Die Erfindung betrifft eine elektroakustische Kommunikationseinheit
wie ein Mobiltelefon und einen Telefonhandapparat oder Kopfsprechhörer, der
in Eingriff mit einem Ohr des Benutzers gehalten werden soll, aber auch einen Kopfhörer.
Insbesondere auf dem Gebiet der Mobiltelefone gibt es eine Entwicklung
zu Einheiten hin, die sowohl weniger wiegen als auch kleiner sind. Dies stellt eine
große Anforderung an die Gestalter und Hersteller der elektronischen und elektroakustische
Komponenten, die hier ein Mikrophon und einen Schallgenerator oder Empfängerwandler
umfassen. Auch diese Wandler sind heute in kleineren Abmessungen als zuvor erhältlich.
Die bevorzugten elektroakustischen Empfängerwandler, die hier
verwendet werden, bestehen aus dem elektrodynamischen Typ mit einer Membran zur
Erzeugung akustischer Signale in der Form von Schall mit Frequenzen im hörbaren
Bereich. Herkömmlicherweise ist der Wandler an der Innenseite der Gehäusewand
des Telefons z.B. mittels eines Klebemittels oder einer Weichgummibefestigung befestigt,
die eine Dichtung herstellt. Akustische Verbindungen in der Form von Öffnungen
in der Gehäusewand übertragen Schall, der durch den Wandler erzeugt wird,
zum Ohr des Benutzers und weisen eine sorgfältig gestaltete Form auf, um die
erwünschten Kennlinien der akustischen Impedanz und Frequenz zu ergeben, wenn
sich das Telefon im Eingriff mit dem Ohr des Benutzers befindet. Herkömmlicherweise
ist der Wandler an der Innenseite der Gehäusewand in der unmittelbaren Nähe
der akustischen Verbindungen befestigt.
Eine Spule eines elektrisch leitenden Drahts, die an der Membran des
Wandlers befestigt ist, treibt als Reaktion auf elektrische Ströme in der Spule
die Membran an. Es wird daher Schall von beiden Seiten der Membran emittiert, wodurch
der Wandler als ein Dipol betrachtet werden kann. Die bevorzugten Wandler sind Schalldruckgeneratoren
mit niedriger akustischer Impedanz, wo jede Seite der Membran verwendet werden kann,
um Schall zu erzeugen, der zum Ohr des Benutzers übertragen werden soll. Der
Hauptunterschied zwischen den Schallsignalen von den beiden Seiten der Membran ist
eine Phasenverschiebung von 180 Grad.
Wenn sich die Membran bewegt, emittiert sie Schall zum Ohr des Benutzers
von einer Seite, die herkömmlich als die Vorderseite bezeichnet wird, und damit
der Wandler zufriedenstellend arbeitet, ist es notwendig, daß ein Luftvolumen
einer bestimmten Größe auf der gegenüberliegenden Seite zur Verfügung
steht, die herkömmlich als die Rückseite der Membran bezeichnet wird,
da die Membran anderfalls blockiert und an einer Bewegung gehindert wird. Wenn der
Rückseite der Membran ein zu kleines Luftvolumen zur Verfügung steht,
wird die Empfindlichkeit und daher auch die Ausgangsleistung des Wandlers bei niedrigen
Frequenzen reduziert werden. Zusätzlich wird jede undichte Stelle bei der Montage
des Gehäuses in Kombination mit dem kleinen Luftvolumen auf der Rückseite
der Membran zu einer Frequenzkennlinie führen, die einen unglücklichen
Verlauf in der Form eines Einschnitts aufweist. Mit anderen Worten muß die
Membran des Wandlers ein bestimmtes Arbeitsvolumen von Luft auf beiden Seiten der
Membran aufweisen. Bei der herkömmlichen Befestigung des Lautsprecherwandlers
nahe der Innenseite der Gehäusewand wird die Vorderseite der Membran durch
Öffnungen in der Gehäusewand Zugang zum Luftvolumen im Außenohr des
Benutzers haben, und die Rückseite der Membran wird Zugang zu einem Luftvolumen
im Gehäuse oder über Öffnungen im Gehäuse zur umgebenden Luft
haben.
Mobiltelefone und Telefonhandapparate werden unter der Verwendung
eines Ohrsimulators auf ihre akustische Qualität geprüft. Die International
Telecommunication Union (ITU) Empfehlung ITU-T P.57 und internationale Normen wie
IEC 318 und IEC 711 definieren Ohrsimulatoren, die alle auf der Verwendungssituation
beruhen, wo ein Benutzer das Telefon oder den Handapparat gegen sein Ohr hält.
Um reproduzierbare Messungen sicherzustellen, stellen diese Normen und Empfehlungen
Richtlinien für die mechanische und physikalische Struktur des Ohrsimulators
und seine akustischen Funktion hinsichtlich dessen bereit, ein menschliches Ohr
so gut wie möglich zu simulieren, und es ist niedergelegt, wie eine Prüfung
auszuführen ist, einschließlich wie das Telefon mit dem Ohrsimulator in
Eingriff zu bringen ist, und insbesondere die genaue Position und Orientierung des
Telefons relativ zum Ohrsimulator.
Dies bedeutet, daß es für jedes gegebene Telefon und auf
der Grundlage der Normen möglich ist, die Eingriffsfläche des Telefons
mit dem Ohrsimulator in der genormten oder empfohlenen Prüfung zu definieren,
die gemäß der Norm oder der Empfehlung dem Eingriff mit einem Ohr des
Benutzers entsprechen wird. Im folgenden wird der Ausdruck „Fläche zum
Eingriff mit einem Ohr des Benutzers" daher als ein Synonym für den Eingriff
der Kommunikationseinheit mit einem genormten Ohrsimulator verwendet, da diese Flächen
gemäß des vorhergehenden identisch sind.
Solche genormten Ohrsimulatoren sind z.B. von Brüel & Kjær
als Typ 4157, Typ 4185, Typ 4195 und Typ 4128 kommerziell erhältlich. Die Eingriffsfläche
ist typischerweise ein kreisförmiger Bereich mit einem Durchmesser von 25 mm,
wobei der Ohrsimulator eine ringförmige Eingriffsfläche mit einem Durchmesser
von 25 mm aufweist. Einwärts von der ringförmigen Eingriffsfläche
des Ohrsimulators gelegen gibt es ein Luftvolumen, das dem Volumen des menschlichen
Außenohrs entspricht. Dieses Volumen ist die Schalleintrittsöffnung des
Ohrsimulators zu einen Mikrophon, mittels dessen der Schall vom Telefon registriert
werden kann.
Die Größe des Luftvolumens im Schalleintritt des Ohrsimulators
oder des menschlichen Ohrs beeinflußt die akustische Belastung des Empfängerwandlers
der Kommunikationseinheit wesentlich. Jede undichte Stelle zur Umgebung kann eine
wesentliche Zunahme dieses Volumens bewirken, was eine deutliche Veränderung
der akustischen Belastung ergibt. Änderungen der akustischen Belastung können
Meßergebnisse verursachen, die nicht korrekt den akustischen Eigenschaften
der Kommunikationseinheit entsprechen, die gemessen werden soll. Um korrekte und
reproduzierbare Testmessungen zu erzielen, die für die Kommunikationseinheit
charakteristisch sind, muß die Kommunikationseinheit daher gemäß
der Normen in einer eng anliegenden Beziehung mit der ringförmigen Eingriffsfläche
des Ohrsimulators stehen.
Im Normalgebrauch wird es merkliche Variationen im Grad der Dichtheit
des Eingriffs der Kommunikationseinheit mit den Ohren einzelner Benutzer geben,
was größere oder kleinere akustische undichte Stellen mit der Umgebung
ergibt. Solche Variationen beeinflussen die akustische Belastung des Empfängerwandlers,
was wiederum abhängig von der Empfindlichkeit der Einheit gegenüber einer
akustischen Lastimpedanz die akustischen Eigenschaften der Kommunikationseinheit
ändern kann. Der Benutzer nimmt solche Änderungen als Variationen der
Klangqualität der Kommunikationseinheit wahr. Dies ist unerwünscht.
Folglich gibt es einen Bedarf nach Kommunikationseinheiten, die gegenüber
undichten Stellen tolerant sind, das heißt, Einheiten, die sowohl eine wahrgenommene
Klangqualität für den Benutzer als auch Meßergebnisse an einem Ohrsimulator
ergeben, von denen alle im größtmöglichen Ausmaß sowohl beim
Eingriff der Einheit mit dem Ohr des Benutzers als auch mit dem Ohrsimulator von
undichten Stellen unabhängig sind.
WO 98/24214 und WO 00/21330 offenbaren jeweils ein solches bekanntes
Mobiltelefon, das einen gegenüber undichten Stellen toleranten Aufbau der Hörmuschel
aufweist. 1 zeigt ein vereinfachtes akustisches Ersatzschaltbild
der betreffenden akustischen Impedanzen in Verbindung mit den Lautsprecherwandlern
in einem solchen bekannten Telefon. Der Lautsprecherwandler wird als ein Schalldruckgenerator
P mit einer komplexen akustischen Ausgangsimpedanz Z1 gezeigt. L1 und R1 repräsentieren
die akustischen Impedanzen im Weg von der „Vorderseite" des Lautsprecherwandlers
durch die Schallaustrittsöffnung zum Ohr des Benutzers, das durch die belastende
akustische Impedanz Zear repräsentiert wird. L2 und R2 repräsentieren
die akustischen Impedanzen im Schallweg von der „Rückseite" des Lautsprecherwandlers
zu einer Öffnung zum Ohr des Benutzers, wodurch das Telefon tolerant gegenüber
undichten Stellen gemacht wird. L3 und R3 repräsentieren die akustische Impedanz
in den undichten Stellen der Telefongehäuseschalen, und C1 repräsentiert
das innere Luftvolumen im Telefon.
In 1 bildet C1 parallel mit L1 einen
Parallelresonator auf der Rückseite des Lautsprecherwandler. Dieser Parallelresonator
weist eine Resonanzfrequenz mit einer sehr hohen Impedanz auf. Bei der Resonanzfrequenz
blockiert die hohe Impedanz mehr oder weniger die Membran und hindert sie an einer
Bewegung, wodurch ein unerwünschter Einschnitt in den Frequenzgang erzeugt
wird. Kleine innere Luftvolumen führen zu einem stärkeren Einschnitt als
es große Luftvolumen tun. Mobiltelefone werden immer kleiner und kompakter
gemacht, wobei das innere Luftvolumen auf so wenig wie möglich reduziert wird,
wodurch das Problem mit dem Einschnitt in den Frequenzgang noch größer
wird.
Telefone mit einem sehr kleinen inneren Luftvolumen können durch
den Stand der Technik nicht ohne weiteres tolerant gegenüber undichten Stellen
gemacht werden, da es eine Toleranz gegenüber undichten Stellen erfordert,
daß der Wandler Zugang zu einem bestimmten Luftvolumen hinter dem Wandler hat
– typischerweise einige cm3. Aus rein akustischen Gründen
wäre ein größeres inneres Luftvolumen wünschenswert, jedoch
ist dies nicht akzeptabel, da dies die Größe der Einheit erhöhen
würde. Als Alternative zu einem großen inneren Luftvolumen könnten
akustische Öffnungen von einem kleinen inneren Luftvolumen zur umgebenden Luft
außerhalb des Telefons hergestellt werden. Der Wandler würde hierdurch
über das kleine innere Luftvolumen Zugang zu einem unendlich großen Luftvolumen
haben, und es könnte eine gegenüber undichten Stellen tolerante Funktion
erzielt werden. Eine solche Struktur mit einem kleinen inneren Volumen wird einen
akustischen Resonanzkreis bilden, der aus der akustischen Induktivität dieser
akustischen Öffnungen und der akustischen Kapazität des kleinen inneren
Luftvolumens besteht. Ein solcher Resonanzkreis wird bewirken, daß der Frequenzgang
des Telefons einen verhältnismäßig tiefen und scharfen Einschnitt
aufweist, der durch die Geometrie der Öffnungen und dem inneren Luftvolumen
bestimmt und leider häufig in der Mitte des nutzbaren Tonfrequenzbereichs liegen
wird.
Zusammenfassung der Erfindung
Durch die vorliegende Erfindung ist es möglich
geworden, die akustischen Eigenschaften, und insbesondere den Frequenzgang des Empfängerwandlers
im wesentlichen unabhängig, oder mindestens weniger abhängig von der Größe
des inneren Luftvolumens in der Kommunikationseinheit zu machen.
Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, daß erfindungsgemäß
das Luftvolumen, das immer im Gehäuse der Kommunikationseinheit vorhanden ist,
nun in den primären Übertragungsweg von einer ersten Seite der Membran
des Wandlers durch den Schallaustritt zum Ohr des Benutzers eingeschlossen wird.
Die gegenüberliegende Seite der Membran wird durch eine akustische Impedanz
belastet, die insbesondere so gestaltet ist, daß sie unter normalen und allen
praktischen Anwendungsbedingungen und insbesondere auch anderen Bedingungen als
den genormten Prüfbedingungen mit einem Ohrsimulator gegenüber der akustischen
Impedanz im primären Übertragungsweg vorherrschen wird. Der Wandler besteht
vorzugsweise aus dem Typ, der eine Niederfrequenzverstärkung aufweist, d.h.
er weist eine erhöhte Empfindlichkeit bei niedrigen Frequenzen auf, und der
primäre Übertragungsweg ist außerdem zur umgebenden Luft durch eine
akustische Verbindung mit der umgebenden Luft belüftet. Diese akustische Verbindung
ist dazu bestimmt, die Niederfrequenzverstärkung auszugleichen und insbesondere
bei niedrigen Frequenzen den erwünschten Frequenzgang zu ergeben. Die Kommunikationseinheit
wird hierdurch gegenüber undichten Stellen tolerant gemacht, wie oben beschrieben
wird.
Die Gestalter von Kommunikationseinheiten wie Mobiltelefonen wird
hierdurch die Freiheit bei der Wahl der Stelle für den Wandler im Telefongehäuse
gegeben. Herkömmlicherweise ist die Freiheit des Gestalters bei der Anordnung
des Empfängerwandlers auf die Innenseite der Gehäusewand zum Eingriff
mit dem Ohr des Benutzers und die nähere Umgebung der Schallausgangsöffnung
oder -Öffnungen beschränkt gewesen. Durch die Erfindung kann der Gestalter
nun frei wählen, den Wandler an jeder bequemen Stelle im Telefon anzuordnen.
Insbesondere kann der Wandler nun an Positionen angeordnet werden, die von der Schallausgangsöffnung
weiter entfernt sind. Der Gestalter kann nun wählen, den Wandler an einer Kante
oder einer Ecke der Gehäusewand anzuordnen, und der Wandler kann sogar an jeder
anderen geeigneten Struktur im Telefon angeordnet werden.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist es, daß aus akustischen
Gründen praktisch kein inneres Luftvolumen in der Kommunikationseinheit benötigt
wird. Erfindungsgemäß bildet das innere Luftvolumen in der Kommunikationseinheit
einen Teil des Schallwegs vom Lautsprecherwandler zum Ohr des Benutzers, und das
innere Luftvolumen, das einen Teil des Schallwegs bildet, wird keine negative Auswirkungen
auf die akustischen Eigenschaften haben, und es ist ein kleines Luftvolumen gegenüber
einem größeren Luftvolumen zu bevorzugen. Die Erfindung ist folglich die
ideale Lösung für moderne Mobiltelefone, wo eine kleine Größe
ein Erfordernis ist.
In 1 repräsentieren L3 und R3 die
akustischen Impedanzen infolge der häufigsten unvermeidlichen Undichtigkeit
an der Grenzfläche zwischen den Gehäuseschalen, d.h. längs ihrer
Kanten. Die Herstellungs- und Montagetoleranzen der Gehäuseschalen führen
zu unkontrollierbaren und variablen undichten Stellen oder Öffnungen im Gehäuse,
die in den bekannten Telefonen in unkontrollierten und unvorhersehbaren Einschnitten
im Frequenzgang führen. Durch die Erfindung wird der Einfluß solcher unkontrollierter
undichter Stellen minimiert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Es werden im folgenden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
1 ein vereinfachtes Ersatzschaltbild der akustischen
Impedanzen in einem Telefonhandapparat des Stands der Technik,
2 schematisch einen Querschnitt durch ein Mobiltelefon
in einer ersten Ausführungsform der Erfindung und einen Ohrsimulator zur Messung
seiner Leistung,
3 ein vereinfachtes Ersatzschaltbild der akustischen
Impedanzen im Telefon in 1,
4 schematisch einen Querschnitt durch ein Mobiltelefon
in einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, und einen Ohrsimulator zur
Messung seiner Leistung,
5 ein vereinfachtes Ersatzschaltbild der akustischen
Impedanzen im Telefon in 3.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
In den 2 und 4
weist ein Mobiltelefon 10, 10a jeweils ein Gehäuse
11 auf, das vorzugsweise zwei Schalen aufweist, die in einer bekannten
Weise zusammengebaut sind, um ein im wesentlichen geschlossenes Inneres und ein
Äußeres des Gehäuses zu bilden. In den Figuren weisen ähnliche
Strukturen in beiden Ausführungsformen dieselben Verweise auf. Im Gehäuse
11 wird eine gedruckte Schaltung mit elektronischen Komponenten
16 zum Betreiben des Telefons angezeigt.
In 2 ist ein elektroakustischer Lautsprecherwandler
12 an der Innenseite des Gehäuses 11 mittels eines Klebstoffrings
14 befestigt. Der Wandler 12 besteht aus dem elektrodynamischen
Typ mit einer Membran 13, jedoch können auch andere Typen verwendet
werden. Die Lautsprecherwandler 12 weist eine Frequenzgangkurve mit einem
angehobenen Niederfrequenzabschnitt auf, der als Niederfrequenzverstärkung
bezeichnet wird. Die gezeigte Membran weist ein gewölbtes Profil auf und weist
mit ihrer konvexen Seite zur Gehäusewand. Es können andere Profile verwendet
werden, wie ebene, gewellte oder irgendein anderes geeignetes Profil. Der Wandler
13 weist eine erste Seite 15 auf, die von der Gehäusewand
weg weist. In der ersten Seite 15 des Wandlers gibt es eine akustische
Verbindung zur konkaven Seite der Membran 13. Diese akustische Verbindung
wird durch eine gepunktete Linie angezeigt.
Im Gehäuse gibt es ein erstes Luftvolumen C1 und eine erste Öffnung
17 in der Gehäusewand. Die Öffnung 17 ist in der Gehäusewand
zum Eingriff mit einem Ohr des Benutzers bestimmt, und anstelle des Ohrs des Benutzers
wird ein Ohrsimulator 18 gezeigt. Die Öffnung kann auf der Mittellinie
des Telefons oder versetzt davon angeordnet sein. Von der konkaven Seite der Membran
13 gibt es folglich über das erste Luftvolumen C1 und die erste Öffnung
17 eine akustische Verbindung oder Weg durch die erste Seite
15 des Wandlers zum Ohrsimulator oder zum Ohr des Benutzers. Die erste
Öffnung 17 weist akustische Impedanzen L1, die die Masse der Luft
in der Öffnung repräsentieren, und R1 auf, die die Reibung der Luftmasse
repräsentieren. Vorzugsweise ist die erste Öffnung 17 so gestaltet,
daß sie eine niedrige akustische Impedanz aufweist, und sie kann in zwei oder
mehrere kleinere Öffnungen als die gezeigte unterteilt werden, oder die Öffnung
kann durch ein Gitter oder ein Netz bedeckt sein.
Durch eine zweite Öffnung 19 in der Gehäusewand
gibt es eine zweite akustische Verbindung oder Weg durch die erste Seite
15 des Wandlers und des Luftvolumens C1 zur umgebenden Luft. Die zweite
Öffnung 19 weist akustische Impedanzen L3 und R3 auf, die entsprechend
die Luftmasse bzw. ihre Reibung in der Öffnung 19 repräsentieren.
Die zweite Öffnung 19 ist dazu bestimmt, insbesondere die Verstärkung
des Wandlers bei niedrigen Frequenzen auszugleichen, um insbesondere den Niederfrequenzgang
weniger von Variationen der akustischen Belastung durch das Ohr des Benutzers abhängig
zu machen. Das Telefon wird hierdurch tolerant gegenüber undichten Stellen
gemacht. Die beiden Gehäuseschalen sind dazu bestimmt, längs ihrer Kanten
zueinander zu passen und ein geschlossenes Gehäuse zu bilden, wobei die zweite
Öffnung 19 die einzige Ausnahme ist. Jedoch ist die Anpassung häufig
nicht perfekt, was zu einer undichten Stelle führt. Die zweite Öffnung
19 ist so gestaltet, daß ihre akustische Impedanz kleiner als die
akustische Impedanz in den möglichen undichten Stellen ist, wodurch der Einfluß
der undichten Stellen vernachlässigbar ist.
Eine dritte Öffnung 20 stellt eine akustische Verbindung
oder Weg von der konvexen Seite der Membran 13 zur umgebenden Luft her.
Die dritte Öffnung weist akustische Impedanzen L5, R5 auf, die entsprechend
die Luftmasse bzw. ihre Reibung in der Öffnung 20 repräsentierten.
Die dritte Öffnung 20 mit ihren Impedanzen L5 und R5 ist dazu bestimmt,
die akustische Leistung des Wandlers zu beherrschen.
Wenn elektrische Signale bei Tonfrequenzen in den Wandler eingegeben
werden, wird die Membran in Schwingungen versetzt, und es werden dadurch auf beiden
Seiten der Membran akustische oder Schallsignale erzeugt. Von der konkaven Seite
der Membran werden Schallsignale durch die erste Seite 15 des Wandlers
in das Volumen C1 übertragen, und vom Volumen C1 weiter durch die erste Öffnung
17 zum Ohr des Benutzers und außerdem durch die zweite Öffnung
19 zur umgebenden Luft. Aus der konvexen Seite der Membran werden Schallsignale
durch die dritte Öffnung 20 zur umgebenden Luft übertragen.
In 3 wird das elektrische Ersatzschaltbild
für die oben beschriebene Struktur gezeigt. Der Wandler weist eine akustische
Ausgangsimpedanz Z1 auf, und er erzeugt einen akustischen Schalldruck P. Zear ist
die akustische Lastimpedanz des Ohrs des Benutzers oder des Ohrsimulators. Im Ersatzschaltbild
wird die Impedanz möglicher undichter Stellen parallel zu den kleineren Impedanzen
R3 + L3 in der zweiten Öffnung 19 liegen. Dies bedeutet, daß
die Impedanz in der zweiten Öffnung 19 gegenüber der Impedanz
in den undichten Stellen vorherrschen wird. Mögliche undichte Stellen und ihre
Variationen werden dadurch keinen oder nur einen vernachlässigbaren Einfluß
auf die akustische Leistung des Telefons haben.
In 4 wird eine alternative Ausführungsform
der Erfindung gezeigt. Hier ist der Wandler nicht an der Gehäusewand, sondern
vielmehr an einer inneren Struktur wie einer gedruckten Schaltung oder einer Innenwand
des Mobiltelefons befestigt. Hier stellt eine dritte Öffnung 20a mit
den akustischen Impedanzen R6, L6 eine akustische Verbindung zu einem geschlossenen
Volumen C2 im Telefon her. Das Volumen C2 kann Hochfrequenzkomponenten einschließen.
Wie in 2 sind das Volumen C2 und die akustischen Impedanzen
R6, L6, die in das Volumen führen, dazu bestimmt, die akustische Leistung des
Wandlers zu beherrschen. Die alternative Ausführungsform in 4
weist dieselben oben erwähnten Vorteile wie die Ausführungsform in
2 auf.
5 zeigt das elektrische Ersatzschaltbild für
die Struktur in 4.