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Dokumentenidentifikation DE202005015957U1 21.12.2006
Titel GFK-Nachrüsttrennsystem für Tankkammer
Anmelder Tangens Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, 44809 Bochum, DE
DE-Aktenzeichen 202005015957
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.12.2006
Registration date 16.11.2006
Application date from patent application 10.10.2005
IPC-Hauptklasse B65D 90/04(2006.01)A, F, I, 20051010, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen vorhandenen Flüssigkeitstank (Tankkammer), insbesondere zum Bevorraten und Abgeben von flüssigen Kraftstoffen mit einem geschlossenen, über eine Öffnung zugängliche Tankkammer und mit Einrichtungen zum Befüllen des Tanks und zur Entnahme von darin bevorrateter Flüssigkeit.

Derartige Flüssigkeitstanks sind typischerweise Teil einer Tankstelle etwa zum Betanken von Kraftfahrzeugen oder von Tanklagern. Eine Tankstelle verfügt üblicherweise über mehrere derartige Flüssigkeitstanks und zwar eine der Anzahl der angebotenen Kraftstoffe entsprechende Anzahl. Die Flüssigkeitstanks sind typischerweise in das Erdreich eingebaut, wobei besondere Vorkehrungen getroffen sind, damit die Umgebung eines Flüssigkeitstanks keine Grundwasserzugänglichkeit hat. Ebenfalls sind oberirdische Flüssigkeitstanks bekannt. Den Sicherheitsbestimmungen entsprechend sind die Flüssigkeitstanks doppelwandig ausgeführt. Derartige Flüssigkeitstanks verfügen typischerweise über einen Dom, durch den die Armaturen herausgeführt sind. Bei diesen Armaturen handelt es sich beispielsweise um ein Befüllungsrohr, ein Entnahmerohr, ein Entlüftungsrohr sowie einer Peileinrichtung und einer Sicherheitsausrüstung, wobei als Sicherheitsausrichtung beispielsweise ein Grenzwertgeber vorgesehen sein kann. Der Dom selbst ist oberseitig durch eine Verschlußplatte verschlossen. Die Verschlußplatte ist mittels einer Flanschverbindung an den Dom angeschlossen. Die Verschlußplatte trägt oberseitig die Anschlüsse für die Versorgungsleitungen.

In zunehmendem Maße erhöht sich bei Tankstellen das Angebot qualitativ unterschiedlicher Kraftstoffe. Desweiteren erhöht sich der Bedarf an Zusatzstoffen, die beispielsweise als Additiv zur Unterstützung des Verbrennungsvorganges oder für eine Abgasreinigung, etwa eine Entstickung benötigt werden. Tankstellenbetreiber sind daher mit dem Problem konfrontiert, neue zusätzliche Flüssigkeitstanks (Tankkammern) zum Bevorraten dieser Flüssigkeiten zu installieren. Eine Neuinstallation weiterer Tankanlagen wird in vielen Fällen insbesondere aufgrund der notwendigerweise einzuhaltenden Umwelt- und Sicherheitsvorkehrungen als zu aufwendig angesehen.

Ausgehend von diesem diskutierten Stand der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, eine Tankanlage der eingangs genannten Art vorzuschlagen, mit der ohne größeren Aufwand den Bedürfnissen nach zusätzlichen Flüssigkeitstanks (Tankkammern) Genüge getan ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine GFK Nachrüsttrennwandsystem (aus Glasfaserkunstoff oder faserverstärktem Gewebe) gelöst, Dieses Trennwandsystem wird in dem vorhandenen Flüssigkeitstank eingebaut und bildet so in sich geschlossene Tankinnenkammern, d.h. eine Aufteilung der bestehenden Tankkammer in zwei Tankkammern, die in Summe des Lagervolumen des vorhandenen Flüssigkeitstanks ergeben.

Die zusätzlich entstandene Tankkammer wird zum Bevorraten eines weiteren Kraftstoffes, einer unterschiedlichen Kraftstoffqualität oder sonstigen Betriebsstoffen nutzbar. Diese Trennwand oder Trennwände werden an der Innenwand des vorhandenen Tanks nachträglich einlaminiert. Hierzu wird eine Laminatstreifen auf die Innenwand aufgebracht, in diesen Streifen wird ein Gegenlager (z.B.: Stützring) einlaminiert.

Die GFK Nachrüsttrennwand wird im zusammengerollten Zustand durch den vorhandenen Domdeckel eingebracht und im Tank dann gegen das Gegenlager dicht einlaminiert. Die Lage des Gegenlagers im Tank bestimmt die Kammergrößen. Dies gestattet eine den Bedürfnissen entsprechende Anpassung der Nutzvolumina.

Die Nachrüsttrennwand ist statisch so bemessen, dass sie den Drücken der verschiedenen Lagermedien und Füllständen standhält. Die chemische Beständigkeit der Trennwand gegen beide Medien muss gegeben sein oder mittels einer zusätzlichen Beschichtung hergestellt werden. Die physikalischen Eigenschaften können auf die Lagermedien angepasst werden. Zum Beispiel ist eine Beschichtung mit einem ableitfähigem Material möglich um statische Aufladung zu vermeiden.

Diese Tankanlage zeichnet sich dadurch aus, dass ein vorhandener Flüssigkeitstank mit seiner sicherheits- und umwelttechnischen Eignung genutzt wird, um in diesem ein oder mehrere einzelne und voneinander getrennte Tankinnenkammern durch eine GFK Nachrüstrennwand anzuordnen. Auf diese Weise teilt sich das ursprungliche Volumen des Flüssigkeitstanks auf zwei oder mehr Volumina auf, das Nutzvolumen teilt sich unter den neu entstandenen Kammern auf.

In vielen Fällen wird man eine Tankkammer zum Bevorraten von Zusatzstoffen, beispielsweise wässeriger Harnstofflösung (hierzu kann auch eine Tankkammer von innen mit einer Beschichtung ausgekleidet werden), die zum Entsticken von Dieselmotorabgasen benötigt wird, verwenden. In anderen Fällen zur Lagerung zweier Kraftstoffsorten in einem vorhandenen Flüssigkeitstanks.

Der Einbau eines solchen GFK Nachrüstsystems in einen bestehenden, sicherheits- und umwelttechnischen Anforderungen entsprechenden Flüssigkeitstank gestattet es, dass die Tankkammern letztendlich lediglich nur durch die Nachrüsttrennwand geteilt werden. Somit nutzen der oder die Tankkammern in einem solchen Flüssigkeitstank gleichzeitig dessen sicherheits- und umweltrelevanten Einrichtungen, wie beispielsweise seine Doppelwandigkeit.

Jede Tankkammer verfügt über eigene Befüllungs-, Entnahme- und Entlüftungsleitungen, die zweckmäßigerweise ebenfalls zu dem Dom des Flüssigkeitstanks geführt und aus diesem oberseitig herausgeführt sind. Solche Befüllungsleitung oder auch Entnahmeleitungen können aus formstabilen, flexiblen Schlauch/Rohr bestehen, sie werden von der GFK Nachrüsttrennwand zum Dom des Flüssigkeitstanks durch das Innere des Flüssigkeitstanks geführt und durch den Domdeckel ausgeführt. Eingesetzt werden können auch starre Befüllungs- und Entnahmeleitungen

Zweckmäßigerweise befinden sich in der Nachrüsttrennwand (verstärkte) Durchbrüche für ein Befüllungsrohr, Entnahmeleitungen, eine Möglichkeit für eine Peilvorrichtungen (z.B.: Sonde) sowie Grenzwertgeber sowie einer Revisionsöffnung.

Diese Ausrüstungsanlagenteile werden durch den vorhandenen Domdeckel ausgeführt.

Die anhand einer für Kraftstoffe beschriebene Tankanlage eignet sich auch für andere Anwendungen, beispielsweise wenn bei einem vorhandenen Flüssigkeitstank einer Tankanlage eine Unterteilung gewünscht werden sollte. Dieses kann bei Heizöltanks der Fall sein, wenn in einem Wohnhaus ein einziger vorhandener Heizöltank in einzelne, unterschiedlichen Parteien zugeordnete Volumina aufgeteilt werden soll.

Solche Möglichkeiten bieten bisher nur Neutanks mit ein oder mehreren eingeschweißten Trennwänden und in der Anzahl entsprechenden Domdeckel.

Nachfolgend ist die Erfindung anhand von Skizzen (14) beschrieben. Es zeigen:

1: In einer schematisierten Darstellung einen vorhandenen Flüssigkeitstank (1) im Längsschnitt vor Einbau des GFK Nachrüsttrennsystems.

2: Querschnitt durch eine Tankkammer mit einlaminiertem Gegenlager (3), aufgenommen von einem auflaminierten Streifen (2) an der Tankinnenwand des Flüssigkeitsbehälters (1).

3: Auf das Gegenlager (3) dicht und statisch stabil (6) auflaminierte GFK Nachrüsttrennwand (4). Eine angedeutete flexible Rohrleitung (7) als Platzhalter für alle Rohrleitungen. Die neu entstandenen Tankkammer (13) und/oder Tankkammer (14) kann auch innenbeschichtet werden um andere Materialbeständigkeiten des vorhandenen Stahltanks zu erhalten. Hier bietet sich z.B. gleichfalls faserverstärkter Kunststoff an.

4. Zeigt die schematische Darstellung der Seitenansicht der GFK Nachrüsttrennwand (4) im ausgerolltem sowie die Draufsicht und Seitenansicht im eingerolltem Zustand. Verschiedenen Durchbrüche (11, 10, 12) und eine Revisionsöffnung (8) im GFK Nachrüsttrennsystem sind angedeutet. Zum Verschluss der Revisionsöffnung im GFK Nachrüsttrennsystem dient der Mannlochdeckel (9) ebenfalls mit Durchbrüchen/Durchführungen (15, 16).


Anspruch[de]
Flüssigkeitstanks (1) (vorhandene Tankkammer), insbesondere zum Bevorraten und Abgeben von flüssigen Kraftstoffen mit einem geschlossenen, über eine Öffnung (5) zugänglich und mit Einrichtungen zum Befüllen des Tanks und zur Entnahme von darin bevorrateter Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Flüssigkeitstank (1) ein oder mehrere separate, in sich geschlossene Tankkammern durch GFK Nachrüsttrennwänd (e) (4) etwa zum zusätzlichen Bevorraten eines weiteren Kraftstoffes, einer unterschiedlichen Kraftstoffqualität oder sonstigen Betriebsstoffen angeordnet ist (sind). Ein weiterer Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein solche GFK Nachrüsttrennwand (4) durch einen vorhandenen Domdeckel (5) eingebracht wird. Ein weiterer Anspruch ist dadurch gekennzeichnet, dass dem Flüssigkeitstank an der Innenwand des Flüssigkeitstanks im Bereich der vorzunehmenden Trennung ein Gegenlager (2) auflaminiert wurde. Ein weiterer Anspruch ist dadurch gekennzeichnet, das Füll- und Entnahmeleitungen (7) im Tankinnerem aus flexiblen, formstabilen Schläuchen oder Rohren ausgebildet sind. Ein weitere Anspruch wird dadurch gekennzeichnet, dass ein inneres Mannloch (8) (Revisonsöffnung) in der GFK Nachrüsttrennwand installiert werden kann.






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