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Dokumentenidentifikation DE202005014685U1 21.12.2006
Titel Tastatursystem zur Dateneingabe
Anmelder Yerli, Avni, 96450 Coburg, DE;
Yerli, Faruk, 96450 Coburg, DE;
Yerli, Cevat, 96450 Coburg, DE
Vertreter Patentanwälte Kewitz & Kollegen Partnerschaft, 60325 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 202005014685
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.12.2006
Registration date 16.11.2006
Application date from patent application 16.09.2005
IPC-Hauptklasse G06F 3/02(2006.01)A, F, I, 20061009, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41J 5/00(2006.01)A, L, I, 20061009, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Tastaturen zur Dateneingabe in Computer, Notebook-PCs und dergleichen und betrifft insbesondere ein Tastatursystem, das einfach und rasch für zwei- oder mehrsprachige Applikationen angepasst werden kann.

Verursacht durch zunehmend internationale Handelsbeziehungen, aber auch durch die Anorderungen einer modernen multikulturellen Gesellschaft besteht zunehmend ein Bedürfnis nach einer einfachen und zuverlässigen Eingabe von alphanumerischen Zeichen in Datenverarbeitungsgeräte, die wahlweise in einer von mehreren unterschiedlichen Sprachen erfolgen kann. Während die Tastaturbelegung in den westlichen Ländern durch die übliche AZERTY-Tastaturbelegung gekennzeichnet ist, unterscheidet sich die Tastaturbelegung anderer Länder bzw. Sprachräume teilweise erheblich. Um dieses Problem mit einer Standardtastatur zu lösen, ist eine Zweifachbelegung oder gar Mehrfachbelegung der Tasten in eindeutiger Weise in Entsprechung zu einer länderspezifischen Tastaturbelegung bekannt.

So offenbart das US-Patent 5,387,042 ein mehrsprachiges Tastatursystem mit einer kundenspezifischen Tastatureinheit, um die Tastatureingabe in mehreren Sprachen mittels einer einzigen Tastatur zu ermöglichen. Die Tastatur umfasst eine Mehrzahl von Tasten, denen in einer ersten Sprache eine eineindeutige Tastenbelegung zugeordnet ist. Die Sprache der Tastatur kann mittels einer Zweistellungstaste (Toggle), die in der Reihe der Spezialfunktionstasten am oberen Rand der Tastatur vorgesehen ist, hin- und her geschaltet werden. Somit ist die umfasst von zumindest einer der Tasten von der ersten Sprache in zumindest eine andere Sprache änderbar, und zwar durch Betätigen der Feststelltaste. Eine Software bzw. ein Tastaturcontroller übersetzt den Tastaturcode (Scancode) der Tastatur in Entsprechung zu der durch die Stellung des Zweistellungsschalters festgelegten Tastaturtabelle (Keymap) in ein Zeichen oder ein Sprachsymbol in der jeweils ausgewählten Sprache.

Eine solche Zweistellungstaste, die relativ versteckt in die Tastatur integriert ist, nämlich innerhalb der Reihe der allgemeinen Spezialfunktionstasten angeordnet ist, kann relativ leicht versehentlich betätigt werden, was zu einer unerwünschten Dateneingabe führt und einen aufwendigen Korrekturvorgang nach sich zieht.

Alternativ kann eine Tastaturbelegung auch mittels Software umgeschaltet werden. So hat bereits das MS-DOS Betriebssystem Befehle enthalten, um die Tastaturbelegung zu ändern. Allerdings konnte die Tastaturbelegung in einer anderen Sprache in aller Regel nicht auf den Tasten der Tastatur dargestellt werden, was leicht zu Verwechslungen und Datenfehleingaben geführt hat. Entsprechende Funktionen zur Änderung der Sprache finden sich auch in modernen Betriebssystemen, wie bei Windows-XP, mit denselben Beschränkungen, wie vorstehend ausgeführt. Die Umstellung der Sprache bzw. Tastaturbelegung durch Betriebssystembefehle eignet sich nicht für das schnelle Wechseln zwischen unterschiedlichen Sprachen, beispielsweise wenn in einem einzigen Satz Worte in einer ersten und in einer zweiten, anderen Sprache geschrieben werden sollen, wie dies beispielsweise in internationaler Handelskorrespondenz durchaus üblich ist.

Gerade asiatische Sprachen zeichnen sich durch komplexe Sprachsymbole aus, die mittels normaler Computertastaturen mühsam aufgebaut werden müssen. Dies erfordert mehrere Eingabevorgänge zum „Aufbauen" eines Schriftzeichens, beispielsweise eines japanischen Kanji-Symbols. Der Wechsel zwischen einer Dateneingabe nach westlichem Tastaturbelegungsschema und Aufbau eines fernöstlichen Schriftzeichens kann dabei durch einen Betriebssystembefehl oder durch eine Feststelltaste, die auf der Tastatur vorgesehen ist, bewerkstelligt werden.

US-Patent 6,014,616 offenbart ein Verfahren zum Anzeigen der zur Erzeugung eines Schriftzeichens verwendeten Sprache durch ein Betriebssystem. Im Gegensatz dazu betrifft die vorliegende Erfindung jedoch den Wechsel zwischen verschiedenen Tastaturbelegungen mit jeweils eineindeutiger Zuordnung von Taste und zu erzeugendem Schriftzeichen.

Somit ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Tastatur bzw. ein Tastatursystem für Dateneingabegeräte, wie beispielsweise Computer, bereitzustellen, womit sich ein Wechsel zwischen Tastaturbelegungen, in unterschiedlichen Sprachen rasch und zuverlässig bewerkstelligen lässt. Insbesondere sollen gemäß der vorliegenden Erfindung Fehleingaben aufgrund einer versehentlichen Betätigung eines Sprachänderungsmittels, beispielsweise einer Zweistellungstaste, gemäß dem Stand der Technik, weitestgehend ausgeschlossen werden. Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung soll ferner ein Dateneingabegerät mit einer solchen Tastatur bereitgestellt werden, beispielsweise in Gestalt eines PCs, Notebook-PCs, oder dergleichen.

Diese und weitere Aufgaben werden gemäß der vorliegenden Erfindung durch ein Tastatursystem mit dem Merkmal nach Anspruch 1 sowie durch ein Dateneingabegerät nach Anspruch 22 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der rückbezogenen Unteransprüche.

Somit geht die vorliegende Erfindung aus von einem Tastatursystem mit einer Mehrzahl von Tasten, denen jeweils eine eineindeutige Tastenbelegung zugeordnet ist, dabei ist die Tastenbelegung von zumindest einer der Tasten von einer ersten Sprache in zumindest eine andere Sprache änderbar. Erfindungsgemäß ist der Tastatur ein Sprachänderungsschalter zum Ändern der Tastenbelegung zugeordnet.

Anders als bei einer Zweistellungstaste gemäß dem Stand der Technik, also einer im Wesentlichen noch normal ausgebildeten Taste einer Tastatur, handelt es sich bei dem Sprachänderungsschalter im Sinne der vorliegenden Erfindung um einen mechanischen bzw. elektromechanischen Schalter, der an gesonderter Stelle auf der Tastatur oder dem Dateneingabegerät vorgesehen ist, also an einer anderen Stelle als dem Stellen der normalen Tasten der Tastatur, insbesondere der alphanumerischen Dateineingabetasten. Dabei wird die Tastenbelegung durch manuelles Umschalten des Sprachänderungsschalters bewerkstelligt, insbesondere durch aktives Niederdrücken oder Kippen des Schalters. Vorteilhaft ist, dass so Dateneingabefehler minimiert werden können, da der Wechsel der Sprache stets einen aktiven Vorgang erfordert, beispielsweise ein Niederdrücken oder Kippen des Schalters von Hand.

Alternativ kann der Sprachänderungsschalter auch manuell verschiebbar sein, in zwei oder mehr unterschiedliche Stellungen. In diesen Stellungen kann durch eine zusätzliche Verrastung der Stellung auch eine weitere mechanische Rückkopplung für den Nutzer zur Verfügung gestellt werden, um eine versehentliche Betätigung des Sprachänderungsschalters auszuschließen.

Zum raschen Wechsel zwischen zwei unterschiedlichen Sprachen genügt erfindungsgemäß grundsätzlich ein sogenannter Zweistellungsschalter (Toggle), also ein einfacher Umschalter mit zwei unterschiedlichen Stellungen. Grundsätzlich kann erfindungsgemäß jedoch auch ein Mehrstellungsschalter zum Vorgeben von mehreren unterschiedlichen Stellungen vorgesehen sein, sodass mit einer einzigen Tastatur auch mehr als zwei unterschiedliche Tastatursprachen realisiert werden können.

Um ein versehentliches Umschalten noch zuverlässiger zu verhindern, ist der Sprachänderungsschalter gemäß einer weiteren Ausführungsform in einer Vertiefung eines Gehäuses versenkt angeordnet, beispielsweise in einem Tastaturgehäuse oder im Falle eines Notebook-PCs im Gehäuse desselben. Durch die versenkte Anordnung im Zusammenspiel mit dem Erfühlen der Stellung des Sprachänderungsschalters wird so für den Nutzer eine sensitive Rückkopplung geschaffen, die zu einem gewissen Gewöhnungseffekt führt.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Sprachänderungsschalter so in der Vertiefung versenkt angeordnet, dass ein oberes Ende desselben sich nicht über die von dem Gehäuse, beispielsweise dem Tastaturgehäuse oder Notebook-PC-Gehäuse, aufgespannten Ebene hinausragt. Bevorzugt befindet sich das obere Ende des Sprachänderungsschalters unterhalb der vorgenannten Ebene. Ein Nutzer muss somit zum Umschalten der Sprache in diese Vertiefung eindringen und den Sprachänderungsschalter betätigen.

Zweckmäßig ist die vorgenannte Vertiefung in ihren Abmessungen so ausgelegt, dass eine normale Fingerspitze den Sprachänderungsschalter gerade noch betätigen kann, insbesondere beim Einführen des Fingers unter einem bestimmten Winkel, beispielsweise im Bereich zwischen etwa 30° und 60°. Beim flachen Auflegen einer Hand oder eines Fingers kann somit der Sprachänderungsschalter nicht versehentlich bedient werden.

Um die Wahrscheinlichkeit einer Fehlbedienung des Sprachänderungsschalters noch weiter zu minimieren, ist der Sprachänderungsschalter gemäß einer weiteren Ausführungsform außerhalb eines Haupteingabebereichs der Tastatur vorgesehen, insbesondere außerhalb des Bereichs einer alphanumerischen Tastatur und/oder eines gesonderten Zahlenblocks, der üblicherweise rechts neben einer alphanumerischen Tastatur angeordnet ist. In diesen Bereichen befinden sich die Hände des Nutzers am häufigsten. Deshalb ist der Sprachänderungsschalter gemäß dieser Ausführungsform unter einem gewissen Mindestabstand von beispielsweise mehr als 1 cm beabstandet zu diesen Haupteingabebereichen angeordnet.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist eine Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen einer aktuell gewählten Sprache der Tastatur vorgesehen. Bevorzugt zeigt diese Anzeigeeinrichtung die aktuelle Tastenbelegung zumindest der umschaltbaren Tasten optisch an, und zwar entweder auf den Tasten selbst oder gemäß einer alternativen Ausführungsform auch unmittelbar neben den zugeordneten Tasten im Falle einer Tastatur mit Zwischenräumen zwischen benachbarten Tasten.

Grundsätzlich können zumindest die im Sinne der vorliegenden Erfindung umschaltbaren Tasten unmarkierte Tasten sein, wobei die jeweilige Tastenbelegung aktiv mittels der Anzeigeeinrichtung angezeigt wird. Eine weitere Vereinfachung ergibt sich jedoch, wenn die jeweilige Tastenbelegung in einer ersten Sprache auf die Taste aufgedruckt ist und nur in der zweiten oder in den weiteren Sprachen mittels der vorgenannten Anzeigeeinrichtung angezeigt wird, wobei der Anzeigenwechsel gekoppelt ist an die Stellung des Sprachänderungsschalters.

Als optische Anzeigeeinrichtung eignen sich insbesondere Leuchtmittel, wie beispielsweise LEDs oder OLEDs, die in die alphanumerischen Eingabetasten der Tastatur integriert sind oder zumindest für eine geeignete Ausleuchtung der zugeordneten Tasten sorgen, um die jeweilige Tastenbelegung anzuzeigen.

Gemäß einer weitere Ausführungsform ist der vorgenannte Sprachänderungsschalter selbst nicht in der Tastatur untergebracht, sondern in einer Computermaus, die der Tastatur zugeordnet ist, beispielsweise angeschlossen unmittelbar an die Tastatur oder an einen Dateneingang eines Computergehäuses. Dabei kann der Sprachänderungsschalter insbesondere am seitlichen Rand der Computermaus vorgesehen sein, insbesondere im Bereich dort, wo der Daumen oder Ringfinger den Umfangsrand ständig berührt, wenn der Zeigefinger bzw. der Mittelfinger auf den beiden Tasten der Computermaus ruht.

Nachfolgend wird die Erfindung in beispielhafter Weise unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben werden, woraus sich weitere Merkmale, Vorteile zu lösende Aufgaben ergeben werden und worin:

1 in einer schematischen Draufsicht eine Computertastatur gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;

2 in einem schematischen Flussdiagramm einen Betrieb eines erfindungsgemäßen Tastatursystems zeigt;

3 eine Computermaus zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen Tastatursystem zeigt.

In den Figuren bezeichnete identische Bezugszeichen identische oder im Wesentlichen gleich wirkende Elemente oder Elementgruppen.

Die 1 zeigt eine allgemein mit 1 bezeichnete Computertastatur zum Anschluss an einen PC. Die Tastatur 1 verwendet eine Software, um geeignete Signale in Entsprechung der Betätigung der Tasten der Tastatur an eine CPU eines mit der Tastatur 1 verbundenen Computers abzugeben. Alternativ kann die Tastatur selbstverständlich auch in den Computer integriert sein, beispielsweise in einen Notebook-PC. Die Tastatur 1 ist ausgelegt, um eine Dateneingabe in zumindest zwei unterschiedlichen Sprachen zu ermöglichen, bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel in deutscher Sprache und türkischer Sprache.

Gemäß der 1 umfasst die Tastatur 1 einen Haupteingabebereich 19 mit einer Mehrzahl von alphanumerischen Tasten 2 in üblicher Anordnung. Auf die alphanumerischen Tasten 2 ist die Sprachbelegung in der ersten Sprache (Deutsch) aufgedruckt, wie durch das Bezugszeichen 10 angedeutet. Ferner ist auf einigen Tasten die Tastenbelegung in der zweiten Sprache (hier Türkisch) ebenfalls aufgedruckt, wie durch das Bezugszeichen 11 angedeutet. Dabei kann die Tastenbelegung zumindest in der zweiten Sprache auch mittels einer Anzeigeeinrichtung, beispielsweise mittels LEDs oder OLEDs angezeigt werden. Somit umfasst der alphanumerische Dateneingabebereich 19 die gewöhnlichen alphabetischen Tasten, wie Satz- und Zeichentrennungssymbole, die Leertaste und die Zahlentasten. Ferner sind Modifikationstasten 3, wie beispielsweise „Shift", „Strg", „Alt" und dergleichen vorgesehen, die gemeinsam mit den alphanumerischen Tasten gedrückt werden müssen, um deren Belegung zu ändern. Ferner sind Feststelltasten, beispielsweise die Capslock-Taste 4 und die Numlock-Taste 5, vorgesehen, um auf permanente Großschreibung bzw. Aktivierung des Zahlenblocks 20 umzustellen. Oberhalb des alphanumerischen Eingabebereichs 19 befindet sich eine Reihe mit Spezialfunktionstasten F1...F12. Ferner sind rechts neben dem alphanumerischen Eingabebereich 19 weitere Spezialfunktionstasten, wie beispielsweise ‚Cursor aufwärts' etc., sowie Spezialfunktionstasten 8, wie beispielsweise Einfügen, Entfernen, Bild aufwärts scrollen oder Bild abwärts scrollen, vorgesehen.

Oberhalb des Zahlenblocks 20, im Sinne der vorliegenden Anmeldung außerhalb eines Hauptdateneingabebereichs, befindet sich der Sprachänderungsschalter 15, der in einer ersten Stellung eine Tastenbelegung und in einer zweiten Stellung eine andere Tastenbelegung für eine andere Sprache festlegt. Gemäß der 1 ist der Sprachänderungsschalter kreisrund und steht von der Oberfläche des Bereichs 18 vor. Der Schalter 15 ist mechanisch vorgespannt, so dass eine Mindestkraft ausgeübt werden muss, um den Schalter 15 umzuschalten. Gemäß weiteren Ausführungsformen kann der Schalter 15 in einer korrespondierend ausgebildeten Öffnung in dem Bereich 18 versenkt angeordnet sein. Der Schalter 15 ist ein Zweistellungsschalter (Toggle).

Oberhalb des Schalters 15 befinden sich zwei LEDs 16, 17, die als Anzeige für die deutsche Tastenbelegung (LED 16) und für die türkische Tastenbelegung (LED 17) dienen.

Der Umschalter 15 ist mit einer Software der Tastatur in das Betriebssystem des Computers (nicht dargestellt) eingebunden, wie nachfolgend anhand der 2 beschrieben. Zunächst wird in dem Schritt S10, beispielsweise beim Hochfahren des Computers die aktuelle, aktive Tastatursprache bzw. Tastenbelegung bestimmt. Zu diesem Zweck kann das Betriebssystem des Computers beispielsweise eine Standardsprache und somit eine Standard-Tastenbelegung vorgeben, insbesondere in Entsprechung zu den Systemeinstellungen des Computers. Je nach der so bestimmten Sprache wird eineindeutig eine Tastaturtabelle festgelegt (Schritt S20), mittels der die durch Betätigen der Tasten der Tastatur erzeugten Signale (Tastaturcode bzw. Scancode) in Zeichen übersetzt werden. Dieser Vorgang des Übersetzens kann vom Betriebssystem oder von einem der Tastatur zugeordneten Controller vorgenommen werden.

Anschließend wird in dem Schritt S30 überprüft, ob eine Tastatureingabe erfolgt ist. Wenn dies der Fall ist, wird in dem Schritt S40 überprüft, ob seit einer letzten Tastenbetätigung der Sprachänderungsschalter aktiviert wurde. Falls dies nicht der Fall ist, geht der Prozess über zu dem Schritt 560, um das durch Tastatureingabe erzeugte Signal (Tastaturcode) mittels der in dem Schritt S20 festgelegten bzw. durch das Betriebssystem vorgegebenen Tastaturtabelle in Zeichen zu übersetzen. Wenn hingegen in dem Schritt S40 bestimmt wird, dass der Sprachänderungsschalter zwischenzeitlich aktiviert worden ist, so wird die zu verwendende Tastaturtabelle geändert (Schritt 50). Dieser Prozess kann durch Senden eines Steuersignals an das Betriebssystem des Computers zur Änderung der Systemeinstellung erfolgen. Grundsätzlich kann dieser Schritt jedoch auch in dem Controller, welcher der Tastatur zugeordnet ist bzw. in dieser vorgesehen ist, ausgeführt werden. Anschließend geht der Prozess über zu dem vorstehend beschriebenen Schritt 560. Das so übersetzte Zeichen kann von dem zugeordneten Computer weiter verwendet werden, beispielsweise in dem Schritt S70 dargestellt werden und/oder in einer Applikation verwendet werden. Anschließend kehrt der Prozess zurück zu dem Schritt S30, um auf die nächste Tastatureingabe zu warten (S30).

Dabei kann die Tastaturtabelle auch in einem internen Speicher der Tastatur abgespeichert sein. Das von dem Controller übersetzte Zeichen kann in geeigneter codierter Form an den Computer übergeben werden. Wie vorstehend ausgeführt, kann jedoch die Übersetzung der von der Tastatur abgegebenen Signale in Zeichen auch in dem Computer selbst vorgenommen werden, beispielsweise von einer CPU. Hierzu kann auf die Tastaturtabelle des Betriebssystems zurückgegriffen werden. Wie vorstehend ausgeführt, kann die aktuelle Tastaturtabelle durch Betätigen des Sprachänderungsschalters gewechselt werden. Im Falle des Wechsels der Tastaturbelegung steuert der Controller der Tastatur eine Anzeige zum Anzeigen der aktuellen Sprache bzw. Tastenbelegung, beispielsweise die in der 1 dargestellten LEDs (16, 17).

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Tastenbelegung in der zweiten Sprache (gemäß der 1) auch durch geeignete Ausleuchtung derjenigen Tasten, die in der zweiten Sprache eine andere Tastenbelegung aufweisen, aktiv angezeigt werden. Zu diesem Zweck können in diesen Tasten beispielsweise transparente Abschnitte, beispielsweise aus einem transparenten Kunststoff, in Form von Schriftzeichen in die Tasten integriert sein, die für den Fall, dass die zweite Sprache ausgewählt ist, hinterleuchtet werden, beispielsweise mittels LEDs bzw. OLEDs, die unterhalb einer jeweiligen Taste angeordnet sind. Selbstverständlich können mehrere solche Leuchtmittel auch in eine jeweilige Taste integriert sein, beispielsweise in Gestalt eines Schriftzeichens.

Die 3 zeigt eine Computermaus, die drahtgebunden oder drahtlos mit einer Tastatur, wie vorstehend beschrieben, oder einem Computer verbunden ist, um gemeinsam mit der Tastatur ein Tastatursystem gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung auszubilden. Die Computermaus 30 ist üblich ausgebildet, mit einer gewölbten Oberseite, mit einem vorderen Rand 32 und einem umlaufenden Seitenrand 33. Am vorderen Ende der Oberseite 31 ist eine linke Maustaste 34 und eine rechte Maustaste 35 angeordnet, zwischen denen ein Rad 36 angeordnet ist, beispielsweise zum schnellen Abwärts-Scrollen. Gemäß der 3 ist in dem seitlichen Rand 33 ein Sprachänderungsschalter 35 vorgesehen, der im Falle einer Rechtshänder-Computermaus durch Daumendruck betätigt werden kann. Das von dem Sprachänderungsschalter 15 erzeugte Signal wird an die Tastatur bzw. das Betriebssystem ermittelt, um die aktive Tastaturbelegung bzw. die Tastaturtabelle zu ändern, wie vorstehend beschrieben.

Während die aktive Tastaturbelegung bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der 1 während des Schreibens verändert werden kann, ohne dass die Hand des Benutzers den aktiven Dateneingabebereich (Bezugszeichen 19 in der 1) nennenswert verlassen muss, eignet sich die Computermaus gemäß der 3 beispielsweise für graphikintensive Applikationen, bei denen eine Computermaus intensiv genutzt wird, der Benutzer jedoch mit der anderen Hand kurze Eingaben vornehmen kann, beispielsweise eine Bemaßung in CAD-Zeichnungen mittels eines Zahlenblocks und der zugeordneten alphanumerischen Tastatur.

Wie dem Fachmann beim Studium der vorstehenden Beschreibung ohne weiteres ersichtlich sein wird, kann ein Sprachänderungsschalter bzw. Sprachumschalter auch an beliebiger anderer geeigneter Stelle an einem Dateneingabegerät vorgesehen sein. Zweckmäßig ist jedoch, wenn der Sprachänderungsschalter in der unmittelbaren Nähe der Dateneingabetastatur angeordnet ist.

1
Tastatur
2
alphanumerische Taste
3
Modifikationstaste
4
Capslock-Taste
5
Numlock-Taste
6
Spezialfunktionstaste
7
Spezialfunktionstaste
8
Spezialfunktionstaste
9
Zahlentaste
10
Symbol für Normalbelegung/Erstsprachenbelegung
11
Symbol für Zweitsprachenbelegung
15
Sprachänderungsschalter
16
Anzeige für Erstsprache
17
Anzeige für Zweitsprache
18
Sprachänderungsbereich
19
Haupteingabebereich
20
Zahlenblock
30
Computermaus
31
gewölbte Oberseite
32
vorderer Rand
33
Seitenrand
34
linke Maustaste
35
rechte Maustaste
36
Rad


Anspruch[de]
Tastatursystem für Computer, mit einer Tastatur (1), die eine Mehrzahl von Tasten (29) aufweist, denen jeweils eine eineindeutige Tastenbelegung zugeordnet ist, wobei die Tastenbelegung von zumindest einer der Tasten von einer ersten Sprache in zumindest eine andere Sprache änderbar ist, wobei der Tastatur (1) ein Sprachänderungsschalter (15) zugeordnet ist, um die Tastenbelegung der zumindest einen Taste zu ändern, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprachänderungsschalter (15) in einer Vertiefung eines Gehäuses (18) versenkt angeordnet ist. Tastatursystem nach Anspruch 1, wobei die Vertiefung in ihren Abmessungen so ausgelegt ist, dass der Sprachänderungsschalter (15) beim flachen Auflegen einer Hand oder eines Fingers auf das Gehäuse (18) nicht versehentlich bedient werden kann. Tastatursystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gehäuse (18) ein Tastaturgehäuse ist. Tastatursystem nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Sprachänderungsschalter (15) so in der Vertiefung versenkt angeordnet ist, dass ein oberes Ende des Sprachänderungsschalters (15) sich unterhalb einer von dem Gehäuse (18) aufgespannten Ebene befindet. Tastatursystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vertiefung so ausgelegt ist, dass der Sprachänderungsschalter durch Einführen der Spitze eines menschlichen Fingers bestätigbar ist. Tastatursystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Sprachänderungsschalter (15) von Hand niederdrückbar oder kippbar ist, um die Tastenbelegung der zumindest einen Taste zu ändern. Tastatursystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Sprachänderungsschalter (15) von Hand verschiebbar ist, um die Tastenbelegung der zumindest einen Taste zu ändern. Tastatursystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Sprachänderungsschalter (15) ein Zweistellungsschalter (Toggle) oder ein Mehrstellungsschalter ist. Tastatursystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Sprachänderungsschalter (15) außerhalb eines Haupteingabebereichs (19) der Tastatur (1) vorgesehen ist. Tastatursystem nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Sprachänderungsschalter (15) außerhalb des Bereichs einer alphanumerischen Tastatur (19) vorgesehen ist. Tastatursystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Sprachänderungsschalter (15) oberhalb eines Zahlenblocks (20) der Tastatur angeordnet ist. Tastatursystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin umfassend eine Anzeigeeinrichtung (16, 17) zum Anzeigen einer aktuell gewählten Sprache der Tastatur (1). Tastatursystem nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Anzeigeeinrichtung (16, 17) mit einem Tastaturcontroller gekoppelt ist und die aktuell gewählte Sprache in Entsprechung zu einer von dem Tastaturcontroller und dem Sprachänderungsschalter festgelegten Tastaturtabelle zum Übersetzen eines Tastaturcodes (Scancode) der Tastatur anzeigt. Tastatursystem nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei die Anzeigeeinrichtung eine Mehrzahl von LEDs (16, 17) umfasst, die jeweils einer Sprache zugeordnet sind. Tastatursystem nach einem der Ansprüche 12 bis 14, wobei den alphanumerischen Eingabetasten (2) jeweils ein Symbol (10) zugeordnet ist, um die jeweilige Tastenbelegung in der ersten Sprache anzuzeigen, und wobei zumindest einer der Tasten jeweils ein weiteres Symbol (11) zugeordnet ist, um die jeweilige Tastenbelegung in einer anderen Sprache anzuzeigen. Tastatursystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Sprache Deutsch und die zweite Sprache Türkisch ist. Tastatursystem nach Anspruch 15, wobei die Symbole (10, 11) jeweils auf die alphanumerischen Eingabetasten (2) aufgedruckt sind. Tastatursystem nach Anspruch 15, wobei zumindest die Symbole (11) in der anderen Sprache durch ein Leuchtmittel angezeigt werden. Tastatursystem nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das oder die Leuchtmittel in die alphanumerischen Eingabetasten (2) integriert ist bzw. sind. Tastatursystem nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei das oder die Leuchtmittel zumindest eine LED oder OLED umfasst bzw. umfassen. Tastatursystem zur Dateneingabe, insbesondere zur Verwendung mit Computern, mit einer Mehrzahl von Tasten (29), denen jeweils eine eineindeutige Tastenbelegung zugeordnet ist, wobei die Tastenbelegung von zumindest einer der Tasten von einer ersten Sprache in zumindest eine andere Sprache änderbar ist und wobei der Tastatur (1) ein Sprachänderungsschalter (15) zugeordnet ist, um die Tastenbelegung der zumindest einen Taste zu ändern, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprachänderungsschalter in eine Computermaus (30) integriert ist. Tastatursystem nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Sprachänderungsschalter (15) in einem seitlichen Rand (33) der Computermaus integriert ist. Dateneingabegerät, insbesondere PC oder Notebook-Computer gekennzeichnet durch eine Tastatur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Dateneingabe.






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