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Dokumentenidentifikation DE102005021837A1 28.12.2006
Titel Antriebseinrichtung
Anmelder Liebherr-Machines Bulle S.A., Bulle, CH
Erfinder Eckhardt, Erich, Sorens, CH;
Progin, Pascal, Bulle, CH;
Schwede, Franz-Josef, Murten, CH
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Anmeldedatum 11.05.2005
DE-Aktenzeichen 102005021837
Offenlegungstag 28.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.12.2006
IPC-Hauptklasse B60K 17/00(2006.01)A, F, I, 20060818, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Antriebseinrichtung für ein Fahrzeug und/oder eine Baumaschine, mit einer Hydraulikmotoreinheit und einer Bremse, deren Bremsrotor mit einer Motorwelle der Hydraulikmotoreinheit verbunden ist, wobei die Motorwelle mit einem ihrer Enden stirnseitig aus einem Motorgehäuse heraustritt und einen Antriebsabschnitt bildet, der drehfest mit einem Getrieberitzel, einer Achse, einem, Fahrzeugrad und/oder einem anderen Antriebselement verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorwelle mit ihrem anderen Ende auf der dem Antriebsabschnitt gegenüberliegenden Ende ebenfalls aus dem Motorgehäuse heraustritt und dort einen Bremsenverbindungsabschnitt bildet, mit dem der Bremsrotor drehfest verbunden ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Antriebseinrichtung für ein Fahrzeug, die eine Hydraulikmotoreinheit und eine Bremse aufweist, deren Bremsrotor mit einer Motorwelle der Hydraulikmotoreinheit verbunden ist, wobei die Motorwelle mit einem ihrer Enden stirnseitig aus einem Motorgehäuse heraustritt und einen Antriebsabschnitt bildet, der drehfest mit einem Getrieberitzel, einer Achse oder einem Fahrzeugrad oder dergleichen verbindbar ist.

Solche Antriebseinrichtungen mit einer Hydraulikmotoreinheit finden regelmäßig bei Baumaschinen Verwendung und können als Einzelradantrieb eingebaut sein oder mit ihrer Motorwelle das Antriebsritzel eines Getriebes, einer Antriebsachse oder auch die Welle eines Hubantriebes antreiben. Regelmäßig wird hierbei die Bremse direkt mit der Motorwelle der Hydraulikmotoreinheit gekoppelt, um die Bremskraft über die Motorwelle über das anzutreibende Rad, die Achse oder das sonstige Antriebselement einzubringen. Ein hierbei zu lösendes Problem ist hierbei die Anordnung der Bremse außerhalb des geschmierten Bereiches der Antriebseinrichtung. Während die Motorwelle und alle weiteren wesentlichen Komponenten der Hydraulikmotoreinheit im Inneren eines gekapselten bzw. vom Motorgehäuse abgedichteten Bereichs laufen, der mit Schmiermitteln gefüllt ist, müssen der Bremsrotor und der damit zusammenwirkende Bremsstator der Bremse in einem trockenen Bereich laufen, um ihre Wirkung entfalten zu können. Dies führt dann, wenn die Bremse unmittelbar mit der Motorwelle der Hydraulikmotoreinheit gekoppelt ist und die Bremse mehr oder minder in die Hydraulikmotoreinheit integriert ist, dazu, dass zusätzliche Abdichtungen vorgesehen werden müssen und das Gehäuse um die Bremse herum gebaut werden muß.

Eine Antriebseinrichtung mit einer Hydraulikmotoreinheit der vorgenannten Art zeigt beispielsweise die DE 42 28 294 B4, die vorschlägt, zwei Hydraulikmotoren hintereinander zu schalten und mit ihren Motorwellen drehfest zu koppeln, so dass auf beiden Seiten des Motorgehäuses ein Motorwellen-Antriebsabschnitt herausragt, welcher mit der Antriebsachse eines allradbetriebenen Fahrzeugs gekoppelt wird. Die Hydraulikmotoreinheit wird derart in den Antriebsstrang des Fahrzeugs eingebaut, dass der eine Motorwellen-Antriebsabschnitt die Vorderachsräder und der andere Motorwellen-Antriebsabschnitt die Hinterachsräder antreibt. Die vorliegende Problemstellung hinsichtlich der Anordnung der Bremse löst die genannte Schrift jedoch nicht.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Antriebsvorrichtung der genannten Art zu schaffen, die Nachteile des Standes der Technik vermeidet und letzteren in vorteilhafter Weise weiterbildet. Insbesondere soll eine verbesserte Anordnung der Bremse erreicht werden, die kleinbauend ist, eine leichte Wartung der Bremse ermöglicht und keine doppelte Abdichtung der Hydraulikmotoreinheit erfordert.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Antriebseinrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Erfindungsgemäß ist die Bremse also auf dem dem Antriebsabschnitt der Motorwelle gegenüberliegenden Ende des Motorgehäuses vorgesehen, wobei vorteilhafter Weise die Bremse vollständig außerhalb des abgedichteten Motorgehäuses angeordnet ist. Die Motorwelle tritt hierzu mit ihrem anderen, dem Antriebsabschnitt gegenüberliegenden Ende ebenfalls aus dem Motorgehäuse heraus und bildet dort einen Bremsenverbindungsabschnitt, auf dem der Bremsrotor drehfest montiert ist. Die Bremse kann dabei als Feststellbremse, aber auch als Betriebsbremse genutzt werden. Insbesondere dann, wenn die Motorwelle über ein Getriebe mit dem anzutreibenden Antriebselement verbunden ist, wird auch die Bremskraft über das Getriebe übersetzt. Im Gegensatz zu bisherigen Lösungen, bei denen die Bremse auf der Motorwelle sitzend zwischen dem die Hydraulikkomponenten des Hydraulikmotors aufnehmenden Motorgehäuse und dem Getriebegehäuse angeordnet war, erlaubt es die vorliegende Anordnung der Bremse auf dem dem Antriebsabschnitt der Motorwelle gegenüberliegenden Ende der Motorwelle, auf eine doppelte Abdichtung des Motorgehäuses auf beiden Seiten der Bremse zu verzichten. Zudem zeichnet sich die Bremse durch ihre gute Zugänglichkeit und damit Wartungsfreundlichkeit und einfache Montierbarkeit aus. Besonders vorteilhaft ist es dabei, dass an sich handelsübliche Bremsen anbaubar sind. Dies können grundsätzlich Scheiben-, Trommel- oder Lamellenbremsen sein.

In Weiterbildung der Erfindung besitzt die Hydraulikmotoreinheit zwei hintereinander geschaltete Hydraulikmotoren, deren Motorwellen drehfest miteinander verbunden sind. Die Motorwelle des einen Hydraulikmotors tritt dabei auf der einen Seite der Hydraulikmotoreinheit aus dem Motorgehäuse heraus und bildet den vorgenannten Antriebsabschnitt, mit dem ein Antriebsritzel eines Getriebes, eine Achse oder unmittelbar ein Einzelrad angetrieben werden kann. Die Motorwelle des anderen Hydraulikmotors ragt auf der anderen Seite der Hydraulikmotoreinheit aus dem Motorgehäuse heraus und bildet den vorgenannten Bremsenverbindungsabschnitt, auf dem der Bremsrotor sitzt. Durch die Zusammenschaltung zweier Hydraulikmotoren zu einem Tandem-Hydraulikmotor lassen sich beträchtliche Vorteile für den Motorbetrieb erreichen. Im Gegensatz zu der DE 42 28 294 B4 werden jedoch die beiden auf gegenüberliegenden Seiten heraustretenden Motorwellenenden nicht beide zu Antriebszwecken genutzt, sondern unterschiedlichen Funktionen zugeführt. Das eine Motorwellenende dient dem Antrieb der anzutreibenden Antriebskomponente, während das gegenüberliegende Wellenende dem Bremsen dient.

Vorteilhafterweise sind bei einem solchen Tandem-Hydraulikmotor mit zwei hintereinander geschalteten Hydraulikmotoren die Motorwellen koaxial zueinander angeordnet. Sie können gegebenenfalls integral einstückig miteinander ausgebildet sein, vorteilhafter Weise jedoch sind sie getrennt ausgebildet und liegen sich stirnseitig gegenüber. Sie können insbesondere durch eine Wellen-Naben-Verbindung drehfest miteinander verbunden sein.

Besondere Vorteile ergeben sich durch die Anordnung der Bremse auf der dem Antriebsabschnitt der Motorwelle gegenüberliegenden Ende des Motorgehäuses hinsichtlich der Verbindbarkeit des Antriebsabschnittes der Motorwelle mit dem anzutreibenden Antriebselement. Insbesondere kann auf dem Antriebsabschnitt der Motorwelle ein Antriebsritzel sitzen, das in einem mit dem Motorgehäuse starr verbindbaren Getriebegehäuse gelagert ist, wobei das Antriebsritzel vorteilhafter Weise nur auf seiner, dem Motorgehäuse abgewandten Seite mit einem Lager an dem Getriebegehäuse abstützt ist, während das Antriebsritzel auf der dem Motorgehäuse zugewandten Seite nur auf der Motorwelle abgestützt ist. Das zweite Lager für das Antriebsritzel auf dessen dem Motor zugesandten Seite wird eingespart, wodurch sich zum einen natürlich niedrigere Baukosten durch das Einsparen des Lagers selbst ergeben. Zum andern können jedoch auch die Verluste in Folge der Lagerreibung reduziert werden.

Vorteilhafterweise erfüllt hierbei eine Lagerung der Motorwelle in dem Motorgehäuse eine Doppelfunktion. Insbesondere dann, wenn dieses Lager der Motorwelle möglichst nahe an den Antriebsabschnitt und das darauf sitzende Antriebsritzel herangerückt wird, vorzugsweise unmittelbar an einen Dichtabschnitt angrenzt, mit dem die Motorwelle gegenüber dem Motorgehäuse abgedichtet wird, angrenzt, kann die Motorwellenlagerung zum einen natürlich die Motorwelle lagern, zum anderen jedoch gleichzeitig eine Abstützung des Antriebsritzels bewirken. Das Antriebsritzel kann vorteilhafter Weise auf seiner dem Motorgehäuse zugewandten Seite mit einem Zentrieransatz auf einer Schulter der Motorwelle sitzen, so dass sich das Antriebsritzel über die Motorwellenschulter und die Lagerung der Motorwelle an dem Motorgehäuse abstützt. Das Lager der Motorwelle liegt vorteilhafter Weise möglichst nahe in der Nachbarschaft der besagten Motorwellenschulter, vorzugsweise dergestalt, dass zwischen der Motorwellenschulter und dem Zentrieransatz lediglich noch eine Motorwellendichtung, die die Motorwelle gegenüber dem Motorgehäuse abdichtet, liegt.

Durch das Einsparen eines zweiten separaten Lagers für das Antriebsritzel und die Doppelfunktion des Lagers der Motorwelle neben der bereits erwähnten Einsparung eines Lagers und der Verringerung der Verluste kann eine statisch bestimmte Anordnung erreicht werden, die keine statischen Überbestimmungen mehr aufweist, wie dies bei einer doppelten Lagerung für das Antriebsritzel bei starrer Verbindung des Getriebegehäuses und des Motorgehäuses der Fall wäre.

Die Bremse kann grundsätzlich verschieden beschaffen, beispielsweise als Trommelbremse oder als Lamellenbremse ausgebildet sein. Nach einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist die Bremse als Scheibenbremse ausgebildet, bei der eine Bremsscheibe drehfest auf der Motorwelle sitzt. Der Bremsanker, im Falle der Ausbildung als Scheibenbremse der die Bremsscheibe umgreifende Bremssattel kann dabei vorteilhafter Weise unmittelbar an dem Motorgehäuse der Hydraulikmotoreinheit drehfest gelagert sein. Hierdurch wird eine direkte Drehmomentabstützung erreicht.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

1: eine schematische Teilschnittansicht einer Hydraulikmotoreinheit einer Antriebseinrichtung nach einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung, die zwei hintereinander geschaltete Hydraulikmotoren mit zwei auf gegenüberliegenden Seiten heraustretenden Wellenenden aufweist, wobei auf einem der heraustretenden Wellenenden eine Bremse montiert ist und

2: eine Teilschnittansicht des auf dem der Bremse gegenüberliegenden Wellenende sitzenden Antriebsritzels eines Getriebes, das mit der Hydraulikmotoreinheit aus 1 verbunden und von diesem angetrieben wird.

Die in 1 gezeigte Hydraulikmotoreinheit 1 besteht aus zwei hintereinander geschalteten Hydraulikmotoren 2 und 3, die jeweils in an sich bekannter Weise als Schrägscheibenmotoren mit veränderlichem Schluckvolumen ausgebildet sein können. Die beiden Hydraulikmotoren 2 und 3 sind mit ihren Motorwellen 4a und 4b koaxial zueinander angeordnet, wobei die Motorwellen 4a und 4b starr miteinander gekoppelt sein können, so dass sie gemeinsam eine Motorwelle 4 der Hydraulikmotoreinheit 1 bilden können. Die Kopplung der Motorwellen 4a und 4b kann beispielsweise über eine Wellen-Naben-Verbindung erfolgen, wie dies in der DE 42 28 294 B4 gezeigt ist.

Wie 1 zeigt, ist das Motorgehäuse 5 der Hydraulikmotoreinheit 1 in zwei Motorgehäuseabschnitte 5a und 5b unterteilt, die den jeweiligen Hydraulikmotoren 2 und 3 zugeordnet sind und miteinander starr verbindbar sind.

Die Motorwelle 4 tritt auf dem in 1 linken Ende der Hydraulikmotoreinheit 1 aus dem Motorgehäuse 5 heraus und bildet dort einen Antriebsabschnitt 6, der drehfest mit einem anzutreibenden Antriebselement wie beispielsweise dem Antriebsritzel eines Getriebes verbunden werden kann, wie noch näher erläutert wird.

Auf dem dem Antriebsabschnitt 6 der Motorwelle 4 gegenüberliegenden Ende tritt die Motorwelle 4 ebenfalls aus dem Motorgehäuse 5 heraus. Sie bildet dort einen Bremsenverbindungsabschnitt 7, über den eine Bremse 8 der Antriebseinrichtung 9 mit der Hydraulikmotoreinheit 1, genauer gesagt deren Motorwelle 4 koppelbar ist. Wie 1 zeigt, ist die Motorwelle 4 an der der Bremse 8 benachbarten Stirnseite des Motorgehäuses 5 über an Lager 11 in Form eines Wälzlagers abgestützt und unmittelbar im axialen Anschluss an das Lager 11 durch eine Dichtung 12 gegenüber dem Motorgehäuse 5 abgedichtet. Das über die Dichtung 12 vorstehende Wellenende bildet den vorgenannten Bremsenverbindungsabschnitt 7 der Motorwelle 4, auf dem die Bremse 8, genauer gesagt deren Bremsrotor 13 drehfest sitzt.

In der gezeichneten Ausführungsform ist als Bremse 8 eine Scheibenbremse vorgesehen, bei der der Bremsrotor 13 von einer Bremsscheibe gebildet wird, die sich radial von der Motorwelle 4 weg erstreckt. Der Bremsstator 14 der Bremse 8 ist bei der Ausbildung als Scheibenbremse als Bremssattel ausgebildet und vorteilhafter Weise unmittelbar auf dem Motorgehäuse 5 drehfest befestigt. Wie 1 andeutet, umgreift der Bremssattel die Bremsscheibe beidseitig, so dass gegenüberliegende Bremskolben mit der Bremsscheibe in Eingriff gebracht werden können.

Der Bremsrotor 13 kann mit dem Bremsenverbindungsabschnitt vorteilhafter Weise durch eine formschlüssige Verbindung, beispielsweise eine Wellen-Naben-Verbindung in Form einer Keilwellenverbindung, drehfest verbunden sein. Wie 1 zeigt, ist der Bremsrotor 13 axial auf der Motorwelle 4 durch eine Befestigungsplatte 15 gesichert, die stirnseitig auf dem Wellenende der Motorwelle 4 sitzt.

Auf dem der Bremse 8 gegenüberliegenden Ende der Motorwelle 4 sitzt in der gezeichneten Ausführung, wie 2 zeigt, ein Antriebsritzel 16 eines Getriebes 17, dessen Ausgangswelle bzw. Abtriebsritzel nicht dargestellt ist und in an sich bekannter Weise das jeweilige Antriebselement, beispielsweise ein Einzelrad eines Fahrzeugs antreibt.

Wie 2 zeigt, sitzt das Antriebsritzel 16 drehfest auf dem Antriebsabschnitt 6 der Motorwelle 4, wobei auch hier eine formschlüssige drehmomentübertragende Verbindung in Form einer Wellen-Naben-Verbindung, insbesondere einer Keilwellenverbindung vorgesehen sein kann.

Das Antriebsritzel 16 ist dabei auf seiner dem Motorgehäuse 5 abgewandten Seite durch ein Lager 18, das in der gezeichneten Ausführung ein Wälzlager ist, an einem Getriebegehäuse 19 abgestützt, welches starr mit dem Motorgehäuse 5 verbunden ist. Wie 2 zeigt, sitzt das Getriebegehäuse 19 auf einem Zentrierabsatz des Motorgehäuses 5, so dass das Getriebegehäuse 19 relativ zu dem Motorgehäuse 5 zentriert wird.

Die aus dem Motorgehäuse 5 austretende Motorwelle 4 ist an dem Motorgehäuse 5 über ein Lager 20 vorzugsweise ebenfalls in Form eines Wälzlagers abgestützt, und zwar unmittelbar im Bereich des Durchtritts durch das Motorgehäuse 5. Wie 2 zeigt, liegt das Lager 20 unmittelbar an der Dichtung 21, mit Hilfe derer die Motorwelle 4 auf der Antriebsseite gegenüber dem Motorgehäuse 5 abgedichtet wird.

Außerhalb der Dichtung 21, unmittelbar im Anschluss an dieses, besitzt die Motorwelle 4 eine Zentrierschulter 22, auf der das Antriebsritzel 16 mit einem Zentrieransatz 23 sitzt, so dass das Antriebsritzel 16 auf der Motorwelle 4 axial und radial abgestützt wird.

Wie 2 zeigt, ist das Antriebsritzel 16 auf der dem Motorgehäuse 5 zugewandten Seite nicht gegenüber dem Getriebegehäuse 19 abgestützt. Dieses bei herkömmlichen Lösungen an sich übliche Lager wird eingespart. Das die Motorwelle 4 am Motorgehäuse 5 abstützende Lager 20 übernimmt die Funktion des eingesparten Lagers und stützt gleichzeitig unter Zwischenschaltung der Zentrierschulter 22 und des Zentrieransatzes 23 das Antriebsritzel 16 ab.


Anspruch[de]
Antriebseinrichtung für ein Fahrzeug und/oder eine Baumaschine, mit einer Hydraulikmotoreinheit (1) und einer Bremse (8), deren Bremsrotor (13) mit einer Motorwelle (4) der Hydraulikmotoreinheit (1) verbunden ist, wobei die Motorwelle (4) mit einem ihrer Enden stirnseitig aus einem Motorgehäuse (5) heraustritt und einen Antriebsabschnitt (6) bildet, der drehfest mit einem Getrieberitzel, einer Achse, einem Fahrzeugrad und/oder einem anderen Antriebselement verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorwelle (4) mit ihrem anderen Ende auf der dem Antriebsabschnitt (6) gegenüberliegenden Ende ebenfalls aus dem Motorgehäuse (5) heraustritt und dort einen Bremsenverbindungsabschnitt (7) bildet, mit dem der Bremsrotor (13) drehfest verbunden ist. Antriebseinrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Hydraulikmotoreinheit (1) zwei hintereinander geschaltete Hydraulikmotoren (2, 3) aufweist, deren Motorwellen (4a, 4b) drehfest miteinander verbindbar sind und gemeinsam die Motorwelle (4) der Hydraulikmotoreinheit (1) bilden, wobei die Motorwelle (4a) des einen Hydraulikmotors (2) den Antriebsabschnitt (6) und die Motorwelle (4b) des anderen Hydraulikmotors (3) den Bremsenverbindungsabschnitt (7) bildet. Antriebseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei auf dem Antriebsabschnitt (6) der Motorwelle (4) ein Antriebsritzel (16) sitzt, dass in einem mit dem Motorgehäuse (5) starr verbindbaren Getriebegehäuse (19) gelagert ist, wobei das Antriebsritzel (16) nur auf seiner dem Motorgehäuse (5) abgewandten Seite mit einem Lager (18) an dem Getriebegehäuse (19) abgestützt ist, während das Antriebsritzel (16) auf seiner dem Motorgehäuse (5) zugewandten Seite nur auf der Motorwelle (4) abgestützt ist. Antriebseinrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Antriebsritzel (16) auf seiner dem Motorgehäuse (5) zugewandten Seite mit einem Zentrieransatz (23) auf einer Wellenschulter (22) der Motorwelle (4) sitzt und die Motorwelle an einem der Wellenschulter (22) benachbarten Lagerabschnitt an dem Motorgehäuse (5) über ein Lager (20) abgestützt ist. Antriebseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der mit dem Bremsrotor (13) zusammenwirkende Bremsanker (14) der Bremse (8) an dem Motorgehäuse (5) drehfest gelagert ist. Antriebseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Bremse (8) als Scheibenbremse ausgebildet ist, vorzugsweise eine auf der Motorwelle (4) sitzende Bremsscheibe und einen am Motorgehäuse (5) gelagerten Bremssattel aufweist. Antriebseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Bremse (8) vollständig außerhalb des Motorgehäuses (5) angeordnet ist. Antriebseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei dass aus dem Motorgehäuse (5) heraustretenden, den Bremsenverbindungsabschnitt (7) bildende Wellenende der Motorwelle (4) ausschließlich mit der Bremse (8) verbunden ist.






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