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Dokumentenidentifikation DE202005010591U1 21.12.2006
Titel Band für Türen, Fenster o.dgl.
Anmelder Dr. Hahn GmbH & Co. KG, 41189 Mönchengladbach, DE
Vertreter Kluin, J., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 40597 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202005010591
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.12.2006
Registration date 16.11.2006
Application date from patent application 06.07.2005
IPC-Hauptklasse E05D 7/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Band für Türen, Fenster oder dergleichen mit mindestens einem an einem Rahmen befestigbaren Rahmenbandteil, mit mindestens einem an einem Flügel befestigbaren Flügelbandteil, mit einem in die Bandteile eingreifenden und diese um eine Scharnierachse verschwenkbar miteinander verbindenden Bandbolzen, und mit in dem Rahmenbandteil und/oder dem Flügelbandteil vorgesehenen Justieranordnungen, mit denen die Positionen der Rahmen- und Flügelbandteile relativ zueinander in Richtung der Scharnierachse und/oder quer zur Richtung der Scharnierachse veränderbar sind.

Derartige Bänder, die eine Justiermöglichkeit in Richtung der Scharnierachse (vertikale Verstellung) und quer zur Scharnierachse (horizontale Verstellung) aufweisen, sind in einer Vielzahl von Ausführungsformen bekannt. Der vertikalen Verstellung dient hierbei beispielsweise eine in das untere Bandteil – meist das Rahmenbandteil – eingedrehte Gewindehülse, die ein Auflager für das obere Bandteil – meist das Flügelbandteil – bildet und zwecks Verlagerung des Flügels in vertikaler Richtung von unten betätigbar ist.

Zur Horizontalverstellung kann der Bandbolzen in einer meist in dem Flügelbandteil vorgesehenen Hülse gelagert sein, welche mittels einer durch eine seitliche Aussparung in dem Flügelbandteil zugängliche Verstellvorrichtung in einer im Querschnitt langlochförmigen Ausnehmung verlagerbar ist.

Ein derartiges Band ist beispielsweise aus der EP 992 647 A2 bekannt.

Nachteilig ist bei derartigen Bändern einerseits, dass die aus Gründen der Statik üblicherweise an dem unteren Scharnier vorgesehene vertikale Verstellung von der Unterseite her schlecht zugänglich ist, andererseits, dass zur Betätigung der horizontalen Justiervorrichtung eine seitliche Aussparung an dem Flügelbandteil notwendig ist, die dessen Struktur schwächt und zudem häufig nur bei geöffnetem Flügel zugänglich ist, wodurch wiederum die Justierung erschwert wird, da zur Überprüfung des Justiererfolges der Flügel stets geschlossen werden muss.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Band zu schaffen, mit dem der Flügel im Rahmen einfacher justierbar ist.

Diese Aufgabe wird durch das in Anspruch 1 wiedergegebene Band gelöst.

Dadurch, dass der Bandbolzen mindestens einen Mitnehmer umfasst, der zwischen einer mit einer Justiervorrichtung zwecks Veränderung der Position der Rahmen- und Flügelbandteile relativ zueinander wahlweise in oder außer Eingriff mit der Justiervorrichtung bringbar ist, kann die Einleitung der zur Betätigung der Justiervorrichtungen benötigten Bewegung über den Bandbolzen erfolgen. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass der Bandbolzen selbst in Richtung der Scharnierachse verlagerbar angeordnet ist, so dass der Mitnehmer wahlweise mit einer an der Justiervorrichtung vorgesehenen Mitnehmeraufnahme in Eingriff bringbar ist. Weist beispielsweise die Justiervorrichtung zur vertikalen Verstellung eine in dem unteren Bandteil vorgesehene Gewindebuchse auf, die eine Anlagefläche für das obere, meist das Flügelbandteil bildet, so kann die Drehbetätigung der Gewindehülse dadurch erfolgen, dass das obere Ende des Bandbolzens mit einer Einrichtung zum Angriff eines Drehwerkzeugs versehen ist und zwecks Justierung in eine Lage gebracht wird, in welcher der Mitnehmer mit der Mitnehmeraufnahme zusammenwirkt. In dieser Lage kann die vertikale Justierung dann durch Drehbetätigung mittels des Drehwerkzeuges erfolgen. Um zu gewährleisten, dass der Bandbolzen bei nicht angesetztem Drehwerkzeug sich in einer Neutralstellung befindet, in der der Mitnehmer außer Eingriff mit der Mitnehmerausnahme ist, kann der Bandbolzen sich mit seinem unteren Ende über ein Federelement an dem unteren Bandteil abstützen.

Um zu vermeiden, dass zum In- oder Außereingriffbringen mit der Justiervorrichtung der gesamte Bandbolzen verlagert werden muss, ist es besonders bevorzugt, wenn der mindestens eine Mitnehmer derart angeordnet ist, dass er zwischen einer innerhalb der Mantelfläche und einer aus der Mantelfläche des Bolzens herausragenden Position verlagerbar ist.

Um den Mitnehmer aufzunehmen und dessen Betätigung zu erlauben, weist der Bolzen vorzugsweise eine zentrale Längsaufnehmung auf.

Der mindestens eine Mitnehmer ist dann vorzugsweise in einer quer zur Scharnierachse verlaufenden Durchgangsöffnung zwischen der Längsausnehmung und der äußeren Mantelfläche des Bolzens angeordnet. Die Durchgangsöffnung kann als Bohrung ausgebildet sein, in der ein an die Bohrung angepasster Mitnehmer in Bohrungsrichtung verlagerbar angeordnet ist. Der Mitnehmer wird dann zwischen einer Position, in der er innerhalb des Außenumfangs des Bandbolzens verbleibt, und einer Position, wo er mit einem Teil seiner Länge aus dem Außenumfang hervorsteht, verlagert.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der mindestens eine Mitnehmer hierzu mit einem innerhalb der Durchgangsbohrung vorgesehenen Federelement verbunden.

Das Federelement ist dann derart ausgestaltet, dass es den Mitnehmer mit einer elastischen Kraft im Sinne des Außereingriffbringens mit der Justiervorrichtung beaufschlagt, d.h. in den Außenumfang des Bandbolzen zurückzieht.

Zur Betätigung des Mitnehmers ist dann vorzugsweise ein in der Längsausnehmung angeordnetes Betätigungselement vorgesehen, dass – besonders bevorzugt – in Längsrichtung der Längsausnehmung verlagerbar ist.

Um die Verlagerung des mindestens einen Mitnehmers entgegen der elastischen, durch das Federelement ausgeübten Kraft aus der in den Innenumfang zurückgezogenen in die aus dem Innenumfang herausragenden Position zu verlagern, weist das Betätigungselement vorzugsweise eine schräg zur Verlagerungsrichtung des Mitnehmers ausgerichtete Betätigungsfläche auf. Das Betätigungselement muss dann lediglich mittels eines geeigneten Werkzeugs durch einen Angriff von einem Ende des Bandbolzens in Längsrichtung verlagert werden, um den mindestens einen Mitnehmer in Eingriff mit der entsprechenden Justiervorrichtung zu bringen.

Die Erfindung ist bereits verwirklicht, wenn der Bandbolzen mindestens einen Mitnehmer aufweist, mit dem eine Justiervorrichtung wahlweise betätigbar ist. Besonders bevorzugt ist es jedoch, wenn mindestens zwei Mitnehmer vorgesehen sind, die in Längsrichtung des Bandbolzens voneinander beabstandet angeordnet sind. Es ist dann möglich, diese beiden Mitnehmer in dem Sinne wahlweise zu betätigen, dass entweder der eine Mitnehmer sich im Eingriff mit der einen Justiervorrichtung, sich beide Mitnehmer außer Eingriff oder der andere Mitnehmer sich in Eingriff mit der anderen Justiervorrichtung befindet. Die Justierung sowohl in vertikaler, als auch in horizontaler Richtung kann dann erfolgen, indem über die Mitnehmer eine abwechselnde Betätigung der beiden Justiervorrichtungen erfolgt.

Bei einer bevorzugten konstruktiven Variante weist das Betätigungselement hierzu zwei in Längsrichtung der Längsausnehmung voneinander beabstandete Betätigungsflächen auf. Diese sind dann vorzugsweise so angeordnet und ausgestaltet, dass bei Verlagerung des Betätigungselements in die eine Richtung die Betätigungsflächen den mindestens einen Mitnehmer verlagern, bei Verschieben des Betätigungselements in die andere Richtung die anderen Betätigungsflächen den mindestens einen, zweiten Mitnehmer entsprechend verlagern.

Besonders einfach in der Konstruktion und Herstellung ist das erfindungsgemäße Band dann, wenn das Federelement Zungen aus federndem Material umfasst, an denen jeweils ein Mitnehmer vorgesehen ist.

Wenn – wie besonders bevorzugt – die Mitnehmer an freien Enden der Zangen vorgesehen sind, können die Mitnehmer aus dem Innenumfang des Bandbolzens nach außen verlagert werden, indem das Betätigungselement mit einer Schrägfläche zwischen die Zungen gedrückt wird.

Besonders bevorzugt ist dann eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Bandes, bei der die die ersten und zweiten Mitnehmer tragenden Federelemente mit den freien Enden der Zungen einander zugewandt angeordnet sind.

Die Betätigungsflächen des Betätigungselements können dann von konisch zulaufenden Endbereichen des Betätigungselements gebildet und das Betätigungselement kann zwischen den beiden Federelementen in Längsrichtung der Längsausnehmungen verlagerbar angeordnet sein.

Ist dann die Länge des Betätigungselements so bemessen, dass das Betätigungselement in Neutralstellung weder den mindestens einen ersten, noch den mindestens einen zweiten Mitnehmer in seine Eingriffsstellung verlagert, die Federelemente jedoch zumindest annähernd an den Betätigungsflächen anliegen und diese einen solchen Winkel aufweisen, dass die Verlagerung des Betätigungsteils unter der Federkraft der Federelemente nicht selbsthemmend, d.h. selbsttätig in eine Gleichgewichtslage bringend gewählt ist, so befindet sich das Betätigungselement stets selbsttätig in der Neutralstellung, sofern es nicht durch Angriff eines geeigneten Werkzeuges aus dieser in die eine, den mindestens einen Mitnehmer in Eingriff mit der einen Justiervorrichtung bringenden oder in die andere, den mindestens einen zweiten Mitnehmer mit der anderen Justiervorrichtung in Eingriff bringende Position verlagert wird. Aufgrund dieser Ausgestaltung ist es auf besonders einfache Weise möglich, wahlweise die eine oder die andere Justiervorrichtung zu betätigen. Hierzu muss dann lediglich das Betätigungswerkzeug entweder von dem einen stirnseitigen Ende des Bandbolzens in die Längsausnehmung eingeführt und das Betätigungselement verlagert oder von dem anderen stirnseitigen Ende in die Längsausnehmung des Bandbolzens eingeführt und das Betätigungselement entsprechend in die andere Richtung verlagert werden.

Zur Vermeidung eines „toten Ganges" des Betätigungselements zwischen den beiden Betätigungsstellungen ist es bevorzugt, die Position der freien Enden der Zungen so auf die Dimensionen des Betätigungselements abzustimmen, dass in Neutralstellung des Betätigungselements die Zungen im Bereich ihrer freien Enden zumindest nahezu an den Betätigungsflächen anliegen.

Die Erfindung erstreckt sich auch auf einen Bandbolzen für ein erfindungsgemäßes Band.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Bandes dargestellt. Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Bandbolzens eines erfindungsgemäßen Bandes mit Mitnehmern und Betätigungselement in einer Einzelteildarstellung;

2 denselben Bandbolzen in derselben Ansicht, jedoch mit einer Darstellung der unsichtbaren Kanten in Form von gestrichelten Linien;

3 einen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Bandes in Neutralstellung des Betätigungselements;

4 dieselbe Ansicht desselben Bandes mit nach unten verlagertem und den unteren Mitnehmer in Eingriff mit einer Justiervorrichtung bringenden Betätigungselement sowie

5 dasselbe Band in derselben Ansicht wie in 3 und 4, jedoch mit nach oben verlagertem, den oberen Mitnehmer in Eingriff mit der anderen Justiervorrichtung bringenden Betätigungselement.

Der Bandbolzen 1 eines als Ganzes mit 100 bezeichneten Bandes umfasst ein rohrförmiges Bauteil 2, welches eine Längsausnehmung 3 mit einem sechseckigen Querschnitt aufweist. Die Längsausnehmung 3 erstreckt sich – wie insbesondere 2 entnehmbar ist – über die gesamte Länge des Bauteils 2.

An den beiden stirnseitigen Endbereichen des rohrförmigen Bauteils 2 sind Ringnuten 4 vorgesehen, die einer Fixierung des Bandbolzens 1 in dem Band 100 dienen.

Das rohrförmige Bauteil 2 weist des weiteren jeweils drei über den Umfang des rohrförmigen Bauteils 2 gleichmäßig verteilte, in Längsrichtung desselben voneinander beabstandete Durchgangsöffnungen 5, 6 auf, die vom Außenumfang des rohrförmigen Bauteils 2 bis in die Längsausnehmung 3 hineinragen.

Den Durchgangsöffnungen 5 sind erste Mitnehmer 7, den Durchgangsöffnungen 6 zweite Mitnehmer 8 zugeordnet.

Jeder Mitnehmer ist am Endbereich einer aus federndem Material bestehenden Zunge 9, 10 angebracht. Die drei Zungen 9 der ersten Mitnehmer 7 und die drei Zungen 10 der zweiten Mitnehmer 8 sind an den den Mitnehmern gegenüberliegenden Enden in jeweils einer Basis 11, 12 zu einem Federelement 13, 14 miteinander verbunden. Die Basen 11, 12 weisen äußere Konturen auf, die ein Einschieben der Federelemente 13, 14 in die Längsausnehmung 3 erlauben. Die Zungen 9, 10 sind dabei derart gestaltet, dass die Mitnehmer 7, 8 im entspannten Zustand der Zungen 9, 10 zwar in die jeweils zugehörigen Durchgangsöffnungen 5, 6 hineinragen und damit die Federelemente 13, 14 in Längsrichtung arretieren, die Mitnehmer jedoch nicht aus dem Innenumfang des rohrförmigen Bauteils 2 vorstehen.

Die Federelemente 13, 14 sind mit den die Mitnehmer 7, 8 tragenden Enden der Zungen 9, 10 einander zugewandt angeordnet.

Zwischen den Federelementen 13, 14 ist ein Betätigungselement 15 vorgesehen, dessen Außenkontur an den Innenquerschnitt der Längsausnehmung 3 des rohrförmigen Bauteils 2 angepasst und in Längsrichtung verschiebbar ist. Die beiden stirnseitigen Endbereiche des Betätigungselements 15 sind konisch gestaltet und bilden Betätigungsflächen 16, 17. Die Länge des Betätigungselements 15 ist derart an die Position der Federelemente 13, 14 angepasst, dass beide Betätigungsflächen 16, 17 in Neutralstellung des Betätigungselements 15, d.h. wenn es nicht durch ein geeignetes Werkzeug in Längsrichtung verschoben wird, innen an den Zungen 9, 10 anliegen, diese jedoch nicht soweit aufspreizen, dass die Mitnehmer aus dem Umfang des rohrförmigen Bauteils 2 herausragen. Dabei ist der Konuswinkel der jeweiligen Betätigungsflächen 16, 17 so gewählt, dass das Betätigungselement 15 unter Einwirkung der von den Zungen 9, 10 ausgeübten Federkraft selbsttätig in die Neutralstellung zurückverlagert wird.

Die Funktion eines erfindungsgemäßen Bandes soll nun anhand von 3 bis 5, die ein mit dem anhand von 1 und 2 beschriebenen Bandbolzen bestücktes Band 100 zeigen, erläutert werden.

Das in den 3 bis 5 dargestellte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Bandes 100 ist als dreiteiliges Band ausgebildet. Es umfasst ein zweiteiliges Rahmenbandteil 18 und ein einteiliges Flügelbandteil 19, die von dem die Scharnierachse S definierenden Bandbolzen 1 durchsetzt sind. Der Bandbolzen 1 ist an seinem oberen und an seinem unteren Endbereich durch Madenschrauben 20 fixiert, die senkrecht zur Scharnierachse S in entsprechenden Gewindebohrungen in den Bandteilen vorgesehen sind und in die Ringnuten 4 des rohrförmigen Bauteils 2 eingreifen.

In dem unteren Teil des Rahmenbandteils 18 ruht der Bandbolzen 1 in einer mit einem Außengewinde versehenen Gewindehülse 21, welche in ein komplementäres Innengewinde in dem unteren Teil des Rahmensbandteils 18 eingeschraubt ist. Die Gewindehülse 21 weist an ihrem oberen, aus dem Rahmenbandteil herausragenden Ende einen Anlageflansch 22 auf, auf dem sich das Flügelbandteil 19 mit einem von einem Einsatz 23 gebildeten Gegenstand 24 abstützt. Die Gewindehülse ist somit Teil einer Justiervorrichtung 30 zur vertikalen Justierung.

Wie aus 3 sinnfällig wird, kann eine Verlagerung des Flügelbandteils 19 relativ zum Rahmenbandteil 18 in Richtung der Scharnierachse S, d.h. eine vertikale Justierung erfolgen, indem die Gewindehülse 21 mehr oder weniger in die Gewindebohrung in dem unteren Teil des Rahmenteils 18 eingedreht wird. Um hierzu die Gewindehülse 21 verdrehen zu können, weist diese Ausnehmungen 25 auf, in die die Mitnehmer 7 hinein verlagerbar sind. Hierzu kann mittels eines gemäß der Zeichnung von oben in die Längsausnehmung 3 eingeführtes und an deren Innenquerschnitt angepasstes Drehwerkzeug das Betätigungselement 15 unter Aufspreizen der Zungen 9 des Federelements 13 nach unten verlagert werden und so die Mitnehmer 7 in die Ausnehmungen 25 in Eingriff gebracht werden. Wird nun der Bandbolzen 1 mittels des Drehwerkzeuges in Rotation versetzt, so wird – je nach Drehrichtung – die Gewindehülse 21 in das untere Teil des Rahmenbandteils 18 hinein- oder aus diesem herausgedreht. Es erfolgt somit eine vertikale Justierung.

Dementsprechend kann – wie in 5 dargestellt ist – das Betätigungselement 15 mittels des Drehwerkzeuges durch Einschieben desselben in die Längsausnehmung 3 gemäß 5 von unten unter Aufspreizung der Zungen 10 des Federelements 14 nach oben und die Mitnehmer 8 in Ausnehmungen 26 verlagert werden, so dass in diesem Falle der Bandbolzen drehfest mit einer in dem Flügelbandteil 19 vorgesehenen Hülse 28, die Teil einer Justiervorrichtung 40 zur horizontalen Justierung ist, verbunden wird. Zwecks Bewirkung der horizontalen Verstellung, d.h. senkrecht zur Scharnierachse S, kann die Hülse einseitig eine Verzahnung, wie aus der EP 992 647 A2 bekannt, aufweisen, so dass das Flügelbandteil durch die Drehung der Hülse senkrecht zur Scharnierachse S verlagert wird. Der Verstellweg ist hierbei durch die Länge einer im Querschnitt langlochförmigen Ausnehmung 27, die die Hülse 28 aufnimmt, in dem Flügelbandteil 19 beschränkt.

1
Bandbolzen
2
Bauteil
3
Längsausnehmung
4
Ringnuten
5
Durchgangsöffnungen
6
Durchgangsöffnungen
7
Mitnehmer
8
Mitnehmer
9
Zunge
10
Zunge
11
Basis
12
Basis
13
Federelement
14
Federelement
15
Betätigungselement
16
Betätigungsfläche
17
Betätigungsfläche
18
Rahmenbandteil
19
Flügelbandteil
20
Madenschrauben
21
Gewindehülse
22
Anlageflansch
23
Einsatz
24
Gegenflansch
25
Ausnehmungen
26
Ausnehmungen
27
Langlochförmige Ausnehmung
28
Hülse
30
Justiervorrichtung
40
Justiervorrichtung
100
Band
S
Scharnierachse


Anspruch[de]
Band für Türen, Fenster oder dergleichen,

mit mindestens einem an einem Rahmen befestigbaren Rahmenbandteil (18),

mit mindestens einem an einem Flügel befestigbaren Flügelbandteil (19), mit einem in die Bandteile (18, 19) eingreifenden und diese um eine Scharnierachse (S) verschwenkbar miteinander verbindenden Bandbolzen (1), und

mit in dem Rahmenbandteil (18) und/oder dem Flügelbandteil (19) vorgesehenen Justieranordnungen (30, 40), mit denen die Positionen der Rahmen- und Flügelbandteile (18, 19) relativ zueinander in Richtung der Scharnierachse (S) und/oder quer zur Richtung der Scharnierachse (S) veränderbar sind,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Bandbolzen (1) mindestens einen Mitnehmer (7, 8) umfasst, der zwischen einer mit einer Justiervorrichtung (30, 40) zwecks Veränderung der Positionen der Rahmen- und Flügelbandteile (18, 29) relativ zueinander wahlweise in oder außer Eingriff mit der Justiervorrichtung (30, 40) bringbar ist.
Band nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Mitnehmer (7, 8) derart angeordnet ist, dass er zwischen einer innerhalb der Mantelfläche und einer aus der Mantelfläche des Bandbolzens (1) herausragenden Position verlagerbar ist. Band nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bandbolzen (1) eine zentrale Längsausnehmung (3) aufweist. Band nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Mitnehmer (7, 8) in einer quer zur Scharnierachse (S) verlaufenden Durchgangsöffnung (5, 6) zwischen der Längsausnehmung (3) und der äußeren Mantelfläche des Bandbolzens (1) angeordnet ist. Band nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Mitnehmer (7, 8) mit einem innerhalb der Längsausnehmung (3) vorgesehenen Federelement (13, 14) verbunden ist. Band nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (13, 14) derart gestaltet ist, dass es den Mitnehmer (7, 8) mit einer elastischen Kraft im Sinne des Außereingriffbringens mit der Justiervorrichtung (30, 40) beaufschlagt. Band nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Längsausnehmung (3) ein auf den Mitnehmer (7, 8) wirkendes Betätigungselement (15) vorgesehen ist. Band nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (15) in Längsrichtung der Längsausnehmung (3) verlagerbar ist. Band nach Anspruch 6 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (15) eine schräg zur Verlagerungsrichtung des Mitnehmers (7, 8) ausgerichtete Betätigungsfläche (16, 17) aufweist. Band nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Mitnehmer (7, 8) vorgesehen sind, die in Längsrichtung des Bandbolzens (1) voneinander beabstandet angeordnet sind. Band nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Mitnehmer (7) der Justieranordnung (30), mit der die Position der Rahmen- und Flügelbandteile (18, 19) relativ zueinander in Richtung der Scharnierachse (S) und der andere Mitnehmer (8) der Justieranordnung (40), mit der die Position der Rahmen- und Flügelbandteile (30, 40) relativ zueinander quer zur Richtung der Scharnierachse (S) verlagerbar sind, zugeordnet ist. Band nach Anspruch 9 und 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (15) zwei in Längsrichtung der Längsausnehmung voneinander beabstandete Betätigungsflächen (16, 17) aufweist. Band nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (13, 14) Zungen (9, 10) aus federndem Material umfasst, an denen jeweils ein Mitnehmer (7, 8) vorgesehen ist. Band nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer (7, 8) an freien Enden der Zungen (9, 10) vorgesehen sind. Band nach Anspruch 10 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass die die ersten und zweiten Mitnehmer (7, 8) tragenden Federelemente (13, 14) mit den freien Enden der Zungen (9, 10) einander zugewandt angeordnet sind. Band nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (15) zwischen den Federelementen (13, 14) angeordnet ist. Band nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsflächen (16, 17) des Betätigungselements (15) derart angeordnet sind, dass die Federelemente (13, 14) das Betätigungselement (15) im Sinne einer Rückstellung in eine Neutralstellung, bei der sich die Mitnehmer (7, 8) außer Eingriff mit den Justiervorrichtungen (30, 40) befinden, Federkraft beaufschlagen. Band nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Zungen (9, 10) im Bereich ihrer freien Enden in Neutralstellung des Betätigungselements (15) zumindest nahezu an den Betätigungsflächen (16, 17) anliegen. Bandbolzen (1) für ein Band (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 18.






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