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Dokumentenidentifikation DE102005027743A1 21.12.2006
Titel Kombinierte Seitenführschiene mit Statorbefestigung für die Fahrbahn einer Magnetschwebebahn
Anmelder Ed. Züblin AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Bachmann, Hubert, Dr., 75015 Bretten, DE;
Widmann, Horst, Dipl.-Ing., 72622 Nürtingen, DE
DE-Anmeldedatum 16.06.2005
DE-Aktenzeichen 102005027743
Offenlegungstag 21.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.12.2006
IPC-Hauptklasse E01B 25/32(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Seitenführschiene und Statorbefestigung sind in einem Bauteil statisch wirksam vereint und werden auch in diesem Zustand in die Fertigteiltragplatten des Fahrweges einer Magnetschwebebahn eingegossen. Das kombinierte Bauteil ist mit den äußerst geringen Toleranzen der Metallbearbeitung hergestellt und garantiert daher auch im späteren eingebauten Zustand in der Fertigteiltragplatte die exakte Ausrichtung von Seitenführschiene und Statorbefestigung.

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft die Konstruktionen des Fahrweges einer Magnetschwebebahn, speziell die Befestigung der Statoren und der Seitenführschiene am Fahrweg.

Die Seitenführschiene dient der seitlichen Führung der Magnetschwebebahn. Dies geschieht durch Magnetkräfte, die das Fahrzeug durch aktive Regelung in möglichst konstantem seitlichem Abstand zu dieser Schiene halten. Die Seitenführschiene wird üblicherweise mittels Bolzen im Beton der Tragplatte der Magnetschwebebahn fest verankert.

An der Statorbefestigung hängen die Statoren. Diese dienen dazu, das Fahrzeug vertikal zu tragen und es zu beschleunigen. Die Statorbefestigungen sind ebenfalls über Dübel oder auch durchgehende Schrauben an der Fahrbahnplatte befestigt. Häufig handelt es sich bei den Statorbefestigungen um im Beton verankerte Gußteile.

Statorbefestigungen und Seitenführschiene sind üblicherweise getrennte Teile und müssen mit großem Aufwand separat verankert und extrem genau relativ zueinander justiert werden.

In der DE 103 36 004 B3 ist ein mit Anschlußbewehrungen zum Fahrwegträger ausgestattetes Konstruktionsbauteil für einen Fahrweg einer Magnetschwebebahn beschrieben, welches, in Beton eingebettet, ein Konstruktionsteil aus Stahl enthält, das Gleitleiste, Seitenführschiene und Statorbefestigung zu einem Stahlbauteil vereint. Das Konstruktionsbauteil wird nach Ausrichtung in Sollage über die Anschlußbewehrungen seitlich an den Fahrwegträger anbetoniert. Durch das Zusamenfügen der drei Teile, Gleitleiste, Seitenführschiene und Statorbefestigung erhält man ein steifes Konstruktionsteil, das einfach zu handhaben ist.

Das Zusammenfügen dieser drei Teile zu einer Einheit schränkt die Reparaturfähigkeit der Trasse ein, wenn z.B. nur die Gleitleiste durch Benutzung im Notfall eine Beschädigung aufweist.

Aufgabe der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es, den Aufwand bei der Verankerung und der Justierung von Seitenführschiene und Statorbefestigung zu verringern und sogar die mögliche Genauigkeit der relativen Ausrichtung der Teile zueinander in der Praxis weiter zu steigern. Gleichzeitig soll die Gleitleiste als Verschleißteil unabhängig reparierbar bleiben.

Darstellung der Erfindung

Die Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Hierzu sieht die Erfindung vor, Statorbefestigung und Seitenführschiene schon vor dem Einbau in die Fahrbahnplatte als fertiges Gesamtbauteil mit exakter gegenseitiger Ausrichtung fest miteinander zu verbinden.

Da sowohl die Seitenführschiene als auch die Statorbefestigungen Metallteile sind, kann ein solches Bauteil mit den sehr geringen Toleranzen der Metallbearbeitung hergestellt werden. Diese Toleranzen können sogar geringer sein, als die Abweichungen, die bei einer aufwendigen nachträglichen Justierung getrennter Teile beim Einbetten in den Beton einer Fahrplatte aufträten.

In einer möglichen Ausführungsform ist das Gesamtbauteil aus Statorbefestigung und Seitenführschiene folgendermaßen zusammengesetzt:

Die Seitenführschiene weist an ihrer nach innen zum Beton der Fahrplatte gerichteten Fläche waagerechte Laschen zur Befestigung im Beton auf. Um die Versagenswahrscheinlichkeit zu minimieren arbeitet man vorzugsweise mit doppelter oder mehrfacher Laschenanzahl.

Die erfindungsgemäßen Laschen weisen paßgenaue Ausnehmungen für die senkrechten Verankerungen der Statorbefestigungen auf. Bevorzugt handelt es sich bei den Statorbefestigungen um Stahlhülsen. Diese werden in die Ausnehmungen geschoben und zum Beispiel durch Schweißen oder Verschraubung befestigt.

Seitenführschiene, Laschen und Statorbefestigungen werden bevorzugt so massiv ausgeführt, daß ihre Steifigkeit die gegenseitige exakte Ausrichtung von Seitenführschiene und Statorbefestigung auch im rauheren Baubetrieb aufrechterhält.

Von der Zusammenfügung zu einem Gesamtbauteil profitieren beide Teile, die Seitenführschiene und die Statorbefestigung: Durch die zueinander senkrechte Ausrichtung der Statorbefestigungen und der Laschen wirkt der jeweils anderer Partner als Kraftaufnehmer, der Verankerungskräfte auf den Beton zu übertragen hilft.

Die flächigen Laschen wirken dabei wie „Unterlegscheiben", die Zukräfte an den Statorbefestigungen in den Beton verteilen. Dadurch können die einzelnen Teile wesentlich leichter ausgeführt werden, als in getrennter Bauweise. Die Lasche wirkt statisch als Befestigung für die Statorbefestigung mit, und die Statorbefestigung trägt statisch zur Befestigung der Seitenführschiene bei. Die Seitenführschiene wird bevorzugt kürzer als nach Stand der Technik üblich ausgeführt. Dadurch vermeidet man Zwang zwischen Stahl und Beton. Eine günstige Länge sind z.B. 1,03 Meter.

Die Figuren zeigen beispielhaft eine mögliche Ausführung einer erfindungsgemäßen Seitenführschiene mit daran befestigter Statorbefestigung.

1 zeigt im Querschnitt eine Fahrplatte mit Seitenführschiene und Statorbefestigung.

2 zeigt das Gesamtbauteil Seitenführschiene/Statorbefestigung perspektivisch vor dem Einbau in die Fahrplatte.

3 zeigt das Gesamtbauteil von oben betrachtet.

1
Seitenführschiene
2
Statorbefestigung
3
Stahlhülse
4
Lasche
5
Ausnehmung/Durchführung
6
Fahrplatte


Anspruch[de]
Seitenführschiene für den Fahrweg einer Magnetschwebebahn, wobei diese Seitenführschiene unabhängig von der Gleitleiste ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenführschiene über ihre im Beton der Fahrplatte eingebetteten Teile eine Verbindung zu den Statorbefestigungen hat und mit diesen ein Gesamtbauteil bildet, welches die auf die Statorbefestigungen wirkenden Zugkräfte beim Überfahren der Magnetschwebebahn zu einem wesentlichen Teil über diese Verbindungsteile sicher in den Beton ableitet. Seitenführschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen Seitenführschiene und Statorbefestigungen so steif ist, daß eine gegenseitige exakte Ausrichtung zueinander durch die Steifigkeit aufrechterhalten wird. Seitenführschiene nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenführschiene an ihrer dem Beton der Fahrplatte zugewandten Seite Laschen aufweist, die in den Beton der Fahrplatte eingebettet sind, und daß diese Laschen Durchführungen für Stahlhülsen der Statorbefestigungen aufweisen, in denen die Stahlhülsen der Statorbefestigungen paßgenau eingefügt und fixiert sind. Seitenführschiene nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie nur eine Länge von etwa 1 Meter aufweist.






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