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Dokumentenidentifikation DE202004018095U1 21.12.2006
Titel Mehrstufige Großraumvoliere für Legehennen
Anmelder Heinrich Themann und Herbert Theile GbR (vertreten durch die Gesellschafter Heinrich Themann, 49597 Rieste und Herbert Theile, 49597 Rieste), 49597 Rieste, DE
Vertreter Beckmann und Kollegen, 49439 Steinfeld
DE-Aktenzeichen 202004018095
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.12.2006
Registration date 16.11.2006
Application date from patent application 22.11.2004
IPC-Hauptklasse A01K 31/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Zur Haltung von Hühnern in landwirtschaftlichen und/oder gewerblichen Betrieben werden zur Zeit Kleinvolieren eingesetzt, die auf Grund der EU-Richtlinie 1999/74/EG und der nationalen Umsetzung durch eine Änderung der Legehennenverordnung zukünftig nach einer Übergangsfrist nicht mehr zugelassen sind.

Die Änderungen der Volierenhaltung von Hühnern betreffen eine Vergrößerung der Käfigfläche je Legehenne und eine Erhöhung des Freiraumes innerhalb der Voliere. Die Mindestvorgabe von heute 550 qcm je Legehenne wird sich auf mindestens 800 qcm erhöhen.

In den vorhandenen Stallanlagen wird es bei den derzeit bekannten Konzepten von Volieren nicht möglich sein, dieselbe Menge an Legehennen wie derzeit unterzubringen.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass in heutigen Stallanlagen unter Vergrößerung der Fläche für jede Legehenne innerhalb der Voliere nach den Bedingungen der Legehennenverordnung eine annähernd gleich große Anzahl an Legehennen in Volieren gehalten werden kann wie bisher.

Gleichzeitig wird erreicht, dass den Legehennen entsprechend der Verordnung Sitz- und Haltestangen sowie Nester in Bodennähe und auf weiteren Ebenen zur Verfügung stehen.

Die Erfindung bewirkt auch, dass die Legehennen beim Ausstallen sich leichter greifen lassen, somit das Ausstallen in kürzerer Zeit und auf tierschonender Weise erfolgen kann.

Mit der Erfindung wird eine einfache und gründliche Reinigung der Voliere nach erfolgter Ausstallung ermöglicht und die hygienischen Voraussetzungen zur Neueinstallung verbessert.

Das Ausführungsbeispiel wird in der Schnittzeichnung erläutert:

Die Zeichnung stellt den Schnitt durch eine Voliere dar, deren Maße durch die Ausführungen der Legehennenverordnung bestimmt wird.

Der Volierenboden wird durch zwei Gitter (14) und ein Sperrblech (1) gebildet, auf letzterem wird durch das Einstreurohr (18) die Einstreu eingebracht und auf dem Sperrblech festgehalten. Die Legehennen können in der Einstreu auf dem Sperrblech scharren. Die Gitter liegen auf unteren Auflagern (15) auf, das Sperrblech ist beweglich um das Scharnier (3) und liegt auf dem Auflager (2). Die Schrägen des Volieren-Bodens bewirken den Ablauf der Eier in die Eierablage (14), die Legehennen werden mit Futter versorgt durch die unteren Futtertröge (16). Unter dem Boden verläuft die Kotentsorgung durch das Kotband (11) und den Rücklauf (12), der Kot wird bei der Entsorgung gleichzeitig durch die Kotbelüftung (13) getrocknet.

In der Voliere sind zwei weitere Ebenen eingezogen. Eine Ebene wird durch das obere Gitter (8) gebildet, welches auf dem oberen Auflager (9) aufliegt und in der Eiablage (8) endet. Der Kot, der auf dieser Ebene anfällt, wird durch ein Kotband (11, 12) entsorgt, auch hier wird der Kot durch eine Belüftung getrocknet (13). Die Nahrungsaufnahme erfolgt durch den oberen Futtertrog.

Die andere Ebene wird durch ein bewegliches Gitter (6) gebildet, das auf dem festen Gitter (7) aufliegt, welches an dem oberen Auflager (9) befestigt ist. Den Legehennen wird auf dieser Ebene Futter im Futtertrog (10) gereicht.

Wird das bewegliche Gitter dieser Ebene (9) hochgeklappt, wird die Ebene zur Voliere hin durch den Raumteiler (19) und das Gitter (6) verschlossen. Wenn gleichzeitig das Sperrblech (19) Hochgeklappt wird, verkleinert sich der für die Legehennen zur Verfügung stehende Raum auf den, der durch die Außenwände sowie dem Raumteiler (19), dem Vorhang (17) und dem aufgeklappten Sperrblech (1) gebildet wird.

Zusätzlich sind in der Voliere für die Legehennen auf verschiedenen Ebenen Sitzstangen (4) angebracht.

1
Sperrblech
2
Sperrblech-Auflager
3
Scharnier
4
Sitzrohr
5
Trinkwasserleitung mit Nippel
6
klappbares Gitter
7
festes Gitter
8
oberes Gitter mit Eiablage
9
Gitter-Auflager oben
10
oberer Futtertrog
11
Kotband
12
Kotband-Rücklauf
13
Kotbelüftung
14
unteres Gitter mit Eiablage
15
Gitter-Auflager unten
16
unterer Futtertrog
17
Vorhang
18
Einstreurohr
19
Raumteiler


Anspruch[de]
Voliere nach der Legehennenverordnung gemäß der EU-Richtlinie 1999/74/EG und deren Umsetzung in nationales Recht zur Haltung von Legehennen, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung von Gittern (14, 6, 7, 8) und Sperrblech (1) den Aufenthalt von Legehennen bei gleichzeitiger Futterversorgung und Trinkwasserversorgung in mehreren Ebenen und somit eine Vergrößerung der zur Verfügung stehenden Nutzfläche bewirkt. Voliere nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet, dass durch ein Hochklappen der Sperrfläche (1) und des Gitter (6) eine Verringerung der den Legehennen zur Verfügung stehenden Raumfläche bewirkt wird.






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