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Dokumentenidentifikation EP1476311 21.12.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001476311
Titel DIGITALES DRUCKVERFAHREN UND DRUCKEINRICHTUNG MIT EINEM NÄPFCHENFÖRMIGEN DRUCKTRÄGER
Anmelder Océ Printing Systems GmbH, 85586 Poing, DE
Erfinder WIEDEMER, Manfred, 85737 Ismaning, DE
DE-Aktenzeichen 50305633
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 19.02.2003
EP-Aktenzeichen 037424579
WO-Anmeldetag 19.02.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/EP03/01697
WO-Veröffentlichungsnummer 2003070476
WO-Veröffentlichungsdatum 28.08.2003
EP-Offenlegungsdatum 17.11.2004
EP date of grant 08.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.12.2006
IPC-Hauptklasse B41M 1/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B41C 1/055(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B41N 1/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Bedrucken eines Trägermaterials, bei dem ein Druckträger auf seiner Oberfläche eine Vielzahl von Vertiefungen hat. Ein derartiger Druckträger ist beispielsweise aus der Tiefdrucktechnik bekannt.

Es sind digital arbeitende Druckverfahren bekannt geworden, bei denen eine Strukturierung in farbanziehende und farbabstoßende Bereiche durch digital angesteuerte Energiequellen, beispielsweise Laser, vorgenommen wird. Vor dem erneuten Strukturieren derselben Oberfläche des Druckträgers ist die jeweilige Oberfläche präzise zu reinigen. Hierzu sind entsprechende Reinigungsstationen erforderlich, die den Hardwareaufwand erhöhen.

Beispielsweise aus der US-A-5,067,404 ist ein digital arbeitendes Druckverfahren bekannt, bei dem auf der Oberfläche des Druckträgers ein Feuchtmittel aufgebracht wird. Das Feuchtmittel wird durch selektives Aufbringen von Strahlungsenergie in Bildbereichen verdampft. Die wasserfreien Bereiche bilden später die farbtragenden Bereiche, die an einer Entwicklungseinheit vorbeigeführt werden und mittels eines Farbdampfes eingefärbt werden. Nach dem Umdrucken müssen die Farbreste von der Oberfläche des Druckträgers vollständig entfernt werden, um erneut ein Feuchtmittel aufzubringen und dieses neu zu strukturieren.

Weiterhin ist aus der US-A-6,295,928 (entsprechend WO 98/32608) ein Verfahren bekannt, bei dem auf der Oberfläche eines Druckträgers ein Eisfilm aufgebracht und dieser mithilfe lokaler thermischer Energie strukturiert wird, wobei z.B. ein digital angesteuertes Lasersystem zum Einsatz kommt. Nach dem Umdrucken müssen die Eisschicht und die Farbreste entfernt werden, um eine Neustrukturierung mit neuen Druckbildern zu ermöglichen.

Aus der DE-A-101 32 204 (nicht vorveröffentlicht) derselben Anmelderin wird ein CTP-Verfahren (Computer-To-Press-Verfahren) beschrieben, wobei auf derselben Oberfläche des Druckträgers mehrfach Strukturierungsprozesse durchgeführt werden können. Die Strukturierung in farbanziehende und farbabstoßende Bereiche wird mithilfe digital gesteuerter Systeme, beispielsweise Lasersysteme, vorgenommen. Die farbanziehenden Bereiche werden später mit Farbe eingefärbt. Vor einem neuen Strukturierungsprozeß wird die Oberfläche des Druckträgers gereinigt.

Reinigungsvorrichtungen, die für digital arbeitende Druckverfahren eingesetzt werden können, sind z.B. in der DE-A-100 63 987 derselben Anmelderin beschrieben. Zur Reinigung wird die Oberfläche des Druckträgers mit Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt, wobei weitere Maßnahmen, wie Einsatz von Ultraschallenergie, hinzukommen können.

Aus der WO 01/02170 A derselben Anmelderin ist ein Verfahren und eine Druckvorrichtung zum Bedrucken eines Trägermaterials und zum Reinigen einer Druckwalze bekannt. Der Druckträger enthält eine Vielzahl von Vertiefungen, in denen Farbe aufgenommen werden kann. Diese Farbe in den Vertiefungen wird in einem Strukturierungsprozeß mit thermischer Energie beaufschlagt, wodurch farbdruckende Bereiche und Bereiche, die keine Farbe abgeben, erzeugt werden. Mithilfe einer komplexen Reinigungsstation wird die Oberfläche des Druckträgers vor einer erneuten Strukturierung vollständig gereinigt.

DE 102 08 250 A1 (nicht vorveröffentlicht) beschreibt ein Druckverfahren, bei dem die Oberfläche eines Druckträgers mit einem Feuchtmittel benetzt wird. Mit Hilfe von Energie wird an Bildstellen das Feuchtmittel entfernt, die Oberfläche eingefärbt und die Farbe auf einen Zwischenträger, z.B. ein Gummituchband, übertragen. Von dort wird die Farbe auf ein Trägermaterial übertragen. Zwischen zwei Druckzyklen wird die Oberfläche des Druckträgers jeweils gereinigt.

Als weiterer Stand der Technik wird auf die DE 195 03 951 C2 und die EP 0 711 671 A1 verwiesen.

Das Dokument EP-A-0 730 953 beschreibt eine Einrichtung zum Bedrucken eines Trägermaterials, bei der ein Druckträger auf seiner Oberfläche eine Vielzahl von Näpfchen (Vertiefungen) hat. Eine Antragseinrichtung überträgt eine Flüssigkeit auf einen Druckträger. Mit Hilfe einer Bildpunkt-Übertragungseinrichtung wird in farbanziehenden Bereichen die Flüssigkeit entfernt und in farbabstoßenden Bereichen die Flüssigkeit nicht entfernt. Nach dem Umdruck sind die Näpfchen nicht vollständig geleert, so dass zwischen zwei aufeinander folgenden Druckzyklen die Oberfläche des Druckträgers jeweils gereinigt wird.

Das Dokument EP-A-0 101 266 betrifft ein Druckverfahren und eine Druckeinrichtung, bei der eine dünne hydrophobische Schicht über eine im wesentlichen hydrophile Druckfläche angeordnet ist, wobei ein latentes Bild durch Strukturieren erzeugt wird, wodurch hydrophile und hydrophobe Bereiche entstehen. Diese Bereiche werden mit Hilfe einer wässrigen oder einer öligen Farbflüssigkeit eingefärbt und so für den weiteren Druckvorgang aufbereitet.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Druckverfahren und eine Druckeinrichtung anzugeben, das bzw. die es gestattet, daß auf derselben Oberfläche des Druckträgers unterschiedliche Druckbilder erzeugt werden, wobei der Reinigungsaufwand minimiert ist.

Diese Aufgabe löst ein Verfahren gemäss vorliegendem Anspruch 1 zum Bedrucken eines Trägermaterials, bei dem ein Druckträger auf seiner Oberfläche eine Vielzahl von Vertiefungen hat, auf die Oberfläche des Druckträgers eine dünne, homogene Flüssigkeitsschicht aufgetragen wird, so daß sich alle Vertiefungen mit Flüssigkeit füllen, in einem Strukturierungsprozeß farbanziehende und farbabstoßende Bereiche erzeugt werden, wobei in farbanziehenden Bereichen die Flüssigkeit in den Vertiefungen entfernt wird und in farbabstoßenden Bereichen die Flüssigkeit nicht entfernt wird, auf die Oberfläche Farbe aufgetragen wird, die in farbanziehenden Bereichen an der Oberfläche des Druckträgers anhaftet und in farbabstoßenden Bereichen nicht anhaftet, und bei dem die auf der Oberfläche des Druckträgers aufgetragene Farbe im weiteren Verlauf direkt auf das Trägermaterial übertragen wird, und bei dem auf derselben Oberfläche des Druckträgers erneut eine Flüssigkeitsschicht aufgetragen wird und der Druckprozeß fortgesetzt wird.

Gemäß der Erfindung werden sämtliche Vertiefungen, die im allgemeinen eine Näpfchenform haben, mit Flüssigkeit, beispielsweise Wasser, gefüllt. Im darauffolgenden Strukturierungsprozeß, der im allgemeinen digital gesteuert ist, wird die Flüssigkeit in den Vertiefungen in farbanziehenden Bereichen entfernt, beispielsweise durch Verdampfen. In den farbabstoßenden Bereichen ist die Flüssigkeit noch in den Vertiefungen vorhanden. Die gesamte nutzbare Oberfläche des Druckträgers wird dann mit Farbe eingefärbt, die von der Flüssigkeit abgestoßen wird, jedoch von den Vertiefungen ohne Flüssigkeit aufgenommen wird. Das Trägermaterial, beispielsweise Papier, kommt nun unmittelbar in Kontakt mit der Oberfläche. Die Farbe aus den Vertiefungen wird dabei vollständig auf das Trägermaterial übertragen. Nach dem Umdruck sind sämtliche Vertiefungen leer und enthalten auch keine Farbreste. Demzufolge kann sogleich im nächsten Arbeitsschritt wiederum die dünne, homogene Flüssigkeitsschicht aufgetragen werden und eine erneute Strukturierung in farbabstoßende und farbanziehende Bereiche erfolgen. Es wird also auf eine Reinigung zwischen zwei Druckzyklen verzichtet, wodurch eine entsprechende Reinigungsstation entfallen kann. Demzufolge ist der Hardwareaufwand für die Realisierung des Verfahrens verringert. Es kann möglich sein, daß eine Reinigung in vereinfachter Form nach größeren zeitlichen Abständen erforderlich ist. Im allgemeinen jedoch ist eine solche Reinigung nicht zwischen zwei aufeinanderfolgenden Druckzyklen notwendig, sondern erst nach einer großen Anzahl von Druckzyken und auch dann nur in einer vereinfachten Form der Reinigung, so daß auch dann der Reinigungsaufwand verringert ist. Demzufolge können hohe Druckgeschwindigkeiten bei Anwenden eines digitalen Druckverfahrens erzielt werden.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Druckeinrichtung gemäss Anspruch 12 angegeben. In den abhängigen Ansprüchen zum Verfahren bzw. zur Druckeinrichtung sind weitere Merkmale für vorteilhafte Ausführungsformen definiert.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Figur 1 erläutert.

In dieser Figur 1 ist eine Druckeinrichtung dargestellt, durch die das beschriebene Verfahren zum Bedrucken eines Trägermaterials realisiert werden kann. Ein Druckträger 10, auch als Formzylinder bezeichnet, hat eine Oberflächenstruktur, die vergrößert im Bildausschnitt 12 gezeigt ist. Die Oberflächenstruktur enthält flächenhaft rasterförmig angeordnete Näpfchen 14, beispielsweise in einem Raster von 300 bis ca. 2500 dpi (dots per inch), vorzugsweise 600 bis 1200 dpi. Mithilfe dieser Näpfchen können entsprechende Bildpunkte gedruckt werden. Die Näpfchentiefe beträgt 0,1 bis 50 µm, vorzugsweise 5 bis 20 µm.

Um den Umfang des zylinderförmigen Druckträgers 10 herum ist ein Feuchtwerk 16, eine Bilderzeugungsvorrichtung 18, ein Farbwerk 20 und ein Gegendruckzylinder 22 angeordnet, auch "Presseur" genannt. Das Trägermaterial 24 ist zwischen dem zylindrischen Druckträger 10 und dem Gegendruckzylinder 22 durchgeführt. Es durchläuft eine Trockenstation 26 zum Trocknen.

Beim Drehen des Druckträgers 10 in Pfeilrichtung P1 erfolgt am Feuchtwerk 16 das Auftragen einer dünnen, homogenen Flüssigkeitsschicht, so daß sich alle Näpfchen 14 mit Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, füllen. Der Feuchtmittelauftrag erfolgt beispielsweise durch Walzen, jedoch kann auch alternativ der Auftrag durch Besprühen oder Bedampfen erfolgen.

Vorzugsweise wird überschüssiges Feuchtmittel mit einer Rakel (nicht dargestellt) entfernt, welche dem Feuchtwerk 16 nachgeordnet ist. Das Feuchtmittel wird durch eine digital arbeitende Bilderzeugungseinrichtung 18 selektiv verdampft, wobei farbanziehende und farbabstoßende Bereiche erzeugt werden. In den farbanziehenden Bereichen wird die Flüssigkeit in den Näpfchen 14 entfernt; in den farbabstoßenden Bereichen wird das Feuchtmittel nicht entfernt. Die Bilderzeugungseinrichtung 18 kann beispielsweise ein digital angesteuerter Laser oder eine andere gesteuerte Energiequelle sein. Durch das Farbwerk 20 wird auf die Oberfläche des Druckträgers 10 Farbe aufgetragen, die in den farbanziehenden Bereichen an der Oberfläche des Druckträgers 10 anhaftet und in den farbabstoßenden Bereichen nicht anhaftet. Bei Verwendung eines wasserhaltigen Feuchtmittels ist die Farbe im allgemeinen ölhaltig. Überschüssige Farbe wird durch ein dem Farbwerk 20 nachgeschaltete Rakel (nicht dargestellt) entfernt.

Anschließend wird die Druckfarbe direkt auf das Trägermaterial 24 umgedruckt. Die Übertragung auf einen elastischen Zwischenträger, wie in der Patentschrift US-A-5,295,928 beschrieben, entfällt. Die Farbübertragung wird durch Adhäsionskräfte bewirkt. Durch entsprechende Ausführung der Druckfarbe in ihrer Viskosität und Vernetzung, wie dies an sich bekannt ist, und durch geeignete Gestaltung der Näpfchenform erzielt man eine sehr gute Entleerung der Näpfchen 14. Druckfarben auf Wasserbasis, wie dies beim bekannten Tiefdruckverfahren verwendet wird, sind beim Einsatz von Druckträgern mit relativ großer Näpfchentiefe und deren Problematik der vollständigen Entleerung zu bevorzugen.

Das Trägermaterial wird anschließend durch eine Trockenstation 26 geführt, die die Farbe trocknet.

Vorzugsweise wird wie erwähnt ein Feuchtmittel verwendet, das Wasser enthält. Dem Feuchtmittel können dann benetzungsfördernde Substanzen zugesetzt sein, beispielsweise Tenside. Alternativ können auch silikonabstoßende Flüssigkeiten zum Einsatz kommen, um silikonhaltige Druckfarben verarbeiten zu können.

Im Bereich der Umdruckstelle kann ein elektrostatisches Feld angelegt werden, um die Entleerung der Farbe aus den Näpfchen 14 in der Oberfläche des Druckträgers 10 zu unterstützen.

Wie erwähnt, wird zwischen dem Umdruck und dem erneuten Feuchtmittelauftrag keine Reinigungsstation angeordnet. Die Näpfchen 14 sind vollständig entleert. Nach einem erneuten Feuchtmittelauftrag kann eine Strukturierung in farbanziehende und farbabstoßende Bereiche entweder entsprechend dem bisherigen Druckbild oder entsprechend einem neuen Druckbild erfolgen. Auf diese Weise kann mit demselben Druckträger mit hoher Flexibilität Druckbilder kleiner und größerer Auflagen gedruckt werden. Wegen des Wegfalls des Reinigungsprozesses, der lediglich in vereinfachter Form und in wesentlich größeren zeitlichen Abständen erforderlich sein kann, kann eine erhöhte Druckgeschwindigkeit gegenüber dem bisherigen Digitaldruckverfahren erzielt werden.

Bezugszeichenliste

10
Druckträger
12
Bildauschnitt
14
Näpfchen
16
Feuchtwerk
18
Bilderzeugungsvorrichtung
20
Farbwerk
22
Gegendruckzylinder
24
Trägermaterial
26
Trockenstation
P1
Drehrichtung


Anspruch[de]
Verfahren zum Bedrucken eines Trägermaterials (24),

bei dem ein Druckträger (10) auf seiner Oberfläche eine Vielzahl von Vertiefungen (14) hat,

auf die Oberfläche des Druckträgers (10) eine dünne, homogene Flüssigkeitsschicht aufgetragen wird, so daß sich alle Vertiefungen (14) mit Flüssigkeit füllen,

in einem Strukturierungsprozeß farbanziehende und farbabstoßende Bereiche erzeugt werden, wobei in farbanziehenden Bereichen die Flüssigkeit in den Vertiefungen (14) entfernt wird und in farbabstoßenden Bereichen die Flüssigkeit nicht entfernt wird,

auf die Oberfläche Farbe aufgetragen wird, die in farbanziehenden Bereichen an der Oberfläche des Druckträgers (10) anhaftet und in farbabstoßenden Bereichen nicht anhaftet,

die auf der Oberfläche des Druckträgers (10) aufgetragene Farbe im weiteren Verlauf direkt auf das Trägermaterial (24) übertragen wird, wobei

die Farbe aus den Vertiefungen (14) vollständig auf das Trägermaterial (24) übertragen wird, so dass nach dem Umdruck sämtliche Vertiefungen (14) leer und ohne Farbreste sind,

und bei dem auf derselben Oberfläche des Druckträgers (10) erneut eine Flüssigkeitsschicht aufgetragen wird und der Druckprozeß fortgesetzt wird,

wobei mehrere Druckzyklen aufeinander folgen, ohne dass die Oberfläche des Druckträgers (10) gereinigt wird.
Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Vertiefungen (14) eine Näpfchenstruktur mit einer Näpfchentiefe im Bereich von 0,1 bis 50 µm, vorzugsweise im Bereich von 5 bis 20 µm bilden. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Näpfchen (14) in einem Raster von 300 bis 2500 dpi, vorzugsweise 600 bis 1200 dpi, auf der nutzbaren Oberfläche des Druckträgers (10) angeordnet sind. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Flüssigkeit Wasser enthält. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem der wasserhaltigen Flüssigkeit benetzungsfördernde Substanzen zugesetzt sind, vorzugsweise Tenside. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Flüssigkeit silikonabstoßende Substanzen enthält und die Farbe silikonhaltige Substanzen enthält. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem nach dem Auftrag der Flüssigkeit überschüssige Flüssigkeit durch ein Rakel entfernt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem nach dem Auftrag der Farbe überschüssige Farbe mithilfe einer Rakel entfernt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem im Bereich der Umdruckstelle ein elektrostatisches Feld wirksam ist, das die Entleerung der Farbe aus den Vertiefungen (14) in der Oberfläche des Druckträgers (10) unterstützt. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das bedruckte Trägermaterial (24) getrocknet wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Druckträger (10) zylinderförmig oder plattenförmig ist. Einrichtung zum Bedrucken eines Trägermaterials (24),

bei der ein Druckträger (10) auf seiner Oberfläche eine Vielzahl von Vertiefungen (14) hat,

ein Feuchtwerk (16) vorgesehen ist durch das

auf die Oberfläche des Druckträgers (10) eine dünne, homogene Flüssigkeitsschicht aufgetragen wird, so daß sich alle Vertiefungen (14) mit Flüssigkeit füllen,

Mittel vorgesehen sind, durch die

in einem Strukturierungsprozeß farbanziehende und farbabstoßende Bereiche erzeugt werden, wobei in farbanziehenden Bereichen die Flüssigkeit in den Vertiefungen (14) entfernt wird und in farbabstoßenden Bereichen die Flüssigkeit nicht entfernt wird,

auf die Oberfläche Farbe aufgetragen wird, die in farbanziehenden Bereichen an der Oberfläche des Druckträgers (10) anhaftet und in farbabstoßenden Bereichen nicht anhaftet,

die auf der Oberfläche des Druckträgers (10) aufgetragene Farbe im weiteren Verlauf direkt auf das Trägermaterial (24) übertragen wird, wobei die Farbe aus den Vertiefungen (14) vollständig auf das Trägermaterial (24) übertragen wird, so dass nach dem Umdruck sämtliche Vertiefungen (14) leer und ohne Farbreste sind,

und durch die auf derselben Oberfläche des Druckträgers (10) erneut eine Flüssigkeitsschicht aufgetragen wird und der Druckprozeß fortgesetzt wird,

und

bei der zwischen Umdruck und dem erneuten Feuchtmittelauftrag keine Reinigungsstation angeordnet ist

wobei mehrere Druckzyklen aufeinander folgen, ohne dass die Oberfläche des Druckträgers (10) gereinigt wird.
Einrichtung nach Anspruch 12, bei der die Vertiefungen (14) eine Näpfchenstruktur mit einer Näpfchentiefe im Bereich von 0,1 bis 50 µm, vorzugsweise im Bereich von 5 bis 20 µm bilden. Einrichtung nach Anspruch 12 oder 13, bei der die Näpfchen (14) in einem Raster von 300 bis 2500 dpi vorzugsweise 600 bis 1200 dpi, auf der nutzbaren Oberfläche des Druckträgers (10) angeordnet sind. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Flüssigkeit Wasser enthält. Einrichtung nach Anspruch 15, bei der der wasserhaltigen Flüssigkeit benetzungsfördernde Substanzen zugesetzt sind, vorzugsweise Tenside. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 13, bei der die Flüssigkeit silikonabstoßende Substanzen enthält und die Farbe silikonhaltige Substanzen enthält. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der im Bereich der Umdruckstelle ein elektrostatisches Feld wirksam ist, das die Entleerung der Farbe aus den Vertiefungen (14) in der Oberfläche des Druckträgers (10) unterstützt. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der Mittel vorgesehen sind, durch die das bedruckte Trägermaterial (24) getrocknet wird. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Druckträger (10) zylinderförmig oder plattenförmig ist.
Anspruch[en]
Method for printing a carrier material (24),

in which a print carrier (10) has a plurality of depressions (14) on its surface,

on the surface of the print carrier (10), a thin, homogenous fluid layer is applied, such that all depressions (14) fill with fluid,

in a structuring process, ink-attracting and ink-repelling regions are generated, wherein the fluid in the depressions (14) is removed in ink-attracting regions and the fluid is not removed in ink-repelling regions,

ink that adheres in ink-attracting regions on the surface of the print carrier (10) and does not adhere in ink-repelling regions is applied on the surface,

the ink applied on the surface of the print carrier (10) is, in the further course, directly transferred to the carrier material (24), wherein the ink from the depressions (14) is completely transferred onto the carrier material (24) so that after the transfer-printing all depressions (14) are empty and without any ink residues,

and in that a fluid layer is reapplied on the same surface of the print carrier (10) and the print process is continued,

wherein a plurality of print cycles follow one another without the surface of the print carrier (10) being cleaned.
Method according to claim 1, in which the depressions (14) form a cup structure with a cup depth in the range of 0.1 to 50 µm, preferably in the range of 5 to 20 µm. Method according to claim 1 or 2, in which the cups (14) are arranged in a grid of 300 to 2500 dpi, preferably 600 to 1200 dpi, on the usable surface of the print carrier (10). Method according to any of the preceding claims, in which the fluid comprises water. Method according to claim 4, in which wetting-aiding substances, preferably surfactants, are added to the water-containing fluid. Method according to any of the preceding claims 1 to 3, in which the fluid comprises silicone-repelling substances and the ink comprises silicone-containing substances. Method according to any of the preceding claims, in which excess fluid is removed by a scraper after the application of the fluid. Method according to any of the preceding claims, in which excess ink is removed with the aid of a scraper after the application of the ink. Method according to any of the preceding claims, in which, in the region of the transfer printing location, an electrostatic field is effective that supports the emptying of the ink from the depressions (14) in the surface of the print carrier (10). Method according to any of the preceding claims, in which the printed carrier material (24) is dried. Method according to any of the preceding claims, in that the print carrier (10) is cylindrical or plate-shaped. Device for printing a carrier material (24),

in which a print carrier (10) has a plurality of depressions (14) on its surface,

a dampening system (16) is provided by which on the surface of the print carrier (10), a thin, homogenous fluid layer is applied, such that all depressions (14) fill with fluid,

means are provided via which,

in a structuring process, ink-attracting and ink-repelling regions are generated, wherein the fluid in the depressions (14) is removed in ink-attracting regions and the fluid is not removed in ink-repelling regions,

ink that adheres in ink-attracting regions on the surface of the print carrier (10) and does not adhere in ink-repelling regions is applied to the surface,

the ink applied on the surface of the print carrier (10) is, in the further course, directly transferred to the carrier material (24), wherein the ink from the depressions (14) is completely transferred onto the carrier material (24) so that after the transfer-printing all depressions (14) are empty and without any ink residues,

and via which a fluid layer is reapplied on the same surface of the print carrier (10) and the print process is continued,

and in which between the transfer printing and the renewed application of the a dampening solution, no cleaning station is arranged,

wherein a plurality of print cycles follow one another without the surface of the print carrier (10) being cleaned.
Device according to claim 12, in which the depressions (14) form a cup structure with a cup depth in the range of 0.1 to 50 µm, preferably in the range of 5 to 20 µm. Device according to claim 12 or 13, in which the cups (14) are arranged in a grid of 300 to 2500 dpi, preferably 600 to 1200 dpi, on the usable surface of the print carrier (10). Device according to any of the preceding claims, in which the fluid comprises water. Device according to claim 15, in which wetting-aiding substances, preferably surfactants, are added to the water-containing fluid. Device according to any of the preceding claims 12 to 13, in which the fluid comprises silicone-repelling substances and the ink comprises silicone-containing substances. Device according to any of the preceding claims, in which, in the region of the transfer printing location, an electrostatic field is effective that supports the emptying of the ink from the depressions (14) in the surface of the print carrier (10). Device according to any of the preceding claims, in which means are provided by which the printed carrier material (24) is dried. Device according to any of the preceding claims, in which the print carrier (10) is cylindrical or plate-shaped.
Anspruch[fr]
Procédé d'impression d'un matériau de support (24),

dans lequel un support d'impression (10) présente sur sa surface une pluralité de creux (14),

une couche mince, homogène de liquide est appliquée sur la surface du support d'impression (10) de telle manière que tous les creux (14) se remplissent de liquide,

des zones acceptant l'encre et repoussant l'encre sont produites dans un processus de structuration, le liquide étant enlevé des creux (14) dans les zones acceptant l'encre et le liquide n'étant pas enlevé dans les zones repoussant l'encre,

sur la surface est appliquée de l'encre qui adhère à la surface du support d'impression (10) dans les zones acceptant l'encre, et n'y adhère pas dans les zones repoussant l'encre,

l'encre appliquée sur la surface du support d'impression est, dans le processus qui suit, transférée directement sur le matériau de support (24), l'encre étant entièrement transférée des creux (14) sur le matériau de support (24), de sorte qu'après le report, tous les creux (14) sont vides et sans résidu d'encre,

et dans lequel une couche de liquide est à nouveau appliquée sur la même surface du support d'impression (10), et le processus d'impression est poursuivi,

plusieurs cycles d'impression se succédant les uns après les autres sans que la surface du support d'impression (10) soit nettoyée.
Procédé selon la revendication 1, dans lequel les creux (14) forment une structure alvéolaire présentant une profondeur d'alvéoles de l'ordre de 0,1 à 50 µm, de préférence de l'ordre de 5 à 20 µm. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans lequel les alvéoles (14) sont disposées dans une trame de 300 à 2 500 dpi, de préférence de 600 à 1 200 dpi, sur la surface utile du support d'impression (10). Procédé selon une des revendications précédentes, dans lequel le liquide contient de l'eau. Procédé selon la revendication 4, dans lequel des substances favorisant le mouillage, de préférence des tensioactifs, sont ajoutés au liquide aqueux. Procédé selon une des revendications précédentes 1 à 3, dans lequel le liquide contient des substances repoussant le silicone, et l'encre contient des substances siliconées. Procédé selon une des revendications précédentes, dans lequel, après l'application du liquide, le liquide excédentaire est enlevé par une racle. Procédé selon une des revendications précédentes, dans lequel, après l'application de l'encre, l'encre excédentaire est enlevée au moyen d'une racle. Procédé selon une des revendications précédentes dans lequel, dans la zone du point de report, agit un champ électrostatique qui contribue à l'enlèvement de l'encre des creux (14) prévus dans la surface du support d'impression (10). Procédé selon une des revendications précédentes, dans lequel le matériau de support imprimé (24) est séché. Procédé selon une des revendications précédentes, dans lequel le support d'impression (10) est en forme de cylindre ou en forme de plaque. Dispositif d'impression d'un matériau de support (24),

dans lequel un support d'impression (10) présente sur sa surface une pluralité de creux (14),

un mouilleur (16) est prévu, par lequel une couche mince, homogène de liquide est appliquée sur la surface du support d'impression de telle manière que tous les creux (14) se remplissent de liquide,

des moyens sont prévus par lesquels des zones acceptant l'encre et repoussant l'encre sont produites dans un processus de structuration, le liquide étant enlevé des creux (14) dans les zones acceptant l'encre, et le liquide n'étant pas enlevé dans les zones repoussant l'encre,

sur la surface est appliquée de l'encre qui adhère à la surface du support d'impression (10) dans les zones acceptant l'encre, et n'y adhère pas dans les zones repoussant l'encre,

l'encre appliquée sur la surface du support d'impression (10) est, dans le processus qui suit, transférée directement sur le matériau de support (24), l'encre étant entièrement transférée des creux (14) sur le matériau de support (24), de sorte qu'après le report, tous les creux (14) sont vides et sans résidu d'encre,

et par lesquels une couche de liquide est à nouveau appliquée sur la même surface du support d'impression (10), et le processus d'impression est poursuivi,

et dans lequel aucun poste de nettoyage n'est prévu entre le report et la nouvelle application d'agent mouillant,

plusieurs cycles d'impression se succédant sans que la surface du support d'impression (10) ne soit nettoyée.
Dispositif selon la revendication 12, dans lequel les creux (14) forment une structure alvéolaire présentant une profondeur d'alvéole de l'ordre de 0,1 à 50 µm, de préférence de l'ordre de 5 à 20 µm. Dispositif selon la revendication 12 ou 13, dans lequel les alvéoles (14) sont disposées dans une trame de 300 à 2 500 dpi, de préférence de 600 à 1 200 dpi, sur la surface utile du support d'impression (10). Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel le liquide contient de l'eau. Dispositif selon la revendication 15, dans lequel des substances favorisant le mouillage, de préférence des tensioactifs, sont ajoutés au liquide aqueux. Procédé selon une des revendications précédentes 12 à 13, dans lequel le liquide contient des substances repoussant le silicone, et l'encre contient des substances siliconées. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel, dans la zone du point de report, agit un champ électrostatique qui contribue à l'enlèvement de l'encre des creux (14) prévus dans la surface du support d'impréssion (10). Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel sont prévus des moyens par lesquels le matériau de support imprimé (24) est séché. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel le support d'impression (10) est en forme de cylindre ou en forme de plaque.






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