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Dokumentenidentifikation DE202005011444U1 21.12.2006
Titel Anhängerkupplung mit Einrastsicherung
Anmelder AL-KO Kober AG, 89359 Kötz, DE
Vertreter Ernicke & Ernicke, 86153 Augsburg
DE-Aktenzeichen 202005011444
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.12.2006
Registration date 16.11.2006
Application date from patent application 18.07.2005
IPC-Hauptklasse B60D 1/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60D 1/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B60D 1/24(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anhängerkupplung für Fahrzeuganhänger mit den Merkmalen im Oberbegriff des Hauptanspruchs.

Eine solche Anhängerkupplung ist aus der DE 94 12 514 U1 bekannt. Sie besitzt ein Kupplungsgehäuse mit einer Aufnahmeöffnung für einen Kugelkopf und einen zwischen einer Öffnungs- und einer Schließstellung hin und her schwenkbaren Bedienhebel mit einem Schließmechanismus zum Zuspannen der Anhängerkupplung am Kugelkopf. Die vorbekannte Anhängerkupplung besitzt ferner eine Einrastanzeige für die korrekte Einrastposition der Anhängerkupplung auf dem Kugelkopf. Die Einrastanzeige ist als Anzeigestift ausgebildet, der in die Aufnahmeöffnung des Kupplungsgehäuses ragt und der vom eingetauchten Kugelkopf nach außen in eine Anzeigeposition gedrückt wird. Diese Einrastanzeige muss vom Bediener beobachtet werden, was nicht immer geschieht. Der Bedienhebel ist unabhängig von der Einrastanzeige und kann in die Schließstellung gebracht werden, auch wenn die Anhängerkupplung nur lose auf der Kupplungskugel aufsitzt und nicht die korrekte Einrastposition einnimmt.

Die DE 652 627 A zeigt eine Kugelgelenkkupplung für Anhänger von Kfz, die ein selbsttätiges Ankuppeln und ein automatisches Schließen ermöglichen soll. Hierbei greifen mehrere Hebel ineinander. Auf Grund der Automatikfunktion fehlt es an einem zwischen einer Öffnungs- und einer Schließstellung beweglichen Bedienorgan und an einer Einrastanzeige.

Die DE 200 18 903 U1 befasst sich mit einer Aufliegerkupplung zum Kuppeln eines Aufliegeranhängers mit einem Kfz. Die Aufliegerkupplung soll bei Eintauchen der Kupplungskugel in einer Aufnahmeöffnung automatisch geschlossen werden. Die Kupplungskugel trifft hierbei auf einen Auslöser, der direkt mit einem Schalenstück des Schließmechanismus verbunden ist. Die Sperrstellung wird automatisch arretiert durch eine Klinke. Die Klinke kann über eine Kurbel geöffnet werden. Beim Abheben des Anhängeraufliegers und seiner Kupplungskugel öffnet sich der Schließmechanismus automatisch.

In der DE 601 05 474 T2 wird eine Anhängerkupplung mit einem Reibungsdämpfer gelehrt. Diese Kupplung soll sich ebenfalls beim Aufsetzen auf den Kugelkopf automatisch und teilweise schließen. Hierfür wird eine als Hebel ausgebildete und schwenkbar gelagerte Einrastanzeige verwendet, welche sich bei Eintauchen der Kugel dreht und mit ihrem rückwärtigen Hebelende eine verschiebbar gelagerte Kupplungsbacke an die Kugel zustellt und anpresst. Der Bedienhebel wird durch diese Backenbewegung nicht tangiert und kann jederzeit betätigt und geschlossen werden, auch wenn die Anhängerkupplung nicht korrekt auf der Kugel eingerastet ist.

Die GB 2 339 180 A offenbart eine weitere automatisch schließende Anhängerkupplung für Fahrzeuganhänger mit einem Kupplungsgehäuse nebst einer Aufnahmeöffnung und mit einer federbelasteten Griffanordnung sowie einer angeformten schalenförmigen Spannbacke, die gemeinsam zwischen einer Öffnungs- und einer Schließstellung hin und her gedreht werden können. Für die Griffanordnung ist eine Sperreinrichtung in Form eines Schwenknockens vorgesehen, welche die Griffanordnung und die Spannbacke bei gespannter Feder in der Öffnungsstellung arretiert und beide erst beim Einführen der Kupplungskugel in die Aufnahmeöffnung automatisch freigibt. Die Feder zieht dann die Spannbacke und die Griffanordnung in die Schließstellung an der Kupplungskugel. In der Schließstellung wird die Griffanordnung durch einen separaten Riegel unter Federeinwirkung gegen Rückdrehen in die Lösestellung gesichert. Die starke Feder an der Griffanordnung bestimmt deren Funktion und den Anpressdruck der Spannbacke an der Kupplungskugel. Der Schwenknocken wird von der Griffanordnung und von der Kupplungskugel gedreht und lässt sich zudem von außen manipulieren, um die Griffanordnung und die Spannbacke auch ohne Kupplungskugel in die Schließstellung bringen zu können.

Auch die US 4,209,184 A zeigt eine bei korrekter Einrastposition sich automatisch schließende Anhängerkupplung. Hierbei ist eine Einrastanzeige in Form eines Schwenkhebels vorhanden, der über einen Auslöser von der Kupplungskugel betätigt und hochgeschwenkt wird. Dies ermöglicht einem schwenkbaren Handgriff eine selbst verriegelnde Position einzunehmen und über eine Schleppverbindung eine Spannbacke an der Unterseite der Kupplungskugel zu schließen. Wenn die Kupplung falsch aufgesetzt wird und die Kupplungskugel gegen die schwenkbare Klemmbacke stößt, wird die Einrastanzeige mit dem Stift nicht betätigt. Der Bedienhebel kann jederzeit geschwenkt und betätigt werden, auch dann, wenn die Kupplungskugel nicht korrekt eingerastet ist. Die Einrastanzeige sorgt lediglich dafür, dass bei korrekter Position der Bedienhebel automatisch schwenkt und die Schließposition der Kupplung selbsttätig verriegelt. Nur in dieser Position nimmt er seine abgeschwenkte Lage ein, die zugleich das korrekte Einrasten der Anhängerkupplung signalisiert.

Bei der Anhängerkupplung in der US 2,855,22 A geht es wiederum um die selbsttätige Schließfunktion. Hierbei ist nicht ausgeschlossen, dass der Bedienhebel auch dann betätigt und die Anhängerkupplung geschlossen werden kann, wenn die Kupplungskugel nicht korrekt eingerastet ist.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Anhängerkupplung aufzuzeigen.

Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Hauptanspruch.

Die Einrastsicherung mit der auf das Bedienerorgan einwirkenden Sperreinrichtung hat den Vorteil, dass sie dem Bediener unmissverständlich eine Fehlbedienung signalisiert und die gewohnte Schließbewegung des Bedienorgans, vorzugsweise eines schwenkbaren Bedienhebels, verhindert, wenn die Anhängerkupplung sich nicht in der korrekten Einrastposition auf dem Kugelkopf befindet. Bei der beanspruchten Anhängerkupplung kann das Bedienorgan selbst als Einrastanzeige fungieren und dem Benutzer das korrekte Ankuppeln am Zugfahrzeug signalisieren. Auch einem ungeübten Bediener der Anhängerkupplung fällt es sofort auf, wenn das Bedienorgan sich nicht in die Schließstellung bringen lässt. Ein vermeintliches Schließen der Anhängerkupplung trotz nicht eingenommener Einrastposition wird dadurch vermieden.

Ferner ist es möglich, dass die Sperreinrichtung das Bedienorgan in allen anderen Positionen oder Zuständen der Anhängerkupplung außerhalb der korrekten Einrastposition blockiert. Ein z.B. schwenkbarer Bedienhebel kann dadurch erst dann gedreht werden, wenn der Kugelkopf in die Aufnahmeöffnung der Anhängerkupplung eintaucht und die Sperreinrichtung löst. Bei abgekuppeltem Anhänger lässt sich der Bedienhebel hingegen nicht verschwenken.

Die Einrastanzeige ist außerdem in Verbindung mit einer Wegfahrsicherung unter Einsatz eines Kugelkopfadapters nützlich. Wenn dieser an Stelle des normalen Kugelkopfes in die Aufnahmeöffnung eingeführt wird, lassen sich das Bedienorgan und die Einrastsicherung wie beim normalen Ankuppeln benutzen und haben die gleichen Sicherheitsaspekte. Nur bei einem korrekt eingeführten Adapter und bei Einnahme der Einrastposition lässt sich das Bedienorgan in der gewohnten Weise betätigen.

Die beanspruchte Einrastsicherung hat eine hohe Betriebssicherheit und ist gegen Fehlbedienungen und Fehlfunktionen gesichert. Der Sperrhebel steht unter Federvorspannung und lässt sich nur mit einem erhöhten Kraftaufwand bewegen, der in der Regel erst beim Ankuppeln oder beim Einführen eines Kugelkopfadapters gegeben ist. Manipulationen mit anderen Gegenständen führen nicht zu einer Hebelbewegung. Der vorzugsweise als kleine Tastnase ausgebildete Auslöser kommt durch seine geringe Größe und Formgebung dieser Manipulationssicherheit entgegen. Außerdem lässt er sich bei korrekter Einrastposition störungsfrei in einem kleinen Freiraum am Kupplungsgehäuse unterbringen. Der Auslöser befindet sich im oberen Bereich der Aufnahmeöffnung und kann dadurch erst dann vom Kugelkopf betätigt werden, wenn dieser bereits so weit in die Aufnahmeöffnung eingetaucht ist, dass in dieser Stellung bei freigegebener Betätigung des Bedienorgans auch ein korrektes Ankuppeln gewährleistet ist.

Die Einrastsicherung kann durch ihre Federbelastung außerdem die Betätigung des Bedienorgangs erleichtern und eine automatische Schließung bei einem korrekt eintauchenden Kugelkopf unterstützen. Zudem kann die Einrastsicherung mit einem Schloss zum Absperren der Anhängerkupplung kombiniert werden. Das Schloss lässt sich sowohl zum Sichern des angekuppelten Anhängers, als auch der Wegfahrsicherung und des Kugelkopfadapters benutzen. Auch eine Verschleißanzeige kann in vorteilhafter Weise mit der Einrastsicherung kombiniert werden.

Die Einrastsicherung erfordert wenig Bauaufwand und lässt sich für unterschiedlichste Konstruktionen von Anhängerkupplungen einsetzen. Sie kann auch an vorhandenen Anhängerkupplungen nachgerüstet werden. Die Einrastsicherung ist kostengünstig und bringt bei geringem finanziellen Einsatz einen großen Sicherheitsgewinn.

In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angebeben.

Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt. Im einzelnen zeigen:

1: einen Fahrzeuganhänger mit einer Anhängerkupplung und einer Einrastsicherung in Seitenansicht,

2: eine abgebrochene und vergrößerte Seitenansicht einer Anhängerkupplung mit einer Einrastsicherung in Schließstellung,

3: eine teilweise geschnittene und vergrößert dargestellte Anhängerkupplung mit Einrastsicherung in einer Auslieferungsstellung,

4 und 5: geschnittene Seitenansichten der Anhängerkupplung von 3 in Öffnungs- und Schließstellung,

6: einen Querschnitt durch die Anhängerkupplung gemäß Schnittlinie VI-VI von 3,

7: eine Seitenansicht der Anhängerkupplung mit einem Schloss,

8: einen Querschnitt durch die Anhängerkupplung gemäß Schnittlinie VIII-VIII von 7, und

914: Varianten von Anhängerkupplungen und Einrastsicherungen.

1 zeigt einen Fahrzeuganhänger (1) in einer beispielhaften Seitenansicht. Er besitzt ein Fahrgestell (2) mit einer Deichsel (3), an deren Kopf eine Anhängerkupplung (5) mit einer Einrastsicherung (7) angeordnet ist. Der Fahrzeuganhänger (1) kann eine Auflaufbremse (4) aufweisen. Die Anhängerkupplung (5) ist je nach technischer Ausgestaltung des Fahrzeuganhängers (1) mit ihrem Kupplungsgehäuse (8) an der Deichsel (3) oder an der Schubstange der Auflaufbremse (4) befestigt. Die konstruktive Ausgestaltung des Fahrzeuganhängers (1) und seiner Bauteile ist beliebig wählbar.

2 zeigt die Anhängerkupplung (5) in Seitenansicht. In 6 ist der zugehörige Querschnitt dargestellt. Die Anhängerkupplung (5) besteht aus dem besagten Kupplungsgehäuse (8), an dem mindestens ein Bedienorgan (9) beweglich gelagert ist. Das Kupplungsgehäuse (8) hat einen im wesentlichen U-förmigen und nach unten offenen Querschnitt. Es weist im vorderen Bereich eine von unten her zugängliche Aufnahmeöffnung (18) für eine Kugelkopf (6) auf, der an der Zugeinrichtung eines nicht dargestellten Zugfahrzeugs angebracht ist. Anstelle des Kugelkopfes (6) kann auch ein Kugelkopfadapter eingeführt werden. Die Aufnahmeöffnung (18) ist an die Kugelkopfkontur angepasst und umschließt den Kugelkopf (6) an der Oberseite und am größten Teil des seitlichen Umfangs. Im Kupplungsgehäuse (8) ist ferner eine bewegliche und vorzugsweise um ein Lager (26) schwenkbare Kugelschale (19) angeordnet, die zwischen einer Öffnungs- und Schließstellung hin und her bewegt werden kann und die in Schließstellung den Kugelkopf (6) in der Aufnahmeöffnung (18) einspannt. 5 verdeutlicht diese Schließ- oder Ankuppelstellung, während 4 die Öffnungsstellung zum Ankuppeln zeigt. Die Kugelschale (19) wird vom Bedienorgan (9) über einen Schließmechanismus (20) betätigt.

Das Bedienorgan (9) kann in unterschiedlicher Weise ausgebildet sein. In den gezeigten Varianten handelt es sich um schwenkbare Bedienhebel. In den Ausführungsbeispielen von 2 bis 12 ist ein einzelnes Bedienorgan (9) vorhanden, welches als Kupplungshebel (9') ausgebildet und um ein gehäusefestes Hebellager (13) schwenkbar gelagert ist. Der Kupplungshebel (9') betätigt in der vorerwähnten Weise den Schließmechanismus (20). Er öffnet sowie schließt die Anhängerkupplung (5). Im Ausführungsbeispiel von 13 sind zwei Bedienorgane (9) vorhanden, die als Kupplungshebel (9') und als schwenkbarer Spannhebel (9'') ausgebildet sind. Der Spannhebel (9'') dient zum Betätigen einer zusätzlichen Reibkupplung (43).

Der Kupplungshebel (9') besitzt ein nach außen ragendes Griffteil (10), an dem auch eine Verriegelung (17) angeordnet sein kann. Der Kupplungshebel (9') kann in der in 4 und 5 gezeigten Weise zwischen einer Öffnungsstellung (11) und einer Schließstellung (12) hin und her geschwenkt werden. Die Verriegelung (17) hält den Kupplungshebel (9') in der Schließstellung (12) fest und verhindert ein unerwünschtes Öffnen des Kupplungshebels (9') und der Anhängerkupplung (5). Die Verrieglung (17) kann z.B. aus einer am Kupplungsgehäuse (8) angreifenden Sperrnase und einem kleinen Taster an der Griffunterseite bestehen.

Der Schließmechanismus (20) zum Öffnen und Schließen der Anhängerkupplung (5) kann in unterschiedlicher Weise ausgebildet sein. In der gezeigten Ausführungsform hat der Kupplungshebel (9') unterhalb des Hebellagers (13) und im Gehäuseinneren einen Hebelfortsatz (15) mit einer Anlaufkurve, die auf die entsprechend kurvenförmig gestaltete Rückseite der federbelasteten Kugelschale (19) drückt. Über die Schwenkbewegung des Kupplungshebel (9') wird die Kugelschale (19) auf und zu geschwenkt. Der Kupplungshebel (9') kann ebenfalls unter der Last einer am Hebellager (13) montierten Feder (14) stehen.

Die Anhängerkupplung (5) besitzt eine Einrastsicherung (7) mit einer Sperreinrichtung (23), die mittelbar oder unmittelbar auf mindestens ein Bedienorgan (9) einwirkt und die einen Auslöser (24) aufweist, der in oder an der Aufnahmeöffnung (18) angeordnet ist und vom Kugelkopf (6) oder einem Kugelkopfadapter bei korrekter Einrastposition der Anhängerkupplung (5) betätigt wird. In der gezeigten Ausführungsform von 2 bis 5 wirkt die Sperreinrichtung (23) unmittelbar auf den Kupplungshebel (9') und insbesondere auf den unteren Hebelfortsatz (15) ein. In der Variante von 13 kann die Sperreinrichtung (23) unmittelbar auf den Spannhebel (9'') einwirken.

Alternativ kann die Sperreinrichtung (23) auf die Kugelschale (19) und/oder den Schließmechanismus (20) gemäß der nachfolgend erläuterten 9 bis 13 einwirken. Dies führt zu einem mittelbaren Einwirken auf das Bedienorgan (9), wenn dessen Bewegungen an die Bewegungen der Kugelschale (9) und/oder des Schließmechanismus (20) gekoppelt sind.

Der Schließmechanismus (20) kann außerdem anders als in der gezeigten Ausführungsform ausgebildet sein und Zwischenglieder wie Schlepphebel oder dergleichen aufweisen. Der Kupplungshebel (9') greift dann über diese Zwischenglieder an der Kugelschale (19) an.

Das von der Sperreinrichtung (23) beeinflusste Bedienorgan (9) bildet eine Anzeige der Einrastsicherung (7) und signalisiert dem Bediener sicher und unmissverständlich die Einnahme der korrekten Einrastposition der Anhängerkupplung (5) auf dem Kugelkopf (6). Hierbei erlaubt die Sperreinrichtung (23) dem Bedienorgan (9) nur dann die Einnahme der in 5 gezeigten Schließstellung (12), wenn die vorerwähnte korrekte Einrastposition gegeben ist. Anderenfalls verhindert sie eine Bewegung des Bedienorgans (9) in diese Schließstellung (12). Bei fehlerhafter Kupplungsbedienung, wenn z.B. die Anhängerkupplung (5) nur lose auf den Kugelkopf (6) aufgesetzt ist und dieser nicht in der gewünschten Weise in die Aufnahmeöffnung (18) eintaucht, sperrt die Einrastsicherung (7) die besagte Schließstellung (12). Wenn das Bedienorgan (9) sich beim Ankuppeln nicht in die gewohnte Schließstellung (12) bewegen lässt, signalisiert dies dem Bediener eindeutig eine Fehlfunktion beim Ankuppeln. Diese Funktion des Bedienorgans (9) kann in beiden Ausführungsvarianten als Kupplungshebel (9') und als Spannhebel (9'') gegeben sein.

In den gezeigten und bevorzugten Ausführungsformen hat die Sperreinrichtung (23) noch eine Zusatzwirkung. Sie blockiert nämlich das Bedienorgan (9), insbesondere den Kupplungshebel (9'), bei Nichteinnahme der Einrastposition. Dies ist der Fall bei einer offenen Anhängerkupplung (5) und bei einem nicht vorhandenen oder nicht genügend weit eingetauchten Kugelkopf (6) oder Kugelkopfadapter. Solange der Auslöser (24) nicht betätigt wird und die Sperreinrichtung (23) löst, blockiert diese die Schwenkbewegungen des Kupplungshebels (9'). Diese starre Hebellage ist ebenfalls für den Bediener ein unmissverständliches Signal für eine geöffnete oder nicht korrekt geschlossene Anhängerkupplung (5).

Die Sperreinrichtung (23) hat eine Rasteinrichtung (31), die im gezeigten Ausführungsbeispiel formschlüssig am Bedienorgan (9) angreift. Der Angriff kann am Kupplungshebel (9') und/oder am Spannhebel (9'') erfolgen. Dies korreliert mit dem direkten Einwirken der Sperreinrichtung (23) auf das Bedienorgan (9). Bei einem mittelbaren Einwirken kann die Rasteinrichtung (31) am Schließmechanismus (20) bzw. an der Kugelschale (19) angreifen. Mit der formschlüssigen Rasteinrichtung (31) werden beide vorgenannten Funktionen mit dem Sperren oder Freigeben der Schließstellung (12) des Bedienorgans (9) bei korrekter Einrastposition und der Blockade des Bedienorgans (9) bei Nichteinnahme der Einrastposition verwirklicht.

In der gezeigten Ausführungsform von 2 bis 8 weist die Sperreinrichtung (23) einen im wesentlichen gestreckten Schwenkhebel (25) auf, der etwa im mittleren Bereich um ein gehäusefestes Lager (27) drehbar gelagert ist und zwei beidseits abstehende Hebelarme (40, 41) aufweist. Die Kugelschale (19) kann gleichachsig um dasselbe oder ein eigenes Lager (26) schwenkbar sein, so dass beide Teile (19, 25) z.B. nebeneinander auf einem gemeinsamen Lagerbolzen sitzen. Der Schwenkhebel (25) ist seitlich neben der Kugelschale (19) angeordnet und greift an dieser vorbei. An seinem vorderen Hebelarm (40) ist der Schwenkhebel (25) mit dem Auslöser (24) versehen. Dies ist in der gezeigten Ausführungsform eine am Hebelarmende vorstehende und ggf. seitlich nach innen abgewinkelte Tastnase (28), die ggf. in ihrem Kontaktbereich an die Kontur des Kugelkopfes (6) zu dessen Schonung angepasst und entsprechend gewölbt sein kann. Die Tastnase (28) ragt in den oberen Bereich der Aufnahmeöffnung (18) und wird vom eintauchenden Kugelkopf (6) oder Kugelkopfadapter unter Drehung des Schwenkhebels (25) mitgenommen. Sie befindet sich bei geöffneter Anhängerkupplung (5) oberhalb des Kugelmittelpunktes. 4 zeigt diese Anordnung. Das Kupplungsgehäuse (8) besitzt im Bereich der Aufnahmeöffnung (18) einen Freiraum für die Aufnahme der Tastnase (28) in der Einrastposition. 5 deutet diese Anordnung an.

Der Schwenkhebel (25) weist ein Rückstellorgan (34) auf, welches den Schwenkhebel (25) und die Tastnase (28) in die in 4 gezeigte Öffnungsstellung drängt. Das Rückstellorgan (34) ist vorzugsweise als Feder ausgebildet. Die Feder (34) kann gehäusefest abgestützt sein. In der Ausführungsform von 2 bis 8 ist sie mit dem Bedienorgan (9) verbunden.

Die vorerwähnte Rasteinrichtung (31) besteht aus einer Rastöffnung (32) und einem hier formschlüssig eingreifenden Raststift (33). In der Ausführungsform von 2 bis 8 ist die Rastöffnung (32) endseitig am hinteren Hebelarm (41) des Schwenkhebels (25) angeordnet, wobei sich der Raststift (33) am Kupplungshebel (9') und dessen unteren Hebelfortsatz (15) befindet. Die Anordnung kann auch umgekehrt sein.

4 zeigt die Öffnungsstellung (11) der Anhängerkupplung (5) und des Kupplungshebels (9'). In dieser Öffnungsstellung ist die Rasteinrichtung (31) geschlossen, wobei der Raststift (33) in der Rastöffnung (32) gehalten und abgestützt ist. Der Schwenkhebel (25) und der Kupplungshebel (9') drehen sich um verschiedene distanzierte Achsen (13, 27). In der gezeigten Öffnungsstellung (11) blockieren sie sich über die Rasteinrichtung (31) gegenseitig. Der Schwenkhebel (25) nimmt eine Stützstellung ein, in der er mit seiner Rastöffnung (32) tangential zur Bewegungskurve des Raststifts (33) um das Hebellager (13) ausgerichtet ist und die einwirkende Hebelkraft im Schwenklager (27) drehsteif abstützt. Der Rasteingriff wird durch die Feder (34) unterstützt, die mit dem einen Ende am hebelfesten Raststift (33) und mit dem anderen Ende an einem seitlichen Fortsatz des Hebelarms (41) und einem Federanschluss (35) eingehängt ist. Dies ist die vorerwähnte Blockadestellung des Bedienhebels (9) bei nicht eingenommener Einrastposition.

Beim Ankuppeln taucht der Kugelkopf (6) in die ebenfalls kugelförmige Aufnahmeöffnung (18) ein und betätigt gegen Ende der Eintauchbewegung den Auslöser (24) bzw. die Tastnase (28). Durch diesen Kugelkopfkontakt wird der Schwenkhebel (24) in der gezeigten Ausführungsform von 4 und 5 im Uhrzeigersinn gedreht, wodurch die Rasteinrichtung (31) gegen die Kraft der Feder (34) geöffnet wird und der Raststift (33) freikommt. Hierdurch wird der Kupplungshebel (9') freigegeben und kann in die Schließstellung (12) geschwenkt werden. Diese Schwenkbewegung wird einerseits durch die am Kupplungsgehäuse (8) abgestützte Feder (14) und andererseits durch die am Schwenkhebel (25) angreifende Feder (34) unterstützt. Hierdurch ist zum Schließen der Anhängerkupplung (5) nur eine geringe Handkraft erforderlich. Wenn die Anhängerkupplung (5) auf den Kugelkopf (6) richtig aufgesetzt wird, schließt sie sich beim Absenken von selbst und spannt den Kugelkopf (6) ein.

Zum Abkuppeln wird die ggf. vorhandene Verriegelung (17) gelöst und der Kupplungshebel (9') in die Öffnungsstellung (11) geschwenkt. Sobald die Anhängerkupplung (5) vom Kugelkopf (6) abgehoben wird, kehrt der Schwenkhebel (25) unter Einwirkung der Feder (34) in die in 4 gezeigte Öffnungsstellung zurück, wobei automatisch die Rasteinrichtung (31) wieder geschlossen wird. Der Schwenkhebel (25) kann an der Oberseite des hinteren Hebelarms (41) eine Anlenkkurve (29) mit einem endseitigen Höcker (30) aufweisen, an der ggf. der Raststift (33) bei der Hebelbewegung entlang bewegt wird. Unter Wirkung der Feder (34) schnappt am Ende der Raststift (33) automatisch in die Rastöffnung (32). Im Kupplungsgehäuse (18) können Endanschläge (nicht dargestellt) für die ein- oder beidseitige Begrenzung der Schwenkbewegungen des Schwenkhebels (25) vorhanden sein.

4 und 5 zeigen die erwähnten Betriebsstellungen der Anhängerkupplung (5) und der Einrastsicherung (7) in den Öffnungs- und Schließstellungen (11, 12). Die beschriebenen Funktionen können auch in Verbindung mit einer Wegfahrsicherung genutzt werden, welche das unbefugte Ankuppeln und Wegfahren des Fahrzeuganhängers (1) verhindert. Für solche Fälle wird ein Kugelkopfadapter in die Aufnahmeöffnung (18) eingesetzt. Der Kugelkopfadapter (nicht dargestellt) ist ähnlich wie der Kugelkopf (6) ausgebildet und besteht aus einem Kugelteil und einem Griff. Beim Einführen des Kugelkopfadapters wird der Auslöser (24) in der vorbeschriebenen Weise betätigt, wodurch die Sperreinrichtung (23) und die Einrastsicherung (7) entriegelt werden und ein Zuspannen der Anhängerkupplung (5) am Kugelkopfadapter erlauben.

Zur Sicherung der Schließstellung (12) kann an der Anhängerkupplung (5) ein Schloss (21) angebracht werden. Dies kann ein in 7 und 8 dargestelltes Steckschloss sein, welches in eine entsprechende seitliche Aufnahme am Kupplungsgehäuse (8) lösbar oder fest eingesteckt und montiert werden kann. Das Schloss (21) besitzt einen Riegel (22), der bei Schlossbetätigung ausgefahren oder ausgeschwenkt wird und in eine Öffnung am Bedienorgan (9), insbesondere am Hebelfortsatz (15) des Kupplungshebels (9') formschlüssig eingreift und die Schwenkbewegung des Bedienorgans (9) sperrt. Das Schloss (21) kann mit einem Schlüssel betätigt werden. Alternativ ist ein Zahlenschloss oder dergl. möglich.

Die Anhängerkupplung (5) kann eine Verschleißanzeige (16) aufweisen. Dies ist z.B. eine seitlich am Kupplungshebel (9') angebrachte Skala, die je nach Schwenkstellung vom Rand des Kupplungsgehäuses (8) mehr oder weniger weit bedeckt ist. Je größer der Abrieb und Verschleiß an der Kontaktfläche der Kugelschale (19) oder auch der Aufnahmeöffnung (18) ist, desto weiter kann der Kupplungshebel (9') in die Schließstellung (12) nach unten geschwenkt werden. Dieser vergrößerte Schwenkweg wird über die Verschleißanzeige (16) signalisiert.

3 verdeutlicht eine Zwischenstellung der Anhängerkupplung (5) und der Einrastsicherung (7) im Auslieferungszustand und vor der ersten Ingebrauchnahme. In diesem Fall ist die Rasteinrichtung (31) geöffnet, wobei der Schwenkhebel (25) und seine Tastnase (28) sich in der Öffnungsstellung befinden. Der Raststift (33) liegt an der Oberseite und der dortigen Anlenkkurve (29) des Schwenkhebels (25) an. Der Raststift (33) und der Federanschluss (35) befinden sich hierbei in einer im wesentlichen vertikalen Lage übereinander, so dass die Feder (34) den Kontakt des Raststifts (33) an der Anlenkkurve (29) sichert. Der Kupplungshebel (9') nimmt die abgeschwenkte Schließstellung (12) ein und wird in dieser Lage durch die Federn (14, 34) gehalten. Für die erste Ingebrauchnahme der Anhängerkupplung (5) wird der Kupplungshebel (9') in die in 4 gezeigte Öffnungsstellung (11) geschwenkt, wodurch der an der Anlenkkurve (29) und dem Höcker (30) entlanggleitende Taststift (33) automatisch in die Rastöffnung (32) schnappt und die Rasteinrichtung (31) die gezeigte Schließstellung einnimmt. Die Anhängerkupplung (5) und die Einrastsicherung (7) sind nun fertig für den vorerwähnten Betrieb.

9 bis 13 zeigen Varianten der Einrastsicherung (7) und der Anhängerkupplung (5). Die Teile der Sperreinrichtung (23) sind der besseren Übersichtlichkeit wegen schraffiert dargestellt.

9 zeigt eine erste Variante der Anhängerkupplung (5) und der Einrastsicherung (7) in Öffnungsstellung (11). 10 zeigt hierzu die Schließstellung (12). Die Sperreinrichtung (23) hat auch hier einen gleichachsig mit der Kugelschale (19) schwenkbar gelagerten (26, 27) Schwenkhebel (25), der am vorderen Hebelarm (40) den Auslöser (24) bzw. eine Tastnase (28) der vorbeschriebenen Art trägt. Am gestreckten hinteren Hebelarm (41) befindet sich am stirnseitigen Ende eine Rastöffnung (32). Das Rückstellorgan (34) ist als Torsionsfeder auf dem Schwenklager (27) ausgebildet. Der Raststift (33) wird in dieser Ausführungsform von einem Schiebebolzen (36) gebildet. In der Öffnungsstellung (11) ist die Rasteinrichtung (31) im formschlüssig sperrenden Eingriff, wobei der Schiebebolzen (36) in die Rastöffnung (32) greift.

Die Kugelschale (19) besitzt bei dieser Ausführung einen rückseitig vorspringenden Fortsatz (39), der mit dem Schiebebolzen (36) bzw. dem Raststift (33) zusammenwirkt. Der Schiebebolzen (36) ist über eine Führung (38), z.B. beidseitig horizontale Führungsschlitze, im Gehäuse (8) beweglich geführt. Der Schiebebolzen (36) durchsetzt den Hebelfortsatz (15) des Kupplungshebels (9'), welcher hierfür eine schräge Langlochführung (37) zum Ausgleich des Bolzenhöhenversatzes bei der Schwenkbewegung um die Hebelachse (13) aufweist.

Die Schwenkbewegung des Kupplungshebels (9') wird über den Schiebebolzen (36) auf die Kugelschale (19) geleitet. Der Fortsatz (39) besitzt zu diesem Zweck eine schräge Stirnseite, die am Schiebebolzen (36) in Öffnungsstellung (11) anliegt und bei einer Schließbewegung des Kupplungshebels (9') am Schiebebolzen (36) unter Drehung der Kugelschale (19) entlang gleitet. In der Schließstellung (12) gemäß 10 befindet sich der Schiebebolzen (36) über dem Fortsatz (39) und verhindert durch den formschlüssigen Angriff ein Öffnen und Zurückdrehen der Kugelschale (19) um das Lager (26).

In der Öffnungsstellung (11) blockiert die Sperreinrichtung (23) die Schließbewegung des Kupplungshebels (9'), wobei der tangential zur Hebelbewegung angreifende hintere Hebelarm (41) über die formschlüssig geschlossene Rasteinrichtung (31) eine Abstützung bewirkt. Erst wenn der Kugelkopf korrekt in die Aufnahmeöffnung (18) eintaucht und die Tastnase (28) unter Hebeldrehung mitnimmt, wird die Rasteinrichtung (31) geöffnet und der Kupplungshebel (9') kann unter Mitnahme des Schiebebolzens (36) in die Schließstellung (12) geschwenkt werden. Beim Öffnen der Anhängerkupplung (5) wird der Schwenkhebel (25) unter Einwirkung der Feder (34) wieder in die Rasteingriffsstellung zurückgedreht.

Bei dieser Ausführungsform wirkt die Sperreinrichtung (23) auf die Schließmechanik (20), welche im beschriebenen Ausführungsbeispiel von der Kupplungsschale (19) und dem Schiebebolzen (36) gebildet wird.

Im Ausführungsbeispiel von 9 und 10 ist außerdem eine Ergänzung der Einrastsicherung (7) mit einer Einrastanzeige (45) dargestellt. Am Gehäuse (8) ist im Bereich der Aufnahmeöffnung (18) mindestens ein Reibbolzen (44) angeordnet, der durch die Gehäusewandung und einen Aufsatz nach außen ragt und der in Radialrichtung zum Zentrum der kugelförmigen Aufnahmeöffnung (18) gegen Federkraft beweglich gelagert ist. Wenn der Kugelkopf korrekt eintaucht, schiebt er den Reibbolzen (44) nach außen, der dadurch aus dem Gehäuse (8) bzw. dem Aufsatz herausragt und durch diese Stellung, ggf. mit Unterstützung einer Signalfarbe, ebenfalls die korrekte Einraststellung signalisiert. Die Ausgestaltung dieser Einrastanzeige bzw. des Anzeigestifts kann ähnlich wie in der DE 94 12 514 U1 ausgebildet sein.

11 und 12 zeigen eine weitere Variante der Einrastsicherung (7), wobei der Schließmechanismus (20) der gleiche ist wie im vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel von 9 und 10. In der Variante von 11 und 12 wirkt der Sperrhebel (25) über eine Rasteinrichtung (31) mit der Kugelschale (19) zusammen und hat damit eine mittelbare Wirkung auf den Kupplungshebel (9'). Der Schwenkhebel (25) besteht hier aus einem einteiligen abgewinkelten Hebelarm (42), der am rückseitigen Ende um ein gestellfestes Lager (27) schwenkbar gelagert ist und der am vorderen Ende den Auslöser (24) bzw. eine Tastnase (28) trägt. Der Schwenkhebel (25) kann achsgleich mit dem Kupplungshebel (9') auf einem gemeinsamen Lager (13, 27) angeordnet sein.

Der Hebelarm (42) untergreift das Lager (26) der Kugelschale (19) mit Abstand und Bewegungsspielraum. Der Schwenkhebel (25) hat am unteren Rand eine Rastöffnung (32), die mit einem Raststift (33) zusammenwirkt, der bei dieser Ausführungsform an der Kugelschale (19) und vorzugsweise an deren Fortsatz (39) angeordnet ist. Der in der Öffnungsstellung (11) der Anhängerkupplung (5) bestehende Rasteingriff verhindert eine Schwenkbewegung der Kupplungsschale (19). Diese Blockade wirkt auf den Kupplungshebel (9') über die Schließmechanik (20) und den Schiebebolzen (36) zurück. In korrekter Einraststellung gemäß 12 drückt der Kugelkopf (6) den Auslöser (24) nach oben, wobei der Schwenkhebel (25) in der Bilddarstellung in Uhrzeigerrichtung nach oben schwenkt und den Raststift (33) freigibt. Die Schließmechanik (20) kann dann in der vorbeschriebenen Weise funktionieren. 12 zeigt die Schließstellung (12) des Kupplungshebels (9'). Beim erneuten Öffnen der Anhängerkupplung (5) wird der Schwenkhebel (25) durch ein nicht dargestelltes Rückhalteorgan zurückgedreht und die Rasteinrichtung (31) wieder geschlossen.

13 und 14 verdeutlichen eine Variante der Anhängerkupplung (5) und der Einrastsicherung (7), wie sie auch in 1 angedeutet ist. Die Anhängerkupplung (5) kann in diesem Fall eine zusätzliche Reibkupplung (43) mit dem zugehörigen Spannhebel (9'') aufweisen. Die Kupplungsgestaltung kann entsprechend der EP 0 687 583 B1 sein. Mit dem ein- oder zweiarmigen Spannhebel (9'') wird die Reibkupplung (43) mit den seitlichen Reibstößeln mit einer Drehung um die durch den Kugelkopfmittelpunkt verlaufende Querachse geöffnet und geschlossen. Die Reibstößel (nicht dargestellt) werden hierbei seitlich zugestellt und an den Kugelkopf angedrückt. Mit dem Kupplungshebel (9') wird der Schließmechanismus (20) betätigt und die Anhängerkupplung (5) geöffnet und geschlossen. 13 zeigt die Öffnungsstellung mit dem abgebrochen dargestellten Spannhebel (9''). In der in 14 gezeigten Schließstellung kann der Spannhebel (9'') den Kupplungshebel (9') formschlüssig übergreifen und mit einer Querstange oder dergleichen in der gezeigten Schließstellung (12) festhalten.

Bei der in 13 und 14 gezeigten Ausführungsform gibt es verschiedene Möglichkeiten für die Ausgestaltung und Funktion der Sperreinrichtung (23). In der gezeigten Variante wirkt der zweiarmige Schwenkhebel (25) auf den Schließmechanismus (20) ein. Letzterer kann z.B. eine mit dem Kupplungshebel (9') verbundene Klinke (46) aufweisen, die um ein eigenes gestellfestes Lager (47) schwenkbar ist. Die Klinke (46) wirkt bei einer Drehbewegung ihrerseits auf die Kugelschale (19) ein und dreht diese zwischen einer Öffnungs- und einer Schließstellung. Die Rasteinrichtung (31) besteht in dieser Variante aus einer am Ende des zweiten Hebelarms (41) angeordneten tiefen Rastöffnung (32), welche den an der Klinke (46) befindlichen Raststift (33) in der Öffnungsstellung (11) der Anhängerkupplung (5) formschlüssig und spielarm untergreift und blockiert. Die Zapfen bzw. Stifte (27, 33, 47) liegen dabei in einer Linie. Die Klinke (46) und der Schwenkhebel (25) drehen entgegengesetzt, so dass bei einer versuchten Klinkendrehung in die Schließstellung der Raststift (33) sich in der tiefen Rastöffnung (32) und an der vorspringenden Nase am Ende des hinteren Hebelarms (41) fängt. Hierdurch ist auch der Kupplungshebel (9') mittelbar beaufschlagt und blockiert. In der korrekten Einrastposition gemäß 14 dreht der Kugelkopf den Schwenkhebel (25), wodurch die Rasteinrichtung (31) geöffnet wird und die Klinke (46) unter Schließwirkung auf die Kugelschale (19) abgeschwenkt werden kann. Über ein nicht dargestelltes Rückhalteorgan wird beim Öffnen der Anhängerkupplung (5) der Schwenkhebel (25) wieder in den Rasteingriff gebracht.

In einer alternativen Ausführungsform kann die Sperreinrichtung (23) auch auf den Spannhebel (9'') einwirken und diesem die Einnahme der Schließstellung erst bei korrekter Einrastposition des Kugelkopfes (6) in der Aufnahmeöffnung (18) erlauben. In diesem Fall wirkt der Spannhebel (9'') als Einrastanzeige.

Abwandlungen der gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind in verschiedener Weise möglich. Dies betrifft einerseits die Ausgestaltung der Sperreinrichtung (23) und ihres Auslösers (24). Anstelle des Schwenkhebels (25) kann ein anderes Übertragungsorgan, z.B. ein verschiebbar gelagerter Stößel oder dergl., für die Sperreinrichtung (23) verwendet werden. Die vorbeschriebene Blockadefunktion bei Nichteinnahme der korrekten Einrastposition ist entbehrlich. In diesem Fall kann die Rasteinrichtung (31) entfallen oder anders ausgebildet sein. Die Sperreinrichtung (23) ist dann so ausgebildet, dass sie Bewegungen des Bedienorgans (9) um die Öffnungsstellung (11) herum ermöglicht, wobei sie die Einnahme der Schließstellung (12) aber so lange sperrt, bis über den Auslöser (24) eine Entriegelung erfolgt.

Ferner können der Schließmechanismus (20) und die Kugelschale (19) konstruktiv abgewandelt werden. Anstelle der schwenkbaren Kugelschale (19) kann ein anderes Klemm- oder Spannorgan Verwendung finden, welches ggf. eine lineare Bewegung ausführt. Zudem können mehrere solcher Organe vorhanden sein. Die Anhängerkupplung (5) kann im weiteren zusätzliche Reibbremsen zum Dämpfen von Schlingerbewegungen des Fahrzeuganhängers (1) aufweisen. Außerdem kann das Schloss (21) statt am Bedienorgan (9) an der Kugelschale (19) oder am Schließmechanismus (20) oder auch an der Sperreinrichtung (23), speziell am Schwenkhebel (25), angreifen. Das Bedienorgan (9) kann statt als Schwenkhebel als Zuggriff, als Schubeinrichtung oder dergl. ausgestaltet sein. Die Ausführungsformen sind beliebig wählbar, wobei die konstruktive Ausbildung und Anordnung der Einrastsicherung (7) und ihrer Sperreinrichtung (23) sowie deren Komponenten entsprechend angepasst sind. Die Anhängerkupplung (5) mit dem Bedienorgan (9) und der Kupplungsmechanik können auch z.B. entsprechend der EP 0 695 654 B1 ausgebildet sein.

1
Fahrzeuganhänger
2
Fahrgestell
3
Deichsel
4
Auflaufbremse
5
Anhängerkupplung
6
Zugkopf, Kugelkopf
7
Einrastsicherung
8
Kupplungsgehäuse
9
Bedienorgan, Bedienhebel
9'
Kupplungshebel
9''
Spannhebel
10
Griffteil
11
Öffnungsstellung
12
Schließstellung
13
Hebellager, Hebelachse
14
Feder
15
Hebelfortsatz
16
Verschleißanzeige
17
Verriegelung
18
Aufnahmeöffnung, Kugelaufnahme
19
Kugelschale
20
Schließmechanismus
21
Schloss
22
Riegel
23
Sperreinrichtung
24
Auslöser
25
Schwenkhebel
26
Lager Kugelschale, Achse
27
Lager Schwenkhebel, Achse
28
Tastnase
29
Anlenkkurve
30
Höcker, Anstieg
31
Rasteinrichtung
32
Rastöffnung
33
Raststift
34
Rückstellorgan, Feder
35
Federanschluss
36
Schiebebolzen
37
Langlochführung
38
Führung, Führungsschlitz
39
Fortsatz
40
Hebelarm
41
Hebelarm
42
Hebelarm
43
Reibkupplung
44
Reibbolzen
45
Anzeige
46
Klinke
47
Lager


Anspruch[de]
Anhängerkupplung für Fahrzeuganhänger (1), wobei die Anhängerkupplung (5) ein Kupplungsgehäuse (8) mit einer Aufnahmeöffnung (18) für einen Kugelkopf (6), mindestens ein zwischen einer Öffnungs- und einer Schließstellung (11, 12) bewegliches Bedienorgan (9), mindestens ein vom Bedienorgan (9) über einen Schließmechanismus (20) betätigbares Spann- und Klemmorgan für den Kugelkopf (6) und eine Einrichtung für die korrekte Einrastposition der Anhängerkupplung (5) auf dem Kugelkopf (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Anhängerkupplung (1) eine Einrastsicherung (7) hat, die eine auf das Bedienorgan (9) mittelbar oder unmittelbar einwirkende Sperreinrichtung (23) mit einem in oder an der Aufnahmeöffnung (18) angeordneten und vom Kugelkopf (6) bei korrekter Einrastposition der Anhängerkupplung (5) betätigbaren Auslöser (24) aufweist. Anhängerkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienorgan (9) als von der Sperreinrichtung (23) betätigbare Anzeige der Einrastsicherung (7) ausgebildet ist, wobei die Sperreinrichtung (23) in Abhängigkeit von der Einrastposition die Schließstellung (12) des Bedienorgans (9) sperrt oder freigibt. Anhängerkupplung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung (23) das Bedienorgan (9) bei Nichteinnahme der Einrastposition blockiert. Anhängerkupplung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung (23) eine formschlüssig am Bedienorgan (9) und/oder am Schließmechanismus (20) angreifende Rasteinrichtung (31) aufweist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung (23) einen Schwenkhebel (25) mit einer in die Aufnahmeöffnung (18) ragenden Tastnase (28) und mit der Rasteinrichtung (31) aufweist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tastnase (28) in den oberen Bereich der Aufnahmeöffnung (18) ragt. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tastnase (28) im Kontaktbereich an die Kontur des Kugelkopfs (6) angepasst ist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungsgehäuse (8) an der Aufnahmeöffnung (18) einen Freiraum für die Tastnase (28) in Einrastposition aufweist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkhebel (25) um ein stationäres Lager (26) im Kupplungsgehäuse (8) schwenkbar gelagert ist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung (23) ein Rückstellorgan (34) aufweist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellorgan (34) als Feder ausgebildet ist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellorgan (34) mit dem Schwenkhebel (25) verbunden ist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellorgan (34) mit dem Bedienorgan (9) verbunden ist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkhebel (25) seitlich neben und vorzugsweise gleichachsig mit einem Spann- und Klemmorgan des Schließmechanismus (20) angeordnet ist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasteinrichtung (31) eine Rastöffnung (32) am Schwenkhebel (25) und einen Raststift (33) am Bedienorgan (9) aufweist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastöffnung (32) am rückwärtigen Hebelende angeordnet ist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkhebel (25) für den Raststift (33) an einer Seite eine Anlenkkurve (29) mit einem Höcker (30) vor der Rastöffnung (32) aufweist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellorgan (34) mit dem Raststift (33) des Bedienorgans (9) verbunden ist. Anhängerkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasteinrichtung (31) eine Rastöffnung (32) am Schwenkhebel (25) und einen Raststift (33) an der Schließmechanik (20) aufweist. Anhängerkupplung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließmechanik (20) einen im Kupplungsgehäuse (8) beweglich geführten (38) und mit dem Bedienorgan (9) verbundenen Schiebebolzen (36) aufweist, welcher den Raststift (33) bildet. Anhängerkupplung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließmechanik (20) eine im Kupplungsgehäuse (8) beweglich gelagerte (47) und mit dem Bedienorgan (9) verbundene Klinke (46) aufweist, an welcher der Raststift (33) angeordnet ist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienorgan (9) als ein schwenkbar im Kupplungsgehäuse (8) gelagerter (13) Bedienhebel ausgebildet ist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienorgan (9) eine bei der Bedienung zu betätigende Verriegelung (17) aufweist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienorgan (9) eine Verschleißanzeige (16) aufweist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienorgan (9) als ein auf den Schließmechanismus (20) einwirkender Kupplungshebel (9') ausgebildet ist. Anhängerkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienorgan (9) als ein auf eine Reibkupplung (43) einwirkender Spannhebel (9'') ausgebildet ist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anhängerkupplung (5) ein Schloss (21) mit einem an der Sperreinrichtung (23), am Schließmechanismus (20) oder am Bedienorgan (9) angreifenden Riegel (22) aufweist. Anhängerkupplung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Schloss (21) an der Seitenwand des Kupplungsgehäuses (8) angeordnet ist. Anhängerkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Spann- und Klemmorgan beweglich im Kupplungsgehäuse (8) gelagert ist. Anhängerkupplung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass das Spann- und Klemmorgan als Kugelschale (19) ausgebildet ist. Anhängerkupplung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugelschale (19) um ein Lager (26) schwenkbar im Kupplungsgehäuse (8) gelagert ist.






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