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Dokumentenidentifikation DE102005027752A1 21.12.2006
Titel Zweischichtige Betongleitleiste für die Fahrplatte einer Magnetschwebebahn
Anmelder Ed. Züblin AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Bachmann, Hubert, Dr., 75015 Bretten, DE;
Widmann, Horst, Dipl.-Ing., 72622 Nürtingen, DE
DE-Anmeldedatum 16.06.2005
DE-Aktenzeichen 102005027752
Offenlegungstag 21.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.12.2006
IPC-Hauptklasse E01B 25/32(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Ein Spezialbeton, der die Oberfläche der Fahrplatte darstellt, dient als Gleitleiste, auf die das Magnetschwebefahrzeug im Notfall, z. B. bei Stromausfall, aufsetzt und auf der es dann durch Reibung zum Stillstand kommt. Bei dem Spezialbeton handelt es sich um einen hochfesten oder ultrahochfesten Beton mit speziellen harten Zuschlagstoffen, der eine deutlich glattere, aber auch härtere Oberfläche aufweist als der übliche Konstruktionsbeton, der den Großteil der Fahrplatte ausmacht.

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft die Konstruktion einer Gleitleiste für die Fahrplatte einer Magnetschwebebahn.

Gleitleisten haben bei Fahrplatten von Magnetschwebebahnen die Aufgabe, im Notfall, z.B. bei Stromausfall, ein kontrolliertes Abbremsen des Zuges zu gewährleisten. Hierzu bestehen die Gleitleisten aus dickem Stahlblech, welches im Beton der Fahrplatte verankert ist.

Die Gleitleiste ist dabei im Beton versenkt und muß, um das Eindringen von Wasser in den Spalt zwischen Metall und Beton zu verhindern, aufwendig gegen den Beton abgedichtet sein.

Aufgabe der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist eine einfachere Lösung, die keine Dichtigkeitsprobleme mehr aufweist und witterungsbeständig ist.

Darstellung der Erfindung

Die Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Wesentliches Merkmal der Erfindung ist hierbei, die Stahlgleitleiste durch eine flächige Betongleitleiste zu ersetzen, die keinen senkrechten Spalt zwischen dem Beton der Fahrplatte und der Gleitleiste mehr aufweist, in den Wasser von oben eindringen könnte.

Die Gleitleiste besteht aus einem hochfesten oder ultrahochfesten Beton mit speziellen harten Zuschlagstoffen, der eine äußerst glatte, abriebfeste und dauerhafte Oberfläche aufweist.

Obwohl auf Beton sonst nur rollende Systeme schadensfrei bewegt werden können, eignet sich dieser Beton dazu, ein auf ihm auf Gleitkufen abgesetztes Magnetschwebefahrzeug gleichmäßig über einen langen Weg und ohne einen zu reparierenden Schaden an der Gleitleiste zum Stillstand zu bringen.

Die erfindungsgemäße Betongleitleiste benötigt auch keine senkrechten Verankerungen im Beton der Fahrplatte, sondern ist bevorzugt flächig mit diesem verbunden und verzahnt. Dies geschieht vorzugsweise, indem in einer Schalung der noch flüssige hochfeste oder ultrahochfeste Beton, eventuell mit verbindender Anschlußbewehrung dazwischen, mit dem flüssigen Konstruktionsbeton überschichtet wird.

Es ist weiterhin möglich, eine aus dem Spezialbeton vorgefertigte Gleitleiste in die Schalung einzulegen und mit dem Konstruktionsbeton zu vergießen.

Dabei sind sowohl mechanische als auch chemische Verbundmittel möglich, um den Spezialbeton der Betongleitleiste mit dem Konstruktionsbeton der Fahrplatte dauerhaft zu verbinden.

Der Spezialbeton weist vorzugsweise eine Schichtdicke von etwa 5 Zentimetern auf.

Die Figuren zeigen schematisch die erfindungsgemäße Betongleitleiste im Vergleich zum Stand der Technik, der Stahlgleitleiste.

1
Konstruktionsbeton
2
Betongleitleiste aus Spezialbeton
3
Fertigteiltragplatte
4
Stahlgleitleiste


Anspruch[de]
Auf der Oberfläche einer Fahrwegplatte einer Magnetschwebebahn angeordnete Geitleiste, auf der ein in Bewegung befindliches Magnetschwebefahrzeug bei Versagen oder Abschalten des Magnetfeldes aufsetzt und durch Reibung zum Stehen gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitleiste aus einem abriebfesten, hochfesten oder ultrahochfesten Beton besteht. Gleitleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitleiste die gesamte Oberseite der Fahrwegplatte bedeckt und keine senkechten Fugen aufweist. Gleitleiste nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitleiste mit dem darunterliegenden Konstruktionsbeton durch Verzahnung verbunden ist. Gleitleiste nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Konstruktionsbeton zusätzlich herausragende Fortsätze oder Bewehrungseisen in den Beton der Gleitleiste hineinragen. Fahrwegplatte für eine Magnetschwebebahn, dadurch gekennzeichnet, daß sie an ihrer gesamten nach oben gerichteten Oberfläche eine Betongleitleiste nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4 aufweist. Verfahren zur Herstellung einer Fahrwegplatte nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrwegplatte in einer Schalung mit sehr glattem oder poliertem Boden topdown hergestellt wird,

in diese Schalung der hochfeste oder ultrahochfeste Beton flüssig eingefüllt wird,

im Falle nicht selbstverdichtenden Betons gerüttelt wird,

eventuell Bewehrungen aufgelegt werden,

der Konstruktionsbeton der Fahrwegplatte frisch in frisch schonend aufgetragen wird,

im Falle nicht selbstverdichtenden Betons gerüttelt wird,

und die Platte in der Schalung ausgehärtet wird.
Verfahren zur Herstellung einer Fahrwegplatte nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrwegplatte in einer Schalung mit sehr glattem oder poliertem Boden topdown hergestellt wird,

in diese Schalung der hochfeste oder ultrahochfeste Beton flüssig eingefüllt wird,

im Falle nicht selbstverdichtenden Betons gerüttelt wird,

eventuell Bewehrungen aufgelegt werden,

der hochfeste oder ultrahochfeste Beton ausgehärtet wird,

der Konstruktionsbeton der Fahrwegplatte anschließend oder nach Auftragen eines Verbundmittels aufgetragen wird,

im Falle nicht selbstverdichtenden Betons gerüttelt wird,

und der Beton in der Schalung ausgehärtet wird.
Verfahren zur Herstellung einer Fahrwegplatte nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrwegplatte in einer Schalung topdown hergestellt wird, indem eine vorgefertigte Gleitleiste aus Spezialbeton in diese Schalung topdown eingelegt wird oder als verlorene Schalung eine Ausnehmung im Boden dieser Schalung ausfüllt,

in diese Schalung der Konstruktionsbeton der Fahrwegplatte anschließend oder nach Auftragen eines Verbundmittels und optionaler Bewehrungen eingebracht wird,

im Falle nicht selbstverdichtenden Betons gerüttelt wird,

und das Bauteil in der Schalung ausgehärtet wird.
Verfahren zur Herstellung einer Fahrwegplatte nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrwegplatte in einer nach oben offenen Schalung hergestellt wird, indem zuerst Bewehrungen und Konstruktionsbeton in diese Schalung eingebracht werden,

im Falle nicht selbstverdichtenden Betons gerüttelt wird,

und anschließend eine vorgefertigte Gleitleiste aus Spezialbeton mit optionalen Anschlußbewehrungen von oben in den noch weichen Konstruktionsbeton bis auf Sollhöhe eingedrückt oder eingerüttelt wird.






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