Die vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen eine Kopfhörerrauschunterdrückung,
und insbesondere eine neue Vorrichtung und Techniken zum aktiven und/oder passiven
Unterdrücken des vom Benutzer eines Kopfhörers wahrgenommenen Rauschens.
Zum Hintergrund wird sich auf die US-Patente Nr. 5,305,387; 5,208,868;
5,181,252; 4,989,271; 4,922,542; 4,644,581 und 4,455,675 bezogen. Es wird sich auch
auf die Kopfhörer mit aktiver Rauschunterdrückung von Bose bezogen, die
von der Bose Corporation kommerziell erhältlich sind oder waren.
EP-A-0 873 040 offenbart ein Modul, das zur Verwendung in einem Kopfhörer
mit aktiver Rauschunterdrückung eingerichtet ist. EP-A-0 582 404 offenbart
einen Aufbau für einen Telefonkopfhörer zum Unterdrücken des Umgebungsrauschens.
Es ist ein vorrangiges Ziel der Erfindung, eine verbesserte Rauschunterdrückung
für Kopfhörer bereitzustellen.
Gemäß der Erfindung ist ein Kopfhörer geschaffen mit
einer Ohrschale, die eine Vorderöffnung, die eingerichtet ist, an einem Ohr
eines Benutzers anzuliegen, einem Treiber innerhalb der Ohrschale, einen mit einer
Öffnung ausgebildeten Kissen um den Rand der Vorderöffnung herum, das
zur Aufnahme des Ohrs des Benutzers ausgebildet und angeordnet ist, und dadurch
gekennzeichnet ist, daß das Kissen mit mehreren Öffnungen um die Vorderöffnung
herum ausgebildet ist, um Schaummaterial freizulegen, wodurch das Effektivvolumen
der Ohrschale signifikant erhöht wird, um das vom Kissen besetzte Volumen einzubeziehen.
Vorzugsweise umfaßt der Kopfhörer ein Mikrophon innerhalb
der Ohrschale neben dem Treiber und eine aktive Rauschunterdrückungsschaltung,
die zwischen das Mikrophon und den Treiber geschaltet ist und so ausgebildet und
angeordnet ist, daß sie eine aktive Rauschunterdrückung bereitstellt,
wobei das Kissen mit den mehreren Öffnungen ferner so ausgebildet und angeordnet
ist, daß es eine zusätzliche Dämpfung liefert, um den Tonverlauf
am Ohr eines Benutzers glätten und die Stabilität mit vom Kopf abgenommenen
Kopfhörer steuern zu helfen, wodurch eine passive Dämpfung erhöht
wird.
Die akustische Last kann ein Widerstandsmaschengitter und/oder Luft
in einer Röhre sein.
Weitere Merkmale, Ziele und Vorteile werden aus der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung in Verbindung mit der beigefügten Zeichnung deutlich,
in der
1A eine perspektivische Ansicht einer Kopfhörerohrschalenanordnung
ist, die die Erfindung verkörpert, wobei das in 1B
gezeigte Kissen gemäß der Erfindung entfernt ist,
2 eine Schnittansicht einer Ohrschalenanordnung gemäß
der Erfindung ist,
3 eine schematische perspektivische Ansicht in die
Kopfhöreranordnung ist, wobei das Mikrophon und die Widerstandsabdeckplatte
entfernt sind,
4 eine perspektivische Ansicht ist, die die Außenseite
einer Ohrschale zeigt; und
5 ein Blockdiagramm eines die Erfindung verkörpernden
Systems ist.
Mit Bezug auf die Zeichnung und insbesondere 1A
und 1B, ist in 1A eine perspektivische
Ansicht einer Ohrschalenanordnung gemäß der Erfindung gezeigt, wobei das
perforierte Kissen aus 1B entfernt ist. Die Ohrschale
11 ist hinten vom Ohr eines Benutzers entfernt geschlossen und trägt
einen Treiber 12 und eng daneben ein Mikrophon 13 (in
2gezeigt), das von einem Widerstandsmaschenschirm
13 bedeckt ist, der typischerweise mit einer Öffnung 13A
ausgebildet ist, die das Mikrophon freilegt, und eine akustische Last umfaßt.
Eine elektronische Schaltung koppelt das Mikrophon und den Treiber 12 miteinander,
um eine aktive Rauschunterdrückung bereitzustellen und Audiosignale über
das Kabel 14 für eine Wandlung durch den Treiber 12 in das
gewünschte Schallsignal für den Kopfhörer tragenden Benutzer und
durch das Mikrophon in ein rauschunterdrückendes Audiosignal auszutauschen.
Bezugnehmend auf 1B bedeckt das Kissen
15 die freigelegte Vorderöffnung anliegend am Ohr des Kopfhörer
tragenden Benutzers und ist mit einer Ohröffnung 15A zur Aufnahme
des Ohres des Kopfhörer tragenden Benutzers ausgebildet. Ein ringförmiger
Rand 16 um die Ohröffnung 15A ist mit mehreren Öffnungen,
wie 16a, ausgebildet, durch die hindurch eine kreisförmiger Schaumring
sichtbar wird, der im zusammengebauten Zustand am Treiber 12 anliegt.
Bezugnehmend auf 2 ist eine schematische
Schnittansicht durch eine zusammengebaute Ohrschale gezeigt. Der Treiber
12 sitzt in der Ohrschale 11, wobei sich die Treiberplatte
12A nach hinten von einer Lippe 11A der Ohrschale 11
zu einem Rand 11B erstreckt. Das Mikrophon 17 ist am Treiber
12 anliegend angeordnet und von der Drahtmaschenwiderstandsabdeckung
13 bedeckt. Das Kissen 15 bedeckt die Vorderöffnung der Ohrschale
11 und enthält einen Schaum 15B.
Bezugnehmend auf 3 ist eine schematische
perspektivische Ansicht in die Ohrschale 11 gezeigt, wobei das Kissen
15, das Mikrophon 17 und die Drahtmaschenwiderstandsabdeckung
13 entfernt sind, um bestimmte Strukturdetails darzustellen. Die Ohrschale
11 ist mit einem Kabeleingang 11C zur Aufnahme eines Kabels
14 (in 1A gezeigt) zum Empfang von Audiosignalen
für die Wandlung durch den Treiber 12 und zur Verschaltung einer externen
elektronischen Schaltung mit dem Treiber und Mikrophon ausgebildet. Die Treiberplatte
12Aträgt Widerstandsabdeckungshalter 21A und 21B
zum Tragen der Drahtmaschenwiderstandsabdeckung 13. Der Mikrophonhalter
22 erstreckt sich von der Rückwand der Rohrschale 11 zum
Tragen des Mikrophons 17 und schließt Luft ein, die die akustische
Last umfaßt. Treiberplatte-Montagenaben 12B und 12C bilden
ein Mittel zum Anbringen des Treibers 12 an der Ohrschale 11.
Der Treiber 12 teilt die Ohrschale 11 in ein Vordervolumen, typischerweise
etwa 50 ccm, neben der Vorderöffnung, und ein Hintervolumen, typischerweise
etwa 15 ccm, das vom geschlossenen Ende der Ohrschale 11 umgeben ist.
Bezugnehmend auf 4 ist eine Rückansicht
der Ohrschale 11 gezeigt, die einen Masseport 11E und einen von
einem Maschendraht bedeckten Widerstandsport 11D zeigt.
Bezugnehmend auf 5 ist ein Blockdiagramm
gezeigt, das die logische Anordnung eines Systems darstellt, das die Erfindung entsprechend
im wesentlichen 1 aus US 4,644,581
beinhaltet. Ein Signalkombinierer 30 kombiniert das vom Kopfhörer
wiederzugebende Signal am Eingangsanschluß 24 algebraisch mit einem
vom Mikrophonvorverstärker 35 bereitgestellten Rückkopplungssignal.
Der Signalkombinierer 30 liefert das kombinierte Signal an einen Kompressor
31, der den Pegel des hochpegeligen Signals begrenzt. Die Ausgabe des Kompressors
31 wird an einen Kompensator 31A angelegt. Der Kompensator
31A enthält Kompensationsschaltungen, um sicherzustellen, daß
die Regelverstärkung das Nyquist-Stabilitätskriterium einhält, damit
das System nicht zu oszillieren beginnt, wenn die Schleife geschlossen ist. Das
System ist einmal sowohl für das linke als auch rechte Ohr dupliziert.
Ein Leistungsverstärker 32 verstärkt das Signal
vom Kompensator 31A und regt den Kopfhörertreiber 12 an,
ein akustisches Signal in der vorderen Kavität zu erzeugen, das mit einem externen
Rauschsignal kombiniert ist, das in die vordere Kavität aus einem Bereich eintritt,
der als akustischer Eingangsanschluß 25 dargestellt ist, um ein kombiniertes
akustisches Drucksignal in der vorderen Kavität zu erzeugen, das als Kreis
36 dargestellt ist, um ein kombiniertes akustisches Drucksignal zu liefern,
das an das Mikrophon 17 angelegt wird und von diesem umgewandelt wird.
Der Mikrophonverstärker 35 verstärkt das umgewandelte Signal
und liefert es an den Signalkombinierer 30.
Nachdem die strukturelle Anordnung eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung beschrieben worden ist, werden nunmehr die Betriebsprinzipien beschrieben.
Ein Problem bei der aktiven Rauschunterdrückung in Ohrschalenkopfhörern
rührt von Ohrschalenresonanzen her, die einen unebenen Schallverlauf verursachen,
der eine Funktion des Kopfes des Benutzers ist, was eine elektronische Kompensation
schwierig macht.
Ein Ansatz zum Glätten des Schallverlaufes liegt darin, ein Dämpfungsmaterial,
typischerweise einen hochabsorptiven Schaum, um die Wände der Ohrschale herum
anzuordnen. Dieser Ansatz erfordert typischerweise eine erhebliche Schaumdicke,
um eine ausreichende Dämpfung bereitzustellen, und erfordert relativ großvolumige
Ohrschalen zur Aufnahme des dicken Schaums. Ferner ist die Dämpfung des hochabsorptiven
Schaums eine empfindliche Funktion der physikalischen Abmessungen des Schaums und
der atmosphärischen Bedingungen, was einen uneinheitlichen Schallverlauf hervorruft.
Eine Resonanz in der Ohrschale kann eine Instabilität erzeugen,
indem Oszillationen bei bestimmten Frequenzen hervorgerufen werden, was typischerweise
den Rückkopplungsbetrag für die aktive Rauschunterdrückung begrenzt.
Durch das akustische Laden des Mikrophons und Treibers mit der Drahtmaschenwiderstandsabdeckung
13 und/oder der eingeschlossenen Luft werden Resonanzen signifikant unterdrückt,
was zu einem erhöhten Verstärkungsfaktor in der Rückkopplungsschleife
und einer signifikant verbesserten aktiven Rauschunterdrückung in einer relativ
kleinvolumigen Ohrschale führt. Durch Ausbilden von Öffnungen im kreisförmigen
Rand 16 des Kissens 15 zum Freilegen von Schaummaterial
15B wird das Effektivvolumen der Ohrschale signifikant erhöht, um
das vom Kissen 15 belegte Volumen einzubeziehen, und eine zusätzliche
Dämpfung geliefert, die den Tonverlauf am Ohr zu glätten und die Stabilität
bei vom Kopf abgenommenen Kopfhörer zu steuern hilft und dabei die passive
Dämpfung erhöht.
Die Erfindung hat zahlreiche Vorteile. Die Schalengröße
ist relativ gering, und es gibt weiterhin ein erhebliches Effektivvolumen mit dem
zusätzlichen Effektivvolumen, das durch das Kissen 15 geliefert wird,
das über Öffnungen wie 16A zugänglich ist. Der Resonanzeffekt
innerhalb der Ohrschale 11 wird signifikant reduziert mit der Drahtmaschenwiderstandsabdeckung
13 und/oder der eingeschlossenen Luft, wodurch ein signifikanter Anstieg
im Regelverstärkungsfaktor des aktiven Rauschunterdrückungssystems ermöglicht
wird.