eingesteckt, zwischen die das scheibenförmige Füllgut 12 aus Holz eingeschoben ist. Das Füllgut 12 bzw. die Holzscheiben weisen dabei eine Stärke von ca. 2 cm und die Aufnahmeeinheit 10 weist eine Stärke 14 von ca. 2,5 cm auf (2).

Ist das Füllgut 12 in die Aufnahmeeinheit 10 eingefüllt, wird dieselbe mittels des U-Profils 26 verschlossen. Anschließend werden die Gittermatten 34, 36 mittels in Richtung der Hauptflächennormalen 16 verlaufender Verstrebungen 20 verbunden. Vorzugsweise werden zu Beginn weniger Verstrebungen 20 vorgesehen, so dass – sollte das Füllgut 12 sich mit der Zeit setzen oder geringfügig aufgrund von Wasserentzug schrumpfen – Füllgut 12 noch vorteilhaft nachgefüllt werden kann.

An der Rahmeneinheit 18, und zwar an dem unteren U-Profil 22, sind Stützplatten umfassende Stützbeine 38, 40 befestigt, so dass die Sichtschutzvorrichtung frei, ohne Befestigung an einer Wand oder an einem Pfosten, aufgestellt werden kann.

Grundsätzlich ist jedoch auch eine erfindungsgemäße Sichtschutzvorrichtung ohne Stützbeine 38, 40 und/oder ohne Rahmeneinheit 18 denkbar, die an einer Wand und/oder an einem oder mehreren Pfosten befestigt wird. Dabei könnten insbesondere die beiden Gittermatten 34, 36 zu einer zu einer, zu zwei, zu drei oder zu vier Stirnseiten geschlossenen Aufnahmeeinheit ausgeführt sein.

10
Aufnahmeeinheit
12
Füllgut
14
Stärke
16
Hauptflächennormale
18
Rahmeneinheit
20
Verstrebung
22
U-Profil
24
U-Profil
26
U-Profil
28
U-Profil
30
Hauptfläche
32
Hauptfläche
34
Gittermatte
36
Gittermatte
38
Stützbein
40
Stützbein


Anspruch[de]
Sichtschutzvorrichtung mit einer zumindest teilweise von einer Verstrebung, insbesondere einer Gitterverstrebung, gebildeten Aufnahmeeinheit (10), die dazu vorgesehen ist, Füllgut (12) aufzunehmen, wobei die Aufnahmeeinheit (10) eine Stärke (14) kleiner als 30 cm aufweist. Sichtschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinheit (10) eine Stärke (14) kleiner als 20 cm aufweist. Sichtschutzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinheit (10) eine Stärke (14) kleiner als 5 cm aufweist. Sichtschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest teilweise scheibenförmiges Füllgut (12). Sichtschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllgut (12) in Richtung einer Hauptflächennormalen (16) maximal 2-schichtig in die Aufnahmeeinheit (10) eingebracht ist. Sichtschutzvorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest teilweise aus Holz gebildetes Füllgut (12). Sichtschutzvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllgut (12) zumindest teilweise von Baumstammscheiben gebildet ist. Sichtschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Rahmeneinheit (18). Sichtschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens eine in Richtung einer Hauptflächennormalen (16) verlaufende Verstrebung (20).






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