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Dokumentenidentifikation DE202005010585U1 21.12.2006
Titel Vorrichtung zur Reinigung von Personen und/oder Gegenständen
Anmelder BFB Behmann Feuerfestbau GmbH, 28329 Bremen, DE
Vertreter Eisenführ, Speiser & Partner, 20457 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202005010585
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.12.2006
Registration date 16.11.2006
Application date from patent application 04.07.2005
IPC-Hauptklasse F24F 7/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung von Personen, deren Bekleidung und/oder sonstigen Gegenständen, mit mindestens einer Luftdusche.

In potentiell stark verschmutzter oder verstaubter Umgebung, in denen insbesondere Stäube aus dem Gefahrstoff-Bereich, wie z.B. silikogene oder keramikfaserhaltige Stäube, vorhanden sind, ist es notwendig, eine Reinigung der Arbeitskleidung oder des über der Arbeitskleidung getragenen Einweganzuges vorzunehmen. Hierzu dient die mindestens eine Luftdusche, bei der es sich um eine handelsübliche Luftdusche handelt. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass im vorliegenden Kontext auch eine Reinraumschleuse unter den Begriff „Luftdusche" fällt, so dass Luftdusche und Reinraumschleuse begrifflich gleichzusetzen sind.

In der Luftdusche wird mit Hilfe eines Gebläses oder Kompressors ein komprimierter Luftstrom erzeugt, der nach Art einer Dusche auf die zu reinigende Person oder den zu reinigenden Gegenstand gerichtet ist, die Schmutz- und Staubpartikel mitreißt und somit entfernt und zusammen mit den Schmutz- und Staubpartikeln abgesogen wird. Gewöhnlich ist der Luftstrom vertikal und/oder horizontal auf die zu reinigende Person gerichtet und wird über im Fußboden vorgesehene Absaugkanäle in einen nachgeschalteten Filter gesaugt.

Die Erfindung schlägt nun vor, eine mobile, im Wesentlichen allseitig geschlossene Behausung vorzusehen, innerhalb derer die mindestens eine Luftdusche angeordnet ist.

Somit ist es möglich, eine Luftdusche bzw. Reinraumschleuse transportabel auszuführen, um sie an einen gewünschten Einsatzort verbringen zu können. Die Erfindung hat gegenüber herkömmlichen Ausführungen von Luftduschen deutliche Kostenvorteile. Denn im Falle von mehreren Einsatzorten ist es nun nicht mehr notwendig, an allen nur denkbaren Einsatzorten ständig jeweils eine Luftdusche fest installiert vorzuhalten, insbesondere wenn eine Reinigung an allen Einsatzorten nicht gleichzeitig benötigt wird, was erfahrungsgemäß häufig der Fall ist. Stattdessen reicht es aus, eine geringere oder sogar deutlich geringere Anzahl von erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtungen und im günstigsten Fall nur eine einzige erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung vorzuhalten, die dann bei Bedarf temporär an denjenigen Einsatzort verbracht wird, wo eine Reinigung erforderlich wird.

Der Transport der mobilen Behausung kann auf jede denkbare Weise erfolgen; vorzugsweise wird die mobile Behausung auf einem Fahrzeug, bei dem es sich insbesondere um einen Anhänger oder auch einen Lastkraftwagen handeln kann, oder auch per Schiff transportiert.

Zweckmäßigerweise weist die mobile Behausung Befestigungsmittel, insbesondere für Gabelstapler und Kräne, auf, um eine Verlademöglichkeit vorzusehen.

Vorzugsweise ist die mobile Behausung von einem Container gebildet, bei dem es sich vorzugsweise um einen handelsüblichen Container handelt, welcher erfindungsgemäß zur Aufnahme der Luftdusche vorgesehen ist.

Eine weitere bevorzugte Ausführung zeichnet sich dadurch aus, dass die mobile Behausung einen, vorzugsweise durch eine erste Tür verschließbaren, Eingangsbereich und einen, vorzugsweise durch eine zweite Tür verschließbaren, Ausgangsbereich aufweist und die mindestens eine Luftdusche zwischen dem Eingangsbereich und dem Ausgangsbereich derart angeordnet ist, dass ein zwangsweiser Durchtritt durch die mindestens eine Luftdusche erforderlich ist, um vom Eingangsbereich in den Ausgangsbereich zu gelangen. Bei dieser Ausführung ist somit gewährleistet, dass stets die Luftdusche benutzt werden muss, will man vom Eingangsbereich in den Ausgangsbereich gelangen, wodurch eine unbeabsichtigte Umgehung der Luftdusche verhindert wird.

Bei einer Weiterbildung der vorgenannten Ausführung sind der Eingangsbereich und der Ausgangsbereich durch eine Trennwand voneinander getrennt und weist die mindestens eine Luftdusche eine Kabine auf, die an oder in der Trennwand angeordnet ist. Die Trennwand sollte zweckmäßigerweise im Wesentlichen dichtend an zwei voneinander beabstandeten Seitenwänden anliegen, die die mobile Behausung entlang ihrer Seiten begrenzen. Ferner kann die Trennwand mindestens einen Hohlraum aufweisen, innerhalb dessen zu der mindestens einen Luftdusche führende Versorgungsleitungen verlegt sind, was bauliche Vorteile hinsichtlich der Versorgung der mindestens einen Luftdusche ergibt. Hierzu kann die Trennwand zweischalig ausgeführt sein.

Eine weitere bevorzugte Ausführung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die mobile Behausung so ausgeführt ist, dass sie an einer Trennstelle zwischen einem verschmutzten Umgebungsbereich und einem nicht oder weniger verschmutzten Umgebungsbereich derart positionierbar ist, dass ein zwangsweiser Durchtritt durch die mobile Behausung erforderlich ist, um von dem verschmutzten Umgebungsbereich in den nicht oder weniger verschmutzten Umgebungsbereich zu gelangen. Bei dieser Ausführung erfolgt demnach die Aufstellung der mobilen Behausung derart, dass eine unbeabsichtigte Umgehung der Behausung mit der darin untergebrachten Luftdusche verhindert wird, will man von dem verschmutzten Umgebungsbereich in den nicht oder weniger verschmutzten Umgebungsbereich gelangen, so dass stets ein zwangsweiser Durchtritt durch die mobile Behausung und somit durch die darin enthaltene Luftdusche erforderlich wird. Demnach bildet die mobile Behausung eine Schnittstelle zwischen verschmutztem Umgebungsbereich und nicht oder weniger verschmutztem Umgebungsbereich. Dabei sollte die mobile Behausung so ausgeführt sein, dass sie mit ihrem Eingangsbereich im verschmutzten Umgebungsbereich und mit ihrem Ausgangsbereich im nicht oder weniger verschmutzten Umgebungsbereich positionierbar ist.

Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel anhand der beiliegenden einzigen Figur näher erläutert, die eine Draufsicht auf einen eine Luftdusche aufnehmenden Container gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung zeigt, wobei zum Zweck der besseren Darstellung das Dach des Containers weggelassen ist.

Der in der Figur beispielhaft dargestellte Container 1, bei dem es sich um einen handelsüblichen Container handeln kann, besteht aus einer transportablen, stapelbaren Stahlrahmenkonstruktion und weist einen Fußboden 2, zwei seine Längsseiten bildende, voneinander beabstandete Seitenwände 3, 4 und zwei seine Schmalseiten bildende, voneinander beabstandete Stirnwände 5, 6 auf. Der Container 1 ist außerdem von einem Dach verschlossen, das jedoch zum Zweck der besseren Darstellung der Einbauten in der beigefügten Figur weggelassen ist. Zumindest die Seitenwände 3, 4, die Stirnwände 5, 6 und das (nicht dargestellte) Dach sind gewöhnlich mit Stahlblech verkleidet und voll isoliert. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Container an seiner Außenseite vier Augen 7 auf, an denen Krangeschirr für eine Verladung mit Hilfe eines Krans befestigbar ist. Zusätzlich oder alternativ hierzu können auch andere Beschläge vorgesehen sein, um den Container 1 verladen zu können; beispielsweise können auch Mittel zum Verladen mit Hilfe von Gabelstaplern vorgesehen sein. Somit bildet der Container 1 eine mobile Behausung mit einem im Wesentlichen allseitig umschlossenen Innenraum.

In der ersten Stirnseite 5 des Containers 1 ist ein Eingang 8 vorgesehen, der mit Hilfe einer Eingangstür 9 verschließbar ist und in einen Eingangsbereich 10 führt.

Ferner weist der Innenraum des Containers 1 einen Ausgangsbereich 12 auf, der vom Eingangsbereich 10 durch eine Trennwand 14 getrennt ist, die im Container 1 in Querrichtung eingebaut ist und an dem Fußboden 2, den beiden Seitenwänden 3, 4 und dem Dach dichtend anliegt. In der den Ausgangsbereich 12 begrenzenden zweiten Stirnseite 6 ist ein Ausgang 16 vorgesehen, der von einer Ausgangstür 17 verschließbar ist.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist im Eingangsbereich 10 eine Luftdusche 20 untergebracht, die eine Kabine 22 aufweist. Die Kabine 22 besitzt einen Eingang 24, der von einer Eingangstür 25 verschließbar ist, sowie einen Ausgang 26, der von einer Ausgangstür 27 verschließbar ist. Mit ihrer den Ausgang 26 aufweisenden Seite liegt die Kabine 22 der Luftdusche 20 an der Trennwand 14 bündig an, so dass die Trennwand 14 an der Stelle des Ausganges 26 mit einem entsprechenden Durchbruch versehen ist, der in der Figur nicht im einzelnen dargestellt und bezeichnet ist.

Die Luftdusche 20 erzeugt mit Hilfe eines in der Figur nicht dargestellten Gebläses oder Kompressors einen Luftstrom, der nach Art einer Dusche horizontal und vertikal auf die zu reinigende Person gerichtet, durch im Fußboden 2 ausgebildete und in der Figur nicht dargestellte Absaugkanäle abgesaugt und durch eine Filtereinheit 28 geleitet wird, welche im dargestellten Ausführungsbeispiel im Eingangsbereich 10 ebenfalls angeordnet ist, jedoch grundsätzlich auch an jeder anderen Stelle innerhalb des Containers 1 vorgesehen sein kann.

Alternativ zur dargestellten Ausführung ist es auch denkbar, die Luftdusche 20 in der Trennwand 14 oder an der gegenüberliegenden Seite der Trennwand 14 im Ausgangsbereich 12 anzuordnen.

Wie die Figur ferner erkennen lässt, ist die Trennwand 14 zweischalig ausgeführt und besteht aus zwei voneinander beabstandeten Platten 14a, 14b, zwischen denen ein Hohlraum 14c gebildet ist. Dieser Hohlraum 14c wird zur Verlegung von zur Luftdusche 20 und zur Filtereinheit 28 führenden, in der Figur nicht dargestellten Versorgungsleitungen genutzt.

Die dargestellte Vorrichtung dient hauptsächlich zur Reinigung von Arbeitskleidung oder eines über der Arbeitskleidung getragenen Einweganzuges. Für die Reinigung betritt die Person, deren Kleidung zu reinigen ist, durch den Eingang 8 den Eingangsbereich 10. Um in den Ausgangsbereich 12 zu gelangen, muss aufgrund der zuvor beschriebenen Anordnung die Person zwangsläufig durch die Luftdusche 20 treten. Die Benutzung der Luftdusche 20 erfolgt bei geschlossenen Türen 25, 27, wobei der komprimierte Luftstrom die Schmutz- und Staubpartikel von der Kleidung entfernt und in die Filtereinheit 28 verbringt. Nach Beendigung der Benutzung der Luftdusche 20 gelangt die Person mit der nun gereinigten Kleidung nach Öffnen der Ausgangstür 27 in den Ausgangsbereich 12 und verlässt diesen wiederum durch den Ausgang 16 nach Öffnen der Ausgangstür 17.

Im Ausgangsbereich 12 können Möbel wie z.B. Stühle, Tische und Umkleideschränke vorgesehen sein, die in der Figur aus Gründen der Einfachheit nicht dargestellt sind. Ebenfalls sollten eine Beleuchtung und/oder Fenster sowohl im Eingangsbereich 10 als auch im Ausgangsbereich 12 vorgesehen sein, was in der Figur ebenfalls nicht dargestellt ist.

Zweckmäßigerweise sollte der zuvor beschriebene Container 1 an einer Schnitt- bzw. Trennstelle zwischen einem verschmutzten Umgebungsbereich 30 und einem nicht oder weniger verschmutzten Umgebungsbereich 32 angeordnet sein bzw. selbst eine derartige Schnitt- bzw. Trennstelle zwischen diesen beiden Umgebungsbereichen 30, 32 bilden. Dabei ist der Container 1 so aufzustellen, dass er mit seinem Eingangsbereich 10 und dem zugehörigen Eingang 8 im verschmutzten Umgebungsbereich 30 und mit seinem Ausgangsbereich 12 und dem zugehörigen Ausgang 16 im nicht oder weniger verschmutzten Umgebungsbereich 32 positioniert wird, wie die Figur erkennen lässt. Um dabei eine unbeabsichtigte Umgehung des die Luftdusche 20 enthaltenden Containers 1 zu verhindern, sollten zweckmäßigerweise entsprechende Maßnahmen bei der Aufstellung des Containers 1 getroffen werden. Hierzu können zum Beispiel in der Figur gezeigte außenliegende Trennwände 34 aufgestellt werden, die an die Außenseite des Containers 1 angrenzen und die beiden Umgebungsbereiche 30, 32 voneinander trennen.

Abschließend sei an dieser Stelle noch der Vollständigkeit halber angemerkt, dass die zuvor beschriebene Vorrichtung zwar hauptsächlich zur Reinigung der Kleidung vorgesehen ist, sich jedoch auch grundsätzlich zur Reinigung von sonstigen Gegenständen aller Art oder auch zur Reinigung von Körperteilen nutzen lässt.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Reinigung von Personen, deren Bekleidung und/oder sonstigen Gegenständen, mit mindestens einer Luftdusche (20), gekennzeichnet durch eine mobile, im Wesentlichen allseitig geschlossene Behausung (1), innerhalb derer die mindestens eine Luftdusche (20) angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mobile Behausung Befestigungsmittel (7), insbesondere für Gabelstapler und Kräne, aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mobile Behausung (1) von einem Container gebildet ist. Vorrichtung mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mobile Behausung (1) einen, vorzugsweise durch eine erste Tür (9) verschließbaren, Eingangsbereich (10) und einen, vorzugsweise durch eine zweite Tür (17) verschließbaren, Ausgangsbereich (12) aufweist und die mindestens eine Luftdusche (20) zwischen dem Eingangsbereich (10) und dem Ausgangsbereich (12) derart angeordnet ist, dass ein zwangsweiser Durchtritt durch die mindestens eine Luftdusche (20) erforderlich ist, um vom Eingangsbereich (10) in den Ausgangsbereich (12) zu gelangen. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingangsbereich (10) und der Ausgangsbereich (12) durch eine Trennwand (14) voneinander getrennt sind und die mindestens eine Luftdusche (20) eine Kabine (22) aufweist, die an oder in der Trennwand (14) angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mobile Behausung (1) zwei voneinander beabstandete Seitenwände (3, 4) aufweist, an denen die Trennwand (14) im Wesentlichen dichtend anliegt. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (14) mindestens einen Hohlraum (14c) aufweist, innerhalb dessen zu der mindestens einen Luftdusche (20) führende Versorgungsleitungen verlegt sind. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (14) zweischalig ausgeführt ist. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mobile Behausung (1) so ausgeführt ist, dass sie an einer Trennstelle zwischen einem verschmutzten Umgebungsbereich (30) und einem nicht oder weniger verschmutzten Umgebungsbereich (32) derart positionierbar ist, dass ein zwangsweiser Durchtritt durch die mobile Behausung (1) erforderlich ist, um vom verschmutzten Umgebungsbereich (30) in den nicht oder weniger verschmutzten Umgebungsbereich (32) zu gelangen. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 4 bis 8 sowie nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mobile Behausung (1) so ausgeführt ist, dass sie mit ihrem Eingangsbereich (10) im verschmutzten Umgebungsbereich (30) und mit ihrem Ausgangsbereich (12) im nicht oder weniger verschmutzten Umgebungsbereich (32) positionierbar ist.






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