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Dokumentenidentifikation DE202005010777U1 21.12.2006
Titel Schirm/Gehhilfe
Anmelder Brenninkmeijer, Cornelius Maria Willibrordus, Jeuk, BE
Vertreter Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80336 München
DE-Aktenzeichen 202005010777
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.12.2006
Registration date 16.11.2006
Application date from patent application 08.07.2005
IPC-Hauptklasse A45B 9/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schirm oder eine Gehhilfe, insbesondere einen Regenschirm, Sonnenschirm, Wanderstock, einen Spazierstock oder einen Gehstock, mit einem gekrümmten Griffstück.

Bei aus dem Stand der Technik bekannten Schirmen oder Gehhilfen der genannten Art sind die Griffstücke häufig aus einem glatten Material wie Holz oder Metall gefertigt. Wenn der Schirm oder die Gehhilfe bei Nichtbenutzung beispielsweise mit dem freien Ende des Griffstücks auf eine glatte Fläche, z.B. eine Tischplatte oder eine Ladentheke, gehängt wird, wobei sich insbesondere gleichzeitig die Spitze bzw. das untere Ende der Schirms oder der Gehhilfe bodenseitig abstützt, geschieht es häufig, dass der Schirm oder die Gehhilfe aufgrund mangelnder Reibung zwischen der glatten Fläche und dem Griffstück abgleitet und zu Boden fällt.

Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Schirm oder eine Gehhilfe der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass ein solches Abgleiten wesentlich erschwert und vorzugsweise komplett verhindert wird.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 und insbesondere dadurch gelöst, dass das freie Ende des Griffstücks mit einem rutschhemmenden Material versehen ist, wobei der Reibungskoeffizient zwischen diesem rutschhemmenden Material und einer glatten, aus Holz, Kunststoff, Glas, Metall oder Lack bestehenden Fläche größer ist als der Reibungskoeffizient zwischen der glatten Fläche und dem restlichen Griffstück.

Durch dieses rutschhemmende Material wird die Reibung zwischen dem freien Ende des Griffstücks und einer glatten Fläche, z.B. einer Tischplatte oder Ladentheke, wesentlich erhöht, so dass einem Abgleiten des Griffstücks, insbesondere auch bei Einwirkung von solchen Kräften, die geringer sind als das Gewicht des Schirms oder der Gehhilfe, wirksam begegnet wird. Konkret wird also ein Schirm bzw. eine Gehilfe, welcher bzw. welche bei am Boden abgestützter Spitze mit dem Griffstück an eine glatte Fläche gehängt wird, in der vom Benutzer gewünschten Position verbleiben und nicht zu Boden fallen.

Bei einer möglichen Ausführungsform der Erfindung ist das rutschhemmende Material als rutschhemmendes Element ausgebildet und mit dem freien Ende des Griffstücks verbunden. Diese Verbindung kann vorzugsweise durch einen Nagel, eine Schraubbefestigung und/oder eine Verklebung realisiert sein.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung besitzt das rutschhemmende Element zumindest abschnittsweise eine insbesondere stiftförmige Gestalt, die eine Montage in einer Bohrung im Griffstück ermöglicht. Dabei kann in der Bohrung eine Befestigung mittels einer Schraubverbindung, eines Presssitzes und/oder einer Verklebung erfolgen. Bei Vorhandensein eines Hohlraums im Griffstück ist auch eine Befestigung mittels Widerhaken oder mittels einer in den Hohlraum hinein ragenden Hinterschneidung des rutschhemmenden Elements möglich.

Grundsätzlich ist es von Vorteil, wenn im Rahmen der Montage das Befestigungsmittel im rutschhemmenden Element versenkt wird, so dass es nicht über dessen Oberfläche hervorsteht, wodurch sichergestellt wird, dass die Funktion des rutschhemmenden Elements nicht durch einen Kontakt des Befestigungsmittels mit der glatten Fläche beeinträchtigt werden kann.

Besonders bevorzugt ist es, wenn ein rutschhemmendes Element bündig derart mit dem freien Ende des Griffstücks verbunden ist, dass die Querschnitte der aneinander angrenzenden Flächen von Griffstück und rutschhemmendem Element untereinander gleich sind, so dass hier der optisch vorteilhafte Eindruck eines aus einem einzigen Teil mit knick- und nutfreier Oberfläche bestehenden Griffstücks entsteht. Das freie Ende des rutschhemmenden Elements kann dabei beispielsweise auch kugel- oder kalottenförmig geformt sein.

Eine andere erfindungsgemäße Ausführungsform besitzt als rutschhemmendes Element einen Überzug, der bevorzugt elastisch und unter Vorspannung über das freie Ende des Griffstücks gestülpt ist. Ein erfindungsgemäßer, unter dem Aspekt einer kostengünstigen Fertigung vorteilhafter Überzug kann auch durch ein geeignetes Tauch- oder Beschichtungsverfahren aufgebracht sein.

Gemäß der Erfindung können die Griffstücke aus diversen Werkstoffen, bevorzugt Holz, Kunststoff oder Metall, gefertigt sein und mit unterschiedlichen rutschhemmenden Materialien versehen sein, wobei sich hier bevorzugt PVC, Silikon oder Gummi eignen.

Das erfindungsgemäße Griffstück kann unterschiedliche Formen aufweisen. Bei einer kreisbogen- oder hakenförmigen Krümmung, bei der die Normale der Stirnfläche annähernd parallel zur Haupterstreckungsrichtung des Schirms oder der Gehhilfe verläuft, befindet sich das rutschhemmende Element bevorzugt an dieser Stirnfläche. Bei einer geraden Form oder einer s-förmigen Krümmung, bei der die Normale der Stirnfläche annähernd senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung des Schirms oder der Gehhilfe verläuft, befindet sich das rutschhemmende Element bevorzugt an der Unterseite des Griffstücks.

Weitere bevorzugte Ausbildungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Nachfolgend wird die Erfindung in verschiedenen Ausführungsformen rein beispielhaft anhand der Figuren beschrieben. Es zeigen:

1: eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Griffstücks in einer ersten bevorzugten Ausführung,

2: eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Griffstücks in einer zweiten bevorzugten Ausführung, wobei ein Teilbereich als Längsschnitt dargestellt ist,

3: eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Griffstücks in einer dritten bevorzugten Ausführung, wobei ein Teilbereich als Längsschnitt dargestellt ist,

4: eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Griffstücks in einer vierten bevorzugten Ausführung, wobei ein Teilbereich als Längsschnitt dargestellt ist,

5: eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Griffstücks in einer fünften bevorzugten Ausführung, wobei ein Teilbereich als Längsschnitt dargestellt ist,

6: eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Griffstücks in einer sechsten bevorzugten Ausführung,

7: eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Griffstücks in einer siebten bevorzugten Ausführung, wobei ein Teilbereich als Längsschnitt dargestellt ist, und

8: eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Griffstücks in einer achten bevorzugten Ausführung, wobei ein Teilbereich als Längsschnitt dargestellt ist.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Ausführungsform eines Schirms oder einer Gehilfe mit einem gekrümmten, rutschhemmenden Griffstück. In dieser und den folgenden Figuren ist aus Vereinfachungsgründen nur das Griffstück 1 selbst abgebildet, wobei in den 17 beispielhaft eine hakenförmige Ausbildung dargestellt ist, bei der die Stirnseite des freien Endes des Griffstücks annähernd nach unten in die Haupterstreckungsrichtung des Schirms oder der Gehhilfe weist.

Bei dem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel nach 1 ist ein rutschhemmendes Element 2 mit der Stirnseite des Griffstücks 1 verklebt. Das rutschhemmende Element 2 weist bevorzugt einen Durchmesser kleiner oder gleich dem des Griffstücks 1 auf. Besonders vorteilhaft ist es, wenn das rutschhemmende Element 2 derart geformt ist, dass es insbesondere im Bereich der Verklebungsstelle bündig und/oder vollflächig an der Stirnseite des Griffstücks anliegt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführung gemäß 2 ist das rutschhemmende Element 2 mit einer Schraube 3 am Griffstück 1 befestigt. Bevorzugt weist das rutschhemmende Element an seiner dem Ende des Griffstücks abgewandten Seite eine Vertiefung auf, in welcher der Kopf der Schraube nach der Montage vollständig versenkt ist, so dass beim Abhängen des Schirms oder der Gehhilfe an einer glatten Fläche kein Kontakt der Schraube 3 mit der glatten Fläche möglich ist. Ein derartiger Kontakt könnte nämlich in nachteiliger Weise zu einer verminderten Reibung führen.

Wenn das Griffstück 1 einen Hohlraum 5 aufweist und mit einer stirnseitigen Bohrung versehen ist, deren Durchmesser kleiner als der des Hohlraums 5 ist, kann ein rutschhemmendes Element 4 in zumindest abschnittsweise stiftförmiger Ausführung mit Widerhaken oder Hinterschneidung mit dem Griffstück 1 gemäß 3 verbunden werden. In der dargestellten Ausführungsform besteht ein derartiges rutschhemmendes Element 4 aus einem außen sichtbaren Kopf mit einem Durchmesser größer dem der Bohrung, welcher die rutschhemmende Funktion ausübt, einem daran anschließenden stiftförmigen Schaft mit einem Durchmesser und einer Länge im Wesentlichen gleich dem Durchmesser und der Länge der Bohrung und einer elastischen, vorzugsweise kegelförmigen Spitze mit einem Durchmesser etwas größer als der Durchmesser der Bohrung. Die Spitze kann unter Komprimierung derselben durch die Bohrung gesteckt werden und dehnt sich beim Erreichen des Hohlraums 5 aus, wodurch ein Lösen des rutschhemmenden Elements 4 vom Griffstück 1 verhindert wird, indem sich die Rückseite der Spitze an der Innenseite des Hohlraums abstützt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführung, wie sie in 4 dargestellt ist, kann in einer Bohrung in einem Griffstück 1 ein rutschhemmender, beispielsweise durchgängig zylindrischer Stift 6 durch Presssitz und/oder Verklebung derart befestigt sein, dass er geringfügig aus der Bohrung hervorsteht.

5 zeigt ein im Wesentlichen halbkugel- oder kalottenförmiges, rutschhemmendes Element 7, das bündig mit dem Griffstück 1 verschraubt ist. Der Durchmesser des Griffstücks 1 entspricht dabei dem Durchmesser des rutschhemmenden Elements im Bereich seiner dem Griffstück 1 zugewandten Anlagefläche. Hier entsteht ein optisch vorteilhafter Eindruck eines aus einem einzigen Teil bestehenden Griffes mit knick- und nutfreier Oberfläche. Vorteilhaft ist ein mit dem rutschhemmenden Element kraftschlüssig verbundenes Schraubengewinde, welches in das Griffstück eingeschraubt ist. Anstelle der Verschraubung kann jedoch auch eine andere geeignete Befestigungsart verwendet werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform ist in 6 dargestellt. Das Griffstück 1 ist hier mit einem rutschhemmenden Überzug 8 versehen, der beispielsweise als elastische Hülle unter Vorspannung über das Ende des Griffstücks 1 gestülpt ist oder in einem Tauchverfahren oder einem anderen Beschichtungsverfahren auf das Ende des Griffstücks aufgebracht ist. Eine vorteilhafte Variante der Ausführung, bei der der rutschhemmende Überzug 8 eine beispielsweise knaufartige Form hat, ist in 7 gezeigt.

In 8 wird beispielhaft die Befestigung eines rutschhemmenden Elements 2 an einem S-förmigen Griffstück 1' durch einen Nagel 9 dargestellt, bei dem das rutschhemmende Element derart an der Unterseite des Griffstücks 1' angebracht ist, dass es in die Haupterstreckungsrichtung des Schirms oder der Gehhilfe weist und der Nagel im rutschhemmenden Element versenkt ist. An einem solchen S-förmigen oder auch einem geraden Griffstück 1' wäre eine Befestigung an der Stirnseite im Sinne der Erfindung weitgehend wirkungslos, so dass hier eine Anbringung an der Unterseite des Griffstücks 1' gewählt ist. Anstelle der Nagelverbindung kann auch eine andere geeignete Befestigungsart verwendet werden.

Die hier beschriebenen Ausführungsformen können erfindungsgemäß im Rahmen einer Nachrüstung auch nachträglich an Schirmen oder Gehhilfen angebracht werden.

1
Griffstück
1'
Griffstück
2
rutschhemmendes Element
3
Schraube
4
rutschhemmendes Element
5
Hohlraum
6
rutschhemmender Stift
7
rutschhemmendes Element
8
rutschhemmender Überzug
9
Nagel


Anspruch[de]
Schirm oder Gehhilfe, insbesondere Regenschirm, Sonnenschirm, Wanderstock, Spazierstock oder Gehstock, mit einem gekrümmten Griffstück, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des Griffstücks mit einem rutschhemmenden Material versehen ist, wobei der Reibungskoeffizient zwischen diesem rutschhemmenden Material und einer glatten, aus Holz, Kunststoff, Glas, Metall oder Lack bestehenden Fläche größer ist als der Reibungskoeffizient zwischen der glatten Fläche und dem restlichen Griffstück. Schirm oder Gehhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich am freien Ende des Griffstücks ein Element aus rutschhemmendem Material befindet, welches insbesondere mittels eines Nagels, einer Schraubbefestigung oder einer Verklebung befestigt ist. Schirm oder Gehhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein insbesondere stiftförmig ausgeführtes Element aus rutschhemmendem Material am freien Ende des Griffstücks in einer Bohrung, insbesondere mittels Widerhaken, einer Schraubbefestigung, eines Presssitzes oder einer Verklebung befestigt ist. Schirm oder Gehhilfe nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am freien Ende des Griffstücks ein insbesondere kugel- oder kalottenförmiges Endstück aus rutschhemmendem Material derart bündig angeordnet ist, dass die Querschnitte des Endstücks und des Griffstücks im Bereich der Verbindungsstelle gleich sind. Schirm oder Gehhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende des Griffs mit einem rutschhemmenden Überzug versehen ist. Schirm oder Gehhilfe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der rutschhemmende Überzug aus elastischem Material besteht und unter Vorspannung über das Ende des Griffstücks gestülpt ist. Schirm oder Gehhilfe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der rutschhemmende Überzug als Beschichtung in einem geeigneten Verfahren, insbesondere mittels eines Tauch- oder Beschichtungsverfahrens, auf das Ende des Griffstücks aufgebracht ist. Schirm oder Gehhilfe nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffstück aus Holz, Kunststoff oder Metall und das rutschhemmende Material aus PVC, Silikon oder Gummi besteht. Schirm oder Gehhilfe nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffstück im Wesentlichen kreisbogen- oder hakenförmig geformt ist. Schirm oder Gehhilfe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das rutschhemmende Material stirnseitig am Griffstück befestigt ist. Schirm oder Gehhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffstück im Wesentlichen s-förmig gebogen ist. Schirm oder Gehhilfe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das rutschhemmende Material derart am Griffstück befestigt ist, dass es im Wesentlichen in die Richtung der Haupterstreckungsachse des Schirms oder der Gehhilfe weist.






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