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Dokumentenidentifikation DE202004021011U1 21.12.2006
Titel Karusselltür
Anmelder DORMA GmbH + Co. KG, 58256 Ennepetal, DE
DE-Aktenzeichen 202004021011
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.12.2006
Registration date 16.11.2006
Application date from patent application 21.06.2004
File number of patent application claimed 10 2004 029 767.3
IPC-Hauptklasse E06B 3/90(2006.01)A, F, I, 20060426, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E06B 7/36(2006.01)A, L, I, 20060426, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Karusselltür mit zwei äußeren, feststehenden und zwei Durchgänge aufweisenden Trommelwänden sowie mit einer innerhalb der umgebenden Trommelwänden angeordneten Dreheinrichtung mit mindestens zwei rotierenden Türflügeln, wobei im Bereich einer Stirnkante des Türflügels und im Bereich einer Stirnkante einer Trommelwand jeweils eine Schaltleiste angeordnet ist.

Solche Karusselltüren sind hinlänglich bekannt. Neben den manuell betätigbaren Karusselltüren kennt man auch solche mit einem elektromotorischen Antrieb, insbesondere mit einem vollautomatischen, mikroprozessorgesteuerten Antriebssystem.

Die bekannten Karusselltüren weisen außen zwei feststehende Trommelwände auf, welche zwei Durchgänge besitzen, die in der Regel diametral einander gegenüberliegen. Diese beiden Durchgänge bilden gewissermaßen die Schleuse der Karusselltür. Innerhalb dieser runden Trommelwände befindet sich eine Dreheinrichtung mit einem zwei-, drei- oder vierflügeligen Drehteil dergestalt, dass von einer mittigen, senkrechten Achse direkt oder indirekt Türflügel ausgehen. Diese Dreheinrichtung wird mittels eines Elektromotors in eine Drehbewegung versetzt, so dass die Türflügel rotieren und dabei mit ihren nach außen gerichteten Enden mit den Innenseiten der gebogenen Trommelwände abschließen. Ein Problem bei derartigen Karusselltüren besteht darin, dass zwischen der Stirnkante der Trommelwand im Bereich eines Durchganges und den Türflügeln Scherkanten bestehen, zwischen denen die Benutzer bei sich drehenden Türflügeln festgeklemmt und damit verletzt werden können. Zu diesem Zweck müssen derartige Karusselltüren mit entsprechenden Sicherheitseinrichtungen ausgestattet sein, so dass für den Fall, dass ein Benutzer festgeklemmt wird, die Dreheinrichtung abrupt angehalten wird. Dieses abrupte Haltemanöver im Notfall ist nicht einfach durchzuführen und ist auch sehr materialbeanspruchend. Üblicherweise sind bei den bekannten Karusselltüren als Sicherheitseinrichtung an den Scherkanten Schaltleisten angeordnet. In der Schaltleiste sind Kontakte vorgesehen, welche sich bei einer Deformation der Schaltleiste berühren können und einen elektrischen Kontakt auslösen. Aufgrund der Ausgestaltung der bekannten Schaltleisten und der Anordnung der Kontakte innerhalb der Schaltleiste kann der elektrische Kontakt jedoch nur dann ausgelöst werden, wenn die Schaltleisten in einer bestimmten Richtung, nämlich in Rotationsrichtung der Karusselltür, verformt werden. Erfolgt dagegen eine Deformation der Schaltleisten in einer anderen Richtung, z. B. radial, kommen die Kontakte nicht miteinander in Berührung. Die Folge davon ist, dass unter bestimmten Bedingungen trotz eines Gefahrenfalls die Karusselltür nicht rechtzeitig gestoppt wird und somit Personen verletzt werden können.

Die Einklemmgefahr ist insbesondere bei Kindern und Kleinkindern sehr groß, da diese noch nicht über die nötige Körperkraft verfügen, um sich gegebenenfalls gegen die Tür zu stemmen. Es kann daher zu erheblichen Verletzungen gerade bei Kindern und Kleinkindern kommen, wenn diese in dem Spalt zwischen der Stirnkante der Trommelwand im Bereich eines Durchganges und dem zugeordneten Türflügel eingeklemmt werden.

Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Karusselltür zu schaffen, welche einen effektiveren Einklemmschutz bietet.

Diese Aufgabe wird bei einer Karusselltür mit zwei äußeren, feststehenden und zwei Durchgänge aufweisenden Trommelwänden sowie mit einer innerhalb der umgebenden Trommelwänden angeordneten Dreheinrichtung mit mindestens zwei rotierenden Türflügeln, wobei im Bereich einer Stirnkante des Türflügels und im Bereich einer Stirnkante der Trommelwand jeweils eine Schaltleiste angeordnet ist, erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass jede Schaltleiste von mindestens zwei Seiten aus schaltbar ist.

Durch diese Ausgestaltung wird ein wirksamer Einklemmschutz geschaffen. Sobald nämlich die Schaltleisten verformt werden, und zwar egal in welche Richtung, kommen die Kontakte miteinander in Berührung und geben ein Signal zum Stoppen der Karusselltür.

Eine vorteilhafte Weiterbildung ergibt sich aus den Unteransprüchen.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ist auch im unteren Bereich jedes Türflügels eine erfindungsgemäß ausgebildete Schaltleiste vorgesehen. Dadurch kann zum einen der Spalt zwischen dem Türflügel und dem Boden verkleinert werden, zum anderen wird aber auch sichergestellt, dass für den Fall, dass z. B. ein in der Karusselltür am Boden krabbelndes Kind mit seinen Fingern bzw. Händen unter den Türflügel gelangt, die Karusselltür zuverlässig gestoppt wird.

Die Schaltleisten können elektrischer, pneumatischer oder hydraulischer Art sein.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele.

Es zeigen:

1: Eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Karusselltür mit zwei Türflügeln,

2: eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Karusselltür mit mehr als zwei Türflügeln und

3: eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Karusselltüren im unteren Querbereich der Türflügel.

Bei der Darstellung sind nur die hier relevanten Teile dargestellt, alle anderen Konstruktionselemente sind zur besseren Übersichtlichkeit weggelassen worden.

In den 1 und 2 ist jeweils eine erfindungsgemäße Karusselltür schematisch in einer Teilansicht von oben dargestellt. Die Karusselltür weist äußere, feststehende und zwei Durchgänge aufweisende Trommelwände 1 auf. Innerhalb der Trommelwände 1 ist eine Dreheinrichtung mit rotierenden Türflügeln 2 angeordnet.

Bei der in 1 dargestellten Karusselltür handelt es sich um eine Karusselltür mit zwei Türflügeln 2, während in 2 eine Karusselltür mit drei oder vier Türflügeln 2 schematisch zu sehen ist.

Die dargestellte Karusselltür weist eine entgegen dem Uhrzeigersinn gerichtete Drehrichtung R auf. Die Erfindung lässt sich aber selbstverständlich auch bei Karusselltüren anwenden, welche sich im Uhrzeigersinn drehen.

Bei der in 1 dargestellten zweiflügeligen Karusselltür ist in bekannter Weise an dem Türflügel 2 ein in Rotationsrichtung R vorstehendes Schwert befestigt. An diesem Schwert ist an seiner in Rotationsrichtung R vorne liegenden Stirnseite eine Schaltleiste 3 angeordnet, die mit einer weiteren Schaltleiste 4 zusammenwirken kann, welche an der den Durchgang bildenden Stirnseite der Trommelwand 1 in Drehrichtung angeordnet ist.

Sollte sich bei Annäherung des Türflügels 2 an die Trommelwand 1 eine Person oder ein Gegenstand 7 im Zwischenraum zwischen dem Türflügel 2 und der Trommelwand 1 befinden, treffen die beiden Schaltleisten 3, 4auf das Hindernis und verformen sich, wodurch die im Inneren der Schaltleisten 3, 4 angeordneten Kontakte ein Stoppen und/oder Reversieren der Karusselltür bewirken.

Wie durch mit 8 bezeichnete Pfeile in den 1 und 2 angedeutet, können sich die Schaltleisten 3, 4 sowohl in radialer Richtung wie auch in Rotationsrichtung R verformen. Unabhängig davon, wie sich die einzelnen Schaltleisten 3, 4 jedoch verformen, wird immer ein entsprechender Kontakt zum Stillsetzen der Karusselltür ausgelöst.

In 2 ist eine Karusselltür mit drei oder vier Türflügeln 2 dargestellt. Bei dieser Ausgestaltung ist die Schaltleiste 3 direkt an der zur Trommelwand 1 gerichteten Stirnseite des Türflügels 2 angeordnet. Auch bei dieser Anordnung lösen die Schaltleisten 3, 4 in mindestens zwei Verformungsrichtungen einen Kontakt zum Stoppen der Karusselltür aus.

In 3 ist eine weitere Anbringungsmöglichkeit für eine Schaltleiste 5 dargestellt, die entweder allein oder zusätzlich zu den Schaltleisten 3, 4 vorgesehen sein kann. Diese Schaltleiste 5 ist im Bereich der Unterkante des Türflügels 2 so angebracht, dass sie nur wenige Millimeter, z. B. etwa 8 mm, über einem Boden 6 der Karusselltür endet. Dies stellt zum einen sicher, dass die Schaltleiste 5 nicht bereits bei kleinen Steinchen oder dergleichen schaltet, gewährleistet zum anderen aber auch, dass eine gestürzte Person oder ein am Boden 6 krabbelndes Kleinkind nicht mit den Fingern unter den Türflügel 2 gelangt und verletzt wird, da infolge der Schaltleiste 5 bereits frühzeitig ein Stoppen der Karusselltür eingeleitet worden ist.

Somit ist sichergestellt, dass bei Annäherung eines im Drehbereich des Türflügels 2 auftretenden Hindernisses oder bei einem mechanischen Kontakt mit einem solchen Hindernis eine Bewegung der Karusselltür auch unter ungünstigen Bedingungen zuverlässig gestoppt wird.

Es versteht sich, dass die Schaltleisten 3, 4, 5 bei unterschiedlichen Belastungen ausgelöst werden können.

1
Trommelwand
2
Türflügel
3
Schaltleiste
4
Schaltleiste
5
Schaltleiste
6
Boden
7
Gegenstand/Person
8
Pfeile
R
Drehrichtung


Anspruch[de]
Karusselltür mit äußeren, feststehenden und zwei Durchgänge aufweisenden Trommelwänden sowie mit einer innerhalb der umgebenden Trommelwänden angeordneten Dreheinrichtung mit mindestens zwei rotierenden Türflügeln, wobei im Bereich einer Stirnkante des Türflügels und im Bereich einer Stirnkante der Trommelwand jeweils eine Schaltleiste angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schaltleiste (3, 4) von mindestens zwei Seiten aus schaltbar ist und dass eine weitere Schaltleiste (5) im Bereich eines unteren Randes jedes Türflügels (2) angeordnet ist, wobei die Schaltleisten (3, 4, 5) bei unterschiedlichen Drücken auslösen, so dass durch das Schalten der Schaltleisten (3, 4, 5) ein Stillstand der rotierenden Türflügel (2) und/oder eine Reversierung der Türflügel (2) bewirkt wird. Karusselltür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltleisten (3, 4, 5) elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch arbeiten.






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