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Dokumentenidentifikation DE202005010756U1 21.12.2006
Titel Wärmeleitelement für eine Flächenheizung oder -kühlung
Anmelder Uponor Innovation AB, Fristad, SE
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Aktenzeichen 202005010756
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.12.2006
Registration date 16.11.2006
Application date from patent application 08.07.2005
IPC-Hauptklasse F24D 3/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04F 15/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   E04F 13/074(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Wärmeleitelement für ein Flächentemperiersystem (Flächenheizung oder Flächenkühlung) für insbesondere Trockenbausysteme.

Die Verwendung von Wärmeleitelementen bei Flächentemperiersystemen ist grundsätzlich bekannt. Ein solches Wärmeleitelement weist eine Platte aus einem thermisch leitenden Material auf (zumeist Leichtmetall wie beispielsweise Aluminium oder Aluminiumlegierung), in die eine Sicke eingebracht ist, die einen Rohrführungskanal bildet. In dem Rohrführungskanal befindet sich beispielsweise ein Kunststoffrohr, das mit seiner Wandung in flächigem Kontakt mit dem Rohrführungskanal steht. Das Rohr ist von einem temperierbaren Medium (im allgemeinen Wasser) durchströmbar. Ein derartiges Wärmeleitelement (auch Wärmeleitlamelle genannt) lässt sich sowohl für Flächenheizungen als auch für Flächenkühlungen verwenden.

Aus DE 200 21 121 U1 und DE 296 08 258 U1 sind Wärmeleitelemente bekannt, bei denen der Rand der Wärmeleitplatte an den Enden des Rohrführungskanals eine Auskehlung oder Bördelung aufweist. An den Enden ist also der Rand der Platte vom Rohrführungskanal weg gebogen. Hierdurch wird dem vom Rohrführungskanal aufgenommenen Rohr im Bereich der offenen Enden des Rohrführungskanals eine gewisse Bewegungsfreiheit verliehen, die von Vorteil für die Rohrführung sein kann. Allerdings ist die Rohrführung bei den bekannten Wärmeleitelementen in einer Richtung und in dieser auch nur bedingt möglich und erfordert eine Materialbearbeitung der Platte in Form einer Bördelung ihres Randabschnitts an den offenen Enden des Rohrführungskanals.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Wärmeleitelement für eine Flächenheizung oder -kühlung zu schaffen, bei dem die Führung des Rohres im Bereich der Rohrführungskanalenden verbessert ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung ein Wärmeleitelement für eine Flächenheizung oder -kühlung für insbesondere Trockenbausysteme vorgeschlagen, wobei das Wärmeleitelement versehen ist mit

  • – einer Platte, die ein thermisch leitendes Material aufweist und in der mindestens ein Rohrführungskanal zur Aufnahme eines von einem temperierbaren Medium durchströmbaren Rohres ausgebildet ist, wobei der mindestens eine Rohrführungskanal ein Ende aufweist, das zu mindestens einem Randabschnitt der Platte hin offen ist.

Dieses Wärmeleitelement ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,

  • – dass die Platte an dem offenen Ende des Rohrführungskanals in dessen Wandung und/oder benachbart dazu mindestens eine (im wesentlichen parallel zum Rohrführungskanal verlaufende schlitzförmige) Aussparung aufweist, die sich durch die Platte hindurch erstreckt und zu dem Randabschnitt hin offen ist.

Nach der Erfindung ist in denjenigen Randabschnitt der Wärmeleitplatte, an dem der Rohrführungskanal endet, seitlich des Rohrführungskanals und/oder innerhalb des Rohrführungskanals mindestens eine Aussparung eingebracht, die zu dem betreffenden Randabschnitt hin offen ist. Die Aussparung ist vorzugsweise schlitzförmig, also länglich, und erstreckt sich zweckmäßigerweise im wesentlichen parallel zum Rohrführungskanal bzw. der Erstreckung von dessen offenen Endabschnitt. Ferner erstreckt sich die Aussparung durch die (Dicke der) Platte hindurch.

Durch diese Aussparungen ist der Rohrführungskanal an seinen Enden flexibel ausgebildet und folgt damit der Richtung, in der sich das Rohr aus dem Rohrführungskanal heraus erstreckt. Schließt sich also beispielsweise an die Wärmeleitplatte ein Rohrbogenabschnitt an, so folgt der Endabschnitt des Rohrführungskanals bereits der Rohrkrümmung und führt damit das Rohr.

Im Regelfall ist es bei einem Wärmeleitelement so, dass sich beidseitig eines Rohrführungskanals flächige Abschnitte der Platte des Wärmeleitelements befinden. In diesem Fall ist es von Vorteil, wenn zu beiden Seiten des Rohrführungskanals in den jeweils flächigen Abschnitte nahe dem Rohrführungskanal jeweils eine (z.B. schlitzförmige) Aussparung ausgebildet ist. Zusätzlich kann noch eine weitere Aussparung innerhalb des Rohrführungskanals an dessen Ende ausgebildet sein. Es ist aber auch denkbar, dass die Platte eines Wärmeleitelements an einen ihrer Randabschnitte einen Rohrführungskanal aufweist. In einem solchen Fall bildet also die eine Seitenwandung des Rohrführungskanals den Randabschnitt der Platte. Mit dieser Ausgestaltung ist zweckmäßigerweise eine insbesondere schlitzförmige Aussparung auf der dem Randabschnitt abgewandten Seite des Rohrführungskanals an dessen Ende ausgebildet. Ferner kann zweckmäßigerweise eine weitere (schlitzförmige) Aussparung innerhalb des Rohrführungskanals ausgebildet sein.

Sinngemäß ist also bei der Erfindung vorgesehen, den Endbereichen der Rohrführungskanäle der Platten von Wärmeleitelementen eine Flexibilität zu verleihen, die es ermöglicht, dass sich der Verlauf der Rohrführungskanäle an deren Enden an den Rohrverlauf anpasst und somit die Rohre entsprechend ihrem Verlauf an den offenen Enden der Rohrführungskanäle von diesen geführt werden.

Zusätzlich können die Enden der Rohrführungskanäle noch mit Auskehlungen oder Umbördelungen versehen sein, wie es in DE 200 21 121 U1 beschrieben ist.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen zeigen:

1 eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines Wärmeleitelements mit mittig verlaufenden Rohrführungskanälen,

2 eine Draufsicht auf das Wärmeleitelement gemäß 1 in Richtung des Pfeils II mit von dem Rohrführungskanal aufgenommenem Kunststoffrohr,

3 eine Unteransicht des Wärmeleitelements gemäß 1 in Richtung des Pfeils III mit von dem Rohrführungskanal aufgenommenem Kunststoffrohr,

4 eine weitere Ansicht des Wärmeleitelements gemäß 1 mit zwischen zwei benachbarten Rohrführungskanälen bogenförmig verlaufendem Rohr und

5 eine perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Wärmeleitelements mit randseitig ausgebildetem Rohrführungskanal.

1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines Wärmeleitelements 10, das eine Platte 12 umfasst, welche ein wärmeleitendes Material (beispielsweise eine Aluminiumlegierung) aufweist. In der Platte 12 sind in diesem Ausführungsbeispiel mehrere zueinander parallele Rohrführungskanäle 14 durch sickenförmige Ausbildung angeordnet. Jeder Rohrführungskanal 14 verläuft parallel zu den beiden Randabschnitten 16, während er quer zu den beiden anderen Randabschnitten 18 der Platte 12 verläuft. An diesen Randabschnitten 18 sind die Rohrführungskanäle 14 offen, weisen also offene Enden 20 auf.

Beidseitig jedes Rohrführungskanals 14 weist die Platte 12 flächige Bereiche 22 auf, die in der Ebene der Platte 12 liegen. Wie in 1 zu erkennen ist, befinden sich innerhalb dieser flächigen Bereiche 22 mehrere schlitzförmige Aussparungen 24, die zu den Randabschnitten 18 hin offen sind und sich über die

Dicke der Platte 12 erstrecken. Die (Rand-)Aussparungen 24 sind als schmale Langlöcher ausgeführt. Zusätzlich können derartige schlitzförmige Aussparungen 26 auch innerhalb desjenigen Bereichs der Platte 12 angeordnet sein, die die Wandung der Rohrführungskanäle 14 an deren Enden 20 bilden.

Durch die Einbringung der schlitzförmigen Aussparungen 24 beidseitig eines jeden Rohrführungskanals 14 im Bereich von dessen Enden 20 wird diesen Enden eine Flexibilität verliehen, die der Rohrführung dient. Dies ist in den 2 bis 4 dargestellt. Zu erkennen ist der Verlauf eines (Kunststoff-)Rohres 28 im Bereich der Enden 20 der Rohrführungskanäle 14 und der Umstand, dass das Ende 20 eines Rohrführungskanals 14 dem Verlauf des Rohres 28 folgt und dieses damit führt.

5 zeigt eine alternative Ausgestaltung eines Wärmeleitelements 10' mit einer Wärmeleitplatte 12' aus einem thermisch leitenden Material, bei der ein Rohrführungskanal 14' mit einem Randabschnitt 16' der Platte 12' abschließt. Am Ende 20' des Rohrführungskanals 14' sind in diesem Ausführungsbeispiel zwei schmale schlitzförmige Randaussparungen 24', 26' ausgebildet, die, wie im Ausführungsbeispiel der 1 bis 4, dem Rohrführungskanal 14' an seinem Ende 20' eine Flexibilität quer der Erstreckung verleiht. Diese Randaussparungen 24',26' verlaufen anders als im Ausführungsbeispiel nach den 1 bis 4 winklig zur Erstreckung des Rohrführungskanals 14'.


Anspruch[de]
Wärmeleitelement für eine Flächenheizung oder -kühlung für insbesondere Trockenbausysteme, mit

– einer Platte (12, 12'), die ein thermisch leitendes Material aufweist und in der mindestens ein Rohrführungskanal (14, 14') zur Aufnahme eines von einem temperierbaren Medium durchströmbaren Rohres (28) ausgebildet ist, wobei der mindestens eine Rohrführungskanal (14, 14') ein Ende (20, 20') aufweist, das zu mindestens einem Randabschnitt (18, 18') der Platte (12, 12') hin offen ist,

dadurch gekennzeichnet,

– dass die Platte (12, 12') an dem offenen Ende (20, 20') des Rohrführungskanals (14, 14') in dessen Wandung und/oder benachbart dazu mindestens eine Aussparung (24, 24', 26, 26') aufweist, die sich durch die Platte (12, 12') hindurch erstreckt und zu dem Randabschnitt (18, 18') hin offen ist.
Wärmeleitelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Plattenelement (12, 12') zu mindestens einer Seite des Rohrführungskanals (14, 14') erstreckt und dass sich in der Platte (12, 12') zu jeder Seite des Rohrführungskanals (14, 14'), auf der sich die Platte (12, 12') erstreckt, jeweils eine Aussparung (24, 24') angeordnet ist. Wärmeleitelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des den Rohrführungskanal (14, 14') bildenden Bereichs der Platte (12, 12') an dem offenen Ende (20, 20') des Rohrführungskanals (14, 14') mindestens eine Aussparung (24, 24') ausgebildet ist. Wärmeleitelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Aussparung (24, 24', 26, 26') schlitzförmig und/oder im wesentlichen parallel zum Rohrführungskanal (14, 14') verläuft.






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