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Dokumentenidentifikation DE19704670B4 21.12.2006
Titel Verfahren zum Zusammenlegen eines Seitenaufprall-Gassacks für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem, zusammengelegter Seitenaufprall-Gassack sowie Vorrichtung zum Zusammenlegen eines Seitenaufprall-Gassacks
Anmelder TRW Occupant Restraint Systems GmbH, 73551 Alfdorf, DE
Erfinder Lang, Norbert, 73575 Leinzell, DE;
Aich, Josef, 73540 Heubach, DE
Vertreter Prinz und Partner GbR, 80335 München
DE-Anmeldedatum 07.02.1997
DE-Aktenzeichen 19704670
Offenlegungstag 13.08.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.12.2006
IPC-Hauptklasse B60R 21/237(2006.01)A, F, I, 20060714, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60R 21/231(2006.01)A, L, I, 20060714, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zusammenlegen eines Seitenaufprall-Gassacks für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem, einen zusammengelegten Seitenaufprall-Gassack sowie eine Vorrichtung zum Zusammenlegen eines Seitenaufprall-Gassacks.

Ein Rückhaltesystem für einen Fahrzeuginsassen besteht üblicherweise aus einer Druckgasquelle, einer Auslösesensorik für diese sowie einem Gassack, der mit der Druckgasquelle in Strömungsverbindung steht und nach Zünden der Druckgasquelle aus einem platzsparenden, zusammengelegten Zustand in einen aufgeblasenen Zustand überführt werden kann, in welchem er eine Rückhaltewirkung für einen Fahrzeuginsassen bereitstellen kann.

An die Art und Weise, in welcher der Gassack zusammengelegt ist, werden eine Reihe von Anforderungen gestellt. Zum einen soll der zusammengelegte Gassack möglichst schnell in den aufgeblasenen Zustand überführbar sein. Außerdem soll der Gassack automatisch zusammenlegbar sein. Schließlich soll sich der Gassack so entfalten, daß keine Wandungsteile des sich entfaltenden Gassacks auf einem zurückhaltenden Fahrzeuginsassen aufprallen.

Durch die Erfindung wird ein Verfahren zum Zusammenlegen eines Seitenaufprall-Gassacks bereitgestellt, das zum einen automatisch ohne manuelle Schritte ausgeführt werden kann und zum anderen zu einem zusammengelegten Gassack führt, der in besonders vorteilhafter Weise entfaltet werden kann. Gemäß der Erfindung enthält das Verfahren die folgenden Schritte: Der Gassack wird zuerst auf einer Unterlage ausgebreitet. Anschließend wird die Berandung der Einblasöffnung des Gassacks fixiert. Danach wird eine Platte in einem vorbestimmten Abstand von der Unterlage und parallel zu dieser angeordnet, so daß der Gassack zwischen der Unterlage und der Platte liegt. Anschließend wird der Gassack zwischen der Unterlage und der Platte aufgeblasen. Schließlich wird die Wandung des Gassacks von außen nach innen zusammengeschoben, wobei ein Teil der Wandung des Gassacks in dessen Innenraum hinein gestülpt wird, indem ein Schieber in das Innere des Gassacks eintaucht, so daß sich die an den vom Schieber erfaßten Wandungsteil angrenzenden Wandungsabschnitte von allen Seiten in das Gassackinnere wölben. Auf diese Weise wird ein sehr kompakt zusammengefalteter Seitenaufprall-Gassack erhalten, der dennoch leicht zu entfalten ist. Im Vergleich mit herkömmlichen Faltungsverfahren konnte eine Verbesserung der Entfaltungszeit des Gassacks beobachtet werden. Ferner wurde ein gleichmäßigeres Entfalten des Gassacks sowie ein verbessertes Öffnungsverhalten einer den zusammengelegten Gassack schützenden Abdeckung beobachtet. Ein mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zusammengelegter Gassack positioniert sich bereits während des Entfaltens in besonders vorteilhafter Weise im Innenraum des Fahrzeugs. Durch das besonders gleichmäßige Entfalten des Gassacks werden dessen Nähte und dessen Gewebe geringer als bei Gassäcken belastet, die mit herkömmlichen Verfahren gefaltet sind. Bedingt durch das verbesserte Verhalten beim Entfalten wurde ein Aufprallen von Wandungsteilen des sich entfaltenden Gassacks auf einen zurückhaltenden Fahrzeuginsassen nur in deutlich geringerem Maße und mit deutlich geringerer Energie als bei Gassäcken beobachtet, die mit herkömmlichen Verfahren gefaltet sind. Die besondere Art des Zusammenlegens des Gassacks mit einem erfindungsgemäßen Verfahren unterstütz besonders den speziellen Entfaltungsvorgang bei einem Seitenaufprall-Gassack, der sich überwiegend in einer einzigen Ebene entfaltet, während er sich, bedingt durch die geringe Tiefe des zur Verfügung stehenden Raums, quer zu dieser Ebene nur in vergleichsweise geringem Ausmaß entfaltet.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, daß außerdem die folgenden Schritte ausgeführt werden: Zuerst wird die Wandung des Gassacks entlang einem Rand des Gassacks umgeschlagen. Anschließend wird der umgeschlagene Teil der Wandung in dieser Stellung fixiert. Danach wird die Wandung an einem zum genannten ersten Rand im wesentlichen senkrechten zweiten Rand des Gassacks zur Einblasöffnung hin geschoben. Danach wird die Wandung an einem zum ersten Rand des Gassacks entgegengesetzten dritten Rand zur Einblasöffnung hin geschoben. Schließlich wird die Wandung an einem zum zweiten Rand des Gassacks entgegengesetzten vierten Rand zur Einblasöffnung hin geschoben. Bei dieser Abfolge der verschiedenen Schritte des Zusammenschiebens der Wandung des Gassacks ergibt sich ein besonders geringes Packvolumen. Dies wird insbesondere dann erzielt, wenn die Wandung des Gassacks in dessen Innenraum hinein eingestülpt wird, bevor die Wandung an dem dritten Rand des Gassacks zur Einblasöffnung hin geschoben wird.

Gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist weiterhin vorgesehen, daß die Wandung ausgehend von einer Stelle, die gegenüber dem Schnittpunkt zwischen dem ersten und dem zweiten Rand liegt, zur Mitte des Gassacks hin in dessen Innenraum hinein eingestülpt wird. Bei dieser Reihenfolge der verschiedenen Verfahrensschritte ergibt sich ein besonders gleichmäßiges Entfalten des Gassacks. Gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist weiterhin vorgesehen, daß während des Zusammenlegens ein Unterdruck an den Innenraum des Gassacks angelegt wird, vorzugweise nach dem Einstülpen der Wandung. Auf diese Weise wird verhindert, daß beim Zusammenschieben der Wandung des Gassacks zwischen den sich bildenden einzelnen Falten Luft eingeschlossen wird, die zu einem erhöhten Packvolumen führen würde.

Durch die Erfindung wird auch ein erfindungsgemäß zusammengelegter Seitenaufprall-Gassack für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem geschaffen, der im aufgeblasenen Zustand die Form eines Kissens hat und mit einer Einblasöffnung in einer der Seitenflächen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Wandung in das Innere des Gassacks eingestülpt ist. Durch die Einstülpung eines Teils der Wandung des Gassacks nach innen wird ein besonders geringes Volumen des zusammengelegten Gassacks erhalten.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß der Gassack eine im wesentliche ebene Oberseite und eine im wesentlichen ebene Unterseite hat, in deren Ebene die Einblasöffnung liegt. Weiterhin ist vorzugsweise vorgesehen, daß der Gassack einen im wesentlichen rechteckigen Umfang hat. Auf diese Weise ist der Gassack in optimaler Weise an die üblicherweise für seine Aufnahme vorgesehenen Unterbringungsräume angepaßt, die im wesentlichen rechteckig sind.

Gemäß der bevorzugten Ausführungsform ist weiterhin vorgesehen, daß die Wandung des Gassacks eine Vielzahl von unregelmäßig verlaufenden Einzelfalten aufweist. Ein solcher Gassack wurde möglich durch die Erkenntnis, daß es für ein vorteilhaftes Entfalten des Gassacks während des Aufblasens nicht notwendig ist, den Gassack mittels genau vorgegebener, vergleichsweise großer Falten zusammenzufalten, wie dies im Stand der Technik vorgesehen ist. Auch mit einem zusammengeschobenen Gassack, bei dem der Verlauf der Wandung im zusammengeschobenen Zustand durch gewisse Parameter lediglich grob vorgegeben ist, jedoch nicht im Detail reproduzierbar ist, läßt sich ein reproduzierbarer Entfaltungsvorgang beim Aufblasen erreichen. Da keine vergleichsweise großen Falten beim Aufblasen des Gassacks entfaltet werden müssen, läuft der Entfaltungsvorgang besonders schnell ab.

Durch die Erfindung ist auch eine Vorrichtung zum Zusammenlegen eines Seitenaufprall-Gassacks für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem geschaffen, mit einer Unterlage, auf der ein zusammenzulegender Gassack ausgebreitet werden kann, einer Spannvorrichtung, mit der die Berandung der Einblasöffnung fixiert werden kann, einer Platte, die parallel zu der Unterlage und in einem Abstand von dieser angeordnet werden kann, einer Vorrichtung zur Druckbeaufschlagung des Innenraums des mittels der Spannvorrichtung fixierten Gassacks, sowie mehreren Schiebern, die zwischen einer von dem Umfang des zwischen der Unterlage und der Platte entfalteten Gassacks beabstandeten Stellung und einer Stellung verschiebbar sind, in der die Wandung des Gassacks zu dessen Innenraum hin eingedrückt ist, wobei einer der Schieber so angeordnet und ausgebildet ist, daß er beim Verschieben in das Innere des Gassacks eintaucht und dadurch einen Teil der Wandung des Gassacks in dessen Innenraum hinein einstülpt, wobei sich die an den vom Schieber erfaßten Wandungsteil angrenzenden Wandungsabschnitte von allen Seiten in das Gassackinnere wölben, und der Abstand zwischen der Unterlage und der Platte so gewählt ist, daß der zwischen der Unterlage und der Platte entfaltete Gassack eine gegenüber dem aufgeblasenen Zustand abgeplattete Form hat. Mit einer solchen Vorrichtung läßt sich ein Seitenaufprall-Gassack mit minimalem Aufwand automatisch zusammenlegen. Dabei wird die Wandung des Gassacks so zusammengefaltet, daß er sich besonders gut wieder entfaltet.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Schieber translatorisch verschiebbar sind und mit einer zur Verschieberichtung senkrechten Fläche am zusammenzulegenden Gassack angreifen. Auf diese Art wirkende Schieber sind konstruktiv besonders einfach auszuführen.

Gemäß der bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß fünf Schieber vorgesehen sind, von denen vier einander paarweise gegenüberliegend angeordnet sind und der fünfte sich schräg zu den übrigen Schiebern erstreckt. Mittels dieser Gestaltung kann die Wandung des Gassacks mittels der vier einander paarweise gegenüberliegenden Schieber in besonders einfacher Weise auf eine solche Größe zusammengeschoben werden, daß der Gassack in eine Aufnahme eingesetzt werden kann. Mittels des fünften Schiebers kann ein Teil der Wandung des Gassacks in dessen Inneres eingestülpt werden.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform beschrieben, die in den beigefügten Zeichnungen dargestellt ist. In diesen zeigen:

1 in einer schematischen Draufsicht einen erfindungsgemäßen Gassack, der in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung angeordnet ist, um mit einem erfindungsgemäßen Verfahren zusammengelegt zu werden;

2 in einem schematischen Querschnitt die Vorrichtung von 1;

3 eine Ansicht entsprechend derjenigen von 1 nach einem ersten Faltungsschritt;

4 eine Ansicht entsprechend derjenigen von 3 nach einem zweiten Faltungsschritt;

5 eine Ansicht entsprechend derjenigen von 4 nach einem dritten Faltungsschritt;

6 eine Ansicht entsprechend derjenigen von 5 nach einem vierten Faltungsschritt; und

7 eine Ansicht entsprechend derjenigen von 6 nach einem letzten Faltungsschritt.

In den 1 und 2 ist schematisch eine Vorrichtung dargestellt, mit der ein in diesen Figuren ebenfalls dargestellter Gassack 10 zusammengelegt werden kann. Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Unterlage 12, auf welcher der zusammenzulegende Gassack 10 ausgebreitet werden kann, einer Platte 14, die parallel zu der Unterlage 12 und in einem Abstand a von dieser angeordnet werden kann, so daß sich der zusammenzulegende Gassack 10 zwischen der Unterlage 12 und der Platte 14 befindet, sowie mehreren Schiebern 16, 18, 20, 22, 24, mit denen die Wandung des Gassacks 10 zusammengeschoben werden kann. Diese Schieber können mit jeweils einer schematisch dargestellten Betätigungsvorrichtung 26 translatorisch verstellt werden, wobei die Verstellrichtung senkrecht zu der Fläche ist, mit der die Schieber an der Wandung des Gassacks angreifen. Die Betätigungsvorrichtungen 26 sind an einem schematisch dargestellten Maschinenrahmen 27 befestigt. Die in den 1 und 2 dargestellte Vorrichtung enthält außerdem eine schematisch dargestellte Spannvorrichtung 28, mit der die Berandung der Einblasöffnung 30 des Gassacks 10 an der Unterlage 12 festgespannt werden kann. Die Spannvorrichtung 28 kann dabei an einem Haltering 32 angreifen, der in das Innere des Gassacks eingelegt ist und die Einblasöffnung stabilisiert. Die in den 1 und 2 dargestellte Vorrichtung zum Zusammenlegen des Seitenaufprall-Gassacks enthält außerdem eine Druckbeaufschlagungsvorrichtung 34, die mit dem Innenraum des Gassacks 10 in Strömungsverbindung steht.

Nachfolgend wird beschrieben, wie ein Seitenaufprall-Gassack mittels der dargestellten Vorrichtung und dem erfindungsgemäßen Verfahren zusammengelegt werden kann. Zuerst wird der zusammenzulegende Gassack 10 auf der Unterlage 12 ausgebreitet. Anschließend wird die Berandung seiner Einblasöffnung 30 mittels der Spannvorrichtung 28 an der Unterlage 12 fixiert.

Anschließend wird ein Teil der Wandung entlang einem ersten Rand des Gassacks umgeschlagen. Dies ist in 3 dargestellt, in der zur besseren Übersichtlichkeit sämtliche Elemente der Vorrichtung zum Zusammenlegen des Gassacks weggelassen wurden, die bei diesem Schritt nicht benötigt werden. Bei der dargestellten Ausführungsform wird die Wandung entlang dem rechten Rand des Gassacks 10 umgeschlagen, wobei die Wandung genau so weit umgeschlagen ist, daß der gebildete neue Rand des Gassacks mit der gewünschten Außenkontur des zu erzielenden zusammengelegten Gassacks zusammenfällt. Anders ausgedrückt entspricht der Abstand von der neuen Außenkante des Gassacks 10 am rechten Rand bis beispielsweise zur Mitte der Einblasöffnung dem Abstand, den auch der fertig zusammengelegte Gassack zwischen der Mitte der Einblasöffnung und seinem rechten Außenrand aufweist.

Anschließend wird der umgeschlagene Teil der Wandung des Gassacks 10 in dieser Stellung fixiert. Dies geschieht zum einen dadurch, daß der Schieber 18 so weit vorgeschoben wird, bis er wieder am rechten Außenrand des Gassacks 10 anliegt. Dies geschieht zum anderen dadurch, daß parallel zur Unterlage 12 und in einem Abstand a von dieser die Platte 14 angeordnet wird, so daß der zusammenzulegende Gassack 10 zwischen der Unterlage 12 und der Platte 14 liegt. Anschließend wird der Gassack 10 zwischen der Unterlage 12 und der Platte 14 entfaltet, indem mittels der Druckbeaufschlagungsvorrichtung 34 an den Innenraum des Gassacks 10 ein Überdruck angelegt wird. Zum Entfalten des Gassacks 10 wird ein Überdruck verwendet, der kleiner als 100.000 Pa ist. Vorzugsweise wird ein Überdruck in der Größenordnung von 50.000 Pa verwendet. Durch das Entfalten des Gassacks 10 zwischen der Unterlage 12 und der Platte 14 wird der eingeschlagene Teil der Wandung des Gassacks endgültig in seiner Stellung fixiert.

Anschließend wird die Wandung des Gassacks 10 an einem zum ersten Rand senkrechten zweiten Rand, nämlich dem bezüglich der Figuren unteren Rand des Gassacks, zur Mitte des Gassacks hin zusammengeschoben, wobei auch hier die Wandung des Gassacks so weit zusammengeschoben wird, daß an diesem Rand die gewünschten Abmessungen des fertig zusammengelegten Gassacks erzielt werden (siehe 4). Während des Zusammenschiebens der Wandung des Gassacks am zweiten Rand mittels des Schiebers 16 kann ein Teil des Innenvolumens über die Durchbeaufschlagungsvorrichtung 34 aus dem Innenraum des Gassacks entweichen, so daß dort kein übermäßig hoher Druck aufgebaut wird.

Anschließend wird ein Teil der Wandung ausgehend von einem Bereich, der dem ersten und dem zweiten Rand etwa diametral gegenüberliegt, in das Innere des Gassacks 10 hinein eingestülpt (siehe 5). Dies geschieht mittels des Schiebers 24, der bezüglich der zueinander senkrecht stehenden Schieber 16, 18 schräg angeordnet ist und einen Teil der Wandung in Richtung der Einblasöffnung des Gassacks drückt. Dies ist problemlos möglich, da der Gassack 10 zwischen der Unterlage 12 und der Platte 14 in einem entfalteten Zustand vorliegt. Während des Eintauchens des Schiebers 24 in das Innere des Gassacks kann selbstverständlich wieder ein Teil des Innenvolumens des Gassacks aus diesem heraus entweichen.

Nach diesem Schritt wird an den Innenraum des Gassacks 10 ein Unterdruck angelegt, so daß dieser in der in 5 dargestellten Stellung fixiert wird. Anschließend kann der Schieber 24 aus dem Inneren des Gassacks 10 herausgezogen werden. Danach wird ein dem ersten Rand gegenüberliegender Rand des Gassacks 10, also der bezüglich der Figuren linke Rand des Gassacks, mittels des Schiebers 22 zusammengeschoben (siehe 6). Auch hierbei wird die Wandung so weit zusammengeschoben, daß bereits das endgültige Packmaß erreicht wird.

Als letzter Schritt wird der Gassack an einem dem zweiten Rand gegenüberliegenden vierten Rand, also dem bezüglich der Figuren oberen Rand, mittels des Schiebers 20 zusammengeschoben. Der vierte Rand des Gassacks 10 wird dabei so weit geschoben, daß das endgültige Packmaß des zusammengelegten Gassacks erzielt wird. Dies ist in 7 dargestellt. Auch hier wird an den Innenraum des Gassacks ein Unterdruck angelegt, um den Gassack in der gezeigten Stellung zu fixieren, während beispielsweise eine Banderole um den Gassack gelegt wird. Der zusammengelegte Gassack kann dann problemlos gehandhabt werden. Es ist auch möglich, den zusammenzulegenden Gassack 10 bereits vormontiert mit einem Gehäuse an der Unterlage 12 festzuspannen, so daß der Gassack 10, nachdem er auf das zu erzielende Packmaß zusammengelegt wurde, direkt in das Gehäuse hineingeschoben werden kann. Anschließend kann beispielsweise eine Abdeckung am Gehäuse angebracht werden, so daß eine vorgefertigte Baugruppe mit zusammengelegtem Gassack erhalten ist.

Der auf die dargestellte Weise zusammengelegte Gassack zeichnet sich dadurch aus, daß seine Wandung in einer Vielzahl von kleinen unregelmäßigen Einzelfalten angeordnet ist. Vorgegeben und jederzeit reproduzierbar ist lediglich die grundsätzliche Verteilung der Wandung mittels des eingestülpten Teils der Wandung und des umgeschlagenen Teils der Wandung. In Abhängigkeit von der jeweils gewählten Richtung, in der ein Teil der Wandung mittels des Schiebers 26 in den Innenraum des Gassacks hineingestülpt wird, und in Abhängigkeit von der Größe des eingestülpten Wandungsteils läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren zum Zusammenlegen eines Gassacks an jeden zusammenzulegenden Seitenaufprall-Gassack und an die jeweils vorhandenen Einbauverhältnisse für diesen Seitenaufprall-Gassack anpassen.


Anspruch[de]
Verfahren zum Zusammenlegen eines Seitenaufprall-Gassacks (10) für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem, dessen Gassack (10) im aufgeblasenen Zustand die Form eines Kissens hat und mit einer Einblasöffnung (30) in einer der Seitenflächen versehen ist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:

– der Gassack (10) wird auf einer Unterlage (12) ausgebreitet;

– die Berandung der Einblasöffnung (30) des Gassacks (10) wird fixiert;

– es wird eine Platte (14) in einem vorbestimmten Abstand (a) von der Unterlage (12) und parallel zu dieser so angeordnet, daß der Gassack (10) zwischen der Unterlage (12) und der Platte (14) liegt;

– der Gassack (10) wird zwischen der Unterlage (12) und der Platte (14) aufgeblasen;

– die Wandung des Gassacks (10) wird von außen nach innen zusammengeschoben, wobei ein Teil der Wandung des Gassacks (10) in dessen Innenraum hinein eingestülpt wird, indem ein Schieber (24) in das Innere des Gassacks (10) eintaucht, so daß sich die an den vom Schieber (24) erfaßten Wandungsteil angrenzenden Wandungsabschnitte von allen Seiten in das Gassackinnere wölben.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außerdem die folgenden Schritte ausgeführt werden:

– die Wandung des Gassacks (10) wird entlang einem Rand des Gassacks (10) umgeschlagen;

– der umgeschlagene Teil der Wandung wird in dieser Stellung fixiert;

– die Wandung an einem zum genannten ersten Rand im wesentlichen senkrechten zweiten Rand des Gassacks (10) wird zur Einblasöffnung (30) hin geschoben;

– die Wandung wird an einem zum ersten Rand des Gassacks (10) entgegengesetzten dritten Rand zur Einblasöffnung (30) hin geschoben;

– die Wandung wird an einem zum zweiten Rand des Gassacks (10) entgegengesetzten vierten Rand zur Einblasöffnung (30) hin geschoben.
Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung ausgehend von einer Stelle, die gegenüber dem Schnittpunkt zwischen dem ersten und dem zweiten Rand liegt, zur Mitte des Gassacks (10) hin in dessen Innenraum hinein eingestülpt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß während des Zusammenlegens ein Unterdruck an den Innenraum des Gassacks (10) angelegt wird. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterdruck nach dem Einstülpen der Wandung an den Innenraum des Gassacks (10) angelegt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum des Gassacks (10), damit sich der Gassack (10) zwischen der Unterlage (12) und der Platte (14) entfaltet, mit einem Überdruck von weniger als 100000 Pa beaufschlagt wird. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum des Gassacks (10) mit einem Druck von etwa 50000 Pa beaufschlagt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das nach der Druckbeaufschlagung im Innenraum des Gassacks (10) enthaltene Gas während des Zusammenschiebens der Wandung entweichen kann. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Berandung der Einblasöffnung (30) in einer für den zusammengelegten Gassack (10) vorgesehenen Aufnahme befestigt wird. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des Gassacks (10) jeweils so weit zur Einblasöffnung (30) hin geschoben wird, daß der zusammengelegte Gassack (10) direkt in seine Aufnahme eingesetzt werden kann. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Gassack (10) nach dem Zusammenlegen unmittelbar in seine Aufnahme eingesetzt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Gassack (10) nach dem Zusammenlegen in seinem Zustand fixiert wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der vorbestimmte Abstand (a) zwischen der Unterlage (12) und der Platte (14) etwa der Packhöhe des zusammengelegten Gassacks (10) entspricht. Nach einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche zusammengelegter Seitenaufprall-Gassack (10) für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem, der im aufgeblasenen Zustand die Form eines Kissens hat und mit einer Einblasöffnung (30) in einer der Seitenflächen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Wandung in das Innere des Gassacks (10) eingestülpt ist. Zusammengelegter Gassack (10) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß er eine im wesentlichen ebene Oberseite und eine im wesentlichen ebene Unterseite hat, in deren Ebene die Einblasöffnung (30) liegt. Zusammengelegter Gassack (10) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß er einen im wesentlichen rechteckigen Umfang hat. Zusammengelegter Gassack (10) nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß seine Wandung eine Vielzahl von unregelmäßig verlaufenden Einzelfalten aufweist. Vorrichtung zum Zusammenlegen eines Seitenaufprall-Gassacks (10) für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem, mit einer Unterlage (12), auf der ein zusammenzulegender Gassack (10) ausgebreitet werden kann, einer Spannvorrichtung (28), mit der die Berandung der Einblasöffnung (30) fixiert werden kann, einer Platte (14), die parallel zu der Unterlage (12) und in einem Abstand (a) von dieser angeordnet werden kann, einer Vorrichtung (34) zur Druckbeaufschlagung des Innenraums des mittels der Spannvorrichtung (28) fixierten Gassacks (10), sowie mehreren Schiebern (16, 18, 20, 22, 24), die zwischen einer von dem Umfang des zwischen der Unterlage (12) und der Platte (14) entfalteten Gassacks (10) beabstandeten Stellung und einer Stellung verschiebbar sind, in der die Wandung des Gassacks (10) zu dessen Innenraum hin eingedrückt ist, wobei einer der Schieber (24) so angeordnet und ausgebildet ist, daß er beim Verschieben in das Innere des Gassacks (10) eintaucht und dadurch einen Teil der Wandung des Gassacks (10) in dessen Innenraum hinein einstülpt, wobei sich die an den vom Schieber (24) erfaßten Wandungsteil angrenzenden Wandungsabschnitte von allen Seiten in das Gassackinnere wölben, und der Abstand (a) zwischen der Unterlage (12) und der Platte (14) so gewählt ist, daß der zwischen der Unterlage (12) und der Platte (14) entfaltete Gassack (10) eine gegenüber dem aufgeblasenen Zustand abgeplattete Form hat. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (34) zur Druckbeaufschlagung an den Innenraum des Gassacks (10) einen Unterdruck anlegen kann. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 und 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum des Gassacks (10) mittels der Vorrichtung (34) zur Druckbeaufschlagung entlüftet werden kann. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (34) zur Druckbeaufschlagung an den Innenraum des Gassacks (10) einen Überdruck in der Größenordnung von 50000 bis 100000 Pa anlegen kann. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (a) zwischen der Platte (14) und der Unterlage (12) etwa der Packhöhe des zusammengelegten Gassacks (10) entspricht. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieber (16, 18, 20, 22, 24) translatorisch verschiebbar sind und mit einer zur Verschieberichtung senkrechten Fläche am zusammenzulegenden Gassack (10) angreifen. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß fünf Schieber (16, 18, 20, 22, 24) vorgesehen sind, von denen vier (16, 18, 20, 22) einander paarweise gegenüberliegend angeordnet sind und der fünfte (24) sich schräg zu den übrigen Schiebern (16, 18, 20, 22) erstreckt. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die einander gegenüberliegenden Schieber (16, 20) eines Paares zu denjenigen (18, 22) des anderen Paares senkrecht angeordnet sind. Vorrichtung nach Anspruch einem der Ansprüche 24 und 25, dadurch gekennzeichnet, daß der fünfte Schieber (24) im Bereich einer Ecke eines Rechtecks angeordnet ist, das von den übrigen vier Schiebern (16, 18, 20, 22) im Ruhezustand definiert ist.






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